Entzugserscheinungen nach Benzo - Entgiftung

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26.02.06
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Hallo und guten Morgen zusammen:wave:
Ich würde gern Kontakt zu Leuten aufnehmen, die auch eine Benzodiapin -Entgiftung gemacht haben, da ich noch uete sehr heftig unter den " Nachwirkungen "leide.
Ich habe im Oktober/November 2005 eine Entgiftung von Benzos gemacht.War der Entzug schon ne schlimme Sache, so sind die Nebenwirkungen nach jetzt beinahe 4 Monaten kaum noch zu ertragen. Mein Rücken ist total verspannt,meine Beine finden keine Ruhe.Es geht so weit, daß ich kaum aus dem Haus komme.Ich habe eine wahnsinnige Angst ins Auto zu steigen und über den Tag verteilt krampft sich mein Nacken so zusammen,daß mir schwindelig wird, ich kaum noch einen Gedanken zu Ende führen kann und somit völlig hilflos bin.Es ist ein schlimmer Zustand und ich würde gern einen Erfahrungsaustausch staren. Vielleicht macht es alles ein klein wenig erträglicher, wenn andere Leidensgenossen auch von sich erzählen.
Liebe Grüße
GabiB
 
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10.01.04
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Hallo GabiB,
das muss schlimm sein, dieser Entzug und die Nachwirkungen.
Im Gegensatz zum Alkoholentzug, der in der Regel nach 14 Tagen beendet ist, dauert der Benzodiazepinentzug oft Wochen bis Monate. Befindlichkeitsstörungen finden sich auch noch nach Jahren der Abstinenz.
http://www.btonline.de/krankheiten/sucht/medikamente/medhinweise04.html

Vielleicht findest Du ebenfalls Betroffene in diesem Forum:
http://www.drogen-forum.com/forum/showthread.php?t=30791
oder hier
www.btonline.de/cgi-bin/gboard/forum2/gboard2.pl

Ich wünsche Dir alles Gute,
Uta :)
 

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16.02.05
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Also ich musste erstmal nachschalgen was Benzodiapin überhaupt ist. Es handelt sich wohl um ein Neuroleptikum das aber wohl nicht so oft verschrieben wird. Die Symptome die Du da beschreibst würde ich erstmal nicht dem Mittel zusortieren. Besonders weil Du wohl schon in Monat 4 bist und ich mir nicht vorstellen kann das etwas so lange ein Nachecho erzeugen kann. Ich habe in einem anderen Forum einen Beitrag von Dir gefunden in dem Du von Fibromyalgie,RLS sowie Angst - und Panikattacken schreibst. Diese Symtome kennen hier viele auch ohne Benzodiapin. Natürlich sollte (wie leider immer in der Schulmedizin) die Symptome weggedrückt werden und das diese sich nach absetzten des Mittels wieder einstellen ist wohl klar. Aber nach 4 Monaten sollten sie eigentlich längst wieder in voller Blüte da sein. Das sich Dein Zustand während der Unterdrückung der scheinbar rein neurologischen Schmerzen nicht verbessert wenn Du nichts gegen die Ursachen machst ist wohl klar. D.h. Du bist in der Falle sofern Du nichts gegen die Ursachen unternimmst. Es gibt zum Thema Fibromyalgie (Hausfrauenrheuma) einige Theorien die man verfolgen sollte. Aus meiner ganz privaten naturheilkundlichen Sicht bist Du bis fast Anschlag voll mit einem Gift. Aus meiner persönlichen Sicht (Angst und Panik, Fibromyalgie die ich auch aus grauer Vorzeit kenne) ist ein von einem sehr kundigen Arzt unterstütztes Ausleiten angesagt. Solltest Du kontakt mit Schwermetallen haben (Arbeit, Zähne, Umwelt) dann versuche Dir eine Therapie in diese Richtung zu besorgen. Aber zieh das dann auch durch bis wirklich alles weg ist. Es ist bei Dir mit einer heftigen Erstverschlimmerung zu rechnen die ich und vermutlich viele andere auch durchmachen mussten als Sie mit naturheilkundlichen Mitteln Ausgeleitet haben. Die TCM macht hier gleich zwei Schritte in einem. Zum einen werden die Leiterbahnen für den Schmerz blockiert und zum anderen die zuständigen Organe angekurbelt nur um mal noch eine Möglichkeit zu nennen. Die Richtige Kombination verschiedener Methoden und der sehr gute Glückstreffer bei der Wahl des ausreichend erfahrenen Therapeuten sollte Dir ein paar Schritte ermöglichen. Vielleicht kennt hier jemand im Forum einen Therapeuten in Deiner Nähe und kann Ihn Dir weiter empfehlen. Solltest Du bereits irgenwelche Konzepte wie von mir vorgeschlagen durch haben wäre es interessant zu erfahren was geholfen hat und was nicht und ob Du Metalle in den Zähnen hast bzw sonst wie (Arbeit/Umwelt?) belastet sein könntest.

