Kolloidales Silber = KS

Themenstarter
Beitritt
10.01.04
Beiträge
66.925
Das Thema ist gerade wieder hier aufgetaucht.
KS wird meistens über das Internet verkauft; mein Apotheker wußte gar nicht, was das ist und konnte es auch nicht beschaffen :eek:) . Zum Teil wird es äußerst geschickt beworben, wie das eben bei MLM-Networks so gut wie immer ist. Nur nachprüfen kann man diese Angaben so gut wie nie, weil auf intensives Nachfragen meistens die stereotyp gleichen Antworten kommen, die unerwünschte Nebenwirkungen ausblenden und zeigen, daß es keine ernstzunehmenden Studien gibt.
Darauf gibt es dann den logischen Schluß: die Pharma-Industrie unterdrückt diese Mittel, weil sie kein Interesse daran hat, daß diese Mittel verkauft werden. Das stimmt natürlich insofern als die Pharma-Industrie keine Studien machen wird über MIttel, die sie nicht selbst entwirft, entwickelt und verkauft. Es stimmt insofern nicht als es so gut wie nie Studien der Verkäufer (wie am BEispiel von KS auch) gibt, die irgendetwas belegen.

GErade bei Menschen, die sowieso schon schwermetallbelastet sind, sollte man besonders vorsichtig sein mit Aussagen über die durchschlagende Wirkung von KS. Mir reicht das Silber, das ich durch meine Amalgamplomben einst abbekommen habe, total.- Wenn in Palladium (Spargold) auch Silber drin war, habe ich die doppelte Ladung abbekommen.

www.redecke.de/michael/silber.htm
Zum kolloidalen Silber: (Silberkolloid) Es handelt sich hier um die flüssige Dispersion elementaren Silbers oder schwer löslicher Silberverbindungen aller Art. Die Partikelgrössen liegen dabei zwischen 1 - 100 nm. Kolloidale Lösungen stehen zwischen echten Lösungen und Suspensionen, ihnen fehlen die kolligativen Eigenschaften der Lösungen wie osmotischer Druck, Siedepunktserhöhung und Gefrierpunkts-Erniedrigung. Kolloidteilchen tragen meist adsorbierte Ladungen, weshalb sie in einem elektrischen Feld elektrophoretisch aufgetrennt werden können. Sie können als Niederschlag oder Gel unter bestimmten Bedingungen ausfällen. Durch die Dispersion sehr kleiner Partikel wird eine große wirksame Oberfläche gebildet die den oligodynamischen Effekt begünstigt.
Es gibt keine Indikation zur innerlichen Einnahme von kolloidalem Silber und es gibt keine unabhängigen und publizierten Berichte über eine mögliche positiv zu bezeichnende Wirkung beim Menschen. Kolloidales Silber wurde früher in Kolloidmühlen durch mechanische Zerkleinerung hergestellt. In letzter Zeit setzten sich elektrochemische Verfahren und reine chemische Verfahren durch. Bei den elektrolytischen Verfahren werden häufig gleichzeitig durch Verwendung von Kupferelektroden Kupferionen zusätzlich synergistisch zugesetzt, oder Wasserstoffperoxid zugesetzt um eine Wirkung zu verstärken. (Kupfer-Silberelektrolyse, siehe Referenz [98]) Das kolloidale Silber kann in Apotheken rezepturmäßig hergestellt werden, kann andererseits von auf dem Markt befindlichen Geräten auch von Laien hergestellt werden wobei dann die erreichte Silberkonzentration schwierig zu bestimmen ist, und üblicherweise dann geschätzt werden muß. Mitunter werden Zusatzinstrumente angeboten, die durch Messung von Temperatur und Leitfähigkeit den Anspruch erheben die Silberkonzentration messen zu können. Da elektrochemisch zubereitete Kolloide jedoch aus einer meist unbekannten Mischung ionischen und nicht-ionischen Silbers besteht, ist der Zusammenhang zwischen Silberkonzentration (in kolloidaler Form) und Leitfähigkeit schwierig zu ermitteln. Aufgrund weiterer Einflüsse (chem. Zusammensetzung bzw Reinheit der Silberquelle, Beschaffenheit des verwendeten Wassers) ist dies jedoch letztendlich nicht seriös möglich und eine unabhängige Prüfung (unter allen möglichen Umständen) dieser Verfahren steht noch aus. Eine andere Methode versucht die erreichte Silberkonzentration über die Ladungsmenge zu berechnen die über die Elektroden geflossen ist. Aufgrund des unbekannten Mischungsverhältnisses zwieschen ionischem und nichtionischem Anteil und der unbekannten Elektroden-Stromausbeute funktioniert dieses Verfahren ebenfalls nicht zuverlässig. Die Empfehlungen der einzelnen Anbieter (meist MLM-Networks) zur einzunehmenden Menge an kolloidalem Silber gehen weit auseinander. Manche Anbieter raten zur Einnahme von Mengen die noch unter der natürlichen täglichen Aufnahme durch eine übliche Nahrung liegt, andere wiederum wollen daß ihre Kunden nach dem Prinzip "viel hilft viel" vorgehen und empfehlen 10000 ppm - Kolloide um der geringen Resorption und der folgenden Verdünnung im Organismus zu begegnen und trotzdem hohe Konzentrationen im Körper zu erreichen. Ein kölner Heilpraktiker führt anscheinend Infusionen mit 2000 ppm Silberkolloiden durch (link weiter unten). Zur Zeit ( 2005 ) findet insbesondere in den USA ein erbitterter Streit zwischen verschiedenen Anbietern von kolloidalem Silber um den Kunden und Produkte der Konkurrenz statt. Die Verkäufer die angeben Silberionen zu verkaufen bekämpfen insbesondere diejenigen Konkurrenten die angeben reine kolloidale Partikel des elementaren Silbers anzubieten. Die von manchen Verkäufern von kolloidalem Silber angeführte angebliche Herxheimer Reaktion (Jarisch-Herxheimer R.) nach Einnahme ist nicht wissenschaftlich beschrieben worden. Die Herxheimer ist eine schwierig zu stellende Diagnose von klinisch erfahrenen Ärzten. Andererseits sind Herxheimer-ähnliche Symptome nach reiner Placebogabe beschrieben worden. Eine Herxheimer Reaktion tritt ausserdem typischerweise nur bei der erfolgreichen Bekämpfung bestimmter Keime, insbesondere der Spirochäten auf (Syphilis, Borreliose).
Einige Anbieter von kolloidalem Silber empfehlen zusätzlich Zitronensaft, Cayenne-Pfeffer oder Wasserstoffperoxid einzunehmen.

