KPU'ler, "Borderliner" und jede Menge Klischees

Kate

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Hallo Günter,

ich beziehe mich direkt auf Deinen Text (unter „Hab ich’s etwa auch“).

Daß heißt, Klinghardt und Co. verwenden nach wie vor DPMS, wenn es testet. Und das sind sehr viel weniger Fälle, als wenn Du es auf Verdacht als Standardtherapie durchführst. Und ich kann mir nicht vorstellen, daß der Körper eines Kryptopyrrolikers ja zu DPMS sagt.

Bei mir hat DMPS – wie gesagt - spitzenmäßig „getestet“. Und Knoblauch, Klinghardts „1. Wahl“ sehr schlecht.

Und Klinghardt verwendet DPMS fast nur noch zum lokalen Anspritzen von vorher ausgetesteten Quecksilberdepots (subkutan).

Weiß ich. Aber auch das wohl nicht jeden Tag oder? D.h. die permanente Anwesenheit im Körper ist nicht gegeben.

Es ist richtig, daß Chlorella auch einen, wenn auch geringen, Mobilisierungseffekt hat. Und es ist auch richtig, daß ein Teil der Schwermetalle "von allein" den Weg nach draußen findet. Aber wenn Du mit dem Koriander sagen wir mal 100mcg Quecksilber mobilisierst und mit Chlorella und auf natürlichem Wege 5mcg Deinen Körper verlassen, so lassen sich die restlichen 95mcg wieder irgendwo im Körper nieder. Dies können aber dann auch andere Stellen im Körper sein, wo vorher das Quecksilber nicht war (Organuhr!). Nun streiten sich die Experten, ob Quecksilber nur reversible Schäden oder auch irreversible Schäden verursacht.

Das gibt mir zu denken, würde aber auch heißen, dass Klinghardts frühere Varianten unbrauchbar waren – entgegen Aussagen, die ich gelesen habe.

Und sie (Klinghardt-Therapeuten, Anm. Kate) sind auch in einer sehr schwachen rechtlichen Situation. Während der Verlust von Menschenleben in einer klassischen medizinischen Einrichtung als normal gilt, ist der Kinesiologe in der denkbar schlechtesten Situation. Auch wenn er überhaupt nichts für den Tod eines Patienten kann, wird ihm zumindest immer vorgeworfen werden, den Patienten von der sicheren Rettung durch einen klassischen Mediziner abgehalten zu haben. Ich denke, schon aus diesem Grunde wird ein Kinesiologe sehr vorsichtig zu Werke gehen. Und wenn Du Dich mal mit der Heilpraktikerausbildung beschäftigst, so wirst Du feststellen, daß dies eine sehr hohe Hürde ist. Andererseits ist bekannt, daß der größte Teil der Psychologiestudenten selber "eine Meise" hat und sie nur deshalb dieses Fach belegen, weil sie endlich mit sich selbst klarkommen wollen. Diese Leute dürften nie in diesem Beruf arbeiten! Ich habe in meiner Bekanntschaft ein paar Psychologen und ich würde mich bei denen nie in Behandlung begeben. Die PK ist eigentlich nie so an die Substanz gehend, wie klassische psychologische Verfahren.

Diese Aussagen wimmeln von Klischees und gewagten Thesen (und leider auch von diskrimierenden Ausdrücken). Der Suizid eines Patienten lässt sich schwerlich eindeutig als Kunstfehler identifizieren, ob nun „regulär“ oder „alternativ“ behandelt. Ein „tragischer Vorfall“, der sich leicht auf die „Gestörtheit“ des Patienten zurückführen lässt. Für einen Todesfall aufgrund eines anaphylaktischen Schocks ist es nicht viel anders. Klinghardt hat übrigens nichts gegen radikale (u.a.) Antibiotika-Behandlungen – Schulmedizin in Reinform.- Auch ich habe Psychologen in meinem Bekanntenkreis - u.a. meine beste Freundin - und kann Deine Aussagen nicht bestätigen. Einen der Psychologen halte ich sogar für eine außergewöhnlich gereifte und weit entwickelte Persönlichkeit. - Eine Affinität zum gewählten Beruf ist gängig und sinnvoll. Ohne selbst durchlebtes Leid kann man wohl kaum anderen in vergleichbarer Situation zur Seite stehen. (Ich kenne hier sehr positive Beispiele.) Voraussetzung ist selbstverständlich, dass man selbst inzwischen stabil, gut reflektiert und mit sich einigermaßen im Reinen ist (sozusagen die eigene „Meise“ kennt).- Was PK betrifft, habe ich nach den Beschreibungen im INK-Forum den Eindruck gewonnen, dass die natürliche Selbstschutz-Barriere (Widerstand) des Patienten trickreich ausgehebelt wird. Und genau hier wird’s gefährlich. Darauf wird in (guten) Psychotherapien penibel geachtet.- Worauf basieren Deine rigorosen Aussagen? Hast Du mal ein „klassisches psychologisches Verfahren“ als Patient erlebt (Wann? Wielange? Welches?)

„Ich muß nicht alles noch einmal intensiv durchleben, um den Konflikt lösen zu können.

