Glaubenssätze - Diskussion

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18.12.06
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Ist eine andere Betrachtungsweise möglich?

Hallo!

Ist eine andere Betrachtungsweise möglich?

NEIN!

wir sind gefange unseres unterbewustseins. die tatsache das wir denken wir könnten uns frei entscheiden ist reine illusion. unser gehirn selbst erzeugt diese täuschung.

das ICH ist eine vom gehirn selbst erschaffene illusion. und aus dieser falschen sicherheit heraus, empfinden wir uns als urheber jeden handelns und tun´s.

ich weiß, jetzt werden wieder viele aufschreien.
ich möchte denen folgendes beispiel geben:

wenn wir träumen haben wir keine möglichkeit die von unserem gehirn erzeugten illusionen als solche auch zu erkennen. es ist uns während des traumes unmöglich, egal wie real oder surreal auch dieser traum sein mag. auch ist die illusion IMMER perfekt, es fühlt, richt, hört und sieht immer real aus. nie, nicht ein einziges mal "ertappen" wir unser gehirn während eines traums bei einem "fehler", nie! nur danach schütteln wir den kopf über den "verrückten" traum. während des traums kämen wir nie auf die idee das dies alles nicht real ist.

auch stehen entscheidungen im gehirn schon fest, lange bevor wir diese als "unsere" eigene realiesieren. zahlreiche untersuchungen haben dies bestätigt.

eine wirklich andere betrachtungsweise wäre nur dann möglich, wenn sich unser gehirn selbst begreifen könnte.

also ich denke, nüchtern betrachtet haben wir keine wahl. die tatsache das ich eine situation aus verschiedenen positionen betrachten kann, empfinde ich nicht als wirkliche freiheit des denken und handeln.


grüße
richter
 
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15.02.07
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Ist eine andere Betrachtungsweise möglich?

Hallo RRichter, wenn du glaubst, dass unser Gehirn alles steuert, dann stimmt deine Betrachtungsweise, was ist aber mit dem Unbewußten?
Und wie würdest du nun das Luzide Träumen beurteilen? Wie ist es mit der Veränderung der Glaubenssätze, wenn das stimmt, was du schreibst, bleibt man immer das was man ist. Veränderung wäre eine Illusion?
Unbequeme Fragen verändern dein Bewußtsein :wave:
 
Themenstarter
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18.12.06
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hallo done!

wer steuert luzide träume?

das bewusstsein, das unterbewusstsein, du?
jedenfalls hatte ich noch keinen und selbst die existenz solcher träume würden die freiheit des denkens nicht beweisen. wüßte auch nicht warum, wo ist der unterschied zu bewußten tagträumen z.B.

das bewußtsein ist eben keine konstante, sondern abhängig vom herrschenden zustand und umwelteinflüssen denen wir begegnen.
gerade die tatsache das es zu gravierenden veränderungen kommen kann (z.B schizophrenie) deutet darauf hin.


alternatives nicht instinkgesteuertes handeln würde allen bisher gemachten beobachtungen der natur wiedersprechen.

gerade dann, wenn wie du es formulierst, unbequeme fragen das bewußtsein verändern, ist dies ein beleg dafür das wir keine handlungsfreiheit haben.
wir können eben nicht so bleiben wie wir wollen, den wir haben in wahrheit eben keinen einfluß darauf.
wenn wir aber nicht die freiheit haben ein leben lang so zu bleiben wie wir sind, uns eben nicht zu verändern, wie können wir dann anderseits davon ausgehen das alle veränderungen die wir anstreben, auch aus dem ICH heraus geschehen?

ich bin der meinung das ich nur dann etwas willentlich entscheiden könnte, wenn ich auch in der lage wäre dies nicht zu tun.
täglich beeinflußt und verändert mich meine umwelt ohne das ich es will und ich kann nichts, rein gar nichts dagegen tun. also bleibt mir nur die schlußvolgerung das das gegenteil auch nicht möglich ist.

das diese sichtweise für andere einen zusammenbruch ihrer weltanschauung darstellt ist mir klar und ich respektiere dies auch, für mich aber trifft dies nicht zu und ich kann damit auch sehr gut leben.
auch werden dadurch für mich einige seltsame verhaltensweisen von manchen menschen erklärbar, wie sie durch "handlungsfreiheit" überhaupt nicht wären.

grüße
richter
 
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15.02.07
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hallo done!

alternatives nicht instinkgesteuertes handeln würde allen bisher gemachten beobachtungen der natur wiedersprechen.

