DMSA/DMPS nicht überdosieren!

Bodo

DMSA-Kapseln sind keine Smarties!

Alanis: ich nehme momentan 1x täglich eine kapsel a 100mg, aber ich reduziere es auf 3 x wöchentlich eine kapsel.

Sofort stoppen. Das ist viel zu viel. DMPS/DMSA sind schnell allergisierende Schwefelsalze, die in zu kurzen Zeitabständen und zu oft eingenommen das Gegenteil des Gewünschten erzielen. Wenn erst einmal eine Allergie durch Missbrauch manifest ist, dürfen diese wertvollen Medikamente nicht mehr genommen werden.

Vorsicht: Große Allergisierungsgefahr bei Thiomersalallergie!

Ich weiß, wovon ich rede. Obwohl mir DMPS das Leben rettete. Angeschwollener Enddarm, Hautrötungen, Kopfschmerzen (Vorsicht - bei Missbrauch Gefahr eines Hirnödems (Wasseransammlung im Gehirn)). Alles auf TC nachlesbar.

Das soll keine Panikmache sein: Ich bin ein großer Anhänger und Verfechter dieser beiden Chelate.

Bodo
 
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DMSA-Kapseln sind keine Smarties!

Alanis: ich nehme momentan 1x täglich eine kapsel a 100mg, aber ich reduziere es auf 3 x wöchentlich eine kapsel.

Sofort stoppen. Das ist viel zu viel. DMPS/DMSA sind schnell allergisierende Schwefelsalze, die in zu kurzen Zeitabständen und zu oft eingenommen das Gegenteil des Gewünschten erzielen. Wenn erst einmal eine Allergie durch Missbrauch manifest ist, dürfen diese wertvollen Medikamente nicht mehr genommen werden.
ja, ich weiß das mit der allergie-gefahr. ich habe die seite des tc sehr aufmerksam studiert und ich habe auch die bücher von dr.d.
Amalgamvergiftung Therapie

die hohe dosierung war nur für die ersten 5 tage, um die schlimmsten symptome zu stoppen. jetzt wird die dosis auf 3 x wöchentlich eine kapsel reduziert und dann auf 1 kapsel wöchentlich.

ich finde schon, dass dein posting sehr nach panikmache klingt. trotzdem danke für die warnung.

lg
alanis
 

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05.01.07
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193
Hallo Bodo,

was hälts du dann von DMSA Spritzen? Alle paar Wochen eine? Kann man das auch über längere Zeit anwenden oder nur in der Anfangsphase?

gruß
 

Bodo

Hallo Helene.

DMSA-Spritzen werden ähnlich verwendet wie DMPS-Spritzen. Ca. alle 6 Wochen intramuskulös. Die erste dient als Testnachweis, wieviel organisches Hg insbesondere im Hirn gespeichert ist - diese Testspritze wird langsam in die Vene gespritzt. Wenn Du Dich weiter informieren magst:Toxcenter e.V. - Artikel

Hier das Wesentliche zusammengefasst:

