Depressionen beim Partner - brauche eure Ratschläge

Themenstarter
Beitritt
15.05.09
Beiträge
374
Hallo ihr Lieben,

ich brauche eure Ratschläge.
Mein Partner leidet unter Depressionen, depressiven Schüben, neigt einfach vom Wesen her zu diesen Zügen.

Derzeit ist er mal wieder ganz unten.
Es ist viel passiert in seiner Welt, in seiner Wahrnehmung im letzen halben Jahr mit dem er überfordert ist und keine Abhilfe weis.

Ich möchte ihn nicht alleine lassen, ihn aber auch nicht überfordern und mich damit nicht überfordern.

Wir kennen uns nun 4 Jahre und vom Grundwesen her hat er leider dieses Schema, allen anderen was Recht zu machen, sich zu übersehen, ja sich selber nicht mal richtig wahrzunehmen. Er spürt Unzufriedenheit und kommt für sich erspürt "nicht weiter und alles is MIst" wie er sagt. (wenn es ihm gut geht, dann freut er sich, wenn er gebraucht wird, für andere da sein kann, zu helfen und wird dadurch innerlich 2 Meter größer :) - wer kennt das nicht, ist ein schönes Gefühl, auch für ihn, wenn er gebraucht wird... aber leider scheint das bei ihm noch tiefer verwurzelte Gründe zu haben und meiner Meinung nach trägt er eine Maske...)

Und nimmt er sich wahr, dann rastet er in ein anderes Extrem ein, kann das aber auch wieder nicht für sich und sein ICH auf längere Zeit hin akzeptieren.
(Beispiel: "ich dreh mich um, ich renne weg, ich bin nur noch unterwegs, weg... raus... nicht hinsehen, weil das belastet mich ja..." Am Ende steht er dann mit dem Gefühl da:"Mist wo bin ICH eigentlich, das war zuviel. Ich hab das Gefühl ich mach wieder nur was für andere! Ich bin überfordert, wo will ich hin, was will ich, und das was ich wollte ging alles schief. ich mache andere Menschen unglücklich, es tut mir leid, dass ich bin wie ich bin... ")

Seit einem Jahr hat er immer mal wieder Therapiegespräche, aber keine Besserung/Veränderung.
Es scheint mir so, dass es seitdem nur noch schlimmer wurde.
Noch mehr Druck, noch mehr der Gedanke:"Shit, nicht mal das hilft... ich veränder mich gar nicht, ich bau immer weiter ab. Was soll ich denn NOCH tun? Wer bin ich nun eigentlich, wie will ich sein, so will ich nicht sein, aber wie geht anders sein?"
Habe schon hin und wieder den Satz fallen lassen:"Hm gibt er dir keine Blätter mit zu lesen? Keine umsetzbaren Hilfestellungen, erarbeitet ihr denn gar nichts? Schon mal überlegt mit ihm zu sprechen, ob er vielleicht nicht der Richtige für dich ist?"

"Ja, wenn ich bei ihm bin, dann geht es mir ja meistens gut..." sagte er.
Aber sich an schlimmen Tagen etwas aufzuschreiben, was er dort vortragen kann um weiterzukommen, das kann er nicht umsetzen, wenn er daheim sitzt und grübelt, weint und nicht vor und zurückweis.

Er fühlt im Moment nichts mehr ausser einer Leere, totale Antriebslosigkeit, Ziellosigkeit und das volle Programm.
(und für mich fühlt er auch nichts mehr, dass er einordnen kann.. er weis nicht wie er emotional zu mir steht, ob es Gewohnheit is oder überschattet Liebe, ob er mich aus seinem Leben haben will oder doch nicht... Mal will er, mal will er nicht.)
Ich glaube dummerweise haargenau zu wissen, woran es bei ihm liegt und was der Grund bei seinem Wesen/Charakter ist, aber das nutzt leider ihm nichts, wenn ich als Frau Oberschlau da stehen würde und sage:"Mach so, tu so,versuch so..."

Ich weis selbst, dass es erstens schwer ist von Partnern und Freunden etwas anzunehmen und dass es oft oberlehrerhaft rüberkommt und man das auch gar nicht hören möchte.

