Herzrhythmusstörungen bei Aufregung

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Hallo ihr Lieben,

seit gut 2 Monaten habe ich immer mal wieder starke Herzrhythmusstörungen, die aber nicht gefährlich sein sollen.

Gerade bei Aufregung (egal ob freudig oder nicht), Stress oder manchmal einfach nur so habe ich starke Störungen, dass ich das Gefühl habe, mein Herz bleibt gleich stehen und ich kippe um. Es fühlt sich an, als wenn das Herz ne laaaange Pause macht und dann mit 2-3 Doppelschlägen nachschlägt. Dies ist furchtbar unangenehm.

Wie gesagt, es soll nicht gefährlich sein, NUR unangenehm. Aber ich finde das auszuhalten ganz schrecklich. Magnesium/Kalium Tabletten bekomme ich schon und wenns ganz arg ist, bekomme ich niedrig dosierte Beta-Blocker.

Wahrscheinlich ist meine Psyche dafür mitverantworltich, dass ich das so stark wahrnehme und mein Körper mom. so sensibel darauf reagiert.

Wer kennt das auch? Wie geht ihr dann damit um? Habt ihr Tricks oder Tipps?

Was die Psyche doch so alles kann... :rolleyes:

LG
himmelsengel
 
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Herzrhythmusstörungen

hi himmelsengel -
ich kenne das auch, und zwar, seit ich jugendliche war (ist schon ne zeit her ;)). unter stress - und vor allem, als ich anfing freiberuflich zu arbeiten, war das besonders schlimm. ich hatte die rhythmusstörungen vor allem nachts, in der ruhephase. dann hat man mir mal ein dauer-ekg umgehängt - war aber nix feststellbar. hat mans auf die psyche geschoben. hab ich also auch kalium und magnesium und weißdorntropfen und effortil und und und ausprobiert.
keine wirkung. nicht mal ne vorübergehende.

nach etlichem hin und her und vielen arztbesuchen kam ich zu einem internisten, und der hat mich dann vor die wahl gestellt: entweder betablocker, anfangs gering, dann immer höher dosiert, für den rest meines lebens. oder ein kurzer aufenthalt in bad krozingen im herzzentrum, wo man mittels laser und kanüle über die oberschenkelschlagader bis ins herz vordringend das ganze klärt. (sorry - ich weiß nicht genau, wie man das nennt - vielleicht weiß ein anderer den fachausdruck?) edit: hah - habs gefunden: katheterablation
hab ich also den krankenhausaufenthalt gescheut und gedacht, es geht so - also mit anfangs leichteren (haha) betablockern. nach einem jahr hab ich entschieden: ich geh nach bad krozingen. weil ich konnte keine entscheidende verbesserung feststellen.
termin gemacht.
kathederablation machen lassen.
insgesamt drei tage dort gewesen. edit: dabei wurde mittels laser ein überflüssiger reiz - sorry, ich kanns nicht anders erklären - "verschweißt". siehe auch hier.
vier wochen noch "kinder-aspirin" geschluckt.
das ist jetzt 6 jahre her - und seitdem keinerlei beschwerden mehr. das war für mich das tollste überhaupt: nie mehr nachts aufzuwachen vom herzrasen. oder an der kasse im supermarkt stehen und plötzlich das gefühl zu haben, das herz spielt verrückt. nie mehr "mitzuzählen" und sich angstvolle gedanken machen, wann das herz stehen bleibt.

ich denke mal, du musst abklären lassen, woran genau deine herzrhythmusstörungen liegen. ob es wirklich stress ist (oder hormone oder "das wetter" oder was weiß ich, was ich mir selbst oder andere gesagt haben). danach kannst du entscheiden.
nur eines würde ich dir empfehlen: bei ungeklärter ursache würde ich keine betablocker schlucken.
 

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Herzrhythmusstörungen

Es können auch verlagerte Weisheitszähne Schuld sein. Mal ein Röntgenbild machen lassen.
Liebe Grüße Carrie
 
