Fragen über Fragen...

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Hallo Ihr,
bin jetzt auch eine von euch :) :(
Eigentlich bin ich ja eh froh darüber, ist ja nicht so.. :D
Ich habe eine Frage, die mir sehr am Herzen liegt, eine kurze Vorgeschichte dazu:
Habe seit Jahren Panikattacken, wurde nach langer Ärzteodyssee letztendlich in einem 2-minütigen Gespräch mit einer Neurologin diagnostiziert.. das war vor 5 Jahren. Kriegte Fluctine, ging mir gut damit, bis ich sie absetzte. dann noch schlimmer. Kriegte Efectin, was ich überhaupt nicht vertrug, dachte ich müsse sterben. Dann zum Homöopathen, da bin ich jetzt über 2 Jahre (hab durch Efectin noch ne extra-Panik bei Tabletten bzw. fremden Stoffen gekriegt).
Bei der hmöopathischen Therapie gings rauf und runter, letztes Jahr kriegte ich schon Attacken, wenn ich vor das Gartentor trat. War schon völlig abgekapselt und einsam und hoffnungslos. Die komplette Rechnung bekam ich dann Anfang Dezember mit einer schweren Depression, war wirklich eine Grenzerfahrung. Habe nur knapp überlebt. Derealisationsgefühle hatte ich auch noch nie SOOO EXTREM wie dort. das ist für mich das Schlimmste, denn das kann ich nicht aushalten. War zu dieser Zeit wie schizophren, der eine Teil wollte sterben, da es nicht mehr aushaltbar war und der Andere hatte Angst davor und wechselte die Bettseite, daamit mein Freund merkt wenn ich aufstehen sollte nachts um mich zu töten. usw. War echt arg!!!
Naja, aber auch ein Wendepunkt (nicht nur, weil ich seitdem ein seeehr "lebendiges" Kätzchen hab ;) )
War dort dann eben bei einer Neurologin, die ich dann mal fragte, ob das Ganze nicht auch auf die SD zurückzuführen sein könnte. Sie:"WAAAS? Das wurdde nie untersucht???"
Ergebnis: Hashimoto und Gladem. Gladem halfen mir über den ärgsten Stress hinweg, konnte mal durchatmen und entspannen. Mehr aber auch nicht. Nehme seit ein paar Wochen T4 - fühle mich trotz Einstellungsumstellung gut wie schon lange nicht mehr. Kann sogar schon alleine einkaufen gehen :D
Hab jetzt auch bei Orthomedis KPU-Test gemacht: 36 (0-15), Indikan leicht erhöht.
Nun endlich zu meiner Frage: Ich könnte dann ja versuchen das AD abzusetzen, nicht???? Hatte mir vor diesen Diagnosen nämlich geschworen, es lebenslang zu schlucken, aus Angst noch mal soetwas durchmachen zu müssen. Aber jetzt????
Werde auf jeden Fall mal mit Homöopathie aufhören.
Meint ihr, ich könnte es wagen, diesae Dinger auszuschleichen, Gladem???
Das wäre so ein Herzenswunsch von mir...
Ich könnte ja für den Notfall dieses *Name vergessen* diesen Serotoninvorgänger nehmen?? Rohi (ich glaub er heißt so - sorry grad mal wieder Hashihirnphase) hat irgendwo was drüber geschrieben.
Das müsste doch machbar sein, nicht? Wie lange dauert das, bis es wirkt? (Für den Notfall)
Bitte schreibt mir eure Meinungen und Erfahrungen, würd mich freuen!

Eines noch: Muss ich beim Essen auf etwas achten??? Mir kommt vor, da war was mit Kupfer?? Noch was??

So, wahrscheinlich isses jetzt so lang dasses keiner mehr lesen mag... :D

Schönen Abend,
Karin
 

Kate

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Hallo Karin,

der (direkte) Serotonin-"Vorläufer" heißt 5-Hydroxytryptophan bzw. 5-HTP. Du kannst das Zeug z.B. unter www.supersmart.de/ bestellen (bezahlen mit Kreditkarte oder Verrechnungsscheck). In D ist es verschreibungspflichtig und trotzdem (wohl) selbst zu bezahlen, dort bekommt man es als "Nahrungsergänzung" ohne Rezept. Die vegetarischen Kapseln enthalten nur den Wirkstoff "Griffonia simplicifolia-Extrakt" (Samen einer afrikanischen Pflanze). So weit - so gut.

Ich nehme es seit knapp 2 Wochen und stelle bisher KEINE signifikante Wirkung fest. Ich erhoffte mir vor allem Hilfe für meine Schlafstörungen, die - in Kombination mit einem immens hohen Schlafbedürfnis - im Moment derartig hartnäckig und permanent sind, dass mein Lebensmut auch schon auf der Kippe steht und ich viel Zeit liegend und dösend verbringe weil ich einfach nicht mehr kann. Es KÖNNTE sein, dass sie eine leicht belebende oder auch "antidepressive" Wirkung haben, auch das DURCHschlafen oder morgens Schlaf nachholen wird möglicherweise gefördert, das vermag ich nicht genau zu sagen. Ein Freund von mir beschreibt die Wirkungen ähnlich.

Dass ich im Moment nicht viel merke kann mit dem Konsum anderer Medikamente zusammenhängen. Ich habe jahrelang zum Schlafen(!) ein niedrig dosiertes Antidepressivum genommen, musste dies jetzt absetzen wegen eines Glaukomverdachtes. Es war nicht durch ein anderes Antidepressivum zu ersetzen (sind wohl alle nicht gut für die Augen), so dass ich jetzt einen Tranquilizer bekommen habe! Die Nachteile sind ja bekannt... Ich probiere es derzeit mit 5-HTP + ggf. Tranquilizer mit dem Ziel, den letzteren runterzudosieren bzw. so sporadisch wie möglich zu nutzen. Vielleicht muss sich die Wirkung auch erst aufbauen.

Es wäre sicher einen Versuch wert bei Dir, jedoch würde ich vorsichtig beim Absetzen des Antidepressivums vorgehen, wenn es bei Dir tatsächlich eine antidepressive Wirkung hatte (das war bei mir - auch in den hierfür vorgesehenen Dosierungen - nie der Fall, dazu kann ich also nichts sagen).

Was mich interessieren würde: Hast Du auch Schlafstörungen und sind diese durch die Schilddrüsengeschichte mitbedingt worden und jetzt besser? Ich drücke mich im Moment vor der Schilddrüsenuntersuchung, sollte aber wohl (Mutter und eine Schwester haben Hashi)...

Kupfer sollte ein KPU-ler meiden, wo's geht, weil er wegen des Zinkmangels die Neigung hat, Kupfer einzuspeichern, allerdings bezieht sich das eher auf zusätzliche Gaben in Nahrungsmittelergänzungen etc.. In der Nahrung lässt es sich letztlich nicht meiden und es ist ja auch notwendiges Spurenelement. Wenn Du nun Zink einnimmst wird eh ein Teil des Kupfers schon im Darm abgefangen und gelangt nicht ins Blut und den restlichen Körper.

Dir und allen anderen ein schönes Wochenende
Kate

P.S. Auf Rohis KPU-Site steht auch was über 5-HTP und ich kann Dir noch einen schönen Link schicken von zu Hause (bin gerade nicht an meinem Rechner)


[geändert von Kate am 05-28-05 at 11:49 AM]
 

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hallo kate!
danke für deine antwort!
werd mich bemühen, mir noch etwas zeit zu lassen mit dem ausschleichen.
ich hab dieses 5-htp bei einer österreichischen firma bestellt, habe den link weiter oben im dazugehörigen thread eingestellt. haben ganz interessante dinger, auch für kpu.

kate, bitte lass deine sd untersuchen, und zwar baldigst! ft3, ft4, tsh und antikörper sowie ultraschall.
ich war die letzten jahre quasi am a... und ich hab schon nach kürzester zeit sooooo eine gewaltige besserung erlebt, ich kanns dir nicht sagen. und dabei nehm ich noch nicht viele hormone.
ja, und auch schlafen tu ich besser, das ganze allgemeinbefinden hat sich jetzt schon erheblich verbessert. muss oft vor freude einfach losheulen (@)
und wenn deine mutter und schwester.... dann is eh schon alles klar, oder? ;) fragt sich dann eh nur mehr, ob hashi oder mb (kenn deinen gesamtzustand nicht)

in schlimmen zeiten erhielt ich "schlafhilfe" durch meinen homöopathen, auch kannst du "GABA" (Gamma-Amino-Buttersäure) versuchen, sportler nehmen es, um sich schnell und tief regenerieren zu können bzw. für tiefen schlaf eben. info: http://www.ultimatenutrition.com/catalog/general_nutrition/gaba.html
nicht schlafen zu können, ist schon eines der schlimmsten dinge!!!!

schönes wochenende,
karin
 
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Hallo germknederl,

willkommen im Club!
Psychopharmaka sollte man nie auf Dauer einnehmen, also sieh zu, daß Du davon wieder wegkommst. Aber gaaanz vorsichtig ausschleichen, damit ist nicht zu spaßen!
Bei Hashimoto unbedingt an die Schwermetallentgiftung denken! Autoimmunkrankheiten können durch Schwermetalle verursacht werden. Die Schwermetalle verändern das körpereigene Gewebe durch die Bildung von Hapten so stark, daß es als fremdes Gewebe verkannt und angegriffen wird.

