Information + Kommunikation

Wolfgang Jensen

Gesperrt
Themenstarter
Beitritt
16.03.06
Beiträge
822
Die Beiträge zum Thema Kommunikation (aus „Bücher“ – Daniel fragte) fasse ich heute zusammen in dem neuen Thema
Information und Kommunikation

WJ: Du fragtest nach Büchern, Du stelltest auch Fragen:
Welche Fehler machen wir am meisten? Wo beginnen die meisten Beziehungsprobleme, weil man nicht richtig kommuniziert? Und wie kann man das umgehen?
Deine Fragen beschreiben die Spitze des Eisbergs. Kommunikation ist lebenswichtig, Leben ist Kommunikation.
Meine These: jede emotionale und jede körperliche Störung beruht auch auf falscher/fehlender Kommunikation. Das betrifft sowohl die innere Kommunikation als auch die mit dem Anderen.
Hallo Alle!
Kommt das Thema hier in Schwung? Wer spricht mit seinem Körper? Wer hat Blockaden gefunden und sie wie aufgelöst? Fragen als Spitze eines Eisbergs.

Grufti: Hallo Wolfgang,
am letzten Wochenende habe ich einen Kurs in Jin Shin Jyutsu genommen. Ich weiss ja schon, dass ich mit meiner Frage hier möglicherweise am falschen Ort bin - aber trotzdem:
Bei dieser Methode legt jeder selber seine eigenen Hände für kürzere oder längere Zeit an verschieden Stellen seines Körpers auf (nach meiner Kenntnis waren diese Stellen vor allem Akupunkturpunkte). Die Wirkung war ganz erstaunlich obwohl mir das "Behandeln" der Akupunkturpunkte in anderen Zusammenhängen recht gut bekannt ist.
Jetzt kommts: Wer kommuniziert hier wie mit wem oder was?
Hoffe sehr, dass mir hier jemand eine Antwort geben kann. Oder kennt jemand ein Forum, wo ich diese Frage beantwortet bekomme? Grüße grufti

Dottore (antwortet auf WJ): wie wahr.... wir leben durch Kommunikation, sie ist ein wesentlicher Bestandteil unseres lebens.....
Stimme Wolfgangs These zu. Ich habe so einiges ausprobiert, besonders wg. meines Tinnitus.... kommt weder von den Nieren,noch durch meinen Amalgamkontakt, eher durch die Frequenzen der Bohrgeräte!

Die innnere Stimme, "wieder auf sich hören" "präsent sein"

nach verschiedenen Übergangsformen (Stellen nach hellinger u.ä.) setzte ich mich mit Kommunikationsübungen in einer Männergruppe auseinander. Der Moderator macht vieles über Gestalttherapie. Die Form ist doch egal. Für mich passt das eben! Es geht um einen geschützten rahmen und Reflaxionsmöglichkeiten auf einer für mich passenden Ebene. Und so alle 14 tage tut das meiner Seele und damit auch meinem Körper gut..... Einfach mal bearbeiten, was so in mir vorgeht!
Einen rahmen haben nur für das "Innenleben". Und das ist mindestens genauso wichtig wie die bearbeitung irgendwelches "außenauslösender" Krankheitsverursacher.
Gruß Christoph

Pius: Ich kann den altbewährten Thomas Gordon: "Familienkonferenz" und "Familienkonferenz in der Praxis" empfehlen.
Einfach und verständlich geschrieben. Auch als Taschenbücher.
Darin wird die "Ich-Botschaft" und das "aktive Zuhören" etc. beschrieben.

Uta: In der Theorie funktioniert das wunderbar. - Man muss sich nur darüber klar sein, daß es nur funktioniert, wenn alle Parteien bereits ind, sich auf die Ich-Botschaften und das aktive Zuhören einzulassen.
Spielt da jemand nicht mit, ist alles für die Katz. Dann muss man zu anderen Kommunikationsmitteln greifen und vor allem: man muss anfangen, selbst Lösungen zu finden und zu präsentieren. Das ist der Punkt, der mich an den Gordon'schen Anweisungen stört: die ganze Sache bleibt relativ passiv. Man spricht über die eigenen Empfindungen und Gefühle, aber man macht keine Lösungsvorschläge.
Oder hat sich da etwas verändert inwzwischen?

Pius: Was du sagst, Uta, erleichtert natürlich die Kommunikation.

Also Gordon hat da ja noch den zweiten Band publiziert: "Familienkonferenz in der Praxis".
Es gab natürlich Leute, die sich in etwa dachten: "Nun hab ich eine Methode meine Kinder da hin zu bringen, wo ICH will" und das musste natürlich scheitern.
Wenn meine Frau auf "aktives Zuhören" schaltet, wenn ich ein Problem äussere, bin ich sehr froh darum (auch wenn ich es merke, dass sie umgeschaltet hat), damit ich MEINE Gedanken weiter äussern kann, um so mehr Klarheit für mich zu finden.
Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn sogleich Rat-SCHLÄGE verteilt werden oder es in "Ich-auch-ismus" ausartet.

Ohne Kommunikation passiert gar nichts, ohne Resonanz von Sender und Empfänger helfen die besten Informationen nichts – das ist mein Grundgedanke.

Nachdem ich mich etwas intensiver mit Streß beschäftigte, möchte ich ein Beispiel nennen:

Mensch beschließt, seinem Körper durch Entgiftung zu helfen. Die Absicht zu helfen entsteht in seiner Ratio: das ist vernünftig. Dort bleibt die positive Information auch. Was der Körper erlebt ist dagegen negativ, eine erhöhte Belastung der Organe: Streß oder Schock entstehen.

Wenn ich einer Pflanze einen Trieb abschneide, spreche ich mit ihr über die Notwendigkeit. Erklärungen über notwendige Eingriffe sollen schon manchen Konflikt entschärft haben.

Viel Erfolg mit diesem Thema wünscht WJ
 
Oben