Histaminintoleranz Symptomverschiebung?

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Hallo,
ich hab mich vor 4 Wochen und vor 3 Tagen jeweils gegen Corona von Fa. Novavax impfen lassen. (ungern, aber ich hab das ausgestoßensein nicht mehr ertragen).
Ich habe chr. Histaminintoleranz also Typ HNMT, meine üblichen Symptome sind normal, wenn ich es übertrieben habe: totale Schläfrigkeit, Benommenheit, keine Konzentration, Weinerlichkeit, depressive Symptome, also eher die neurologischen Sachen. Aber auch mal brennende Augen, schwer atmen können.

Nach der 1.Impfung reagierte ich extrem auf Kälte: Keine Mütze auf bei Wind: Kopfweh, kurz kalte Füße weil zu dünne Schuhe an: erste Erkältungssymptome, überhaupt lag ich jeden 2.Tag flach mit der "Histamin-Grippe", auch gab es kurz Dünnpfiff (normale habe ich keinerlei Magen-Darm-Beschwerden), dazu tiefe Trauer (obwohl es dazu keinen Grund gibt).

Nach der 2.Impfung: wieder diese massive Schläfrigkeit (es hilft da nur viel Wasser trinken und viel dösen/schlafen und natürlich extrem hi-arm essen, selbst VitC hilft nicht wirklich und Quercetin verschlimmert alles, Toxaprevent und Einläufe helfen auch).
Nun aber mit neuen Symptomen: eiskalte Füße und Flush am Oberkörper vorne und hinten (über viele Stunden) mit Hitze und leichtem Jucken, dazu wellenartig starke Bauchscherzen ohne Dünnpfiff. Dafür aber total fit und klar im Kopf! Und freie Bronchien was mir einen dermaßen erholsamen Schlaf brachte wie seit Monaten nicht, dadurch natürlich gleich bessere Stimmung und weniger Anspannung. Und ich hatte KEIN emotionales PMS, dafür wieder starke Bauchschmerzen am 1.Tag der Periode. Und seit nun ca 1 Tag keinerlei Hunger, auch das kenne ich nicht, habe trotzdem etwas Suppe gegessen und ein Butterbrot.
Also statt Benommenheit/Schläfrigkeit würde ich gerne den Flush in Kauf nehmen, solang er nicht schlimmer wird und nur am Oberkörper bleibt.

Nun aber meine Frage: Kennt wer solch Symptomverschiebungen? Hat sich die wieder zurück gezogen? Obs noch schlimmer wurde, will ich lieber nicht wissen ;)
Und gibts weitere Erfahrungen in Zusammenhang mit Novavax und Histamin? Und warum sind die Füße so kalt? Dachte Histamin erweitert die Blutgefäße?

Viele Grüße
 
wundermittel
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Hallo Shina,

ich kenne so eine Symptomverschiebung nicht, aber dass sie möglich ist, kann ich mir in Deinem Fall sehr gut vorstellen.
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Erhöhtes Risiko für Impfreaktionen bei MCAS

Personen, die eine erhöhte Mastzellaktivierung (Allergien, Unverträglichkeiten, Autoimmun-erkrankungen) oder Histaminintoleranz haben, müssen generell mit einem schwereren COVID-19-Krankheitsverlauf und auch heftigeren Reaktionen nach der Impfung rechnen.


Da es sich aber um eine spezifische Reaktion der Mastzellen auf das Spike Protein handelt, ist die individuelle Reaktion auf eine Impfung oder auf COVID-19 schwer voraussagbar. So vertragen viele Allergiker die Impfung gut, während bei Personen, die bisher kaum MCAS-Symptome hatten, durch das Spike Protein erstmals eine Mastzellaktivierung ausgelöst wird. (Diese würde allerdings auch bei einer echten Erkrankung erfolgen.) Daher sind grundsätzlich vorbeugende Maßnahmen empfehlenswert.

Eines der Hauptsymptome der Mastzellaktivierung ist Urtikaria (Nesselsucht), eine krankhafte Reaktion der Haut mit Rötungen, Quaddeln und Juckreiz. Eine Umfrage unter 351 Betroffenen ergab, dass die Urtikaria bei vielen erst nach der Covid-Impfung das erste Mal auftrat bzw. sich diese nach der Impfung verschlimmerte. Die Häufigkeit der Symptome nahm mit der Anzahl der Impfungen deutlich zu. Während auf die 1. Impfung nur 20,4 % mit Urtikaria reagierten, waren es bei der 2. Impfung 42,2 % und nach der 3. Impfung sogar 88,7 % (Urtikariaverband, 2022). (Das Ergebnis ist nicht repräsentativ für die Gesamtbevölkerung, sondern stellt eine gewisse Selektion dar.)