"Ich habe einen Test gemacht, zu dem du mir den Link geschickt hast und das Ergebniss macht mir kein gutes Gefühl" schrieb er mir neulich per SMS.
"Wenn du darüber reden möchtest, dann ruf mich an!" war meine Reaktion
Und das tat er dann auch und ich sagte:"Schön,dass du für dich den Test gemacht hast und auch wenn das Ergebniss dich logischerweise erschreckt, so hast du nur eine Momentaufnahme, so wie es dir JETZT gerade geht... Es ist nichts, was nicht abänderbar ist oder so bleibt! Im Moment ist das dein Innerstes und das fühlt sich scheisse an, ich weis.. aber nimm das mit und sieh es als "schwarzaufweis"-Hinweis, dass du hier und da Lösungen finden kannst, wenn du weist wogegen!"

Und neulich schrieb er:"Gib mir noch 1 - 2 Tage Zeit um wieder auf den Boden zu kommen, ich weis ich verlange dir derzeit viel Verständniss ab!"
und ich erwiederte:"Es fühlt sich für dich zwar so an, als würdest du mir viel abverlangen, aber das tust du nicht, du hast mein vollstes Verständniss ohne es abverlangen zu müssen! Ich zieh für mich schon eine Grenze, wenn ich merke, dass es für mich zuviel wird, aber ich bin IMMER da!
Und da es dich vermutlich nur unter Druck setzen würde mit den 1 - 2 Tagen, geb ich dir mehr Zeit, nicht nur diese 2 Tage! Kümmre dich um dich! Ich würde lügen, wenn ich sage das es schön ist oder einfach, aber es ist okay!"

Tja.. und war das okay? Jedenfals fühlt es sich okay an...
Habe tagelang versucht ihn zu motivieren, aber es ist einfach keine Motivation möglich,also habe ich das motivieren gelassen und ihn in seinem momentanen Gefühl versucht zu unterstützen, frei nach dem Motto:"Es DARF dir schlecht gehen, es MUSS dir nicht gut gehen und ich wünsche dir die Kraft diesen Weg weiter zu gehen und hinzusehen!"

Aber ganz ehrlich?
Es macht mich natürlich traurig und betroffen und es ist schade.
Ich vermisse IHN
Das Leben ist doch so schön...
Nur kann er das Leben im Moment nicht so sehen.
Kenne im kleinen solche Phasen auch.. hat wohl jeder mal. Aber ich weis auch, dass man alles ändern kann, es gibt immer mehr als nur diese eine Option - Man ist kein OPFER

Aber eines merke ich ganz klar: seine immer wiederkehrenden Schübe tuen meinen Gefühlen zu ihm keinen Abbruch. Und mir ist es wichtig, dass er weis, dass er sein darf, wie er ist ohne dass er das Schuldgefühl mit sich herumtragen muss:"Ich muss jetzt gut drauf sein, sonst mag sie mich nicht mehr!"
Oder...
Neulich:"Ich glaube ich bin nur heute bei dir, weil ich dachte es würde mir gut tun... bin ich nicht bei dir will ich hin, bin ich bei dir, will ich aber wieder weg... Ich weis nicht was ich will. Ich glaube ich hätte ein schlechtes Gewissen gehabt, wenn ich nicht zu dir gekommen wäre, weil ich dich enttäuscht hätte."
Deswegen habe ich von meiner Seite her den Druck nun weggelassen zu fragen:"Kommst vorbei? Kaffee trinken? In die Stadt?Was unternehmen?" etc pp.

Er ist sogar so mit sich beschäftigt, dass er mir nicht mal mehr "Gute Besserung" wünschen kann, nachdem er gehört hat, dass ich gerade krank auf dem Sofa rumsumpfe :)
Und es ist okay... ich nehme es nicht persönlich.
Gestern schickte ich ihm eine MMS mit einem Foto von meinem Kerzengesteck:"Und wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt für dich ein Licht daher. Bis zum 10. ist nicht lang, und hast ein Tief, dann schau's dir an!" (am 10. hat er erst seinen nächsten Termin zum Gespräch, seit gestern hat er wieder mit 900 mg Johannisskraut begonnen)
Für diese SMS hat er sich bedankt, was ich sehr schön fand.


