Eisen

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...werte hab ich mal wieder anfertigen lassen (u ein bisschen mehr):

zink: 97,4 (70 - 150)
eisen im serum: 18.7 (14.3 - 32.3)
transferritin: 60.7 (48 - 78)
ferritin: 88 (6 - 665)
vit b12: 458 (200 - 900)
folsäure: 24.9 (12.2 - 45.4)

kann irgendwer die eisenwerte interpretieren. da ich auch ne sd UF habe, kann der eisenwert oft falsch im referenzbereich liegen, obwohl man tatsächlich nen mangel hat. grad der ferritinwert ist sehr weit unten, oder?

bitte um interpretation...

greetz
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10.01.04
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Eisen....

Wie kann man einem Eisenmangel vorbeugen?
Durch die richtige Ernährung kann man einem Eisenmangel vorbeugend entgegenwirken. Eisenhaltige Lebensmittel sind vor allem Fleisch und Fleischprodukte. Aber auch in Lebensmittel pflanzlicher Herkunft ist Eisen vorhanden. Dieses kann jedoch schlechter verwertet werden als tierisches Eisen. Durch die zusätzliche Aufnahme von Vitamin C kann die Ausnutzung von pflanzlichem Eisen gesteigert werden. Man kann also vor dem Essen ein Glas Orangensaft trinken, der viel Vitamin C enthält, oder das Essen mit Nahrungsmittel, die viel Vitamin C enthalten kombinieren. Zu den pflanzlichen Lebensmittel mit hohem Eisengehalt gehören Gemüse, besonders grünes Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornbrot. Dass in Spinat besonders viel Eisen enthalten ist, ist nicht richtig.
Die Eisenaufnahme wird durch bestimmte Stoffe behindert. Dazu gehören Oxalsäure, die z.B. in Rhabarber und Spinat enthalten ist, Phytinsäure, die in Getreide, Reis und Soja enthalten ist, Alginate in Puddingpulver und Tütensuppen, Tannine in Kaffee und in schwarzem Tee, Antibiotika und Antazida.
Zur Steigerung der Aufnahmefähigkeit sind neben Vitamin C auch noch Fructose und bestimmte Aminosäuren geeignet.
Die zusätzliche Einnahme von Eisenpräparaten ist nur bei sehr ausgeprägtem Eisenmangel ratsam, denn es kann auch schnell zu einer Überdosierung mit Nebenwirkungen kommen.
http://tee.org/tipps/eisen.html

Uta
 
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20.01.06
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Eisen....

PS: welcher traubensaft ist besonders eisenhältig bzw eignet sich zur eisenaufnahme (stichwort: bioverfügbarkeit)

greetz
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08.10.06
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Eisen....

Ferritin soll bei Entzündungen falsch hoch sein können. Aber nie falsch niedrig. Also ein niedriger Ferritin, wäre ein sicheres Zeichen für einen Eisenmangel. Um einen falsch hohen Ferritin auszuschließen, macht man gleichzeitig noch ein paar andere Werte. CRP (Entzündungsintensität), Transferritin (Transportproteine? für Eisen), etc. usw. (weiß nicht mehr genau).

Ich würde schätzen, daß Dein Ferritin in Etwa auch so hoch ist, wie der Wert es anzeigt. Zumal Transferritin nicht sonderlich erhöht und einen extremen Auffüllbedarf anzeigt. Aber Eisen im Serum ist etwas erniedrigt, obgleich dieser Wert sehr starken Schwankungen unterliegen kann. Ferritin ist aussagekräftiger. Hämoglobin ist der erste Blutwert, der bei extremen Mangel absinkt (hast Du nicht angegeben). Ich tippe daher auf einen leichten Mangel.

Ein Wert von 88 ist noch akzeptabel, wenn auch schon leicht erniedrigt. Er sollte nicht unter 70 fallen. Ganz übel kann es mit der Müdigkeit und Immunschwäche werden, wenn er unter 30 fällt.