Vorbeugung und Behandlung der Mastzellaktivierung bei Impfreaktionen

Schwere COVID 19 Krankheitsverläufe, Long Covid und Impfreaktionen beruhen vor allem auf einer Überreaktion der Mastzellen. Die Hemmung der Freisetzung von Mastzellmediatoren ist entscheidend für die richtige Behandlung von Impfreaktionen. Der Fokus sollte daher darin liegen, die Mastzellen zu stabilisieren. In diesem Zusammenhang sind insbesondere Vitamin D3 (ggf. mit Vitamin K2), Quercetin(-Phospholipid) und Vitamin C sinnvoll, da sie alle Mastzell-stabilisierende Effekte haben und somit antihistamin wirken. Daneben sind antientzündliche Pflanzenstoffe wie Boswellia und Curcumin empfehlenswert, weil sie die von Mastzellen angestoßene Entzündungskaskade hemmen.

Mastzellreaktionen zu kontrollieren, ist sehr schwierig. Neben den genannten Vitalstoffen verspricht der zusätzliche Einsatz von Antihistaminika Linderung bei Impfreaktionen.

Insbesondere vor der zweiten Impfung mit einem mRNA-Impfstoff sind Antihistaminika vorbeugend sinnvoll, weil sie die Impfreaktion abmildern können. Besonders empfehlenswert und gut verträglich sind Rupatadin/Desloratadin (H1-Rezeptor-Antagonisten) in Kombination mit Famotidin (H2-Rezeptor-Antagonist). Desloratadin oder Rupatadin helfen zusätzlich, Mastzellen zu stabilisieren. Andere, nebenwirkungsreichere Impfstoffe sollte man besser meiden oder schon bei der ersten Impfung Mastzell-stabilisierend begleiten.

Ein Mastzell-Aktivierungssyndrom geht in der Regel mit einer Histaminintoleranz (HIT) einher. Durch die Mastzellen wird bereits so viel Histamin freigesetzt, dass zusätzliches Histamin, das über die Nahrung aufgenommen oder freigesetzt wird, sehr problematisch sein kann. Bestimmte Lebensmittel können bereits vorhandene Symptome verstärken oder aber das Fass zum Überlaufen bringen. Im Gegenzug können Symptome durch eine histaminarme Ernährung oft gelindert werden.

Nicht zu vergessen ist die Stärkung der allgemeinen Gesundheit durch reichliches Trinken (mindestens 2 Liter täglich), gesunde Ernährung, tägliche Bewegung, Stressreduktion und ausreichend Schlaf. ...

Hier kann man Informationsschriften herunter laden:

U.a.

Die Rolle der Mastzellen bei Impfreaktionen - Impfbeschwerden gezielt lindern

Gratis-PDF, 53 Seiten​

Der neue Ratgeber von Dr. med. L.M. Jacob gibt Hintergrundinformationen zu Impfreaktionen, beschreibt Ursachen und Symptome und geht dem Zusammenhang von Impfreaktionen und Mastzellen tiefer auf den Grund. Mit ausführlichen Informationen zu Prävention und Behandlung von Impfreaktionen bietet der Ratgeber zudem praktische Hilfe für Impfzögerer und Betroffene. 53 Seiten
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Gratis-PDF: Wirksame Maßnahmen gegen Long Covid – Mastzell-Aktivierungssyndrom (MCAS) im Fokus

Gratis-PDF, 44 Seiten​

Der neue Ratgeber von Dr. med. L.M. Jacob gibt Hintergrundinformationen zu Long Covid, beschreibt Ursachen und Symptome und geht dem Zusammenhang von Long Covid und Mastzellen auf den Grund. Mit ausführlichen Informationen zu Prävention und Behandlung von Long Covid bietet der Ratgeber zudem praktische Hilfe für Betroffene. 44 Seiten, inkl. Literaturverzeichnis.
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Gratis-PDF des Corona-Selbsthilfe-Ratgebers

Neu: 2. stark erweiterte Auflage. 270 Seiten.

Die besten Mittel und Maßnahmen gegen die Delta-Variante, Long Covid, Grippe und Co.​

Zum Thema COVID-19 erschienen bis Oktober 2021 etwa 180.000 wissenschaftliche Arbeiten. Trotz dieser Wissensexplosion wird die Öffentlichkeit mit widersprüchlichen Botschaften überflutet. Dieser Ratgeber zeigt einen vernünftigen Mittelweg zwischen Verharmlosung und Panikmache auf. Statt Halbwahrheiten liefert er Fakten, die jeder kennen sollte – ganzheitlich, wissenschaftlich und praxisnah – und weist den Weg durch den Corona-Meinungsdschungel.
Zum Literaturverzeichnis
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Alles Gute!
Oregano
 
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Ui danke, da werd ich mal reinlesen, soweit es geht, weil leider Benommenheit und Schläfrigkeit wieder extrem zugenommen haben...wohl zu früh gefreut ...

Ich wußte schon, warum ich mich eigentlich nicht impfen lassen wollte, weil ich auf soviele Medikamente ect. heftig reagiere.
 
regulat-pro-immune
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