Natürliche Östrogene schlimmer als künstliche Hormonpräparate?

Themenstarter
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15.05.09
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Habe ich soeben gefunden.
Wie überall hat wohl auch dieses Schwert zwei Seiten.
Quelle: www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/gesundheit/Gesundheit-Krebs-Oestrogen;art300

Kurzauszug:
Welche Risiken hat eine Überdosierung?

Mit dem Alter wächst das Risiko für Frauen, an Brustkrebs zu erkranken. Fast drei Viertel dieser Erkrankungen treten bei Frauen im Alter von über 50 Jahren auf. Die Zellen der meisten Brusttumore haben "Antennen" für Östrogene. Zu fürchten ist, dass das Risiko einer Brustkrebserkrankung weiter erhöht werden könnte, wenn eine hohe Dosis pflanzlicher Östrogene über einen langen Zeitraum eingenommen wird. Frauen, die schon Brustkrebs haben, wird deshalb davon abgeraten, Präparate mit pflanzlichen Östrogenen zu nehmen. Diese heben auch die Wirkung des Medikaments Tamoxifen auf, das die Hormon-Antennen des Tumorgewebes blockieren soll.

Alles weitere dieses Berichtes auf der oben angegebenen Webseite.

Wer nimmt denn hier pflanzliches Östrogen zu sich, weil er keine verschreibungspflichtigen Hormone zu sich nehmen möchte?
Und wie seht ihr das?
 
wundermittel
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25.09.07
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Hallo Traumsteinchen,

ich weiß nicht was ich davon halten soll. Man neigt ja immer dazu lieber pflanzliche Medis einzunehmen, jedoch ob das in diesem Fall eben gut ist oder schlecht... :keineahnung:.

Vielleicht meldet sich ja noch jemand der sich damit auskennt :rolleyes:.


Liebe Grüße :wave:.

Heather
 
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09.08.06
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Das versteh ich jetzt nicht so ganz warum pflanzliche Östrogene gefährlicher sein sollen wie künstliche. Sind ja eh alle körperfremd... :confused:
Aber ja, die Dosierung ist halt schon schwieriger bei pflanzlichen Präparaten.
 
regulat-pro-immune
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Gefährlicher wohl nur wegen der nicht so korrekten Dosierbarkeit.
Aber mich wundert, dass es dazu keine Meinungen gibt, so schlimme Erfahrungen
scheint also niemand bisher damit gemacht zu haben?

Erscheint mir aber eh logisch, das ist ja mit allen pflanzlichen Dingen so,
zuviel ist nicht gut.
 
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10.01.04
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Ein pflanzliches Hormon ist z.B. in Soja enthalten und es wird ja auch in der Werbung vor allem Frauen in und nach den Wechseljahren empfohlen.

Man hat aber inzwischen diese Empfehlungen wieder etwas zurückgenommen, - wobei die Werbung weiterhin Soja in allen Tönen lobpreist.

Der Sojabohne wurden lange Zeit günstige Wirkungen in der Menopause nachgesagt. Das kommt daher, dass Japanerinnen, die große Mengen an Sojaprodukten essen, seltener an Brustkrebs erkranken und weniger an Wechseljahrsbeschwerden leiden als Europäerinnen und weiße Nordamerikanerinnen. Soja enthält, wie auch die verwandte Hülsenfruchtpflanze Rotklee, reichlich Isoflavone. Diese gehören zur Stoffgruppe der Phytoöstrogene - das sind pflanzliche Substanzen, die ähnlich wie das weibliche Geschlechtshormon Östrogen wirken.
.....
26 Arbeiten aus den vergangenen zehn Jahren. Bei 19 ließen sich keine oder nur geringfügige Unterschiede zwischen dem echten Präparat und einem Placebo feststellen. Nur 6 Studien hatten ergeben, dass Hitzewallungen mit Sojapräparaten etwas seltener und weniger heftig auftreten als bei der Einnahme eines wirkstofffreien Mittels. In einer Untersuchung schnitt das Scheinmedikament sogar besser ab. Gegen Hitzewallungen, so Wuttkes Fazit, helfen Nahrungszusätze aus Soja und Rotklee also nicht.