Laß Dir Deine KPU-Medis nach Möglichkeit kinesiologisch austesten.

Liebe Grüße

Günter
 

Kate

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Hallo liebe Karin :)

Danke für Deine Rückmeldung und für die Links. Das macht Mut. Auch dass Du offensichtlich weißt, wie schlimm die Folgen von Schlafstörungen sein können, tut mir gut zu hören (fühle mich damit oft sehr allein, vom sozialen "Umfeld" kommt da wenig Verständnis). -

Es gibt Gründe, warum ich zögere mit der Untersuchung - vielleicht kannst Du dazu auch was sagen:

1) Hatte 1995 schon eine Untersuchung - und zwar inklusive Szintigramm und damit radioaktiver Schädigung. (Wenn ich hier lese, dass dies erst NACH dem Ultraschall und nur bei Knoten Sinn macht, werd' ich sehr wütend, das ist Körperverletzung und nicht die einzige, die mir in den letzten Jahren angetan wurde...) Diese Untersuchung war o.B.! - Das kann sich aber ja geändert haben, das sehe ich ein.

2) Ich hoffe irgendwie, dass durch Schwermetallausleitung und KPU-Medikation eventuelle Funktionsstörungen der SD verschwinden (diese Hoffnung basiert auch auf Aussagen von Herrn Heck von Heck Biopharma) und dass ich mir nicht NOCH MEHR Dauermedikation antun muss...

3) Unter Alternativ-Medizinern ist die Behandlung von Schilddrüsen-Funktionsstörungen umstritten. (Der homöopathische HA von meiner Schwester findet es z.B. nicht toll, dass sie diese Hormone nimmt!) Dies wohl, da man in die Körper-Regulation heftig und letztlich unkalkulierbar eingreift und ihm so auch die Chance nimmt, selbst zu regulieren. Die Tatsache, wie häufig die Therapie überprüft werden muss, bestätigt, wie diffizil die Sache ist.

Da es mir aber sehr schlecht geht, überlege ich eben doch... und wäre für jede Art Entscheidungshilfe dankbar! Da Du auch zum Homöopathen gehst: Was sagt denn der dazu? Und: Sind SD-Autoimmunerkrankungen reversibel, d.h. kann es sein, dass gar keine Dauermedikation nötig ist?

Liebe Grüße und Dir weiter einen Aufwärtstrend!
Kate


[geändert von Kate am 05-30-05 at 11:39 AM]
 

Sabine aus DO

Liebe Kate,

ich habe gerade mal wieder hier reingeschaut und von dir hier zufällig gelesen, dass du Schlafstörungen hast und evt. auf die SD tippst. Wie Karin schon sagte, lass es nochmal untersuchen. Deine letzte Untersuchung ist ja schon 10 Jahre her...das kann sich vieles verändert haben.

Lass am besten folgendes untersuchen: TSH, fT3, fT4 und die Antikörper TRAK, Tg-AK und TPO-AK und Ultraschall (Szinti nur bei Knoten). Damit hast du die Hashi und die MB-Anitkörper abgedeckt. Ich erlaube mir deshalb, mich "einzuschalten", weil ich auch jahrelang Schlafstörungen hatte. Ich bin zwar nie zum Arzt gegangen, weil ich sie auf meine damaligen Lebensumstände zurückgeführt hatte, aber es wurde immer schlimmer. Erst als ich mit einer Depression bei einer Allgemeinärtzin in Behandlung war, bei der ich auch deswegen gleichzeitig eine Gesprächstherapie gemacht hatte und sie wegen meiner Beschwerden die SD untersucht hat, stellte sich heraus, dass ich Hashi und damit eine SD-Unterfunktion habe. Ich bin zwar heute noch nicht SD-Hormonmäßig gut eingestellt (kann aber auch am Ferritinmangel liegen, dass es mir so schlecht geht), aber als erstes verschwanden die Schlafstörungen und sind auch nie wiedergekehrt. Das war eine ernome Erleichterung für mich!

Eine Medikation in dem Sinne gibt es bei Hashi nicht. Du musst nur die fehlenden Schilddrüsenhormone ersetzen, die deine SD auf Dauer nicht mehr genug selbst herstellen kann. Es sind zwar im Normalfall synthetische SD-Hormone, die man einnimmt, aber es ist im Prinzip ein körpereigener Stoff, den du ersetzen musst, kein Medikament. Sollte es Hashi sein, dann leider lebenslang. Ganz selten wird beschrieben, dass es zu "Spontanheilungen" kommen kann, aber das ist sehr selten und darauf zu hoffen, ist nicht sehr aussichtsreich.

Ich war letztes Jahr auch bei einer Heilpraktikerin in Behandlung. Sie hat mir auch die Aussicht gegeben, mal irgendwann wieder ohne zusätzliche SD-Hormone klarzukommen. Aber ich hab's nicht durchgezogen, weil beim runterdosieren meine Werte schlechter wurden, mein Befinden noch schlechter. Ich kann weder bestätigen, dass man mit Homöopathie die SD wieder zur normalen Funktion zurückbekommt, noch abstreiten. Aber ich bin da sehr skeptisch, denn momentan wird eher angenommen, dass eine Anregung der eigenen SD zur Produktion von SD-Hormonen den Autoimmunprozess wiederum anheizt und dadurch noch mehr SD-Gewebe zerstört wird. Ich habe bei uns im Hashi-Forum auch schon in einem Bericht gelesen, dass eine Heilpraktikerin sagte, "erst müsse die SD hormonell richtig eingestellt sein, dann könne man mit Homöopathie unterstützend begleiten." (so ähnlich)

Die Einstellung mit SD-Hormonen KANN defizil sein, MUSS aber nicht. Bei ca. 80% verläuft die Einstellung problemlos und es geht mit dem SD-Hormonersatz wieder gut. Bei ca. 20% ist das nicht der Fall, hier können aber auch noch andere Faktoren eine Rolle spielen: Ferritin(Eisen-)mangel, Vitamin-B12-Mangel, andere Autoimmunerkrankungen, Cortisol-Mangel, andere Hormonungleichgewichte.

Hast du außer den Schlafstörungen auch noch andere Beschwerden oder körperliche Veränderungen?

Ich hoffe, ich hab dich nicht überladen mit Infos :)

Liebe Grüße
Sabine
 

Kate

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Hallo Sabine,

danke für Deine lange Antwort. Meine Symptomliste ist eine A4-Seite lang, ich kann hier nur einen kurzen strukturierten Abriss geben:

- Stimmungsschwankungen (sehr schnelle und heftige), Angst- und Unruhezustände (Entspannen ist eigentlich garnicht möglich, bin immer hippelig), Zwänge

- Schlafstörungen (siehe Thread "Schlafstörungen / chron. Erschöpfung)

- chron. Erschöpfung, keinerlei "Stresstoleranz"

- Reizdarmsyndrom (mein Gewicht liegt derzeit bei 50 kg/176 cm mit Tendenz nach unten - ein Hungerhaken)

- unglaublich viele Lebensmittelallergien und -unverträglichkeiten, die sich v.a. im Darm äußern (beschwerdefrei bin ich nur, wenn ich NICHTS esse)

Das Einnehmen eines Hormons ist für mich schon eine "Medikation" - genau wie Kryptosan/Depyrrol etc.. Es ist ein erheblicher Eingriff in die körpereigene Regulation - auch wenn man körpereigene Stoffe zu sich nimmt - und das kann erhebliche Folgen haben. Insbesondere auch, dass der Körper noch weniger "einsieht", diese Sachen selbst zu produzieren. Deshalb meine Skepsis, aber ich bin eben auch mürbe jetzt und würde es auf einen Versuch ankommen lassen... (Die Laborüberweisung ist bereits unterwegs zu mir - alle 6 Werte. Muss man da eigentlich NÜCHTERN hin? Mein HP hält von nüchtern-Untersuchungen nicht viel.)

