HIT - oder eher Histaminüberlastung ...

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Moin Zusammen,

eine "klassische Histamin Intoleranz" wurde bei mir nach einem Test mit "normalen" DAO (16.8) und Tryptase (9.5) Werten ausgeschlossen.
Leider wurde kein Histamin getestet.

Ironischerweise wurde am Tag der Blutabnahme (danach leider...) auch wieder ein "pricktest" gemacht. Reaktionen nach ca 15 Minuten wurden notiert, danach sollte ich noch im Wartezimmer auf ein Gespräch mit der Ärztin warten. Nach weiteren 15 minuten (30 min. nach dem Pricktest!) wurden die Quaddeln immer heftiger, ein Migräneanfall begann, Herzrasen, Flush, Kreislaufprobleme wurden deutlicher und sehr heftig....zu dem Gespräch kam es dann nicht mehr, weil ich es dort nicht mehr aushalten konnte.

Tage danach hatte ich massive Probleme mit Migräne-Anfällen, Kreislauf (Blutdruck enorm hoch - untypisch aber kein kontraindiz) machte Probleme, die Quaddeln gingen trotz vermehrter Antihistaminikaeinnahme nicht weg, ich war nur noch müde und schlief fast doppelt soviel wie normal...

Nachdem ich dann den Versuch mit Pellind wagte wurde es langsam aber beständig innerhalb von einigen Tagen besser und nach knapp 10 Tagen waren bis auf die Verschorfungen der im schlaf aufgekratzten Quaddeln alle Symptome weg - aber ich hab ja "keine Histamin Intoleranz" :confused:

Allergien habe ich seit etwas über 10 Jahren. Angefangen hatte es mit allergischem Asthma wegen Schimmelpilzen - nach ca 3 Jahren kam der Heuschnupfen wegen diverser Pollen dazu, weitere 3 Jahre später noch Hautreaktive Allergische Reaktionen auf Katze, Nickel und seit ca 1 Jahr auch noch Perubalsam....
Magen & Darm bezogene Probleme hab ich seit ca 4 Jahren erst nur Sodbrennen mit der Diagnose "Hiatushernie" bekomme seitdem auch Omeprazol.... Darmbezogen gibts seit ca 2 1/2 Jahren Reizdarmdiagnose und seit ca 1 Jahr noch eine "Hyperperistaltik des Dünndarms" (sprich der Dünndarm verweigert jegliche Mitarbeit)... mit "chronischen Durchfällen" sowie "dauerblähungen unterschiedlicher Ausprägung" sollte ich gefälligst "zu leben lernen" (natürlich allein, ist ja einfach)...naja und die IgE-Nahrungsmittel müsste ich zwar eigentlich meiden aber ist ja "nur" Cap 1 oder 2 - da ist das auch nicht schlimm wenn ich es nicht meiden kann... wobei diese Werte nur unter regelmäßiger (teilweise enorm hoher!) Einnahme von Antishistaminika gemessen wurden.

Soviel zu dem Bereich des Jammerns.

Aktuell steht mir der Sinn nach KÄMPFEN!
Deshalb möcht ich hier einige Fragen stellen:
1. Wie kann ich durchsetzen das die Histaminwerte gemessen werden?
2. Wie finde ich einen Arzt der alle allergischen Symptome koordiniert und idealerweise auch behandelt?
3. Wie mache ich einem "allergologen" klar, das ich genug "Fachwissen über Histamin und was damit zusammenhängt" angelesen habe, um Fachlich über die Fakten, Diagnosen, Behandlungsmethoden und Tests mit ihm/ihr reden zu können?
4. Wo finde ich Hilfe bei dem Umgang mit den Nahrungsmittel allergien und unverträglickeiten - insbesondere in Bezug auf grundsätzliche Ernährungsfragen wie auch in Bezug auf "Mehrbedarf für kostenaufwendigere Ernährung" ?