Rechtliche Lage: Kolloidales Silber wird in manchen Ländern als "OTC over the counter" NEM also Nahrungsergänzungsmittel legal vertrieben. Eine "alte" Zulassung von 1938 gibt es in den USA. Eine Zulassung als Arzneimittel, die klinische Prufungen beinhaltet, wird offenbar wegen der hohen Kosten (und möglicher Unwirksamkeit) von den Vertreibern in Deutschland gescheut. Es ist in Deutschland als Arzneimittel nicht zugelassen. Es wird jedoch immer wieder als Nahrungsergänzungsmittel (ohne Nährwert) angeboten. Als Nahrungsergänzungsmittel gilt es rechtlich als Lebensmittel und fällt automatisch unter das www.redecke.de/michael/silberwerbung.htm (am Ende des Textes).
Einziges in Deutschland möglicherweise erhältliches und zugelassenes Fertigarzneimittel, welches kolloidales Silber (250 mg Ag / 100g) enthält, scheint das Gastrarctin (R) von Serumwerk zu sein. Indikation: Magen-Darm Antiseptikum. In [26] wird darauf eingegangen. (Apothekenpflichtig)
Die US-amaerikanische FDA berichtet auf einer ihrer Seiten (www.fda.gov/oc/nutritioninitiative/report.html ) von einer Verurteilung zu vier Monaten wegen des ungesetzlichen Verkaufs von kolloidalem Silber:
U.S. v. Diane Eckert-Kunick, No. MG-F-02-2093 (E.D. Cal.). In 1996, Diane Eckert-Kunick, along with her parents, forme....
Mehr zu Silber: www.redecke.de/michael/silberwerbung.htm



Uta
 
Zuletzt bearbeitet:

MisterX

Silber (Ag)
Die lokal desinfizierende Wirkung von Silber und Silbernitrat wurde in der Prä-Antibiotika-Ära in Nasentropfen (Argyrol, Silberproteinat), bei Sinustitis, in Erkältungsmitteln und für die Syphillis-Behandlung (Neo-Silvol, Silverarsphenamin) genutzt sowie für die Credé-Prophylaxe der Gonoblenorrhoe des Neugeborenen. Silberarsphenamin wurde noch vor nicht allzu langer Zeit in topischen Adstringentien angewendet. Das Silber-Sulfonamid Silbersulfadiazin (1 %) wurde 1967 entwickelt und wird heute noch bei Verbrennungswunden eingesetzt. [1][2] In der Behandlung chronischer Wunden werden heute u.a. Silberalginate eingesetzt. Weiterhin gibt es mit Silber imprägnierte Kleidung für Neurodermitiker, die einerseits eine kühlende Wirkung besitzt, aber auch die Bakteriendichte (z.B. von Staphylokokken) reduziert.[3]

Wird Silber peroral über längere Zeit in niedrigen Dosen aufgenommen z.B. als „kolloidales Silber“, das vor allem übers Internet vertrieben wird und gegen allerlei Beschwerden helfen soll, so führt das zur Agyrose[4][5][6][7][8]: Dabei handelt es sich um eine gutartige, aber irreversible grau-bläuliche Verfärbung der Fingernägel und der Haut, die besonders nach Sonnenlichtexposition in Erscheinung tritt. Das Silber wird extrazellulär in der Dermis, in Nerven, Kapillarwänden, elastischen Fasern, Makrophagen und Fibroblasten eingelagert. Die Epidermis ist nicht betroffen, weist aber einen erhöhten Melaningehalt auf. Die Ablagerungen finden sich auch in der Leber, der Milz und den Nebennieren. [1] Parenteral verabreichte Silbersalze können sich im Nervensystem ablagern, oral eingenommene zumindest einen myoklonischen Status epilepticus hervorrufen.[9] Die Zufuhr höherer Dosen kann zu Koma, Pleuraerguss und Hämolyse führen und wirkt knochenmarkschädigend (Agranulozytose). Intestinale Komplikationen sind Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Krämpfe und Schock. Man vermutet die letale Einzeldosis bei etwa 10 g, wobei Silbersalze toxischer als Silberproteine oder kolloidales Silber sind. [1]

http://de.wikibooks.org/wiki/Pharmakologie_und_Toxikologie:_Toxikologie#Silber_.28Ag.29

>>> Da das Zeugs bis ca. 1930 sehr oft Anwendung fand - dürften schon unzählige Erfahrungen damit vorliegen!
Aber z.B. die Syphilis hat man damit ganz sicher nicht wegbekommen - sonst wäre sie nicht um diese Zeit eines der größten Probleme gewesen.
Es ging ja sogar schon soweit, dass die Nazis alle Syphiliskranken umbringen wollten ... um das Fortschreiten der (vermeintlichen) Seuche noch irgendwie aufzuhalten!

Lieben Gruß X
 

Bodo

Schwermetalle und Edelmetalle gehören nicht in den Körper. Sie haben zwar, wie eben Silber, eine antibakterielle Wirkung - der Schaden überwiegt aber bei Weitem. Metalle sind giftig. Auch Silber wirkt neurotoxisch. Im Amalgamthread posten wir unsere Erfahrungen mit Metallausleitungen - insbesondere Quecksilber. Wenn ich in diesem Zusammenhang - selbst schulmedizinisch mit einer nachgewiesenen chronischen Schwermetallintoxikation belastet - eine solche Werbung lese, stehen mir die Haare zu Berge. Ich bitte darum, diese gefährliche Propaganda für ein Gift unverzüglich zu unterlassen.

Gut, dass nun eine kritische Diskussion in die Gänge gekommen ist und die Fories sich nicht für dumm verkaufen lassen. Das lässt hoffen. Es lebe die kritische Vernunft.

Bodo


__________________
 

MisterX

Hallo Bodo
Ich weiß jetzt zwar, dass du den Text nur rübergezogen hast ... und mich ganz sicher nicht meinst ;)
Aber wers nicht weiß könnte evtl. drauf kommen!