Wenn ich Dich richtig verstehe, tut man bei Hashi eigentlich garnichts, um den Autoimmunprozess zu beeinflussen? Man kontrolliert aber die Antikörper trotzdem regelmäßig? Dann würde man also daran auch erkennen können, wenn der Prozess gestoppt wäre (aus welchen Gründen auch immer, ich setze ja immer noch auf die Schwermetallentgiftung, die bei mir längst noch nicht durch ist)?

Meine Symptome passen (lt. Website von Prof. Heufelder) deutlich besser auf eine ÜBERfunktion (Untergewicht, keinerlei "Trägheit" - eher Hummeln im Hintern, s.o.). Dies allerdings trifft auf meine Hashi-betroffene Schwester auch zu. Und sie ist leider seit sie SD-Hormone nimmt, immer dünner geworden. Sie lässt auch gerade nochmal nachuntersuchen - das kann's ja nicht sein.

Hast Du Erfahrungen mit Schwermetallausleitung und hast Du auch KPU? Hat die KPU-Medikation und ggf. die Schwermetallausleitung die SD-Sache verbessert? Wurde die SD-Erkrankung vor oder nach Beginn der KPU-Medikation festgestellt? Falls danach, wie lange danach?

Liebe Grüße
Kate



[geändert von Kate am 06-01-05 at 02:31 PM]
 

Sabine aus DO

Liebe Kate,

zuerst mal zu deinen Beschwerden: die passen auf jeden Fall zu SD-Funktionsstörungen. Es ist manchmal schwierig eine Überfunktion oder eine Unterfunktion allein an den Symptomen zu erkennen. Blöderweise kann man in UF typische ÜF-Symptome haben, wie Herzstolpern, innere Unruhe, Durchfall....und umgekehrt bei ÜF Müdigkeit, Haarausfall, Gewichtszunahme. Daher ist es erstmal wichtig, deine Werte abzuwarten, dann kann man sicher mehr sagen. Wenn du magst kannst du sie gerne hier wieder auflisten (mit den Normwerten dazu) oder mir eine private Nachricht schicken (geht das hier?), wenn du es nicht öffentlich machen möchtest.

Dass du immer hippelig bist, deutet eher auf Überfunktion und dadurch kann sich der Körper auch erschöpfen, bis zur letzten Körperzelle, Entspannung ist dann nicht mehr möglich, weil dein Körper ständig auf Hochtouren fährt. Mit Stimmungsschwankungen meinst du sicher auch depressive Verstimmungen? Das und besonders die Angstzustände bis hin zu Panikattacken passen auch.

Reizdarmsyndrom: ist das bei dir schonmal schulmedizinisch untersucht worden? Auf Zöliakie/Sprue und, wenn du auch Magenbeschwerden hast, auf perniziöse Anämie? Zöliakie kennst du ja mit Sicherheit, da gibt es auch Antikörper. Pernizöse Anämie ist auch eine Autoimmunerkrankung, die mit Hashi öfters zusammentrifft. Hierbei liegen Antikörper gegen bestimmte Zellen im Magen vor, dadurch kann das Vitamin-B12 im Dünndarm nicht mehr aufgenommen werden und muss gespritzt werden. Das nur als vollständige Erklärung, ich möchte dich damit aber nicht überlasten...und vor allen Dingen keine Angst machen! Hoffe, das kommt jetzt nicht falsch bei dir an :) .

Bei Zöliakie (hierbei muss man durchaus nicht unbedingt Durchfall haben) können auch Mangelzustände entstehen: Vit. B6, B12, Eisen, Magnesium und mehr.

Chronische Erschöpfung kann als Ursache u.a. SD-ÜF, SD-UF, Eisenmangel, B12-Mangel, Magnesiummangel haben - aber das weißt du vielleicht auch schon. Wenn man nach Eisenmangel schauen möchte, ist der Ferritin-Wert das Wichtigste (das ist das Speichereisen). Der sollte in der Mitte liegen, denn oft sind schon niedrig normale Spiegel Ursache für chron. Erschöpfung. Leider wird standardmäßig meistens nur Eisen (im Serum) und Hämoglobin bestimmt, wenn man nicht ausdrücklich auf Ferritin hinweist. Bei B12 sind niedrig normale Werte schon verdächtig und man sollte die AK-Diagnostik durchführen (besonders wenn man schon eine AI hat).

Jetzt nochmal zu Hashi. Es kann phasenweise zu Überfunktionen kommen, wenn man einen "Schub" hat. Dabei ist der Zerstörungsprozess des SD-Gewebes gerade sehr aktiv. Mit dem zerstörten Gewebe werden auch die darin enthaltenen SD-Hormone freigesetzt und können ÜF-Symptome auslösen. Nach diesem Schub kann die SD allerdings noch weniger Hormone produzieren als vorher, daher rutscht man danach wieder in eine Unterfunktion. Auf Dauer gesehen, wird die SD (meistens) immer kleiner....und die SD-Hormondosis muss über die Jahre evt. wieder nach oben angepasst werden.

Ich weiß, dass in der Naturheilkunde darauf gesetzt wird, die eigene SD zum Nachwachsen anzuregen (aber bitte nicht mit Jod!!). Es ist aber glaube ich nicht bekannt, in wie weit nachgewachsenes SD-Gewebe auch funktionstüchtig ist. Das ist ein sehr heikler Bereich meiner Meinung nach, denn im Grunde bin ich auch sehr dafür, so natürlich wie möglich zu behandeln bzw. die Selbstheilungskräfte anzuregen. Wie gesagt, da es mir beim runterdosieren schlechter ging, hab ich mich nicht getraut, es durchzuziehen, weil es mir eben schon jahrelang sehr schlecht geht.

Um den Autoimmunprozess zu unterdrücken, also Antikörper senken, kann man Selen einnehmen (bis zu 200 µg / Tag). Andere Autoimmunsuppressiva wie Cortison haben bei Hashi nichts gebracht. Ich kenne eine Naturheilkundliche Behandlung, die ich auch durchgeführt habe. Eine Art Eigenblutbehandlung mit "Allergostop". Dein HP kennt das vielleicht. Das habe ich letztes Jahr gemacht und es ging mir anfangs auch gut damit, aber dann eben wieder sehr schlecht...die Antikörper waren zunächst unter der Norm, dieses Jahr wieder erhöht. Weiß aber auch nicht, ob ich das noch mal spritzen müsste, habe dafür zur Zeit kein Geld. Schulmedizinisch bestimmt man die Antikörper nur zur Diagnosestellung. Dann sind sie normalerweise nicht mehr aussagefähig, da sie sehr stark schwanken. Aber auch da gibt es andere Ansichten, bei den Naturheilkundlern. Beurteilen kann ich das aus meiner Sicht nicht. Die Erkrankung verläuft schubweise (Schwanken der AKs), aber dauerhaft bleibt die SD-Unterfunktion, die ausgeglichen werden muss. Wenn man die SD nicht entlastet und sogar noch mehr zur Tätigkeit anregt, heizt man damit den Autoimmunprozess noch mehr an. Auch diese chronische Entzündung, die permanent im Körper mehr oder weniger stark aktiv ist, führt zu Beschwerden. Daher ist es eigentlich gewollt, die SD zu entlasten, damit das Immunsystem sie nicht noch mehr angreift.

Zur Bestimmung der SD-Werte musst du nicht nüchtern sein. Nur wenn du einmal mit SD-Hormoneinnahme begonnen hast und zur Kontrolle gehst, darfst du die Hormone morgens vorher nicht nehmen, weil das die Werte verfälscht.

