Mainstream Medien oder Alternative Medien / freier Journalismus

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16.02.18
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Hallo alle zusammen,

mittlerweile wird es immer schwieriger authentische Informationen zu bekommen über Politik, Welt, Gesundheit usw.

Ich informiere mich, soweit ich dazu Zeit habe, über beide Medien. Momentan klappt das mit der Zeit, da wir in der Arbeit eher gemäßigt zu tun haben.
Früher erschien das so einfach zu sein, noch vor 15 Jahren schaute ich abends die Tagesschau oder das Heute Journal, ab und an am Wochenende die Süddeutsche Zeitung und ich fühlte mich ehrlich und gut informiert.

Das ist lange nicht mehr der Fall, Nachrichten werden ständig revidiert bzw. geändert, heute so, morgen so, übermorgen wie vorgestern usw. Mit der Zeit bekam ich immer mehr das Gefühl als Bürger belogen zu werden, als meinte der Staat es nicht gut mit seinen eigenen Landsleuten.

Wie informiert ihr euch, schenkt ihr einer der beiden Seiten mehr Glauben und warum?

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https://philosophia-perennis.com/20...e-medien-einseitige-ernaehrung-oder-vollkost/

Schöne Grüße
von Mara 🌻
 
wundermittel
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16.02.18
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Das Problem bei den MSM ist, dass sie andere Meinungen oft unterdrücken und Diskussionen so unterbinden. Wenn ich mal was schreibe in den Kommentaren, was nicht gewünscht ist, wobei ich mich immer versuche höflich auszudrücken, wird das sofort zensiert, da kommt dann die Meldung „der Beitrag entspricht nicht unseren Nutzungsbedingungen und wird deshalb nicht frei geschaltet“.

Es soll demnach nichts kritisch hinterfragt werden; das macht stutzig.
 
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17.03.16
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Ein Kriterium könnte die Wortwahl und Form der Argumentation. Wenn Methoden der Meinungsmanipulation angewandt werden, ist Vorsicht angesagt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Techniken_der_Propaganda_und_Meinungsmanipulation
Dann liegt der Verdacht nah, dass uns vorgemacht wird, was wir glauben sollen, was wir aber wahrscheinlich besser nicht glauben sollten. Wenn die Person angegriffen wird, ohne auf deren Aussage einzugehen, wenn die Wortwahl herabsetzend ist, wenn wenn Vermutungen statt Tatsachen geäußert werden, wenn Behauptungen ohne Quellenangaben gemacht werden, also vom Hörensagen die Rede ist, wenn unbewiesene Meldungen oft wiederholt werden, wenn etwas als allgemein bekannt dargestellt wird, was kein vernünftiger Mensch nicht in Frage stellt, dann liegt der Verdacht nah, dass wir belogen werden.
Wenn RKI-Präsident Wieler im Ärzteblatt äußert:
„Wir dürfen jetzt nicht nachlassen“, mahnte der RKI-Präsident. Die AHA-Regeln dürften nicht mehr hinterfragt werden, man werde sich wohl noch monatelang daran halten müssen.
dann werden alle, die dem widersprechen, als Coronaleugner angegriffen, egal wie fundiert sie argumentieren. Der Umgang mit Corona ist nicht alternativlos. Aber alle Alternativen werden grundlos verworfen, egal wie qualifiziert deren Vertreter sind.
 
regulat-pro-immune
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16.02.18
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Wenn ich in die Suchmaschine eingebe: freie Nachrichten ohne Zensur

Da kommen einige Vorschläge, nur sind das dann etwa wieder die angeblich "unseriösen" Seiten, was meint ihr?

Da kommt z. B. Extremnews, Reporter-ohne-Grenzen, unzensiert usw.
Wen das interessiert, kann das selbst ausprobieren.

Keiner weiß mehr, wem man noch trauen kann.

Die meisten glauben anscheinend den MSM, sonst hätten wir nicht die Politik, die wir jetzt haben, die Bürger haben sie gewählt, hm, irgendwie sehr traurig und unzufriedenstellend.
 
