Die Panik bestimmt mein Leben - Ich brauche Hilfe

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20.03.19
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Hallo ihr Lieben,

Zu mir: Ich bin weiblich und habe seit meinem 17. Lebensjahr Panikattacken. Diese kommen immer plötzlich und gehen mit einem Kribbeln im Hals einher, das sich wie ein sich mehrender Reizhusten anfühlt. Dieses Kribbeln verstärkt sich derart, dass ich glaube daran zu ersticken. Es geht häufig mit Hitze (zuerst ist die Hitzewallung da, dann der Reiz im Hals) einher, das Gefühl völlig allein zu sein und ohne Kontrolle über die Situation bestimmt alles. Häufig habe ich es, wenn ich bspw. meine Bewegung ändere - also zum Beispiel vom Liegen ins Sitzen komme oder länger sitze und mich dann für eine Weile vorbeuge... . Auch beim morgendlichen Aufstehen und abendlichen Zubettgehen kommt es vor. Nachts werde ich davon wach... . Doch mir scheint als wäre nicht immer die Positionsänderung ursächlich. Es kommt auch, wenn ich Süßigkeiten esse, Alkohol trinke, manchmal jedoch auch nach "gesundem Essen". Eigentlich kann es immer kommen und ich finde die Ursache nicht. Fakt ist nur: Dieses Problem ist so ausgeprägt, dass ich trotz meiner Hochbegabung keinen Beruf erlernen konnte und mich nun gen Mitte 30 bewege. Es ist fürchterlich, weil ich recht leistungsorientiert bin und mir ein "normales" Leben ersehne. Ich arbeite selbstständig von Zuhause aus. Kontakte sind schwierig, denn ich habe nahezu immer Angst davor zu ersticken. Vor allem Stresssituationen bin ich überhaupt nicht gewachsen (das beginnt bereits bei oberflächlich kleinen Situationen wie Einkaufen)... . Zudem vertrage ich seit meiner ersten Attacke (bereits davor zeigten sich Anzeichen) gewisse Gerüche nicht mehr. Dazu zählen vor allem Parfum-Duft, Duschgel, Reinigungsmittel, der Geruch von frisch geschnittenem Holz/Rasen, Staub löst generell Luftnot aus (Allergien schloss der Arzt aus). Bestimmtes Essen geht nicht: Popcorn bleibt im Hals hängen, Nüsse gehen nicht, Petersilie, eben so Kleinteile. An ganz seltenen Tagen habe ich Schluckbeschwerden. Dann habe ich extreme Schmerzen beim Schlucken, sodass ich an diesem Tag kaum esse - den nächsten Tag ist es vorbei. Ich habe kürzlich meine Partnerin verloren. Ihr war das zu viel. Aus Angst schaffe ich es nicht zum Arzt und ein hinzukommender Burnout erschwert mir gerade das Leben. Das Leben, was ich so gern genießen möchte. Ich habe schon viel probiert: Zuerst typische Arztbesuche (Lungenfunktionstest, Allergietest, Schilddrüse...). Häufig wurde ich gleich in die Psycho-Schublade gesteckt. Später: Ashwagandha, Ernährungsumstellung, Kurkuma. Dies besserte es zwar, aber es hielt nicht an und es war nicht optimal. Ich will ohne diesen Mist leben. Bitte, wenn jemand eine Hilfe weiß, bitte meldet euch. Ich kann nicht mehr, obwohl ich eigentlich immer positiv eingestellt bin. Aber jetzt bin ich gerade ganz allein und will hier nicht verderben:).
 
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18.03.16
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Hallo lilli1987,

mein Tipp für dich ist CBD-Öl, das wirkt ziemlich gut gegen Aufregung, Nervosität, Ängste und Panik. Beschäftige dich mal damit. :)

Regelmäßiges moderates Krafttraining baut nicht nur deinen Körper auf, sondern auch Seele und Geist. Das Selbstbewusstsein steigt und damit auch die Ausstrahlung auf andere. Mein Tipp sind die Tiger Moves, aber es gibt noch viele andere Möglichkeiten (z. B. Yoga, Pilates, evtl. auch Muckibude, hier gibt's noch mehr zum Ausprobieren).