Nochmal zu dem AI-Prozess: man sagt "einmal Hashi, immer Hashi" - auch wenn die AKs mal sehr niedrig sein sollten. Das hat denke ich mit Schwermetallausleitung nichts zu tun. Die kann deinen Stoffwechsel verbessern, aber solltest du Hashi einmal haben, dann hat sich dein Immunsystem "gemerkt", dass die SD angeblich feindliches Gewebe ist und wird sich immer daran "erinnern", sie zu zerstören. Mein Gott, klingt das brutal....ich möchte dich wirklich nicht beängstigen, aber ich habe den Eindruck, dass du momentan viel darüber wissen möchtest.

Wie gesagt: Selen beeinflusst den AI-Prozess positiv, heilt ihn aber nicht. Nach dem derzeitigen Wissensstand. Man kann dann noch mehr für seinen Stoffwechsel tun, indem man auch andere Antioxidantien wie Zink und B-Vitamine einnimmt...dazu gäbe es auch noch einiges mehr zu erzählen.

Deine Schwester könnte ja auch momentan zu hoch eingestellt sein. Wie oft lässt sie die SD-Werte kontrollieren? Am wichtigsten sind die freien Hormone: fT3 und fT4. In der Anfangsphase soll man alle 6-8 Wochen kontrollieren. Wenn das Befinden konstant gut bleibt, dann reichen danach alle 3-6 Monate aus...noch später vielleicht 1 mal im Jahr. Das wäre mir aber zu ungenau und heikel. Es sei denn es geht einem saugut!

:)

Ich habe selbst habe kein KPU, der Wert bei Sension war 6 (ohne B-Vitamine genommen zu haben). Den Test habe ich 2 Jahre nach meiner Diagnose Hashi machen lassen. Letztes Jahr bei meiner HP habe ich eine Schwermetallausleitung gemacht, auch eine Jodausleitung, da ich davon viel zu viel hatte (kommt bei Hashi wohl auch öfters vor). Zur Zeit nehme ich ein Multi-Präparat von Heck-Biopharma, das für Hashis gut sein soll, habe aber noch keine positiven Veränderungen gespürt, eher Verschlechterungen. Was mir allerdings sehr gegen meine PMS-Beschwerden hilft, ist zusätzliches B6! Der B6-Spiegel war auch schon vor 2 Jahren mal deutlich supprimiert...auch Zink und Selen (die Untersuchung musste ich aber selbst bezahlen). Meine HP hat auch eine Glutenunvertäglichkeit festgestellt, jetzt lasse ich das gerade auch noch antikörpermäßig untersuchen. Seit ich mich glutenfrei ernährt habe, geht es meinem Bauch viel, viel besser. Hatte immer so einen schlimmen Kugelbauch. Allerdings habe ich auch 13 Kilo zugenommen, weil mein Körper jetzt wahrscheinlich wieder vermehrt Nährstoffe aufnehmen kann. Mein immer wiederkehrender Eisenmangel (Ferritinmangel) macht mir auch sehr zu schaffen (kommt bei Hashi auch sehr häufig vor). Ich vermute, dass meine größten Beschwerden zur Zeit daher kommen (völlige Antriebslosigkeit, Müdigkeit, und und und, bin nicht arbeitsfähig).

Meine Mutter hat ja KPU (erst vor kurzem diagnostiziert), auch mal eine ÜF gehabt, desweiteren sind mir in der Familie meiner Mutter noch 4 weitere SD-Funktionsstörungen bekannt. Hängt alles irgendwie stark zusammen meiner Meinung nach.

Das war jetzt sehr viel auf einmal....ich hoffe, ich konnte dir damit ein wenig helfen. Wenn du noch mehr Fragen hast, nur zu! Weiß nicht, ob ich alles berücksichtigt habe, was du wissen wolltest. Jetzt müssen wir ja auch erstmal abwarten, was deine Blutwerte aussagen.

Viele liebe Grüße
Sabine
 
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16.03.05
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Hallo!
Sabine hat ja schon ziemlich alles dazu gesagt!!!
Mein Homöopath meint, es sei eine Modediagnose, die man nicht zu behandeln braucht. Deshalb wird eine Zusammenarbeit auch nicht weiter funktionieren. Ich nehms ihm nicht übel, er mir auch nicht, dass ich anders denke. Aber da ich in letzter Zeit immer öfter auf meine globuli und meine Lösung vergesse, ist es im Moment auch nicht wichtig für mich. Halte aber sehr viel von Homöopathie, und werd, wenns von mir wieder mal gewünscht wird, mir einen andern suchen.

Bin kein Tablettenschlucker, ganz im gegenteil. Aber wenn ich die Hashi Sache nüchtern betrachte (hab mich recht viel damit befasst), so ist es mir logisch, die fehlenden Hormone von außen zuzuführen. Seit meinem letzten Schub, der dauerte sehr lang, bin ich empfindlich geworden. Will heißen, dass ich auf SD-förderndes mit Schmerzen reagiere. Versuche halt, unnötiges wegzulassen, aber stress mach ich mir deswegen nicht...

Einfach das Gefühl, diese immer wieder aufkeimende Lebensfreude, allein einkaufen können, der insgesamte Körper- und Geisteszustand, sagen mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin.
Mir geht es zwar auch nicht konstant gut, aber das ist ja klar. Erwarte ich auch nicht. Aber es ist nicht mehr schlimm, weil ich weiß, was es ist.

Ich persönlich halte sehr viel von ganzheitlicher Medizin, aber da in punkto Schilddrüse die Aktivität gefördert wird
und ich merke, dass das nicht soooooo toll ist, schluck ich meine Hormone. Inzwischen schon mit Freude.

Das ist mein Standpunkt.
Auch, dass diese Krankheit lebenslang bedeutet. Da gibts für mich keinen Zweifel. Aber das macht nix. Angeblich solls bei "früher" Entdeckung durch rechtzeitige Hormongabe zu Spontanheilungen kommen. Aber das trifft bei dir ja wohl nicht zu....
Je länger man das hat, desto schwieriger ist anscheinend die Einstellung. Auch logisch nachvollziehbar.
Also, das Wichtigste bei Hashibehandlung ist neben T4 wohl Geduld.

Auch ich hab keine klaren UF-Symptome, ein totales Mischmasch. Hab auch ca. 55 kg bei 175cm, da gibts gar nicht soo wenige, die nicht zunehmen dabei. (Ich hoffe, das bleibt...) Wir sind halt alle Einzelprachtstücke, über den Kamm scheren geht da schwer... :D
Mir fällt auf, dass ich ziemlich herumschwafel (@) :D

Und "Nicht-Schlaf-Erfahrungen" hab ich auch. Ist wirklich schlimm. Wenn der Körper sich nicht erholen kann, ist klar, dass bald GAR nix mehr funktioniert. Mir haben Meditationscds oft geholfen.
Auch dieses nicht entspannen können kenn ichnur zu gut. Konnt nicht mal in die Badewanne, loslassen war unmöglich. Ständig war jede Muskelfaser angespannt!!! Ist weg! Komplett! Hatte auch schon lang keine richtige Panik, selbst die "Anflüge" sind lächerlich... Vor ein paar Monaten verging keine Stunde ohne Todesangst.

Alles Gute, SCHLAF GUT! :)
Karin
 
Beitritt
07.05.04
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Hallo germknederl,

Auch, dass diese Krankheit lebenslang bedeutet. Da gibts für mich keinen Zweifel.
Dies ist ein einschränkender Glaubenssatz! Wenn Du den verinnerlichst, wird es auch so eintreffen! Unterschätze die Macht dieser Glaubenssätze nicht!
Es soll selbst Spontanheilungen bei genetisch bedingten Krankheiten gegeben haben.
Nichts ist unmöglich!
Toyota? :D
Liebe Grüße

Günter
 

Sabine aus DO

Hallo Karin,

puuuh....meint dein HP mit "Modediagnose" etwa Hashi? Du bist ja auch im Hashi-Forum und kennst nicht nur deine Geschichte, sondern auch die vielen anderen traurigen Geschichten. Da musste das ja wie ein Schlag in's Gesicht sein. Wenn man sich vorstellt, wieviele Hashis z.B. schwere Depressionen hinter sich haben, sogar mit Suizidversuchen, die durch die SD-Hormoneinnahme und gute hormonelle Einstellung verschwunden sind....und dann sagt sogar ein HP, man müsste Hashi nicht behandeln...? Da fehlen mir die Worte. Aber jeder spricht nur aus seinen Erfahrungen und dieser hat wohl nicht besonders viele mit Hashi. So klingt es jedenfalls.

