HIT: Meine Therapie bei Histaminintoleranz. (tellerrand)

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Guten Tag,

in letzter Zeit gibt es ja immer wieder Kritik bezüglich 5-htp bei Histaminproblem und der positive Einfluss von Cholin.
Ich habe hier zu meinen Therapeuten gefragt, der auf diesem Gebiet forscht und gewiss Ahnung hat.
Ich habe ein deftiges Histaminproblem (hier würde man chronischer Typ sagen).
Auf die Frage, ob 5-htp nicht kontraprouktiv bezüglich Histaminabbau sei, sagte er mir, dass das der Grund sei, wieso er erst nach 3 Monaten Therapie und sehr schwach dosiert und zögerlich mir 5-htp verschrieb. Er bestättigte auch, dass das Histamin die anderen Neurotransmitter extrem hemmt, und das ein großes Problem ist. Man müsse allerdings abwegen was mehr wiegt - der Vorteil durch 5-htp oder der nachteil durch zu viel Histamin. Desweiteren ist er dergleichen Meinung wie Karolous (bzw. wahrscheinlich Kuklinski), dass alle nötigen Nährstoffe wichtig sind, auch wenn sie ggf. Histaminsymptomatiken auslösen. Das 5-htp eine stärkung des parasympathikus verhindert, hat er aber entschieden verneint.
Das Hauptziel muss sein, den Darm wieder in Ordnung zu bringen, und das geht eben nur, wenn der Körper die richtigen Nährstoffe zu hat, wenn man das nicht befolgt ist es wie ein schach spiel bei dem man in die Enge getrieben wird - man wird auf immer mehr allergisch und kann man ende garnichts mehr essen.
Bezüglich allergisch werden, sagte er auch, dass das wichtigste bei einer Histamindiät eine abwechslungsreiche Ernährung ist, auch wenn mehr Histaminsymptome dadurch bestehen, da man eben sehr schnell auf weitere Sachen allergisch wird, die man massiv konsumiert.

Hier bin ich dann auch auf Verdauungsenzyme gekommen.
An sich findet er Verdauungsenzyme nicht schlecht, allerdings nicht länger als 1 Monat nehmen und dann wieder absetzen - weil man sonst auch mit recht hoher wahrscheinlichkeit auf diese Eiweisse wieder allergisch wird. Evtl. würde es dann funktionieren Verdauungsenzyme von einem anderen Hersteller, der seine Enzyme eben aus anderen Grundeiweissen aufbaut, zu benutzen, aber man wisse halt leider nie wer welche Grundeiweisse benutzt.
Zum Thema GAPS Diet habe ich ihn auch gefragt. Er kennt die GAPS diet und findet sie an sich auch gut, allerdings geht das eben mit zu ausgeprägter Histaminsymptomatik nicht.
Grundsätzlich ist es wichtig, gewisse Eiweisse - auch wenn dadurch mehr Histaminsymptome evtl. entstehen, zu sich zu nehmen, der der Darm sie eben zum Aufbau braucht (diese Aussage muss differenziert betrachtet werden).

Wichtig ist vorallem B6, Zink und ein außreichend hoher Spiegel an B12.
Ich habe dafür zuerst 20x 1mg Methylcobalamin bekommen und soll nun umsteigen auf Hydroxocobalamin um auch eine B12 relevante Sachen besser zu versorgen.
Desweiteren empfiehlt er Rapslecithin und Glutamin in geringer Dosierung. Rapslecithin deshalb, da man es wohl meist 3 Monate nehmen kann, ohne dass sich eine Allergie bildet, bei Soja- und Sonnenblummenlecithin wäre dies nicht der Fall. Über das Thema Glutamin habe ich ihn auch ausgefragt. Ihm ist natürlich bewusst, dass das im Zusammenhang mit Histaminintoleranz kritisch ist, er gibt es aber in geringer Dosierung, weil der Vorteil des Darmaufbaus durch Glutamin seiner Meinung nach langfristig überwiegt.

