Kate

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Einzelfälle wurden schon öfter mal thematisiert in der Presse (und auch in meinem Umfeld), nun belegt es laut der NDR-Visite auch eine neue Studie:
Typ-2-Diabetes mit richtiger Ernährung heilen

Visite - 27.02.2018 20:15 Uhr Autor/in: Ulrike Heimes

Ernährungsumstellung statt Insulin: Eine Studie belegt, dass Diabetes mit Änderungen in der Ernährung und Gewichtsreduktion so gut behandelt werden kann wie mit Medikamenten.
https://www.ndr.de/fernsehen/sendun...-richtiger-Ernaehrung-heilen,visite14158.html

Das Video zu diesem Teil der Sendung ist unter dem Link noch verfügbar.
(...). Die Diagnose Diabetes mellitus Typ 2 bedeutet hierzulande noch viel zu oft, ein Leben lang Tabletten einnehmen oder gar Insulin spritzen zu müssen. Jeder zweite Typ-2-Diabetiker in Deutschland könnte allerdings ohne Medikamente auskommen, wenn er ernährungsmedizinisch und psychologisch betreut würde - (...) Experten bemängeln, dass in Deutschland lieber die Langzeitfolgen von Diabetes behandelt würden, statt frühzeitig mit intensiver Betreuung gegenzusteuern. (...)

Eine neue Studie aus England belegt, dass Diabetes mit einer Ernährungsumstellung und Gewichtsreduktion genauso gut behandelt werden kann wie mit Medikamenten. Der Krankheitsverlauf kann demnach sogar umgekehrt werden. Für die Studie wurden die Teilnehmer auf eine radikale Diät gesetzt: Drei Monate lang nahmen sie nur Nährstoffshakes zu sich, knapp 900 Kalorien am Tag. Zusätzlich wurden sie psychologisch betreut, zu Bewegung angeleitet und bekamen eine Ernährungsberatung. Die Tabletten gegen Diabetes wurden abgesetzt. Das Ergebnis: Je kürzer die Teilnehmer an Diabetes Typ 2 litten und je mehr sie abgenommen hatten, desto größer war ihr Erfolg. (...)

Teufelskreis muss durchbrochen werden

Je dicker ein Typ-2-Diabetiker ist und je mehr er isst, desto mehr Insulin muss er spritzen. Aber davon wird er noch dicker. (...)

Essgewohnheiten dauerhaft verändern

(...) Bei einer modernen Ernährungsumstellung wird im Gegensatz zu einer Diät nur so wenig wie möglich an den Essgewohnheiten verändert - das ermöglicht dauerhaften Erfolg. Wichtig zum Abnehmen und Sattwerden ist Eiweiß: Es sättigt, macht Durst und fördert den Muskelaufbau. Deshalb muss es über den Tag verteilt zu jeder Hauptmahlzeit richtig dosiert sein. (...) Der Hauptbestandteil der Mahlzeiten sollte so viel Gemüse wie möglich sein, außerdem sollten Nüsse als perfekte Eiweißquelle und Pilze auf dem Speiseplan stehen. Besonders gut für Diabetiker sind auch Pistazien: (...)

(...) Je mehr man sich bewegt, desto mehr Kohlenhydrate dürfen auf dem Teller landen.
https://www.ndr.de/ratgeber/gesundh...-richtiger-Ernaehrung-heilen,diabetes406.html (Hervorhebungen von mir).

Gruß
Kate
 
wundermittel
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Als ich meinen Mann kennen lernte hatte er bereits zwei Herzinfarkte erlebt, unerkannte langjährige Diabetes II, Asthma, Schulterschmerzen (wollten sie operieren) ohne Ende und täglich Migräne mit Aura bis Clusterkopfschmerz.

Er stellte die Ernährung um (Glutamat und Milchprodukte raus) und sowohl die Migräne als auch Asthma verschwanden auf Nimmerwiedersehen.

Vier Wochen nach unserem Kennenlernen zog er zu mir und auf dem letzten Transport erlitt er seinen dritten Herzinfarkt.
Anschließend lebten wir beide sieben Wochen völlig ohne Getreide, auch ohne Reis und Kartoffeln und siehe da, seine Diabetes II ging deutlich zurück. Körperliche Aktivität begünstigt den Rückwandlungsprozess sehr.
Zur Unterstützung seines Herzens nimmt er Strophantus Gratus Urtinktur und siehe da, die Schulterschmerzen die mit der angeschlagenen Pumpe zusammen hingen sind seitdem auch völlig verschwunden.

Heute leben wir immer noch sehr bewusst, selten mal und sehr wenig Reis, Kartoffeln oder Nudeln. Getreide noch seltener und wenn dann eher Roggenvollkorn. Dafür immer sehr viel Gemüse aller Art.
Körperliche Arbeit hat man auf einer Finca (da leben wir) immer mehr als genug, insbesondere da ich jetzt gehandicapt bin. ;)

Die Diabetes II ist nicht mehr vorhanden.
Mit seinen 69 Jahren ist er fitter und gesünder als er es in den letzten zwanzig Jahren zuvor war.
Man kann sehr vieles korrigieren wenn man möchte.

Liebe Grüße Tarajal :)
 

Kate

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Hallo Tarajal,

das ist ja eine äußerst erfreuliche und mutmachende Geschichte.

Und das hier:
Man kann sehr vieles korrigieren wenn man möchte.
... genauer den zweiten Satzteil, hatte ich auch sagen wollen. Es gehört bestimmt einiges an Überwindung dazu, ich denke aber auch, wenn man erstmal Gewohnheiten umgestellt hat, geht's leicht(er).

Lieben Gruß
Kate
 
regulat-pro-immune

James

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Hallo Kate,

dass es einen direkten Zusammenhang bon Diabetes 2 und der Ernährung gibt, davon bin ich überzeugt. Ich mußte vor jeder Mahlzeit messen und ein schelles Insulin (Rapid) spritzen, am Abend dann noch ein Depot anlegen. Vor etwa 7 Jahren stellte ich meine Ernährung ala Low-Carb LOGI-Methode – Symptome, Ursachen von Krankheiten um und erlebte das Unglaubliche: Es genügt inzwischen, dass ich nur noch manchmal mit wenigen Einheiten (Lantus) nachhelfen muß wobei mir diese Tabelle https://jumk.de/glyx/ eine große Hilfe war.
 
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Ich stellte meine Ernährung um, bekam nach jahrelanger unzureichender Medikation Tabletten. Nach vielen Wochen und oft Kontrolle stand ich kurz vor Insulin. Mit einem PEN (einmal wöchentlich) dann doch Erfolg. Ich verlor Gewicht, der Blutdruck war im Normbereich, alles super. Ich fühlte mich wohl und da die Werte immer besser wurden, reduzierte mein Arzt die Medis.
Jetzt fang ich von vorn wieder an, trotz Ernährungs Umstellung muss ich wieder vorige Medikation einhalten. Das frustriert mich.
 
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