Gibt es ein Leben nach der Geburt ?!

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Zwillinge – ein Gespräch in der Gebärmutter


- „Glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?“

- „Ja, das gibt es. Unser Leben hier ist nur dazu gedacht, dass wir wachsen und uns auf das Leben nach der Geburt vorbereiten, damit wir stark genug sind für das, was uns erwartet.“

- „Blödsinn, das gibt es doch nicht. Wie soll denn das überhaupt aussehen, ein Leben nach der Geburt?“

- „Das weiß ich auch nicht. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?“

- „So ein Unsinn! Herumlaufen, das geht doch gar nicht. Und mit dem Mund essen, so eine komische Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Außerdem geht das Herumlaufen gar nicht, die Nabelschnur ist schon jetzt viel zu kurz!“

- „Doch, es geht ganz bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders.“

- „Es ist noch nie einer zurückgekommen von ‚nach der Geburt’. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Und das Leben ist eine Quälerei und dunkel ...“

- „Auch wenn ich nicht so genau weiß, wie das Leben nach der Geburt aussieht, jedenfalls werden wir dann unsere Mutter sehen und sie wird für uns sorgen.“

- „Mutter? Du glaubst an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?“

- „Na hier, überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie können wir gar nicht sein.“

- „Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht.“

- „Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt ....“


Gruß,
Harry
 
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Keine Ahnung - was da in meinem Beitrag vorher los war - der Admin kann ihn gerne löschen.

Hallo Harry - ich kenne die Geschichte ein wenig anders und werd die Version hier auch mal reinstellen :)

Eines Tages geschah es: Im Schoß der Mutter wurden Zwillingsbrüder empfangen. Die Wochen vergingen, die Jungen wuchsen heran. Und in dem Umfang, in dem ihr Bewusstsein zunahm, wurde auch ihre Freude immer größer: “Ist es nicht wunderbar, dass wir leben?“ sagte der eine zum anderen.

Und Schritt für Schritt begannen die Zwillinge , ihre Welt zu entdecken.
Dabei fanden sie auch ihre Schnur, die sie mit ihrer Mutter verband und ihnen die Nahrung gab und sie jauchzten beglückt: „Wie groß ist die Liebe unserer Mutter, dass sie ihr eigenes leben mit uns teilt!“ Als jedoch die Wochen vergingen und zu Monaten wurden, merkten sie plötzlich wie sehr sie sich verändert hatten.

„Was soll das bedeuten?“ fragte der eine. „Das heißt,“ antwortete der andere, „dass unser Aufenthalt in dieser Welt bald zu Ende sein wird.“

„Aber ich will nicht gehen,“ erwiderte der erst, „ich möchte hier bleiben.“

„Wir haben keine Wahl,“ antwortete der zweite,“ vielleicht gibt es ja auch ein Leben nach der Geburt?“

„Wie könnte das möglich sein?“ fragte zweifelnd der erste. „Wir werden doch unsere Lebensschnur verlieren. Und wie sollen wir ohne sie leben? Andere haben vor uns diesen warmen, geborgenen Raum verlassen, doch keiner von ihnen ist zurückgekommen und hat uns gesagt, dass es ein Leben nach der Geburt gibt. Nein, die Geburt ist das absolute Ende!“

Darüber wurde er zutiefst traurig und sagte: „Wenn die Empfängnis mit der Geburt endet, welchen Sinn hat dann das Leben im Mutterschoß? Es ist sinnlos“ und überhaupt: Vielleicht gibt es gar keine Mutter?“

„Aber sie muss doch existieren,“ protestierte der andere, „wie sollen wir sonst hierher gekommen sein? Und wie könnten wir am Leben bleiben?“

„Hast Du je unsere Mutter gesehen?“ fragte der erste. „möglicherweise lebt sie nur in unserer Vorstellung. Und wir haben sie uns bloß ausgedacht, weil wir unser Leben dann besser verstehen können:“

So waren die letzten Tage im Schoß der Mutter gefüllt mit vielen Fragen und großer Angst. Schließlich kam der Augenblick der Geburt. Als die Zwillinge ihre Welt verlassen hatten, öffneten sie ihre Augen und schrieen vor Begeisterung. Was sie sahen, übertraf ihre kühnsten Träume.

Was denkst Du denn bei dieser Geschichte? Warum hast Du sie hier reingesetzt?

