Mobilfunk und Tinnitus

Themenstarter
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01.11.09
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Guten Tag,
eigentlich bin ich von der Gesundheit her ein Glückspilz mit 60. Meine Frau hat seit einem Jahr den Tinnitus und wie ich das mit 6 Monaten Verspätung auch bekommen habe, so dachten wir an eine Infektion. Nur findet der Erbe des Hippokrates keine solche Infektion und meint, ich bilde mir das bloss ein.

Was wir aber selber gemerkt haben (dank einem guten Messgerät): An unserem Wohnort herrscht "städtisch hohe" Mobilfunk-Feldstärke !

Am Kopfende des Bettes im OG etwa 130 Mikrowatt pro Quadratmeter gemessen im Frequenzbereich von WLAN, DECT und Mobilfunk. Also kürzlich Schlafplatz gewechselt in die "ruhigste verfügbare Ecke" mit etwa 5. Seither besserer Schlaf.

Die HF-Abschirmung des Wohnzimmers im EG ist ganz neu, mal sehen, was das bringen wird.

Die 600-1200 auf dem Balkon und ähnlich viel auf auf belebten Plätzen in der Stadt führen zu einem Lautstärkeanstieg des Tinnitus. Erst nach ca 48 Std klingt es wieder ab auf den "normalen" Pegel.

Nachbarn haben ähnliche Probleme und sagen: Immer am Freitagabend ist es am schlimmsten. Dauermessung der Feldstärke hat ergeben, dass zu den "Freizeitstunden" der Signalpegel höher liegt, wohl weil dann viele Leute mit wireless Internet und Dauer-Handygesprächen für mehr Verkehr sorgen auf den Funkverbindungen.

Wer hat ähnliche Beobachtungen ?

Freundliche Grüsse Rudolf (ZH-Nord)
 
wundermittel
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06.02.09
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Hallo Rudolf, hallo Leidensgenosse...

Deine Beobachtugen und Messungen kann ich 100%ig nachvollziehen, Du bist auf dem richtigen Weg.

Zum Wochenende kommt noch hinzu:
Ferienzeit... da wird unter der Woche ebenfalls die Funkbelastung sehr hoch.

Mein Tinnitus kommt daher: WLAN 54: Dies sendet immer 8x hintereinander die selbe Impulsfolge, bis dann aus dem langsameren Internet die Daten kommen... soll heissen:
Wenn der WLAN-Betreiber auf WLAN11 (8.11b) herunterstellt:
Dann gibt es 2 Effekte:
1. Das Gefälle vom DSL 6000 und dem WLAN 11000 ist nicht mehr so hoch, nun kommen nur mehr doppelt so oft die Seitenanfragen, als wie sie geliefert werden...
2. In der Einstellung ist standardmäßig das RTS/CTS aktiviert, soll heissen die Datenflusskontrolle sorgt dafür, dass ein Signal nur mehr 1x übertzragen wird und kann somit vom Gehirn/Nervensystem als einmaliger fehler "herausgerechnet" werden...
Hilfe war nur: Alle Arten von Schmerzmitteln bei besonders hoher Belastung... Coca Cola (mit Zucker), Ibuprofen...

Mein Messgerät zeigt leider die WLAN-Belastung ein Vielfaches schwächer als DECT, oder Handy an...obwohl genau das WLAN die Probleme macht..

Alle Gute
Peter
 
Themenstarter
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01.11.09
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Hallo Peter,
zum Glück habe ich damals bei meinen Jungen das WLAN verhindert durch Kabel-Verlegung ins OG. Dem DSL-Router hat der Swisscom-Installateur das Funken ab-programmiert, aber weil man ja nie sicher sein kann, ist er eingewickelt in Alufolie und 1mm-Gitternetz.
Das HF58B-r zeigt denn auch in meinem UG-Büro praktisch nichts an, was nicht von aussen her durch die Fenster+Mauern noch hereinkommt.

In der Nähe von alten Brother-Laserdruckern, welche ich sonst über alles schätze von wegen praktisch und Vatersicher für mich, meine ich doch eine höhere Pfeiflautstärke im Ohr zu haben. Das ist aber nichts zwischen 800 und 2500MHz.

Am Morgen nach dem Aufstehen (wir schlafen wieder besser und länger!) hatte ich es heute ruhiger, die Abschirmerei scheint langsam Wirkung zu zeigen.

