Hit oder Psyche oder ?

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Guten Tag,

ich leide seit mittlerweile 5 Jahren an einer sehr häufigen Übelkeit/diffuser Schwindel.

Symptome: Unwohlsein, Übelkeit, Brechreiz, teilw. leichte Kopfschmerzen, teilw. verstärkt durch Augenbewegung, allgemein fühlt sich mein Kopf sehr "unnormal" und "blockiert" an, während ich in der Magengegend idr. keine klaren Beschwerden habe.
Wenn man erbricht, werden die Beschwerden kurzzeitig besser, als wäre der Körper zufrieden.
Auffällig ist noch, dass ich abends, nachdem ich Ruhe gefunden habe, keine Beschwerden mehr habe. Auch morgens, egal wie lange ich (wach) im Bett liege keine beschwerden

Erst nach dem Aufstehen und idr. essen beginnt das alles von vorne. Es gibt bessere und schlechtere Tage.

Nebenher habe ich auch klare Magenprobleme, die sich vor allem in Reflux und Sodbrennen äußern.
Auch Herzrasen kann nach dem Essen und insb. nach Alkohol auftreten.

Leider lässt sich das Ganze schwer beschreiben, man würde wohl von diffusem Schwindel und/oder Übelkeit sprechen.
Ich persönlich kannte das Gefühl vorher schon in folgenden Situationen: Kater (Alkohol), Seekrankheit, Motion Sickness (VR Brille), Lebensmittelvergiftung

Ich habe eine große Diagnostik hinter mir (Kardiologe, MRT Kopf, Neurologe, Internisten uvm.). Eine Ursache konnte nie gefunden werden, wobei schon zu Beginn psychische Ursachen vermutet wurden.

Die "Krankheit" begann nämlich spontan mit dem Tod eines Angehörigen. Davor war ich immer kerngesund, seit dem habe ich sogut wie jeden Tag o.g. Beschwerden.

Auch habe ich viele psychische Konflikte, die ich nach und nach aufarbeiten möchte. Allerdings treten die Beschwerden auch an sehr guten / glücklichen Tagen auf.

Ein Gastroentrologe vermutete, dass eine HIT dahinterstecken könnte. Wie realistisch ist das einzustufen?

Dazu habe ich vorallem folgende Fragen:

1. Könnte eine HIT von heute auf morgen nach psychischem Ereignis auftreten bzw. sich klinisch derart spontan verschlimmern?

2. Passen die Symptome?

3. Könnte man auch HIT Symptome am Tag danach OHNE Nahrungsaufnahme oder durch histaminarme Nahrung wie Haferflocken/Milch entwickeln?

4. Lohnt es sich eine Eliminationsdiät einzuleiten? Insb. interessant, ob eben auch Symptome ohne klare histaminreiche Nahrungsaufnahme auftreten können (durch quasi zu hohen Grundspiegel), sonst kann ich eine HIT ja bereits aussschließen.
 
wundermittel

ory

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Hallo Sepp,

herzlich Willkommen bei uns :wave:

Könnte eine HIT von heute auf morgen nach psychischem Ereignis auftreten bzw. sich klinisch derart spontan verschlimmern?
Die "Krankheit" begann nämlich spontan mit dem Tod eines Angehörigen.
Auch habe ich viele psychische Konflikte, die ich nach und nach aufarbeiten möchte. Allerdings treten die Beschwerden auch an sehr guten / glücklichen Tagen auf.
schau mal hier;
Psychische Faktoren
Histaminsymptome können unter anderem auch psycho*soma*tisch ausgelöst werden. Das periphere Nerven*system kann bei starker Erregung Histamin aus benach*barten Mastzellen freisetzen. Emotio*nale Erregung (Stress, Ängste, Nervosität etc.) ist somit einer der Trigger*faktoren, die Mastzellen zur Aus*schüttung von Mediatoren anregen und Symptome auslösen können.
https://www.histaminintoleranz.ch/de/histaminose_ursachen-ueberblick.html#psyche

Ich wünsche dir, das deine Fragen einen regen Austausch auslösen.

Gruß ory
 
regulat-pro-immune
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Hallo Sepp,

Du scheinst einerseits eine HIT zu haben (4 von 5 Symptomen würden passen) u. andererseits ein Problem mit der Leber zu habe (3 unspezifische Symptome Bsp. Unverträglichkeit von Fett u.o. Alkohol ).

