Durstgefühl und matt

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14.02.07
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Guten Tag, liebe Forengemeinde.
Ich war gestern als Gast hier aktiv und mich wundert es, dass die meisten Themen so schön und schnell beantwortet werden.

Nun, seit gut 1 1/2 Monaten habe ich ein Problem mit meiner Gesundheit.
Ich war vorher eigentlich nie richtig schwerkrank oder so, aber ich denke, das wird bald der Fall sein. Ich habe ein erhöhtes Durstgefühl als sonst, trinke mehr und muss logischerweise öfters aufs Klo. Dazu fühle ich mich sehr matt, kraftlos und manchmal wird mir auch plötzlich schwindelig. Nun, ich bin besorgt, dass ich an Diabetes erkranke, da ein stärkeres Durstgefühl bei Diabetes ein häugies Symptom ist. Ich bin zwar nicht stark über - oder untergewichtig, aber ich ernähre mich zur Zeit trotzdem gesünder als sonst.
Ich bin wirklich besorgt, denn manchmal wache ich nachts vor lauter Durst auf und nach ein paar Minuten fühlt sich mein Mund wieder extrem trocken an. Das Gefühl ist ziemlich unangenehm, aber kann es auch an der Psyche liegen? Bin zur Zeit nämlich sehr nachdenklich und das Problem belastet mich zusätzlich.
Werde aber wahrscheinlich bald zum Arzt gehen, aber mich würde eben interessieren, was mein Körper mir da antut. :bahnhof:

Besorgt,
Chaz
 
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10.01.04
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Hallo Chaz,
willkommen im Forum!

Um abzuklären, ob Du Diabetes hast oder nicht, solltest Du wirklich zum Arzt gehen.

Wenn sich dann herausstellt, daß Du keinen Diabetes hast, kannst Du immer noch weitersuchen.

Gruss,
Uta
 

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Anne B.

Hi Chaz,

du kannst auch einfach mal schnell zur Apotheke gehen und dir Urin-Teststreifen besorgen, am besten welche, mit denen man nicht nur Glucose sondern auch Eiweiß und weitere Parameter im Urin bestimmen kann. Ist das einfachste und schafft ohne viel Aufwand vorab Klarheit.

Grüße, Anne
 
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10.01.04
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Bei den Teststreifen für den Urin erscheint aber Glucose erst, wenn sie schon zu sehr erhöht ist. Aber ich glaube, Apotheken können auch aus der Fingerbeere mal den Blutzucker bestimmen.

Gruss,
Uta
 
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21.12.06
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Zum Blutzucker hab ich mal ne Frage. Er ist bei mir ständig zu niedrig aber auf Diabetes wurde ich schon untersucht. Könnte denn noch etwas anderes in Frage kommen?
 
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14.02.07
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Danke für die bisherigen Tips!

Werde mich wahrscheinlich dann wieder melden, wenn es Neuigkeiten gibt.

Ach ja, kann ein vergrößertes Durstgefühl auch an etwas anderes liegen?

Guten Abend noch,
Chaz
 
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06.10.06
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Zum Blutzucker hab ich mal ne Frage. Er ist bei mir ständig zu niedrig aber auf Diabetes wurde ich schon untersucht. Könnte denn noch etwas anderes in Frage kommen?

Hallo!

Eine Insulinresistenz ist die Vorstufe von Diabetis. Die erkennt man bei einer einfachen Messung nicht (Tagesprofil, Belastungstest notwendig)

Wenn ich zu viele KHs esse, werd ich auch total durstig.

Eine weitere Möglichkeit sind Allergien. Gebt mir ein Heferl Pfefferminztee und ihr bekommt mich nen Tag lang nicht mehr von der Wasserleitung weg,

Nachtrag: Histamin und Fruktoseintoleranz können auch an einen zu niedrigen BZ schluld sein. Ne Testung in die Richtung ist sicher Sinnvoll

lg
 
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21.12.06
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Hallöchen,

steht das(Tagesprofil, Belastungstest) auch irgendwo im Wiki?

LG
 
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31.07.06
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Hallo,

da hätte ich zwei Fragen dazu:

Hallo!

