Gesellschaftsdroge Alkohol

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09.01.04
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Mit grossem Geschütz wird auf die Raucher geschossen, es ist schon fast eine Hetzkampagne. Die ganze Nichtraucher-Kampagnen spalten unsere Zivilisation in zwei Lager.
Offenbar scheint es niemandem aufzufallen, dass das ganze eine Ablenkung sein könnte, um von wirklich bedrohlichen Süchten abzulenken! Dazu gehört in erster Linie Alkohol oder alkoholische Getränke! Ein Anlass wird erst feierlich oder gemütlich, wenn alkoholische Getränke gereicht werden. Jede Party verödet, wenn nur Fruchtsäfte dargeboten werden.

Wie ist es, habt Ihr schon mal gehört, dass ein Raucher die Beherrschung über seinen Wagen verloren hätte und dabei in eine Menschenmenge gerast wäre? ...von zugedröhnten Alkis schon des öfteren!
Vor nicht so langer Zeit hat sich einer, der eindeutlich zu viel über den Durst getrunken hat, seinen Mageninhalt über meine Jacke entleert. Super, die Jacke musste ich Vakuumisiert entsorgen, roch bestialisch. Wenn ich in einer verrauchten Baar gewesen wäre, hätte ich meine Kleider nur auslüften müssen.

Um ganz klar meinen Standpunkt zu signalisieren: Rauchen und Raucher sind sehr schlimm, aber Alkoholiker sind um ein grosses Stück schlimmer! Beide zerstören ihre Gesundheit, der Alki gefärdet dabei auch seine Mitmenschen!

Ich würde mich freuen, wenn Ihr sachlich und ohne Schuldzuweisungen an Beitragschreiber argumentieren würdet!

Michael
 
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10.10.05
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Prinzipiell verstehe ich dich, Michael, aber es gibt da doch einen großen Unterschied!

Jemand, der Alkohol tinkt und ein Verantwortungsbewusster Mensch ist gefärdet garniemanden, weil er nicht Auto fährt. Und auf die Straße fallen, so dass ein Auto ausweicht und in ein anderes kracht.. naja, sicher passiert das einem alkoholisierten leichter, aber es könnte jedem passieren..

Aber Raucher belästigen und schädigen Nichtraucher in dem Moment, in dem sie nicht alleine sind. Sie emüssen weiter garkeinen Fehler machen!

Aber auf jeden Fall hast du recht, dass beides schlimm ist! Welches schlimmer ist.... jedes hat seine üblen Seiten. Nur kann eben der Alk durch Verantwortungsbewusstsein (und das geht auch bei 2 /ooo nicht verloren) eine Gefährdung anderer überall und immer vermeiden und er Raucher nicht. ;) (es sei denn er belibt immer alleine)

Gruß :wave:

P.S. Ich muss zugeneb, dass Alkohol mein einziges Laster ist. Ich trinke nicht sher viel, aber einem kühlen Weißbier kann ich nicht widerstehen :D . Ich will den Alkohol aber auf keinen Fall verteif´digen, nru der vergleich finde ich hinkt etwas...
 

Bei Alkoholsucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte zu trinken, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrumente, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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30.06.05
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Hallo Michael, hallo Rhiannon!

Finde schon, das es heutzutage in unserer Gesellschaft eine hohe Dunkelziffer an Alkoholmissbrauch gibt.
Ich kenne einige Leute, bei denen das Bier oder der Wein zum Alltag gehört, und nicht nur ein Gläschen, sondern oft viel mehr.
Bin selbst Raucherin und hab früher auch mehr Alkohol konsumiert, als mir oft gutgetan hätte. Möchte mich an dieser Stelle als damals Beinahe-Alkoholikerin outen.
Fast jeden abend 1-2 Glässchen Rotwein.
Hat bei mir von dem Gläschen ab und an zu Geselligkeiten, dann über den Frustwegtrinken nach Liebesbeziehungen und schliesslich zum "runterspülen" chronischer Schmerzen am ganzen Körper (hauptsächlich Rücken) auch kontinuierlich zugenommen.
Dann die Diagnose Candida und sofortiger Stopp von allem was süss, alkoholisch oder sonstwie mit leeren Kohlenhydraten überladen war geführt.
Das war gut so. Hab etwa 1/2 Jahr auf allen Alkohol verzichtet. Jetzt trink ich ab und an am Wochenende ein Minigläschen Rotwein, aber manchmal denk ich, das er mir nicht mehr so schmeckt wie früher. Dafür bin ich dankbar, denn des öfteren schütt ich so ein Gläschen dann halbvoll einfach weg, nachdem ich beschlossen hab, das ich ihn gar nicht möchte.
Hab übrigens als Raucherin festgestellt, das bei Alkoholkonsum auch mein Zigarettenverbrauch steigt. Wenn ich nichts trinke, dann ist`s erheblich weniger.

