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FAQ: Antworten zu den häufigsten Fragen

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1. Kryptopyrrolurie - wie spricht man das?

--> Krypto-Pyrrol-Urie

2. Gibt es andere Namen dafür?

--> Pyrrolurie, Hämopyrrollaktamurie, Malvenfaktor, Malvaria, Mauve, China Doll Disease und die Abkürzungen KPU und HPU. KPU-'ler werden im Englischen auch als Pyrrolics bezeichnet.

3. Was ist Kryptopyrrolurie?

--> KPU bezeichnet eigentlich mehr ein Symptom - der erhöhte Verlust von Vitamin B6 und Zink in einer komplexen Verbindung mit Pyrrolen über den Urin. Dieser massive Verlust von Vitamin B6 und Zink läßt sich nicht über normale Ernährung ausgleichen. Grund sind Enzymstörungen bei der Hämsynthese, wobei 4 bis 8 Enzyme blockiert sind. Es ist eine Stoffwechselstörung.

4. Was sind die Symptome?

--> Es gibt nicht den typischen Kryptopyrroliker. Da Vitamin B6 und Zink bei sehr vielen Körperprozessen benötigt wird, versucht jeder Körper mit einer solchen Mangelsituation auf seine Weise umzugehen. Während der eine in der Gummizelle landet, lebt der andere sein ganzes Leben scheinbar symptomlos. Einer hat Kniebeschwerden und Magenprobleme, ein anderer hat ADS. Es gibt aber eine statistische Häufung von folgenden Symptomen:
  • Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom mit und ohne Hyperaktivität (ADHS und ADS) ADS/ADHS mit Lese-Rechtschreib-Schwäche
  • ADS/ADHS mit Rechenschwäche
  • Schlechtes Kurzzeitgedächtnis
  • fehlende Traumerinnerung
  • Konzentrations- und Leistungsschwäche, chronische Erschöpfung
  • Depressionen
  • Schlafstörungen
  • Ängste
  • Halluzinationen
  • psychotisches Syndrom
  • erhöhte Infektanfälligkeit, chonische Infektionen mit Bakterien, Pilzen, Viren
  • Akne, Ekzeme
  • Neurodermitis
  • Haarausfall
  • weiße Flecken auf den Fingernägeln
  • Muskelschmerzen
  • Fibriomyalgie
  • Weichteilrheuma
  • Darmentzündungen, Reizdarm
  • Durchfall, Verstopfung, extremer Stuhlquerschnitt bei Kindern
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Glutenunverträglichkeit (Getreide)
  • verzögertes Knochenwachstum
  • morgendliche Übelkeit
  • Migräne, Kopfschmerzen
  • Karzinome
  • Zyklusstörungen der Frau
  • blasses Äußeres, vor allem im Gesicht, Blutarmut
  • Muskelspasmen
  • Sonnenallergie
  • gelbbraune Färbung nach Sonnenbad
  • Muskelschwäche in den Armen (kommt als Kind keine Kletterstange hoch)
  • schlechter Zahnschmelz
  • Lichtempfindlichkeit
  • Gelenkschmerzen, vor allen Dingen die Knie
  • Verbesserung durch Fasten
  • Verschlechterung bei vegetarischer Ernährung
  • Intolleranz von Schlafmitteln und Medikamenten
  • Chemikalienunverträglichkeit
  • Oberbauchschmerzen, Magenprobleme
  • Hypoglykämie, Altersdiabetis
  • als Kind eher Untergewicht, im Alter eher Übergewicht
  • Unfruchtbarkeit, Schwangerschaftskomplikationen
  • Familien mit überwigend Töchtern
  • niedriger Blutdruck, stark wechselder Blutdruck
  • engstehende Vorderzähne im Oberkiefer
  • sehr schmale Hände
  • Gesichtsschwellungen
  • Schüttelfrost und Fieber
  • Autismus
  • Atem- und Körpergeruch
  • Herz- und Gefäßleiden
  • Überbeweglichkeit von Gelenken, Beckeninstabilität
  • Schilddrüsenprobleme
  • Mangel an Mangan, Chrom, Magnesium, Vitamin B3
  • Überschuß an Kupfer, dadurch erhöhter Histaminabbau
  • Zinkgeschmackstest schmeckt nach Wasser
Einen Anhaltspunkt gibt auch der Online-Fragebogentest vom KEAC:
https://www.hputest.nl/dvragenlijst-online.htm

5. Wie häufig ist KPU?

--> Die Zahlenangaben schwanken zwischen etwa 5 und 10%. Frauen sind häufiger betroffen.