Eine Insulinresistenz ist die Vorstufe von Diabetis. Die erkennt man bei einer einfachen Messung nicht (Tagesprofil, Belastungstest notwendig)



Nachtrag: Histamin und Fruktoseintoleranz können auch an einen zu niedrigen BZ schluld sein. Ne Testung in die Richtung ist sicher Sinnvoll

lg


1. Heißt das in Bezug auf die Insulinrsistenz, daß hier niedriger Blutzucker gemeint ist? also zumindest fast immer am unteren Ende des Referenzbereichs?

2. Wie ist das mit dem Histamin zu verstehen? ist hier mit der Histaminintoleranz zu hohes Histamin im Blut (=Histadelie) gemeint oder eine Histapenie, alo zu wenig Histamin? Beides kann nämlich zur HI führen.

Gruß,
Notoo
 

Anne B.

Bei Diabetes muss man zwischen Typ I und Typ II unterscheiden. Während bei Typ I der Blutzuckerspiegel generell erhöht ist, da überhaupt kein Insulin vorhanden ist, so können die Blutzuckerwerte bei Typ II (sogenannter Altersdiabetes) noch völlig okay sein - das ist abhängig von der Nahrungsaufnahme, obwohl der Patient schon Diabetes hat (mangelnde Enzymaktivität).

Deshalb widerspreche ich Uta dahingehend, dass Teststreifen erst positiv sind, wenn die Diabeteserkrankung schon im fortgeschrittenen Stadium ist. Teststreifen werden dann positiv, wenn die "Nierenschwelle" im Blut für Glucose überschritten wurde und somit begonnen wird, die Glucose im Harn auszuscheiden. Der Beginn der Glucoseausscheidung im Urin ist Diabetes. Da die Hersteller dieser Teststreifen sich logischerweise an der sogenannten Nierenschwelle orientiert haben, sonst könnte man sich das sparen, wird ein Überschreiten der als noch gesund geltenden Blutzuckergrenze mit den Teststreifen erfasst. Nur bei gleichzeitiger Aufnahme großer Mengen von Vitamin C (Ascorbinsäure) werden Testergebnisse negativ verfälscht. Gute Teststreifen haben aber auch ein solches Testfed auf ihren Streifen, um das auszuschließen.

In diesen Teststreifen gibt es außerdem auch noch andere Parameter, wie z. B. Bilirubin, Urobilinogen, Aceton (u.a. postiv bei Diabetes) usw. Leider werden diese Teststreifen immer mehr verdrängt, dabei sind sie nicht weniger aussagekräftig als ein Bluttest oder weisen die Richtung, in die genauer untersucht werden sollte. Sie sind einfach auch viel billiger als Bluttests und können ohne Arztbesuch durchgeführt werden.

Im Übrigen kann Durst auch noch bei Nebennierenerkrankungen auftreten, sicher auch noch bei etlichen anderen Erkrankungen. Eines nach dem anderen auszuschließen wäre sinnvoll.

Viele Grüße
Anne
 
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10.01.04
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Die Diagnose Diabetes ist eindeutig, wenn
der Gelegenheits-Blutzucker 200 mg/dl (11,1 mmol/l) oder mehr beträgt
der Nüchtern-Blutzucker bei zweimaliger Testung 126 mg/dl (7,0 mmol/l) oder mehr beträgt.
Die Messung des Gelegenheits-Blutzuckers kann zu jeder beliebigen Tageszeit erfolgen, man muss dabei nicht nüchtern sein. Für eine Nüchternuntersuchung sollte der Patient acht Stunden vorher nichts gegessen haben. Die Nüchternblutzuckerwerte werden neuerdings bevorzugt zur Diagnostik herangezogen, weil sie weltweit einfach zu handhaben sind. In jedem Fall sollte die Bestimmung zur Sicherheit wiederholt werden. Die alleinige Urin-Untersuchung auf Glukose ist zur Diagnose eines Diabetes mellitus nicht geeignet. Sind die Messwerte grenzwertig, d.h. liegt der Nüchtern-Blutzucker zwischen 100 und 125 mg/dl, wird als nächster Schritt der so genannte orale Glukosetoleranztest (OGTT) durchgeführt.