Über jede Antwort, auch nur zu einem dieser Themen würd ich mich sehr freuen :)

Liebe Grüße,
Cailly
 
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14.09.06
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Hi Cailly,

ich kenne das alles was du schreibst! Ich war z.B. in der Charité in Berlin, dort hatte man mich auch solch einen standardisierten Pricktest unterzogen. Bereits zu diesem Zeitpunkt wusste ich schon, dass ich eine HIT habe. Habe mir selber alles mühsam rausgesucht, durch Selbsterfahrung selber alles bestätigt, mich durch die gesamte sehr rare Literatur zu diesem Thema hindurchgearbeitet usw. Ich hatte nur beim Histamin eine Reaktion, allerdings ebenso wie du, eine ziemlich heftige. Danach, nach der "sehr ausführlichen Anamnese" (in der ich alles sagte, was einem Arzt sofort den Verdacht auf HIT bringen lassen müsste) wurde ich erstmal mit einer dreiwöchigen Diät abgespeist, bei der ich schon beim Lesen wusste, dass ich da fast nix von vertrage. Gut, lange Rede kurzer Sinn, danach hatte die Ärztin den Verdacht, dass ich eine Fructose-Intoleranz habe. Das war mir zu blöd und ich bin dann gegangen. Bisher habe ich keinen einzigen Arzt gefunden, der sich erstens: mit dem Thema auskennt, zweitens: einen zuhört, drittens: einen Ernst nimmt, viertens: Tests macht, die einen weiterbringen könnten, fünftens: der einen leumündigen, mitdenkenden Patienten erträgt. Diese Gattung Arzt gibt es nicht, zumindest nicht sehr häufig oder besser gesagt sehr selten. Ich kann dir nur den Rat geben, dich genau zu beobachten, alles andere, was eventuell auch eine HIT bedingen könnte (Morbus Crohn, Candida, Zölliakie ect) auszuschließen und dann je nachdem versuchen dein Leben wieder langsam aber sicher in den Griff zu kriegen, und das, glaube mir, geht nur ohne die Götter in Weiß und ohne Medikamente.

Andere Möglichkeit: Sehr viel Geld verdienen, in eine sehr gute private Krankenkasse wechseln, den besten Arzt weit und breit suchen (ist dann gar nicht mehr schwer) und dem lieben Doktor sagen, was du haben willst, welche Tests und Untersuchungen, er wird alles tun, nur um dein Wohlgefallen zu bekommen.

Alles Liebe,
Marlon
 

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@ Marlon: Was ist ein "standardisierter Histamintest"? Wie seiht der aus?
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

@ Cailly: Was ist denn bei Dir mit Prick-Test alles getestet worden? Der Pricktest sagt ja über eine Histaminintoleranz nichts aus, abgesehen von dem einen Prick, mit dem Histamin eingeritzt wird, damit man sieht, ob der Patient überhaupt reagiert. Diese Quaddel reagiert bei allen Leuten heftig.
Der Prick-Test auf Lebensmittel scheint ein Muss für die Allergologen oder auch Kliniken zu sein, bevor an die HIT gegangen wird.

1. Mein Wissensstand ist im Augenblick, daß eine Testung auf HIT in Allergologischen Kliniken per Provokation gemacht wird. Das ist wahrscheinlich genau das, was Marlon hinter sich hat.

2. Ich fürchte, diesen Arzt gibt es nicht oder kaum. Am besten liest man sich selbst ins Thema ein, auch in die möglichen Ursachen der HIT. Und da steht meiner Meinung nach die Schwermetallbelastung ganz oben.
- Gerz: Histamin-Intoleranz und orthomolekulare Medizin: Bedeutung der Vitamine B6 und C sowie von Kupfer und Zink

- Gerz: Histamin und AK – Neue Erkenntnisse
- Gerz: Patienteninformationen zur Histaminintoleranz
APPLIED KINESIOLOGY SEMINARS EUROPE