Zum Vergleich: Ich hatte einen Ferritin von 150, was für einen Mann ein typischer Wert ist. Im Laufe der Krankheit (Immunstress) ist der Wert heimtückisch und schleichend auf 56 gefallen.

Zur Sicherheit kannst Du Dich noch informieren, wie man Fehlmeßungen genau ausschließen kann. Außerdem könntest Du ja gelegentlich ein Eisenpräparat nehmen. Auch Kupfer muß vorhanden sein, damit das Eisen auch da hinkommt, wo es hin soll.

Weitere Infos zum Beispiel hier:

www.eisensymposium.net
www.euro-fer.net/IDS_IDA.pdf
 
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08.10.06
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Eisen....

Eine Überdosierung sollte vermieden werden. Ein Ferritin über 150 würde ich persönlich vermeiden. Ist aber bei Immunzellenverschleiß kaum zu erreichen.

Auch gibt es die Meinung, daß der Körper manchmal Eisen bewußt absenkt, um eine chronische Keimbelastung im Körper in Schach zu halten. Denn einige Keime, Bakterien etc. brauchen viel Eisen, um zu überleben.

Alles hat zwei Seiten. Deshalb ist ein leicht erniedrigter Wert noch kein Grund zur Besorgnis. Ein ausgeprägter Mangel sollte unbedingt behoben werden.
 
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20.01.06
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Eisen....

mein hämoglobinwert liegt bei 15.1 g/dl (14 - 18)
entzündungswert war bei 0.03 (0.1 - 0.5)

hämoglobin wär demnach noch knapp in der norm.

greetz
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20.01.06
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Eisen....

zum vergleich:

eisen im serum: 85 ug/dl (60-180)
eisenbindungskapazität (TEBK): 319 g/dl (270-480)
transferrin: 266 mg/dl (200-360)
eisensättigung des transferrins: 25.6% (15-50)
ferritin: 112 ng/ml (30-660)

das waren meine werte vor gut 3 monaten.

greetz
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15.10.06
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Eisen....

Ich kann nur noch dazu sagen, dass allgemein Ferritinwerte im unteren Grenzbereich als verträglicher angesehen werden als jene im oberen Grenzbereich.
Ich sehe noch keine Veranlassung zur Einnahme von Eisenpräparaten.
Gesund ernähren, Ferritinwert im Auge behalten.
Sine
 
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20.01.06
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Eisen....

nun ist die liste vollständig:

harnsäure 6.9 (3-7)
ges bilirubin > 1.16 (0-1)
hämoglobin 14.6 (13-18)
lymphozyten > 40.6 (20-40)
kreatinin 1.12 (0.1-1.3)
selen/S <3.3 (4.5-6.6)!!!!!!!!!!
zink 97.4 (70-150)
magnesium/S 0.9 (0.7-1.0)


bez selen: hab ja schon nen erheblichen mangel, oder? wie soll ich dem nun entgegentreten? lt. dr.d verschiebt selen hg ins hirn trotzdem ist ein mangel nie gut.
auch magnesium ist weit unten, wenn man bedenkt, dass ich zwei tage vor blutabnahme basenpulver eingenommen hab (ich idiot:mad: )
auch bilirubin ist etwas erhöht?!?!?




kann mir wer weiterhelfen?
greetz
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08.10.06
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Eisen....

Dr. Daunderer ignorier ich bezgl. seiner Einstellung zu Selen vollständig. Mir ist das egal, waß er wegen den SeHg-Komplexen sagt. Selen ist für so vieles enorm wichtig im Körper. Ich nehme täglich 100 bis 200µg Selen als Selenhefe zu mir. Und es wirkt spürbar positiv aufs Immunsystem. Keinen Tag lasse ich es aus.