Zum Thema Cholin habe ich auch gefragt.
Er hat selbst auf dem Gebiet Cholin geforscht und Studien darüber gemacht.
Er sagte, dass vorallem bei Histamininduzierter Adrenalinerhöhung (und dadurch meist resultierenden Schlafstörungen, Unruhe, Angst und Panik) Cholincitrat Infusionen sehr viel helfen würden (Kapseln eher nicht so).
Leider war die Firma, die damals Cholincitrat auf dem Markt bringen wollte dazu nicht mehr fähig, da sie durch ungeschicktheiten zu wenig moneyz am ende zur verfügung hatte. Inzwischen sollte es aber erwerbbar sein.

Zum Thema Cromoglicinsäure ist er positiv eingestimmt und hällt einen Versuch für Lohnenswert (empfiehlt das auch in seinem Buch).
Ich bekomme nun ein schreiben für die Krankenkasse, in dem begründet wird, dass ich das dringend bräuchte, vielleicht hab ich ja glück und ich bekomme es erstattet, ansonsten hol ich mir 25g auf einen schlag und wieg es mir selbst ab.

Ich habe diesen Thread geschrieben, da ich gerne anderen Helfe und meine Informationen, die ich bekommen habe, gerne weitergebe.
Was ich in diesem Thread eher weniger will ist eine Diskussion drüber, was eurer Meinung nach nun richtig oder falsch ist. Jeder kann sich die nützlichen Sachen für sich rauspicken - oder es lassen, wenn er das anderst sieht :)

Für die vielen Rechtschreibfehler und unmöglichen Satzsstellungen entschuldige ich mich - nach 700km Autofahrt mit nitrotyrosin im Blut war nicht mehr drin ;)
 
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wundermittel
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Meinung von Experten bezüglich Histamin in Zusammenhang mit 5-htp und cholin

Bei mir ist 5htp eher kontraproduktiv. Eine Woche lang in einer niedrigen Dosierung tut mir sehr gut, darüber hinaus bekomme ich Augenentzündungen usw. Lieber die Ursache beseitigen durch Vitamine. Im übrigen meine ich gelesen zu haben, dass auch Kuklinski die Folsäure weglässt, wenn sie dem Patienten nicht bekommt. Ich denke der Körper hat einen Grund warum er auf z.B. Folsäure reagiert.

Die Cholin-Infusionen finde ich sehr interessant, inzwischen verwendet man Cholinchlorid statt-citrat.
 
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Serotoninmnagel kann auch mit die Ursache einer Histaminose sein.
Es ist falsch das man inzwischen cholinchlorid benutzt. Cholinchlorid hat man früher auch schon benutzt und die wenigsten kennen cholincitrat, da es schwer (fast garnicht) zu bekommen war.

Aber nochmal: Ich möchte hier keine Diskussion über das oben geschriebene (auch wenn das generell ein Diskussionsforum ist). Dieser Thread soll der Informationsgabe dienen, jeder kann das glauben was er will.
Wenn das natürlich der Politik von symptome.ch nicht passt (was ja gut sein kann), diesen Thread bitte löschen.

Bei mir ist 5htp eher kontraproduktiv. Eine Woche lang in einer niedrigen Dosierung tut mir sehr gut, darüber hinaus bekomme ich Augenentzündungen usw. Lieber die Ursache beseitigen durch Vitamine. Im übrigen meine ich gelesen zu haben, dass auch Kuklinski die Folsäure weglässt, wenn sie dem Patienten nicht bekommt. Ich denke der Körper hat einen Grund warum er auf z.B. Folsäure reagiert.

Die Cholin-Infusionen finde ich sehr interessant, inzwischen verwendet man Cholinchlorid statt-citrat.
 
regulat-pro-immune
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Hallo Tellerrand ,

Danke für die Weitergabe solcher Infos.