3. Vielleicht ist es besser, wenn Du Dir selbst klar machst, daß Du mit einer vermuteten HIT selbst fertig werden musst. Pellind kennst Du ja schon, Antihistaminika auch. Kennst Du das Buch von Jarisch ?
Bücher von Amazon
ISBN: 3131053828
Ich finde, das ist wirklich sehr ausführlich.
Wenn Ursachen wie Amalgamfüllungen oder Wohngifte da sind, wäre das ein Ansatzpunkt. Aber auch da mußt Du zuerst selbst aktiv werden. Dazu gibt es hier schon Threads und wikis.

4. Diese Hilfe findest Du am ehesten bei guten Ernährungsberatern (Ökotrophologen). Am besten erst einmal die Krankenkasse anrufen, ob die jemand nennen können. Ein gutes Forum für alle Fragen in der Richtung ist LIbase.de - Der Treffpunkt für Betroffene der Laktoseintoleranz & Nahrungsmittelunverträglichkeiten! Aber die Durchführung und weiteres Nachdenken über Ursachen bleiben weiter bei Dir. Es gibt sicherlich ein paar gute Applied-Kinesiology-Therapeuten oder Kinesiologen mit der Ausbildung bei Klinghardt, die da ein Stück weiterhelfen können, ebenso wie ein paar Heilpraktiker. Aber um die eigene Initiative und Information kommt man nicht herum.

Der "Mehrbedarf" dürfte , falls es hier um einen Antrag um mehr finanzielle Unterstützung geht ( in welchem Land lebst Du?) irgendwie über die Kassen laufen, aber da kenne ich mich nicht aus.

Alles Gute,
Uta
 
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Hallo Ihr Beiden,
erstmal lieben Dank für eure Antworten.

@Marlon:
diese Atemtests hab ich alle hinter mir - nix, alle werte optimal.
Candida - Pilze im Darm & Disbiose (Aerobe Darmflora) sind nachgewiesen - mehr aber auch nicht, ich wüßt auch net wie ich da irgendwas dran ändern sollte, die Candida sind mehrfach mit verschiedenen Medikamenten behandelt worden und kamen jedesmal innerhalb kürzester Zeit wieder.... Darmsanierung mit den fehlenden Bakterien ist finanziell nicht möglich für mich.
Die HIT ist bei mir eindeutig auf "überlastung mit Histamin" durch diverse allergien zurück zu Führen - leider kann ich aber auch bisher nichts davon Meiden - Pollen kann man gar nicht vermeiden, die Nahrungsmittel weglassen geht auch nicht, gerade mal Katzen und Schimmelpilze kann ich weitestgehend vermeiden.
Ärztliche Unterstützung brauch ich zwangsläufig da ich ohne diese eben nichts an meiner aktuellen Belastung ändern kann - Ernährung ginge nur mit angemessenem Mehrbedarf für Kostenaufwendige Ernährung bei Arge/Sozialamt (je nachdem wer demnächst noch für mich zuständig ist wegen dauer AU).

@ Uta:
ich leb in Deutschland - da gibts für "Hartz IV Empfänger" bzw. Sozialhilfeempfänger Mehrbedarfe allerdings nur für "kostenaufwendigere Ernährung" (3,18€ am Tag für Essen und Trinken sind eben manchmal echt zu wenig) nicht für Medikamente *seufz*
Der Pricktest betraf vor allem die schon lange bekannten "Allergene" sowie auch einige Nahrungsmittel - das "Übliche" hatte wie immer schnelle Reaktionen gezeigt. Wobei die "Histaminquaddel" nach den ersten 15 Minuten sehr schwach ausgeprägt war, jedoch nach 30 Minuten extrem stark ausgeprägt.....
Schwermetall dürfte bei mir eher kein Thema sein, zumindest gibt es wesentlich Offensichtlichere Ursachen - Insbesondere die Allergiebelastung sowie auch die fehlende "DAO-Aktivität" im Dünndarm (der ja gar nicht arbeitet und somit auch kein Histamin abbaut).
Histaminarme Ernährung hilft nur geringfügig, ohne "allergische(Pollen) Belastung" gehts mir jedoch deutlich besser wie mit - je stärker die sonstige Allergie-Belastung, desto stärker die HIT-Symptome.... das ist nun reine "Learning by Doing" Sache, passt aber durchaus zu dem "Angelesenen Wissen um Histamin und Histaminabbau".

