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Nahrungsergänzungsmittel pro und contra

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Auch ein umstrittenes Thema. Es gibt Stimmen, die sagen
1. man bräuchte keine Nahrungsergänzungsmittel und
2. sie würden nicht wirken

dies mal vorweg.

ich selber halte viel von NEM.

Während der Entgiftung hat mir die Vitamin-C-Hochdosisinfusion (15g Vitamin C) immer mal für 3 Tage ein Hoch verschafft. Bei Chemotherapie sind laut meiner HP noch höhere Dosierungen (vorher und nachher) anzuraten.
Bei nicht ganz so kranken und auch gesunden Menschen reichen i.d.R. normale Nahrungsergänzungsmittel aus.

bei den NEM ist es wichtig, auf eine hohe Bioverfügbarkeit zu achten, d.h. dass die Stoffe in einer Form vorhanden sind, die der Körper gut aufnehmen kann. von einigen Stoffen sollte man auch nicht zu viel nehmen (z.B. Vitamin A und D), da es sonst zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen kann. Ich finde es auch wichtig, auf die dem Produkt beigemischten Hilfsstoffe zu schauen (z.B. Zuckerersatzstoffe, Aromastoffe etc.)

Grunde für NEM:
1. Vitalstoffverlust in OBst und Gemüse (z.B. durch Umweltverschmutzung und Industrielandwirtschaft)
2. Falsche Ernährungsgewohnheiten
3. Veränderte Lebensgewohnheiten (geringerer Kalorienverbrauch -> bei geringer Nahrungsmenge ist ausreichend vital- und bioaktivstoffversorgung fast nicht möglich)
4. Transport und lagerung
5. rauchen und alkohol
6. sport, stress, sauna

Es gibt nun viele NEM, die auf natürlicher Nahrung beruhen (teilweise mit extra zugesetzten Vitaminen). Bekannt ist mir z.B. "Wurzelkraft" von p.jentschura (nichts zugesetzt, alles natur, i.d.r. aus wildsammlungen oder kontrolliertem anbau).
https://www.p-jentschura.de

der trunk vita 89 soll auch recht gut sein. (mehr infos hier https://www.vita-89.de/ ) enthält wesentlich mehr vitamine & co als die wurzelkraft.
teilweise sind noch extra vitamine und mineralien zugefügt. Die zugesetzen Vitalstoffe sind aber auch ausnahmslos aus natürlichen Quellen, somit ist deren Bioverfügbarkeit auf gleich hohem Niveau.

habe jetzt eine studie zu Cellagon (wie vita 89) gelesen. wurde an vor allem eher kranken menschen getestet (bluthochdruck, cholesterin, ungesunde lebensweise etc.). bei 10ml hat man nichts herausfinden können (im vergleich mit der kontrollgruppe), bei 20ml-30ml täglich hat man deutliche besserung der gesundheit festgestellt).

Kann jemand vielleicht etwas ergänzen?

p.s. hier noch ein bericht der DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR GESUNDHEITSVORSORGE zu Vita 89 (geht i.d.R. über Ernährung und Gesundheit, nur ein kleiner Teil zu vita 89):
www.vita-89.de/frameload/dgg.htm


[geändert von aqua am 07-30-04 at 07:49 PM]
 
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Ich selber nehme seit über 4 Jahren Juice Plus. Aus 17 Sorten Obst und Gemüse hergestellt, durch Studien Wirksamkeit belegt, keine synthetischen Zusatzstoffe - alles Natur.
 
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Ich habe jetzt auch wieder von "cellagon aurum" gehört. Es gibt "Cellagon aurum" für die Gesundheit, "Cellagon vitale" fürs "Gehirn" und "Cellagon felice" für die Schönheit (Haare, Haut und Nägel).