Auch die Vermutung, dass solche Produkte vor Brustkrebs schützen, lässt sich bislang nicht belegen - ebenso wenig wie die inzwischen aufgetauchte Hypothese, Phytoöstrogene könnten im Gegenteil die Entstehung von Brustkrebs sogar fördern. Die pflanzlichen Hormone wirken im Körper nämlich über den gleichen Mechanismus wie die künstlichen, da beide um dieselben Andockstellen konkurrieren. Theoretisch bergen die pflanzlichen Hormone daher die gleichen Risiken wie die synthetischen.

Es sei generell schwierig herauszufinden, wie Phytoöstrogen-Präparate langfristig im Körper wirken,..
....
Bewährt haben sich bei Wechseljahrsbeschwerden Präparate aus der Traubensilberkerze Cimicifuga racemosa. Der Naturheilkundler Reinhard Saller vom Universitätsspital Zürich hat in einer noch nicht publizierten Studie einen neuen Extrakt aus dem Wurzelstock der Traubensilberkerze, den eine Schweizer Firma herstellt, an 180 Frauen mit klimakterischen Symptomen getestet. Weder die Versuchspersonen noch die behandelnden Ärzte wussten, wer den Extrakt erhielt und wer ein Placebo. Frauen, die täglich zwei Cimicifuga-Tabletten einnahmen, hatten nach drei Monaten deutlich weniger Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Schlafstörungen als jene, die nur die halbe Dosis oder das Scheinmedikament schluckten. Nebenwirkungen traten bei keiner der Frauen auf......
Kräuter statt Hormone : Textarchiv : Berliner Zeitung Archiv

Das größte Problem sehe ich eigentlich bei der Werbung, die fast das Blaue vom Himmel verspricht, die aber oft weit über das Ziel hinausschießt.

Gruss,
Uta
 
Themenstarter
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15.05.09
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Da gebe ich dir Recht,
wer der Werbung vertraut ist verloren.
Ich fand es auch sehr erstaunlich, dass der Verzehr von Sojaprodukten erst als
"krebsvorbeugend" angezeigt wurde und immer noch wird und
dann Töne laut werden, es sei unter Umständen gar nicht so gut und erreiche
das genaue Gegenteil.

Allerdings verstehe ich den Inhalt der von mir gelinkten Seite auch eher als Warnung für Frauen in einem etwas höheren Alter.
 
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02.07.08
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... Aber mich wundert, dass es dazu keine Meinungen gibt, so schlimme Erfahrungen scheint also niemand bisher damit gemacht zu haben? ...

... die "schlimmen Erfahrungen" sind neben Brustkrebs vor allen Dingen das PMS = Prämenstruelles Syndrom

...
Allerdings verstehe ich den Inhalt der von mir gelinkten Seite auch eher als Warnung für Frauen in einem etwas höheren Alter.

Die Warnung betrifft Frauen jeder Altersgruppe, denn gerade junge Frauen leiden unter PMS. Die Hormonproduktion älterer Frauen ist ja schon reduziert.

Im Wesentlichen geht es in dem Bericht um eine Warnung vor der Akkumulation, also Anreicherung des weiblichen Hormons (Ö)Estrogen, ohne gleichzeitige Gabe des natürlichen Antagonisten(Gegenspielers) Progesteron (nicht Gestagen).

Es geht um (Ö)Estrogen-Dominanz .

Wie es zur (Ö)Estrogen-Dominanz bei uns Frauen kommt ist zwar schon seit vielen Jahrzehnten im Ausland (USA) bekannt, wurde bisher hier in der BRD jedoch wegen der Interessen der Pharmaindustrie, sowie den Interessen der Politik (Umweltschutz kommt hier ins Spiel) gedeckelt- wenn man will kann man sogar sagen: geheimgehalten!