Hallo Günter,

ich bin grundsätzlich auch immer dafür bei einer Krankheit auch den Geist und die Seele miteinzuschalten. Ich bin Anfang 2001 "auf dem Zahnfleisch" zu einer Allgemeinärztin gekrochen, die mir sehr empfohlen wurde. Ich hatte eine Depression, die mich arbeitsunfähig machte. Diese Ärztin arbeitet mit Naturheilverfahren, Kinesiologie, Akkupunktur und ist Anthroposophin. Ich habe bei ihr auch gleichzeitig eine Gesprächstherapie begonnen, die ich insgesamt 2 Jahre gemacht habe. Die psychosomatische und homöopathische Seite meiner Behandlung war also recht gut abgedeckt. Dennoch ist diese Ärztin an ihre Grenzen mit mir gestoßen und veranlasste die Untersuchung der Schilddrüse. Auch nach SD-Hormoneinnahme wurden meine Beschwerden nur kurzzeitig besser, dann wieder viel schlechter. Ich habe zeitgleich sehr viele homöop. Medikamente bekommen - nichts hat dauerhaft geholfen. Auch meine innere Einstellung gegenüber meiner Krankheit und auch den Medikamenten war sehr offen und positiv. Auch die Aussage, "wenn Sie die Hormone nehmen, werden all Ihre Beschwerden verschwinden!" (kann ja auch ein Glaubenssatz sein) hat mich beflügelt und ich habe mich endlich auf ein schöneres Leben gefreut. Auch die Aussage einer Heilpraktikerin, dass man Hashi sehr wohl heilen könnte, nämlich mit dem erwähnten "Allergostop", hat mich beflügelt und ich habe es ausprobiert - mit sehr positiver innerer Einstellung dazu.

Nichts hat dauerhaft geholfen. Nur die drastische Erhöhung meiner SD-Hormondosis und die Einnahme von Eisen haben mir geholfen. Die Geschichte wäre viel zu lang, wenn ich meine Schwierigkeiten alle erklären wollte. Ich kenne aus unserem Hashi-Forum auch Erfahrungen, von Betroffenen, die ihren Ärzten glaubten und nach ein paar Monaten SD-Hormoneinnahme die Hormone wieder absetzten, weil angeblich alles wieder ok war. Diese Menschen haben sich zum Teil über Jahre von Arzt zu Arzt (auch Naturheilkundlern) gehangelt, weil alle Beschwerden wieder kamen.

Du kannst dir sicher denken, was ich damit ausdrücken will. Ich finde es auch nach wie vor toll, dass ihr in diesem Forum (soweit ich das mitbekommen habe) so viel auf die Naturheilkunde setzt. Ich wende sie auch unterstützend bei mir oder meinem Hund an :) . Trotzdem bin ich der Meinung, dass sowohl die Naturheilkunde als auch der Geist und die Seele bei rein körperlichen Ursachen einer Krankheit ihre Grenzen haben. Diese Erfahrung mache ich zur Zeit. Ich bin mir absolut sicher, dass meine extreme Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Antriebslosigkeit, Haarausfall, Muskelschwäche und und und... eine körperliche Ursache haben und nicht auf eine derzeitige Depression zurückzuführen sind (wie mir jetzt wieder 2 Ärzte nahegelegt haben). Natürlich ist nichts unmöglich und ich stimme dir absolut zu, man solle offen für "Unmögliches" sein - bin ich auch.

Meine eigenen Erfahrungen mit dieser schweren Erkrankung, die viel zu wenig ernst genommen wird, sind allerdings die, dass ich ohne genügend SD-Hormone "vor die Hunde gehe" und Mangelerscheinungen wie Ferritinmangel auch erhebliche Beeinträchtigungen in der Lebensqualität mitsichbringen...wenn man bei Arbeitsunfähigkeit von "Beeinträchtigung" sprechen kann. Das sind für mich lebensnotwendige Stoffe, ohne die ich nicht überleben kann. Das hast du auch nicht behauptet :) - ich glaube ich schweife irgendwie ab...?....ist mein Konzentrationsproblem. Aber vielleicht ist trotzdem rübergekommen, was ich ausdrücken wollte....

Viele liebe Grüße
Sabine
 
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07.05.04
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Hallo Sabine aus DO,

ich verstehe schon sehr gut, was Du meinst. Klinghardt hat in seinem Buch das 5-Ebenen-Modell des Heilens vorgestellt und betont, daß Heilung am schnellsten eintritt, wenn man auf allen Ebenen gleichzeitig was tut. Also auch immer auf der untersten, der physischen Ebene. Dauerhafte Heilung kannst Du aber nur erzielen, wenn Du auch die Ebene einbeziehst, in der die Krankheit ihre Ursache hat. Rutscht Dir das Messer ab und Du schneidest Dich, ist nur die physische Ebene beteiligt. Dann reicht eine Behandlung auf psychischer Ebene (Pflaster).
Führt z.B. ein Unerlöster Seelischer Konflikt zu dem Glaubensatz "Ich will mir selbst schaden" oder "Ich will mich selbst bestrafen", so häufen sich vielleicht solche Unfälle. Dann reicht es nicht aus, Pflaster zu kleben, denn der Konflikt/die Ursache ist auf einer höheren Ebene entstanden und kann nur dort gelöst werden. Besser ist natürlich, alle betroffenen Ebenen zu behandeln. Also Psychokinesiologie und Pflaster kleben.
Bei den ganz hohen Ebenen hast du aber ein Problem. Auf das, was Deine Seele bzw. Gott will, hat Dein Ego relativ wenig Einfluß. Wenn Du z.B. eine Krankheit hast, damit Dein Leben in eine bestimmte Richtung läuft, damit Du eine bestimmte Lektion lernst, dann wird Dein Ego (also der kleine Teil Deiner Seele, den Du als Deine Person, Dein "ich" empfindest) kaum die Pläne des größeren Teils Deiner Seele ändern können, bevor dieses Ziel erreicht ist.
Da wir aber nicht wissen können, noch wissen sollen, was und warum geplant ist (sonst würde es nämlich nicht funktionieren), bleibt uns nur, immer anzunehmen, daß diese Krankheit heilbar ist und alles zur Gesundung zu tun.
Mein Leben wäre völlig anders verlaufen, wenn ich nicht schon als Kind unter der Kryptopyrrolurie gelitten und ich meine Schwermetallvergiftung nicht entwickelt hätte. Auch wenn mich diese Beschränkungen manchmal fürchterlich ankotzen - ich bin trotzdem sehr dankbar dafür, was ich dadurch alles erfahren und gelernt habe.
Ich weiß, das jetzt manche von Euch den Kopf schütteln - zumal jetzt vielleicht gerade händeringend am Tiefpunkt. Ich versichere Euch aber, daß Ihr das später mit einem gewissen Abstand ebenso sehen werdet.
Liebe Grüße

Günter
 
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hi sabine,
ja, war erst mal ziemlich angefressen wegen meinem homöopathen. er meinte, ich solle auch keine hormone nehmen, das gäbe nur probleme. er war der einzige arzt, dem ich vertraute - so einfach tu ich das nämlich nicht. aber nachdem er mich in- und auswendig kennt, hätte er - wüsste er darüber bescheid - doch wohl gleich beim erstgespräch eine be anordnen sollen....
es tut mir schon leid, da er in meiner nähe ist und ich ihn auch recht gern mag. aber, wer weiß wozu es gut ist???

aber es hätten viele draufkommen müssen... habe es schätzungsweise seit 10 jahren oder länger. es hat ja schon mal eine zeit und einige ärzte gebraucht, dass man mir sagen konnte: das sind panikattacken. nicht mal das... aber wenigstens weiß ichs jetzt.