DMSA-Gesetze

1. DMSA wiederholt zu geben ist bei Eiter im Kiefer nicht nur verboten, sondern mit einer akuten Lebensgefahr verbunden. Erneute DMSA Gaben erst wieder nach der Kiefersanierung/ Eiterentfernung! Dies gilt nicht für den ersten DMSA-Spritzentest, dieser darf selbst mit Eiter im Kiefer einmalig ausgeführt werden.
2. Nie eine Gegengift-Gabe ohne Messung der Giftausscheidung
(1. Mal MEA und Quecksilber).
3. Bei Amalgam nur einmalig vor oder unmittelbar nach der Sanierung spritzen
( keine Infusion).
4. Nie bei gleichzeitigem Palladium und Amalgam (beide Spiegel
in der Kieferpanoramaaufnahme zu sehen).
5. Nur eine wiederholte DMSA-Spritze in den Muskel wenn
a. die Urinausscheidung vom organischen Quecksilber erhöht ist,
b. die Amalgam- und Kiefersanierung/Eiterentfernung abgeschlossen ist,
c. ein Amalgamspiegel in der Kieferpanoramaaufnahme zu sehen ist,
d. bei Hirnschäden durch Quecksilber ohne Grenzwerte,
6. Nur eine wiederholte Gabe von DMSA Kapseln, wenn
a. die Stuhlausscheidung von organischem Quecksilber erhöht ist,
b. die Amalgamsanierung abgeschlossen ist.
7. Bei Fortbestehen der Vergiftungssymptome des Gehirns sechsmal an einer geöffneten DMSA-Ampulle schnüffeln − jahrelang im Abstand von 6 Wochen − falls
a. die Amalgam- und Kiefersanierung/Eiterentfernung abgeschlossen ist,
b. die Vergiftungssymptome bedrohlich sind (Schizophrenie),
c. ein Amalgamspiegel in der Kieferpanoramaaufnahme zu sehen ist.
8. Bei nachgewiesener Autoimmunerkrankung durch Amalgam bei jedem dritten
DMSA-Schnüffeln die Giftausscheidung von organischem Quecksilber im 3. Stuhl messen.
9. Die DMSA-Therapie benötigt keinerlei weitere Entgiftungs-
Maßnahme, insbesondere keine Spurenelemente, Organtherapeutika
u.a. DMSA ist auch bei fast tödlichen akuten Vergiftungen die
einzige Entgiftung, solange die Niere noch arbeitet.
10.Für DMSA-Allergiker ist Medizialkohle das einzig mögliche Gegengift.
11. Bei jeder Gegengiftbehandlung immer bedenken, dass die Vermeidung einer erneuten Giftaufnahme insbesondere bei einer chronischen Vergiftung mit einer Allergie auf das Gift und evtl. einer daraus entstandenen Autoimmunerkrankung wichtiger als eine Gegengiftbehandlung sind.

URL dieses Artikels: DMSA-Gesetze
Artikel wurde auf dem Server zuletzt aktualisiert am 29.10.2006
© Tox Center e.V. - Einzelne Artikel dürfen auf andere Webseiten (wie Homepages und Diskussionsforen) übernommen werden – bei Angabe der Quelle: Amalgam & Co.: Das Tox Center e.V. informiert.

Grüße, Bodo
 

oli

Hallo Helene.

DMSA-Spritzen werden ähnlich verwendet wie DMPS-Spritzen. Ca. alle 6 Wochen intramuskulös. Die erste dient als Testnachweis, wieviel organisches Hg insbesondere im Hirn gespeichert ist - diese Testspritze wird langsam in die Vene gespritzt. Wenn Du Dich weiter informieren magst:Toxcenter e.V. - Artikel
Was ist denn genau der Unterschied zwischen iv und intramuskulär bei der Spritze ?
Also weniger, was darunter zu verstehen ist, das weiss ich. Aber was der unterschied bez der DMSP-Anwendung ist.
Weiss das jemand ?

Danke
o.
 

Bodo

DMPS in den Deltamuskel (überm Po) gespritzt ist für den Körper schonender, die Gefahr einer möglichen Allergisierung wird so minimiert, wenn auch nicht 100%ig ausgeschlossen.

Die Wirkung ist die gleiche - der Entgiftungsprozess läuft aber durch den Depoteffekt im Muskel langsamer ab.

Grüße, Bodo

Zitat TC:

DMPS nicht als Infusion

DMPS sollte bei chronischen Vergiftungen stets in den Po gespritzt werden.
Eine Spritze in die Vene ist völlig unnötig und problematisch.
Eine Infusion ist strikt abzulehnen. Viele Ärzte benutzen noch die billigen PVC-Infusionsbestecke mit allergisierenden und in den Körper einlagernden Phthalaten, die Allergikern sehr schaden.

In die Vene appliziert geschieht der Wirkungseintritt nur 15 (!) Minuten schneller als über den Muskel. Bei chronischen Vergiftungen ist ein langsamer schonender Wirkungseintritt und dafür eine längere Wirkung erfahrungsgemäß viel wertvoller als ein schneller Wirkungseintritt mit seiner ungleich viel höheren Allergisierungsgefahr.

Wir haben DMPS nur in die Vene gespritzt, wenn durch vorausgegangene DMPS-Teste gewährleistet war, dass die Giftausscheidung mehr als das Zehnfache des Grenzwertes betrug: bei Quecksilber über 500 µg/g Creatinin im Urin. Darunter überwiegen die Nachteile den Vorteilen.

URL dieses Artikels: DMPS nicht als Infusion
Artikel wurde auf dem Server zuletzt aktualisiert am 29.10.2006
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28.03.05
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Hallo Bodo,

erst mal Danke für deine übersichtliche Aufstellung bezüglich DMSA.