Eine HIT kann u.a. als Ursache Vitalstoffmängel, Medikamente oder Probleme mit dem Enzym Diaminoxidase (DAO) haben. DAO wird in dem Zellen der Darmschleimhaut gebildet. Wenn Du jetzt Bsp. Deinen Kummer in Alkohol ertränkt hast, können daraus Darmprobleme entstehen bzw. kann Dein Mikrobiom geschädigt werden. Möglicherweise leidet auch Deine Leber.

Dein Mikrobiom kann auch durch Medikamente, Einseitige Ernährung, Fluoride, Fructose (industriell), Getreidelastige Ernährung, Lebensmittel-Zusatzstoffe, Stress, Zucker und Fett, zu viel Salz u.a. geschädigt werden.

Alles Gute
 
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Hallo sepp,

hast Du vor Beginn dieser Symptome einen Unfall gehabt, bei dem auch die Wirbelsäule betroffen war?
Ist an Deinen Zähnen etwas verändert worden (Krone, Extraktion, Füllung ...)?

https://www.dr-gumpert.de/html/hws_syndrom_uebelkeit.html

Von der körperlichen Behandlung her würde ich mir einen guten OsteopathIn suchen oder auch einen guten Cranio-Sacral-TherapeutIn.
Was nicht heißt, daß nicht auch die Suche nach Allergien und/oder Intoleranzen betrieben werden sollte.

Grüsse,
Oregano
 
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Hallo, danke für eure bisherigen Antworten.

@docwho: Welches Symptom würde denn nicht passen?
@Oregano: Weder noch, nein. Der spontane Beginn und das Erbrechen lassen mich auch eine klare Ursache im Magen bzw. der Ernährung vermuten. Ein Orthopäde hat jedoch damals auch keinen Befund finden können.

Einen wichtigen Faktor hatte ich vergessen zu erwähnen:
- Verdauung funktioniert bei mir sehr langsam - teilw. nach 6 Stunden noch unverdauter Mageninhalt
- Ich neige zum ständigen Erbrechen, sodass ich quasi diesen Reiz oft unterdrücken muss
- Alle Faktoren sind meinem Gastroentrologen bekannt, seine Empfehlung war Abklärung auf Unverträglichkeit und eben Ernährungsumstellung

Ich fasse ansonsten nochmal zusammen:
- Leitsymptom ist eine täglich präsente Übelkeit (oder Schwindel?). Ich empfinde es als ständigen Brechreiz, wobei dieser bei den gesamten Körper betrifft und nicht nur im Magen (wenn das bei anderen so sein sollte).
Schwindel im klassischen Sinn von Schwank- oder Drehbewegungen habe ich absolut nicht.
- Beschwerden bessern sich idr. durch Erbrechen
- Beschwerden klingen Abends ab. Nachts/morgens im Bett keinerlei Beschwerden
- Beginn 12h nach Todesfall in Familie (allerdings das Aufstoßen/Erbrechen schon davor, jedoch ohne ständige Übelkeit)


Was mich nun bzgl. HIT verunsichert sind folgende Fragen:

- ist so ein plötzlicher Übelkeitseinsatz möglich?
- ich hatte gestern nach dem Essen (Reis, Brokkoli, Eistee light) ebenfalls starke Beschwerden, obwohl diese histaminarm sein sollten
- ich habe manchmal auch ohne zu essen leichte(!) Beschwerden


Lässt sich das mit HIT in Einklang bringen?

Mein Plan ist jetzt für 2 Wochen eine Ausschlussdiät zu machen, ich werde nur Karotten/Kartoffel Stampf und Basmatireis essen. Kann ich nach 2 Wochen eine sichere Diagnose stellen?
Ab wann müssten etwa die Beschwerden deutlich besser bzw. weg sein?


Danke und Grüße

Sepp
 
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- ist so ein plötzlicher Übelkeitseinsatz möglich?
- ich hatte gestern nach dem Essen (Reis, Brokkoli, Eistee light) ebenfalls starke Beschwerden, obwohl diese histaminarm sein sollten
- ich habe manchmal auch ohne zu essen leichte(!) Beschwerden


Lässt sich das mit HIT in Einklang bringen?


das ist bei mcas möglich (eistee wäre aber auch bei hi nicht gut) , s. beitrag 3 , da sind auch links mit infos

basmatireis kann auch uv sein (heller bio-milchreis ohne milch ist oft besser). bei passender auslaßdiät sind beschwerden nach wenigen tagen besser, wenn nicht sollte man eine andere nm-kombi probieren. oder es triggern andere sachen (s. links in beitrag 3).


lg
sunny
 
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Hallo Sepp,

ich muss meine Daten zu HIT anpassen.
Unverträglichkeit von Alkohol (Bsp. Rotwein) könnte auch ein HIT-Symptom sein, dann wären es 5 von 5 Symptomen - es gibt über 36 HIT-Symptome.