Gute Besserung!
🦊🦊🦊
 

Bei Angst/Panikattacken kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Niemand wird mit einer Angst oder Phobie geboren. Es handelt sich um ein erlerntes Verhalten und ist somit veränderbar, egal wie lange man die Angst bereits hat, oder wie intensiv diese ist.

Aufdeckende Hypnosetherapie kann normalerweise in wenigen Sitzungen die Ursache auffinden. Wenn Menschen glauben zu wissen, warum sie ein Problem haben, entspricht das oft nicht dem, was unser Unterbewusstsein als Ursache erachtet. Die einzige Wahrheit, welche in unserem Hirn wirklich zählt, ist diejenige des Unterbewusstseins. Aufdeckende Hypnosetherapie kann helfen, genau diese fehlenden Informationen zu finden und zu neutralisieren, so dass man wieder angstfrei leben kann.
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12.10.18
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per inet kann man nicht sagen, was es ist. aber es klingt sehr nach mcas. als ich noch sehr jung war, reichte etwas zu viel kaffee (mehr als 2-3x pro tag eine tasse) plus etwas streß und/oder schlafmangel um scheinbar psych. beschwerden zu bekommen. u.a. auch massive angstzustände, obwohl ich absolut kein ängstlicher typ bin (u.a. bin ich mehrmals allein durch halb europa getrampt, hab allein im wald übernachtet usw. ).

mangels infos wußte ich sehr lange nicht, was los war und warum immer mehr beschwerden dazukamen ( u.a. auch div. uv von allen möglichen substanzen und nahrungsmitteln). als ich endlich infos bzgl. mcas fand, konnte ich einiges bessern, aber nicht alles und nicht permanent, weil bei mir auch noch andere (genet.) sachen wie aip (akute intermittierende porphyrie) usw. eine rolle spielen.
ich hab trotzdem mehrere ausbildungen gemacht und gearbeitet usw. usw.

da du allein nicht damit fertig wirst, wäre es zusätzlich zu anderen maßnahmen sicher gut, wenn dir auch noch einen psychotherapeuten(in) suchen würdest.

da gibt es auf einigen seiten infos zu mcas. ich hab alle seiten mehrmals gründlich gelesen und jedes mal noch mehr nützliches entdeckt.

https://www.mastzellaktivierung.info/de/einleitung.html


lg
sunny
 
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10.01.04
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... Zudem vertrage ich seit meiner ersten Attacke (bereits davor zeigten sich Anzeichen) gewisse Gerüche nicht mehr. Dazu zählen vor allem Parfum-Duft, Duschgel, Reinigungsmittel, der Geruch von frisch geschnittenem Holz/Rasen, Staub löst generell Luftnot aus (Allergien schloss der Arzt aus). Bestimmtes Essen geht nicht: Popcorn bleibt im Hals hängen, Nüsse gehen nicht, Petersilie, eben so Kleinteile. An ganz seltenen Tagen habe ich Schluckbeschwerden. Dann habe ich extreme Schmerzen beim Schlucken, sodass ich an diesem Tag kaum esse - den nächsten Tag ist es vorbei
Hallo lilli,

sunny hat Dich ja schon auf die Mastzellaktivierung hingewiesen.
Früher hat man von dem Krankheitsbild einer MCS gesprochen, auf das Deine Symptome ebenfalls hindeuten:


- Es wäre eine gute Idee, ein Ernährungstagebuch zu führen, falls Du das nicht sowieso schon tust.