Cellagon scheint recht gut zu sein, allerdings scheint Vita89 noch besser zu sein, höher konzentriert und auch "natürlicher". Hier einige Links, auch mit vielen Meinungen und Erfahrungsberichten:

www.h-g-berner.de/intro.htm Seite von Cellagon
www.dooyoo.de/nahrungsergaenzung-vitamine/ Testberichte Cellagon aurum
www.dooyoo.de/nahrungsergaenzung-vitamine/ allgemein Testberichte Nahrungsergänzungsmittel
https://www.gofeminin.de/forum/Fitn...rfahrungen_diesbezuglich_was_sagen_.html#9871 hier schöner Thread über Cellagon aurum und auch vita 89, interessante infos (auch, wie man günstig an die mittel ran kommen kann).

www.dooyoo.de/nahrungsergaenzung-vitamine/ Hier auch Testberichte zu Juice Plus.. wird allerdings nur zu 87% weiterempfohlen. (Cellagon aurum zu 100%) Aber es gibt auch viele, die von juice plus schwer begeistert sind, weil sie die entsprechenden wirkungen an sich bemerken.

Sowohl Celagon aurum als auch Vita89 kosten wohl i.d.R. 50 Euro/500 ml (allerdings gibt es in dem einen Forum auch Tipps wie man günstiger daran kommen kann.

und hier noch ein beeindruckender Bericht von einem (EX-?)Krebskranken, der seine geniale gesundheitliche Entwicklung u.a. auch auf Cellagon Aurum zurückführt: https://www.prostatakrebse.de/informationen/html/nahr_cellagon.html

[geändert von aqua am 08-07-04 at 01:00 PM]
 
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Hallo Ihr Lieben,

bin 55 Jahre jung, m, 178 cm u. 103 kg, beschäftige mich, weil ich abnehmen möchte seit einem Jahr mit gesunder und ausgewogener Ernährung und habe damit 10 kg abgenommen, und möchte zum Thema folgendes beitragen:

Täglich erneuert unser Körper 700 Milliarden Zellen.
Hierzu braucht er, genauso wie ein Haus, ein Angebot von vielen verschiedenen Bausteinen, damit jede einzelne Zelle auch wirklich für den Aufgabenbereich, den sie bewältigen muss, optimal ausgestattet ist.

Er ist daher auf eine ausgewogene Zuführung von Eiweiß (ca. 20 v.H. der Nahrung, beim Abnehmen je kg Körpergewicht 1 g Eiweiß), Kohlehydraten (ca. 50 v.H. der Nahrung, möglichst keine leeren wie Weißbrot, Limo und Süßigkeiten, sondern komplexe, die gesünder für den Darm sind und länger satt machen) und guten Fetten (ca. 30 v.H. der Nahrung) zu achten, und damit das ganze auch richtig funktioniert und erstklassig zusammenwirken kann, zusätzlich Mineralien und Vitamine.

Wenn dem Körper etwas fehlt, dann gibt er ein Signal. Man fühlt sich unwohl, schlapp und müde, ist unzufrieden und hungrig.
Die Signale kennen wir alle – aber wir wissen sie nicht zu deuten.

Weil unser Körper Eiweiß nicht speichern kann, sondern überschüssiges Eiweiß als Fett ablagert und deshalb nicht mehr darauf zurück greifen kann, ist er darauf angewiesen, täglich neues Eiweiß in ausreichender Menge zu erhalten.
Ist im Frühstück zu wenig oder kein Eiweiß enthalten, meldet er sich mit Hungergefühl und Unzufriedenheit.
Wird jetzt ein Brötchen mit Gelee oder eine Portion Fritten mit Mayo gegessen, dann hat er leere Kohlehydrate und schlechtes Fett erhalten aber immer noch kein Eiweiß – der Hunger geht zwar kurzfristig etwas zurück, das miese Gefühl aber bleibt.

Durch die leeren Kohlehydrate steigt der Zuckergehalt im Blut rasch an und die Bauchspeicheldrüse muss zur Senkung des Blutzuckerspiegels auf den Normalwert Insulin ausschütten, welches wiederum das die Fettverbrennung steuernde Enzym in den Zellen blockiert.

Die meisten Menschen haben eine Unterversorgung mit Omega-3-Fettsäuren, die gemeinsam mit den Vitamin E und C für die Elastizität der Zellmembranen verantwortlich sind.
Omega-3-Fettsäuren kommen in der Natur nur noch in Fischen und im Leinöl in ausreichender Menge vor.

Deshalb gehören zu einer gesunde Ernährungsweise wöchentlich mindestens drei Portionen Fisch oder morgens 2 EL Leinöl oder morgens, mittags und abends jeweils 2 Fisch- oder Lachsölkapseln (Aldi, Reformhaus, Apotheke) und möglichst 5 mal Obst und Gemüse oder morgens 1 Tablette eines Kombipräparates, das die Tagesdosis von Vitamin E und Vitamin C retard enthält.