Lieber Gruss Karin
 
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09.01.04
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Hoi Rhianonn

ich richte meinen Zeigefinger nicht auf Leute wie Dich, die hin und wieder alkoholische Getränke konsumieren, das mache ich ja auch. Auch die lasse ich in ruhe, die wissen, wann Sie genug haben!
Zu meiner Studienzeit gehörte eine Flasche Rotwein oder ein Flachmann in unsere Schulmappe. Wir haben das als Nahrungsergänzung zur Mensa-Einerlei-Food betrachtet!

Leider ist es so, dass Selbstverantwortung und Überborden eine Gratwanderung ist, wenn eine gewisse Hemmschwelle übertrunken wurde, sind alle guten Vorsätze flöten.
Sogar Behörden und Gerichte unterstützen die Alki's. Da wird einem "Verminderte Zurechnungsfähigkeit" attestiert, wenn einer in bedröhntem Zustand seine Frau spitalreif schlägt, eine Frau vergewatigt oder mit dem Auto eine Familie auslöscht! Da werden Passanten angepöbelt (Raucher oder Nichtraucher, egal) nicht selten endet so eine Tour in einer wüsten Keilerei!

Ich schreibe hier nicht von ungefähr, einfach so, aus Lust am schreiben. Vor einem Jahr ist mein Vater nur sehr knapp am Tod vorbei geschlittert. Wir dachten immer, Er sei ein "Hypochonder", heute wissen wir, dass Er ein anonymer Alki war! Seine jahrzehnte lange Bemühungen, seine Sucht vor uns und der Gesellschaft zu verbergen, beflügelten seine Fantasie zu hirnrissigen Symptomen (z.B. Herzschrittmacher und einige weitere unnötige Operationen) Bei dieser Konstellation oder Teufelskreis, hatte Er mit sich selbst genug zu tun, so dass wir Ihn erst im Akutklinik mit Leberzirrhose langsam kennen lernen konnten.
Heute lebt Er in einem Pflegeheim und seine Leber hat sich auf wundersame weise etwas erholt, man kann sagen es geht Ihm soweit gut!

Michael
 
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09.01.04
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Gestern war wieder so ein Typischer Sonntag, die ganze Verwandtschaft versammelte sich zu einer vorverschobenen Geburtstagsfeier.

Schon zum Antré floss der Rebensaft, wie Wasser aus dem Hahnen! Zum Essen wurde nur die Farbe gewechselt, die Jungmannschaft blieb distanziert und schlabberte "Blöterliwasser"!
Zur Nachspeise fielen dann alle Schranken, zum Rebensaft gesellte sich Hopfen und Gerste. Auch die dritte Generation gab Ihre Zückaltung auf und bald nippten alle an Alkopops und Co.
Ganz klar, die Stimmung und die Lautstärke steigerte sich mit jeder Runde, an eine vernünftige Unterhaltung war nicht mehr zu denken. Ich muss zugeben, es war ein fröhliches und ein lustiges Durcheinander. Alle vier Generation gaben Ihre Zurückhaltung auf, die allerjüngsten wanderten von Knie zu Knie und genossen die übersteigerte Aufmerksamkeit.
Zu meinem Apéro Glas gesellten sich alsbald verschiedene Gläser mit bekannten und auch unbekannten Alkoholischen "Köstlichkeiten", zum Glück kennt mich die Verwandtschaft, so dass der Gastgeber mich nicht drängte die Gläser zu leeren. Wie üblich verwechselte der Eine oder Andere sein leeres Glas mit meinem, so, dass gegen Ende der ausgelassenen Feier auch meine Gläser sich leerten.