Ich hoffe, dass ich von dem einen oder anderen Ratschläge bekomme.
Tipps...
Dass ich mich mit euch austauschen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
wundermittel
Beitritt
13.07.07
Beiträge
3.660
Hallo Traumsteinchen,

für deinen Partner ist es echt schwer, aber für dich ist es ebenso schwierig.
Und zuallererst möcht ich dir schreiben, dass ich es bewundernswert finde, wie du mit dieser Situation umgehst. Du bist tatsächlich ein Glücksfall für deinen Partner. Du hast soviel Verständnis und gibst ihm Halt und Zuwendung.
Ich denke mehr als du tust kann man da nicht tun.

Die Therapie scheint deinem Partner nicht sehr zu helfen. Ist er dort auch ehrlich, oder spielt er dort dem Therapeuten etwas vor?
Nimmt er Antidepressiva?

Dein Partner scheint keinerlei Halt zu haben. Er hat dich, du scheinst der Halt im Äusseren zu sein, aber ich glaube ihm fehlt jeglicher Halt im Inneren, er hat keine Ziele, sieht für sich keinen Sinn in seinem Leben.
Ich kenne Menschen, denen ist es nicht "genug", einfach so zu leben, sie sind auf der Suche nach einem tieferen Sinn, sie suchen Ziele, eine Richtschnur, die ihnen eine klare Richtung für ihr Leben gibt. Ich weiss nicht ob dies bei deinem Partner auch so ist.

Wie geht es dir bei dieser ganzen Sache? Kannst du es aushalten dich und deine Wünsche, Bedürfnisse immer hinten an zu stellen, so sehr auf ihn einzugehen?
Ich finde es wirklich schön dass du das für ihn tust. Wenn es für dich wirklich auch okay ist, du dir selbst dabei nicht zuviel abverlangst, ist es schon toll. Hast du "neben" deinem Partner auch Zeit nur für dich? In der du auch den Kopf frei bekommst, mal gar nicht an ihn oder die Probleme denkst?

liebe Grüße von hexe :hexe:
 
Zuletzt bearbeitet:
Themenstarter
Beitritt
15.05.09
Beiträge
374
für deinen Partner ist es echt schwer, aber für dich ist es ebenso schwierig.
Musst ich auch gerade so bei mir denken, kann es ja noch so locker sehen wollen, wär es so einfach, dann würd ich gerade hier nicht posten.

Und zuallererst möcht ich dir schreiben, dass ich es bewundernswert finde, wie du mit dieser Situation umgehst. Du bist tatsächlich ein Glücksfall für deinen Partner. Du hast soviel Verständnis und gibst ihm Halt und Zuwendung.
Ich denke mehr als du tust kann man da nicht tun.
Ich danke dir - nur schade, dass er das nicht so empfindet, ich mag ihm Halt wohl geben wollen, aber ich erreiche ihn damit nicht, er nimmt ihn nicht als solchen an/wahr.

Die Therapie scheint deinem Partner nicht sehr zu helfen. Ist er dort auch ehrlich, oder spielt er dort dem Therapeuten etwas vor?
Nimmt er Antidepressive?
Ich finde auch nicht, dass die, die er macht, ihm hilft. Ich kann dir auch nicht sagen ob er ehrlich ist, aber so wie ich ihn kennen gelernt habe, kann ich mir vorstellen, dass er Dinge mehr mit sich versucht auszumachen, viele Dinge nicht weis anzusprechen und wie gesagt:"Wenn ich da bin geht es mir ja meist gut..." war seine Aussage. Aber neulich meinte er:"Sofern ich in Worte fassen kann, was in mir vorgeht, spreche ich das auch an..." aber wie gesagt, das ist sein Ding, denn nur er kann sich da helfen und auch nur er kann für sich entscheiden, ob der Therapeut für ihn richtig ist oder ob mein Partner nur wieder in sein Denkmuster verfällt:"Ich beiß mich mit dem da jetzt durch!"
Nein Antidepressiva nimmt er bisher nicht, weil ihn das damals zu sehr geschockt hat, als man ihm das unterstützend vorschlug. Ich habe ihm dann versucht zu erklären, dass er das auch erstmal nicht muss, aber auch das Hintergrundwissen von Nutzen wäre, dass so ein "Zeug" ihn erstmal aus dem derzeitigen Loch etwas rausholt, was ihn überhaupt erst "therapierbar" machen kann, denn wer in so einer Phase feststeckt, der kann kaum etwas von dem umsetzen, was ihm jemand rät...
Sein erster Schritt waren jetzt wieder die Johannisskrauttabbis... beim letzten mal hat er sie leider schon nach 8 Wochen abgesetzt... fing das Rauchen wieder an... etc... Nach 3 Monaten kann man erst wissen ob und was es einem bringt.