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Dann liegt der Verdacht nah, dass uns vorgemacht wird, was wir glauben sollen, was wir aber wahrscheinlich besser nicht glauben sollten. Wenn die Person angegriffen wird, ohne auf deren Aussage einzugehen, wenn die Wortwahl herabsetzend ist, wenn wenn Vermutungen statt Tatsachen geäußert werden, wenn Behauptungen ohne Quellenangaben gemacht werden, also vom Hörensagen die Rede ist, wenn unbewiesene Meldungen oft wiederholt werden, wenn etwas als allgemein bekannt dargestellt wird, was kein vernünftiger Mensch nicht in Frage stellt, dann liegt der Verdacht nah, dass wir belogen werden.
Das alles gibt es aber doch auf der Seite der "alternativen" Coronaberichterstattung genauso wie auf der Seite des "Mainstreams". Und ich wage zu behaupten, daß es auf der Seite des Mainstreams leichter ist, Artikel zu finden, die das nicht tun. Dagegen wüßte ich gar nicht, wo ich die "Qualitätsartikel" der Gegenseite suchen soll.
 
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24.10.05
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1. [...] mittlerweile wird es immer schwieriger authentische Informationen zu bekommen über Politik, Welt, Gesundheit usw. [...] Früher erschien das so einfach zu sein [...] und ich fühlte mich ehrlich und gut informiert.
2. Das ist lange nicht mehr der Fall, Nachrichten werden ständig revidiert bzw. geändert, heute so, morgen so, übermorgen wie vorgestern usw.
3. Mit der Zeit bekam ich immer mehr das Gefühl als Bürger belogen zu werden,
4. als meinte der Staat es nicht gut mit seinen eigenen Landsleuten.
zu 1.: Nach dem, was ich diesbezüglich in den vergangenen Jahrzehnten zu beobachten vermochte, trifft dies nicht zu: Auch früher ist es nicht leicht gewesen, authentische Informationen zu erhalten.
zu 2.: Der wesentliche Unterschied besteht darin, daß heute offensichtlicher als früher desinformiert wird.
zu 3.: Dies ist immer schon so gewesen, nur haben sie es früher geschickter als heute angestellt.
zu 4.: Doch, der Staat meint es gut "mit seinen eigenen Landsleuten", da sie ihm zu dienen und deshalb blind zu vertrauen haben.
 
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17.03.16
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Und ich wage zu behaupten, daß es auf der Seite des Mainstreams leichter ist, Artikel zu finden, die das nicht tun. Dagegen wüßte ich gar nicht, wo ich die "Qualitätsartikel" der Gegenseite suchen soll.
… jedenfalls nicht bei Google. Die sind längst auf Linie gebracht und verschieben unerwünschte Artikel oder solche die der Algorithmus dafür hält, weit nach hinten. Es kommt auch darauf an, was deine Kriterien für Qualitätsartikel sind. Peer Review heißt nicht, dass die Studien valide sind, sondern dass sie Fachzeitschriften finden, die sie veröffentlichen.
Und da sind wir wieder beim Thema des Threads. Wie frei ist der Journalismus der Fachzeitschriften? Überall ist Geld im Spiel, und das wird großzügig zur Verfügung gestellt von denen, die ein bestimmtes Ergebnis erwarten.

Die von Veronika Carstens gegründete Stiftung „Natur und Medizin“ führt mit begrenzten Mitteln Forschungsprojekte durch, die im Wesentlichen nur den Mitgliedern bekannt werden.
Wenn bei den Gesundheitsbehörden wirklich Interesse bestehen würde, würden die Studien mit mehr Geld in großem Stil weitergeführt, da eine Evidenz besteht. Aber stattdessen wird behauptet, es gäbe keine Studien, daher seien Homöopathie, Phytotherapie, Akupunktur usw. zu verbieten.
Es ist wirklich schwer, alternative Qualitätsartikel zu finden, und das ist so gewollt.
 