Zumindest eins hat Edwin ganz gut gezeigt: NIX ist unmöglich! :greis:

Lieben Gruß X
 
Themenstarter
Beitritt
10.01.04
Beiträge
66.925
In China war 2000 Jahre früher als in Europa die Behandlung der Syphilis mit Quecksilber bekannt. Die Zahnfäule wurde dort schon durch Plombieren mit Amalgam behandelt. Die Technik nannte man „silberner Teich“ und dieser bestand aus 100 Teilen Quecksilber, 45 Teilen Silber und 900 Teilen Zinn. Nachträglich wurde er so fest wie Silber.
http://lichtstrahl-magazin.de/Artikel/Gesundheit/Amalgam.html

War das wirklich Silber zur Bekämpfung der Syphilis oder doch Quecksilber?

Gruss,
Uta
 

MisterX

Hallo Uta
Man hat ja alles mögliche versucht!
Natürlich auch Quecksilber oder Arsen (Salvarsan)

Die Syphilis wurde bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts mit dem hochgiftigen Quecksilber behandelt, mit dem man den Körper des Erkrankten großflächig bestrich, was gewöhnlich zu einem vollständigen Ausfall der Körperbehaarung sowie sämtlicher Zähne führte und den rapiden Verfall sämtlicher Körperfunktionen einleitete.
Lieben Gruß X
 

ADo

Beitritt
06.09.04
Beiträge
3.121
Etwas OT

Da gibt es einen schönen Roman zu: Die Hitzkammer heißt der, glaube ich. Autor weiß ich jetzt nicht, weil ich da Buch in meinem total überlasteten Regal nicht finde:eek:)

Da wird die Quecksilberprozedur jedenfalls recht gut beschrieben.

LG
 
Beitritt
26.06.06
Beiträge
318
Zu einer möglichen Schwermetallbelastung des Körpers durch KS kann ich nichts sagen. Zumindest die Behauptung jedoch, KS verursache Argyrie, entbehrt m. W. bisher jeder Grundlage.

In diesem Zusammenhang wird gern die Geschichte von Rosemary Jacobs angeführt, die als Beweismittel nicht taugt. Klar ist nur, daß sie als Kind Nasentropfen verwendete; ob es sich dabei, um KS oder um ein silbersalzhaltiges Präparat handelte, weiß sie offenbar selbst nicht, denn sie schreibt:

"A biopsy confirmed the diagnosis showing all the little specks of silver in my skin. Unfortunately, that is the only information that I have ever been able to get about the drug that disfigured me."

http://www.together.net/~rjstan/rose2.html

Freilich läßt sie sich trotz dieser Unklarheit von den KS-Gegnern vereinnahmen.
 
Themenstarter
Beitritt
10.01.04
Beiträge
66.925
Lies doch bitte mal die zwei LInks durch, die ich oben angegeben hatte, Bartel. Da stehen etliche Links zur Argyrie, und das sind keine erfundenen Geschichten.

Soviel ich weiß, hat Casanova übrigens auch beschrieben, wie die Syphilis mit Quecksilber behandelt wurde.
Gruss,
Uta
 

oli

Ich kann mir auch leider nicht vorstellen, dass es gut ist, Metall-Wasser zu trinken. Egal, ob das Silber vll eine antibiotische Wirkung hat oder nicht.

Früher behandelte man manche Krankheiten auch mit Schwefel, die Leute sind dann entweder an der Krankheit oder eben an der Benahndlung gestorben. Ähnlich sei es mit Quecksilber, las ich.

Metallen wird ja generell viel Gutes nachgesagt, besonders in der heutigen "Naturheilkunde".
Heutzutage denke ich, ist es aber unverantwortlich, sich zusätzlich noch Metalle einzuverleiben, da wir täglich damit bombardiert werden.
Noch unverantwortlicher ist es, so ein Zeug als Heilmittel anzupreisen und ohne konkrete Diagnosen usw einfach mal dergleichen zu empfehlen.
Das wäre ja bei manchen Leute sogar lebensbedrohlich, zb bei einer Silberallergie (oder bei chronischer Metallvergiftung).
 
Beitritt
09.09.06
Beiträge
546
wenn ich so all eure warnungen lese, auf die ich früher schon mal irgendwo stiess, muss ich an eine gute bekannte denken, die zu einer zeit, als sie von ihrer MS noch ncihts wusste, gegen ihre zeckenstiche statt antibiotika lieber KS herstellte. statt besser geht es ihr immer schlechter,inzwischen braucht sie einen rollstuhl, und mir kommt der verdacht auf, dass sie sich immer mehr vergiftete. sie tut mir unendlich leid, zumal sie immer für mich da war, wenn ich sie brauchte, habe aber große scheu, sie "knallhart" mit diesen gedanken zu konfontrieren. sie ist so ein ergebener mensch, der zu allem "ja und amen" sagt.
 