übrigens - hab grad das gleiche schwafelproblem... :D im moment is mein hirn wieder recht....

hi günther,
ich seh hashi nicht als krankheit, sondern als hmmm, wie nenn ichs, die diagnose macht mich wieder lebensfähig. freu mich sogar drüber - wenn man mit mitte 20 sein leben abschließt, weils letzte licht in mir erloschen war, und jetzt brennts wieder ordentlich!!!! dabei bin ich erst am beginn der hormonis. hab wohl glück!!

und ich schüttel da drüber gar nicht den kopf - alles, was in meinem leben passiert is, und war es noch so entsetzlich - hat mich schließlich zu dem menschen geformt, der ich bin. :D
und diese erfahrung im dezember, die mich fast sterben ließ, hat mich gerettet!!!!! ohne würd ich immer noch am boden herumdümpeln und angst vor der scheinbar unausweichlichen anstalt haben.

schönen tag euch allen!!!!
karin
 

Sabine aus DO

Hi Günter und Karin,

ich schüttel darüber auch überhaupt nicht den Kopf, denn ich merke, dass wir gar nicht weit auseinander liegen, mit unseren Meinungen darüber :) . Das mit der Ursache für meine Krankheit Hashimoto Thyreoiditis steht ja auf einem ganz anderen Blatt. Diese Ebene zu behandeln, habe ich in meiner Gesprächstherapie gelernt und lerne für mich jetzt ohne therapeutische Gespräche immer noch weiter. Das ist ein stetiger Prozess alte Verhaltens- und Glaubensmuster abzulegen, die mir in der Vergangenheit im Grunde nur geschadet haben. Nicht umsonst sind viele "Hashis" sehr rücksichtsvoll, harmonieliebend, vernachlässigen auf eine ungesunde Weise ihre eigenen Bedürfnissse, sind eher für andere da, als für sich selbst - man könnte das so sehen, dass man sich letztlich selber angreift durch das fehlgeleitete Immunsystem. Es wird ja auch als "Autoagressive" Krankheit bezeichnet. Für meine Situation und mein Leben kann ich das auf jeden Fall nachvollziehen (bin jetzt 40). Mein Körper hat sich irgendwann gegen sich selbst gerichtet....könnte man auch als Riesenaufschrei verstehen: "Was du da machst ist falsch! Sie her...jetzt zeig ich's dir auf der physischen Ebene! Du musst was ändern!" (Mal ganz banal ausgedrückt)

Die feinstoffliche Ebene lasse ich auch nicht außer Acht - und wenn ich es mir finanziell mal wieder leisten könnte, würde ich auch gern wieder zur HP gehen...ich weiß, dass mir Unterstützung auf allen Ebenen gut tut (habe dort auch Hypnose gemacht). Nur - wie du schon sagtest - ist die Verletzung oder der Unfall einmal da, muss auch das Pflaster her. Das Pflaster sind sozusagen die SD-Hormone, obwohl der Vergleich nicht 100% machbar ist :) . Das Pflaster heilt ja nicht den Schnitt in der Hand, sondern der Körper selbst, indem er Gewebe nachbildet. Eine ganze Hand kann bei uns allerdings nicht nachwachsen...also auch da sind Grenzen gesetzt. Ist es irgendwann (warum auch immer) erstmal soweit gekommen, dass ein "Schnitt" da ist - also SD-Gewebe durch Antikörper zerstört ist - muss man ja auch das behandeln, indem man die lebensnotwendigen SD-Hormone von außen ersetzt. Eigentlich müsste man an der Ursache auf der körperlichen Ebene ansetzen und das fehlgeleitete Immunsystem wieder "richtig" steuern...sodass nicht immer wieder SD-Gewebe zerstört werden kann. Genau dies soll ja die Therapie mit "Allergostop" bewirken (das übrigens auch mit diesem Prinzip z.B. einen Heuschnupfen heilen soll). Aber ich kenne niemanden persönlich, bei dem das funktioniert hat. Diese Therapie kennt sowieso kaum jemand....und mir ging's mit weniger Hormonen schlechter. Da ich auch noch Eisenmangel habe, der offenbar auch irgendwie "chronisch" ist, macht mich das natürlich auch müde und antriebslos - da müsste ich zuerst dauerhaft ausreichend mit Eisen versorgt werden - dann könnte ich da mal weiter sehen. Ist ganz schön kompliziert das Ganze...

Also ich würde liebend gerne ein normales Immunsystem haben. Aber ich muss auch sehen, dass ich am Leben bleibe...und die Hoffnung, dass es irgendwann mal so eintreten könnte, ersetzt mir aber nicht die Stoffe, die mein Körper rein chemisch zum überleben braucht, wie z.B. die SD-Hormone. Diese Hormone einzunehmen ist für mich ein Schritt, alles zu meiner Gesundung zu tun - ebenso wie zu lernen, mich auf der seelischen Ebene zu entwickeln, mich so in meinem eigenen Wert zu schätzen, wie ich es verdient habe - so wie jeder andere Mensch auch - ohne dabei verletzend egoistisch zu werden.

Ich sehe uns da übereinstimmend (?) - wie seht ihr das? Kann ja trotzdem sein, dass wir Hashis lebenslang SD-Hormone ersetzen müssen, weil es ein auf der körperlichen Ebene irreparabler Schaden ist, der nun mal passiert ist.

Viele liebe Grüße
Sabine

die diese Diskussion richtig toll findet :)
 

Kate

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Hallo Ihr Lieben,

danke für Eure ausführlichen Rückmeldungen :) :) Das hilft mir alles sehr, mir selbst eine Meinung zu bilden und Entscheidungen zu fällen. Meine Untersuchung werde ich nächste Woche machen.

@Sabine :)

Du fragst: "Mit Stimmungsschwankungen meinst du sicher auch depressive Verstimmungen?"

Ich habe es bewusst "Stimmungsschwankungen" genannt, weil es in Sekundenschnelle wechseln kann von eher euphorischen Zuständen (die ich aber kenne und entsprechend einordne ;) ) zu Total-Abstürzen mit Verzweiflung und autodestruktiven Handlungen. Das sind oft Reaktionen auf äußere Erlebnisse und Umstände, manchmal kann ich aber auch keinen Auslöser identifzieren. Eine klassisch "Depressive" bin ich sicher nicht, habe eine unbändige Neugier, Begeisterungsfähigkeit und Lebensfreude, zweifle letztlich nicht am Sinn des Lebens (brauchst mich nur auf eine Blumenwiese zu stellen, mal bildlich gesagt, dann frage ich nicht mehr nach dem Sinn). Vielleicht auch interessant, wenn auch als Argument gegen eine Depression fragwürdig: Die sog. Antidepressiva wirken bei mir absolut kontraproduktiv (dies hängt vielleicht auch mit der KPU zusammen und damit, dass die Leber damit überfordert ist).

Du fragst: "Reizdarmsyndrom: ist das bei dir schonmal schulmedizinisch untersucht worden?"

Ich war 2 Tage im Krankenhaus, da sind alle spiegelbaren Verdauungsorgane gespiegelt worden samt ca. 12 Biopsien, von denen einige sogar auf "Non-Hodgin-Lymphom" nachuntersucht wurden wegen "Lymphozyten-Anhäufungen". Die Befunde sind lächerlich angesichts der Beschwerden: Kleine Vernarbung im Magen (evtl. von einem abgeheilten kleinen Geschwür), etwas versprengte Magenschleimhaut im Duodenum (sehr kleine "Tupfer", lt. KH-Arzt ohne Krankheitswert, mein HP hinterfragt das), geringgradige chron. Entzündung und eben diese lymphatische Hyperplasie in einigen Darmabschnitten (term. Ileum, Colon). Zöliakie und Colitis ulzerosa wurden ausgeschlossen. Die nicht spiegelbaren Dünndarmabschnitte sind diagnostische Lücke, aber zu dieser erheblich belastenden Dünndarmuntersuchung (Röntgen mit Kontrastmittel) konnte ich mich bisher nicht entschließen. - Ambulant: umfangreiche Allergietests (Prick, IgEs, IgGs) - 20 positive Ergebnisse, Darmflorauntersuchungen (Hefe- und Schimmelpilze - beides negativ, "gute" Darmflora - geringe Abweichungen). Puh!

"Perniziöse Anämie?" Weiß nicht! HG ist ok, B12 und Ferritin WAREN auch ok. Vielleicht listest Du mir die relevanten Laborparameter nochmal auf?