viel Erfolg

Mike
 
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10.01.04
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:) Hallo Mike,
leider werden Benzos häufig und gerne verschrieben, weil sie recht verträglich sind und zunächst wirklich die Symptome "wegmachen". Der Entzug davon ist meistens heftig und oft so schwierig, daß die Leute Monate dazu brauchen, um wenigstens auf eine minimale Dosis herunterzukommen. Da die Ärzte dann oft nicht bereit sind, statt der Pillen Tropfen zu verschreiben, damit man noch besser in kleinen Schritten bis Null gehen kann, wird das ganze noch problematischer.

Fibromyalgie (Hausfrauenrheuma)
:rolleyes: :confused: :eek:) ??
Das widerspricht doch der Theorie, daß auch hier Gifte der Auslöser sind. Allerdings mag es sein, daß Frauen mehr betroffen sind als Männer, weil sie von der Leber her weniger Entgiftungskapazität haben.

Hallo GabiB,
was Mike da anregt, finde ich genauso wichtig: die Entgiftungsorgane stärken. Die TCM macht das über Akupunktur (der Westen inzwischen auch oft) und Kräuter.
Man kann aber auch einfach Tee trinken: Löwenzahntee für die Leber (es gibt noch andere) und Goldruten-+ Birkenblättertee für die Nieren.
Davon wirst Du sicher nicht sofort gesund, aber es ist immerhin ein Anfang :) .

Gruss,
Uta
 
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16.02.05
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Ich weiss schon genau warum ich mich bewusst gegen die Schulmedizin entschieden habe! Wer weiss unter welchen Drogen die mich jetzt halten würden. Den Kausalschlag den ich da hingelegt habe bzgl. der Verschreibungshäufigkeit habe ich daraus gefolgert das es kaum Einträge im detuschen Google darüber gibt. Da ich selber in meinem Leben viellecht 5 mal Schwmerzmittel (neben Aspirin) genommen habe und jedesmal nur wg. übler Zahnschmerzen habe ich da echt keine Erfahrung. Das Du erst um 8 Uhr an die Schreibmaschine gehst ist ja nicht meine Schuld und ich wollte halt mal ein bisschen Optimismus streuen (was ich hoffentlich geschafft habe!?). Von Fibro kann ich ein Lied singen und es ist irgenwie beim Ausleiten weg gegangen wie es auch schleichend gekommen ist. Da es nur schmerzende Punkte waren die mich eh in meiner Schach-Matt situation genervt haben habe ich die damals nie erwähnt und irngewann mal ein paar Monate später im Netz gefunden. Ich hatte genau die blöden Tender-Points und auch alles andere hat voll gestimmt aber es war halt nur nervend. Obwohl man ja dem Männern größere Wehleidigkeit zusagt könnte es ja auch sein das Frauen genau da etwas mehr reagieren, gelle !? Deshalb vermutlich auch der Begriff "Hausfrauenrheuma". Ich hatte es damals so gelesen und auch so behalten. Ich sagte zum Thema Fibro glaube ich nur das es dazu einige Theorien gibt und nicht das Gilft der Auslöser ist, oder ? Ich fand die Theorie mit der Harnsäure von letztens recht passend und wenn's hilft das Zeug mal per Baunscheidt oder sonstwie raus zu befördern ? Wer fragt nach den Ursachen, wenn der Weg zum Erfolg geführt hat ? Wir sind techische gesehen auch nur Autos und wenn der Auspuff zu ist, dann kannst Du so oft Du willst den Vergaser reinigen... (das war der Mike des Tages!) die Karre wird nicht starten. Früher bei der Mofa wurde der Auspuff abgebaut, mit Benzin vollgegossen und angesteckt! :klatschen Aber zurück zum Thema und noch ein Nachschlag an GabiB. Das mit der Angst Auto zu fahren (scheiss Gefühl wenn die Finger schon 5 Minuten nach dem Einsteigen ins Auto vor Angstschweiss das Lenkrad nicht mehr greiffen können) gibt sich mit der Zeit wenn man erstmal den richtigen Hebel gefunden hat. Das ist aus meiner Sicht eine üble Kombi-Nummer aus Adrenalinschub und bereits gelerntem. Also irgendwie Adrenalin verstärkte Psychosomatik die mit der verbrachten Zeit am Steuer kontinuierlich steigt bis Dich einer abholen muss. Interessant fand ich damals das es total einfach war nach Hause zu fahren nur weg von Zuhause fast unmöglich war. Ich vermute das wir Adrenalin oder einen anderen Botenstoff nicht richtig abbauen können und das das zu der Symptomatik führt.

