Erstverschlimmerung bei Rescue Tropfen? Erfahrungen

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Hallo zusammen,

ich habe eine Frage zu den Rescue-Tropfen von Bachblüten und möglichen Reaktionen darauf. Seit einer Grippe mit anschließender Pilzbehandlung leide ich unter Angst- und Panikattacken. Ein Neuro-Stressprofil habe ich schon machen lassen, und die nächsten Tage werde ich mich auch um mein hormonelles Durcheinander kümmern.

Ich habe inzwischen zwei Versuche mit den Rescue-Tropfen gemacht. Der Ablauf war jedes Mal gleich:
Etwa eine halbe Stunde lang spüre ich eine Beruhigung – und dann kippt es. Die Angst wird stärker, mir geht’s emotional schlechter, am nächsten Tag habe ich Durchfall bzw. sehr häufigen Stuhlgang und bin ziemlich depressiv verstimmt. Zusätzlich habe ich auch einen deutlichen Libidoverlust bemerkt. Deshalb vermute ich inzwischen, dass irgendetwas hormonell mit angestoßen wird – ob positiv oder negativ kann ich nicht beurteilen.

Auf der Seite des Bach Centre steht, dass Bachblüten keine Nebenwirkungen machen, sondern eher unterdrückte Gefühle an die Oberfläche bringen können und man deshalb nicht abbrechen müsse. Ich bin mir aber unsicher, ob das bei mir wirklich eine „Heilreaktion“ ist oder eher zeigt, dass ich sie nicht vertrage.

Meine Frage ist deshalb:
Sollte ich die Tropfen weiter einnehmen oder lieber komplett lassen? Und kennt jemand solche Reaktionen?

Ich poste morgen auch mein Neuroprofil. Vielleicht kann jemand, der sich damit auskennt, einmal drüberschauen – ich würde nämlich gern vermeiden, direkt auf Antidepressiva zu wechseln.

Liebe Grüße
stoibi
 
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Hallo stoibi,

Ich leide seit meiner Grippe mit anschliessender Pilzbekämpfung an Ängsten und Panikattacken.

Ich würde eher einen Zusammenhang sehen zwischen Grippe, Pilzbekämpfung und Angst- und Panikattacken.
Wie lange ist das denn her? Wie hast Du die Pilze bekämpft? Vielleicht sind ja dadurch Schwermetalle freigesetzt worden, die Dir jetzt zusetzen?

Grüsse,
Oregano
 
Also: Die Libido wird stärker, je kränker man wird, so bedeutet ja Libidoverlust eher eine Gesundung (der Fortpflanzungstrieb wird allgemein (auch Tier, Pflanze) größer vor dem Tod, damit die Art erhalten bleibt. Wenn es Pflanzen schlechter geht, fangen sie an zu blühen (bestimmte Zimmerpflanzen)).

Außerdem stimme ich Oregano mit der Schwermetallfreisetzung durch Pilzbekämpfung als "logische" Möglichkeit zu.

Ja, ich könnte mir schon vorstellen, daß die Rescue-Tropfen deine Selbstheilungskräfte aktivieren, und (angenommen) abgelagerte Gifte stärker vom Körper bekämpft werden.
(Mir ging es heute genauso mit "Lichtquelle"-Wasser.)
Bachblüten sind mehr als Placebos, jedenfalls für meine Wahrnehmung.
 
Also: Die Libido wird stärker, je kränker man wird, so bedeutet ja Libidoverlust eher eine Gesundung (der Fortpflanzungstrieb wird allgemein (auch Tier, Pflanze) größer vor dem Tod, damit die Art erhalten bleibt. Wenn es Pflanzen schlechter geht, fangen sie an zu blühen (bestimmte Zimmerpflanzen)).


Aha :D, gibt es dafür auch eine Quelle?

Grüsse
Kayen
 
Wenn es Pflanzen schlechter geht, fangen sie an zu blühen (bestimmte Zimmerpflanzen)).

Mich würden dann auch noch die "bestimmten Zimmerpflanzen" interessieren?
Welche sind das denn?
Zumindest habe ich bei mir noch keine Zimmerpflanze gehabt, die vorher
kurzfristig erblüht ist.
Hm?