Beitritt
31.07.06
Beiträge
15
Schwermetalle und Edelmetalle gehören nicht in den Körper. Sie haben zwar, wie eben Silber, eine antibakterielle Wirkung - der Schaden überwiegt aber bei Weitem. Metalle sind giftig. Auch Silber wirkt neurotoxisch. Im Amalgamthread posten wir unsere Erfahrungen mit Metallausleitungen - insbesondere Quecksilber. Wenn ich in diesem Zusammenhang - selbst schulmedizinisch mit einer nachgewiesenen chronischen Schwermetallintoxikation belastet - eine solche Werbung lese, stehen mir die Haare zu Berge. Ich bitte darum, diese gefährliche Propaganda für ein Gift unverzüglich zu unterlassen.

So einfach ist es nicht.
Wir Menschen brauchen selbstverständlich auch Schwermetalle. Die Dosis macht erst das Gift!

Bodo, kannst du mit mal erklären, warum nicht alle Menschen krank sind obwohl fast alle Menschen (angeblich) zuviele Schwermetalle mit der Nahrung aufnehmen.

Und vor allem: Warum wird man nicht um so "vergifteter" je älter man ist, da viele Schwermetalle ja bekanntlich nie wieder ausgeschieden werden können!
Nach deiner Theorie wäre das doch die unweigerliche Folge!

 

Bodo

Lieber Engel der Dunkelheit,

damit Du nicht länger im Dunkeln umhertappen musst, erklär ich Dir mal was (wie gewünscht).
Der Mensch hat seit dem Beginn der menschlichen Evolution Kontakt zu Schwermetallen. Das körpereigene Entgiftungssystem mit seinen Filterorganen und Entgiftungsenzymen hat sich auf die normale, also durch die Umwelt in natürlicher Form vorkommende Aufnahme eingerichtet.

In unserer modernen Industrielandschaft mit ihrer globalen Umweltverschmutzung (Luft und Wasser) werden wir kontinuierlich mit Schadstoffen, auch Schwermetallen konfrontiert und chronisch kontaminiert. Schadstoffe in der Muttermilch einer Durschnittseuropäerin waren noch nie so hoch und umfangreich.

Hinzu kommt die enorme Quecksilberbelastung bei Vielen durch Amalgamplomben. Selten macht ein Gift alleine krank, der Mix, die Konzentration und die Einwirkzeit sind entscheidend. Hinzu kommt, dass bei nicht wenigen Menschen das Enzym GST (Glutation - S - Transferase) nicht ausreichend gebildet wird (wie bei mir). Viele sind schon krank, ohne zu wissen, dass ihrer "Befindlichkeitsstörung" eine Intoxikation der Nerven, evtl. auch durch Schwermetalle, zu Grunde liegt.

Die Nahrung ist hierbei sekundär und was die Quantität der aufgenommenen Giftmenge betrifft zu vernachlässigen.
Deine Aussage warum wird man nicht um so vergifteter je älter man ist ist falsch. Werden Metalle nicht ausreichend ausgeschieden kommt es zu einer Körperdepotbildung. Diese Anreicherung lässt sich schulmedizinisch nach Injektion über den Urin labortechnisch nachweisen (DMPS-Test).
Ich verweise auf meine DMPS-Testergebnisse. http://www.symptome.ch/vbboard/showthread.php?t=4867
Der Mensch lernt nie aus - viel Spaß bei der Auseinandersetzung mit den neuen Erkenntnissen - und demnächst vorher informieren und keinen Schnellschuss fabrizieren - die gehen leider oft nach hinten los.

Grüße, Bodo
 

oli

Wir Menschen brauchen selbstverständlich auch Schwermetalle. Die Dosis macht erst das Gift!
Manche Metalle scheint der Mensch in der Tat zu brauchen (Zink, Eisen, Kupfer usw). Die normale Dosis hat man aber durch eine ausgewogene (bio)-Ernährung meist erreicht.