Zum Thema Akkupunktur kann ich nur bemerken das hier in D-Land Akkupunktur noch nicht auf der Abrechnugsliste steht und die wenigen Ausnahmen die man vielleicht bei der Kasse durchgeboxt bekommt von völligen Laien auf dem Gebiet (nämlich völlig unmotivierten Hausärzten die aufgrund des Drucks Ihres Klientels sowas lernen müssen und nicht wollen) durchgeführt werden. Diese Personen haben von Akkupunktur soviel Ahnung wie man es auf einem Wochenend Seminar lernen kann. Also nix!
 
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10.01.04
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Hallo Mike,
wo bleiben denn meine geliebten Absätze :eek:) :) ... Bist Du so im Gedanken- und Schreibfluß drin, daß die wegfallen müssen?

Ich finde, es gibt viele Infos zu den Benzos http://tinyurl.com/mo738 (ich gehe einfach mal davon aus, daß die richtige Schreibweise Benzodiazepin ist).

In der letzten Zeit liest man immer wieder, daß man jetzt festgestellt hat, daß Frauen Schmerzen früher und intensiver empfinden als Männer. DAs liegt irgendwie an den Schmerzleitungen (Einzelheiten habe ich vergessen). Wenn Männer also auch noch schneller jammern als Frauen, dann ist es wohl tatsächlich so, daß sie mehr jammern ;) .

Es wäre interessant, mal zu hören, ob Leute mit Fibro auch erhöhte Harnsäurewerte haben. Soviel ich weiß, gehört es zur Diagnose "Fibromyalgie" ja gerade dazu, daß es keine Laborwerte gibt, die eine eindeutige Diagnose ermöglichen. Zur Harnsäure gehört die Gicht - soweit alles klar.

Ich dachte, daß Ärzte, die eine bestimmte, sehr hohe Zahl an Akupunktur-Behandlungen nachweisen können, diese dann auch über die gesetzlichen Kassen abrechnen können (bis auf einen Eigenanteil des Patienten)? Die TKK hat das auf jeden Fall eine Zeitlang für 10 Behandlungen pro Jahr so gemacht. Aber ich weiß nicht, ob sich das inzwischen schon wieder geändert hat.

Grüsse :) ,
Uta
 

Lukas

Uta schrieb:
Es wäre interessant, mal zu hören, ob Leute mit Fibro auch erhöhte Harnsäurewerte haben. Soviel ich weiß, gehört es zur Diagnose "Fibromyalgie" ja gerade dazu, daß es keine Laborwerte gibt, die eine eindeutige Diagnose ermöglichen. Zur Harnsäure gehört die Gicht - soweit alles klar.


Hallo Uta,

ich habe ja auch die Diagnose "Fibromyalgie", allerdings zusätzlich zu anderen rheumatischen Diagnosen wie M. Bechterew, M. Behcet und cP.
Betone das hier, da es immer noch die Meinung gibt, Fibro sei eine reine Ausschlussdiagnose, also käme nur dann überhaupt in Frage, wenn alle anderen symptomeerzeugenden Erkrankungen ausgeschlossen seien. Dem ist nicht so.

Meine Harnsäure war noch nie im Leben bei auch nur einer Blutuntersuchung erhöht - und das bei sicherlich weit über 100 entsprechenden Untersuchungen. Bei meiner Ernährung kann sie auch gar nicht erhöht sein...

Dagegen wurden (hatte es hier im Forum an anderer Stelle schon einmal geschrieben) - neben Antikörper gegen die Zellkerne - u.a. auch Antikörper gegen Serotonin, Ganglioside und Phospholipide gefunden, was lt. Spezialisten absolut typisch und sozusagen ein "Beweis" für Fibromyalgie ist. Und zudem auch der Beweis, dass die Sache (Muskelschmerzen, -entzündungen etc.) nicht etwa psychisch bedingt sei.