6. Ist KPU erblich oder erworben?

--> In der Regel ist KPU erblich, es soll aber Fälle einer erworbenen KPU durch Bleivergiftung gegeben haben. Es ist zu vermuten, daß Schwermetallvergiftungen (z.B. Amalgam) zu KPU führen können.

7. Ist KPU streßinduziert?

--> Jeglicher Streß (auch körperlicher Streß in Form von Infektionen, Verletzungen usw.) führt zu einem Mehrverbrauch von Vitamin B6 und Zink und kann eine latente KPU akut werden lassen.

8. Welche Verbindung besteht zwischen Amalgam-Symptomen und KPU?

--> Bei Kryptopyrrolikern ist das Cytochrom-P450 Enzymsystem beeinträchtigt, das für die Entgiftungsreaktionen in der Leber benötigt wird. Dadurch kann ein KPU-ler schlechter entgiften, als der Rest der Bevölkerung und hat ein ganz besonderes Problem mit Schwermetallen wie Quecksilber. Da Zink ein Gegenspieler von Quecksilber ist, hat es das Quecksilber durch den Zinkmangel leicht, sich im Körper festzusetzen. Die Amalgamvergiftung erzeugt Streß und verstärkt den Vitamin B6 und Zinkmangel noch mehr. Es schaukelt sich gegeneinander hoch.
Damit ist klar, daß in der Personengruppe der besonders Amalgamgeschädigten überdurchschnittlich viele Kryptopyrroliker zu finden sind. Ohne Behandlung der KPU gibt es auch keine zufriedenstellende Entgiftung.
Parallel zur KPU-Behandlung sollte eine Schwermetallentgiftung mit Chlorella, Bärlauch und Koriander durchgeführt werden.
JEDER AMALGAMI SOLLTE FÜR SICH KLÄREN; OB NICHT GLEICHZEITIG KPU VORLIEGT!

9. Wie erfolgt die KPU/HPU-Diagnose?

--> Durch einen selbstbezahlten Urintest, mit dem Kryptopyrrol (KPU-Test)bzw. Hämopyrrollaktam (HPU-Test) im Urin nachgewiesen wird. Nur wenige Labors führen ihn durch:
Wird vorher schon Vitamin B6 eingenommen, kann das Ergebnis falsch negativ sein. Auch andere Faktoren können zu falsch negativen und falsch positiven Werten führen.
Es ist auch möglich, die Notwendigkeit von KPU-Medikamenten kinesiologisch auszutesten (Depyrrol oder Kryptosan auflegen)

10. Sind die KPU- und die HPU-Tests gleichwertig?

--> Dr. Kamsteeg von der KEAC schreibt hierzu:

Die Kryptopyrrolbestimmung weicht geringfügig von einer HPU-Bestimmung ab. Generell gilt: Wenn jemand bei einem Kryptopyrroltest einen hohen Wert erzielt, ist ein positiver HPU-Test zu erwarten. Bei einem KPU-Wert von 0,27 ist ein HPU-Test nicht mehr erforderlich. Umgekehrt kann jemand mit einem HPU-Wert von 1,2mcmol/l bei einem KPU-Test dennoch negative Werte haben. Die Tests messen Störungen bei einander ähnlichen Prozessen, sind jedoch nicht identisch. Die Korrelation zwischen beiden Tests, gemessen von Dr. Tapan Audhya, beträgt 0,92 (1 ist das Maximum). Es besteht also im Allgemeinen eine starke Übereinstimmung zwischen den Werten, die man beim HPU-Test und dem Kryptopyrroltest erhält.