Desweiteren ist er dergleichen Meinung wie Karolous (bzw. wahrscheinlich Kuklinski), dass alle nötigen Nährstoffe wichtig sind, auch wenn sie ggf. Histaminsymptomatiken auslösen. Das 5-htp eine stärkung des parasympathikus verhindert, hat er aber entschieden verneint.
Das Hauptziel muss sein, den Darm wieder in Ordnung zu bringen, und das geht eben nur, wenn der Körper die richtigen Nährstoffe zu hat, wenn man das nicht befolgt ist es wie ein schach spiel bei dem man in die Enge getrieben wird - man wird auf immer mehr allergisch und kann man ende garnichts mehr essen.

Ich fühle mich in meiner Vorgehensweise bestätigt, allerdings würde ich nicht 5 HTP nehmen. Wozu ? Seit konsequenter Histamindiät und Weglassen der unverträglichen Lebensmittel , schlafe ich sehr gut.
Also das Allesessen würde ich diferenziert für jeden überprüfen...

LG K.
 
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Also falls das falsch rübergekommen ist:

Eine Histamindiät und diät mit verträglichen Nahrungsmitteln ist GANZ GANZ WICHTIG. ABER es darf nicht sein, dass man nur noch kartoffeln zu jeder Mahlzeit isst, da es dann nur eine Frage der Zeit ist, bis man auch noch auf Kartoffeln allergisch ist...
 
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Ein Dankeschön,tellerrand, für die inter. Infos! lg Su
 
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Ich habe diesen Thread geschrieben, da ich gerne anderen Helfe und meine Informationen, die ich bekommen habe, gerne weitergebe.
Was ich in diesem Thread eher weniger will ist eine Diskussion drüber, was eurer Meinung nach nun richtig oder falsch ist. Jeder kann sich die nützlichen Sachen für sich rauspicken - oder es lassen, wenn er das anderst sieht

Hallo Tellerrand,

vielen Dank für diese Infos! Disskusionen komplett unterdrücken zu wollen, ist meiner Meinung nach nicht sinnvoll. Durch Disskusionen, was Teil eines Austauschs ist, ist es erst möglich, Infos zu komplettieren usw.
Mich würde interessieren, wie lange Dich Dein therapeut schon auf diesem Wege therapiert hat und was für Verbesserungen Du bisher erreicht hast. Das finde ich sehrw ichtig, um eine Info als Info zu sehen. Ansonsten ist es erstmal nur ein weiterer theoretischer Ansatz, der zu überdenken und auszuprobieren lohnen könnte. Mich würde auch noch interessieren, aus welchem Grund genau man/Du 5htp nimmst. Ich kenne es als natürliches Antidepressiva. Der Bezug zur HIT ist mir bisher unbekannt.

Ansonsten sehr umfangreich und interessant :) Vielen Dank!

lg, laudanum
 
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alles in ordnung.
 
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regulat-pro-immune
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Hallo Tellerrand,

vielen Dank für die ausführliche Erläuterung über Zustand und Therapie.
Finde es so geschickter, Deine erste Info zu verwerten und im rechten Licht zu sehen.

Ansonsten kann ich dir, Laudanum, nur empfehlen, dein Leben nicht völlig auf die überlegung was du wohl essen könntest zu beschränken. Wenn ich in den anderen Threads so lese, zerbrichst du dir darüber den Kopf wie sonst was. Du wirst auf JEDES Essen reagieren. Auf das eine mehr, auf das andere weniger. Ziel sollte es aber sein, dass du eben nicht mehr darauf reagierst.

Das ist ein toller Tip, nur weiß ich eben nicht wie ich das erreichen kann.
Momentan geht es ja eher immer mehr zurück, als dass es bergauf geht.

lg, laudanum
 
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alles klar, ok.
 
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Und spätestens hier, sollte es dir einleuchten, dass du vielleicht auch ein gewissen Grad der Reaktionen dadurch hast, dass du schon vor dem Essen Angst hast und dich so unglaublich einschränkst.