Was ich trotz allem immer wieder unlogisch finde, sind die folgenden Punkte:



DMSA-Gesetze

1. DMSA wiederholt zu geben ist bei Eiter im Kiefer nicht nur verboten, sondern mit einer akuten Lebensgefahr verbunden. Erneute DMSA Gaben erst wieder nach der Kiefersanierung/ Eiterentfernung! Dies gilt nicht für den ersten DMSA-Spritzentest, dieser darf selbst mit Eiter im Kiefer einmalig ausgeführt werden.

d. bei Hirnschäden durch Quecksilber ohne Grenzwerte,

Warum soll es bei der ersten DMSA Spritze nicht ungefährlich sein?
Da seh ich keinen Sinn dahinter. Wenn es unter diesen Gesichtspunkten schädlich ist, dann doch immer.

Und Hirnschäden sind doch so gut wie immer durch Amalgam vorhanden.
Da könnte man doch nie DMSA nehmen?

Einer dieser aufgeführten Gesichtspunkte trifft doch meist immer zu?

Ich werde auf keinen Fall mehr mit DMSA experimentieren, ich habe damit nicht die besten Erfahrungen gemacht.

Ich habe vor einiger Zeit ein einziges Mal an DMSA geschnüffelt und musste es 3 Wochen lang bitter büßen.
Trotz vieler anderer Beschwerden neige ich nicht zu Kopfschmerzen und hatte davon auch kaum in meinem Leben.
Aber nach DMSA schnüffeln dachte ich mir treten die Augen aus dem Kopf.
Der Druck war fast nicht auszuhalten. Die Augen haben höllisch geschmerzt, die Stirn war heiß und ich hatte noch das Gefühl es drückt mir das Gehirn zur Schädeldecke heraus.
Solche Symptome hatte ich nur nach DMPS und jetzt nach einem einzigen Zug DMSA schnüffeln.
Erst nach ca. 3 Wochen sind die Symptome dann wieder so langsam abgeklungen.

Liebe Grüße
Anne S.
 

Bodo

Hallo Anne.

Du bist leider hochgradig allergisch auf DMPS und DMSA. Deine Reaktionen und Beschwerden erinnere ich aus einem Telefonat.

Zu dem Widerspruch:
DMSA wiederholt zu geben ist bei Eiter im Kiefer nicht nur verboten, sondern mit einer akuten Lebensgefahr verbunden.

und

Dies gilt nicht für den ersten DMSA-Spritzentest

Bedeutet: Das Risiko beim einmaligen Test ist einzugehen weil kalkulierbar, trotz Eiter im Kiefer. Der Nutzen überwiegt dann eine mögliche Gefährdung. Das gilt dann aber nicht mehr für eventuelle Folgespritzen.

Liebe Grüße und alles Gute, Bodo
 
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28.03.05
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Hallo Bodo,

da hast du wohl recht. Es wir wohl eine Allergie sein.
Meinst du ich sollt da mal einen Allergietest machen lassen, oder ist dies zu gefährlich.

Ich frage mich natürlich auch, ob mit DMPS einfach so viel mobilisiert wurde, dass es sich auch um Vergiftungssymptome handelt.

Liebe Grüße
Anne S.
 

Bodo

Hi Anne.

Da DMPS Hg bindet und zur Ausscheidung bringt, wird es sich ehr nicht um Vergiftungssymptome handeln.

Deine heftige Reaktion spricht für eine sehr starke Allergiebereitschaft auf die Schwefelsalze der Chelate DMPS/DMSA.

Ein 7-Tage-Epikutantest (TC) könnte hier Gewissheit bringen. Dabei sind die Agenzien so gering gewählt, dass sie lokal zwar eine Hautreaktion hervorrufen, den Gesamtorganismus jedoch nicht belasten (sollten).

Es stellt sich jedoch die Frage nach dem Sinn: Wenn Du bereits auf DMPS und DMSA so stark negativ reagiertest, wird wohl von einer Therapie abzuraten sein. Ich erinnere jedoch, dass diese Stoffe ohne Dein Wissen und dann sehr unfachmännisch appliziert wurden. Die Entscheidung liegt letztendlich bei Dir.