Gut Alugitter wünscht
Rudolf
 
regulat-pro-immune
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02.01.11
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Ein neuer Artikel in nordbayern.de:


Das Handy lässt’s im Ohr klingeln

Wissenschaftler untersuchen die Mobilfunk-Gewohnheiten von Patienten, die an Tinnitus leiden - 25.06.11

Das mobile Telefonieren boomt: Im Jahre 2007 überschritt der weltweite Handy-Verkauf erstmals die Grenze von einer Milliarde, und der Trend zeigt weiter nach oben. Interessanterweise entwickelt sich der unangenehme Tinnitus, also das lästige Klingeln im Ohr, in eine ähnliche Richtung.

Das mobile Telefonieren boomt: Im Jahre 2007 überschritt der weltweite Handy-Verkauf erstmals die Grenze von einer Milliarde, und der Trend zeigt weiter nach oben. Interessanterweise entwickelt sich der unangenehme Tinnitus, also das lästige Klingeln im Ohr, in eine ähnliche Richtung.

Derzeit leiden zehn bis 20 Prozent der Bevölkerung am chronischen Ohrensausen. Und das ist keine zufällige Parallele. Ein Forscherteam unter Leitung von Michael Kundi der Universität Wien verglich die Telefon-Gewohnheiten von 100 Tinnitus-Patienten mit denen von 100 ohrgesunden Testpersonen.
Es zeigte sich, dass die Handy-Nutzer zu 37 Prozent häufiger an Tinnitus litten. Wer länger als zehn Minuten täglich das Mobiltelefon am Ohr hatte, kam auf eine Risikoerhöhung von 71 Prozent. Ab vier Jahren intensiven Handy-Gebrauchs verdoppelt sich das Tinnitus-Risiko im Vergleich zu dem von Menschen, die wenig telefonieren.

Die österreichische Studie liefert einen statistischen Beleg für den Zusammenhang von Tinnitus und oftmaligem Handy-Gebrauch. Nun bleibt die Frage, wie er medizinisch konkret erklärt werden könnte.
Eine Möglichkeit: Mobiltelefonierer wollen ständig erreichbar sein und stehen dadurch stark unter Stress, und der sorgt für eine nervliche Anspannung, die anfällig macht für das Wahrnehmen von Innenohrgeräuschen. Es wäre dann also weniger das Handy selbst, als vielmehr das Verhalten des Nutzers, das sein Ohr zum Sausen bringt.

Psychologe und Umweltmediziner Kundi bevorzugt jedoch eine andere Theorie. Demnach wird Tinnitus durch „ein Ungleichgewicht zwischen erregenden und hemmenden neuronalen Verbindungen“ verursacht, und die Mikrowellen des Handys werden wiederum in großem Maße vom Innenohr und den Hörbahnen absorbiert, so dass sie zu dieser Dysbalance beitragen könnten.
Hierfür sprechen Laborstudien, in denen Neuronen durch elektromagnetische Strahlen von 900 Megahertz (MHz), wie sie beim Handy üblich sind, zu einer starken Aktivität angeregt wurden.

Nichtsdestoweniger will Kundi auch aktuelle Trends beim Mobiltelefonieren nicht als Tinnitus-Risiko ausschließen. So wird immer häufiger im Freien telefoniert, mit der Folge, dass der Handy-Nutzer das Gerät fest ans Ohr drückt, um besser zu hören, und dadurch die Durchblutung einschränkt. Und auch die Lärmbelastung, klassischer Auslöser von Innenohrschäden, spielt wohl eine Rolle: Mitarbeiter von Call-Centern, wo der Lautstärkepegel der Head-

Phones im Großraumbüro bis zum Anschlag aufgedreht wird, leiden besonders oft unter Ohrensausen. Ganz zu schweigen davon, dass Handys immer öfter als MP3-Player eingesetzt werden und dabei im Kopfhörer einen Lärm von mehr 100 Dezibel produzieren können. Das entspricht der Lautstärke eines unmittelbar an uns vorbeifahrenden Lastwagens.


Ich las des weiteren von einer Studie, in der die Probanden eine (oder waren es zwei?) Woche sowohl Handy- als auch Schnurlostelefonnutzung konsequent vermieden.
Ergebnis: Bei 66% der Probanden verschwand der Tinnitus oder wurde merklich schwächer.
 