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Nach "Allergostop" werde ich meinen HP mal fragen. Er möchte nämlich eine spezielle Eigenblutbehandung mit mir machen (u.a. gegen Pollenallergie, Lebensmittelallergien, Hausstaub- und Schimmelpilzallergie), vielleicht ist das die? Er sagt, diese Eigenblutbehandlung sei sehr wirkungsvoll.

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Meine Schwester hat Ihre Hashi-Einstellung glaube ich GARNICHT überprüfen lassen. Die hat keinen Bock auf bzw. keine Zeit für sowas, der Hashi wurde "zufällig" und ohne Leidensdruck entdeckt, die Medikation brachte keinerlei signifikante Veränderungen. Nachuntersuchung jetzt auch nur wg. KPU-Diagnose. Schilddrüse ist wohl "verschwunden" jetzt.

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Die von Dir erwähnte These, dass eine Stimulation der Hormonproduktion der (verbleibenden) Schilddrüse auch den Autoimmunproszess anheizt, ist interessant! Lässt sich das "theoretisch" (biochemisch) oder empirisch untermauern? In der "Alternativ-Szene" (u.a. Dr. Bruker, Internist, Ganzheitsmediziner und ehemaliger "Vollwertkost-Pabst" ) gibt es gegenteilige Thesen: Wenn man der Schilddrüse DIE ARBEIT ABNIMMT indem man Hormone substituiert, "fühlt sie sich überflüssig" und verschwindet (dies ist meine bildhafte Formulierung, den Fachjargon habe ich nicht drauf). - Diese polar entgegengesetzten Thesen sind in der Medizin nicht selten und fordern einen ganz schön...

Ich finde es aber genau richtig, wie Du (und auch Karin - hallo :) ) da ran gehst. Letztlich möchte mensch auch einfach nur leben (und sooo lang ist das Leben garnicht... bin etwa in Deinem Alter und quäle mich seit 13 Jahren fast permanent). Ich werde meine Werte (wohl) hier reinstellen, wenn ich sie habe.

Macht es gut, Ihr Lieben!
Kate


[geändert von Kate am 06-04-05 at 01:02 PM]
 
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hallo ihr lieben,

ja, mir gefällt die diskussion auch gut. bin nur leider zu fertig um mich ordentlich dazu auszulassen (zur zeit).
was ich sehr toll finde und mir auch über krisen hinweghilft, ist HUNA (hawaiianischer schamanismus). ich finde diese philosophie einfach wunderschön...

kate, hast schon termin? ft3, ft4, tsh, tpo-ak, trak, tg-ak, cortisol, ferritin, viell. auch einen kompletten hormonstatus? melatonin (kann man das messen?)? borrelien? ultraschall der sd.

das ist das was mir so einfällt, auch wegen d. müdigkeit. viell. kann ja sabine was dazu sagen, bin ja auch noch recht "frisch" :)

glg euch
karin
 

Sabine aus DO

Hallo Kate,

oh je - wo ist denn meine letzte Antwort hin?? Hatte dir auf deinen letzten Beitrag wieder ziemlich ausführlich geantwortet....und auch ganz sicher abgeschickt! :? Bin erst jetzt darauf aufmerksam geworden, weil Karin nochmal geantwortet hatte....wie doof.

Also ich versuch's nochmal:

Das mit dem "Anfliegen" der Traurigkeit oder schlechten Laune kenne ich auch. Das ist wie gesagt, seit ich zu dem normalerweise üblichen Hormon T4 auch noch T3 dazu einnehme, weg. Es kommt oft vor, dass bei Hashis die ADs überhaupt nicht wirken.

Magen-/Darmmäßig ist ja dann schon fast alles bei dir untersucht worden. Für die Diagnostik der perniziösen Anämie muss man die Antikörper gegen Parientalzellen bestimmen. Darauf würde ich an deiner Stelle nochmal pochen, denn du hast ja auch eine chronische Gastritis. Mindestens würde ich aber den B12-Spiegel bestimmen lassen - wenn man die chron. Gastritis erwähnt, dann machen das die meisten Ärzte. Unbedingt die Laborwerte in Kopie geben lassen! Denn schon niedrig normale Werte sind auffällig. Besonders, da du ja schon u.a. B12 wegen KPU einnimmst, dann wäre ein niedriger Spiegel erst recht auffällig. Letztlich bringt dann nur die Bestimmung der Antikörper Aufschluss, ob du p. Anämie hast - dann müsste B12 lebenslang gespritzt werden.

Auch für Ferritin (Speichereisen) gilt: niedrig normale Werte sind auffällig und bei Beschwerden wie du sie hast behandlungsbedürftig. Auch wenn das die meisten Ärzte leider anders sehen. Diese Erfahrung mache ich gerade selbst bitter durch. Der Wert sollte zwischen 70 und 100 liegen. Bitte nicht verunsichern lassen vom Arzt, wenn er nur Eisen (im Serum) und Hämoglobin bestimmen will. Eisen ist der am wenigsten verlässliche Wert. Wenn sowieso Eisen bestimmt werden soll, dann musst du unbedingt morgens nüchtern zu Blutabnahme (denn eine einzige Mahlzeit kann den Wert ansteigen lassen).

Beschwerden bei Ferritinmangel können sein: chronische Erschöpfung, Muskelverspannungen, Schlafstörungen, depr. Verstimmungen, Haarausfall, trockene Haut, Muskelschwäche, Antriebslosigkeit.

Das mit deiner Schwester klingt wirklich komisch. Seit wann nimmt sie nochmal die Hormone ein und seit wann ist sie so unruhig? Wenn die SD sozusagen verschwunden ist, dann muss man natürlich trotzdem kontrollieren. fT3, fT4 und TSH sollte gemacht werden und selbst auf die Werte schauen. Auch bei fT3 und fT4 gilt: niedrige Werte können Hinweis auf zu niedrige Einstellung sein, sogar mittig liegende. Jeder muss seine Wohlfühldosis finden, die ist sehr individuell verschieden. Wenn sie abgenommen hat, braucht sie vielleicht auch etwas weniger SD-Hormone...kann man aber ohne Werte und genaue Beschreibung ihres Befindens nicht wirklich sagen. Nimmt sie reine SD-Hormone ein oder eine Kombination aus Jod und SD-Hormonen (z.B. Thyronajod oder Jodthyrox)? Die reinen Hormone wären richtig - zusätzliches Jod ist bei Hashi ganz schlecht, weil es den Immunprozess anheizt! Wird leider auch oft von Ärzten falsch gemacht.

Die These, dass eine Anregung der SD-Funktion den Autoimmunprozess anheizt, habe ich im Grunde aus unserem Hashi-Forum und den dazugehörigen Informationsseiten der beiden Gründer dieses Forums. Das sind eine Gynäkologin, die selbst Morbus Basedow'lerin ist und ein Endokrinologe (Facharzt für Drüsenerkrankungen). Unter www.hashimotothyreoiditis.de - Schau da mal unter "Therapie" und "Antioxidantien".

Die Erfahrung zeigt auch, dass ohne die Zufuhr von SD-Hormonen von außen, eine Hashimoto Th. immer weiter und heftiger fortschreitet. Erzähle mal den vielen Betroffenen, sie sollen ihre SD selbst arbeiten lassen und keine SD-Hormone mehr einnehmen! Ich kenne so viele Berichte von Betroffenen, die jahrelange Leidenswege hinter sich haben und - auch ohne Übertreibung - Suizidversuche hinter sich haben, nur weil sie falsch behandelt worden sind! Bzw. sie wurden eben nicht mit SD-Hormonen behandelt. Diese Leidenswege erstrecken sich mitunter über 6, 7, 8 Jahre.....bis zu 20 Jahren! Es werden sogar teilweise die Diagnosen Hashi verschwiegen, nur weil diese Ärzte meinen, Hashi mache ja weiter nichts. Das bräuchte man nicht zu behandeln. "Essen Sie weniger, treiben Sie Sport und machen Sie eine Psychotherapie!", sind oft die fatalen Aussagen von Ärzten, die diese Krankheit viel zu wenig ernst nehmen. Davon Betroffene irren dann von Arzt zu Arzt weiter, weil sie ihre Beschwerden ja trotzdem noch haben. Sicher, man kann sich so über Jaaaahre durchhangeln und stirbt (noch) nicht daran - aber ist das die Lebensqualität, die wir uns alle wünschen? Wenn wir immer weniger Freunde haben, weil wir die Treffen nicht mehr wahrnehmen können, wenn wir kaum noch Kraft haben, uns um unser Kind zu kümmern, wenn wir aus Kraftlosigkeit und depr. Verstimmungen nicht mehr arbeiten können, wenn wir uns mit irgendwelchen komischen Schmerzen am ganzen Körper permanent zusammenreißen müssen...gegen die ständige Müdigkeit ankämpfen müssen, das Leben wie durch eine Glasscheibe wahrnehmen?? Nee, echt nicht! Vielleicht bildet sich die SD auch zurück, weil sie ihre Arbeit nach und nach weiter einstellt, wenn sie entlastet wird - kann sein, aber das würde sie irgendwann sowieso, weil sie dann komplett durch die AKs zerstört worden wäre...und dabei darf man nicht vergessen, dass auch der Autoimmunprozess Beschwerden wie grippeähnliche Symptome hervorruft. (Siehe deine Schwester, die müsste jede Menge Zerstörungsschübe durchgemacht haben) Jede stressige Phase im Leben kann den Entzündungsprozess wieder aufflammen lassen - das Immunsystem ist ja so konzipiert, dass es sich den "Feind" in Erinnerung behält.