Viele Grüße
 
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12.09.04
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Liebe Sternenfee,

Deine Frage:
Was denkst Du denn bei dieser Geschichte? Warum hast Du sie hier reingesetzt?

beim Durchlesen des Threads "Zum Thema Gibt es Gott und ein Leben nach dem Tod usw" errinnerte ich mich an die Geschichte mit den Zwillingen, auf die ich kürzlich im Internet gestossen war.

Ich war bis vor ca. 3 Jahren ein eher materialistisch eingestellter Mensch, zudem hatte ich durch Erlebnisse in meiner Kindheit sowie technischer Ausbildung und Berufsleben mein Gefühlsleben und spirituelle Themen stark "verdrängt". Gleichzeitig entwickelte ich im Laufe der Jahre gewisse Ängste bzgl. Sterben und "was wird sein wenn ich sterbe" und generell über den Sinn meines Daseins auf der Erde.

Meine Ernährungsumstellung hat neben Beseitigung meiner körperlichen Beschwerden und Krankheiten peu-à-peu zu einer - ich möchte es so ausdrücken - "Entgiftung" meines Seelenlebens geführt, so daß ich mittlerweile ein sehr spirituell orientierter und interessierter Mensch geworden, habe zugang zu entsprechender Literatur gefunden (die z.T. schon mehrere jahre in meinen Bücherregalen "vergammelte") und habe ein Gottvertrauen erlangt, daß ich nie für möglich gehalten hätte.

Die Geschichte mit den Zwillingen erinnerte mich letztendlich an meine früheren, eigenen gehegten Zweifel - zuvor war ich wohl der "blaue" - nun sehe ich als als "roter" Zwilling.

Liebe Grüsse
Harry
 
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Hi
Die geschichte kannte ich noch nicht. Sie ist aber wirklich interessant.

@Harry.
Ich bin der Meinung, wer weiter kommen will, kommt um den spirituellen weg nicht herum(eher geht ein kamel durchs nadelöhr).
aber manchmal bereut man diesen schritt, weil man auch durch die hölle muss(durchs tal der tränen. und opfer)aber hat man ihn einmal eingeschlagen, geht es nicht mehr zurück(man kann ja nichts vergessen, was man jetzt weiss). aber man spürt irgendwann, ja der weg ist wohl richtig. und es gibt so viele hilfen, dann geht es und man kommt irgendwie durch.
wenn man erst mal ein fundament hat und es den prüfungen stand hält, fühlt man sich besser.
man gelangt manchmal auf verzweigungen, die doch nicht stimmen, da hilft es flexibel zu sein und im glauben ein bisschen aufräumen.
(so. das war meine sonntagspredigt.*g*)

Liebe Grüsse Sabrina
 
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Hallo sabrina,
was meinst Du mit "spirituellem Weg"? Geht nicht jeder Mensch auf seine Weise einen spirituellen Weg, selbst wenn er gerade ein großer Bösewicht ist? Denn wenn man an einen spirituellen Weg glaubt, schließt das ja ein, daß es einen "Spirit", eine Quelle, Gott gibt, zu dem dieser Weg hinführt.
aber manchmal bereut man diesen schritt, weil man auch durch die hölle muss(durchs tal der tränen. und opfer)aber hat ...
Welche Hölle, welches Tal der Tränen? Ist es denn nicht so, daß wenn man einen Weg des geistigen Wachstums betritt, man sich bewußt ist, daß eben andere "nicht-geistige" Dinge vielleicht wegfallen? Warum dann die Tränen und gar die Hölle?
Gruss,
Uta
 
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28.10.05
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Hi Uta