Gerade weil ich mich nicht so einschränken lassen wollte und der Meinung war, es nicht so eng sehen zu müssen, bin ich jetzt da, wo ich bin. Jetzt MUSS ich mir Gedanken machen, was ich möglichst Verträgliches antun kann. Und immernoch überwiegen die Gelüste oftmals und ich schlage hemmungslos zu, in der positiven Einstellung "das bisschen schadet nicht". Und immer wieder bekomme ich die Rechnung. So komme ich wohl nicht zu potte.

Histamin ist ein Entzündungsparameter. Wenn man seine Ernährung nun unglaublich einschränkt und sich schlecht in Form von zu wenig und einseitig ernährt hat der Körper erst recht nicht die Kraft dagegen anzukämpfen.

Das habe ich bisher nicht getan, aber habe mich gesund ernährt und HAUPTSÄCHLICH histaminarm. Mit dem Ergebnis, dass es mir immer mieser geht und ich immer weniger vertrage. Erst seit Kurzem esse ich kaum mehr als Kartoffeln zu Pommes geschnitzt, etwas Salatblätter und meine Dinkelflocken. Mein Darm ist viel zu aufgewühlt und angeschlagen.

Ich habe beispielsweise mit die schlimmsten Histaminreaktionen wenn ich lange Zeit NICHTS esse.

Nichts essen soll man ja auch nicht. Aber ich muss momentan viele ganz kleine Portionen essen, sonst liegt es mir ganz schwer im Magen für 1-2 Stunden, Übelkeit und Blähungen inklusive. Zum Thema "nichts essen" habe ich gerade heute einen Thread bei libase gelesen, wo Viele bestätigt haben, dass sie von Hunger Histaminreaktionen bekommen. Ich kann das bestätigen. Aber ich hungere nur, wenn ich unterwegs bin und nicht genug zu essen bei habe.

Frisches verträgliches Gemüse und Fleisch sind sehr lecker bei richtiger zubereitung. Morgens z.b. Haferflocken (ich nehme Glutenfreie von Demeter), Hirse ist sehr verträglich. Manche vertragen auch Obst.

Ich vertrage vieles Gemüse nicht, Fleisch finde ich immer ekliger, mal von Bio abgesehen, was ich mir nicht leisten kann. Obst habe ich lediglich halbe unreife Banane für mich entdeckt, was ichvertrage.

Ich für mich habe die Erfahrung gemacht, dass mein leben auch nicht an Qualität gewinnt, wenn ich zwar nun alle Histaminsachen meide, aber mein Leben so auf Vermeidung ausgerichtet habe, dass es den halben Tag beansprucht.

Das ist schön für Dich, dass u einen Weg gefunden hast, wie es Dir besser geht. Ich für meinen Teil habe garkeinen Nerv, mir über schönere Sachen den Kopf zu zerbrechen, wenn es mir wegen dem Essen schlecht geht. Vorallem dann nicht, wenn es mir immer schlechter geht. Ich habe meinen Weg noch nicht gefunden.Der einzige Ausweg sieht momentan im Vermeiden aus.

Ich zerbreche mir lieber über schöndere Sachen den Kopf und wenn ich einen starken Histaminfehler gemacht habe, gebe ich mir Fenistil Tropfen, das ist ein altes H1 Antihistaminikum, dass ins ZNS geht und macht wenigstens Müde, sodass man wieder schlafen kann, bei Histaminbedingten Schlafstörungen.

Seit der Umstellung kann ich wieder durchschlafen, auch das Einschlafen geht besser. Nur der morgendliche Kater ist meist vorhanden (wegen immer wieder Ernährungssünden mutwillig oder ungewollt). Da bringt einem das Durchschlafen auch nicht sehr viel, wenn man doch nicht ausgeruht ist. Ich habe einmalig Certirizin probiert, damit ging es mir noch schlechter am nächsten Tag.

lg, laudanum
 
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26.06.10
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Hallo laudanum,

ich nehme an B12, Cholin etc hast du schon durchprobiert?
Bei mir haben ja die B12 Spritzen die Darmsymptomatik weitgehend beseitigt. 3mg HB pro Tag subkutan..
 