Eine gewagte These, die ich bezweifle – wenn das Ziel ein nachhaltiger Erfolg ohne Symptomverschiebung ist. Eine persönliche Weiterentwicklung ohne persönlichen Einsatz halte ich für äußerst unwahrscheinlich. Hinsichtlich PK liegen keinerlei Langzeit-Erfahrungen vor.

Und Du solltest im Vorgespräch mit Deinem Patienten versuchen zu sondieren, ob dies ein "normaler" Mensch ist, oder z.B. ein Borderliner. Du mußt als PK-Therapeut auch mal den Mut haben, nein zu einer Behandlung zu sagen.

Unterteilst Du die Menschen tatsächlich in „normale“ und „gestörte“ wie z.B. „Borderliner“? Und meinst weiter, dass DU das unterscheiden bzw. einteilen kannst? Ein ziemlich primitives Weltbild. Und in diesem Forum hier auffällig unpassend, denn es ist recht wahrscheinlich, dass Du hier Menschen trifftst (im doppelten Sinne!), denen diese Diagnose anhaftet! Die sog. Borderline-Störung ist - wie andere psychische Krankheitsbilder - nichts weiter als ein Symptomen-Komplex, der in dieser Konstellation „häufig“ auftritt (ein statistisches Cluster) und deshalb einen Namen bekommen hat. Also ein menschliches Konstrukt, das unser Bedürfnis nach Kategorisierung (und Ausgrenzung?) befriedigt, im Rahmen der Verständigung von Medizinern untereinander aber durchaus einen gewissen Sinn macht. Eine definitive Diagnose ist zudem genaugenommen unmöglich, da die betrachteten Merkmale (z.B. Selbstwertgefühl, Fähigkeit zur Realitätskontrolle) allesamt nicht messbar sind, also per subjektiver Einschätzung „festgestellt“ werden. Es entstehen unermessliches Leid und verheerende Synergieeffekte durch die Projektion des einmal zugeordneten Krankheitsbildes auf den betroffenen Menschen. Günter - von jemandem, der ein Forum wie dieses betreut, hätte ich schon etwas mehr Reflektiertheit in Bezug auf diese Thematik erwartet.

Als Ursachen der Borderline-Störung werden derzeit eine angeborene emotionale Instabilität (KPU?) in Kombination mit ungünstigen Umweltbedingungen (Misshandlung, emotionale Vernachlässigung, meist in der frühen Kindheit – das wäre dann die Stresskomponente von KPU!) diskutiert. Und gerade diesen Leuten soll also die Schwermetall-Ausleitung nach Klinghardt nach Deiner Meinung vorenthalten werden? Und gerade DU willst sie diskriminieren? Du schriebst an anderer Stelle von Deiner eigenen Borderline-Symptomatik! Oder gibt es da zwei Klassen, die mit nachgewiesener KPU und die ohne? Ich bin einigermaßen fassungslos...

Übrigens sind laut älteren Studien (Pfeifer oder Irving?) selbst unter den als schizophren Diagnostizierten 30% „Malvaria-Schizophrene“, d.h. KPUler. Leider in unserem derzeitigen Medizin-System i.a. nicht identifiziert. Legt man die fehlenden Stoffe nach, verschwinden oft die Symptome. Vielleicht eine Frage der Zeit, bis man weitere organische Korrelate zu den diversen seelisch-geistigen Misszuständen findet. Was aber nun die Henne ist und was das Ei, wird sich wohl nie klären lassen, ist vielleicht auch eine irrelevante Fragestellung. Ich jedenfalls finde diese ideologischen Grabenkämpfe zwischen verschiedenen medizinischen Richtungen unsinnig, kontraproduktiv und tragisch. Mit dem eigentlichen Ziel der Medizin haben sie nichts zu tun, sondern zeugen allein von menschlicher Eitelkeit und Profilierungsdrang.

Ich wünsche Dir eine besinnliche Weihnachtszeit!
Kate
 
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Hallo Kate,

dies ist ein langer und interessanter Text von Dir und es wäre schade, nur kurz darauf zu antworten. Leider habe ich im Moment Streß und nicht so viel Zeit, auf alles einzugehen. Ich möchte Dir nur sagen, daß ich alles gelesen habe und daß eine ausführliche Antwort noch folgt.

Auch ich wünsche Dir eine besinnliche Weihnachtszeit!
Sei ganz lieb gegrüßt

Günter
 
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Hallo Kate,

ich habe mich nun doch noch hingesetzt, um Dir zu antworten. Ich will mal versuchen, auf alles einzugehen, was Du geschrieben hast. Sollte ich etwas vergessen, so hake bitte nach.