Viele Grüße
Lukas
 
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10.01.04
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Hallo Lukas,

Dagegen wurden (...) - neben Antikörper gegen die Zellkerne - u.a. auch Antikörper gegen Serotonin, Ganglioside und Phospholipide gefunden, was lt. Spezialisten absolut typisch und sozusagen ein "Beweis" für Fibromyalgie ist. Und zudem auch der Beweis, dass die Sache (Muskelschmerzen, -entzündungen etc.) nicht etwa psychisch bedingt sei.
(Wieder was gelernt... :) )

Wer hat diese Untersuchungen gemacht bzw. veranlaßt und mit welcher Begründung?



Uta
 
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16.02.05
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@Uta

Also die Absätze kriegste wieder wenn ich nicht mehr Grapefruits pressen muss!

@GabiB

Gib mal Gas, das ist hier nicht wie in anderen Foren wo man nach 3-5 Tagen mal schaut ob vieleicht mal einer geantwortet hat und wenn Du zu lange wartest ist der Thread längst in einem anderen Thema gestrandet (letzte Zeit häufiger passiert) und Du musst dich dann erst mal durch Meter Info's quälen.

@Lukas

auch von mir der Dank das Du es nochmal wiederholt hast. Werden die Werte aus Gewebeproben an den betroffenen Stellen ermittelt oder sind das Blutwerte ?

@Uta

ach Benzodiazepin heisst das Zeug... erklärt vieles und auch das ich es nicht gefunden habe.

@Mike (kleines Selbstgespräch...)

Du bist zu Oberflächlich!
 

Lukas

@ Mike:

Es sind Blutwerte.


@ Uta:

Das waren
- ein Rheumatologe
- zwei Umweltmediziner (fachlich hoch kompetent, menschlich eher beschissen)
- und Uniklinik Tübingen

Es ging um etliche Fragestellungen - eine davon war eben das evtl. Vorliegen einer Fibromyalgie.


Viele Grüße
Lukas
 
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16.02.05
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Das Zeug was hier einleitend hinterfragt wure scheint ja der Schulmedizin letzter Kurzschluss zu sein. Siehe www.stiff-man.de/forum/messages/109.html. Imposante Namen wie Faustan® oder Valium® lassen vermuten zu welchen anmutigen Leistungen die Benzodiazepine und unsere sog. Wissenschaft in der Lage sind.
 
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16.02.05
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Also erstmal meine Gratulation für die strategische, knapp formilierte Gegenfrage die einfach nur meine Morgenstimmung aufgehellt hat. Das war frisch!

Steht "die, die mit den Bäumen spicht" im Wald und fragt am morgen nach dem erholsamen Schlaf: "...wo ist meine Antwort geblieben ?".

Schön das Du Dich mal meldest, guten morgen GabiB. :fans:

Es stehen Fragen aus, denn der gute Rat will sich dann wohl erarbeitet werde wenn Ihn niemand hinterlassen hat.
 

Kate

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16.11.04
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Hier mal eine positivere Bewertung von Benzos (als Schlafmittel), die ich aus eigener Erfahrung absolut bestätigen kann. Es ist die einzige Sorte Schlafdroge, die ich überhaupt halbwegs vertrage (allenfalls leichte Kopfschmerzen und Benommenheit am nächsten Tag). Die Seite ist auch sonst ganz interessant. Ich staune auch über die Entzugserscheinungen: Bei mir ging es auch nach 3-4 Wochen noch problemlos (runterdosieren). Wie Mike schon sagt ist dadurch ein grundsätzliches Problem natürlich nicht gelöst und erscheint einem danach vielleicht umso heftiger.

@GabiB: Vielleicht ist das die Erklärung bei Dir? Wielange hast Du es genommen, welches Präparat, wogegen? Bei Schlafstörungen habe ich die Erfahrung, dass sich mit zunehmender Dauer des Schlafdrogen-Konsums die Idee im Kopf verfestigt, dass es ohne nicht geht, und man dann beim Absetzen ein psychisches (Angst)-Problem bekommt, das die Schlafstörungen übel triggert.