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01.06.10
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Hallo , so viele Antworten bekamst Du ja nicht, auf wen / welche Aussage beziehst Du Dich denn ?:confused:

Ich möchte Diskussionen hier weitestgehend unterbinden, da ich der Meinung bin, dass hier zum Teil großer unfug mit einer überzeugung rüber gebracht wird, bei der ich nur noch den kopf schütteln kann.

LG K.
 
regulat-pro-immune
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alles bestens.
 
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Hallo Tellerrand , es passt ja alles eh nicht so richtig zum Thema...deshalb :

Ceterizin bringt ja auch nix, da es eben nicht in zns geht!

Das ist nicht richtig. Ich nehme bei geringsten Anzeichen ein Tab und habe dann kaum Probleme. Mir hilft es aber nur im Kreislauf / ZNS , nicht im Bauch....

Übrigends habe ich nach ca 1 1/2 Jahren Besserung gespürt. Ein gestörter Darm ist nicht über Nacht gekommen und geht erst recht nicht so schnell weg.
Die o.a. Nährstofftherapie finde ich aber gut. Ich nehme ja noch viel mehr... und mir hat es gut geholfen bisher.
Die Nährstoffe braucht der Darm um die Schleimhaut zu regenerieren... u.a.

Je weniger man essen kann um so löchriger wird der Darm...umso mehr Gifte gehen in den Körper ...und rufen neue Unverträglichkeiten hervor. Einfach dargestellt.
Wenn nun so wenig gegessen werden kann , macht sich auch Mangel an Aminosäuren bemerkbar...die regeln den Kreislauf, die Enzyme usw.....
LG K.
 
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gut, alles klar.
 
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Hallo Tellerrand,

ich finde, dass Du ziemlich schnell und hart im Urteilen bist.
1. was den "Unfug" angeht, was Andere über diese Problematik schreiben - woher nimmst Du die Sicherheit, dass alles Unfug ist, was nicht mit dem übereinstimmt, was Dein Therapeut (Arzt, Heilpraktiker,...?) sagt? Nicht nur das einzelne Krankheitsbild, sondern, vorallem damit verbunden, der optimale Heilungsweg dürfte sehr unterschiedlich und individuell ausfallen, da schon alleine die versch. Ursachen sehr unterschiedlich sind und Begleiterscheinungen und somit auch ganz andere Therapiewege sinnvoll sein können.
2. wie Du über andere User und deren Leben und Handhabung mit der problematik urteilst. In diesem Falle, was mich angeht. Schnell warst Du dabei, mir Angst vor dem Essen unterzujubeln, überzeugt urteilst Du darüber, was in meine histaminarme Diät passt und was nicht, wie meine Diät überhaupt aussieht usw.
Nein, ich habe keine Angst vor dem Essen, wenn ich schwach werde, sind mir die Konsequenzen in dem Moment einfach scheißegal und genieße mein Essen.
Und nein, ich kann nicht behaupten, dass cromoglicinsäure nicht in meine histaminarme Diät passt, ich kenne diesen Stoff überhaupt nicht. Und nein, ich bin keine von denen, die strikt irgendwelchen Meinungen hier im Forum nachgeht, wenn es danach gegangen wäre, hätte ich es zb. nicht mit hochdosiertem VC probiert usw. Und nein, dann hätte ich auch nicht immer wieder geschlemmt, was das Zeug hält. Und nein, ich würde viel mehr auf Dies und Jenes achten.

Und nein, ich ernähre mich nicht nur von Kartoffeln, Dinkel und Blattsalat und will mich auch nicht damit abfinden. Und nein, ich denke nicht, dass das meinen Darm heilen würde. Kartoffeln, Salat und Dinkel sind meine HAUPTSÄCHLICHEN Nahrungsmittel. Und das seit etwa 1 Woche. Und so streng war ich auch nicht. Erst vorgestern grillte ich mit Genuß (und bekam die Rechnung) und gestern hatte ich so Tagegelüste, dass ich 2x leckere, böse Gerichte ohne schlechtem Gewissen gegessen habe (und die Rechnung dafür bekam). Nun hänge ich halt wieder da und habe keinen Nerv, mir über schönere Sachen den Kopf zu zerbrechen.