Ich bin immer ein Befürworter eines guten (!) kinesiologischen Tests gewesen. Und ich rate immer wieder dazu, zu einem guten Klinghardt-Therapeuten zu gehen, um Klarheit zu erhalten. Warum den Körper nicht selbst fragen, was er braucht und was gut für ihn ist?! Ohne kinesiologischen Test würde ich jedoch einem HPU-ler immer nur raten, DPMS zu meiden und die sanfte Schiene mit Chlorella, Bärlauch/Knoblauch und Koriander zu wählen. Hintergrund ist der Zinkmangel und der mit DPMS hinzukommende Zinkverlust. Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel. Und bei Dir liegt eine solche vor, da Du ja eine hochgradige Allergie gegen Lauchgewächse hast. Und so ist das kinesiologische Testergebnis zwar für mich verblüffend, letztendlich ist es aber auch logisch, daß Dein Körper den Zinkverlust für das kleinere Übel hält und lieber das Quecksilber loswerden will.
Klinghardt ist kein Doktor Allwissend und auch er lernt immer wieder dazu. Oft ist es auch reine Erfahrungsmedizin und Erfahrung braucht Zeit. Ich glaube aber nicht, daß Klinghardts frühere Ausleitungsprotokolle unbrauchbar sind. Schließlich konnte damit einer Menge Leute geholfen werden, denen es heute nachweislich besser geht. Offenbar überwiegt der Nutzen den möglichen Schaden. Matthias Badzun ist z.B. der Meinung, daß der Schaden durch das Quecksilber in den Zellen reversibel ist, zumindest hatte er mal so etwas geschrieben. Andererseits gibt es Hinweise auf bleibende Schäden: Autoimmunschädigungen, Alzheimer, Krebs und Genveränderungen. Ich bin kein Fachmann, der beurteilen kann, welche Aussagen und Erkenntnisse richtig sind. Da zumindest die Möglichkeit von irreversiblen Schäden besteht, finde ich es bedenklich, mit Koriander Quecksilber freizusetzen, ohne gleichzeitig die notwendigen Schwefelverbindungen für den Weitertransport anzubieten. Daher mein Rat, daß Du Dich mal über MSM und eventuelle andere Alternativen informieren solltest.
Klinghardt ist ausgebildeter Schulmediziner und leitet in den USA ein Schmerzzentrum. Als er merkte, daß er mit der klassischen Medizin an Grenzen stößt, hat er seinen Horizont erweitert. Er setzt nach wie vor die klassische Medizin ein und kombiniert mit alternativen Verfahren. Und er testet vorher, was angebracht ist. Antibiotika kann auch die erste Wahl sein, z. B. bei Borrelien.
Zu Borderliner, Meise, Psychologen:
Es ist sehr schwierig für mich, in knapper Zeit mit wenigen Worten zu versuchen, einen Teil meiner Weltanschauung rüber zu bringen. Da bleiben Klischees und auch Mißverständnisse nicht aus.
Es ist meine feste Überzeugung und dabei bleibe ich auch, daß die Mehrheit der Psychologen nicht für die Patientenbehandlung geeignet ist. An einen psychisch labilen Patienten gehört nur eine starke Persönlichkeit, frei von eigenen "Meisen". Ein solcher Therapeut müßte idealerweise alle menschlichen Werte in sich verkörpern. Leider sieht die Praxis anders aus, da die Mehrzahl der Psychologiestudenten erst mal mit sich selbst klarkommen will. Ein guter Therapeut kann aber nicht gleichzeitig sein eigener Patient sein, das geht schief!
Ich denke, daß auch die in meinen Augen ungeeigneten Therapeuten sagen wir mal 80% der Aufgaben gut erledigen können. Aber die restlichen 20% sind dann die entscheidenden! Dann zeigt sich, wer einen Beruf oder eine Berufung hat! Dann reicht es nicht mehr, nur zuzuhören und Verständnis zu haben und die Theorie zu beherrschen...
Ich habe sehr gute Erfahrungen mit PK, praktiziere sie für den Hausgebrauch selbst. Da erlebt man Heilungen und Besserungen, die man nicht für möglich halten würde! Probiere es doch selbst, laß Dich auf eine PK-Behandlung ein und laß Dich überraschen!
Eine persönliche Weiterentwicklung ohne persönlichen Einsatz wird es wohl wirklich nicht geben. Aber aus dem Sumpf kannst Du Dich nun mal nicht an den eigenen Haaren herausziehen, bestimmte Teufelskreise kannst Du nicht selbst durchbrechen. Da brauchst Du Hilfe. Die PK ist nur ein anderes, in der Regel effektiveres Werkzeug! Du überlistest eigentlich keinen Selbstschutz damit. Wenn der Körper nicht will, geht gar nichts mehr. Dann kannst Du einfach nicht weitermachen! Dennoch kann es zu heftigen Reaktionen kommen. Klinghardt warnt vor der Behandlung von psychisch labilen Personen und zählt unter anderem Borderline dazu. Ich hatte in meinem Satz extra "normaler" Mensch zur Unterscheidung geschrieben, also extra Apostrophe benutzt. Natürlich habe ich nichts gegen Borderliner, habe ja selbst Borderline-Symptome. Aber ein Klinghardt-Therapeut und auch PK-praktizierende Laien sollten keine Borderliner behandeln. Alle besonderen Fälle gehören in die Hand eines Fachmannes. Dazu gehört aber erst mal, daß man vorher sondiert und notfalls eine Behandlung ablehnt!
Also nochmals, ich habe nichts gegen Borderliner oder Leute mit anderen psychischen Störungen!!! Im Gegenteil! Deshalb investiere ich doch so viel meiner privaten Zeit hier in diesem Forum. Weil ich aus eigener Erfahrung sagen kann, daß psychische Symptome mit einer entsprechenden Behandlung der HPU verschwinden können!
Es ging nie darum, daß Leuten mit Borderline eine Schwermetallausleitung vorenthalten werden soll. Es ging nur um die Verantwortung eines Klinghardt-Therapeuten ohne psychologische Ausbildung, bei Borderline, Schizophrenie u.ä. auch mal nein zu sagen!