- Warst oder bist Du irgendwelchen (Wohn-)Giften ausgesetzt wie Schimmel, Formaldehyd, Permethrin u.a.?
.. https://www.symptome.ch/wiki/wohngifte/

- Hast Du Allergietestungen und Intoleranz-Testungen - soweit überhaupt möglich - schon hinter Dir?
.. https://www.meduniwien.ac.at/hp/nah...zwischen-einer-allergie-und-einer-intoleranz/

- Hast Du schon ausprobiert, ob Dir Antihistamine helfen? Da gibt es verschiedene.

- Hast Du für schlimme Reaktionen ein sogenanntes Notfallset oder wenigstens Cortison-Tropfen zu Hause?
.. https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2011/daz-12-2011/notfall-anaphylaxie
.. https://www.deutsche-apotheker-zeit...es-fluessiges-orales-cortison-fuer-allergiker
(Darüber solltest Du mit einem Allergologen bzw. einem guten Arzt sprechen. Den zu finden, ist nicht einfach ...)

- Besonders schwierig ist es, eine Histaminintoleranz (HIT) festzustellen. Da hilft nur: Ernährungstagebuch, Liste der .. entsprechenden Lebensmittel immer wieder lesen, Beobachtung, weitere Informationen einschließen wie z.B. die Salicylatintoleranz u.a. (Infos dazu findest Du über die Suche hier im Forum).

- Hast Du auch Pollenallergien (Heuschnupfen)? Da gibt es gerade bei den Frühblühern eine Menge Kreuzreaktionen;
.. https://www.allergie-freizeit.de/allergieformen/kreuzallergie/

Grüsse,
Oregano
 
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24.02.18
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Hatte auch 7 Jahre Panikattacken. Nach 5 Jahren wusste ich erst was es war. Nach 2 Jahre Akutmedikamente habe ich mir mal Gedanken darüber gemacht.

Stressreduktion brachte meine täglichen Panikattacken bin in 3 Monate auf 1 Panikattacke pro Monat.
Akutmedikamente wären beispielsweise Alprazolam und Lorazepam. Wirken innerhalb von 15-30min. Gutes Zeug.
Im Gegensatz zu CBD Öl.

Vielleicht hilft dir die Stressreduktion alleine schon aus. Das bedeutet unter anderen Berufswechsel, Partnerwechsel oder ähnliches. Du wirst selbst am besten wissen was dich stresst.
Darüber hinaus hat geholfen: Was kann schon passieren wenn ich Propangas rieche, Petersilie esse?! Nichts. Andere machen das doch auch ;-) Völlig ungefährlich.

Vielleicht ist auch deine Bewertungsfunktions verrutscht. Heist soviel wie: das du diverse Trigger als gefährlich deutest.
Obwohl sie objektiv betrachtet nicht gefährlich sind. Das wäre ein Lernprozess.

Ich würde an deinen Burnout ansetzen. Was ja auch etwas mit Stress zu tun hat. Dann könnten sich auch deine Beschwerden bessern. Nimm den Druck von dir und deiner Umgebung. Das sollte helfen.

DArüber hinaus habe ich Panikattacken als Energie gewertet die von jetzt auf gleich frei gesetzt werden. Die logische Konsequenz wäre Energieabbau. Schattenboxen, Yoga oder anderen Aktivitäten.

Wenn du einmal drauf bist, benötigst du einen ruhigen Rückzugsort um runter zu kommen. Bei mir wars Rasen mähen lol und 20minuten unter die heiße dusche. Nach genauerer Überlegung wirst du auch etwas finden.

Erster Anspechpartner ist sicher ein Psychiater da Panikattacke eine Psychiatrische Krankheit ist. Vermutlich wird dich ein Psychiater erstmal erstmal ruhig stellen mit ein Sedativa ähnlich Opripramol oder Mirtazapin. Kann man machen um sich das Leben zu erleichtert. Muss man aber nicht. Die Einnahmedauer von 6-12 Wochen ist sicherlich nicht so falsch

Hätte Interesse dich etwas zu unterstützen.
 
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