ich bin der meinung das ich nur dann etwas willentlich entscheiden könnte, wenn ich auch in der lage wäre dies nicht zu tun.
täglich beeinflußt und verändert mich meine umwelt ohne das ich es will und ich kann nichts, rein gar nichts dagegen tun. also bleibt mir nur die schlußvolgerung das das gegenteil auch nicht möglich ist.

das diese sichtweise für andere einen zusammenbruch ihrer weltanschauung darstellt ist mir klar und ich respektiere dies auch, für mich aber trifft dies nicht zu und ich kann damit auch sehr gut leben.
auch werden dadurch für mich einige seltsame verhaltensweisen von manchen menschen erklärbar, wie sie durch "handlungsfreiheit" überhaupt nicht wären.

grüße
richter

Guten Morgen RRichter, wenn es deine Philosophie und deine Erfahrungen sind, dann ist es genau die richtige Sichtweise für dich und nicht angreifbar, genau so wie es mit dem Glauben eben so ist.
Es kann meine Weltanschauung nicht erschüttern, ich kenne viele Menschen, die so denken wie du, das ist vollkommen in Ordnung.
Jetzt kann ich auch verstehen, warum du z. B. nicht aufhören kannst zu rauchen.
Ich persönlich gehe davon aus, dass ich sowohl Einfluß auf mein Unterbewußtsein als auch auf mein Leben habe und so lebe ich auch.
Das heißt nicht, dass wir uns großartig unterscheiden, sondern wir haben einfach nur einen unterschiedlichen Glauben, gestalten trotzdem - hoffentlich - unser Leben sinnvoll.
Einen schönen Tag für dich :wave:
 
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14.01.04
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Hallo

Möchte mich da Done anschliessen:

Es beginnt damit, ob man ein Problem als Herausforderung oder als eine unlösbare Tatsache annimmt.
Genau!

Und wahrscheinlich endet es bei den Glaubenssätzen, die man irgendwann kreiert hat und die immer noch das Denken, Handeln und Fühlen beeinflussen
Dito. Man kann sich also ganz einfach selber fragen, was denke ich zu m Themax, Thema y, als zB zu meiner arbeit, meiner ehe, etc. So kann man seine Glaubenssätze überprüfen. Danach kann man entscheiden, ob man diese Glaubensätze auch möchte. Bsp: TZur Arbeit gehe ich nur wegen dem Geld. Wenn man diues nicht möchte, muss man sein Glaubenssatz verlassen oder eventuell auch etrwas im Leben ändern
 
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14.01.04
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Hallo Richter

wir sind gefange unseres unterbewustseins. die tatsache das wir denken wir könnten uns frei entscheiden ist reine illusion. unser gehirn selbst erzeugt diese täuschung.
Das ist schlicht nicht wahr. Auch die Praxis einiger leute zeigt dies. Und wenn es wahr wäre, dann dürfte niemand mehr bestraft werden, keine gerichte, keine Polizei etc, da der Mensch ja für sein Handeln dann keine Verantwortung tragen würde. dh wenn Du das wirklich galubst, müsstest du für so was einstehen.

während des traums kämen wir nie auf die idee das dies alles nicht real ist.
Oh doch ist mir selber schon 2mal passiert und anderen auch schon.

auch stehen entscheidungen im gehirn schon fest, lange bevor wir diese als "unsere" eigene realiesieren. zahlreiche untersuchungen haben dies bestätigt.
Das stimmt so schlicht nicht! Man hat herausgefunden, das das Gehirn etwas tut, bevor wir uns bewusst entschieden haben dasjenige zu tun. Alles andere ist Interpretation. Diese Interpretation gründet erstens auf der Annahme der Entscheidungsablauf sei linear und zweitens das wir als Person erst selber entscheiden, wenn uns der Entscheid bewusst ist. Beide Annahmen sind nicht im geringsten bewiesen.
Ein typisches Beispiel wie Fakten und Interpretationen vermischt werden und dann als angeblich beweisen dargelegt werden.
 