Glücklicherweise kann derlei Wissen und Erkenntnisse heutzutage durch das Internet nicht mehr vor dem/der Endverbraucher/in geheimgehalten werden.

(Ö)Estrogen-Dominanz ist die wichtigste Ursache für das Prämenstruelle Syndrom (PMS) und viele Wechseljahrsbeschwerden.

(Ö)Estrogen-Dominanz entsteht nämlich nicht (nur) weil Frau die "Pille" nimmt,
oder weibliche Hormone wegen "PMS" vom Doktor verschrieben bekommt, sondern, wegen der Anreicherung der (Ö)Estrogene im Stoffwechsel der Frau aus der Umwelt (Umweltverschmutzung), sowie aus der Nahrung.

Das sind:

a) Phytoestrogene (sekundäre Pflanzenstoffe)

Phytoöstrogene ? Wikipedia

Unter den Phytoestrogenen werden Pflanzeninhaltsstoffe verstanden, die im menschlichen Organismus eine dem Sexualhormon (Ö)Estrogen ähnliche Wirkung haben. ...

Phytoöstrogene kommen vor allem in Sojabohnen, anderen Hülsenfrüchten, Getreide, Gemüse, Beeren, Linsen, Kichererbsen und Vollkornprodukten vor.
Die Gesamtzahl der Phytoöstrogene wird auf etwa 50.000 geschätzt. Etwa 10.000 kommen in Nahrungsmitteln vor, nur ein Bruchteil von ihnen ist bisher erforscht. Phytoöstrogene ähneln den körpereigenen Östrogenen und haben die gleichen Effekte, nur deutlich schwächer. Sie werden in drei Gruppen unterteilt: Isoflavone (Genistein, Daidzein), Lignane und Cumestane. Sie wirken antioxidativ und beeinflussen Entzündungsprozesse, den Hormonhaushalt (vor allem Isoflavone aus Soja) und das Zellwachstum.

Sekundre Pflanzenstoffe

Fazit: Die Summe der (Ö)Estrogene muss beachtet werden, sonst kommt es zur (unerwünschten) Anreicherung von (Ö)Estrogenen, die großen gesundheitlichen Schaden anrichten (können). Deshalb ist natürliches Progesteron (Ref. Dr. LEE) der Antagonist, also der Gegenspieler des
(Ö)Estrogens, die Antwort zu sehr vielen Problemen der modernen Frau.

Märchen: Soja ist harmlos und gesund für Frauen in den Jahren nach Beginn des Klimakteriums.

Wahrheit: Soja kann das Wachstum von östrogenabhängigen Tumoren fördern und Schilddrüsenprobleme verursachen. Schilddrüsenunterfunktion ist mit Schwierigkeiten der Menstrualblutung assoziiert.

Hier noch mehr Märchen und Wahrheiten.
Maerchen und Wahrheit ueber Soya


b) Xenoestrogene = (synthetisch hergestellte chemischen Verbindungen)

Xenoestrogene ? Wikipedia

Z.B.: Viele Substanzen, die unsere Umwelt verschmutzen, verhalten sich im Körper ähnlich wie Östrogene oder werden zu Stoffen umgewandelt, die Östrogenen ähneln.
* Östrogene in Kunststoffen
* Östrogene durch Pestizide
* Östrogene im Trinkwasser durch Medikamente

Östrogen-Dominanz: Umweltverschmutzung - Xenoöstrogene

Gruß vonne Ellen :morgenkaffee:

***
 
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09.08.06
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Gefährlicher wohl nur wegen der nicht so korrekten Dosierbarkeit.
Aber mich wundert, dass es dazu keine Meinungen gibt, so schlimme Erfahrungen
scheint also niemand bisher damit gemacht zu haben?

Erscheint mir aber eh logisch, das ist ja mit allen pflanzlichen Dingen so,
zuviel ist nicht gut.

Na gut, Brustkrebst bekommt frau ja dann auch erst Jahre später. Da ist ein Zusammenhang nicht so deutlich sichtbar.