Gruss, docwho
 
regulat-pro-immune
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5 von 5 Symptomen - es gibt über 36 HIT-Symptome.
Es gibt noch viel mehr HIT-Symptome, und ich nehme stark an, daß ein Teil der Symptome gar nicht der HIT/Mastozytse zugeordnet werden, weil sie spät auftreten und man den Zusammenhang zu einem Lebensmittel gar nicht mehr sieht.

Was auch unbedingt abgeklärt werden sollte, sind IgE-vermittelte Allergien, bei denen auch Histamin ausgeschüttet wird, die aber auf einem anderen Weg ablaufen (DAO, HNMT u.a.). Und dazu sollten sowieso die anderen Intoleranzen soweit wie möglich abgeklärt werden.

https://www.histaminintoleranz.ch/de/symptome.html


Wo nimmst Du denn nur immer diese Aussagen "5 von 5 Symptomen" her, :) docwho?

Grüsse,
Oregano
 
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ory

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Hallo Sepp,
Auch habe ich viele psychische Konflikte, die ich nach und nach aufarbeiten möchte.
Unabhängig von einer eventuellen HIT würde das „aufarbeiten psychischer Konflikte“ sicherlich hilfreich sein.
Bei entsprechend veranlagten Personen könnte die psychosomatische Komponente durchaus die Hauptquelle einer HIT darstellen.
Wenn man erbricht, werden die Beschwerden kurzzeitig besser, als wäre der Körper zufrieden.
In schwierigen Lebenssituationen gibt es (kennt fast jeder) das Gefühl das, dass "Fass" zum Überlaufen voll ist…..(wäre zb. eine mögliche Quelle deiner Übelkeit und dein befreites Gefühl nach dem erbrechen.)
Allerdings sollte auch daran gedacht werden, das eine durch Stress erzeugte Histaminose keine psychische Erkrankung, sondern eine den ganzen Körper betreffende Stoffwechselstörung ist.
Ich habe eine große Diagnostik hinter mir (Kardiologe, MRT Kopf, Neurologe, Internisten uvm.). Eine Ursache konnte nie gefunden werden, wobei schon zu Beginn psychische Ursachen vermutet wurden.
Es ist wirklich unbegreiflich, dass immer noch viele Ärzte aus Unverständnis Patienten mit einer histaminvermittelten Symptomatik als psychisch krank abstempeln und ihnen die ärztliche Hilfe verweigert wird.
Meist wird schlicht und einfach nicht daran gedacht, eine Histaminose differentialdiagnostisch in Betracht zu ziehen.

Gruß ory
 
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für oregano: Wenn jemand seine 5 Symptome beschreibt, ich sie mit HIT-Symptomen vergleiche und alle übereinstimmen, dann sind das - für mich - 5 von 5 Symptomen. Mir ist dabei jedoch klar, dass diese 5 Symptome u.U. auch noch anderer Ursachen haben können.
Gruss, docwho
 
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Guten Tag,

dass bei mir eine psychosomatische Komponente besteht bzw. das Ganze so ausgelöst wurde, steht ja zweifelsfrei fest. Die Frage ist eben, ob es NUR psychisch ist oder es eben eine HIT (oder was anderes?) gibt.

Ich muss die Ärzte damals etwas in Schutz nehmen, da ich ein paar Tage nach der Übelkeit durch Panikmache wirklich starke Panikattacken bzgl. meiner Gesundheit hatte und dann die Übelkeit eher als Symptom der Panikstörung gewertet wurde.
Die Panik ist lange weg, die ursprüngliche Übelkeit aber gelieben.
Heute wird das Ganze auf Reizmagen oä geschoben. Jedenfalls war diese Übelkeit von heute auf morgen nach dem Tod einer Angehörigen da. Das lässt eine psychische Auslösung sehr wahrscheinlich erscheinen.

Trotzdem kann sich das Ganze ja als HIT äußern. Ich schaue mal wie es mir nach ein paar Tagen Ausschlußdiät geht.

Wäre für euch noch etwas anderes vorstellbar?