In den Vorsorgeempfehlungen des Krebsforschungszentrums Heidelberg wird allerdings u.a. folgendes ausgeführt:

"Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle – sowohl in der Vorbeugung als auch bei der Entstehung von Krebs. 30 bis 40 Prozent aller Tumoren, so lauten Schätzungen, werden durch falsche Ernährung ausgelöst oder begünstigt, rund 30 Prozent der Todesfälle stehen damit in Zusammenhang. Die Ergebnisse großer Ernährungsstudien in verschiedenen Ländern der Welt lassen mittlerweile kaum noch Zweifel daran zu, dass eine ausgewogene Kost, die reich an Obst und Gemüse und damit an Vitaminen, sekundären Schutzstoffen und Ballaststoffen ist, das Krebsrisiko senkt. Überernährung, führt dagegen leicht zu Übergewicht und begünstigt dadurch die Entstehung von Krebs. Auch der häufige Genuss gepökelter, geräucherter und stark gesalzener Lebensmittel gilt als krebsbegünstigend.

Fazit der gesammelten Daten und Studienergebnisse ist die „Fünf-am-Tag“-Empfehlung (www.5amtag.de), die im Kodex gegen Krebs jetzt auch genau so ausgesprochen wird:

Fünfmal am Tag Obst und Gemüse - zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse pro Tag - senken das Krebsrisiko.

Eine Portion entspricht dabei etwa einer Handvoll rohen Obstes oder Gemüses, von gekochtem und zerkleinertem Gemüse dürfen es zwei Hände voll sein. Auch ein Glas Saft – 200 ml - gilt als eine Portion. Die „Fünf-am-Tag“-Regel lässt sich mit dieser einfachen Empfehlung problemlos auch für Kinder umsetzen. Diese Ernährungsweise ist nicht nur wegen der Reduzierung des Krebsrisikos, sondern auch wegen ihrer positiven Effekte auf die Vermeidung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Gicht zu empfehlen.

Eine Empfehlung zur Einnahme von Vitamintabletten oder anderen isolierten Nährstoffen zur Krebsvorbeugung gibt es jedoch nicht (mehr dazu zum Beispiel beim Bundesinstitut für Risikobewertung unter www.bfr.bund.de, Stichwort Lebensmittel, Stichwort Nahrungsergänzungsmittel). Keine der Hoffnungen, durch Vitamine oder andere isolierte Stoffe Ernährungsmängel ausgleichen zu können und so das Krebsrisiko zu senken, hat sich bisher bestätigen lassen.

Es ist eindeutig belegt, dass gesunde Ernährung das Krebsrisiko senkt, obwohl in Einzelheiten nicht genau bekannt ist, auf welchen Mechanismen dies jeweils beruht. Da die Art der Ernährung auch das Körpergewicht so stark beeinflusst, ist es schwierig, die exakte Rolle von pflanzlichen Schutzstoffen oder Vitaminen aus Obst und Gemüse, die Auswirkung von Ballaststoffen oder die einzelner Fettarten sozusagen in Risikoangaben für die einzelnen Krebsarten getrennt zu erfassen. Wissenschaftliche Daten weisen vor allem auf ein verringertes Risiko für Krebserkrankungen des Verdauungstrakts – Speiseröhre, Magen, Dickdarm, Enddarm und Bauchspeicheldrüse – und der Atemwege.

Vitamine aus Obst und Gemüse können vor Krebs schützen

Zwar gewährleistet eine gute Versorgung mit den Vitaminen A, C und E einen gewissen Schutz vor der Entstehung mancher Krebsarten. Vitamine scheinen vor allem vor Krebserkrankungen der oberen Atemwege, der Zunge, der Mundhöhle, des Kehlkopfes und des oberen Verdauungstraktes einschließlich des Magens zu bewahren. Vitamin C schützt nach heutiger Kenntnis besonders gut vor krebserzeugenden Nitrosaminen, die als Stoffwechselprodukte im Körper entstehen.