Du schreibst ja auch, dass du dich schon seit 13 Jahren quälst - wie gesagt, das kann mehrere Ursachen haben und muss nicht Hashi sein. Deswegen erstmal die SD-Werte und Ultraschall, B12- und Ferritinwerte abwarten. Karin zählte ja auch noch einige andere auf. Wenn du Hashi haben solltest, würde ich die anderen Hormone anschließend mal komplett bei einem Endokrinologen bestimmen lassen. Das ist wichtig für die nachfolgende hormonelle Einstellung mit SD-Hormonen.

Hoffe, dieser Beitrag wird jetzt auch wirklich angezeigt....vielleicht war der andere zu lang?

Viele liebe Grüße
Sabine
 
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Hallo Sabine aus DO,

die Forumssoftware arbeitet nicht immer so, wie man sich das wünscht und auch von mir waren schon öfter Beiträge weg.
Wenn Du einen Beitrag fertig hast, so kopiere ihn erst in die Zwischenablage (Vorsicht beim Anklicken von "kopieren" damit Du nicht auf "einfügen" kommst). Dann erst abschicken. Es muß eine Dankes-Meldung kommen und der Beitrag erscheinen. Passiert dies nicht und kommt wieder ein leeres Schreibfenster, ist der Beitrag im Nirvana. Dann kannst Du ihn aber aus der Zwischenablage zurückholen und erneut schicken.
Liebe Grüße

Günter
 

Kate

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Hallo Sabine und Karin :)

danke für Eure Antworten. Das ist alles sehr interessant. Und - wie gesagt - ich bin auch mürbe mittlerweile und möchte einfach noch was vom Leben haben und wenn es mit SD-Hormonen (samt Zweifeln an der Richtigkeit dieser Therapie) ist. Ich kriege (wohl) Freitag mein Ergebnis der 6 SD-Werte. Ultraschall ist eigentlich nur vorgesehen, wenn da was nicht stimmt, oder?

Mein alter HA hatte schon mal einen Verdacht Richtung B12-Aufnahmestörung (da gibt es aber auch weitere Gründe für außer Perniziöser Anämie sagt mein HP!). 1998 wurden untersucht: Ferritin i.S. mit 43,75 ng/ml ("latenter Eisenmangel" ), B12 mit 172 pg/ml ("Graubereich" ), Folsäure mit 12,11 ng/ml ("normal" ). Es wurde kein weiterer Handlungsbedarf gesehen. Ich habe übrigens nicht die Diagnose "chronische Gastritis" erhalten im KH! Da war nur diese kleine (abgeheilte) Vernarbung. Ich hatte einige Zeit vorher in einer Seelenstress-Phase auch heftige Magenschmerzen gehabt. Magenprobleme habe ich jetzt nur phasenweise, der Darm ist die Schwachstelle (die natürlich mit dem Magen zusammenhängen kann, wenn der z.B. nicht genug Säure produziert, was man dann im Gegensatz zu zuviel Säure nicht direkt merkt). Mein HP sagt, bei Perniziöser Anämie müsste mein HG verkorkst sein und das MCV(?). Die sind aber ok! Da hätte ich gern nochmal eine Rückmeldung von Dir (Sabine) :) Wo werden überhaupt diese Antikörper untersucht (bitte nicht schon wieder Magenspiegelung, das geht bei mir nur mit Narkose...).

Über die SD-Behandlung meiner Schwester weiß ich nicht so viel. Es geht ihr nicht schlecht, sie kann ihr Leben leben und beschäftigt sich so gut wie nicht mit Gesundheitsthemen. Es ist vor ein paar Jahren diagnostiziert worden, sie nimmt seitdem Thyroxin(?) und sie war wohl nie wieder zur Kontrolle...

Mein HP arbeitet übrigens nicht mit "Allergostop", sondern mit HOT (=hämatogene Oxidationstherapie) bzw. "aktiviertem Eigenblut nach Hörder". Er hat schon solche Sachen wie Lupus ery...(???) erheblich bessern können, das ist auch eine Autoimmunerkrankung, eine richtig üble Sache. Da ich diese Eigenblutbehandlung wegen meiner 1001 Allergien machen möchte, hoffe ich nur, dass dies der SD ggf. nicht schadet!

Euch ganz liebe Grüße
Kate


[geändert von Kate am 06-08-05 at 08:15 PM]
 

Sabine aus DO

Da bin ich nochmal.... :)

die Antikörper gegen die Parientalzellen werden im Blut bestimmt - also keine Magenspiegelung nötig. Ok, das mit der Gastritis hatte ich dann falsch verstanden :) . Wenn du damals latenten Eisenmangel hattest, vermute ich, dass du ihn jetzt auch hast. Die Werte am besten immer mit Normbereich hier reinstellen - auch bei den SD-Werten - sonst kann man das nur sehr schlecht beurteilen, da jedes Labor andere Normwerte hat. Wenn damals gegen den Eisenmangel nichts unternommen wurde und das vermutlich bis heute nicht kontrolliert wurde (jedenfalls Ferritin nicht), dann könnte auch das Ursache für deine Beschwerden sein. Hatte ja schon geschrieben, dass die niedrigen Ferritinspiegel von den meisten Ärzten unterschätzt werden. Auch das Blutbild (u.a. MCV) muss nicht immer verändert sein. Wenn deine Blutkörperchen schon zu groß (B12-Mangel) oder zu klein (Eisenmangel) sind, dann ist's eh schon ein manifester Mangel - warum so lange warten, bis alles richtig schlimm ist? Mir geht's jedenfalls so. Mein Ferritin wandert immer zuerst in den Keller, wenn ich lange genug warte, sind alle anderen auch aus der Norm...aber dann geht's mir auch so wie jetzt: arbeitsunfähig.

Wenn's deiner Schwester gut geht, dann gibt's auch keinen Bedarf, an ihrer SD-Hormondosis etwas zu ändern - außer das mit der Unruhe wäre ja wert, kontrolliert zu werden. L-Thyroxin ist ein reines SD-Hormonpräparat und wenigstens schon mal richtig :) . Solange es einem gut geht, ist es ja auch logisch, dass man nichts untersuchen lässt. Sie gehört wahrscheinlich einfach zu den 80 % der Betroffenen, denen es mit der Einnahme von SD-Hormonen einfach gut geht - so lernen es die Ärzte. Nur wenn dann die restlichen 20 % aus der Reihe tanzen und immer noch alle UF-Symptome haben, sind die meisten völlig überfordert und schieben es auf die Psyche. Na ja, das nur so am Rande. Es ist die Entscheidung deiner Schwester, ob sie zur Kontrolle geht oder nicht. Empfehlen kann ich ihr nur, wenigstens 1 mal im Jahr alle SD-Werte und einen Ultraschall der SD machen zu lassen, das reicht bei gutem Befinden auch völlig aus.

Solange die Eigenblutbehandlung nicht ausdrücklich das Immunsystem anregt (Echinacea ist z.B. schlecht bei Hashi), denke ich nicht, dass sie schadet. Außerdem ist bei dir ja auch noch nichts klar - bin gespannt auf deine Werte. :)

Bis dahin alles Liebe
Sabine
 
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