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12.05.11
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Es kommt auch darauf an, was deine Kriterien für Qualitätsartikel sind.
Ich meinte jetzt einfach die Kriterien, die du aufgezählt hattest.

Mit finden meinte ich nicht die Suchmaschinen, sondern die Portale. Qualität ist ja in der Regel allen Artikeln auf einer Plattform gemeinsam, denn der Betreiber hat entweder gewisse Ansprüche oder nicht.

Das einzige "alternative" Portal, das ich kenne, das ein gewisses Qualitätsniveau hat, ist (für mich) swprs.org.
 
regulat-pro-immune
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12.05.11
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@sunny sunlight: Auch Verschwörungsmythen kann man mit mehr oder weniger argumentativer Qualität darbieten. Aus den von Locke genannten Kriterien folgt ja noch keine Glaubwürdigkeit!
 
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12.10.18
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natürlich. man kann das sogar noch sehr viel geschickter anstellen, indem man z.b. an einer gr. uniklinik studien usw. durchführen läßt und die ergebnisse präsentiert.
ich hab früher eine weile in einer uniklinik in der forschung gearbeitet und miterlebt, daß die ergebnisse dem entsprachen, was der auftrageber (und damit meist auch geldgeber) erwartet hat.................
ich hatte gedacht, daß ich da weit genug von den patienten entfernt wär um nicht mehr mitzubekommen, welchen murks die ärzte machen...........
als ich nach ein paar monaten sicher war, daß ich mich nicht geirrt habe und daß es da immer so ist, hab ich endgültig den beruf gewechselt......
 
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04.08.12
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Ich meinte jetzt einfach die Kriterien, die du aufgezählt hattest.

Mit finden meinte ich nicht die Suchmaschinen, sondern die Portale. Qualität ist ja in der Regel allen Artikeln auf einer Plattform gemeinsam, denn der Betreiber hat entweder gewisse Ansprüche oder nicht.

Das einzige "alternative" Portal, das ich kenne, das ein gewisses Qualitätsniveau hat, ist (für mich) swprs.org.
Danke für die Info. Unglaublich wie viele Plattformen es gibt, aber diese scheint mir eine der interessantesten und auf den ersten Blick sehr glaubwürdig zu sein. Wenn ich etwas Zeit habe, will ich mich dort auführlich informieren.;)
 
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17.03.16
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@sunny sunlight: Auch Verschwörungsmythen kann man mit mehr oder weniger argumentativer Qualität darbieten. Aus den von Locke genannten Kriterien folgt ja noch keine Glaubwürdigkeit!
Leider kann man auch ernsthafte Einwände von anerkannten Wissenschaftlern als Verschwörungsmythen deklarieren, wenn es nicht ins Narrativ passt. Es war wohl immer so, dass diejenigen, die versuchen, über den Tellerrand zu schauen, sich selbst auf den Weg machen müssen, um ein Zipfelchen der Wahrheit zu finden, aber nicht so extrem wie heute. Mit swprs.org werde ich mich beschäftigen. Danke für den Hinweis! Aber allmählich ist die eigene Recherche sehr zeitraubend. Ich muss mich erst mal ums Mittagessen kümmern.
als ich nach ein paar monaten sicher war, daß ich mich nicht geirrt habe und daß es da immer so ist, hab ich endgültig den beruf gewechselt.
Das sollte dich eigentlich gerade dich etwas misstrauischer gegenüber den offiziellen Zahlen über Infektionen, Erkrankungen und Todesfälle durch Covid machen. Da wird uns vermittelt, was wir glauben sollen. Es wird sorgfältig vermieden, die Zahlen in das richtige Verhältnis zusetzen, um die immunschädliche Angst aufrechtzuerhalten. Meldungen über Belegung der Intensivbetten verschweigen dass nur wenige Prozent durch Covid belegt sind. Todesfälle werden nach oben, Impfschäden nach unten korrigiert. Das meine ich mit Meinungsmanipulation.
 
regulat-pro-immune
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24.10.05
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als ich nach ein paar monaten sicher war, daß ich mich nicht geirrt habe und daß es da immer so ist, hab ich endgültig den beruf gewechselt......
Das ist so bitter und tut weh: Da hat man mit seiner Berufswahl gemeint, den Menschen helfen zu können und für sie dazusein, und dann erfährt man das als normalen Betriebsalltag. - Mein tiefes Beileid!
 