Doch keiner der bisher unter wissenschaftlichen Bedingungen durchgeführten Versuche, mit Vitamintabletten das Krebsrisiko zu senken, zeigte Erfolg. Eine große Studie, in der der Einfluss entsprechender Präparate auf die Gesundheit von Rauchern untersucht wurde, musste abgebrochen werden, weil das Krebsrisiko der teilnehmenden Raucher sogar anstieg. Alle Empfehlungen internationaler Fachgesellschaften verweisen daher auf eine gesunde Ernährung mit Obst und Gemüse anstelle von Tabletten oder Kapseln. Einige kritisieren sogar, dass in Deutschland immer mehr Fertiglebensmittel mit künstlichen Vitaminen angereichert in den Handel kommen.

Weitere wertvolle Pflanzeninhaltsstoffe

Obst und Gemüse liefern dem Körper nicht nur Vitamine, sondern auch so genannte sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, eine große Gruppe unterschiedlicher Substanzen. Sie kommen in sehr kleinen Mengen in Pflanzen vor und haben offenbar dennoch eine bedeutende Schutzwirkung. Mehrere hundert Einzelsubstanzen sind bereits bekannt und werden weiter wissenschaftlich untersucht. Wegen der Vielzahl der Schutzstoffe und ihrer höchst unterschiedlichen Wirkung gibt es auch hier bisher keine Empfehlung für Tabletten oder die Bevorzugung einer bestimmten Obst- oder Gemüseart. Die „Fünf-am-Tag“-Empfehlung (www.5amtag.de) umfasst daher alle Sorten und rät zur Abwechslung, auch in den Farben: Die Mischung von gelb, grün und rot macht es. Auch Tiefgekühltes, getrocknetes Obst oder Konserven sind im Wechsel mit erntefrischem Obst und Gemüse sowie Säften erlaubt."

Quelle: https://www.krebsinformation.de/krebsvorbeugung.html


[geändert von juppes am 08-07-04 at 12:51 PM]
 
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Hallo Juppes,
nur kurz zu Deinem Beitrag: da hier im Forum von den Problemen, die mit Amalgam zu tun haben, ausgegangen wurde, möchte ich bemerken, dass vor allem Seefisch eine Nahrungsergänzungssubstanz beinhaltet, die nicht so gesundheitsfördernd ist: das gute alte Quecksilber (und andere Schwermetalle), die unsere Spezies ja leider fast schon gewohnheitsmäßig - aus dem Auge, aus dem Sinn - in Meeren ablagert, damit auch wirklich alle langfristig was davon haben.
Liebe Sommergrüße-
Jontev.
 
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Hallo, ich nochmal..

also 1. zu Jupp.. bzgl. gesunder Nahrung gibt es durchaus sehr unterschiedliche Meinungen und sehr viele unterschiedliche Richtungen. Gemein ist fast allen, dass auf künstliche Zusatzstoffe und Weißmehl, raffinierten Zucker verzichtet werden sollte.

Ich bin der Meinung, dass eine gesunde Ernährung (wenn die Gesundheit es verträgt auch mit "Genusssünden" ;) ) unabdinglich ist. Nahrungsergänzungmittel können niemals ein Ersatz für gesunde Ernährung sein. Die passenden Nahrungsergänzungsmittel können aber meiner Meinung nach eine gesunde Ernährung vortrefflich ergänzen.

hier noch ein Artikel der zu dem, was Jupp schreibt, passt (und doch eher für diese Mischtrunks aus verschiedenen Nahrungsextrakten anstatt den synthetischen Nahrungsergänzungsprodukten spricht):

www.welt.de/daten/1996/05/09/0509ws102183.htx

Vitaminpillen kein Ersatz für Obst und Gemüse

Allein gesunde Ernährung kann vor Krebs und Herzinfarkt schützen - Mögliche Wirkung bislang kaum erforschter Substanzen

Von JOCHEN KUBITSCHEK
Berlin - Die regelmäßige Einnahme von Vitamintabletten kann weder vor Krebs noch vor einem Herzinfarkt schützen. Das belegen drei Studien, die jetzt im US-Fachmagazin "New England Journal of Medicine" veröffentlicht wurden.
Jahrelang waren Experten davon ausgegangen, daß die tägliche Zufuhr hochdosierter Vitaminpräparate - insbesondere waren damit die Vitamine A, E und C gemeint - vorbeugend wirkt. Die Folge dieser Annahme war, daß besonders in den Industrieländern der Absatz von Vitamintabletten steil anstieg und es teilweise sogar zu Versorgungsengpässen kam.