Auch wenn OT: Wenn es nur psychisch sein sollte, wie könnte man es behandeln?
Ich habe ja bereits eine VT hinter mir, letztendlich hat der Psychologe mir nochmal alle Auslöser für Panik erklärt, die Panik ist mit der Zeit auch verschwunden, aber die Übelkeit war nie weg gewesen. Was hätte man hier psychologisch mehr machen können? Ich war mit der Therapiequalität damals allerdings auch wenig zufrieden.

Wir hatten uns geeinigt, sämtliche Untersuchungen und Ängste zu "vergessen" und einfach an meinen Grundproblemen zu arbeiten. Das hat Zeitweise auch ganz gut funktioniert, allerdings konnte ich ebendiese Grundprobleme bis heute nicht lösen und auch die Übelkeit ist immer ein Begleiter (mal mehr mal weniger) gewesen.
 

ory

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Hallo Sepp,
dass bei mir eine psychosomatische Komponente besteht bzw. das Ganze so ausgelöst wurde, steht ja zweifelsfrei fest. Die Frage ist eben, ob es NUR psychisch ist oder es eben eine HIT (oder was anderes?) gibt.
Eine durch psychischer/seelischer sowie auch körperlicher Stress erzeugte "Histaminose" ist keine psychische Erkrankung, sondern eine den ganzen Körper betreffende Stoffwechselstörung.

Trotzdem kann sich das Ganze ja als HIT äußern
Ja, eine psychosomatische Komponente kann sich in eine Histaminose zeigen.

Wenn es nur psychisch sein sollte, wie könnte man es behandeln?
Wenn ein seelisch-körperlicher Zusammenhang besteht, sollte beides behandelt werden, die Verarbeitung der Trauer, sowie die "eventuelle" erworbene HIT.

Info Psychosomatische Erkrankungen - Mag. Karin Steiner, Psychotherapeutin

Gruß ory
 
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regulat-pro-immune
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10.09.18
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Moin Sepp,

wie es leider immer so ist, können Deine Probleme viele Auslöser haben. Allerdings würden sie durchaus auch zum MCAS (Mastzellaktivierungssyndrom) passen.

Bei mir (MCAS) ist zum Beispiel auch gerade emotionaler Stress einer der schlimmsten Trigger. Mittlerweile habe ich seit ungefähr 7 Jahren kontinuierlich Probleme – richtig los (mit quasi der kompletten Bandbreite an Symptomen) ging es seinerzeit aufgrund einer Trennung, die mich sehr mitgenommen hat. Seinerzeit dachte ich auch erst, es wäre psychosomatisch, hatte ich doch Schlafstörungen, Panikattacken und all solche Sachen, die man gerne mal auf die Psyche schiebt. (wobei das eigentlich auch nicht passte, weil die ersten Probleme schon aufgetaucht waren, als ich die Frau noch gar nicht kannte...) Auch heute plagen mich gewisse psychische Beeinträchtigungen – Antriebslosigkeit, andauernde Müdigkeit etc. usw.

Wenn ich aber mein Leben zurückverfolge, hatte ich immer schon ab und zu solche Anfälle, die aber meistens nach wenigen Tagen bis maximal ein paar Wochen wieder (fast) verschwanden – immer wieder durch Stress verursacht. Gerade auch Ende letzten Jahres wieder durch eine schwere Erkrankung in der Familie – sofortige Reaktion über den Verdauungstrakt und anschließend ging es mir zwei Wochen lang noch mieser als es ohnehin schon ständig der Fall ist.

Selbst als bei mir dann irgendwann feststand, dass es eben nicht die Psyche ist, habe ich mich oft gefragt, ob ich nicht vielleicht einfach doch nur eine Macke habe, wenn ich mal wieder so einen Tag hatte, bei dem es mir einfach nur beschissen ging, ich einfach gar nichts mehr machen konnte, aber diesen Zustand kaum definieren konnte. Aber von dem Trip holt mich mein Doc dann immer ganz schnell wieder runter.

Aber auch bei Nahrungs- und Genussmitteln ist meine Toleranzgrenze mittlerweile sehr gering. Alkohol geht so gut wie gar nicht mehr und bei der allgemeinen Ernährung muss ich extrem vorsichtig sein. Wobei – und das ist jetzt wohl wichtig - die Verträglichkeit durchaus extremen Schwankungen unterliegen kann. Es ist durchaus möglich, dass Du heute etwas überhaupt nicht verträgst, Dir das gleiche Lebensmittel aber morgen so gut wie gar keine Probleme bereitet. Es spielen bei solchen Erkrankungen sehr viele Faktoren zusammen, die sich eben gegenseitig beeinflussen.