Dein Partner scheint keinerlei Halt zu haben. Er hat dich, du scheinst der Halt im Äusseren zu sein, aber ich glaube ihm fehlt jeglicher Halt im Inneren, er hat keine Ziele, sieht für sich keinen Sinn in seinem Leben.
Wie gesagt empfindet er mich und ein UNS als Belastung per Exelance im Moment und das schon länger. Da er sich "3 Jahre selbst aufgab, sich nach und nach immer mehr wie ne Wurst fühlte und sein ICH TRAU MICH NICHT-Ich ein Dauergast wurde" in dieser Beziehung, wie er sich ausdrückte. Charakteristisch für ihn... das Verhalten :( und mein Verhalten tat sein übrigstes (immer im Glauben es sei alle sokay und er hat mal kurznen Tief und ihn ständig damit bombadieren, dass er mal den Mund aufmachen muss in partnerschaftlich wichtigen Angelegeneheiten...)
Denken, es ist super wenn ich andere so sein lasse wie sie sind, nie was sage und alles hinnehme.. darauf hoffen, dass der andere erkennt was Sache ist...
Nicht sprechen. Ich glaube vieles passiert bei ihm aus dem Wunsch heraus akzeptiert und respektiert zu werden. Und er sagte auch einmal zu mir: Ich bin nicht konfliktfähig, also übergehe ich diese.
Halt im Inneren... ob er den hat? Ich weis es wirklich nicht, wahrscheinlich nicht, sonst würde er mit sich ja anders umzugehen wissen. oder nicht?

Ich kenne Menschen, denen ist es nicht "genug", einfach so zu leben, sie sind auf der Suche nach einem tieferen Sinn, sie suchen Ziele, eine Richtschnur, die ihnen eine klare Richtung für ihr Leben gibt. Ich weiss nicht ob dies bei deinem Partner auch so ist.
Oke also nen tieferne Sinn sucht er glaube ich nicht :) Son Einruck macht er auf mich nicht, aber ich kann ihm auch nur vor den Kopf schauen. Keine AHnung was WIRKLICH in ihm ist. Wenn er schreibt ist er ein anderer Mensch, als wenn er vor dir sitzt zum Beispiel.
Und obwohl er sagt, er habe keine Ziele sagt er auch, er will nicht planen... woher das kommt ist mir schon klar... Wunsch nach Ziel = da hab ich einen Sinn, da gehts hin / Wunsch nach nicht planen und nur sponatn sein, jeden Tag so vor sich hinleben = bei ihm ein Selbstschutz vor dem enttäuscht werden und den Glauben haben, dann alles im Griff und lenkbar und berechenbar zu machen.
Zum Beispiel wollten wir mal zusammen ziehen... er zog sich immer mehr zurück, obwohl er sich nichts mehr als das gewünscht hätte ein Nest auszubauen, aber dann kam irgendwann: nein nie wieder, das ging vor 6 jahren mit einer Frau schon mal schief, das Risiko ist mir zu hoch, das planen und umsetzen schaffe ich nicht, habe Angst wieder verlassen da zustehen mit NICHTS und bei Null neu beginnen zu müssen."