Das Buch von Jarisch kenne ich. Auch die These bezüglich dem "zu hohen Blutdruck" bei HIT.

Was die Ursachen betrifft - tja woher bzw wodurch entstehen Allergien?
Abgesehen von der bekannten "Vererbung" - ja liegt bei mir vor - dürften in meinem Fall sicherlich auch solche Sachen wie häufige Mangelernährung (vor allem in der Kindheit), hochdosierte aber eigentlich überflüssige Medikamentendosierungen (Cortison & Antibiotika) sowie aus dem psychischen Bereich die PostTraumatischeBelastungstörung mit daraus resultierender chronischer Depression beteiligt sein.
Cortison wie auch Antibiotika nehm ich seit mitlerweile ca 2 Jahren (seit ich weiß was die anrichten können) nicht mehr - naja ok bei extremen "allergischen Reaktionen" hab ich zweimal Cortison gespritzt bekommen...

Meine Krankenkasse kann mir in bezug auf Ernährungsberatung nicht helfen - das hatte ich schon versucht.... erfolglos.

Liebe Grüße,
Cailly
 
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14.09.06
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Hallo Uta,

ein standardisierter Histamintest, ist angeblich der, bei der die DAO-Aktivität gemessen wird. Das sagte mir ein Arzt, der sich auf Histamin-Intoleranz spezialisiert hat. Von Histamin Werten im Vollblut und B6 Spiegel wußte der nichts!!! Dann natürlich kommt noch die 4 wöchige Anti-Histamin-Diät mit anschließender Provokaion. Diesen Test allerdings wollte bislang niemand mit mir machen. Ich hatte ihn aber selber bereits schon 3x gemacht, mit erschreckenden Folgen ...

Hallo Cailly,

also, auch wenn du finanziel nicht in der Lage bist dir gewisse Dinge oder Umstände zu schaffen, die dein Leben besser machen, so muss ich dir doch raten, etwas zu tun! Dein Zustand ist bestimmt nicht schön, ich kenne das ja selber, auch ich bin mittlerweile nicht mehr arbeitsfähig und fast mein ganzes knappes Geld geht monatlich für Dinge drauf, die ich für meine Gesundung brauche. Denn, ich will in ein paar Jahren wieder Licht sehen!!!
Das was du schreibst ist äußerst aufschlussreich. Dein Darm ist völlig überbelastet, das zeigt schon deine Aussage, dass du relativ lange Zeit über Cortison und Antibiotika genommen hast. Der Darm muss saniert werden, glaube mir das. Es ist nur ein Tipp und soll nicht Lehrmeisterhaft rüberkommen, ich will nur helfen, weil ich genau wie du ganz dolle Probleme mit meinem Darm hatte und habe. Fange mit einer ausgewogenen guten Ernährung an (viel Salat, Gemüse mit BIO Siegel), lerne dich zu disziplinieren, sprich kein Süßkram mehr, kein weißes Mehl mehr usw. Spare an anderer Stelle, auch wenn es nicht geht!, um dir das zu leisten. Esse auf jeden Fall histaminarm! Beschäftige dich bitte eingehendst mit dem Thema Candida, in deinem Fall könnte auch der dahinter stecken und zwar massiv. Dein Darmklima ist wie geschaffen für ihn. Entdecke deine Selbstverantwortung, dafür wünsche ich dir sehr viel Kraft und Durchhaltevermögen.