Liebe Grüße, Bodo
 

oli

Ein 7-Tage-Epikutantest (TC) könnte hier Gewissheit bringen. Dabei sind die Agenzien so gering gewählt, dass sie lokal zwar eine Hautreaktion hervorrufen, den Gesamtorganismus jedoch nicht belasten (sollten).
Dieses Thema hatten wir ja schon zur Genüge (im Forum nachzulesen). In schweren Fällen von MCS wird davor gewarnt, diesen Test zu machen.
 

Anne B.

Dieses Thema hatten wir ja schon zur Genüge (im Forum nachzulesen). In schweren Fällen von MCS wird davor gewarnt, diesen Test zu machen.
Ist überhaupt schon einmal davor gewarnt worden bei MCS-Symptomen am besten gar nicht zu schnüffeln? Das ergäbe auch einen Sinn. Das heißt m. E. nicht automatisch, dass man DMSA dann überhaupt nicht verträgt.

@Anne: Hattest du beim Schnüffeln die Augen geschlossen? Ich hatte übrigens auch Augenschmerzen nach dem Schnüffeln.

DMSA gibt es freiverkäuflich. Es wird als nicht besonders toxisch eingestuft. Eventuelle unangenehme Reaktionen darauf kann auch eine Reaktion auf die org. Schwermetallverbindungen sein, die sich nach Einnahme verstärkt im Blut befinden.

supersmart.com hat übrigens folgende Dosierempfehlung für 100 mg Kapseln:

"Kinder über 10 kg und bis zu 35 kg: eine Kapsel jeden zweiten Tag
Von 35 bis 50 kg: eine Kapsel Morgens und eine Kapsel Abends, jeden zweiten Tag
Über 50 kg: zwei Kapseln Morgens und zwei Kapseln Abends, jeden zweiten Tag

Führen Sie diese Kur drei Wochen lang durch, und machen Sie dann eine Woche Pause. Nehmen Sie keine Nahrungsergänzungen, die Mineralstoffe enthalten, an den Tagen, an denen Ihnen DMSA verabreicht wird, aber nehmen Sie sie systematisch an den Tagen, an denen Sie kein DMSA einnehmen, um die Mineralstoffe zu ersetzen, die bei dem Chelatierungsprozeß verloren gegangen sind. Es können auch zusätzlich andere Nahrungsergänzungen verwendet werden, um die Wirksamkeit des Entgiftungsprozesses zu verstärken."

Das ist eine enorme Menge DMSA, die man dann schluckt. Allein nach 3 Wochen, sofern man sie durchhält, würde etliches aus dem Körper für immer transportiert werden. Wäre es wirklich so gefährlich, würde man soetwas nicht ohne weiteres mit dieser Dosierempfehlung zu kaufen bekommen. Ich werde es versuchen, auf jeden Fall. Nach dem Kieferausfräsen soll ja auch wahnsinnig viel an Giften frei werden. Hab' keine Lust, mein Gehirn damit zusätzlich zu versauen. Autretende Verschlechterungen nach DMSA verschwinden auch wieder, so wie sich Hirnschäden nach Kiefersanierung und gesunder Lebensführung z. T. auch zurückbilden sollen. So sehe ich das jedenfalls.

DMPS dagegen bekommt man nirgendwo ohne Rezept, habe jedenfalls nichts entsprechendes gefunden. Und einen Arzt, der es ohne weiteres verschreibt, ist wie ein 6er im Lotto.

Anne
 

Bodo

Hallo Flower.

Deine Ungeduld und die an DMSA geknüpfte Hoffnung sind sehr verständlich. Dann aber nach Möglichkeit nicht auf eigene Faust nach "Supersmartrichtlinien" einnehmen.

Nehme als Richtlinie Daunderers Empfehlung:http://www.uswt.de/Amalgam.pdf - Dort ab Seite 70.
Ernüchternes Zitat hieraus: DMSA (100—200 mg) wird alle 1—4 Wochen einmalig zum Schlucken gegeben. Danach viel trinken. Dritten
Stuhl auf Quecksilber untersuchen.


DMSA-Spritzen sollen ja nun das Maß aller Dinge sein. Für die Kapseln, die ich ebenfalls einnahm (200 mg) - mit deutlichen Allergiesymptomen (Pickelgesicht, Enddarmschwellung) - gilt laut Daunderer Folgendes: "Dr. D: in 99% aller Fälle DMPS! Bei nur 1% der Fälle ist DMSA wirksamer als DMPS."