Und ja, es kann durchaus auch mal passieren, dass eigentlich verträgliche Lebensmittel den Körper zum Ausflippen bringen. Mir ist das gerade heute Morgen passiert. Es ist mein erster Arbeitstag nach einer Woche Urlaub und ich habe letzte Nacht so gut wie nicht geschlafen und ich war schon beim Aufstehen vollkommen fertig (das alles kann schon triggern). Heute Morgen ganz normal mein Müsli gefrühstückt, das ich seit ungefähr 4 Jahren jeden Tag immer zu mir nehme und es normalerweise klaglos vertrage – kaum fünf Minuten später merkte ich extremen Druck im Magen und fühlte mich noch elender als es ohnehin schon der Fall war – beim Zähneputzen kam’s mir dann hoch. Ich kenne das, habe es aber sehr, sehr selten – und eben immer dann, wenn es mir insgesamt schon noch ein bisschen schlechter als normal geht.
Lass das mal testen! (Diaminoxidase im Blut, Histamin im Stuhl, Methyhistamin im Sammelurin – die Werte haben dann schon eine gewisse Aussagefähigkeit)

Und – wenn es mehr als nur eine HIT sein sollte, hilft Dir unter Umständen auch eine Auslassdiät nur wenig bis gar nichts. Ich habe das damals auch mal auf eigene Faust versucht, als ich selber gedanklich beim Histamin angekommen war. Gebracht hat das wenig – wobei mir recht schnell klar war, dass ich eben schon irgendwie auf Histamin reagiere – aber das ist, wie ich mittlerweile weiß, eben nur ein kleiner Teil des großen Ganzen.

Gruß

Vertigo
 
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22.04.19
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1. Könnte eine HIT von heute auf morgen nach psychischem Ereignis auftreten bzw. sich klinisch derart spontan verschlimmern?

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass psychische Belastung und Histaminintoleranz mMn sehr wohl einen Zusammenhang haben können. Bei mir gings auch so richtig los, als ich in einer Ausnahmesituation gesteckt bin. Zu Beginn waren die Symptome nicht sehr auffällig, oder schlimm, aber sie wurden mit der Zeit immer mehr und stärker.

2. Passen die Symptome?

Es gibt so viele verschiedene Symptome und bei vielen sind sie unterschiedlich stark ausgeprägt. Ich finde interessant, dass du beschreibst es tritt nach dem Essen auf. Übelkeit, Herzrasen und Schwindel sind in der Symptomliste vertreten, soweit ich weiß. Außerdem sagst du ja, dass du alle anderen Wege schon durchleuchtet hast und keine Probleme feststellbar sind.


3. Könnte man auch HIT Symptome am Tag danach OHNE Nahrungsaufnahme oder durch histaminarme Nahrung wie Haferflocken/Milch entwickeln?

Gute Frage, ich kann dir nur sagen, dass ich Symptome entwickle, wenn ich unter starken Stress und Druck stehe, auch wenn ich mich zurückhalte. Meine Erfahrung ist, dass starker Stress bei mir nur bestimmte Symptome auslöst, in meinem Fall Ausschlag und Bauchschmerzen. Wenn ich etwas histaminhaltiges esse kommen noch andere Symptome dazu, wie Herzrasen, oder Kopfschmerzen.

4. Lohnt es sich eine Eliminationsdiät einzuleiten? Insb. interessant, ob eben auch Symptome ohne klare histaminreiche Nahrungsaufnahme auftreten können (durch quasi zu hohen Grundspiegel), sonst kann ich eine HIT ja bereits aussschließen.

Ich würde es auf jeden Fall probieren. Vielleicht kannst du vorher schon einige starke Trigger weglassen und schauen ob sich etwas bessert, beispielsweise Alkohol. Sind zwar etwas individuell, aber das könnte man durch die Diät auch herausfinden. Ich hab mittlerweile eine bessere Lebensqualität, dadurch, dass ich die nur die starken Trigger weglasse, auch ohne extreme Diät, obwohl die in Planung ist.
 
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12.10.18
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Gute Frage, ich kann dir nur sagen, dass ich Symptome entwickle, wenn ich unter starken Stress und Druck stehe, auch wenn ich mich zurückhalte.

das tritt auch auf, wenn man nicht nur eine hi hat, sondern ein mcas, das häufiger ist als es die ärzte wissen.

dabei triggern nicht nur nahrungsmittel, sondern auch etliche andere sachen, u.a. auch streß.

s. beitrag 3 , da sind auch links mit infos, triggerliste usw usw


lg
sunny
 
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