Ionisator als "Wunder" gepriesen

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17.11.05
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Hallo Zusammen,

ich denke, dass das das Thema Ionisator hier ganz gut rein passt. Ein solche Geräte soll nämlich die Raumluft deutlich verbessern und so Gerüche, Dämpfe und andere unangenehme und zum Teil schädliche Teilchen in der Luft herausfiltern.

Wirkungsweise hbe ich noch nicht ganz nachvollziehen können, es soll aber so sein, dass die "schlechten" Teil seien elktrisch gelade und zwar positiv, man fügt also "gute" negativ-geladene Teilchen zu und die beiden zusammen neutralisieren sich. ICh habe leider nicht viel bisher darüber gefunden und erhoffe mir hier auf Leute zu treffen, die mir mehr sagen können oder vielleciht sogar ERfahrungen damit gemacht haben!? Folgendes habe ich gefunden:
"es werden riesige Mengen von negativen Ionen (bis 1 Million pro Kubikzentimeter) und geringe Mengen von Ozon (als Nebenprodukt, nur 0,04 - 0,05 ppm, innerhalb der Grenzwerte der WHO-, FDA- und OSHA-Standards) erzeugt. Es werden hierfür elektronische Bauteile und aus rostfreiem Stahl hergestellte, spitze Elektroden ("Nadeln"), eingesetzt. Die eingebauten elektrostatisch aufgeladenen Staubkollektor-Platten ziehen Partikel aus der Luft (Verunreinigungen, Allergene, Staub, usw.) an.
Fast alle schädlichen Partikel in der Luft sind elektrisch positiv geladen. Die vom Gerät erzeugten negativen Ionen setzen sich an die positiven Ionen fest, neutralisieren sie, indem sie diese schwerer und voluminöser machen, so dass sie nicht mehr in der Luft schweben und schädlich sein können.
Negative Ionen können nicht weiter als in dem Raum schweben, in dem sie erzeugt wurden, egal wie leistungsfähig das Gerät ist. Dieses ist dadurch zu erklären, dass sie nur ca. 30 Sekunden "leben" und sich im Raum aufgrund der natürlichen Strömung bewegen. Die Größe der Fläche, für die der Luftreiniger eingesetzt werden kann, ist verschieden und hängt gewöhnlich von dessen Größe und Leistungsfähigkeit ab.
Das als Nebenprodukt erzeugte Ozon oxydiert die schädlichen Partikel aus der Luft, geht dann wieder in reinen Sauerstoff über und erzeugt so aus schädlicher wieder reine Luft. Forschungen haben gezeigt, dass Ozon den Schimmel an den Wänden, Schuppen und Fäulnis reduziert. Durch Ozon wird das Auftreten von Schimmelpilz wesentlich gebremst. Ozon ist nämlich eines der reinsten und stärksten Oxydations- und keimtötenden Mittel."


Auf ein paar Werbeseiten war ich auch schon, doch dass da wenig Wahrheit steht, scheint logisch. Wenn jedoch dieses Teil so toll ist, wie angepriesen, dann könnte es auch viele Problem verbessern, z.B. die der Arlergiker, auch, wenn dies nicht eine Methode ist, wie sie auf diesen Seiten erwünscht ist, weil sie eben nicht die Ursache der Allergie angreift...

Im diesem Sinn: Mach ma gut, Bastian
 

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KimS

Hallo,

Ich hatte mich für eine Freundin schon mal vertieft in die Ionisator(lampe).
Dass es etwas tut, steht wohl fest. Dazu fand ich auch dass der Ionisator besser nicht auf bestimmten Oberflächen abgestellt werden sollten, denn die niedergeschlagene Partikel seien fast unmöglich zu entfernen.

Ich denke dass dazu der Preis von so ein Gerät und dass überhaupt nicht klar ist welche Gesundheitliche Nachteile auf Dauer daran kleben ein Grund sind weswegen es nicht viele gibt die Erfahrungen damit gemacht haben.

Es ist ja eigentlich auch wieder eine unnatürliche extra im Umfeld, dass werd wohl einige auch davon abhalten so ein Gerät zu Kaufen.