Stimmt schon, jeder ist auf seinem Weg, aber viele unbewusst und schlafen noch. Das meinte ich damit, den spirituellen Weg gehen, bewusster sein, dass man die Verantwortung seiner Gedanken, Worte und Taten trägt. dass man Mitschöpfer ist und gewahr wird, wie die Lebensgesetze funktionieren. Es gibt am Anfang viele Wege(man kann sich die Verästelung eines Baumes vorstellen, oder einen Fluss, der in ein Delta ausufert. Dann geht man ruckwärts (zur Quelle/Wurzel/höhere Dimensionen)und die Verästelung wird kleiner, d.h. die Wege(Möglichkeiten werdenweniger/Wahrheit klarer werden)werden weniger.
In der Dualität (3. Dimension)hat jeder gute und schlechte Seiten. Die meisten menschen wollen nur gut sein und verdrägen oft, dass sie niedere Gelüste(niederes Selbst/Es/Unbewusste) haben. Die Kosequenzen(Wirkung) dieser niederen Eigenschaften bekommen manche früh, manche spät zu spüren(das ist individuell mit dem höheren Selbst abgestimmt und je nach Reifegrad/Lektion(Aufgabe)im Leben).
Jeder entscheidet selbt(freier Wille), wann er was tut. Jeden Tag immer wieder neu.Wenn man aber einen Auftrag (den man mit bestimmt hat. Das höhere Selbst, mit dem man verbunden ist.wacht darüber)hat und kommt nicht in die Schuhe, dann bekommt man Anschubs von aussen(Schicksal.kommt aber in Wirklichkeit auch von einem Selbst).
Wenn man nun zu sehr eine schlechte Eigenschaft benutzt, die aber an der Erfüllung der Aufgabe hintert, bekommt man sie abgewöhnt. Z.B. durch Krankheit(das ist für mich die Hölle/Tal der Tränen/opfer bringen) und es fallen einige schlechte Eigenschaften ab, wie z.B. Arroganz, Überheblichkeit,Gefühlskälte, Prahlerei usw.
Nicht jeder wird krank, es gibt auch andere Wege zu Lernen und das niedere zu überwinden/transformieren. Aber ich orientiere mich an dem Spruch "an den taten werdet ihr sie erkennen". D.h. auch, ich erkenne, der ist schon durch das Tal/Hölle. Ich glaube halt, da muss jeder durch.Da gibt es so einen schönen Spruch un der Bibel, den ich jetzt nicht so genau weiss(eher geht ein kamel durchs nadelöhr, als dass ein....(Unerleuchteter?) in den Himmel(?) kommt).
Du fragst auch warum Tränen.Wer nicht loslassen kann, weint. Abschied (von gesundheit usw.)tut weh(ist doch nicht für ewig, tröste ich mich. was sind 50 Jahre im Vergleich zur Ewigkeit.Aber es gibt trotzdem heilung, das liegt bei mir).

Das geheimnis ist die Dreifaltigkeit. niederes , bewusstes, höheres Selbst. das Problem ist, man geht vom bewussten in die Vergeistigung, vielleicht auch zum höheren selbst, aber lasst man das niedere zurück , holt es einen dann zurück und man ist ganz unten(auf 0/Hölle).Dann muss man den Keller aufräumen.
Ich war schon oft unten und dachte, ich habe doch alles getan. So weit so gut. Wohl nicht.
Alles klärt sich, irgendwann, Stück für Stück und zu seiner Zeit.

Liebe Grüsse Sabrina
 
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12.09.04
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@Sabrina

Libe Sabrina

Du schriebst:

@Harry.
Ich bin der Meinung, wer weiter kommen will, kommt um den spirituellen weg nicht herum(eher geht ein kamel durchs nadelöhr).

Zustimmung, sehe ich ähnlich

aber manchmal bereut man diesen schritt, weil man auch durch die hölle muss(durchs tal der tränen. und opfer)aber hat man ihn einmal eingeschlagen, geht es nicht mehr zurück(man kann ja nichts vergessen, was man jetzt weiss). aber man spürt irgendwann, ja der weg ist wohl richtig. und es gibt so viele hilfen, dann geht es und man kommt irgendwie durch.

ich bin schon zuvor durch die Hölle (meine div. Krankheiten, Depressionen bis hin zu Selbsmordgedanken etc).
Seit meiner Ernährungsumstellung und Ausleitungen und der damit verbundenen körperlichen und seelischen Gesundung bin ich jenseits jeglicher "Höllen".
Für mich gibt es auch kein Zurück (wär auch auch bekloppt, wenn man den Himmel auf Erden erlebt diese wieder freiwillig tauschen zu wollen)

wenn man erst mal ein fundament hat und es den prüfungen stand hält, fühlt man sich besser.
man gelangt manchmal auf verzweigungen, die doch nicht stimmen, da hilft es flexibel zu sein und im glauben ein bisschen aufräumen.
(so. das war meine sonntagspredigt.*g*)

die meisten Prüfungen denke ich, habe ich bereits hinter mir, einige wenige erreignen sich natürlich immer noch (hatte vor eienm Jahr einen schweren Autounfall bei dem ich eine Frau totgefahren habe. Ich war zwar nicht der Unfallverursacher, doch ich musste damit klar kommen, einer anderen Seele die materielle Hülle entzogen zu haben, dies war eine heftige Prüfung für mich (zu einem frühereren Zeitpunkt wäre ich womöglich daran verweifelt!)