Und noch etwas zu meiner Person: Ich halte mich weder für berufen, noch für besonders geeignet, dieses Forum hier zu betreuen. Ich würde lieber Mic aus dem Hashimoto-Forum hier sehen. Leider scheint Mic so wenig Zeit zu haben, daß seine eigene HPU-Seite (www.hpu-info.de) wohl für immer eine ewige Baustelle bleiben wird. Ich hatte das alte KPU-Forum gerettet, weil es sonst mit allen bisherigen Beiträgen untergegangen wäre und sich niemand anderes gefunden hatte, dies zu tun. Und ich hatte Marcel hier unter www.symptome.ch überredet, das Forum hier als eigenständige Rubrik weiterzuführen. Erstens, weil es hier die Amalgamproblematik als Schwerpunktthema gibt und zweitens, weil hier unter anderem auch Hilfesuchende mit einer Symptomatik vorbeischauen, die auf die HPU-Problematik passen könnte. Ansonsten bin ich ein Mensch wie jeder andere auch, habe meine Macken, irgendwo bestimmt auch falsche Ansichten und werde wohl mit meinen Ratschlägen auch mal daneben liegen. Normalerweise bin ich hier nur Moderator, schaue nach dem Rechten, schlichte mal einen Streit und gebe auch mal eine Antwort, wenn ich etwas weiß. Leider läuft dies noch nicht so, wie es sein sollte. Statt vieler Leute, die hier mithelfen und auch ihre unterschiedlichen Meinungen und Erfahrungen einbringen, ist die Zahl der Hilfesuchenden wesentlich größer, als die der Helfer. Deshalb ist diese Rubrik Günter M.-lastig und erweckt den Eindruck, ich wäre der Experte, der alles weiß und jedem helfen kann! Ich kann aber nur meine Sicht der Dinge darlegen und nach bestem Wissen und Gewissen versuchen, zu helfen.
Liebe Grüße

Günter
 
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Kate

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Hallo Günter,

da gibt es viel zu sagen, einiges wiederholt sich aber auch...

Ich glaube aber nicht, daß Klinghardts frühere Ausleitungsprotokolle unbrauchbar sind. Schließlich konnte damit einer Menge Leute geholfen werden, denen es heute nachweislich besser geht. Da zumindest die Möglichkeit von irreversiblen Schäden besteht, finde ich es bedenklich, mit Koriander Quecksilber freizusetzen, ohne gleichzeitig die notwendigen Schwefelverbindungen für den Weitertransport anzubieten.

Das widerspricht sich: Klinghardts frühere Ausleitungsprotokolle brauchbar und gleichzeitig bedenklich?

Daher mein Rat, daß Du Dich mal über MSM und eventuelle andere Alternativen informieren solltest.

Danach hatte ich im INK-Forum gefragt. Die Antwort, die ich bekam, war dahingehend, dass MSM keine Alternative zu Knofi/Bärlauch/DMPS ist.

Klinghardt ist ausgebildeter Schulmediziner (...). Als er merkte, daß er mit der klassischen Medizin an Grenzen stößt, hat er seinen Horizont erweitert. Er setzt nach wie vor die klassische Medizin ein und kombiniert mit alternativen Verfahren.

Dann verstehe ich Deine abwertenden Äußerungen über die „klassische Medizin“ nicht.

Es ist meine feste Überzeugung und dabei bleibe ich auch, daß die Mehrheit der Psychologen nicht für die Patientenbehandlung geeignet ist.

Nochmals meine Frage: Auf welchen eingenen Erfahrungen (Wann? Wielange? Was?) basiert diese These? Begründe das doch bitte, wenn Du es so rigoros vertrittst.

An einen psychisch labilen Patienten gehört nur eine starke Persönlichkeit, frei von eigenen "Meisen". Ein solcher Therapeut müßte idealerweise alle menschlichen Werte in sich verkörpern.

So einen Menschen gibt es nicht, Günter. (Mal abgesehen davon, dass Werte durchaus streitbar sind...)

Leider sieht die Praxis anders aus, da die Mehrzahl der Psychologiestudenten erst mal mit sich selbst klarkommen will.

Nochmals meine Frage (s.o.): Worauf basieren diese Thesen?- Die „klinischen Psychologen“ müssen übrigens eine Lehranalyse durchlaufen, haben also die Chance, Ihre Leichen im Keller zu bearbeiten. Im Gegensatz zu vielen Psychiatern, die eine viel oberflächlichere Ausbildung ohne die Selbsterfahrung machen. Die kennen dann sozusagen ihre „Meise“ nicht und projezieren diese womöglich auf den Patienten (er ist ja per def. der „Gestörte“), der sich schlecht wehren kann und vom Regen in die Traufe gerät.

Die einzige PK-Therapeutin am Ort hat übrigens eine der größten „Meisen“, die mir je begegnet ist ohne jedes Bewusstsein dafür. Eine völlig unreife Person. Siehe INK-Forum: https://www.onlinewebservice8.de/cgi-bin/forum/board.pl?message_number=3613&id=b1571&compr=

Ich denke, daß auch die in meinen Augen ungeeigneten Therapeuten sagen wir mal 80% der Aufgaben gut erledigen können. Aber die restlichen 20% sind dann die entscheidenden! Dann zeigt sich, wer einen Beruf oder eine Berufung hat! Dann reicht es nicht mehr, nur zuzuhören und Verständnis zu haben und die Theorie zu beherrschen...