Oraler Gluosetoleranztest (OGTT)
Bei diesem Test sollte der Betroffene seit zehn Stunden nüchtern sein und sich zuvor mindestens drei Tage lang kohlenhydratreich ernährt haben. Rauchen ist vor und während des Tests nicht erlaubt und man sollte während des Tests sitzen oder liegen.

Es wird dann eine standardisierte Trinklösung mit 75 g Glucose verabreicht, die innerhalb von 5 Minuten getrunken werden sollte. Zu Beginn und nach 120 Minuten wird Blut abgenommen und der Blutzucker bestimmt.

Die Diagnose Diabetes ist eindeutig, wenn der 2-Stunden Wert 200 mg/dl (11,1 mmol/l) oder mehr beträgt. Liegt der 2-Stunden Wert zwischen 140 und 200 mg/dl (7,8 mmol/l -11,1 mmol/l, venöses Plasma), dann spricht man von einer "Gestörten Glukosetoleranz".

Verschiedene körperliche Faktoren (Diäten, Herzinfarkt, fieberhafte Infekte, längere Bettruhe) sowie einige Medikamente können den Test stören und zu falschen Blutzuckerwerten führen.


Urin-Untersuchung
Ab einem Blutzuckerwert von ca. 160-180 mg/dl (Nierenschwelle) scheidet die Niere Zucker mit dem Urin aus. Dieser kann mit einem Teststreifen nachgewiesen werden. Bei fortgeschrittener Nierenschädigung kann jedoch die Nierenschwelle erhöht sein, sodass selbst bei sehr hohen Blutzuckerwerten keine Glukose im Urin ausgeschieden wird. Daher ist die Urinuntersuchung zur Diagnose eines Diabetes ungeeignet. Der Nachweis von Azeton im Urin (so genannte "Ketonurie") kann auf eine bereits eingetretene Stoffwechselentgleisung hinweisen.
http://www.vitanet.de/diabetes/diagnose/

Heute wird bei Verdacht auf Diabetes II meistens der HbA1C-Werte gemacht (aus dem Blut).
HbA1 entsteht, wenn sich Glukose an Hämoglobin bindet. Dabei entstehen verschiedene Formen, die nicht alle stabil sind. Die Form, die längerfristig stabil bleibt und in einem Test nachweisbar ist, ist das HbA1c. Das geschieht aber nur mit Glukose, die vom Körper nicht verwertet wird. Das bedeutet: Je höher der Blutzuckerspiegel ist, desto höher ist der prozentuale Anteil von HbA1c am Gesamthämoglobin.
http://www.medizinfo.de/diabetes/diawert5.htm

Uta



Gruss,
Uta
 
Zuletzt bearbeitet:

Anne B.

Tja, so sehe ich das auch Uta.

Das Problem ist nur, dass grundsätzlich erstmal Nüchtern-Blutzuckerwerte bestimmt werden. Sind diese im Normbereich und der Patient noch jung, werden keine weiteren Untersuchungen auf Diabetes Typ II vorgenommen. Bei einem Urin-Test nach der Nahrungsaufnahme z. B.einer Tüte Gummibären ;) , ist beim Diabetes, egal wie weit fortgeschritten, der Teststreifen in jedem Falle positiv.

Ein Freund von mir, noch sehr jung - 43 J., klagte lediglich über Nachtschweiß und plötzlichen Harndrang und Durst. Lediglich seine Leberwerte im Blut waren leicht erhöht, worauf die Hausärztin ihm tatsächlich unterstellte, er sei Alkoholiker, dabei trinkt er so gut wie nie Alkohol. Erst die selbstgekauften Urin-Teststreifen wenige Monate später beförderten sein Problem und letztlich Tages-Blutzuckerwerte von über 15 mmol/l (!) zu Tage . Da seine Alters-Diabetes jedoch rechtzeitig erkannt und behandelt wurde, hat er heute, nach zwei Jahren, Blutzuckerwerte eines Fast-Gesunden, so dass überlegt wird, das Metformin allmählich ganz abzusetzen.