Liebe Grüsse Sabrina

Liebe Grüsse an Dich zurück
 
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10.01.04
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Hallo Sabrina,
ich habe eben erst Deine Antwort gesehen. Vielen Dank dafür.
Im Prinzip sehe ich vieles so wie Du auch.
Nur denke ich daß ein Menschenleben (wenn man denn überhaupt an Wiedergeburt glaubt) zu kurz ist, um darin die direkten Folgen des eigenen Handelns zu erleben. Ich bin eher der Meinung ,daß unsere Seele ein Programm mitbekommen hat von da oben, das im Laufe vieler Menschenleben absolviert werden muss. Gelingt ein Programmpunkt in einem Leben nicht, muß er wiederholt werden.
Mir gefällt an dieser Art des Glaubens, daß er mir logisch erscheint (soweit man in Glaubensdingen überhaupt von Logik sprechen kann). Und: sie ermöglicht mir, auch sogenannte schlechte oder unmögliche Menschen, die so gar keine geistigen oder spirituellen Ansätze zeigen, so zu nehmen wie sie sind. - Sie werden eben jetzt gerade ein anderes Programm drauf haben...
Die Dualität existiert für mich im Lauf der körperlichen Leben: mal bin ich Bösewicht, mal bin ich ein Guter. Letzten Endes ergänzt sich das zu einem Ganzen.

Gruss,
Uta
 
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28.10.05
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Hi
habe eure antworten auch erst jetzt gelesen. komme nicht mehr hinterher bei den vielen themen.

oh harry, was du erlebt hast, ist wirklich die hölle. ich dachte immer, jetzt bin ich durch und dann gehts weiter. genauso, jetzt glaube ich alles zu wissen, dann wird mir bewiesen, es ist in wirklichkeit anders.
(lese gerade" reise in die unsterblichkeit", so falsch liege ich doch nicht.tröst).

zu den prüfungen. es soll ja so sein, dass nur das einem passiert, was man auch ertragen kann. poh, ich bin oft und das fast mein leben lang schon, kurz vorm exitus. bis jetzt habe ich es ausgehalten. mir reichts. ich will auch mal den himmel fühlen, aber länger an einem stück.ich freue mich, dass du den himmel auf erden kennst.du bist hoffentlich durch(durch die hölle).

es gibt einen film, ich weiss jetzt nicht wie er heisst. da wird einer als agent angeheuert und muss eine prüfung machen. sie wird immer schwieriger und heftiger, bis er dann aufgibt. er ist von sich enttäuscht. dann aber sagt der prüfer, er habe bestanden. er guckt komisch und der prüfer sagt, die prüfung hat noch keiner vollendet, das war auch nicht das ziel, sondern er war der jenige, der am längsten durch gehalten hat.
das muss jetzt nicht für das leben gelten, ich weiss es nicht.angst ist ein schlechter berater. aber das leben offenbart sich ja stück für stück.

uta
stimmt, ein leben reicht nicht. aber irgendwann ist schluss für mich(und allen anderen auch) hier auf der erde und es so weiter zu führen. deshalb will ich nicht in den ozean einfliessen, verdampfen und als regentropfen woanders mit anderen regentropfen wieder als quelle entspringen. wenn ich aus(f)steigen will aus dem rad der wiedergeburt, folge ich der(geheimen) lehre jesu und gehe durchs nadelöhr(zwickt ganz schon, können die (ich selbst?)das nicht etwas grösser machen).
in den leben macht man das volle spektrum durch, aber als bösewicht ein zu kehren gefällt mir nicht.liebe, verständnis und geduld(auch mit mir selbst)helfen mir dabei. dann kann man auch andere leute,so nehmen, wie sie sind.
ich freue mich, dass du das kannst.ich muss da noch ein bischen an mir arbeiten.
ein irdisches gesetz lautet, unwissenheit schützt vor strafe nicht(weil die richter nicht erkennen(als mensch schon, aber nicht als richterfunktion), wer lügt oder die wahrheit sagt). bei gott aber wird man nicht bestraft (hoffe ich).er weiss doch die wahrheit und gute absicht.

liebe grüsse sabrina

harry, habe was wichtiges vergessen. du bist für mich kein bösewicht, weil du einen menschen tot gefahren hast. du hast es nicht mit absicht getan. bösewichte tuen böse dinge mit absicht.du hattest einen auftrag/vereinbarung und warst halt stark genug, dieses zu tun und aus zu halten.
 