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Herzrhythmusstörungen

Hallo Himmelsengel,

hast du schon mal ein Langzeit EKG machen lassen. Wie sich deine Beschreibung liest hast du eher einen AV Block - also Aussetzer. Die sind wohl nicht gefährlich, jedoch dürften dann Beta Blocker nicht das richtige Mittel sein. Mir hat die eine Kardiologin auch einmal verordnet um mich dann am selben Abend in heller Aufregung privat anzurufen um mir mitzuteilen, ich sollte die Beta Blocker um Gottes Willen nicht nehmen. Sie hätte sich mein EKG nochmals angeschaut und ich hätte ja Aussetzer und keine Tachykardie ;-) Vor kurzem hatte man mir einen Herzschrittmacher empfohlen, was ich jedoch als letzte Möglichkeit annehmen wollte. Ich mache jetzt seit einiger Zeit die Therapie nach Dr. Bösser - er war ein sehr angesehener Kardiologe, der der Meinung war, dass allen chronischen Erkrankungen eine latente Herzinsuffizienz zugrunde liegt, die durch Zellvergiftung entsteht. Außerdem mache ich eine Entgiftung mit Gluthation und nehme zur Leberunterstützung Silymarin (Mariendistel). Das bekommt mir sehr gut und mein Internist war beim letzten EKG doch mehr als erstaunt.
Falls du die Therapie von Dr. Bösser nachlesen möchtest, hier ist eine Verlinkung dazu:
Paracelsus Report

Alles Gute

Chiara
 
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Herzrhythmusstörungen

das ist ja auch drollig....wegen diesem herzstolpern gerade in ruhephasen, gerne kurz vor dem einschlafen war ich auch diese woche beim herzfachmann. das langzeit ekg hat keine schwerwiegenden fehler zutage gebracht. mein herz schlägt manchmal etwas zu schnell. das empfindet man auch als herzstolpern oder rasen. und natürlich ist es mal wieder die liebe psyche! ich habe auch einen leicht erhöhten blutdrock durch stress. stehe irgendwie immer unter strom, wegen diesem und jenem. versuche mich jetzt an entspannungsübungen.
 
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Scheinen ja doch einige zu kennen... :rolleyes:
@Chica
uhhh, das hört sich ja schlimm irgendwie an.
@Carrie
danke für den Tipp, aber ich habe keine Weisheitszähne mehr.
@Chiara
auch dir danke ich für deinen Tipp, aber ich hab schon eine Ausleitung vor ca. 2 Jahren gemacht. Damals wegen Schwindel. Naja, der Schwindel ist immer noch da *seufz*

Es ist so, dass diese HRST schon mal vor Jahren sehr schlimm auftraten und mein damaliger Hausarzt durch mehrere EKG's (auch 24 Std-EKG) feststellte, dass diese HRST nicht schlimm sind, aber unangenehm. Mit Beta-Blocker wurde es dann auch besser.

Jetzt ist es aufgetreten als ich bei einer Ärztin gerade saß wegen einer Erkältung und sie vorsichtshalber ein EKG machte und mich aber mit dem Befund ins KH in die Notaufnahme schickte. Ich war so geschockt, dass ich gleich ne Panikattacke bekam. Im KH wurden einige Untersuchungen gemacht, u.a. kam ich auch in die Röhre. Am Schluss stand fest, ich habe nichts schlimmes, nur HRST die unangenehm sind. Seitdem habe ich halt immer wieder mal. Oft ausgelöst durch Stress, Freude, Angst. Allerdings auch manchmal, wenn ich im Ruhezustand bin (z.B. auf der Couch liege).

Mein jetztiger HA will nächste Woche nochmal ein 24 Std-EKG machen, um noch mal genau nachzusehen.

Ich denke schon, dass es bei mir die Psyche ist. Ich bin nun mal Panikerin und habe viele Ängste. NUR, wie gehe ich mit der Situation um. Heute war ich bei meinem Verhaltenstherapeut und wir wollen schauen, was im Moment los ist. Er tippt darauf, dass ich mit Emotionen/Gefühlen nicht umgehen kann und dies dann zu körperl. Reaktionen führt.

Ich überlege ja schon zu einer Wahrsagerin oder einem Heiler mal zu gehen, weil ich einfach nicht weiss, wie ich jemals mein Leben so leben kann, dass mal keine körperl. Beschwerden da sind, aufgrund von der Psyche. Immer ist halt etwas...

Was macht ihr denn in solchen Situationen, wo ihr so arge HRST habt? Ich weiss einfach nicht, wie ich dann ruhig bleiben soll und was man machen kann in der Situation.
 
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Herzrhythmusstörungen

hi engelchen -
uhhh, das hört sich ja schlimm irgendwie an.
hmm einerseits ja. andererseits: wenn du wie ich fast 30 jahre unter herzrhythmusstörungen gelitten hast, mal mehr mal weniger, und es eben auch so lange gedauert hat, bis endlich mal ein internist drauf kam, dass es eben nicht psycho oder hormone oder was weiß ich war bei mir, bist du heilfroh, wenn du mit einem kleinen eingriff absolut beschwerdefrei leben kannst.
 