Liebe Grüsse,
Kim
 
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18.03.09
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Hallo. Meine Körper reagiert seit Kindheit stark auf Zigaretten Inhaltsstoffe, d.h. sobald Rauch im Raum ist schwillt mein Hals an und bekomme Atemnot und das Atmen tut Richtung Lunge auch weh. Dort wo ich wohne bin ich leider immer wieder leicht mit Rauch in Kontakt und dank meines Ionisators ist es für mich möglich dort zu wohnen. Sobald ich den mal vergesse anzuschalten spüre ich sofort mit dem Stechen in der Lunge, wenn Rauch wieder antrappt und sobald ich in den Korridor gehe, bestätigt es sich auch, dass Rauch in der Nähe ist. Also mir hilft der Ionisator sehr gut, doch denke ich, dass es verschiedene Apparate gibt, u. a. auch solche die nichts bringen weil sie wohl nicht wirklich Ionisatoren sind (solche billigen Apparate habe ich leider auch mal gekauft). Und die nützen dann wirklich auch nichts.
 
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12.12.09
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Hallo, ja manchmal kann man es einfach nicht vermeiden, mit Stoffen in Kontakt zu kommen gegen die man eigentlich allergisch ist. Mir geht es genauso mit Hausstaub. Da kann ich so viel putzen wie man will, der geht nicht weg. Der Ionisator hilft mir da auch sehr gut.
 
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24.10.05
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Das in Skandinavien eingeführte System der ständigen temperierten Zwangsbelüftung sämtlicher Wohnräume eines Hauses erscheint mir sinnvoller, indem der Luftaustausch ununterbrochen stattfindet. Da es nur mit erheblichem Aufwand möglich ist, bereits vorhandene Häuser auf Zwangsbelüftung umzustellen, habe ich hier im WC einen Abluftventilator für einen Rohrdurchmesser von 10 cm einbauen lassen, der in der Heizperiode von morgens bis abends durchläuft; dazu kommt in der Küche eine Dunstabzughaube mit 12 cm Rohrdurchmesser. Sofern sich in der Wohnung nur wenige Personen aufhalten, genügt dies für den Luftaustausch.

Alles Gute!

Gerold
 
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21.03.10
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Ylenya, du sprichst mir aus der Seele! Ich habe auch Probleme mit Tabak-Qualm. Wohl eine allergische Reaktion auf die ganzen Gifte in den Zigis, etwa gecrackte Ammoniumverbindungen und ähnlich Perfindes.

Man muss aber den (zumindest meinen) Ionisator, bzw. die Dreck-Kollektoren gemäss Anleitung regelmässig reinigen, sonst wirkt er nicht. (Was nimmst du da, Spühli?)

Was Hausstaub betrifft: meist ist man ja nicht gegen den Staubn allergisch, sondern gegen den Kot der Hausstaubmilben. Ich verwende dazu Neem-Azal, ein biologisches Insektizid auf Basis des Neembaumsamens, bekannt aus der vedischen Medizin. Es wird normalerweise auf Gemüse gesprüht, Biologisch zertifiziert, btw. In Wohnräumen hält die Wirkung etwa ein Jahr. Der Wirkstoff befindet sich auch in diversen Hautcremes und Beauty-Produkten. Bei Milben üblich ist die 2malige Anwendung, mit 8 Tagen Pause.

Neemazal kommt als Konzentrat inklusive Emulgator, man mischt es mit Wasser und kann es dann sprühen. Anders als Neemöl aus der Apotheke, ist NeemAzal weitestgehend geruchsneutral.

Aber zurück zum Thema. Mein Ionisator ist erst seit kurzem in Betrieb, und ich werde hier weiter gelegentlich von meinen Erfahrungen damit berichten.
 
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30.09.09
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Wegen Recherche zu dem selben Thema bin ich drauf gestossen, daß man drauf achten muß, daß das Gerät kein Ozon bildet. Sonst isses auch wieder nicht gut...
Ein Bauingenieur hat mir komplett von solchen Geräten abgeraten, ich werde aber auch mal eine Baubiologin noch fragen.
 