Magnesium würde ich als Magnesiumcitrat nehmen. Die billigen Magnesiumbrausetabletten oder Pülverchen werden nicht so gut aufgenommen. Citrat ist dagegen ein Organisches Magnesium und wird auch langfristig, also nach Gewöhnung, noch gut aufgenommen. Kalium als Kaliumcitrat dto.
 

Bodo

Eisen....

Dr. Daunderer ignorier ich bezgl. seiner Einstellung zu Selen vollständig. Mir ist das egal, waß er wegen den SeHg-Komplexen sagt. Selen ist für so vieles enorm wichtig im Körper. Ich nehme täglich 100 bis 200µg Selen als Selenhefe zu mir. Und es wirkt spürbar positiv aufs Immunsystem. Keinen Tag lasse ich es aus.

Das ist so, als würdest Du als Diabetiker die Ratschläge und Verordnungen eines Facharztes in den Wind schlagen, das Insulin ablehnen und weiter tüchtig Süßes naschen.

Bodo
 
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20.01.06
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Eisen....

zurück zur frage: wie kann ich so nen erheblichen selenmangel mit nahrungsmitteln ausgleichen?

greetz
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goldi

Eisen....

zurück zur frage: wie kann ich so nen erheblichen selenmangel mit nahrungsmitteln ausgleichen?
Hallo, human,

hier habe ich die Auswertung aller Mineralien allerdings für eine Haar-Mineral-Analyse gefunden.
Ich finde es sehr nützlich wegen der Ursachen/Folgen Darstellung:

www.orthoanalytic.ch/hairdocu.doc

Zitat:
Selen Testwert: niedrig

Mögliche Ursachen:

Selenarme Böden, selenarme Ernährung
Schwermetallbelastungen (Quecksilber/Amalgam, Cadmium, Blei, Arsen)
Chronische Niereninsuffizienz, Dialyse
Gestörte Verwertung wegen chronischer Darmerkrankungen wie Zöliakie, Morbus Crohn, Darmmilieuverschiebungen.
Infektionen (Viren benötigen Selen zur Replikation)
Chronischer Alkoholabusus
Rauchen

Mögliche Folgen:

Erhöhte Infektions- und Krebsanfälligkeit, Immunschwäche
Entzündliche Erkrankungen, Asthma
Arthrose, Arthritis, Polyarthritis
Grüner und grauer Star
Erhöhtes Herzinfarktrisiko, Kardiomyopathie
Muskeldystrophie? Multiple Sklerose? Amyotrophe Lateralsklerose? Mucoviscidose?
Fertilitätsstörungen (Selen nötig zur Bildung von Testosteron)
Aufhellung von Haut und Haaren; Veränderung der Haarstruktur
Mangel an Schilddrüsenhormonen, Hypothyreose
Schwangerschaftskomplikationen
Leberzyrrhose
Pankreatitis

Massnahmen:

Allfällige toxische Belastungen ausschalten
Verzehr von selenreichen Nahrungsmittel: Fisch, Fleisch, Weizenkeime, Sojabohnen, Hülsenfüchte, Knoblauch, Zwiebeln.
Nahrungsergänzung mit selenhaltigen Nährstoffpräparaten (z. B. Burgerstein Selenvital)

Zitat Ende


Nahrungsergänzung mit selenhaltigen Nährstoffpräparaten ist wegen methylierender Wirkung bei einer
Schwermetallbelastung nicht empfehlenswert.

Grüß

goldi
 
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Eisen....

thx für die ühe goldi!!

greetz
human
 

u.s.

Eisen....

Amalgam - Daunderer. Im Forum ein Link zum Buch. Da ist eine Liste mit selenreichen Lebensmitteln d´rin. Abwechslungsreich und ökologisch essen. Mehr noch: nicht verrückt machen lassen - Stoffwechselstörungen hat jeder chronisch Vergiftete. Durch Beseitigung der Ursache (Expositionsstopp) normalisiert sich auch alles wieder.

ciao
 
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