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12.02.08
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Hallo Rudolf, hallo Leidensgenosse...

Mein Messgerät zeigt leider die WLAN-Belastung ein Vielfaches schwächer als DECT, oder Handy an...obwohl genau das WLAN die Probleme macht..

Alle Gute
Peter

Hast Du denn auch ein HF-Messgerät der neuen Generation, dass auch die WLAN-Frequenzen um die 5 GHz anzeigt? In dem Bereich arbeiten nämlich die neuen WLAN. Oft auch mit 2 Antennen und eine davon im Bereich 2,5 GHz und eine bei 5 GHz.

gruß kf
(Baubiologe)
 
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06.02.09
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Das HFW-35C samt 20dB-Verstärker HV20 macht bis 6ghz.
das HF35C geht nur bis 2,5 Ghz, dafür macht dies aber DECT.

Testmessungen mit 5Ghz WLAN hab ich mal durchgeführt, mit dem
Ergebnis, dass die Reichweite etwa halb so weit ist, wie mit WLAN 2,4Ghz.

In der Nähe von alten Brother-Laserdruckern, welche ich sonst über alles schätze von wegen praktisch und Vatersicher für mich, meine ich doch eine höhere Pfeiflautstärke im Ohr zu haben. Das ist aber nichts zwischen 800 und 2500MHz.

Umwickle mal den Netzwerkstecker und etwa 10cm Netzwerkleitung mit Alufolie.
Meiner Erfahrung nach sind die Kunststoffnetzwerkstecker nicht abgeschirmt und
strahlen etwa 300Mhz gepulst ab. In Alufolie wird dies verhindert.. Mein Tinnitus geht
dann nach 5 Minuten wieder weg.

Neueste Erscheinung: Umts - Handys, die gerade in Umts eingbucht werden...
im Abstand von 10 Metern kann ich das Pfiiieeeep hören..
Wenn ich hinter Abschirmenden Material verschwinde, so kann ich auch etwa die
Richtung bestimmen, woher das "Signal" kommt.

Grüßle
Peter
 
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12.02.08
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Das HFW-35C samt 20dB-Verstärker HV20 macht bis 6ghz.
das HF35C geht nur bis 2,5 Ghz, dafür macht dies aber DECT.

Testmessungen mit 5Ghz WLAN hab ich mal durchgeführt, mit dem
Ergebnis, dass die Reichweite etwa halb so weit ist, wie mit WLAN 2,4Ghz.

Umwickle mal den Netzwerkstecker und etwa 10cm Netzwerkleitung mit Alufolie. Meiner Erfahrung nach sind die Kunststoffnetzwerkstecker nicht abgeschirmt und strahlen etwa 300Mhz gepulst ab. In Alufolie wird dies verhindert.. Mein Tinnitus geht dann nach 5 Minuten wieder weg.

Woher kommen die 300 MHz an einem Netzwerkstecker und wie stark soll diese Strahlung sein?

Neueste Erscheinung: Umts - Handys, die gerade in Umts eingbucht werden... im Abstand von 10 Metern kann ich das Pfiiieeeep hören..
Wenn ich hinter Abschirmenden Material verschwinde, so kann ich auch etwa die Richtung bestimmen, woher das "Signal" kommt.

Das kann gut sein, manche werden mit der Zeit so empfindlich, dass sie das wirklich wahrnehmen. Glaubt dann blos meist keiner ...

kf
 
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06.02.09
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Sorry, es muss heissen ca. 60 Mhz, habs zuerst nur geschätzt, aber im Netz gibts Fakten...

Ethernet

Gigabit-Ethernet
Übertragungsbandbreite 62,5 MHz


Gemessen hab ich garnichts, da meine Messgeräte dies nicht erfassen, aber mein
Nervensystem ist mit ausgeschalteten PC- oder mit ummantelter Alufolie wesentlich
beruhigter.. ausser beim PC ist die Netzwerkkarte auf Datenflusskontrolle eingestellt...

Grüßle
Peter
 
regulat-pro-immune
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02.01.11
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Habe zufällig einen Text entdeckt - aus 2003 (!) schon - aus einem anderen Forum (med1 - Gesundheit im Internet) zu
Mobilfunk und Tinnitus.

Es geht hier um Tinnitus und Brummton.