Marlon

PS: Noch was fällt mir ein, weil du ja auch stark unter Pollenallergie leidest. Wenn du neugierig bist und eine Besserung deiner Beschwerden wirklich haben willst, sprich z.B. Pollenallergie, kann ich dir als einen sehr guten Tipp folgendes sagen: Rohlost, Rohkost, Rohkost und zwar 100%. Anfangs ist es sehr schwer, aber wenn man sich die ganzen Klassiker unter den Büchern über Rohkost durchgelesen hat und noch dazu den durchschlagenden Erfolg der Bekämpfung von Allergien und Krankheiten erlebt hat, ist es zumindest Wert, es Mal für 1 Monat zu probieren. In deinem Fall natürlich nur histaminarme Rohkost.
 
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19.11.06
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Moin Marlon,
also Histaminarme Ernährung - doch ja die betreib ich seit fast einem halben Jahr (seit ich die Infos dazu habe), hat aber bisher nicht wirklich was gebracht.

Keine Weißmehlprodukte - tja Problem ist das ich Vollkorn gar nicht vertrage, Weizen und Roggen eigentlich eh nicht, aber was soll ich machen? Das Geld reicht halt nicht um darauf zu verzichten.
Rohkost vertrag ich ebenfalls nur ganz geringe Mengen - sonst streikt der Darm noch mehr und es geht dann "Alles" in kürzester Zeit ungenutzt "durch"... absolut keine gute Erfahrung und nicht lange durch zu halten.

Selbstverantwortung klingt ja ganz Nett - nur was ist die Wert wenn das was man tun müsste finanziell einfach nicht zu machen ist?
Klar es gibt ja immer noch die Möglichkeit dann eben "zu Hungern" soll ja angeblich auch helfen - aber das lehne ich kategorisch ab, weil das musste ich schon häufig genug!

Ich erwarte und denke auch das ich das "Verlangen kann" einfach das mir auch von ärztlicher Seite und eben durch die Verantwortlichen Ämter geholfen wird.... leider scheint dies jedoch nur noch über den Kampf vor Sozialgerichten erfolgreich zu sein.... immerhin wurd mir jetzt ne Schwerbehinderung von 80 % (nur teilweise wegen Allergien) zugestanden.
Mal sehen was da beim Mehrbedarf rauskommt.

Liebe Grüße,
Cailly *die nicht nur Eigenverantwortung sondern auch "fürsorgepflichten" kennt*
 
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10.01.04
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Hallo Cailly,
wenn Du Weizen und Roggen nicht verträgst, könntest Du doch den Schwerpunkt der Ernährung auf Reis, Mais und Hirse legen? Verträgst Du diese Getreidesorten? Vom Preis her dürfte das nicht schlimmer sein als andere Sorten.
Ich meine, Rohi hätte hier mal ein Rezept für ein Reisbrot reingestellt...

Gruss,
Uta
 
Themenstarter
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19.11.06
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Moin Uta,

sorry war ein paar Tage weg und hatte deine Antwort völlig übersehen :eek:)

Reis, Mais und Hirse Mehle - hab ich bis auf Hirse schon gesucht und sind leider alle teurer wie Weizen.... am preiswertesten von den "verträglichen" ist noch Dinkel das ich gut vertrage aber auch hier gilt 4facher Preis...
Danach kommt Maismehl dran, etwa 8facher Preis (ich vergleich mit billigweizenmehl - weil das als Grundlage für HartzIV benutzt wurde!) aber ebenfalls gute Verträglichkeit.
Auch Eiersatz auf Mais-Basis ist sehr gut verträglich nur schwer zu bekommen.
Reismehl hab ich bisher noch nirgends gefunden.