Viele Grüße
Anne
 
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10.01.04
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Hallo Anne,
gut, daß dieser Freund selbst die Sache in die Hand nahm :) . Ich weiß eben nur von einer Bekannten mit Diabetes, daß es im Grunde schon ein fortgeschrittener Diabetes ist, wenn der Zucker sich im Harn zeigt. Deshalb machen Ärzte ja auch ohne größere Probleme den Nüchternzucker und geben den eventuellen Patienten auch ein Zuckermeßgerät mit nach Hause, um dann selbst ein Tagesprofil
morgens nüchtern > nach dem Frühstück> 2 Stunden nach dem Frühstück > usw. zu machen.
Und der HbA1C-Werte sagt ja auch eine Menge.

Gruss,
Uta
 
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14.01.04
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Hallo Moni

Nebst Diabetes komt noch
- ein Fettsäuremangel in Frage. Zusätzlichen anzeichen dabei: trockene Haare, haut oder Lippen, weiche bis ausgefranste Fingernägel.
- Candida in Frage: Zusätzliche Anzeichen dabei: Blähungen oder zumindest weicher Stuhlgang oder oft starke verstopfung, unterversorgung mit Vitalstoffen
 
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21.12.06
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Vielen Dank, Beat.

Jetzt hab ich echt ein Problem. Ich weiß garnicht, wo ich mit testen anfangen soll. Für die meisten Sachen habe ich irgendwelche Symptome. Was sollte mein nächster Schritt sein.:confused:

Liebe Grüße

Moni
 
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14.01.04
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Aus Kostengründen (ausser wenn bei Dir die Kosten eine untergeordnete Rolle spielen) empfehle ich Dir zuerst dasjenige zu testen, welches die Kasse zahlt.

Das sind m. E.
- Stuhltest auf Candida (eventuel nach Behandlung auf Verdacht mittels guten Bakterien und Caprylsäure). Achtung: negatives Resultat kann falsch sein.
- Ferritintest (Eisen)
- Diabetes
- Pankreastest (geht mit Stuhl zusammen mit Candida)
- LI-Test
- Selbsttest NMU mit Ernährungstagebuch (dazu hilft dir das Buch "Ist das Ihr Kind?" Versteckte Allergieen erkennen und behandlen von Prof Doris Rapp. Ist auch für Erwachsene nebebei.

Gleichzeitig die Einnahme von hg freien Omega 3 Fettsäuren (Fischöl) mit hohem EPA Anteil.

Nach Testauswertung allenfalls einen Monat lang all das erforderliche tun. Danach schauen was übrigbleibt
 
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21.12.06
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Kosten spielen bei mir eine große Rolle, da ich ja auch noch in der Ausbildung bin. Den HPU-Test bekomme ich von meiner Mutter zum Geburtstag.

Eisen wurde bei mir schon sehr oft untersucht oder ist Ferritin was anderes? Was ist den ein Pankreastest? Was meinst du mit NMU? Nach welcher Testauswertung meinst du?
 
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14.01.04
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Man kann Eisen auf verschiedene arten testen. Einerseits direkt (nicht zuverlässig, da schwankt) andererseits den Speicherwert, das wäre das Ferritin.
Hoffe man hat das letztere getestet, sonst hol es nach.

Pankreas oder Bauchspeicheldrüse ist dasselbe

NMU gleich Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Rapp zeigt guter Selbsttest mittel Pulsmessung in ihrem Buch auf. Recht erfolgreich ist auch die sogenannte Basisdiät einfach als Versuch (3 monate) dh streng milchprodukte und glutenfrei. Am Anfang ist es mühsam, aber man gewöhnt sich daran. Es gibt dazu ein fantastisches Kochbuch von der susanne auf
www.autismus-diaet.at Versuche es mit dem Buch, kenne ganz fantastische erfolge in meiner familie, meinem Umfeld und auch hier im forum hat es einige zb Rohi
 
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14.01.04
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E zeigt Dein Eisenspeicher an. ZB Eisenspeicher tief, zu schwache gemittelte Eisenversorgung, dh Du brauchts Eisen
 
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