Kayen
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Kayen, es ist das sogenannte "Notblühen". Beispielsweise habe ich im Oktober dieses Jahres eine blühende Rosskastanie fotografieren können. Eine einfache Ursache, deutsche Rosskastanien sind von einem Pilz befallen, der die Blätter zerstört. Eine blühende Rosskastanie im Oktober? Das Beweisfoto könnte ich auf Wunsch hier einstellen. ;)
Aber zurück zum Thema, in der Homöopathie geht man davon aus, dass es anfänglich Verstärkungen der Krankheitssympthome geben kann, jedoch auch in dieser Situation die Einnahme fortsetzen soll. Die Bachblütentherapie gehört zu den homöopathischen Anwendungen. Ähnlich ist es beispielsweise bei bestimmten Anwendungen der Volksmedizin, wie beispielsweise dem Milchkefir, dem sehr viele Heilwirkungen nachgesagt werden. In diesem Fall habe ich es selbst erlebt. Trotz anfänglicher Verstärkung der Probleme, setzte dann nach einiger Zeit die Verbesserung des gesundheitlichen Befindens ein. Es bedurfte nur etwas Geduld.
Passieren kann bei der Ausgangs beschriebenen Anwendung tatsächlich nichts, denn die Bachblüten liegen in einer Potenzierung vor, die keinesfalls schädlich sein kann. Entscheidend ist nur die Frage, ob die richtige Therapie gewählt wurde, die tatsächlich dem Patienten nutzt. Gewöhnlich gibt es verschiedene Wege zum Heilerfolg. :)
 
Danke bebu für deine Worte, dann werde ich sie weiterhin einnehmen. Ich habe gelesen, dass die Erstverschlimmerung ein Zeichen dafür ist, dass es wirkt. Ich bin normalerweise auch eher skeptisch gegenüber der Homöopathie, die Reaktion darauf war aber sicher keine Einbildung.

Von Bachblütentropfen wird behauptet, dass sie keine schädliche Wirkung auf den Organismus haben und im schlimmsten Fall einfach nicht wirken.

lg, stoibi
 
Hallo stoibi,

Rescue-Tropfen sind ja eine Mischung aus verschiedenen Bachblüten. Du könntest ausprobieren, wie es Dir mit Einzelmitteln geht. Evtl. passt eine der Einzelblüten in den Rescue-Tropfen für Dich nicht?

*Überleg'*: Sind Rescue-Tropfen denn homöopathische Tropfen?

Gruss,
Oregano
 
Hallo stoibi,

Rescue-Tropfen sind ja eine Mischung aus verschiedenen Bachblüten. Du könntest ausprobieren, wie es Dir mit Einzelmitteln geht. Evtl. passt eine der Einzelblüten in den Rescue-Tropfen für Dich nicht?

*Überleg'*: Sind Rescue-Tropfen denn homöopathische Tropfen?

Gruss,
Oregano

Rescue-Tropfen gehören zu den homöopathischen Heilmitteln und sind ein Bachblütenmix. Bekannter ist die Bachblüten-Therapie. ;)
 
1) Bachblüten sind keine homöopathischen Mittel!

2) Es gibt kein "Hilft´s nix, schadet´s nix". Man kann sich mit den anscheinend harmlosesten Mitteln ganz massiven Schaden zufügen. Nicht unbedingt durch das Mittel selbst, sondern durch die Reaktionen, die der Körper auf das Mittel macht. Wenn ich einem SM-Vergifteten z.B. eine homöopathische Mercurius-Verbindung gebe, ist das schwer fahrlässig und kann massive Auswirkungen haben.

3) Eine Erstreaktion, die immer wieder als "super, es wirkt" verkauft wird, ist ein Therapiefehler! Es heißt, dass Prozesse in Gang gesetzt wurden, mit denen der Körper nicht umgehen kann, z.B. dass zuviele Gifte mobilisiert wurden ohne entsprechende Stützung der Ausleitungsorgane. Mit der Zeit vergeht das wieder, weil der Körper die Gifte dann einfach irgendwo anders ablagert. Aber außer Belastung des Systems hat man damit nichts bewirkt.

4) Eine Art Notblüte mag in speziellen Situationen vorkommen. Dabei ist aber zu beachten, dass Pflanzen sich in der Regel nicht um ihre Nachkommen kümmern müssen, damit diese überleben. Da das System Mensch weiß, dass der Nachwuchs stirbt, wenn die Mutter stirbt, sinkt in der Regel die Fruchtbarkeit durch Krankheit. Das beste Beispiel sind magersüchtige Mädchen - wenn schon für die Frau nicht genug Nahrung da ist, wird es schon gar nicht für zwei reichen und die Menstruation / Eisprung bleibt aus.

Weihnachtliche Grüße, Esther.
 
Hallo zusammen,

ich war vor einigen Jahren auf einem Bachblüten-Seminar bei Mechthild Scheffer und habe sie dort direkt auf die offensichtlichen Überschneidungen zur Homöopathie angesprochen.

Ihre Antwort war ziemlich eindeutig:
Die Bachblütentherapie ist homöopathie-ähnlich, aber keine Homöopathie.