11. Wie finde ich einen geeigneten Therapeuten?

--> entweder aus folgenden Listen: www.keac.de/keac/therapeuten.html
oder bei den Labors telefonisch nachfragen, die haben manchmal eigene Therapeutenlisten z.B.: www.sension-gmbh.de/index.htm
oder in Wohnortnähe selber nachfragen, speziell auch bei Ärzten mit Zusatzausbildung Naturheilkunde oder Heilpraktikern
oder das Beratungsabo der KEAC für ein halbes Jahr nutzen (Nähere Infos dazu erhält man dort telefonisch unter (049)-5851-602769) bzw. hier

12. Wie erfolgt die Behandlung

--> Selbstbezahlte Hochdosis-Behandlung mit Vitamin B6 (Pyridoxin oder besser P5P), Zink und Mangan. Entweder Einzelpräparate oder fertige Mischungen: Depyrrol oder Kryptosan. Idealerweise die Art des Medikamentes und die Dosis kinesiologisch austesten (lassen). Dazu kann man Proben beziehen. Sonst an Empfehlungen halten und Zinkgeschmackstest und Traumerinnerung als Hinweis für obere Grenzwerte nutzen. Einnahme ganz langsam einschleichen, es kann zur Erstverschlimmerung kommen.
Medikamenten-Preise/günstige Medikamente/Bezugsquellen

13. Wie lange erfolgt die Behandlung?

--> Bei der erblichen Form lebenslang. Die Dosis kann nach einem längeren Zeitraum erfahrungsgemäß auf eine geringere Erhaltungsdosis reduziert werden

14. Werden die Symptome bei jedem KPU-ler besser?

--> Leider nein. Oft spielen noch andere Störungen eine Rolle. Dann muß weitergesucht werden.
Je jünger der Patient, desto besser sind in der Regel die Aussichten.
 
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15. Welche Folgeuntersuchungen sollte man machen lassen?

--> Schilddrüsenuntersuchung (Unterfunktion, Überfunktion, Hashimoto Thyreoiditis, Morbus Basedow)
Obwohl grundsätzlich ein TSH-Wert ab 2,5 als auffällig gilt, reicht dieser Wert zur Beurteilung der Schilddrüse nicht aus. Deshalb:
1. Den Arzt überreden, so viele Schilddrüsen-Untersuchungen wie möglich machen zu lassen: Ultraschall, TSH, FT3, FT4 und alle drei Antikörper: TPO-AK (MAK), Tg-AK (TAK) und TRAK . Weil viele Ärzte den Zusammenhang mit KPU nicht sehen, dabei notfalls etwas die Wahrheit beugen: Familiär vorkommende Schilddrüsen-Autoimmun-Erkrankungen (Tante mit Morbus Basedow, Opa mit Hashimoto Thyreoiditis, Mutter in Unterfunktion,...); andere Autoimmun-Erkrankungen in der Familie (Diabetes, Rheuma,...); Hinweis von befreundetem, nicht in der Gegend praktizierendem Arzt, wegen vorhandener Symptome doch mal die Schilddrüse untersuchen zu lassen... Notfalls die Untersuchung selbst bezahlen! Auf die Werte T3 und T4 kann verzichtet werden, da sie im Gegensatz zu FT3 und FT4 wenig Aussagekraft haben. Man darf in einem Quartal „auf Kasse“ nicht alle drei Antikörper untersuchen, sondern nur zwei davon. Wenn der Arzt sich sperrt, dann den dritten Wert Tg-AK bzw. TAK (<10 Euro) selbst bezahlen oder im nächsten Quartal untersuchen lassen.
2. Grundsätzlicher Besuch der Hashimoto-Seite https://www.ht-mb.de. Dort Beschreibung von Krankheit und Symptomen lesen.
3. Vorstellung vom HPU/KPU-Wert und der Untersuchungsergebnisse aus 1. im Hashi-Forum mit der Bitte um eine Beurteilung:
https://www.ht-mb.de/forum/
4. Wiederholung der Schilddrüsenuntersuchung im angemessenen Abstand (je nach Befund), mindestens jedoch jährlich.

16. Gibt es ein Buch über KPU/HPU?

---> Ja: https://www.hputest.nl/dhpuendan.htm
Mittlerweile ist es in Deutschland, der Schweiz und Österreich auch über die Buchhandlung zu bekommen unter der ISBN-Nummer: 90-809117-2-0


zugehöriger Diskussionsthread!



Diese FAQ wird nicht mehr weitergepflegt und wurde vom www.symptome.ch/wiki/index.php/Kryptopyrrolurie?wiki_session=ddf76a687c080c7119b82708386ebd1b abgelöst!
 
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