Nochmals: Worauf basieren diese Thesen? Das sieht doch sehr danach aus, dass Du da aus irgendwelchen persönlichen Gründen ein Feindbild („Meise“?) aufgebaut hast. Ein bewusster Umgang damit (in Form von verbaler Zurückhaltung oder wenigstens Differenzierung) wäre als Moderator dieses Forums m.E. wünschenswert.

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit PK, praktiziere sie für den Hausgebrauch selbst. Da erlebt man Heilungen und Besserungen, die man nicht für möglich halten würde!

Wie gesagt: Die Langzeiterfahrungen fehlen. (Und falls die Entwicklung derartig hartnäckiger Feindbilder eine Nebenwirkung ist, ist die doch recht gravierend. :) )

Dennoch kann es zu heftigen Reaktionen kommen. Klinghardt warnt vor der Behandlung von psychisch labilen Personen und zählt unter anderem Borderline dazu. Ich hatte in meinem Satz extra "normaler" Mensch zur Unterscheidung geschrieben, also extra Apostrophe benutzt. Natürlich habe ich nichts gegen Borderliner, habe ja selbst Borderline-Symptome. Aber ein Klinghardt-Therapeut und auch PK-praktizierende Laien sollten keine Borderliner behandeln.

Du hast mich nicht verstanden: Es gibt keine „Borderliner“. Das ist nichts, was man hat oder nicht hat, wie einen Beinbruch. Es ist eine grobe theoretische Schublade, in die Patienten mittels subjektiver Einschätzung eines „Fachmannes“ einsortiert werden und in die sie mehr oder minder gut passen. Bezeichnender Weise kennt dieser „Fachmann“ den Patienten nur aus einer speziellen, äußerst unangenehmen und stressigen Situation, d.h. möglicherweise nur dekompensiert (KPU lässt grüßen). Bitte lies Dir meine Ausführungen noch mal durch über Synergieeffekte etc.. Du machst genau das, was ich da beschreibe.- Wieso lässt Du als „Borderliner“ Dich eigentlich mit PK behandeln?

Alle besonderen Fälle gehören in die Hand eines Fachmannes. Dazu gehört aber erst mal, daß man vorher sondiert und notfalls eine Behandlung ablehnt!

Das widerspricht sich vorn und hinten: Oben hast Du den „Fachleuten“ fast komplett die Kompetenz abgesprochen!!! Oder wer ist für Dich hier ein „Fachmann“?- Übrigens kann das schon am Sondieren scheitern... :) .

Leider scheint Mic so wenig Zeit zu haben, daß seine eigene HPU-Seite (www.hpu-info.de) wohl für immer eine ewige Baustelle bleiben wird.

Das ist wirklich bedauerlich, ich spreche ihn nochmal drauf an. Ich habe ja auch diverse Fragen, die sich weder hier noch bei den Labors zufriedenstellend klären ließen.

Ansonsten bin ich ein Mensch wie jeder andere auch, habe meine Macken

Aha :D Deine Äußerungen empfinde ich als sehr „selbstgewiss“, v.a. allem die nicht weiter belegten - gewagten und potenziell kränkenden - Thesen (siehe oben).

...und werde wohl mit meinen Ratschlägen auch mal daneben liegen.

Eine Möglichkeit wäre, damit zurückhaltender zu sein. Eigene Erfahrungen oder auch Gelesenes nüchtern (mit Quellenangabe) darzustellen, ohne daran einen konkreten Ratschlag zu knüpfen. Und intuitive Bewertungen auch als solche zu kennzeichnen.

Vielleicht sollten wir einfach festhalten, dass unsere Einstellungen und Erfahrungshorizonte grundverschieden sind. Ich schlage vor, dass wir uns in Zukunft auf „sachdienliche“ Fakten (eigene Erfahrungen, theoretisches mit Quellenangabe) beschränken, ok? Ich finde diese "Diskussion" unerquicklich, so wie sie läuft.

Vielleicht denkst Du über das eine oder andere nochmal nach.
Kate
 
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Hallo Kate,
zu einem Teil Deines Postings möche ich mich auch äußern.
(Günter): Da zumindest die Möglichkeit von irreversiblen Schäden besteht, finde ich es bedenklich, mit Koriander Quecksilber freizusetzen, ohne gleichzeitig die notwendigen Schwefelverbindungen für den Weitertransport anzubieten.

(Kate):
Das widerspricht sich: Klinghardts frühere Ausleitungsprotokolle brauchbar und gleichzeitig bedenklich?
Ich glaube, da liegt ein Mißverständnis vor. Günter menite, daß es bedenklich ist, mit Koriander Hg zu mobilisieren, das dann frei herum"läuft", aber nicht durch Schwefelverbindungen gebunden werden kann, weil keine da sind... Das leuchtet mir durchaus ein.