Mit gutem Gewissen setzte ich mich hinters Steuer und chauffierte meine kleine Familie sicher nach Hause, wir hatten ja auch die weiteste Anfahrt. Zu Hause angekommen, hatte ich nicht das Gefühl, etwas versäumt zu haben.
Womöglich liegt es auch daran, dass ich mich nicht zudröhnen muss um fröhlich zu sein, ich kenne auch keine gesellschaftlichen Ängste, welche ich ertränken müsste!!

Michael
 
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09.01.04
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Hallo zusammen

mich beschäftigt schon seit geraumer Zeit die Frage:

"warum trinken wir Alkoholische Getränke, brauchen wir es?"

Ist irgendwo in unserem Körper ein Organ, welcher Alkohol braucht und nicht be, sondern entlastet wird!

Ich habe mal einen Beitrag, über Thunesien, gesehen. Da stürzten sich Esel, gierig auf den Fallobst eines Feigenbaumes. Nachdem sie ihre Bäuche vollgeschlagen haben, torkelten sie noch einige meter und fielen um.:confused:

Des rätsels lösung: Die, am boden liegenden Feigen, waren schon halb vergoren und die Esel, durch den Genuss, stock betrunken.;)

Offenbar haben auch Tiere gelegentlich das Bedürfnis, sich zu betrinken!!

:wave: Michael
 
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30.06.05
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Hallo Michael!

Bin überzeugt davon, das wir keinen Alkohol brauchen.
Hab jetzt seit 4 Wochen keinen mehr getrunken - das ist mir eigentlich auch gar nicht richtig aufgefallen.
Die angebrochene Sektflasche von Sylvester steht noch immer im Kühlschrank und ich werd sie jetzt gleich restlich entsorgen ... :) !
Und freu mich sehr darüber, das ich so "clean" vom Alkohol geworden bin,
ohne noch das Gefühl zu haben, auf irgendetwas verzichten zu müssen ...

Lieber Gruss Karin
 
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10.01.04
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Ich trinke ja seit Jahren keinen Alkohol mehr, nachdem meine Leberwerte eine Zeitlang gar nicht gut waren. Und inzwischen mag ich auch keinen mehr; der Geruch gefällt mir auch nicht mehr. Nur am Himbeerschnaps rieche ich immer noch gern :) ..

Aber ich sehe an Bekannten und Freundinnen, daß die sich so ganz langsam daran gewöhnt haben, abends eben eine Flasche Wein aufzumachen oder ihr täglich Bier zu trinken. Ich glaube, denen würde es schwerfallen, damit aufzuhören. Es ist ja so schön entspannend - sagen sie.

Auf jeden Fall gehört Alkohol zu vielen Ritualen, und es würde wahrscheinlich erst einmal eine Art Leere entstehen, wenn diese Rituale mit Mineralwasser durchgeführt werden würden :rolleyes: .

Gruss,
Uta
 
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30.06.05
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Hallo Uta!

So ähnlich, wie Du das von Deinen Bekannten und Freunden schreibst, war das auch einmal bei mir.
Eigentlich verdanke ich meinem Kater, der heute nicht mehr lebt, das ich aus dieser Gewohnheit aufgewacht bin.

Eines Nachts hatte er einen Epileptischen Anfall ... und damit wusste ich, das ich nun aus meiner Lethargie aufwachen musste um für ihn da zu sein.

Mit diesem Vorfall damals hab ich angefangen zu entsäuern und aktiv etwas gegen meine chronischen Rückenschmerzen zu tun.
Durch die Entsäuerung und den anschliessenden Candidabefall hab ich dann den Alkohol als abendliches Ritual abgelegt.

Das hatte ich voher aufgegeben, da nach jahrelangem Muskelaufbautraining und sonstigen Osteopathischen und Dorn-Therapien keine Besserung eintrat.
Mit dem Alkohol hab ich dann versucht, mich irgendwie zu betäuben.

Seltsam, wie einen das Leben so führt ...

Lieber Gruss Karin
 
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09.01.04
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Hallo zusammen

ich finde es Super und freue mich sehr für Euch, dass Ihr mit solchen unliebsamen Gewohnheiten gebrochen habt.
Ich glaube, die Ursache für solche "Trink-Rituale" gründen in den allgemeinen Alltags und Existenzängsten. Womöglich ist auch psychische Verklemmtheit die auslöser oder einfach die Angst in uns, in die Isolation abzudriften. "Man möchte ja dazu gehören!!"