Erste Zweifel an der Wirksamkeit der Vitaminpillen kamen bereits 1984 auf, als die vom Nationalen Krebsinstitut der USA und dem Institut für das öffentliche Gesundheitswesen Finnlands unterstützte sogenannte ATBC-Studie durchgeführt wurde. 29 000 Raucher in Finnland waren über mehrere Jahre entweder mit Vitamin E oder Beta-Karotin (einer Vorstufe des Vitamins A) oder aber, ohne es zu wissen, mit einem Scheinmedikament (Placebo) behandelt worden. Fünf bis acht Jahre nach Beginn der Studie zeigte sich, daß in der Vitamingruppe die Zahl der Krebsfälle nicht niedriger, sondern deutlich höher als in der Placebogruppe ausfiel. In der Beta-Karotin-Gruppe stieg die Zahl der Lungenkrebsfälle, in der Vitamin-E-Gruppe nahm die Zahl der Schlaganfälle zu.

Dieses Resultat überraschte viele Gesundheitsexperten. Sie waren davon ausgegangen, daß besonders die Vitamine A und E die Entstehung von Krebs und Arterienverkalkung verhindern könnten. Auf zellulärer Ebene, so die Annahme, würden diese Vitamine die sogenannten freien Sauerstoffradikale neutralisieren und damit antioxidativ wirken. Doch inzwischen haben Untersuchungen gezeigt, daß die Einnahme selbst relativ hoher Dosen der Vitamine A und E für die Vorbeugung von Krebs und Herzleiden offenbar ungeeignet ist.

Die in den USA an 18 000 Rauchern und Asbestarbeitern durchgeführte Caret-Studie (Beta Carotene and Retinol Efficacy Trial) wurde im Januar dieses Jahres vorzeitig abgebrochen. Die Zwischenergebnisse hatten nämlich gezeigt, daß die Einnahme von Beta-Karotin die Zahl der Lungenkrebserkrankungen um 28 Prozent und die Zahl der Todesfälle insgesamt um 17 Prozent ansteigen ließ. Diese Notbremsung wurde unter ausdrücklichen Hinweis auf die Ergebnisse der finnischen ATBC-Studie durchgeführt. Außerdem hatte die PHS-Studie (Physicians Health Study) mit mehr als 22 000 gesunden US-Ärzten keine Vorteile durch die Einnahme von Vitaminen gezeigt. Das britische Fachblatt "The Lancet" kam daher zu dem Schluß, daß Vitamintabletten eine gesunde Ernährung offenbar nicht ersetzen könnten.

In der dritten, gleichzeitig mit der Caret- und PHS-Studie veröffentlichten Untersuchung kamen US-Forscher zu dem Schluß, daß die Einnahme der Vitamine A und C einem Herzinfarkt nicht wirksam vorbeugen kann. Die an 34 486 Frauen nach den Wechseljahren durchgeführte Studie zeigte, daß allein der Konsum Vitamin-E-reicher Nahrung die Zahl der Herztode um mehr als die Hälfte senken konnte. Dieser positive Effekt konnte aber nicht festgestellt werden, sobald die Frauen Vitamin-E-Tabletten eingenommen hatten.

Die Daten zeigten, so schreiben zwei US-Experten in einem Kommentar im "New England Journal of Medicine", daß die Vitamine offenbar weder Krebserkrankungen noch einen Herzinfarkt verhindern könnten. Sie erinnerten daran, daß die Vitamintherapie aus Beobachtungen abgeleitet worden sei, bei denen sich eine Verbindung zwischen dem Verzehr großer Mengen von Obst und Gemüse und dem selteneren Auftreten von Krebsfällen gezeigt hatte. Vermutlich handele es sich dabei um ein bedauerliches Mißverständnis. Vitamintabletten könnten den Nutzeffekt von Obst und Gemüse eben nicht einfach imitieren. Denn diese enthalten eine Vielzahl bislang noch kaum erforschter Substanzen, die möglicherweise anstelle der Vitamine für die positive Wirkung auf die Gesundheit des Menschen verantwortlich sind.