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10.01.04
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Hallo Beat,
Dito. Man kann sich also ganz einfach selber fragen, was denke ich zu m Themax, Thema y, als zB zu meiner arbeit, meiner ehe, etc. So kann man seine Glaubenssätze überprüfen. Danach kann man entscheiden, ob man diese Glaubensätze auch möchte.
Ich glaube nicht, daß das so einfach ist. -
1. Kommt man gar nicht so leicht auf alt-eingefahrene Glaubenssätze, weil
die längst im Unterbewußtsein verschwunden sind. Erst müssen sie mir
wieder bewußt werden, damit ich sie erkenne.
2. Auch wenn mir diese Glaubenssätze (und VErhaltensmuster) bewußt
geworden sind, kann ich sie auch bewußt ändern, wenn ich das beschließe.
Wer aber mal an so ein Thema drangekommen ist, weiß, daß der Beschluß
allein meistens noch keine Änderung herbeiführt oder evtl. nur kurzzeitig.
Auch da heißt es mit sich selbst arbeiten, sich motivieren (lassen), sich klar
darüber werden, warum man etwas verändern will, daß es zum eigenen
Nutzen ist.
Ich denke, daß nur über die Kommunikation mit dem Unterbewußten (Meditation, alpha-Zustand...) letztlich auch im bewußten Denken und Verhalten etwas verändert werden kann.

Gruss,
Uta
 
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14.01.04
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Hallo Uta

zu 1. Wenn man wirklich ehrlich zu sich ist, kommt das meiste raus. Du kannst ausserdem die Glaubenssätze überprüfen, indem Du Deine Handlungen den angeblichen Glaubenssätzen gegenüberstellst. Wenn da Differenzen sind...
Ausserdem kannst du die handlungen und Glaubenssärtze deiner Vorfahren und prägenden Personen betrachten und schauen, was allenfalls von denen in Dir ist.

zu 2. Richtig. Mit dem Beschluss muss man auch die Taten dazu beschliessen und ein Controlling darüber machen. Die Motivation ist da natürlich sehr wichtig wei Du schreibst.

Ich denke, daß nur über die Kommunikation mit dem Unterbewußten (Meditation, alpha-Zustand...) letztlich auch im bewußten Denken und Verhalten etwas verändert werden kann.
Das denke ich nicht, zumindest kenne ich einige, die alleine die durch Beschlüsse, dh auch praktische, Ihre Einstellung und dadurch auch Ihr Verhalten sehr geändert haben.
 
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18.12.06
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hallo beat!

deine sichtweise und der daraus entstehenden logik ist sehr interresant!

"Und wenn es wahr wäre, dann dürfte niemand mehr bestraft werden, keine gerichte, keine Polizei etc, da der Mensch ja für sein Handeln dann keine Verantwortung tragen würde."

also, nur weil irgendwann, irgendjemand auf die idee kam einen anderen für irgendetwas das demjenigen nicht gefiel zu bestrafen, ist es jetzt bewiesen das deine theorie richtig ist!

ich erspare es mir einfach dir meine sichtweise weiter darzulegen, denn wenn man aus solchen argumentationen den schluß zieht: "dann kann es ja gar nicht stimmen," fehlt mir jegliche motivation hier weiterzumachen.

eine obrigkeitshörigkeit wie du sie offenbar verinnerlicht hast ist mir völlig fremd, und deswegen sehe ich mich außerstande mich mit dir weiter auseinanderzusetzen.


vielleicht solltest gerade du dir das thema dieses threads besonders zu herzen nehmen.


grüße
richter

p.s.: auch könntest du dich darüber informieren was unter anderem Prof. Dr. Dr. G. Roth , und viele weiterer seiner kollegen zur thematik über die bereits im gehirn getroffenen entscheidungen herausgefunden haben. und dann wiederlege das mal, aber nicht einfach mit einem "das ist schlicht falsch" oder dies sei" interpretation". wiederlege es mit fakten!
 
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02.05.06
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hi,

sehr erfreuend das es hier kommt zu glaubenssatze.
viele sind teil von uns ohne das wirs bemerken.
manche aber herkennen wir indem wir sachen machen oder uns verhalten in ein art die uns zum nachdenken bringen.woher das kommt.
viele sind auch da entstanden aus überlebungsdrang,oder um unsere ängste nicht stehen zu mussen.

ich beschäftige mich ins moment mit den thema selber,weil so oft gesagt wird:
ich glaube das.....,auch durch mich,bin kein ausnahme da.

vielleicht ein überlegung für allen,wirklich bewusst zu sein bei sich ausdrücken ,:wenn denke ich das,wenn spüre ich das oder wenn glaube ich das.....

könnte doch raum schaffen und klarheit oder?


lg brigi:kiss:
 
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14.01.04
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Hallo Richter

also, nur weil irgendwann, irgendjemand auf die idee kam einen anderen für irgendetwas das demjenigen nicht gefiel zu bestrafen, ist es jetzt bewiesen das deine theorie richtig ist!
Das ist richtig. Ich schrieb auch nicht, das es deswegen falsch ist. Ich schrieb nur, wenn Du konsequent an das was Du schreibst glaubst, musst Du für deren Abschaffung sein.