Zwei grundlegende Aspekte fallen mir besonders auf:
  • Die Prohibitionszeit in den USA (1851-1933) wurde erlassen, um die Kriminalität weitestgehend einzudämmen! = Die Kriminalität hat sich umverlagert, mit nie gekannter Intensität!
  • Die Länder, im Norden von Europa, wollten das Alkoholproblem mit drastischen Zöllen unerschwinglich machen! = Findige Geschäftemacher erfanden die Alkohol-Dampfer. Da fährt ein Passagierschiff ausserhalb der 3M-Zone, die Baars werden geöffnet und alle können sich zu normalen Preisen volllaufen lassen. Zurück im heimischen Hafen, warten mehrere Ambulanzen auf die "Schnapsleichen"!! Mit dem Resultat, dass Finnland einer der höchsten Alkoholiker-Rate, auf der Welt, aufweist!!:mad:
Irgend wie habe ich das Gefühl, dass auch eine gewisse Trotz-Reaktion, als Auslöser gilt?!:confused:

Karin, der Sekt im Kühlschrank ist bestimmt schon ungeniessbar:)

:wave: Michael
 
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30.06.05
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Hallo Michael!

Ob der Sekt ungeniessbar ist, das werd ich nicht mehr in Erfahrung bringen, da er im Ausguss gelandet ist ... ;) !
Hab aber auch noch eine Weinflasche offen, irgendwann vom November ...
die müsste ich auch noch entsorgen!
Find es auch klasse, das das Thema Alkohol sich bei mir so erledigt hat.
Wenn mir das jemand vor 2 Jahren gesagt hätte, das ich heute einen Wein oder Sekt wegkippen würde, dann hätt ich gedacht der spinnt!

Lieber Gruss Karin
 
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10.10.04
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hallo ... ich les hier immer was von Gewohnheiten ...euch ist aber schon bewusst das alkoholismus eine Sucht eine Krankheit ist die tödlich verläuft wenn sie der betroffene nicht zum stillstand bringt ...könnt ihr euch vorstellen wie das ist wenn man alkohol trinken muss ?.....aber sicher nicht .......ich würd es keinen wünschen es ist die hölle ...
bis dann gruss ed
 
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10.01.04
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Hallo hossa,
jede Sucht ist eine Hölle, wenn man erstmal drin ist. Vorher kann man sich wohl nicht vorstellen, wie das ist, weil man immer noch glaubt, daß man die Hölle jeder Zeit wieder einfach so verlassen kann.
Sucht ist Krankheit. Stimmt.
Nur zeigen Gott sei Dank die vielen Ex-Süchtigen doch auch, daß man diese Krankheit überwinden kann. Dazu gehört u.a., daß man Gewohnheiten aufgibt, die immer wieder auf den Weg der Sucht führen.
Leider zeigen aber auch die vielen, die es nicht schaffen, daß es sehr, sehr schwer ist und ohne Hilfe kaum möglich.
http://juergen-eckel.de/ (Die Musik gefällt mir)

Den Spruch "Freiheit beginnt..." finde ich sehr gut.

Gruss,
Uta
 
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24.09.04
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Wenn Sucht als Krankheit bezeichnet wird, tönt das, wie wenn die Sucht "von aussen" kommt und der/die Süchtige
der Sucht "ausgeliefert" ist.
Die Eigenverantwortung bleibt immer beim Süchtigen.
(Lousie Hay:Schuldzuweisung ist die sicherste Art ein Problem zu behalten.)
Sucht ist ein untauglicher Selbstheilungsveruch.
Später ist auch ein grosser Teil Gewohnheit beteiligt.
Das Suchtmittel soll Wohlbefinden erzeugen.
Wohlbefinden ist ein Gefühl....also wäre in diesem Bereich zu "arbeiten" und nicht das Symptom (das Suchtmittel) zu bekämpfen.
 
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01.03.06
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Alkohol ist eine Droge und wird so auch von unserem Gehirn wahrgenommen.Es enthemmt und es sorgt für eine besseren Blutfluß ,weil es die Gefäße weitet.Das wiederum bring mit sich ,dass man nicht friert und nach ordentlichem Pegel wird das Merkzentrum ausgeschaltet.Es wird durch den Alk blockiert.Das ist der Moment ,wo man nichts mehr mitbekommt.
Da es eine Droge ist ,wird man leicht abhängig .
Menschen die nicht gut entgiften können,sind sehr schnell weg ,wie man so schön sagt.
Im Prinzip ist es beim Raucher ähnlich .Auch hier wird das Suchtzentrum mit beeinflußt .Deswegen ist es auch so schwer davon loszukommen.
Die chemischen Vorgänge laufen ähnlich ab.
M.
 