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21.04.05
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Hallo,

Sabrina, was Du hier schreibst entspricht aber nicht dem Jesus aus der Bibel.
Bibelzitate für "spirituelle" Wege zu nutzen, find ich auch nicht so toll.
Diese werden in der Gesellschaft schon so oft "mißbraucht".

VG
 
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hallo sternenfee

Spiegelgesetze

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1. Spiegelgesetz

Alles, was mich am anderen stört, ärgert, aufregt oder in Wut geraten lässt und ich an ihm anders haben will, habe ich als Aspekt auch in mir selbst. Alles, was ich am anderen kritisiere oder sogar bekämpfe und an ihm verändern will, kritisiere, bekämpfe und unterdrücke ich in Wahrheit in mir selbst und hätte es auch in mir gerne anders.



2. Spiegelgesetz

Alles, was der andere an mir kritisiert, bekämpft und an mir verändern will, und ich mich deswegen verletzt fühle, so betrifft es mich ganz ebenso - ist dies in mir noch nicht richtig erlöst, meine gegenwärtige Persönlichkeit fühlt sich beleidigt, mein Ego ist noch sehr stark, meine Selbsterkenntnis noch schwach.



3. Spiegelgesetz

Alles, was der andere kritisiert an mir und mir vorwirft oder anders haben will und bekämpft und mich dies nicht berührt, ist sein eigenes Bild, sein eigener Charakter, seine eigenen Unzulänglichkeiten, die er auf mich projiziert.



4. Spiegelgesetz

Alles, was mir am anderen gefällt, was ich an ihm liebe, bin ich selbst, habe ich selbst in mir und liebe dies auch an anderen. Ich erkenne mich selbst im anderen - in diesem Augenblick sind wir eins.
__________________
9ich missbrauche nichts, ich versuche was zu erklären und zitiere, wie so viele im forum.egal ob aus bibel oder duden.und meine abwandlungen sind nicht nur zur carnevalszeit erlaubt.
ich nehme deine kritik hin, wer gegen den strom schwimmt muss da durch.
ich glaube an jesus und seine botschaft, aber die bibel ist für mich nur eine informationsquelle(von leicht bis sehr stark verschlüsselt, deshalb auch die missverständnisse).

liebe grüsse sabrina
 
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Aber das Leben von Jesus - seine Botschaft steht nun mal in der Bibel - wenn Du sie nicht daher hast - ist es nicht das Wort von Jesus.
 
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NT...ein Buch

Sternenfee schrieb:
Aber das Leben von Jesus - seine Botschaft steht nun mal in der Bibel - wenn Du sie nicht daher hast - ist es nicht das Wort von Jesus.
Aber aber...schliesst Du Deine Augen auch vor all den Untersuchungen, welche mit diesen NT Schriften schon gemacht wurden und klar aufzeigen, dass vieles was von der Kirche über diese Schriften verbreitet wird, nicht der Wahrheit entspricht?
Man soll ja nicht ein Buch 'vergöttlichen' (das wäre dann ja auch wieder Götzendienst), sondern den Schöpfer, die Quelle des Lebens.

Zuviele Menschen starben schon wegen genau dieser Ansicht über die Unverrückbarkeit dieser Worte in diesem Buch. Müssen noch mehr sterben? Wir sollen ja mit dem 'lebendigen Gott' in Beziehung treten und nicht mit einem Buch...wobei ich hier natürlich nicht sage, dass JC dieser ist.

Tallion
 
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Hallo Sabrina,
manchmal finde ich es verflixt schwierig zu erkennen, was nun mein Anteil in dem anderen ist. Und manchmal komme ich überhaupt nicht dahinter.
Beispiel: ein Mann mißbraucht (s)ein Kind. - Wo ist da mein Anteil, den ich auf ihn projeziere?
Alles, was ich am anderen kritisiere oder sogar bekämpfe und an ihm verändern will, kritisiere, bekämpfe und unterdrücke ich in Wahrheit in mir selbst und hätte es auch in mir gerne anders.
Ich finde in mir keinerlei Tendenz oder auch nur Gedanken, ein Kind zu mißbrauchen. Was also in mir unterdrücke ich angeblich und hätte es auch in mir gerne anders?