Man merkt das auch, wenn man sich beide Systeme genauer anschaut:

• Herstellung:
Die Blüten werden zwar stark verdünnt, aber nicht nach Hahnemann potenziert. Es gibt keine C- oder D-Reihen, keine „Schüttel“-Potenzen.
Verwendet werden die Sonnenmethode bzw. die Kochmethode, danach wird mit Alkohol konserviert – das war Bachs eigener Ansatz, nicht der homöopathische.

• Wirkungskonzept:
Bachblüten arbeiten laut Bach eher auf der emotionalen Ebene – also auf Stimmungen, Reaktionsmustern, inneren Haltungen.
Die klassische Homöopathie orientiert sich dagegen am Ähnlichkeitsprinzip („Simile“), körperlich wie seelisch.

• Auswahl:
Bei Bachblüten wählt man nach aktuellen Gefühlen, Verhaltensweisen oder inneren Konflikten aus, nicht nach körperlichen Symptomen.
Homöopathie arbeitet wesentlich komplexer (Gesamtsymptomatik, Konstitution, Modalitäten).

• Sicherheit:
Bachblüten gelten als sehr sanft, weil sie – anders als homöopathische Hochpotenzen – praktisch keinen Reiz im klassischen Sinne setzen. Deshalb gibt es bei Bachblüten offiziell auch keine „Erstverschlimmerung“, wie man sie aus der Homöopathie kennt.

Mechthild Scheffer beschreibt es selbst so:
Die Blüten werden „homöopathieähnlich“ zubereitet, gehören aber zu einem eigenen System, das Edward Bach bewusst unabhängig von der Homöopathie entwickelt hat.

Ich finde: Das erklärt ganz gut, warum manche Parallelen bestehen, Bachblüten aber trotzdem anders funktionieren – und warum manche Menschen sie spüren, andere gar nicht.

Liebe Grüße
Kayen
 
Bzgl. Bachblüten und Homöopathie:

Im Vertrieb werden viele Dinge als homöopathisch bezeichnet, die es im medizinischen Sinne nicht sind. Das hat - meines Wissens - gesetzliche Gründe ... der Gesetzgeber hat einfach alles unter Homöopathie zusammengefasst, was auch nur im weitesten in diese Richtung geht.

Aber im Grunde ist es ja egal.

Jedenfalls sind Erstverschlimmerungen, soweit ich belesen bin, in der Bachblüten-Literatur kein Thema.

LG, Esther.
 
Eine Erstreaktion, die immer wieder als "super, es wirkt" verkauft wird, ist ein Therapiefehler! Es heißt, dass Prozesse in Gang gesetzt wurden, mit denen der Körper nicht umgehen kann, z.B. dass zuviele Gifte mobilisiert wurden ohne entsprechende Stützung der Ausleitungsorgane.

Hallo Esther, hab ich dich richtig verstanden, dass Bachblüten SM´s mobilisieren können? Irgendwie kann ich mir das nicht so richtig vorstellen, lasse mich aber gerne eines besseren belehren.
Ich könnte ja um auf Nummer sicher zugehen simultan Chlorellas einnehmen, hab sie noch zuhause rumliegen.

Erstverschlimmerungen sind dann also als "negativ" zu bewerten?

Ihr merkt, mir schwebt ein grosses Fragezeichen über dem Kopf. Dachte ich versuche es mal auf die sanftere Methode und nehme statt AD´s lieber Bachblüten...

lg, stoibi

Ps. Meine Ausleitungsorgane unterstütze ich schon seit Anfang der Therapie (Silymarin CT, Seelen, NEM´s....etc)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Esther, hab ich dich richtig verstanden, dass Bachblüten Schwermetalle mobilisieren können?

Ich versuche mal deine Erklärung zusammenzufassen:

Bachblüten wirken vor allem auf der mentalen und emotionalen Ebene. Das heißt: Sie können alte, unerlöste seelische Konflikte (USK) „anstoßen“ oder bewusst machen.
Nach der Theorie der Psychokinesiologie gehört zu jedem USK auch eine körperliche Ebene – also etwas, das der Körper im Lauf der Zeit „weggeschoben“ oder kompensiert hat (Schwermetalle, Toxine, Stressmoleküle usw.).

Wenn ein USK gelöst wird, kann der Körper diese alten Belastungen freisetzen. Das kann sich dann körperlich bemerkbar machen – ähnlich wie nach einer intensiven PK-Sitzung. Auch wenn das nicht die klassische Lehrmeinung bei Bachblüten ist, wäre dieser Zusammenhang erklärbar.

Zum Thema Chlorella:
Ausleiten ist oft eine gute Idee, aber der Zeitpunkt und die Menge sind wichtig. Manche empfehlen eher gelegentlich eine größere Menge, statt täglich kleine Dosen – je nach individueller Reaktion und Belastung.

Liebe Grüße
Esther
 
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