Mein Hauptproblem ist bei der ganzen Sache nunmal das ich bisher nur von den Ärzten die "Verbotslisten" bekam und dann aber sehen sollte wie ich das allein auf die Reihe krieg obwohl ich denen ganz klar gesagt hab wie es bei mir finanziell aussieht (ca. 3€ am Tag für Essen & Trinken müssen reichen) und das ich doch nen Mehrbedarf vom Amt brauche um auch nur teilweise was "umsetzen" zu können, aber da endet dann immer alles.
Der einzige Arzt der mich da Unterstützt hatte war mein alter Hausarzt aber den hatte das Amt nicht ernst genommen - das Sozialgericht jedoch schon und danach auch das "alte" Amt das nen "Vergleichsvorschlag" gemacht hat, leider gibt`s da bisher noch nix neues.

Mein Problem ist einfach das ich sehr viel Informationssamlung betrieben hab und eben alles was mir möglich ist umsetze - nur ist das leider nicht genug um meine Gesundheit so weit zu verbessern das sich meine finanzielle Sitation ändern könnte.... ich bin seit Jahren nicht mehr "Arbeitsfähig" und solange ich weder den Darm sanieren, noch wenigstens die Allergene meiden kann besteht keine Chance auf Besserung.

Übrigens: Noch immer steh ich oft vor der Wahl schlechteren Allgemeinzustand hin zu nehmen oder wieder Cortison zu benutzen - weil die KK die Alternativen gar nicht bezahlt.
Auch alternativen für Antibiotika werden nicht von der Kasse bezahlt - aber das "Krankermachende Zeug", das bezahlen sie sofort! - Wie kann das sein?

Cailly
 

ADo

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06.09.04
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Hallo,
Reismehl und Reisstärke bekommst du beim Asiaten. Auch Reisspaghetti etc.
Reiswaffeln bekommt man auch schon bei Aldi, z.B. aber meistens ist Sesam zugesetzt. Es gibt auch welche ohne (bei NP habe ich welche gefunden)

Bin jetzt nicht so genau informiert:eek:) ... gehen Erdnüsse oder Mandeln? Eier? Soja?


LG
 
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01.07.07
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Habe auch einen Ur Alt Allergologen, der es nicht mag , wenn der Kranke die Diagnose stellt.
Hoffe das ich über mein Hausarzt (mit dem ich gut reden kann) eine Überweisung zum Allerologen , mit der Vermutung HI bekomme, dann darf und kann er es nich übersehen!!!

Wenn Du schon bei einen warst gehe zu einen Anderen , ist doch gerade ein Neues Quatal an gebrochen und der Hausarzt kann dir vieleich auch helfen?!
 
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10.01.04
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Hallo Jutta-Felix,
ich verstehe nur zu gut, daß Du es schwarz-auf-weiß haben möchtest, daß Du eine HI hast
.
Ich war schon in einer allergologischen Uni-Klinik und wurde dort angeblich auf eine HI getestet, und zwar mit Kapsel, die ich schlucken sollte. Die Tests wurden "verblindet" - ich wußte also nicht, was ich wann schluckte bzw gespritzt bekam.
Laut Ergebnis dieser Testung habe ich nicht reagiert, was die Aussage zur Folge hatte "Sie haben keine Histamin-Allergie". Auf meine Frage, ob das auch bedeutet, daß ich keine Histamin-Intoleranz habe, war die Antwort eher zögerlich; letzten Endes hieß es, ich hätte damit auch keine Histaminintoleranz, aber das schien mir sehr unsicher.
Die DAO wurde dabei nicht getestet, auch kein Histamin bzw. Methylhistamin im Urin oder sonstwo.
Ich hatte den Eindruck, daß die Allergologen dort gar nicht wußten, was Histamin-Intoleranz überhaupt bedeutet. Leider war immer keine Zeit, um entsprechende Fragen zu stellen
.

Ich nehme an, daß am ehesten noch ein Gastroenterologe eine HI testet oder auch das Labor direkt in einer Uni-Klinik. Da muss man sich wohl durchfragen.

Gruss,
Uta
 
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