Quote:

Klinghardt ist ausgebildeter Schulmediziner (...). Als er merkte, daß er mit der klassischen Medizin an Grenzen stößt, hat er seinen Horizont erweitert. Er setzt nach wie vor die klassische Medizin ein und kombiniert mit alternativen Verfahren
Das ist für mich das Anziehende an Klinghardt: Er kennt sich in der Schulmedizin aus, hat aber auch keine Abneigung gegen alternative Verfahren und auch nicht dagegen, mal eine ältere Theorie bzw. Arbeitsanleitung zu modifizieren, wenn er merkt, daß sie nicht optimal funktioniert.
Das Problem mit vielen Schulmedizinern (nicht allen natürlich) ist, daß sie nicht bereit sind, mal über den eigenen Zaun zu schauen und neue Methoden kennenzulernen. Deshalb rennen ja z.B. so viele Amalgam-Geschädigte herum, die keinen Schulmediziner finden, der auch nur auf die Idee kommt, was mit ihnen los sein könnte...

Zur Grundsatzdebatte, ob nun Psychologen und Psychiater eine eigene Meise haben oder nicht, will ich mich lieber nicht äußern. Ich denke, das ist ein sehr schwieriges Thema, und gerade auf dem Gebiet kommt es sehr auf beide Seiten an: Patient und Therapeut. Wenn man den Studien glaubt, die festgestellt haben, daß bei den meisten Patienten-Therapeuten-Beziehungen die Sympathie der wichtigste heilende Faktor ist, dürfte es eher wichtig sein, daß beide eine ähnliche Meise haben ;) ...

Eine Psychologin hat mir mal gesagt, daß sie öfters gegenüber der Krankenkasse die Diagnose "Borderline" stellt, damit die geneigt ist, die Kosten für die Therapie zu bezahlen obwohl der betreffende Patient ihrer Meinung nach sicherlich kein Borderliner ist. Auch das ist zu bedenken.

Grüsse :) ,
Uta
 
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Hallo Kate,

ich persönlich kenne kein Klinghardt-Protokoll mit Koriander und Chlorella ohne Bärlauch/Knoblauch. Gibt es so eins? Ich lasse mich gern belehren!

Ich habe nichts gegen klassische Medizin. Leider haben aber viele klassische Mediziner einen sehr engen Horizont und schauen nicht über den Tellerrand. Nur im Miteinander aller Medizinarten wird die Zukunft liegen.

Ich persönlich habe eigentlich wenig Behandlungserfahrungen. Dafür kenne ich aber die Erfahrungen von einigen Leuten der Bekanntschaft und Verwandtschaft. Diese werde ich aber nicht hier im Forum ausbreiten! Und ich kenne wie gesagt einige dieser Fachleute persönlich, denen ich mich nicht anvertrauen würde. Und ich hatte während meiner Studienzeit eine ganze Seminargruppe Psychologiestudenten kennengelernt und der Vergleich zu anderen Seminargruppen der unterschiedlichsten Studienrichtungen war erschreckend!
Nimm es als meine persönliche Meinung hin, Du mußt sie ja nicht teilen.

Ich hatte auch nie behauptet, daß ein Klinghardt-Therapeut immer auch geeignet sein muß. Ich hatte hier unter Symptome.ch schon mehrfach darauf hingewiesen, daß man sich möglichst vorher über Erfahrungen anderer Patienten informieren soll. Und man soll sich nicht davor scheuen, den Therapeuten zu wechseln, wenn die Chemie nicht stimmt und/oder sich in einer angemessenen Zeit keine Besserung einstellt.

Natürlich ist Borderliner eine Schublade. Aber der Mensch braucht nun mal seine Schubladen, um sich ein Bild zu machen. Viele Krankheitsbezeichnungen sind erst mal nur Schubladen und werden der Individualität der Patienten nicht immer gerecht. Hast Du ein besseres System?

Es gibt viele Dinge in der Medizin, für die es keine Langzeiterfahrungen gibt. Demnach dürfte nie eine neue Methode in die Medizin eingeführt werden.
PK wird schon seit einigen Jahren durchgeführt und die Erfahrungen sind bis jetzt durchaus positiv. Wenn diese Methode es mir gestattet, in viel kürzerer Zeit Erfolge als andere klassische Behandlungen zu erreichen, dann würde ich es auch in Kauf nehmen, diese Methode nach ein paar Jahren zu wiederholen, falls der Erfolg nicht dauerhaft sein sollte. Meine persönliche Erfahrung ist die: wenn sich ein Thema nochmals meldet, dann hat man nicht sauber gearbeitet, dann hat man etwas vergessen. Und dann wird es nachgeholt und erledigt. Lies doch wenigstens mal das Buch von Klinghardt "Lehrbuch der Psycho-Kinesiologie", um die Theorie zu verstehen.

Und ich will es hier noch einmal deutlich machen: Wir sind nicht hier unter der Rubrik "Sie fragen, Prof. Günter M. antwortet." Dies ist ein Forum, wo sich Betroffene austauschen sollen. Diejenigen, die schon etwas Erfahrung haben, sollten denen helfen, für die die Sache noch neu ist. Wer sich dessen bewußt ist, wird auch die Grenzen dieses Systems erkennen. Jeder muß sich seine eigene Meinung bilden, um das Mitdenken kommt niemand herum!