[geändert von aqua am 08-07-04 at 01:27 PM]
 
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07.08.04
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@ aqua: natürlich gibt es sehr unterschiedliche Richtungen zu gesunder Ernährung, man kann ja auch etwas zwischen den Hauptbestandteilen variieren - auch ich esse gern mal ein Eis mit Sahne. Eine Sünde fällt bei einer ansonsten gesunden Ernährungsweise nicht ins Gewicht. Kann Dir auch kurz erklären, wieso ich zu dieser Ernährungszusammensetzung gelangt bin:

Es ist sehr wichtig, dass der Stoffaustausch der Zellen reibungslos funktioniert. Omega-3-Fettsäuren und Vitamin E (beides im Leinöl enthalten) halten die Zellmembranen elastisch und wehren Freie Radikale ab. Weil Omega-3-Fettsäuren ungesättigt sind, und deshalb sehr schnell ranzig werden, also oxydieren (wie auch an anderer Stelle hier im Forum beschrieben), schützt das Vitamin E die mehrfach ungesättigte Fettsäure durch Abgabe von Elektronen an angreifende Freie Radikale. Weil jedoch ständig Freie Radikale angreifen, hat das Vitamin E innerhalb einer Stunde fast alle Elektronen abgegeben und wird als Schwert gegen die Angreifer stumpf. Dieses wird dadurch wieder geschärft, in dem das Vitamin C ein Elektron an das Vitamin E abgibt und dieses wiederum das vom Vitamin C erhaltene Elektron zur Abwehr einsetzen kann.

Aus diesem Grunde ist es wichtig, dass dem Organismus mehrmals täglich Vitamin C zur Verfügung gestellt wird, um das Vitamin E wieder zu stärken 5 Portionen Obst/Gemüse). Bei Nahrungsergänzungsmitteln wäre es deshalb sinnvoll, das Vitamin C retard zu nehmen, weil Überdosierungen relativ schnell ausgeschieden werden.

Auch gesunde Fette sind sehr wichtig. Für Salate bevorzuge ich Olivenöl, weil es gut schmeckt und neutral ist (enthält keine Omega-6-Fettsäuren) und ansonsten nehme ich Rapsöl (ist Cholestrinfrei und enthält 9 v.H. Alpha-Linolensäure, aus der der Körper Omega-3-Fettsäure herstellen kann). Mit Distel-, Weizenkeim-, Sonnenblumen- und sonstigen Pflanzenölen sowie tierischen Fetten sollte man sparsam umgehen, weil sie Vorstufen der Omega-6-Fettsäuren sind (das Verhältnis von Omega6 zu Omega-3 kann sonst schlechter als 5 zu 1 werden).

Gehärtete Fette können übrigens vom Körper nicht richtig verwendet werden und beeinträchtigen deshalb den Sauerstofftransport. Mehr über Fette findet man hier: www.gesundheit.co.at/2002/12/3.htm

Auf leere Kohlehydrate verzichte ich meist oder kombiniere sie mit komplexen Kohlehydraten (Insulinbremse) um keine unnötig hohe Insulinsausschüttung zu provozieren. Das wirkt vorzeitiger Alterung und Diabetes mellitus II entgegen.

@jontev: mit den Schwermetallen hast Du natürlich recht, dann bliebe eigentlich nur noch als Alternative Leinöl über. Es enthält zu ca. 50 v.H. Alpha-Linolensäure, aus der der Körper zu einem Zehntel Omega-3-Fettsäure selbst herstellen kann. Nach den Ermittlungen der Dach-Ernährungsgesellschaften wurden in Deutschland, Österreich und der Schweiz die empfohlene Tagesmenge von 0,5 v. H. der täglichen Energiezufuhr nur von weniger als 15 v.H. der Bevölkerung erreicht.
 
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06.08.04
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Ja, die Empfehlungen 5 am Tag sind gut - wenn auch meist zu gering gefasst. Nur die DGE sagt heute noch 5 am Tag. Alle anderen Ernährungsgesellschaften (in D und anderen Ländern) sind bei 7 - 9 und mehr. Das sind zum Teil über 1000 g am Tag. Wer soll das essen? klar, in der Theorie wissen wir das alles. Aber leider aht z.B. die Nationale Verzehr studie aus 2003 ergeben, dass nur 5-10 % der Deutschen 400 g und mehr Obst und Gemüse am Tag essen. 80 % essen 200 g und weniger! Das ist im Hinblick auf ca. 70 Mrd. € Kosten für die Behandlung ernährungsbedingter Krankheiten erschreckend.