Benzodiazepine (...) gelten als Schlafmittel der ersten Wahl. Sie wurden als letzte der großen Psychopharmakagruppen (Neuroleptika, Antidepressiva, Lithium) entdeckt und werden seit 1960 gegen verschiedene Störungen eingesetzt. Zu ihrer weiten Verbreitung hat vor allem beigetragen, dass das Verhältnis von Nutzen und Nebenwirkung bei diesen Mitteln im Vergleich zu anderen schlafanstoßenden Substanzen äußerst günstig ausfällt. Sie sind zudem das am besten und am häufigsten untersuchte Psychopharmakon
www.schlafgestoert.de/Medikamente/seitemedikamente.html

Benzodiazepine sind übrigens keine Neuroleptika. Neuroleptika sind Medikamente gegen Psychosen, also schwere psychische Erkrankungen, bei denen die Realitätskontrolle "hartnäckig" (d.h. auch mit Hilfe von korrigierenden Hinweisen anderen Menschen) nicht mehr funktioniert (Wahnvorstellungen, Halluzinationen). Die bekannteste Form ist die Schizophrenie. Diese Sorte Droge hat wirklich üble Neben- und Langzeitwirkungen.

Gruß
Kate
 
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10.01.04
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Hallo Kate,
ich glaube, das ist ganz wichtig: die psychische Abhängigkeit von einem Schlafmittel (in dem Fall eben ein Benzodiazepin) insofern als man glaubt, danach greifen zu müssen, wenn man mal nicht schläft. Ich erlebe das bei einer Freundin, die schon seit Jahren Schlafhilfen in jeder Form nimmt und ohne nie verreist...

Hier die Gruppen der psychischen medikamentösen "Helfer":

Neben den Neuroleptika gibt es noch vier weitere Hauptgruppen von Medikamenten, die in der Therapie schizophrener Psychosen verwendet werden:

Benzodiazepine bei Angst- und Unruhezuständen

Antiepileptika wegen ihrer phasenvorbeugenden Wirkung bei ausgeprägten manischen oder depressiven Symptomen (parallel zu den schizophrenen Symptomen)bei Angst- und Unruhezuständen

Antidepressiva bei depressiven Symptomen

Antiparkinsonmittel, z.B. Biperiden, bei Nebenwirkungen der Neuroleptika
www.psychiatrie-aktuell.de/disease/detail.jhtml?itemname=schizophrenia&s=8

Gruss,
Uta
 

Kate

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Hallo Uta,

ich verstehe Deine Freundin! (Weiß allerdings auch, dass dies das Verständnis von nicht Betroffenen i.a. übersteigt.) Wenn man schwere chronische Schlafstörungen hat und nichts anderes hilft, MUSS man etwas einnehmen. Sonst ist man nicht mehr lebensfähig. Bei mir (20 Jahre Schlafstörungen) reicht schon eine Nacht mit < 8 Std. Schlaf, um mich auf ein Level zu bringen, wo selbst die Grundversorgung schwierig wird. Nach der zweiten bleibe ich dann liegen, kann nicht einmal mehr eine Zeitschrift lesen. Es entstehen als Folge Depressionen (logisch, es ist ja keine Lebensgestaltung mehr möglich, alles nur noch Quälerei). Nachgewiesen ist mittlerweile auch längst, dass das Immunsystem sich durch Schlafdefizit (auch schon von 2 Std.) verändert und man ein prima Kandidat für Krebs u.a. wird. - Man muss also das Risiko durch Schlafentzug gegen das Risiko einer Medikation abwägen.

Sicher sollte man alle nicht-medikamentösen Möglichkeiten versuchen auszuschöpfen (da stehen ganz gute Tipps auf der von mir angeführten Seite) und falls das nicht fruchtet, sehr sorgfältig bei der Auswahl des Medikamentes sein (z.B. auch erst mal pflanzliche oder körpereigene Stoffe ausprobieren). Ich beispielsweise habe mir möglicherweise durch jahrelangen Stangyl-Konsum (Antidepressivum, sehr niedrig dosiert als Schlafhilfe) möglicherweise bleibende Augenschäden geholt (Glaukom-Verdacht). Allerdings vertrage ich auch weder Johanniskraut noch 5-HTP oder L-Tryptophan. Ich werde es demnächst einmal mit Melatonin versuchen, um ggf. mein Temazep (Temazepam) zu ersetzen. - Meine momentane Strategie ist: Alle "Schlafhygiene"-Maßnahmen penibel einhalten, soweit wie möglich ohne Droge, aber wenn ich nicht mehr kann, dann eben mit (vor Terminen z.B., damit ich die überhaupt einhalten kann). Wenn ich dadurch ein paar Jahre früher aus dem Leben scheiden sollte, habe ich wenigstens noch ein bisschen davon gehabt, und nehme das in Kauf.

