Musik gegen Tinnitus

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Zum Verrücktwerden: ständige Geräusche im Ohr.

Forscher haben jetzt eine neue Musiktherapie
entwickelt, die Tinnitus-Patienten helfen soll. Foto: ddp
Bonn (rpo). Für Tinnitus-Patienten gibt es neue Hoffnung: Heidelberger Wissenschaftler haben offenbar mit einer speziellen Musiktherapie große Fortschritte im Kampf um die Geräusche im Ohr erreicht. Nach Angaben der Forscher eigne sich die neue Methode für die Behandlung mittelschwerer, chronischer Tinnitus-Erkrankungen. Dabei hört der Patient einen eindeutigen Ton, nicht aber ein Knirschen oder Zischen.

Bei der Therapie wird zunächst mit einem Sinusgenerator exakt die Tonfrequenz bestimmt, die der Patient hört. Die weiteren Therapieschritte umfassen dann Übungen wie das "Umsingen" des Tones seitens des Patienten zum Hintergrundklang eines großen Gongs, eines Vibraphons oder eines Klaviers. Die Patienten lernen, "Freundschaft zu schließen mit dem Ton, der während des Musikhörens nicht mehr stört", sagte Professor Hans Volker Bolay. Mit Hilfe der Therapie - die auch die psychologische Bewältigung von Stress umfasst, der dem Leiden häufig zu Grunde liegt - soll der Patient wieder aktiv zum Hören auf der bis dahin gestörten Frequenz erzogen werden....
http://www.bbv-net.de/public/article/nachrichten/wissenschaft/medizin/164798

Gruss,
Uta
 
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Musik ist bestimmt gut, aber was uns half war eine Behandlung beim Osteopathen, der mittels seiner craniosacralen Therapie anscheinend die Störungen, die von der HWS ausgehen, beseitigt hat.
Der "ältere" von beiden Ohr-Quälgeistern war über 5 Jahre alt und 2 HNO hatten sich vergeblich daran versucht.
Den anderen Tinnitus hat uns ein HNO nicht geglaubt, weil er bei einem kind war. Sachen gibt's .............. alles Gute ! pe
 

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29.11.09
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Nachhaltige Wirksamkeit der Musiktherapie bei chronischem Tinnitus

Ergebnisse einer vom Deutschen Zentrum für Musiktherapieforschung durchgeführten Befragung bei bereits behandelten Tinnituspatienten belegen die Wirksamkeit des Heidelberger Musiktherapiemanuals bei chronischem Tinnitus. Am Viktor Dulger Forschungsinstitut des Deutschen Zentrums für Musiktherapieforschung in Heidelberg wurde anhand von standardisierten Fragebögen die nachhaltige Wirksamkeit von Musiktherapie bei chronischen Tinnituspatienten überprüft.

Seit mehreren Jahren wird mit dem Heidelberger Musiktherapiemanual Tinnituspatienten effektiv geholfen. Die Patienten erlernen während der nur fünf Tage andauernden Kompakttherapie verschiedene aktive Möglichkeiten, ihren Tinnitus direkt zu beeinflussen. Rund 80 % der Patienten verspüren nach der Therapie eine deutliche Linderung ihrer Beschwerden, bis hin zum völligen Verstummen der „Ohrgeräusche“.

Die Heidelberger Forscher befragten 189 Patienten, deren Behandlung im Durchschnitt etwa 3 Jahre zurückliegt. Die Befragten erhielten den Fragebogen, der bereits Bestandteil der Kompakttherapiewoche war. Knapp 50 % nahmen an der Befragung teil.
Die Auswertung ergab eine Verbesserung der Tinnitussymptomatik. Drei Jahre nach der Therapie verringerte sich diese um 20 %. Bei den stark belasteten Patienten ergab sich aufgrund der Befragung eine nachhaltige Verbesserung im Tinnitusschweregrad von 12 % vor der Therapie auf 4 % drei Jahre nach Durchführung der Kompakttherapie. Bei den weniger belasteten Patienten lag die Verbesserung bei 20 %.

Die Tinnitusambulanz bietet laufend Kompakttherapien für Patienten mit chronischem Tinnitus an.
Weitere Forschungsstudien zu den Themen „Tinnitus im Jugendalter“ und „Musiktherapie bei akutem Tinnitus“ am Viktor Dulger Forschungsinstitut sind in Planung.
Mehr Informationen für Patienten sind telefonisch erhältlich unter 06221 – 79 63 101 oder per E-Mail unter [email protected].
lg
minon
 
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