Am Besten half mir Unithiol intramuskulär. Über den Einsatz einer DMSA-Spritze denke ich ernsthaft nach. Die Kapseln dienen mir noch zur Schnüffelfläschchenzubereitung (welch Wort!). Seit 1,5 Jahren habe ich kein DMPS mehr gespritzt bekommen.

Ideal wäre ein Arzt der spritzt und misst (organisches Hg als Nachweis einer Hirnvergiftung). Natürlich ist es lästig und kostet einen gewissen Aufwand, einen DMPS-Arzt zu finden und gegebenenfalls einige hundert Kilometer an Entfernung zurücklegen zu müssen. Mein guter DMPSler sitzt in Wesel, Niederreihn. Der spritzt mit Sicherheit auch DMSA. Adresse gerne über PN. Damit wärst Du jedenfalls auf der sichereren Seite.

Alles Gute! Bleib tapfer! Bodo
 

Anne B.

Hi Bodo :) ,

habe mir viele Gedanken gemacht und viel gelesen. Es ist davon auszugehen, dass ich durch jahrzehntelange Verhütung mit mehreren Kupfer-IUP's eine sehr hohe Kupferbelastung habe, daher würde ein DMPS-Test vorraussichtlich wenig aussagekräftig sein, was das Hg anbelangt.

Lieben Dank für deinen Hinweis auf den Arzt, aber er ist leider zu weit weg. Nach der Spritze wäre ich wieder allein und bei eventuellen Beschwerden sicher sehr niedergeschlagen.

Ich habe erst einmal in meinem Leben eine Kapsel DMPS o. DMSA bekommen, vor der Amalgamentfernung. Hatte nichts bemerkt. Zum Glück wußte ich damals auch noch nichts darüber ;).

Überwachen werde ich das Ganze natürlich auch labortechnisch, dazu brauche ich keinen Arzt. Theoretisch kann jeder selbst einen DMSA oder DMPS-Test auch mit Kapseln machen. Ist ganz einfach. Die Vorgaben hierfür findet man im Internet.

Nachdem ich weiß, wieviel DMPS und DMSA du schon bekommen hast, halte ich einen weiteren Test bei dir für gefährlich. Deine Ausscheidungswerte waren am Ende doch sehr gering. Trifft das Gegengift auf kein Gift, so kommt es lt. Daunderer eher zu Nebenwirkungen.

Bei meinen Befunden findet sich so leicht kein Arzt. Da ich ein ehrlicher Mensch bin und auch bleiben will und deshalb auf Fragen eines Arztes keine Befunde verschweige, trage ich das Risiko nun ganz allein. Schade, dass viele Ärzte so feige sind und es noch nicht mal für nötig befinden, ihrem Patienten dann wenigstens zu erklären, warum sie ihm ungern helfen wollen. Seitdem ich mich nun entschieden habe, geht es mir schon viel besser, so dass ich sogar soviel Kraft hatte, jetzt meine Wohnung bis auf die Tapeten so umweltfreundlich wie möglich und dazu mit Wohlfühleffekt einzurichten :freu: . Werde mich während der DMSA-Therapie mindestens 2 Stunden im Freien bewegen und nur mit der Bahn fahren!

Kennst mich doch ein bisschen, Bodo ;). Ich habe einen Plan! Einmal zu etwas entschlossen...
 

Bodo

Nachdem ich weiß, wieviel DMPS und DMSA du schon bekommen hast, halte ich einen weiteren Test bei dir für gefährlich. Deine Ausscheidungswerte waren am Ende doch sehr gering. Trifft das Gegengift auf kein Gift, so kommt es lt. Daunderer eher zu Nebenwirkungen.
Das ist richtig. Da ich aber davon ausgehe, dass DMSA organisches Hirn-Hg mobilisiert (in einem exorbitant höherem Maße als DMPS), wird das Gegengift wohl auf Gift treffen (wenn ich da an meine von D. befundeten Herde in der Rübe denke).

Das mit der Spirale und dem Kupfer ist auch richtig. Das Problem: Zwar scheidet der Körper bei hohen Cu-Werten weniger Hg über die Nieren aus - doch das einzige Mittel, mit dem der Kupferwert gesenkt werden kann, ist DMPS! Ergo: Die ersten Ergebnisse würden in erster Linie hohe Cu-Werte ergeben. Das evtl. wenige Hg hat man dann im Hinterkopf. Sinkt dann Cu, steigt das Hg.