Mit der psychischen Abhängigkeit meinte ich: Nach längerem regelmäßigen Konsum von Schlafhilfen verliert man die Erfahrung und damit das Vertrauen, dass Schlaf auch ohne Mittel funktionieren kann. Versucht man es dann ohne, ist man verkrampft, angespannt und voller Angst. Das verhindert Schlaf und bestätigt damit die These... und schon ist der Teufelskreis da.

Ich habe übrigens eine unglaubliche Verbesserung durch meine Kryptopyrrolurie-Medikation erzielen können! Im Moment sind die Drogen nur was für Stress-Situationen, sonst geht es ohne.

Gruß
Kate
 
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16.02.05
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Hallo Kate, es wird in esotherischen Kreisen gemunkelt das sog. Störzonen (Wassergräben, unterirdische Berge, etc.) zu Schlafstörungen führen können. Ich persönlich glaube nicht daran aber es wäre doch sicher mal einen Gedanken wert wenn man so massive Schalfstörungen hat. Hast Du in der Richtung mal was unternommen (Messungen, Korkunterlagen, Umzug, etc.) ? Ich frage nur aus Neugier und als mögliche Anregung wenn man schon alles durch hat...

Gruß

Mike
 

Kate

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16.11.04
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Hi Mike,

danke für die Anregung. Baubiologische Untersuchung (die sicher interessant wäre, v.a. im Hinblick auf chemische Belastungen), sowie die "Esoterik" sind bisher am Geld gescheitert, Umzug auch :D Ich habe aber elektromagnetische Felder minimiert (Elektrogeräte raus, selbst Nachtischlampe so weit wie möglich weg vom Bett), Spanplatten entfernt, milbendichte Bettbezüge, Staub-Minimierung, Aussprühen mit EM) etc.. Mit den Korkunterlagen hatte ich mal geliebäugelt (gibt's u.a. bei Waschbär), aber die sind schweineteuer und so recht glaube ich - wie Du - nicht daran.

Da ich die Schlafstörungen jedoch "mitnehme", wenn ich z.B. auf dem Schlafsofa im Wohnzimmer schlafe oder verreise, halte ich das auch mindestens für keine wesentlichen Ursachen.

Die Verbesserungen durch die KPU-Behandlung lassen mich hoffen, dass dies die Hauptursache ist und dass es sich weiter verbessert. Dafür spricht auch, dass meine direkte Vorfahrin, von der ich die KPU geerbt habe, dieselben Probleme hat. Die extreme Empfindlichkeit bei Schlafdefizit ist sicher durch den langen Zeitraum mitbedingt, in dem das Schlafdefizit besteht. Von daher hoffe ich auch da auf eine Verbesserung durch Erholung.

Gruß
Kate
 
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16.02.05
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Wenn's was günstiges sein soll kann Du ja mal nach Press-Kork oder Presskork suchen. Das Zeug wird u.A. in Terrarien eingesetzt (sollte also Schadstofffrei sein), hat Schichtstärken bis 2cm und besteht (nach dem Namen) aus gepresstem Kork. Es kostet einen Bruchteil von dem teuren Esotherik-Zeug und sollte die selben Eigenschaften haben. 1/2 qm habe ich auf den ersten Blick für ca. 7€ gesehen. Aber ein wenig suchen sollte es deutlich billiger machen. Natürlich hat hier niemand Weihwasser drüber geträufelt oder es mit elektronischem Zauber entstört. Aber gegen schädliche Felder aus der Erde sollte es ebenfalls helfen. Da es nicht für größere mechanische Belastung (Bett) ausgelegt ist kann es zum bröseln des Zeugs nach einiger Zeit kommen, aber bis dahin sollte man wissen ob es hilft und sich nach alternativen umsehen können.

esotherische

Mike

Achtung! (aus einer Online Information zu dem Thema)

Matten schützen auch nicht vor der allgemeinen Verspiegelung und Verwirbelung der Strahlen, wenn kein fachgerechter Schutz vorgenommen ist.
so ist das wohl...! (ich kann mir das Lachen nicht verkneifen, ...sorry)
 

Kate

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Das Zitat ist hübsch :klatschen :)))

Und danke auch für den Tipp, macht für mein Bett 42 Euro, das könnte mal drin sein.

Gruß
Kate
 
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