Ich finde es anmaßend, dass Du Dir rausnimmst, vorschnell, ohne mich zu kennen, über mich und mein Leben zu urteilen, Dich erdreistest, Dich über Alles zu stellen und der Meinung bist, alles was Andere machen und meinen sei nicht richtig und nur Dein Weg sei der einzig Richtige. Soll ich wirklich so weitermachen wie die letzten 2 Tage (das wäre Dein Vorschlag), essen was ich will, ohne mir Gedanken drüber zu machen, dafür immer mehr in den Seilen hängen? Oder doch lieber eine Weile sehr streng essen (dabei ist es unumgänglich, dass ich mir Gedanken darum mache, was ich esse und was nicht), um meinem Darm und gesamtem Organismus mal die Gelegenheit zu geben, sich wieder etwas zu beruhigen?

Finde die aggressive Art und Weise, wie Du hier den Thread auch gleich begonnen hast, auch eher unangenehm. Keine Disskusionen erwünscht. Haltet einfach die Klappe, denn da gibt es nix dran zu rütteln. Das ist der einzig richtige Weg und ihr alle redet eh nur Unfug. So ungefähr Deine Aussage. Bisschen arg harsch in meinen Augen.

lg, laudanum
 
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Hallo Tellerrand!

Ich bin ganz überrascht, daß Du nun so mutig bei er Wahl der Nahrungsmittel wirkst.
Dein Arzttermin scheint Dich gestärkt zu haben :) .

Wenn ich das recht in Erinnerung habe, hast Du, wie ich auch Unverträglichkeiten gegenüber Kasein, Fruktose, Sorbit, Histamin und -wovon ich bisher verschont blieb - Gluten.
Mir ist klar, dass bei Unverträglichkeiten Nahrungsmittel im Rotationsverfahren gegessen werden sollten. Aber wie soll man rotieren, wenn nur 3 Nahrungsmittel verdaut werden und alles andere unverdaut bleibt?
War oder ist das bei Dir auch so?
Bei mir waren es auch mal 4, aber genau wie Du geschreiben hast, hab ich in meinem Fall so viele Eier gegessen, daß ich dagegen nun auch eine Spättypallergie entwickelt habe.

Wie verfährst Du da jetzt?

Kannst Du mir erklären, was Cromoglicinsäure bewirken soll?
Bezieht sich das auf den "Darmaufbau"?

Und Cholincitrat - verstehe ich das richtig - bezieht sich nur auf nervale Reizübertragung, aber nicht auf den Darm?
Ich frage das, weil Soja-, oder Rapslecithin ja Phosphatidylcholin enthalten und mir persönlich als Schleimhautschutz dienen und ich gern wüßte, ob ich da noch was optimieren könnte.

Irgendwann muß sich der Speiseplan doch erweitern lassen können, aber wenn man sich wegen 1 Mahlzeit 2 Tage lang noch kranker fühlt, kann das doch nicht richtig sein, oder?

Grüße - tiga
 
regulat-pro-immune
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ich versuche es nun mal mit cholincitratinfusionen, da ich dauernervös bin. Wenn ich mich jetzt hier so informiere haben wohl viele Probleme mit citraten... Warum eigentlich sind citrate histamintrigger und chlorid bspw. eher nicht?
Vielleicht doch cholinchlorid hmmm... mal sehen
 
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12.03.10
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Hallo zusammen,

Das Hauptziel muss sein, den Darm wieder in Ordnung zu bringen, und das geht eben nur, wenn der Körper die richtigen Nährstoffe zu hat, wenn man das nicht befolgt ist es wie ein schach spiel bei dem man in die Enge getrieben wird - man wird auf immer mehr allergisch und kann man ende garnichts mehr essen.
Bezüglich allergisch werden, sagte er auch, dass das wichtigste bei einer Histamindiät eine abwechslungsreiche Ernährung ist, auch wenn mehr Histaminsymptome dadurch bestehen, da man eben sehr schnell auf weitere Sachen allergisch wird, die man massiv konsumiert.