Wenn man dann den heutigen Belastungen ausgesetzt ist, hat man schnell zu viel des "Guten". Außerdem weiss ich nicht, ob man speziell Silber, Gold, Quecksilber im Körper braucht. Diese zählen, soweit ich weiss, nicht als Mineralstoffe (anders als zb Eisen). Glaub ich.
Vielleicht ist es auch so wie mit dem Vitaminen: dass man sie am besten im natürlichen Verbund aufnimmt und nicht als isoliertes Laborprodukt.

Jedenfalls hat die Aussage von Dir nichts mit dem Thema zu tun, denn wenn man eine unentdeckte Metallvergiftung oder -allergie hat, können Experimente mit diversen "Heilmitteln" sehr negative Auswirkungen haben - auch in geringsten Dosen !

(nicht nur KS ist so ein Fall, auch homöopathische oder ayurvedische Mittel
haben oft Quecksilber, Gold, Silber usw in der Rezeptur).

P.S.: Wie unterschiedlich das ganze ist, sieht man ja daran, dass manche Menschen zu viel eines Metalls im Körper haben, manche zu wenig. Beides ist nicht so gut.
 
Themenstarter
Beitritt
10.01.04
Beiträge
66.925
Nicht nur in der Rezeptur von manchen fernöstlichen Mitteln sind hier unerwünschte Schwermetalle drin sondern auch in den Stoffen, die zur Herstellung der Mittel verwendet werden. Es kommen immer wieder Meldungen z.B. über Medizinen aus China oder Indien, deren Analysen eine kräftige Portion Gifte zeigten.

Wenn man sich ansieht, wieviele ältere und alte Menschen heute dement sind oder Alzheimer haben oder sonstige gravierende gesundheitliche Probleme, dann ist ein Teil davon ganz sicher auf die Belastung durch Umweltgifte aller Art zurückzuführen.
Bei Giften macht's auch oft nicht mehr die Dosis sondern eine Spur reicht schon bei Leuten, die sensibilisiert sind bzw. deren Topf schon bis zum Rand voll ist.

Wie Bodo schon schreibt: die Entgiftungssysteme der Menschen funktionieren unterschiedlich gut. Dazu kommt, daß Menschen sowieso individuell sind und entsprechend auch unterschiedlich empfindlich sind. Außerdem spielen natürlich die Lebensumstände immer eine Rolle.

Gruss,
Uta
 
Beitritt
08.10.06
Beiträge
946
Bodo, bei allem Respekt vor Deinen Erfahrungen mit Schwermetallen, ich glaube, Du siehst es zu einseitig. Ich würde eher Angel zustimmen.

Du behauptest: "Werden Metalle nicht ausreichend ausgeschieden kommt es zu einer Körperdepotbildung."

Eigentlich logisch, oder? Auch wo viel ausgeschieden werden muß, ist auch der Anteil größer, der sich irgendwo ablagern könnte, wenn die Entgiftungsleistung des Organismus nicht optimal ist. Trotzdem werden nicht alle krank! Würden die Depots bei allen Menschen nur größer werden und nicht ausgeschieden, wären alle Menschen mit Sicherheit krank.

Du schreibst: "Metalle sind giftig"

Das ist nicht richtig! Eisen ist ein Metall und lebensnotwendig. Vielleicht kein Schwermetall. Aber Molybdän ist ein Schwermetall und hat eindeutige Aufgaben im Stoffwechsel. Vanadium, Chrom, Kobalt, Kupfer, Mangan, Zink genauso. Alles Schwermetalle und wichtig für den Körper.

http://www.onmeda.de/ernaehrung/naehrstofflexikon/spurenelemente/zink.html

Über Segen oder Fluch der Stoffe entscheidet

- die Dosis
- deren korrekte Verstoffwechselung
- deren Verhältnis untereinander, also zu anderen Elementen aus dem Periodensystem chemischer Elemente (Wirkungskette und Antagonisten).

Allein schon das eher harmlose Eisen, kann schwer krank machen, wenn es nicht richtig verarbeitet wird (Eisenspeicherkrankheit). Neben Probleme mit der Leber und zu hohem Ferritin-Blutwert, kann es genauso wie alle anderen Metalle oder Gifte zu den dubiosesten Beschwerden führen, z.B. Migräne, MS, etc.