Ich habe aber immer noch den Eindruck, der Artikel will einfach die Frauen weg von natürlichen Hormonen zu synthetischen Hormonen bringen. :S
 
regulat-pro-immune

Arda

Hallo Zusammen,

diese Diskusion kommt für mich gerade zur rechten Zeit, da ich schon eine zeitlang mit Phytoöstrogene geliebäugelt habe :rolleyes:

Aber wenn ich mir nun die Berichte die hier reingestellt wurden so durchlese, habe ich doch arge bedenken.

Ich habe vor 4 Wochen meine künstlichen Östrogene langsam abgesetzt
und mit einer Progesteroncreme weitergemacht.

Leider wird es zunehmend schwieriger für mich, habe alle 10 Min. heftige Hitzewallungen, wird so langsam echt ein Problem für mich, fühle mich jedesmal wie aus dem Wasser gezogen..............

Habe eigentlich gedacht die Pregosteron Cream würde da Abhilfe schaffen........
hat jemand eine Ahnung wie lange es dauert bis diese wirkt?

Hatte ja ernsthaft überlegt zusätzlich Phytoöstrogene zu nehmen, aber wenn die Wirkung ähnlich ist wie bei den künstlichen lasse ich lieber die Finger davon, nur.............wie gehts weiter?

Habe die Östrogentabletten ohne das Wissen meienr Ärztin abgesetzt..........
 
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02.07.08
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Na gut, Brustkrebst bekommt frau ja dann auch erst Jahre später. Da ist ein Zusammenhang nicht so deutlich sichtbar.

Hi,

dem ist leider nicht so. Der Brustkrebs der alten Frauen ist nicht so aggresiv, behandelbar und (meistens) nicht tödlich.

Es ist bekannt:

Gerade junge Frauen erkranken oft an der gefährlichen Brustkrebs-Art. Auf ihren Tumoren kommt das "Her2"-Protein überdurchschnittlich häufig vor. Dieses Protein spielt eine Rolle beim normalen Wachstum von Körperzellen und reguliert auch die gesunde Entwicklung der Brust. Bei Krebszellen kann die Zahl dieser Proteine auf das Zehn- bis Hundertfache des Üblichen ansteigen. Dadurch verschlechtern sich die Heilungschancen, weil der Tumor in der Regel schneller wächst und sich rascher im Körper ausbreitet.

Ellen :)

***
 

Arda

Natürlich sterben auch älter (alte) Frauen an Brustkrebs, jedoch ist es tatsächlich so, dass sie das eher überleben als junge Frauen.

Meine schwiegermutter hat mit 82 Jahren auch einen bösartigen Tumor in der Brust, aber er konnte noch gut entfernt werden und sie hat keine Erhöhung mehr im Tumormarker.

Und, es gibt auch die Nicht-Raucher die an Lungenkrebs sterben, hab gerade eine Frau in der Nachbarschaft die nie geraucht hat und trotzdem einen Lungenkrebs hat, ist gerade operiert worden.
 
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09.09.08
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wuhu ;-)
bin grad ein bissi überfordert (eine freundin bittet mich gerade eine leihmutterschaftsseite zu lesen :rolleyes: und ihr "beizustehen"...)... sorry für mein diffuses frage-posting...

mein eigenes "problem"... hormone :mad:

ich (37) hatte vor 13,5 jahren eine op, "muss" seit dem östrogene nehmen; nahm jahrelang tabletten (4 mg trisequens forte, dann 4 mg estrofem), als ich über einige symptome (müdigkeit, antriebslosigkeit) klagte, wurde ich auf transdermales hingedrängt; pflaster halten an meiner "sehr ausdünstungsfreudigen" haut nicht, also (estro)gel...

mein tägliches programm: 5 g estrogel = 3 mg 17β-oestradiol (estradiol);

progesteron oder ähnliches wollten mir (zeitgleich zu estrofem oder estrogel) mediziner nie verschreiben; (m)eine vertrauens-apothekerin empfahl mir vor etwa vier jahren 5 mg dydrogesteron (duphaston 28 tabletten a 10 mg, was ich zwar dann vom hausarzt verschrieben bekam, aber meine symptome nicht besserte; setzte es vor einigen wochen/monaten ab;

meine 0-8-15-hormon-befunde sind immer in der norm, wies so schön heißt...