Kate, Du bist doch eine intelligente, kritische Frau, mit hohem Moralanspruch, vielen Kenntnissen, kritischem Geist und analytischem Verstand. Warum verschwendest Du hier Deine Energie in endlosen Diskussionen? Du solltest Deine erstaunlich hohe Energie viel sinnvoller einsetzen! Beweise uns doch, daß Du es besser kannst als PK-Therapeuten oder KPU-Forum-Moderatoren! Studiere Medizin, mach eine Heilpraktikerausbildung oder übernimm wenigstens die Moderation einer Rubrik unter symptome.ch. Meckern kann jeder. Besser machen ist angesagt! Schau Dich mal hier um, hier werden noch Moderatoren gesucht! Und wenn Du mir beweist, daß Du es besser kannst, gebe ich gerne die Moderation der KPU-Rubrik an Dich ab. Ich habe leider nicht die Zeit, alles mit Link und Beweis zu belegen. Im Moment schaffe ich es ja nicht mal, auf alle Postings einzugehen. Es gäbe so viel, was Du mit Deiner Energie alles Gutes tun könntest - also bring Dich ein!
Ganz liebe Grüße

Günter
 
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10.01.04
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Hallo Günter :) ,
wenn sich ein Thema nochmals meldet, dann hat man nicht sauber gearbeitet, dann hat man etwas vergessen. Und dann wird es nachgeholt und erledigt. Lies doch wenigstens mal das Buch von Klinghardt "Lehrbuch der Psycho-Kinesiologie", um die Theorie zu verstehen.

Ich bin mir nicht sicher, ob das Wiederauftauchen eines Themas/Verhaltens- oder Denkmusters bedeutet, daß man nicht sauber gearbeitet hat. Ich glaube vielmehr, daß man auch Themen "schichtweise" angeht, eben immer soweit, wie der Körper/Geist mit Seele es verträgt. Tiefere Schichten bleiben zunächst unberührt, bis der Mensch so weit ist, daß er auch die angehen kann. - Das ist meine Erfahrung :) .
Wenn ein Thema erst einmal in Bearbeitung genommen worden ist, ändert sich ja auch die Verstandes-Ebene, mit der dieser Mensch dann einiges ändern und verbessern kann, was ihm vor der kinesiologischen Behandlung nicht möglich war. Eine Pk-Sitzung oder z.B. auch eine Sitzung mit Applied Kinesiololgy oder 3in1 bewirkt ja nicht nur psychische Veränderungen sondern ebenso körperliche dadurch, ´die natürlich auch etwas zur ganzheitlichen Gesundung beitragen. Nicht ohne Grund empfiehlt ja z.B. Klinghardt, daß man nach Pk-Sitzungen mehr Chlorellas einnehmen soll..
Gruß,
Uta
 
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07.05.04
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Hallo Uta,

das ist richtig, was Du schreibst. Nicht umsonst redet Klinghardt vom Zwiebelmodell. An das Innere kommst Du nur, indem Du die äußeren Schalen abarbeitest.
Meine persönliche Erfahrung war aber, daß sich USKs (unerlöste seelischer Konflikte), sich nur deshalb nochmals meldeten, weil wir schlampig gearbeitet hatten. Entweder hatten wir zum Schluß die Herausforderung weggelassen oder wir hatten vergessen, nach weiteren betroffenen Organen und Gefühlen zu forschen. Dies bezieht sich auf den einzelnen USK.
Bearbeitest Du aber eine Krankheit oder ein Symptom, so wirst Du ein oder mehrere USKs finden. Dies müssen am Anfang nicht unbedingt die wichtigsten Schlüssel-USKs sein. Bearbeitet man später das Symptom, die Krankheit erneut, kommen andere USKs zum Tragen, kommt dann eventuell auch schon der oder die Schlüssel-USKs zum Vorschein. Hier kommt das Zwiebelmodell zum Tragen - nicht innerhalb eines einzelnen USKs.
Dies ist zumindest meine Erfahrung.
Liebe Grüße

Günter
 
regulat-pro-immune

Kate

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Hallo Uta,
[TAB]
Ich glaube, da liegt ein Mißverständnis vor. Günter menite, daß es bedenklich ist, mit Koriander Hg zu mobilisieren, das dann frei herum"läuft", aber nicht durch Schwefelverbindungen gebunden werden kann, weil keine da sind... Das leuchtet mir durchaus ein.

Ja, aber genau das hat Klinghardt ja früher selbst gemacht nach meinen Infos. Ich habe keine alten Ausleitungsprotokolle im Original, sondern beziehe mich auf seine Vorträge und Sekundärliteratur (www.naturmednet.de/biblio/vn/broschuere.aus.html), sowie auf Äußerungen von PK-Therapeuten im INK-Forum.

Das ist für mich das Anziehende an Klinghardt: Er kennt sich in der Schulmedizin aus, hat aber auch keine Abneigung gegen alternative Verfahren und auch nicht dagegen, mal eine ältere Theorie bzw. Arbeitsanleitung zu modifizieren, wenn er merkt, daß sie nicht optimal funktioniert.

Ja, Uta, das sehe ich auch so. Fand Günters Pauschal-Kritik an der „klassischen Medizin“ nur nicht so toll, deshalb wählte ich Klinghardt als (positives) Beispiel von jemandem ohne ideologische Scheuklappen.