auch könntest du dich darüber informieren was unter anderem Prof. Dr. Dr. G. Roth , und viele weiterer seiner kollegen zur thematik über die bereits im gehirn getroffenen entscheidungen herausgefunden haben.
Habe ich ja. Habe auch klar auffgeführt, was sie wirjklich herausgefunden haben und was nur Ihre Interpretation aufgrund unbewiesener Annahmen ist.

und dann wiederlege das mal, aber nicht einfach mit einem "das ist schlicht falsch" oder dies sei" interpretation". wiederlege es mit fakten!
Du hast erecht, so wie ich es schrieb, war es nicht korrekt, entschuldie. Korrekt ist, das es schlicht falsch ist, dass es bewiesen ist. Ich kann es mit Fakten nicht genug widerlegen, aber derjjenige welcher es als Tatsache "verkauft" der müsste es ja eigentlich belegen. Und das kann er wie geschrieben wegen den unbewiesenen Annahmen eben nicht!
 
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11.09.06
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Hallo Richter,

ich bin zwar nicht oft mit Beat einer Meinung, aber in dieser Diskussion muss ich ihm zustimmen, nicht weil ich seine Einstellung voll und ganz teile, sondern weil er dir widerspricht.
Wenn ich das richtig sehe, dann ist deine Weltanschauung eine deterministische, in der alles theoretisch vorhersehbar wäre, wenn man nur ein Wesen finden würde, das intelligent genug wäre die ganze Information aufzunehmen, die in unserem Universum enthalten ist. (was das für ein Wesen sein muss ist eine andere Geschichte)
Du sagst auch, dass dein Bewußtsein sozusagen Opfer seiner Umgebung ist, da es die ganze Zeit davon beeinflusst und manipuliert wird. Außerdem bist du der Ansicht, dass im Gehirn vor einer bewußt stattfindenden Entscheidung schon entsprechende Vorgänge in Gang kommen, um die Entscheidung erst möglich zu machen.

Ich verstehe die Sichtweise deiner Realität, aber in diesem Thread geht es darum, seine Sichtweise einmal zu ändern.
Sieh es mal so: Es gibt zwar keinen Zufall, der einem Determinismus widersprechen würde, aber das Ursache-Wirkungs-Prinzip in die andere Richtung: Das Innen (Bewußtsein, Psyche, Geist, Traum, Wunsch, Gedanke) bestimmt das Außen (Materie, Gegenständlichkeit, Erscheinung).

Der überbewußte Wunsch nach einer Erfahrung steuert das Individuum in eine Situation, in der es die Möglichkeit hat, diese Erfahrung zu verinnerlichen. Also der Weg zurück vom Außen zum Innen. Wenn das Individuum sich seiner Situation bewußt wird (also wenn die Welt voll und ganz wahr-genommen wurde), dann kann sich das Überbewußte für einen neuen Wunsch entscheiden, der dann eine neue Situation herbeiruft und so weiter.

Die Versuchsperson in diesem Experiment nimmt sich selbst wahr zu einem bestimmten Zeitpunkt, dass sie sich zu etwas entschieden hat. Dass dieser Entscheidung aber ein Gefühl vorausgegangen ist, zu dem sich das höhere Selbst oder Überbewußte entschlossen hatte, wird hier ignoriert.

Ich stelle hier die These auf, dass jedem Gedanken ein Gefühl vorausgeht, und wer ganz still ist und genau hinhört, der kann es fühlen, und braucht sich nicht in irgendwelchen Gedankengebäuden verlieren.

Alles Gute euch allen, und RRichter: spiel nicht den HHenker, ;) Valentin
 
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19.03.06
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Hallo, RRichter, Done, Uta, Soullove, Beat und Valentin. Eure Diskussion finde ich wichtig, deshalb habe ich sie in einen eigenen Thread gestellt.

Fröhliches weiterdiskutieren wünscht Euch

Leòn
 
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19.03.06
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Hallo Valentin,

Ich stelle hier die These auf, dass jedem Gedanken ein Gefühl vorausgeht, und wer ganz still ist und genau hinhört, der kann es fühlen, und braucht sich nicht in irgendwelchen Gedankengebäuden verlieren.
Ja, davon bin ich auch überzeugt. Und wer weiter "genau hinhört", das ist meine Meinung, wird feststellen, dass vor dem Gefühl ein Gedanke (nämlich eine Bewertung) und davor ein auslösendes Ereignis war.

Herzliche Grüße von

Leòn
 
Beitritt
19.03.06
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Ist eine andere Betrachtungsweise möglich?