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13.03.05
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Noch paar Infos:
Alkohol enthemmt nicht gleichmäßig, zuerst wird die Verstandeshälfte (glaube rechte Gehirnhälfte) gedämpft und dann erst die Gefühlshälfte (links). Habe ich irgendwo gelesen. Dadurch entsteht für eine kurzen Augenblick die angenehme, soziale Empfindung.
Off topic:
Im Islam ist der Alkohol verboten, weil er, wie der Prophet findet, den Menschen seiner klaren Verstandeskraft beraubt. Nun werden bei uns Moslems teilweise als hirnverbrannte Fanatiker hingestellt, aber von dieser Regel ausgegangen stimmt das eigentlich nicht. Die Christen sind die Säufer, Wein beim Abendmahl (großes Problem für christliche Alkoholiker), die Klöster waren die Keimzellen der Trunksucht, mit ihren Weinen und Bieren.
Ich will den Islam nicht verteidigen, aber wer erlebt hat, welche Verwüstungen der Alkohol in einem Menschenleben anrichten kann - dann ist das Alkoholverbot ein Inditz, dass das eine intelligente Religion ist. Intelligent heißt übrigens nicht gefühlsmäßig sympathisch.
 
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10.01.04
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Es gibt ja Leute, die einfach immer mal gerne ein Glas Wein trinken, ohne gleich an sämtliche bösen Wirkungen zu denken. Und es bekommt ihnen auch noch. Es geht wie immer um das Maß und die Umstände. Und:

Alkohol - in Maßen gesund
Harte Fakten über Alkohol
Alkohol wird in Deutschland oft und gern getrunken, er fördert die Geselligkeit, entspannt und hebt die Stimmung. Mit durchschnittlich zwölf Litern reinen Alkohols pro Jahr liegt der deutsche Konsum in Europa neben Frankreich an der Spitze. Alkohol ist im Grunde genommen eine gesellschaftlich etablierte und kommerzialisierte Droge, die jedem zur Verfügung steht und die natürlich auch bei übermäßigem Genuss mit Risiken einhergehen kann.
Statistiken zur Folge sind in Deutschland 1,6 Millionen Menschen alkoholabhängig, über 40.000 Menschen sterben jährlich an den direkten oder indirekten Folgen von übermäßigem Alkoholkonsum. Neben Leberzirrhose, Delirium tremens und Nephritis haben Alkoholkranke ein erhöhtes Risiko an Mund- Zungen- und Rachenkrebs zu erkranken. Zudem ist Alkohol eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle. Nach einem Gutachten werden 7% aller Straftaten oder rund 238.000 pro Jahr in Deutschland unter Alkoholeinfluss begangen. Aber auch der Intelligenz und Leistungsfähigkeit tut zuviel Alkohol nicht gut. Man schätzt, dass bei einem Vollrausch Hunderttausend von den etwa 15 Milliarden Gehirnzellen zerstört werden. Bei chronischem Missbrauch kann dies zu einer Beeinträchtigung der Denkleistung und bis zur Hirnatrophie führen (Korsakow-Syndrom).

Präventive Wirkung von Alkohol
Auf der anderen Seite zeigten in letzter Zeit einige Untersuchungen und Studien, dass insbesondere Rotwein in Maßen einen positiven Einfluss auf das Gefäßsystem, den Stoffwechsel und die Gedächtnisleistung hat.
Franzosen leiden z.B. viel seltener unter Gefäß- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen und geringerem Cholesterinspiegel als andere Völker, obwohl in Frankreich verhältnismäßig viel Alkohol, hauptsächlich Rotwein, zu jedem Essen getrunken wird. Da diese Tatsache auf den ersten Blick recht verwunderlich ist, spricht man vom French Paradoxon, also vom Französischen Widerspruch. Rotwein enthält bestimmte Stoffe, wie z.B. Polyphenole und vorwiegend das antioxidativ wirkendes Resveratrol, Rutin und andere Spurenelemente, die die Gefäße schützen können und einen positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel haben können. Aber auch hier kommt es auf die Dosis an. Nicht nach dem Motto „viel nützt auch viel“, sondern in Maßen, da Alkohol immerhin ein Genussgift ist.