Zur Grundsatzdebatte, ob nun Psychologen und Psychiater eine eigene Meise haben oder nicht, will ich mich lieber nicht äußern. (...) Wenn man den Studien glaubt, die festgestellt haben, daß bei den meisten Patienten-Therapeuten-Beziehungen die Sympathie der wichtigste heilende Faktor ist, dürfte es eher wichtig sein, daß beide eine ähnliche Meise haben...

Ich meine, jeder hat 'ne Meise, viele merken es nicht, und das ist das eigentliche Problem. :D
Den letzten Satz hast Du sehr nett gesagt. Der „Faktor Mensch“ ist unendlich wichtig, wohl besonders wenn jemand frühzeitig schlechte Erfahrungen gemacht hat.

Eine Psychologin hat mir mal gesagt, daß sie öfters gegenüber der Krankenkasse die Diagnose "Borderline" stellt, damit die geneigt ist, die Kosten für die Therapie zu bezahlen obwohl der betreffende Patient ihrer Meinung nach sicherlich kein Borderliner ist.

Davon habe ich auch mal gehört - nicht nur in Bezug auf die Krankenkasse, sondern auch auf BfA und Verrentung. Mit „Amalgam-Vergiftung“ oder "KPU" kommt ein Betroffener wohl eher nicht zu Sozialleistungen.

Danke für Deinen Beitrag, fühlte mich etwas "allein".

Viele Grüße,
Kate

Hallo Günter,

ich persönlich kenne kein Klinghardt-Protokoll mit Koriander und Chlorella ohne Bärlauch/Knoblauch. Gibt es so eins?

Siehe oben in der Antwort an Uta.

Warum verschwendest Du hier Deine Energie in endlosen Diskussionen? (...) Natürlich ist Borderliner eine Schublade. (...) Viele Krankheitsbezeichnungen sind erst mal nur Schubladen und werden der Individualität der Patienten nicht immer gerecht.

Siehe oben, Ende meines letzten Beitrags an Dich. Ich diskutiere gern, wenn es konstruktiv ist (sorgfältiges Zuhören/Lesen, Eingehen aufeinander, Begründen/Belegen der Thesen, kein im-Kreise-drehen usw.), aber das hier ist nicht zielführend. Vieles was ich jetzt antworten würde, habe ich bereits gesagt.

Festzuhalten ist:

- Die Datenlage ist „dünn“ bezüglich Deiner Aussagen über Psychotherapeuten und –therapien.

- Über den Sinn der "Schubladen" hatte ich geschrieben. Eine subjektive Schublade sollte man allerdings auch als solche sehen und nicht für bare Münze nehmen.

– Welches nun die Fachleute sind, zu denen eine "Borderline-Schublade" gehen soll, hast Du auch nicht gesagt...

Wenn sich ein Thema nochmals meldet, dann hat man nicht sauber gearbeitet, dann hat man etwas vergessen.

Darauf hat Uta meiner Meinung nach sehr treffend geantwortet.

Es gäbe so viel, was Du mit Deiner Energie alles Gutes tun könntest - also bring Dich ein!

Hier bist Du anmassend. Ich gebe - neben meinem Alltag - im INK-Forum und hier, was ich zu geben habe. Und dazu gehören eben auch Gegendarstellungen zu allzu einseitigen und gefühlmäßigen Beiträgen.

Kate
 
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16
geschrieben von Günter weiter oben:
... Matthias Badzun ist z.B. der Meinung, daß der Schaden durch das Quecksilber in den Zellen reversibel ist, zumindest hatte er mal so etwas geschrieben. Andererseits gibt es Hinweise auf bleibende Schäden...

Das ist so nicht ganz richtig: Hg verdrängt in den Zellen andere Elektrolyte, wie Ca, K, Mg, wodurch diese Zellen ihre Funktion nicht mehr ausführen können, bzw. stark beeinträchtig, verlangsamt, sind. Bekommt man das Hg wieder raus, kehren die "richtigen" Ionen an ihren Platz zurück und das Leben geht weiter. Insoweit ist das reversibel.
Zur Funktion der Zelle gehört es aber nicht zuletz auch, sich selbst zu erhalten. Diese Funktion ist im vergleich zur "Außenarbeit" vernünftiger Weise sehr robust. Wird aber auch diese Funktion gestört, dann wird die Zelle sterben, und das war´s dann mit reversibel.
Auch kann sich eine Belastete Zelle so verändern, daß sie für unsere Fresszellen interessant wird, denn das "Schild rauszuhängen: 'Friss mich nicht, ich gehöre dazu' " ist auch eine Funktion, die gestört werden kann. Wenn dann auch noch so eine Fresszelle Fragmente dieser falsch als Fremdkörper verdächtigten Zelle "präsentiert", dann stürtzt sich die spezifische Humorale Immunkompetens auf alle so betroffenen Zellen und schwups haben wir eine neue Allergie "erfunden", ein Autoimmungeschehen in Gang gesetzt, das seine Eigendynamik entfaltet. Jetzt wird´s Zeit für diese Zellen, wieder gesund und Hg-frei zu werden, denn so eine Reaktion betrifft ja nicht irgend wo eine Zelle, sondern immer einen Verband solcher Zellen, ein Organ(teil), ein Gewebe. Und inwieweit das noch reversibel ist liegt am Gewebetyp: Leber z.B. ziemlich gut, Nerven so gut wie gar nicht.
 
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