Gruss,
Uta
 
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Es gibt ein Buch, mit dem dazu verholfen werden soll, die Projektionen herauszufinden, und zwar mit immer den gleichen 4 Fragen :
Bücher von Amazon
ISBN: 3442336503


Es wird von Aussagen ausgegangen (meistens Beziehungsproblemen), die dann mit diesen Fragen überprüft werden. So gut wie immer stellt es sich heraus, daß mit dieser Aussage nicht der Beziehungspartner be-urteilt wird sondern man selbst. Nur muss man das eben erst einmal merken um dann zu merken, daß man Forderungen an den Partner gleich umdrehen kann in Forderungen an sich selbst.
Im Buch ist das sehr klar und verständlich erklärt. Selbstmachen ist wesentlich schwieriger. Trotzdem: ein guter Denkansatz.

Die 4 Fragen:
1. Ist das wahr?
2. Kannst Du absolut sicher wissen, daß das wahr ist?
3. Wie reagierst Du auf diesen Gedanken? (gemeint ist der Gedanke, daß
ein ursprünglich als für mich wahr angesehener Gedanke doch nicht stimmt
4. Was wärst Du ohne diesen (ursprünglichen) Gedanken

und

kehre diesen Gedanken um.

Bei dieser Umkehrung nimmt man die Projektion zurück und kommt endgültig zur Lösung des Problems: ich kann selbst etwas tun, ich brauche nicht für den anderen denken (was sowieso sinnlos ist), ich kann wesentlich gelassener sein...

Gruss,
Uta
 
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21.04.05
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@ Tallion - ich bin ein Kind Gottes, bin umgkehrt, bekehrt und getauft in seinem Namen. In mir lebt der heilige Geist - von dem lasse ich mich führen. Der heilige Geist in einem ist zur Hilfe in der Welt da. Mit Kirchen habe ich nichts zu tun, die Bibel ist auch kein Götze, aber das Wort Gottes. Ich führe jeden Tag eine lebendige Beziehung zu Gott /Jesus und lebe als Christ. So verschließe ich nicht meine Augen, sonder Gott sagt mir, was richtig ist.

@Uta
Deinen Buchvorschlag finde ich sehr interessant - auch die Fragen. Es ist ja nun mal so, das wir andere Menschen nicht ändern können und nur schauen können, was wir selbst tun können, damit es uns damit auch gut geht.
Wem ist das nicht schon passiert, das man z.B. zum Partner sagt: Du machst gar nicht mehr dies oder das - dafür etwas anderes zuviel - und dieser dann sagt - und was ist mit Dir - da ist es doch genauso!
Da merkt man dann erst, das man einen Balken vor Augen hatte.
Allerdings find ich solche "Spiegelgesetze" eben auch viel zu pauschal.

Viele Grüße
 
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28.10.05
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hallo
@tallion
genau so meine ich es auch.(endlich versteht mich mal einer)

@sternenfee
es ist schön, wenn man eine gemeinschaft gefunden hat, in der man sich zugehörig fühlt. ich habe es leider nicht.habe mal jemanden kennen gelernt, dann stellte sich heraus , das ist ne sekte , aber da bin ich auch schnell wieder weg, weil das alles nicht 100% zu mir passt.
lieber ehrlich allein, als zb 70% in einer gemeinschaft.wenn ich jehova sagen MUSS, oder mich taufen lassen MUSS, zu betimmten anlässen beten MUSS, gefällt mir das nicht.
gott liebt alle, das ist einfach meine meinung.
man bekommt die freiheit, die man gibt.