Hier ein paar Ausschnitte:

Vermutungen und Spekulationen jenseits schulmedizinischer Dementis: Probleme mit dem Gehör haben mit dem flächendeckenden Ausbau des Mobilfunknetzes stark zugenommen. Anwohner von Sendeanlagen führen Tinnitus, Hörsturz und andere Leiden des Gehörs auf Mobilfunkbasisstationen in ihrer Nachbarschaft zurück. Ärzte bestätigen die Zunahme in der Inzidenz. Und das Bundesamt für Strahlenschutz räumt immerhin in seinem Bericht zum "Schutz der Bevölkerung bei Exposition durch elektromagnetische Felder" aus dem Jahr 1998 'Mikrowellenhöreffekte' ein.

Danach können "Menschen mit normalem Hörvermögen pulsmodulierte Felder im Frequenzbereich zwischen rund 200 MHz und 6,5 GHz wahrnehmen. Je nach Modulationscharakteristika des Feldes wurde der Höreindruck verschiedentlich als ein summender, klickender oder knackender Ton beschrieben ... Wiederholte und längere Belästigung durch Mikrowellenhöreffekte können belastend oder möglicherweise schädlich wirken."

Außerdem beschäftigen seit einiger Zeit die Probleme von 'Brummtonopfern' Behörden, Forschungseinrichtungen und Presse. In diesem Fall sind es Langwellen 'unbekannter Herkunft', die für die meisten Menschen unterhalb der Hörschwelle liegen, die von den Betroffenen nachweislich gehört werden. Als Urheber im Verdacht stehen Haarp und ähnliche ELF-Sender ('Ionosphärenheizer'), U-Boot-Funk, Flughafen- und militärische Einrichtungen.

Wenden wir uns nun der anderen großen Gruppe der "modernen" Gehörerkrankungen zu, dem Hörsturz. Den Wirkmechanismus zu verstehen, nach dem Mobilfunkstrahlung zum Hörsturz führt, ist einfach, wenn man weiß, das beim Hörsturz im Prinzip dasselbe passiert wie beim Herzinfarkt oder beim Gehirnschlag.

Beispielhaft sei aus dem Bericht von Prof. Kundi, Universität Wien, über seine epidemiologische Studie zitiert: Herz-Kreislauf-Erkrankungen "zeigen ausschließlich einen Zusammenhang mit den gemessenen Feldstärken und können nicht auf die Befürchtungen zurückgeführt werden."

Für wen rechnet sich eigentlich noch dieses Leid, das da massenweise angerichtet wird - die Aktienkurse der Betreiberfirmen purzeln bereits jetzt in den Keller. Der Staat als Mitaktionär hat bereits einen guten Teil seines 100 Milliarden Versteigerungs-Erlöses als Mitaktionär der Telekom verloren. Wird in diesem Vabanquespiel die Gesundheit der Bevölkerung verzockt?

Quelle: eurotinnitus.com unter "Tinnitus". / BI Omega 020630R

Hier der Link:
Tinnitus und Mobilfunk - Hals, Nase und Ohren - med1

Arg bedenklich, daß sich von 2003 bis heute, 2011, nichts wesentlich verbessert hat an der Lage, ganz im Gegenteil.

Aber was ganz wichtig ist:
Solange es Abnehmer gibt (Nutzer von Schnurlostelefonen, Handys, WLAN etc.), wird dies evtl. so weitergehen, der Verbraucher bestimmt, was da "mit uns gemacht werden kann".

Ich bedauere sehr, daß so viele Menschen (wie ich las, über 70%) diese Technik nutzen und sich kein einziges Mal darum kümmern, ob diese gesundheitsschädlich ist - für sich selbst und die Mitmenschen, die auf viele Meter mitbestrahlt werden. :idee:
 
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09.09.08
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Wuhu,
das Original findet man hier:
eurotinnitus.com/tinnitus.php?lang=&id=9996.inc
aus dem "Nachrichten-Archiv" (ganz unten der Link):
eurotinnitus.com/c_m21a.php
des Portales:
eurotinnitus.com
- großes Link-Verzeichnis - Achtung, wenn man im linken Menü "Links" anklickt, erscheint dann mal nichts (weil Link-Bereich "Kliniken" gelöscht wurde), man muss im erscheinenden Menü ganz oben den Link-Bereich auswählen!...
 
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