sollte ich doch wieder dydrogesteron (duphaston - ist das überhaupt ein progesteron oder "nur" ein gestagen?) nehmen?! vielleicht sogar mehr als 5 mg? doppelt soviel, also 10 mg am tag?? oder ein ganz anderes mittel (welches ich in österreich auch von der kra ka bekomme)...???

ps: dieser brief-post-speichel-test... was kostet sowas?

:kiss:
 
regulat-pro-immune
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wuhu alle ;-)
...
ich (37) hatte vor 13,5 jahren eine op, "muss" seit dem östrogene nehmen; nahm jahrelang tabletten (4 mg trisequens forte, dann 4 mg estrofem), als ich über einige symptome (müdigkeit, antriebslosigkeit) klagte, wurde ich auf transdermales hingedrängt; pflaster halten an meiner "sehr ausdünstungsfreudigen" haut nicht, also (estro)gel...

mein tägliches programm: 5 g estrogel = 3 mg 17β-oestradiol (estradiol);

progesteron oder ähnliches wollten mir (zeitgleich zu estrofem oder estrogel) mediziner nie verschreiben; (m)eine vertrauens-apothekerin empfahl mir vor etwa vier jahren 5 mg dydrogesteron (duphaston 28 tabletten a 10 mg, was ich zwar dann vom hausarzt verschrieben bekam, aber meine symptome nicht besserte; setzte es vor einigen wochen/monaten ab;

meine 0-8-15-hormon-befunde sind immer in der norm, wies so schön heißt...


sollte ich doch wieder dydrogesteron (duphaston - ist das überhaupt ein progesteron oder "nur" ein gestagen?) nehmen?! vielleicht sogar mehr als 5 mg? doppelt soviel, also 10 mg am tag?? oder ein ganz anderes mittel (welches ich in österreich auch von der kra ka bekomme)...???

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danke traumsteinchen :kiss:
ist für mich leider (derzeit) unerschwinglich...

und zu meiner anderen frage - kein tipp oder erfahrungs-teilung oder so :confused:
 
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Bitte macht ein eigens Thema auf!

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Back to theme please!
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regulat-pro-immune
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02.07.09
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Hallo Traumsteinchen, hallo Johanna

Wenn man statt zu chemischen zu pflanzlichen Medikamenten greift, tut man dies meistens, weil man sich vor den zahlreichen Risiken und Nebenwirkungen schützen möchte. Die pflanzlichen Medikamente erfüllen jedoch nicht nur einen Placeboeffekt, sondern helfen ebenso gezielt wie chemische. Dass man sich auch beim Entscheid zu einer Phytotherapie von einer Fachperson beraten lassen sollte, liegt auf der Hand. So kann es auch nicht zur Einnahme von nicht geeigneten Medikamenten oder falschen Dosierungen kommen. Ich habe mit dem von Uta erwähnten Präparat mit Traubensilberkerzen-Extrakt (Cimicifuga) gegen die Wechseljahrbeschwerden sehr gute Erfahrungen gemacht. Bereits nach zwei Monaten regelmässiger Einnahme haben sich zahlreiche Symptome wie Hitzewallungen mit Schweissausbrüchen, trockene, juckende Haut, Herzrasen und Schlafstörungen merklich verringert. Das Präparat wurde mir von meiner Frauenärztin auf ausdrücklichen Wunsch nach einer Alternative zu künstlichen Hormonen verschrieben und ich kann dies wärmstens empfehlen. Weshalb die Dosierung bei pflanzlichen Präparaten schwieriger sein sollte als bei der Verabreichung von künstlichen Hormonen, ist mir allerdings überhaupt nicht klar. Ich nehme täglich morgens beim Aufstehen eine Tablette ein, das geht so selbstverständlich und leicht wie das Zähneputzen.

LG Elefteria
 
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