Ein Zitat hierzu aus Wikipedia:

"Obwohl Eisen ein wichtiges Spurenelement für den Menschen ist, kann zu viel Eisen für den Körper toxisch, d.h. giftig sein. Zu große Mengen an Fe2+-Ionen reagieren mit Peroxiden, wobei freie Radikale entstehen. Im Normalzustand werden letztere durch körpereigene Prozesse kontrolliert.

Etwa ein Gramm Eisen verursacht bei einem zweijährigen Kind ernste Vergiftungserscheinungen, drei Gramm können bereits tödlich sein. Bei einem erwachsenen Mann treten ab ca. 2,5 Gramm Eisen im Blut ernstzunehmende Vergiftungserscheinungen auf. Lang andauernde Überversorgung mit Eisen führt zur Hämochromatose, einer Eisenspeicherkrankheit. Das Eisen reichert sich in der Leber an und führt dort zu Siderose (Ablagerung von Eisensalzen) und Organschäden. Daher sind Eisenpräparate nur bei Eisenmangel zu empfehlen. Allerdings nimmt der Körper bei Eisenüberversorgung dieses nicht mehr aus der Nahrung auf.[1] Da Eisen ein Übergangsmetall ist, kann es, vor allem in seiner zweiwertigen Form (Fe2+), durch ein Überangebot auch im Gehirn unter bestimmter Voraussetzungen zu neurodegenerativen Erkrankungen wie z.B. der Parkinson- oder auch der Alzheimer-Krankheit führen."


Du schreibst: "In unserer modernen Industrielandschaft mit ihrer globalen Umweltverschmutzung (Luft und Wasser) werden wir kontinuierlich mit Schadstoffen, auch Schwermetallen konfrontiert und chronisch kontaminiert."

Ja, sicher richtig und ernst zu nehmen. Doch das gilt nicht automatisch für alle Metalle gleichermaßen.

Ich gehe im Moment davon aus, daß besonders folgende Metallbelastungen in unserem Umfeld (in der westlichen Welt) zu hoch sein werden:

- Quecksilberbelastung (Nahrung, Amalgam)
- Aluminium (Nahrung, Wasser, Kosmetika)
- Cadmium (Verkehr)

Mit Einschränkungen:

- Blei (vor allem bis 80. Jahre)
- Palladium (eventuell, Katalysatoren)
- Titan (eventuell, Begleitstoffe)
- Zinn (eventuell, Amalgam, Verpackungen)
- Eisen (besonders dreiwertiges Eisen, bei Eisenspeicherkrankheit oder schlechter Verstoffwechselung/Kupfermangel)
- Mangan (nur bei schlechter Verstoffwechselung, siehe "Alzheimer")

Eher Mangelkandidaten sind:

- Zink
- Kalium (Leichtmetall)
- Gallium
- Bor
- Molybdän (auch Zahnsteinprophylaxe)
- Vanadium (auch Diabetesprophylaxe)
- Chrom (auch Diabetesprophylaxe)
- Mangan (je nachdem, z.B. Kryptopyrrolurie)
- Eisen (Immunstress, Übermäßigem Verlust durch Menstruation, Blutzellenverschleiß)
- Kobalt (nur bei Vitamin-B12-Mangel)

Die Entgiftungsleistung (auch das angesprochene Glutathionsystem) wird zudem unterstützt durch Zufuhr der Mangelelemente (keine Metalle?):

- Selen
- Magnesium
- Calcium (indirekt über Vitamin-D)
- Schwefel

Desweiteren ist noch ungeklärt, ob es noch mehr Metalle aus dem Periodensystem gibt, die vom Körper benötigt werden oder zumindest und unter Umständen einen Nutzen haben!!!

Auffallend bei der Betrachtung der chemischen Elemente ist, daß so ziemlich alle irgendwie eine Rolle spielen (Enzyme, Hormone, Bausteine von Zellen, etc.) oder nur indirekten Nutzen haben, sei es nur die Aufrechterhaltung des chemischen Gleichgewichts der Elemente untereinander (Antagonisten), antibiotische Wirkungen (Silber, Gold, Schwefel, Flour, etc.)

Naturvölkern, wie die Einwohner des Hochlands von Tibet, sagt man nach, daß diese auch deshalb relativ gesund steinalt werden, weil sie ihre Felder mit Gletscherwasser düngen. Das ist reich an allen Elementen der Urgesteine (jedoch ausgewogen). Und in den Bergen kommen bekanntlich auch Spuren von Silber und Gold vor.
 