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also ich meine es tut ja nicht weh. seit dem ich weiß daß es im normalen bereich ist und nichts gravierendes...lebe ich ganz gut damit. ich mache gar nichts. stehe dann auf oder ignoriere es einfach. es heißt ja auch daß fast alle gelegentliche rythmusstörungen haben. alle bemerken es nur nicht! wir sind eben sensible besondere menschen...; )
 
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es kommt natürlich immer darauf an, wie stark solche störungen dein wohlbefinden beeinträchtigen. bei mir war es zeitweise, über monate und jahre hinweg sehr schlimm und deshalb habe ich mich zu dem schritt entschlossen. ich hatte manchmal das gefühl, mein herz würde so lange rasen bis es stehen bleibt - diese angstanfälle haben die zeitweise vorhandenen wohlfühlphasen mich nicht mehr genießen lassen. und: ich wollte auch nicht immer mehr an medikamenten nehmen.
 
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Herzrhythmusstörungen

hallo,
ich habe meine herzrhythmusstörungen, die auch mit betablocker behandelt wurden wegbekommen, indem ich die schwermetalle der amalgamfüllungen, die eine reizleitungsstörung verursachen aus dem gehirn vermindert habe. es dauerte 2,5 jahre.ich habe ein zahnfach im oberkiefer auskratzen lassen auf anraten meines heilpraktikers. dann hatte ich noch mit daunderer telefoniert, der mir zu dmps schnüffeln riet. das habe ich gemacht. verursacht bei mir aber starke augentrockenheit. (leber)
lg
helen
 
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@chica
da hast du natürlich recht. Wenn man das Jahre ständig hat, ist man froh, wenn einem dann endlich dauerhaft geholfen wird.
Für mich hören sich OP's am Herzen immer einfach schlimm an. Wenn es ein kleiner Eingriff war, dann nimmt man das natürlich gerne in Kauf.

Zum Glück ist es bei mir nicht so, wie bei dir. Von daher habe ich wohl Glück, dass ich einfach nur so schon mal HRST habe. Trotzdem verunsichern sie mich sehr und kann mit sowas schlecht umgehen und Ruhe bewahren.
 
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Herzrhythmusstörungen

Hallo Himmelsengel,

Herzoperationen gehören mittlerweile zum medizinischen Standard. Ich wurde mit einem Herzfehler geboren, der 1974 in Tübingen behoben wurde. Damals gab ganze zwei Kliniken in Deutschland die Herz OP`s durchgeführt haben. Und heute gibt es diese OP`s in fast jeder größeren Stadt. Das nur am Rande ;-)

Ich kann auch verstehen, dass du zu einem Heiler gehen möchtest um die Ursache zu ergründen ;-) Auch bei mir ist es so, dass sich die Psyche immer ein organisches Ventil sucht. Irgendwann wurde es mir zu bunt und ich suchte nach Lösungen. Durch Yoga, Entspannung u. Meditation kam ich schon ein ganzes Stück weiter, jedoch nicht weit genug. So habe ich vor einiger Zeit begonnen mich mit dem Schamanismus zu beschäftigen und hierin eine weitere Passion entdeckt. Du beschäftigst dich intensiv mit deiner Seele und mit der Heilung der Seele. Das ist eine wunderbare Sache, denn mir ist bewußt geworden, dass meine körperlichen Symptome die Sprache meiner Seele ist. Seit ich meine schamanischen Reisen mache, weiß ich, wie ich mit meine Seele beachten kann und soll und vor allem auch wie ich meine organischen Probleme beheben kann.

Und - ich kann es gut nachvollziehen, dass man sich mit HRST recht viele Gedanken macht, denn der Herz ist nicht wirklich ersetzbar. Wenn ich merke, dass ich HRST habe, dann trinke ich meist mehrere Schlucke Mineralwasser aus der Flasche und dann pendelt es sich meist ein. Auch würde ich dir Entspannungstechniken empfehlen. Damit kannst du dich ggf. schnell selbst beruhigen. Schon probiert? Auch eine kurze Meditation täglich hilft enorm sich selbst ins Gleichgewicht zu bringen. Falls du Tips brauchst, sprich mich ruhig an.

Liebe Grüße u. viel Erfolg

Chiara
 

Bodo

Herzrhythmusstörungen

Das ist eine wunderbare Sache, denn mir ist bewußt geworden, dass meine körperlichen Symptome die Sprache meiner Seele ist.
Da ist was dran. Körper und Seele sind eng verknüpft.

Allerdings kann die psychosomatische Betrachtungsweise auch in die Irre führen, wenn man sie dogmatisch anwendet, wie ich erfahren musste.