Alkohol beeinflusst die Gedächtnisleistung
Mäßiger Alkoholgenuss hat auch einen positiven Einfluss auf die Gedächtnisleistung. So wurde in der „Nurses Health Study“ an 11.000 Krankenschwestern in USA auch die Gedächtnisleistung über 2 Jahre beobachten. Das Risiko einer Verschlechterung des Gedächtnisses lag bei den Frauen, die regelmäßig ein Glas Wein oder Bier tranken, erstaunlicherweise um 20% geringer als bei Frauen, die gar kein Alkohol tranken.
Auch schadet Alkohol nicht bei bestimmten Erkrankungen wie Diabetes. In der Diabetes-AhrWein-Studie konnte so für moderaten Alkoholgenuss von 20-30 Gramm täglich (entspricht 1/4l Wein) keine Beeinflussung der Blutzuckerspiegel, Leberwerte oder der Blutdruckwerte, dafür aber eine Erhöhung des Gefäßschützenden HDL Cholesterins und auf längere Sicht eine erhöhte Überlebensrate.
Aber Vorsicht, zu viel Alkohol kann bei Diabetikern eine Unterzuckerung auslösen!

Wie viel am Tag?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt als Obergrenze

- für Männer 20 - 30 g Alkohol am Tag
Das ist enthalten in 0,6 - 0,8 Liter Bier oder 0,25 – 0,3 Liter Rotwein oder 0,2-0,3 Liter Sekt.

- für Frauen 15 g Alkohol am Tag
Das ist enthalten in 0,35 Liter Bier (eine kleine Flasche) oder in einem Glas Rotwein oder Sekt.

Wann Alkohol nicht getrunken werden sollte
Kinder und Jugendliche sollten natürlich keinen Alkohol trinken, weil die Leber ihn noch nicht richtig abbauen kann. Aber auch in der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Alkohol nach Möglichkeit gemieden werden, denn Alkohol kann das Ungeborene in der Entwicklung stark schädigen und auch in die Muttermilch übergehen. Bei verschiedenen chronischen Erkrankungen, wie z.B. der Leber, der Gallenblase, bei Magenschleimhautentzündungen oder Magengeschwüren, bei Stoffwechselstörungen, sollte mit Alkohol sehr vorsichtig umgegangen werden und nur nach Rücksprache mit dem Arzt getrunken werden. Auch sollte bei der Einnahme von bestimmten Medikamenten wie Schmerzmitteln, Antibiotika, Antidepressiva auf eine mögliche Interaktion mit Alkohol geachtet werden.

http://www.gesundheitsberatung.de/Forum_9002

Uta
 
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01.03.06
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Immer wenn eine Überlastung der Leber vorliegt,egal durch was auch immer ,ist ein strikte s Alkoholverbot angezeigt.
M.
 
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23.04.06
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Hallo,

und jetzt die neuesten Studien. Wurde neulich im Radio bekanntgegeben. Und da wurde deutlich gesagt, das auch nur ganz geringe Mengen Alkohol, täglich getrunken, das Gehirn negativ beeinflussen und Zellen zum Absterben bringen.
Also kommt es nicht auf die Menge an.
Die angeblichen positiven Effekte kann man mit einem Glas Traubensaft oder Apfelsaft viel besser erzielen.
Hin und wieder ein Glas Rotwein ect. dagegen ist sicher nichts zu sagen, aber täglicher Konsum, wie er oftmals sogar als gesund angepriesen wird, ist sicherlich nicht empfehlenswert.

Viele Grüsse
 

Wolfgang Jensen

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16.03.06
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Hallo Juliette!

Der Teufel hat den Schnaps gebrannt. Aber "Teufel steht auch synonym für "Weisheit".

Ich bin dagegen, Alkohol pauschal zu verteufeln. Denn gerade einige Funktionen des Gehirns müssen - nach meiner Erfahrung - manchmal betäubt werden, um an bestimmte Informationen heranzukommen; und andererseits hilft Alkohol, um mit den (archaischen) Informationen dann überhaupt umgehen zu können. Sucht kann auch etwas mit Suche zu tun haben - und in diesem Sinne ist Alkohol dann gewissermaßen eine Medizin.

Gruß Wolfgang
 
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