@uta
darüber habe ich auch schon viel nachgedacht und bin zu folgendem gekommen.
jeder will doch geliebt werden. jeder hat das recht, geliebt zu werden.

um lieben zu lernen, aber alles,sind wir hier.
wenn der missbrauchte es schafft, seinem missbraucher zu verzeihen(indem der missbrauchte den missbraucher versteht, warum, und sich hineinversetzt(sehr schwer)), ist das mit die grösste liebe, die er erweist.
der missbraucher auf der anderen seite, wenn er sich selbst verzeiht(indem er erkennt, warum er das tat und es wirklich bereut), ist das mit die grösste liebe, die er erweist. und dieses vor augen des missbrauchten(und gott).

was hat das mit dir zu tun? ja mir fällt ein, dass man schnell jemanden verurteilt. z.b.missbraucher, kopp ab.oder so.

mit dem maß, mit dem du richtest, wirst du gerichtet werden.

also das wäre jetzt meine projektion früher gewesen,( noch nicht lange her). ich glaube, das träfe für viele zu.
wenn man durch die pforte schreitet(wenn hakan nicht sagt, du kommst hier nicht rein.*g*), wird geguckt, wieviel liebe hast du im herzen. hast du gelebt, was du sagt/glaubst.die prüfungen(hölle) beweisen es(quod erat demonstrandum).

liebe grüsse sabrina
 
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10.01.04
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Hallo sabrina,
ich verstehe in etwa, was Du schreibst.
was hat das mit dir zu tun? ja mir fällt ein, dass man schnell jemanden verurteilt. z.b.missbraucher, kopp ab.oder so.

mit dem maß, mit dem du richtest, wirst du gerichtet werden.
Mit diesem Satz allerdings habe ich meine Probleme. Verurteilen im FAlle von MIßbrauch? Nicht mal unbedingt, nur ganz sicher sein, daß ich den Mißbrauch eines Kindes schrecklich finde und völlig unverständlich.

DAs mit dem Maß mag hinkommen, wenn man in dieser Richtung denkt und glaubt. - Aber das hat doch nichts mehr mit dem direkten Thema "Mißbrauch" und "Projektion" zu tun?

Gruss,
Uta
 
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28.10.05
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hallo uta

mir ist noch was direkteres eingefallen.
man könnte sich doch fragen, wo missbrauche ich andere oder missbrauche ich mich selbst? natürlich unbewusst. oder anders ausgedrückt. wo überschreite ich bei anderen die grenze oder wo gewähre ich anderen, meine grenzen uberschreiten zu lassen? wenn ich das erkenne und auch wo(in welchem bereich) und dann noch heraus finde woher kommt das (z.b.als kind durch die erziehung der eltern), dann kann ich umdenken und in zukunft anders handeln gegenüber anderen(ihnen nicht mehr auf den keks gehen)und besser für mich sorgen(z.b. leute loslassen oder sie nicht mehr zu sehr bedrängen.oder sagen, bis hierher und nicht weiter. aber dazu gehört auch selbstbewusstsein zu entwickeln. da schliesst sich der kreis mit anderen themen, alles hängt zusammen.)
jetzt käme bestimmt der berechtigte einwand, ein kind kann das noch nicht. genau. als kind fühlte ich bei mir schon, dass grenzen überschritten wurden, aber nur halbbewusst. wenn man dann trotzdem alles übersteht und erwachsen ist, kann ich es bei meinem kind besser machen(und auch für mich selbst), als ich es erfahren habe. wer weiss was ich in einem früheren leben für ein bösewicht(grenzüberschreiter)war und das ist wohl die lexion.
man guckt im keller nach, welche unerlösten sachen noch rum liegen.alles mus raus.einer im forum schrieb, sandsäcke abwerfen, dann kann man besser aufsteigen. alles passt zusammen.

liebe grüsse sabrina
 
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24.09.04
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Dieser Thread fängt ja mit dem Thema "Zwillinge" an.

Angeblich kommen von den gezeugten und heranwachsenden Zwillingen in der Gebärmutter nur ca. 50 % auch als Zwillinge auf die Welt. Das bedeutet für die Hälfte ein frühes Sterben bzw. Tod und was bedeutet es für die Überlebenden? Gibt es für die ein Leben nach der Geburt oder könnte es (schon) beeinträchtigt sein?

Betreffend Spiegelungen und Lektionen:
Grundprinzipien sind nicht an Zeit, Orte, Personen und Situationen gebunden.
Das erschwert es manchmal, sie zu erkennen oder wahrzunehmen.
(Das gilt auch für Gefühle.)

Das von Uta erw. Thema im Buch ist auch unter "The Work" bekannt. Hier ein Link, (den ich aber selber nicht sichten konnte, weil bei mir PDF momentan nicht funktioniert.)
www.thework.com/pdf/GermanLittleBook.pdf

Übrigens gefällt mir, was Sabrina und Uta hier kund tun.
 
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