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12.10.18
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danke. :) es war aber garnicht bitter (für mich nicht, von außen betrachtet teils schon) . mehr dazu in meinem beine-thread, es wär hier ot.
 
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17.03.16
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Ein ARD-Mitarbeiter macht nicht mehr mit.
https://multipolar-magazin.de/artikel/ich-kann-nicht-mehr
Er schreibt:
In den Statuten und Medienstaatsverträgen sind Dinge wie „Ausgewogenheit“, „gesellschaftlicher Zusammenhalt“ und „Diversität“ in der Berichterstattung verankert. Praktiziert wird das genaue Gegenteil. Einen wahrhaftigen Diskurs und Austausch, in dem sich alle Teile der Gesellschaft wiederfinden, gibt es nicht.

Ich war von Anfang an der Ansicht, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk genau diesen Raum füllen sollte: den Dialog fördern zwischen Maßnahmenbefürwortern und Kritikerinnen, zwischen Menschen, die Angst haben vor dem Virus, und Menschen, die Angst haben ihre Grundrechte zu verlieren, zwischen Impfbefürworterinnen und Impfskeptikern. Doch seit anderthalb Jahren hat sich der Diskussionsraum erheblichverengt.
und stellt offene Fragen, die sich eigentlich jedem aufdrängen sollten. Offensichtlich hat er ARD verlassen, ob freiwillig oder hinauskomplimentiert, und arbeitet jetzt bei SWR.
Er hat diese Seite verlinkt:
Offenbar gibt es doch noch kritischen Journalismus.
 
regulat-pro-immune
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17.03.16
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der swr ist ebenfalls öffentlich-rechtlich..............und der deutschlandfunk auch.................
Aber es scheint Unterschiede in der Wahrheitsfindung zu geben. Der Autor Ole Skambraks hat jetzt offenbar eine Tätigkeit, in der er sich nicht verbiegen muss.
Aktuell arbeitet er als Redakteur im Programm-Management/Sounddesign bei SWR2.
Da wird er zum Mindesten nicht lügen müsse, um bleiben zu können.
 
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02.10.10
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Na, wie gut, dass ich mir die Sondernsendungen nicht angesehen habe (ich glaube, nur gaaanz zu Anfang mal, wohl noch im Februar, als es noch "kein Problem für Deutschland" war). Als es dann jeden Tag eine Viertelstunde kam, war mir das suspekt (hab nicht drüber nachgedacht, es war mir nur irgendwie aus dem Bauch heraus nicht geheuer. Im Nachhinein denk ich mir, kann man nicht jeden Tag 15 Min. aktuelle News auf einem gewissen Qualitätsniveau anbieten. Abgesehen davon, dass mir früher (vor Corona) schon Qualitätsdefizite bei der Berichterstattung von brisanten Themen aufgefallen ist, nämlich weit entfernt von Objektivität, insgesamt ist die Qualität meiner Meinung nach in den letzten Jahren gesunken).

Und Deutschlandfunk höre ich dauernd, die meisten Sendungen sind gut, aber auch da gibts ein paar Formate, die ich viel zu unkritisch finde und einzelne Moderatoren sind auch zu einseitig (z.B. wenn sie ganz selbstverständlich Impfungen für das non-plus-ultra halten und man das in den Fragen von Interviewpartnern merkt). Aber man muss halt kritisch sein, egal welches Medium man konsumiert. Aber es kommen halt die unterschiedlichsten Experten zu Wort, oftmals auch Debatten zwischen Experten oder Zuschauerfragen, so dass man neue Sichtweisen auf ein-und-dasselbe Problem bekommt, aber nicht so schlagabtausch-mäßig wie Talkshows im Fernsehen, sondern mehr konstruktiv.

Viele Grüße
 
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