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21.03.10
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Tja, also heute weiss ich ein wenig mehr.
Stimmt, die geräte produzieren Ozon. Meines Wissens liegt das in der Natur des Ionisierens, es dürfte also bei allen Geräten der Fall sein. Aber was ist Ozon? Das ist o3, also ein instabiles Molekül aus 3 Sauerstoff-Atomen und sonst nichts. Das dritte Atom wird leicht abgespalten, ist reaktionsfreudig. Deswegen ist seine Wirkung auch korrosiv. Für den Menschen ist es nur dann schädlich, wenn es in einer Konzentration eingeatmet wird, das zu Irritationen der Lunge führt. Im Sommer gibt es vermutlich mehr natürliches Ozon im Raum, wenn man die Fenster öffnet, als durch den Ionisator.

Das gerät schafft durch die Ionisierung einen Ionenwind, der eine sehr feine Brise nach aussen bläst. Diese riecht leicht nach Chlor. Könnte daran liegen, dass ich frisch gewaschene Wäsche aufgehängt habe.

Das Gerät hat 3 Leistungsstufen. Es schaltet sich abwechselnd alle halbe Minute oder so an und aus mit einem Timer, bei hoher Stufe läuft es öfter als bei niedriger. Der Verbrauch ist jeweils ca. 9 Watt.

Eine etwas negative Auswirkung auf AKtivkohlefilter glaube ich ausgemacht zu haben, dieser bekommt einen etwas nach kalten Feuer bzw. Kohle riechenden Geruch. Das könnte am Ozon liegen welches den Aktivkohlefilter passiert und möglicherweise ungünstige Kohlenstoff-Verbindungen eingeht. Ist aber reine Spekulation.

Ich weiss nicht, wie sehr er tatsächlich die Luft reinigt, aber es sammelt sich jedenfalls regelmässig ein schwarzer Film auf dem Kollektor, den man relativ komfortabel mit einem feuchten Schwamm wegputzen kann.

Hat der Ionisator mein Leben gerettet? Allenfalls in Kombination mit den anderen Massnahmen. Wer es sich leisten kann, der sollte m.E: eher einen Altivkohlefilter in Betracht ziehen. Zwar ist der alle paar Monate, oder sogar alle paar Wochen zu wechseln, er ist aber bei frischer AKtivkohle enorm effektiv.

All diese Luftreiniger machen natürlich nur Sinn bei geschlossenen Fenstern. Während des Lüftens kann man sie abschalten, sollte sich aber auf Stosslüften beschränken.
 
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14.10.10
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Eine etwas negative Auswirkung auf AKtivkohlefilter glaube ich ausgemacht zu haben, dieser bekommt einen etwas nach kalten Feuer bzw. Kohle riechenden Geruch. Das könnte am Ozon liegen welches den Aktivkohlefilter passiert und möglicherweise ungünstige Kohlenstoff-Verbindungen eingeht. Ist aber reine Spekulation.
Der Geruch kommt von der Aktivkohle. Dies ist ein Naturprodukt und kann deshalb (am Anfang solche Gerüche entwickeln). Bei guten Filter ist das aber nur von kurzer Dauer.
Ionisation
Meiner Meinung nach ist Ionisation nicht ganz unproblematisch.
Bei der Ionisation werden einige Teilchen geladen und "kleben" dann an den anderen. Dies ist das gleiche Prinzip wie bei den Staubflusen am Boden. Durch die Ladung kleben diese Teilchen dann aber an der Wand/Boden/Lunge oder wo sie halt gerade sind.
Ich empfehle Ionisation nur in Kombination mit Filter.
Beispiel:
Blueair Luftreiniger: Luftreiniger für eine saubere Wohn- und Arbeitsraumluft
Oder Casadron Luftreiniger: Raucherräume & Raucherecken
Die Geladenen Teilchen werden dort durch Filter geschleust und bleiben deshalb bereits an den Filter kleben.

Der Blueair Luftreiniger produziert praktisch kein Ozon.

Aktivkohlefilter
Aktivkohlefilter bringen für Allergiker nicht viel. Diese holen vor allem Gase/Gerüche aus der Luft.
Für die meisten Allergien benötigt man Grobfilter und einen HEPA Filter. Diese filtern Feinstaub/Pollen etc. aus der Luft.
 
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14.10.10
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Habe gerade nochmals etwas gefunden, ist zwar eher ein kurzer Abriss über das Thema: www.subag-tech.ch/special/servicenavigation/news/news/?tx_ttnews
 
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