Dem würde ich zu 100% zustimmen.

Eine der Hauptursachen für eine Histaminintoleranz sind (neben Medikamenten) letztlich tatsächlich Darmdysbiosen verschiedenster Art und Genese (also Entstehung) mit der immer gleichen Folge - der körpereigenen Produktion biogener Amine in großen Mengen, die den Histaminabbau hemmen und die Freisetzung fördern sowie häufig einen Zinkmangel bewirken, der seinerseits die Bauchspeicheldrüse beeinträchtigt mit der Folge weiterer Störungen und zum anderen ist eine häufige Folge dieser Dysbiosen ein Leaky Gut (= durchlässiger Darm) mit der Folge einer Pyrrolurie (KPU/HPU, da die Bakterien im Darm vermehrt Pyrrole freisetzen, die dann ins Blut gelangen).

Hier bin ich dann auch auf Verdauungsenzyme gekommen.
An sich findet er Verdauungsenzyme nicht schlecht, allerdings nicht länger als 1 Monat nehmen und dann wieder absetzen - weil man sonst auch mit recht hoher wahrscheinlichkeit auf diese Eiweisse wieder allergisch wird. Evtl. würde es dann funktionieren Verdauungsenzyme von einem anderen Hersteller, der seine Enzyme eben aus anderen Grundeiweissen aufbaut, zu benutzen, aber man wisse halt leider nie wer welche Grundeiweisse benutzt.

Die Verdauungsenzyme kompensieren halt zum Teil die negativen Wechselwirkungen zwischen der Dysbiose und der Bauchspeicheldrüse. Sie sind aber letztlich auch nur eine Art Symptombehandlung.

Außerdem lösen auch einige von ihnen wiederum ggf. Histaminreaktionen aus.

Zum Thema GAPS Diet habe ich ihn auch gefragt. Er kennt die GAPS diet und findet sie an sich auch gut, allerdings geht das eben mit zu ausgeprägter Histaminsymptomatik nicht.
Grundsätzlich ist es wichtig, gewisse Eiweisse - auch wenn dadurch mehr Histaminsymptome evtl. entstehen, zu sich zu nehmen, der der Darm sie eben zum Aufbau braucht (diese Aussage muss differenziert betrachtet werden).

Die Erfinder der GAPS Diet haben sich auch mit Histamin nicht wirklich beschäftigt - sie gehen davon aus, dass es auch bei Histaminproblemen helfen müßte, da dabei die Darmflora wieder verbessert wird - aber es ist eine Hypothese. Mir scheint die Diät auch eher schwierig...

Wichtig ist vorallem B6, Zink und ein außreichend hoher Spiegel an B12.

Zink und B6 dichten in der Kombination halt die Darmschleimhaut teilweise wieder ab (hilfreich in der Kombi ist auch Biotin). Und Vitamin B12 hilft halt - neben Cholin - bei intrazellulären Histaminabbau.

Da hat dein Therapeut also schon recht. :)

Es hat hier aber auch keiner die These aufgestellt, dass man sein Leben lang nur Kartoffeln und Reis essen sollte. ;)

Ursachen von Histamiproblemen - Übersicht

Es ging auch immer mal wieder um die Ursachen und darum, dass eine Ursachenbehandlung (soweit möglich) eine Histaminintoleranz auch verschwinden lassen kann.

Lediglich, wenn man die Ursache(n) nicht finden kann oder mag oder sie nicht beseitigen kann (Borreliose, Thyroxineinnahme bei Hashimoto etc.), ist eine Histamindiät sinnvoll, um die Symptome zu mildern.

rosmarin
 
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