Schon seit früher Jugend litt ich zunehmend unter Schwindel, Benommenheit, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Magen/Darmproblemen und anderen Beschwerden.

Vieles davon stellt sich Heute als gebessert dar.

Da ich damals von Arzt zu Arzt lief und Keiner etwas fand, legte man sich fest.
Es sei psychisch. Ich würde verdrängen. Widerwillig ließ ich mich darauf ein, einem stationären Aufenthalt in einer Psychosomatikklinik zuzustimmen.

Die Therapeuten wollten mich davon überzeugen, dass meine Symptome Ursache in einer Verdrängung haben. Ich konnte dies nicht nachvollziehen und wurde bockig. Interessant waren die Thesen trotzdem. Gebracht hat es nichts.

Viel später stellte sich dann durch einen schulmedizinischen Test heraus, dass ich chronisch schwermetallvergiftet war/bin. Die Symptome waren typische Zeichen einer solchen Vergiftung. Die (langwierige) Entgiftung hat mir sehr geholfen. (Siehe meine Postings im Amalgamthread).

Trotzdem - nach anfänglichem Groll - möchte ich diese Zeit nicht missen.

Ich habe 88 und 95 während den Aufenthalten einiges gelernt und manch Schönes ist mir widerfahren. Wenn man es richtig anstellt, kann das Spiegeln und Reflektieren Sinn machen und einen Weg aufzeigen. Für sich und Andere (Familie, Partner, Freundschaften).

Die Gefahr liegt wie immer in Einseitigkeit und absoluter Festlegung.

Wenn man erstmal gelernt hat, tiefenpsychologisch zu analysieren, kann dies zu einer echten "Sucht" werden. Ich analysierte damals Alles und Jeden.:)

Es brauchte Zeit, bis ich wieder von dem Analysetrip runterkam.

Festzuhalten bleibt, dass jede Erkrankung Auswirkungen auf das Seelenleben hat. Das eine wunde Seele sich auch somatisierend auswirken kann, ist eine Selbstverständlichkeit.

LG, Bodo
 
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Herzrhythmusstörungen

Lieber Bodo,

ich gebe dir durchaus recht - oftmals ist es ein Zusammenschluß und es gilt Körper und Seele zu entgiften. Womit wir auch wieder beim Thema wären. Ich möchte dir ein Beispiel aus meinen Erlebnissen benennen.

Vor einigen Jahren sind mir sehr üble Dinge meiner Kindheit durch einen kleinen, vermeintlich unbedeutenden Zwischenfall, zurück ins Gedächtnis gerufen worden. Ich versuchte die Dinge konstruktiv anzugehen und versuchte sie für mich zu klären. Da dazu jedoch mehrere Parteien gehörten und ich die einzige Partei war, die bereit war, die Dinge zu klären, spitzte sich die Situation immer weiter zu. Das Endresultat war, dass ich einen Dickdarmdurchbruch bekam. Man entfernte mir ein Stück Darm, ich bekam einen künstlichen Darmausgang, der nach einem halben Jahr rückverlegt wurde und stellte fest, dass es mir psychisch wesentlich besser ging als zuvor und mich die Kindheitserinnerungen nur noch am Rande wirklich belasten konnten. Es mag wohl sein, dass ich ob meiner Erkrankung zu einer relaxteren Einstellung gekommen bin, jedoch machte ich mich auf die Suche nach der Ursache. Ich stellte fest, dass der Darm für die Kindheit steht und da ich Divertikel hatte, war für mich die Sache auf einmal total klar... es waren die unverdauten Dinge meiner Kindheit, die sich einen Durchbruch auf organischer Ebene gesucht haben. Dass ich weiterhin organische Probleme habe, führe ich heute nun zum einen tatsächlich auch auf einen Vergiftungsprozeß zurück und auf immer noch nicht ganz verarbeitete psychische Probleme (und derer gab es schon verdammt viel in meinem Leben ;-)) Von Vorteil wäre gewiß in meiner damaligen Situation schon eine Entgiftung gewesen (auch hier - Entgiftung der Kindheitstraumata), aber ob dies wirklich ausreichend gewesen wäre den Durchbruch zu verhindern - ich weiß es nicht. Vielleicht muß man einfach auch manchmal um zu wachsen gewisse Dinge erlebt haben?

Liebe Grüße

Chiara
 
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hallo

lass mal die Schilddrüse untersuchen bei Schilddrüsenüberfunktion bekommt man auch Herzrhythmusstörungen

Gruß Michael
 
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