Wie in dem genannten Artikel erwähnt, Vitaminpillen (synthetsiche und isolierte) ersetzen nicht Obst und Gemüse. Cellagon aurum habe ich inzwischen mehrfach gehört, soll eher nicht so toll schmecken. Da ich ein Mensch bin, der sehr über den Geschmck geht, habe ich mich für Kapseln aus Obst und Gemüse entschieden. Damit sichere ich meine Grundversorgung. Zusätzlich esse ich selbstverständlich Obst und Gemüse. Ich habe auch Omega-3-Kapseln.

Von synthetischen und isolierten Vitaminen halte ich gar nichts. U.a. stand in der aktuellen Ausgabe des Stern Gesundheit, dass ein Großteil dieser Präparate als Ausganssubstanz Erdöl hat. Das wird dann solange bearbeitet, bis es den Vitaminen ähnlich ist. Na ich weiß nicht, ob ich das haben muss. Da bleibe ich doch lieber bei meinem natürlichen Obst und Gemüse in Kapseln.
 
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28.03.04
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wenn nahrungsergänzung , dann natürlich : algen ,wie spirulina klamath etc. und planzenextrakte wie acerolakirsch pulver etc.

zu den ölen :

mit dem rapsöl bin ich mir nicht ganz sicher, ich hab mehrfach gehört daß keine essentiellen fettsäuren enthalten währen und es entgegen der öffenlichen meinung eher "schlecht" wäre; bei der schwermetallentgiftung sogar gefährlich.
nun bin ich mir nicht mehr ganz so sicher was ich glauben kann.möglicher weise war es auch ein übersetzungs fehler?

gruß
 
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28.03.04
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ich habe grad mal gesucht und was zu rapsöl gefunden:

Rapsöl ist für den menschlichen Konsum ungeeignet wegen einer sehr langkettigen Ölsäure namens Eruinsäure,
die in bestimmten Situationen mit der Schädigung von Herzmuskeln in Verbindung gebracht wird.

gefunden auf: www.westonaprice.org/know_your_fats/skinny2_de.html

was kann man noch glauben?
wenn ich mehr finde poste ich wieder.
 
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27.01.04
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zu rapsöl weiß ich jetzt nichts bzgl. schwermetallvergiftung & Co...

mit dem rapsöl bin ich mir nicht ganz sicher, ich hab mehrfach gehört daß keine essentiellen fettsäuren enthalten wären
so, nun schreibe ich mal das, was ich dazu im kopf habe, ohne gewähr: das mit den essentiellen fettsäuren ist nicht unbedingt so wichtig. ölivenöl hat auch verhältnismäßig wenig mehrfach ungesättligter fettsäuren (z.B. im Vergleich zu Sonnenblumenöl). Das, was Ölivenöl ausmacht, sind nicht nur die Fette, sondern auch die Stoffe, die mit gelöst sind.


[geändert von aqua am 08-08-04 at 12:28 PM]
 