Hallo Beat,
Ich glaube nicht, daß das so einfach ist. -
1. Kommt man gar nicht so leicht auf alt-eingefahrene Glaubenssätze, weil
die längst im Unterbewußtsein verschwunden sind. Erst müssen sie mir
wieder bewußt werden, damit ich sie erkenne.
2. Auch wenn mir diese Glaubenssätze (und VErhaltensmuster) bewußt
geworden sind, kann ich sie auch bewußt ändern, wenn ich das beschließe.
Wer aber mal an so ein Thema drangekommen ist, weiß, daß der Beschluß
allein meistens noch keine Änderung herbeiführt oder evtl. nur kurzzeitig.
Auch da heißt es mit sich selbst arbeiten, sich motivieren (lassen), sich klar
darüber werden, warum man etwas verändern will, daß es zum eigenen
Nutzen ist.
Ich denke, daß nur über die Kommunikation mit dem Unterbewußten (Meditation, alpha-Zustand...) letztlich auch im bewußten Denken und Verhalten etwas verändert werden kann.

Gruss,
Uta
Hallo Uta,

ich bin außerdem sicher, dass man alte Glaubenssätze erst "ändern" kann, wenn man sie durch einen anderen, (besseren, passenderen, hilfreicheren) ersetzt. Statt zum Beispiel zu "glauben": "Immer sind alle gegen mich!", kann ich diese Ansicht ändern, indem ich sie zum Beispiel ersetze, durch einen Satz wie: "Es ist ganz normal (und in Ordnung), dass man manchmal anderer Meinung ist als ich!". Dies setzt aber, wie Du sagst, erst einmal eine Bewusstmachung und einen bewussten Prozess, in dem ich ich die neue Einstellung "einpflege" (wie auch immer9 voraus.

Herzliche Grüße von

Leòn
 
Beitritt
14.01.04
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Glaubgensgrundsätze beruhen meist auf Weltanschauungen, die man von sich meist kennt, während man den einzelnen Glaubenssatz aber oft unbewusst ist.

Bsp:
Was ist der mensch?
Wie ist der Mensch?
Was bin ich, bzw warum bin ich da?

Ganz einfach und zentral: Ist der mensch gruundsätzlich (nur) gut, zB bei geburt, und nur die Umwelt schlecht? (Wie dies möglich sein soll, da die Umwelt ja der mensch macht und die ja nie scghlecht werden kann, wenn der mensch nur gut ist, sei mal dahingestellt.
Oder eben, der Mensch ist (auch) ein Sünder, schon seid der Geburt und wird es immer wieder.
 
Beitritt
19.03.06
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Hallo Beat,

hier sind eher "Glaubenssätze" im Sinne von Einstellungen gemeint. Und zwar weniger religiöse, als viel mehr solche, die das Leben in einem psychosozialen Sinn betreffen. Sicher gehört eine religiöse Einordnung des Einzelnen dann auch wieder mit dazu, sie ist aber nicht ausschließlich gemeint.

Herzliche Grüße von

Leòn
 
Beitritt
14.01.04
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Hallo Leon

Ich weiss was Du meinst. Die Einstellungen werden aber durch die voprherrschende und religiös bzw glaubensmässig herrschende kultur geprägt, womit dann auch die unreligiösen Glaubenssätze geprägt werden.

BsP: Personen die sogenannte Naturreligionen haben (in gewissen Teilen von Afrika zB) haben deswegen ganz andere Glaubenssätze wie zb ich kann die welt und mein Umfeld soweiso nicht verändern.
 
Beitritt
10.01.04
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Könnte man es so machen:
Beat spricht von Glaubenssätzen im Zusammenhang mit Glauben, Religion, Naturvölkern usw.

Gemeint waren aber eben genau nicht Glaubenssätze in diesem Beat'schen Sinne sondern Denkmuster, die wir von Kind auf lernen und uns einprägen. Religion kann da eine Rolle spielen, muss aber überhaupt nicht. Denn jeder Mensch hat Denkmuster, darum kommt man gar nicht herum.
Wenn man aber merkt, daß solche Denkmuster das eigene Verhalten sehr stark beeinflussen, also bewußt wird, daß sie hinderlich sind, dann kann es sehr gut sein, darüber nachzudenken und Wege zu suchen und zu finden, diese Denkmuster aufzulösen und durch tauglichere zu ersetzen.

Beispiel für Denkmuster, wie ich sie verstehe:
Buben weinen nicht
Mädchen müssen immer lieb sein
X kann einfach nicht richtig organisieren
Y ist total unmusikalisch
Z ist völlig unsportlich ....

Gruss,
Uta
 
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