Beitritt
08.10.06
Beiträge
946
Beethoven soll unter einer Bleivergiftung gelitten haben (siehe Haaranalyse/Symptome). Verschlimmert wurde das vermutlich noch durch bleihaltige Medikamente seiner Ärzte damals.

Trotz der furchtbaren Nebenwirkungen dieser Bleivergiftung war Beethoven bis zuletzt auffallend kreativ. So paradox es klingt, gerade das Blei könnte zu einer Leistungssteigerung beigetragen haben. Leider auch zu seiner Agressivität und Reizbarkeit.

Hab das in einer Doku im Fernsehen gesehen. Interviewt wurde auch ein Australier, der ebenfalls unter einer nachgewiesenen Bleivergiftung litt und ähnliche Symptome hatte. Leider ist das schon länger her und ich erinnere mich nicht mehr genau an die Details.
 

Horaz

in memoriam
Beitritt
05.10.06
Beiträge
4.016
Hallo Johannes,

nachdem ich Beiträge von dir indirekt auch schon einmal kritisiert habe, weil man vor lauter Bibelzitaten nicht mehr den einstmals angestrebten Zweck eines Threads erkennen konnte, so kann ich jetzt nur sagen, dieses Posting verrät hohe Kompetenz und deshalb Respekt für diesen Beitrag!

Gruss, Horaz
 
Beitritt
08.10.06
Beiträge
946
Silber hat vielen keimbelasteten Menschen spürbare Erleichterung gebracht. Hab das nicht nur auf einschlägigen Verkaufseiten gelesen. Das wurde mir auch schon so zugetragen.

Warnen möchte ich vor Kolloidalem Silber der alten Schule (chemisch hergestellt und hochdosiert = dunkelbraune Brühe). Die darin enthaltenen Silbersalze sind stark neurotoxisch und haben eine hohe Affinität zu Bindegewebe (lagern sich schnell ab). Leider durfte ich mit diesem "schlechten" auch schon Erfahrungen sammeln (äußerlich angewendet). Habe heute noch leichte Fibro im linken Arm deswegen.

Genauso beeindruckend war die antibiotische Wirkung. Sowohl vom "schlechten" als auch "guten" Silberwasser, bestehend aus reinem Silber (Ionenpartikel).

Trotz unangenehmer Erfahrungen mit hochdosierten Silbersalzen spreche ich mich für den Einsatz von Kolloidalem Silber aus (aus Elektrolyse, 5 - 10 ppm).

Jedoch würde ich von einer langfristigen Einnahme abraten. Alleine damit kann man nicht oder sehr selten heilen! Es ist nur ein Glied in der Kette. Zuviel Silber kann sich mit der Zeit genauso ablagern, wie jedes andere Element auch.

Die Argyrie entsteht aber erst nach einigen Monaten hochdosierter Einnahme oder Jahren niedrigdosierter Einnahme. Ist aber ernstzunehmen, wobei Senator Jones auch als Mitglied der Blue-Man-Group noch eine gute Figur geben würde:

http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/americas/2297471.stm
 
Beitritt
08.10.06
Beiträge
946
In den Raum stellen möchte ich noch folgende interessante Betrachtungsweise der Metalle Gold und Silber.

Silber ist symbolisch das Metall der "Nacht" und der "Mondes". Es hat möglicherweise eine Affinität zur linken Gehirnhälfte. Es steht für Leistungssteigerung und Antrieb und Sphäre. Auf das Immunsystem soll es abwehrstärkend wirken.

Symbolisch ist Gold ist das Metall der Sonne. Es hat möglicherweise eine Wirkung auf die rechte Gehirnhälfte. Es könnte für Emotion, Beweggründe, Objektivität und ganzheitliche Wahrnehmung stehen. Auf das Immunsystem soll es eine leicht immunsupressive, immunregulatorische Wirkung haben. Deshalb hat man es früher, aber auch noch heute, als Rheumamittel eingesetzt.

Eine schöne Beschreibung dieser eher abstrakten Bedeutung dieser Metalle findet sich hier:

www.traudl-walden.de/Traudi/artikel/astro_goldsilber.htm
 
Oben