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03.10.04
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Hallo Aqua,
Danke für Deine Nachricht! Mit meinem Bericht möchte ich Betroffene erreichen, die das gleiche Krankheitsbild haben und Krankheitsursachen bzw. Therapie erfahren möchten.
Bist du etwa auch betroffen oder interessiert es dich ganz allgemein?
Zu dem Nahrungsergänzungsprodukt möchte ich sagen, dass ich endlich etwas gefunden habe, wo Inhaltstoffe die lebensnotwendig optimal aufeinander abgestimmt sind. Es ist ein Basisprodukt und so für jeden geeignet, der seine Nahrung sinnvoll ergänzen und somit gesund bleiben möchte und fehlende Substanzen die in unserer heutigen zivilisierten Kost fehlen, aufwerten möchte. Da sich alle Vitamin untereinander ergänzen und voneinander abhängig sind, können sie nur gemeinsam ihre volle Funktion für den Stoffwechsel entfalten. Das ist in dieser Rundumversorgung gewährleistet. Sie enthält allen wichtigen Vitaminen, Spurenelementen, Enzymen, Aminosäuren und sind nahezu 100% bioverfügbar für die Körperzellen, nicht zu vergessen die wichtigen Bestandteile der täglich erforderlichen Menge an Ballaststoffen für eine gute Darmpflege.
Das stellt sicher das der gesamte Verdauungstrakt tagtäglich gereinigt wird und die Darmflora durch lösliche und unlösliche Ballaststoffe sowie probiotische und präbiotische Substanzen (Microflora) in deren Funktion unterstützt wird.. Die weltweit einmalige PhytoZyme Basis ist auch die Ursache dafür das man diesen Unterschied im Gegensatz zu herkömmlichen Produkten deutlich spüren kann. Es wird auf jegliche künstliche Zusatzstoffe und Konservierungsstoffe verzichtet und ist ein reines Naturprodukt. Da wir täglich einer Unmenge von freien Radikalen ausgesetzt sind, welche unsere Zellen ohne Schutz schädigen und entarten können ist ein optimaler Zellschutz von grundlegender Bedeutung. Unser gesamtes Wohlbefinden, Leistungsfähigkeit und Vitalität ruht auf zwei mächtigen Säulen. Einer optimalen Zellernährung und einen optimalen Zellschutz durch OPC. Wenn beides gegeben ist funktioniert unser Stoffwechsel reibungslos. Diese beiden Produkte bewirken also
nach der EEA Formel

1. E ntgiften
2. E ntlasten und
3. A ufbauen der Zellen

Die PhytoZymeBasis besteht aus rein pflanzlichen Enzymen und über 32 Frucht-, Gemüse- und Kräuterkozentraten als natürliches Bindemittel, damit die Wirkstoffe auch in den Zellen ankommen und bioverfügbar sind. Im Gegensatz zu anderen Herstellern, welche Microzellulose verwenden.
Ich bin glücklich und dankbar darüber, das es so was gibt und erfahren habe, wie ernährungsbedingte Krankheiten entstehen und deren Ursachen beseitigt werden können. Seitdem beschäftige ich mich ganz intensiv mit diesen Dingen, vor allem möchte ich an der Aufklärung wie zukünftig diese Krankheiten vermieden werden können, mitwirken und anderen Menschen dabei helfen ihre Gesundheit als höchstes Gut zu wahren und behutsamer damit umzugehen.
Weitere Informationen zu meiner Nahrungsergänzung findest du auf meiner
Homepage.

Mit lieben Grüßen
Helga

https://www.lifeplus.com/helga

Als Link ist diese Adresse nicht auffindbar, hängt vielleicht mit dem Programm zusammen.
Wenn du da rein willst muß es über den Explorer gemacht werden.



[geändert von helgaeb am 10-12-04 at 08:50 PM]
 
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10.01.04
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Danke für den Link, aqua :)
Comay kam zunächst als Rechtsregulat heraus und wurde dann umgetauft. Auch damals schon wurde gesagt, daß diese Kaskadenfermentation zum Patent angemeldet wurde. Anscheinend hat sich da noch nichts getan.
Rechtsregulat (anderer Name: Comay) ist ein fermentierter Trunk aus Früchten, Nüssen und Gemüse. Rechtsregulat wird nach dem einzigartigen und langwierigen Verfahren der Kaskadenfermentation hergestellt. Das Ziel dieser Fermentationsart war es, Urfermente in flüssiger Form zu erhalten. Dieses wurde in jahrelanger Forschung vom Gründer der Dr. Niedermaier Pharma entwickelt. Dr. Hans Niedermaier, Apotheker und Lebensmittelchemiker, ist heute mit 90 Jahren im Ruhestand und er erfreut sich immer noch eines sehr aktiven Lebens.

Die Kaskaden-Fermentation ist ein neu entwickeltes, zum Patent angemeldetes Herstellungsverfahren im Bereich der Fermentation. Durch eine hochsensibel, genau einzuhaltende Gärungsformel gelingt es, die lebensnotwendigen Enzyme aus der Nahrung zu konzentrieren, diese aufzuschließen und mit Schwingungsenergie zu beschicken.

Der Name Rechtsregulat symbolisiert zum einen die enthaltene rechtsdrehende Milchsäure und zum anderen eine Unterstützung biologischer Regulationsvorgänge.
https://www.energiavital.de/detail/Detail_Rechtsregulat.htm

Gruß,
Uta
 

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