Mit Müsli gegen Darminfektionen

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Eine ballaststoffreiche Ernährung fördert die Produktion körpereigener Substanzen im Dickdarm, die dort schädliche Bakterien und andere Mikroorganismen abtöten können. Damit eröffnet eine über die Ernährung gesteuerte Vermehrung dieser endogenen Antibiotika neue Chancen in der Vorbeugung und Behandlung infektiöser Darmerkrankungen. Mithilfe einer Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) kam ein Forscherteam um Dr. Jürgen Schauber von der Medizinischen Universitätsklinik Würzburg nun erstmals dem dahinterliegenden Regulationsmechanismus auf die Spur. Damit gelang ihm der Nachweis, dass Faktoren aus der Nahrung die Dickdarmschleimhaut anregen, die antimikrobiell wirkenden Peptide herzustellen. Zu diesen Faktoren zählen insbesondere bestimmte Abbauprodukte von Ballaststoffen wie die Fettsäure Buttersäure.
Erst vor wenigen Jahren fanden Wissenschaftler heraus, dass Zellen an Körperoberflächen wie der Haut oder der Schleimhaut im Magen-Darm-Trakt kleine Eiweißstoffe (Peptide) mit antimikrobieller Wirkung produzieren. Diese Substanzen gehören zum angeborenen Immunsystem und finden sich bei Menschen, Tieren und Pflanzen. Sie unterstützen das Immunsystem im Kampf gegen Krankheitserreger wie Bakterien, Pilze und Viren.
Hintergrund

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) empfiehlt, zur Unterstützung der Darmgesundheit täglich mindestens 30 Gramm Ballaststoffe zu verzehren. Nahrungsmittel Ballaststoffgehalt:

1 Scheibe Vollkornbrot (50g) 8,1g
1 Portion Müsli mit Nüssen (50g) 6,6g
1 EL Leinsamen (10g) 3,9g
1 mittelgroße Salzkartoffel (100g) 1,2g
1 Portion Vollkornreis (50g) 1,1g
1 Portion Feldsalat (50g) 0,75g
1 mittelgroße Karotte (100g) 3,6g
1 Apfel mit Schale (125g) 2,5g
1 Portion Erdbeeren (250g) 5,0g
10 Haselnusskerne (10g) 0,8g

Quelle: Heseker, B. u. H. (1999): Nährstoffe in Lebensmitteln, Frankfurt.
[ ©: BM für Bildung und Forschung
]

Basics: www.zahnlexikon-online.de/lexikon_en-ez.htm%23Ernaehrungsempfehlungen

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