Setze das mal um wie geplant und sei gleichzeitig offen für Ratschläge - und lass Dich von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen.

Klasse, dass die Wohnungsrenovierung Fortschritte macht. Um Fotos wird gebeten!:)

Liebe Grüße, Bodo
 

oli

dass ich durch jahrzehntelange Verhütung mit mehreren Kupfer-IUP's eine sehr hohe Kupferbelastung habe, daher würde ein DMPS-Test vorraussichtlich wenig aussagekräftig sein, was das Hg anbelangt.
Komisch, genau dieses Argument hatte ich mir vor etwa 10 Tagen überlegt um einen DMPS-Test und keinen DMSA-Test zu machen (DMPS scheidet angeblich CU besser aus als DMSA. Ich hatte beim ersten Test hohe Cu-Werte). Das Kupfer muss so oder so raus, ich denke, dass man nicht trennen kann / sollte:
Wer amalgamvergiftet ist, hat mit allen anderen Metallen und Chemikalien auch seine Probleme.

Vielleicht solltest Du wirklich lieber einen Arzt aufsuchen, um den Ampullen-Test zu machen. Die wochenlange Gabe der Kapseln könnte vielleicht wirklich entweder allergisierend wirken oder schädlich sein.

Schick doch mal eine Mail an´s TC und frage, ob es einen DMPS-Arzt nahe Deines Wohnorts gibt. Der würde sicherlich auch einen DMSA-Test machen, die Ampulle kann man ja für 30€ in München bestellen (mit DMPS ist´s noch einfacher: Privatrezept ausstellen lassen, das Mittel ist dann in jeder Apotheke erhältlich; wird bestellt).
 
Beitritt
02.03.04
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Ich werde es versuchen, auf jeden Fall. Nach dem Kieferausfräsen soll ja auch wahnsinnig viel an Giften frei werden. Hab' keine Lust, mein Gehirn damit zusätzlich zu versauen. Autretende Verschlechterungen nach DMSA verschwinden auch wieder, so wie sich Hirnschäden nach Kiefersanierung und gesunder Lebensführung z. T. auch zurückbilden sollen. So sehe ich das jedenfalls.
hallo anne
da kann ich dir nur recht geben. ich wünschte, ich hätte das dmsa schon nach meiner kieferausfräsung gehabt. ich hatte danach wochenlang übelst gesteigerte symptome und konnte kaum noch gehen.

allerdings habe ich auch hohe kupferwerte, ebenfalls dank einer kupferspirale (toll, willkommen im club :rolleyes: ) und dmsa ist bei cu ziemlich wertlos.
ich hab mir überlegt, ob ich mir nebenher captimer verschreiben lassen soll. aber beides zusammen? naja, mal den arzt fragen.

lg
alanis
 
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Hallo flowerpower,

ob ich meine Augen zu hatte kann ich nicht mal mehr mit Sicherheit sagen.
Aber ich denke, ich habe die Augen automatisch, schon aus einer Reflexbewegung zugemacht.
Das DMSA habe ich schon fertig in einem Riechfläschchen bekommen.

Wie Bodo schreibt, werde ich wohl eine Allergie gegen DMSA haben.
Ich muss meinen Zahnarzt auch einmal fragen, wie lange das DMSA überhaupt haltbar ist.

Liebe Grüße
Anne S.
 

u.s.

DMPS und DMSA häufig in kurzen Abständen angewendet, verursacht Allergien, die dieselben Wirkungen haben können wie vorher die Schwermetalle. Der Eiter im Kiefer ist meist abkapselt und kann durch die ständige Anwendung von Gegengiften "aufgebrochen" werden, daher muss der Kiefer vorher eiterfrei sein.

Es sollte schonmal zu denken geben, dass der Arzt, dem die Zugänglichkeit zu DMPS und DMSA zu verdanken ist, diese am wenigsten empfiehlt.

Nebeninfo: DMPS von Heyl enthält wie jede Ampulle standardmäßig Formaldehyd. Sollte also auch aus diesem Grund abgewogen werden, ob dauerhafte Spritzen nicht mehr schaden, als sie nützen.
 

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