Wie geht es dir bei dieser ganzen Sache? Kannst du es aushalten dich und deine Wünsche, Bedürfnisse immer hinten an zu stellen, so sehr auf ihn einzugehen?
Ich finde es wirklich schön dass du das für ihn tust. Wenn es für dich wirklich auch okay ist, du dir selbst dabei nicht zuviel abverlangst, ist es schon toll. Hast du "neben" deinem Partner auch Zeit nur für dich? In der du auch den Kopf frei bekommst, mal gar nicht an ihn oder die Probleme denkst?

liebe Grüße von hexe :hexe:
Mir geht es gemischt.
Unsere Problemchen tauchten bereits zu Beginn des Jahres auf.
Dann verstarb ja im Juni mein Vater und danach brach das mit der Beziehung bröckchenweise, er machte Schluss er kam wieder an..
Es war/IST einfach alles zu viel für ihn.
Während ich einer total normalen Trauer fröhnte und mir Halt gewünscht hätte, zog er sich zurück und brach daran zusammen, dass ich zu den zeiten einfach unberechenbar war und trauerte.
Jetzt geht es mir gut.
Und der Abstand zu meinem Partner tut auch MIR gut, denn ich müsste lügen, wenn ich sage, dass es an mir kratzerfrei vorbei rauscht.
Wenn man jemanden liebt, dann will man Glück und Freude spüren und nicht Sorgen und Nöte seit Monaten.
Klar brauch ich da auch diese Ruhe.
Aber ich vermisse ihn, sein Lachen, sein hier sein, kuscheln, schwimmen gehen, was zusammen unternehmen, Pläne schmieden, träumen.
Ja ich habe Raum für mich und ich mache mein Ding und bin auch wieder vermerht tätigt in anderen Bereichen, nachdem wir 3 Jahre lang nur aufeinander geklebt haben, wärend MIR das nicht schadete konnte er sich jedoch nicht abgrenzen. Wenn ich mal Zeit brauchte, habe ich sie mir genommen... er nicht.
Tja muss er lernen :)
Ob ich den Kopf frei bekomme...?
Ich weis gar nicht so genau.
Ich mach mein Ding und fühl mich soweit gut und okay.
Und an ihn denken tu ich eh jeden Tag/Moment.
"Kopf zu haben" ist nicht da, denn ich krieg alles auf die Reihe.
Auch wenn er mir MASSLOS fehlt... oder zumindest das Gefühl, dass ich wieder mit jemandem gemeinsam einen Weg gehen kann..
Muss aber erstmal zurückstecken und ich muss täglich damit rechnen zu hören:"Ich kann das nicht mehr und es liegt an mir... mit dir geht nicht, wegen mir.. tschüss!"
 
Zuletzt bearbeitet:
regulat-pro-immune
Beitritt
10.01.04
Beiträge
71.429
Du bist wirklich in einer schwierigen Situation mitten drin, Traumsteinchen.
Aber je mehr ich lese, desto mehr bekomme ich den Eindruck, daß er der Mittelpunkt Deiner Gedanken ist, während Du unter "ferner liefen" untergehst. Das mag ihm teilweise gut tun, teilweise aber sicher nicht, weil das ja auch Druck aufbaut.

Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, selbst Hilfe zu suchen, z.B. in Form einer Psychotherapie für Dich? Oder in Form eines wunderschönen Urlaubs nur für Dich? Manch einem tut auch ein Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik gut, weil er dort Zeit und Gelegenheit, sich mit sich selbst zu beschäftigen und Anregungen mitzunehmen.

Wie heißt es doch so schön?: Du bist der wichtigste Mensch in Deinem Leben !

Grüsse,
Uta
 
Themenstarter
Beitritt
15.05.09
Beiträge
374
Du bist wirklich in einer schwierigen Situation mitten drin, Traumsteinchen.
Aber je mehr ich lese, desto mehr bekomme ich den Eindruck, daß er der Mittelpunkt Deiner Gedanken ist, während Du unter "ferner liefen" untergehst. Das mag ihm teilweise gut tun, teilweise aber sicher nicht, weil das ja auch Druck aufbaut.

Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, selbst Hilfe zu suchen, z.B. in Form einer Psychotherapie für Dich? Oder in Form eines wunderschönen Urlaubs nur für Dich? Manch einem tut auch ein Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik gut, weil er dort Zeit und Gelegenheit, sich mit sich selbst zu beschäftigen und Anregungen mitzunehmen.

Wie heißt es doch so schön?: Du bist der wichtigste Mensch in Deinem Leben !

Grüsse,
Uta

Ja, diesen Eindruck magst du bekommen, weil ich ja auch nur über diese eine Sache gerade poste.
Ich kann dir aber sagen, dass nicht 24 Stunden davon behrrscht werden, auch wenn ich stets an ihn denke zwischendurch.
Ich habe für mich nicht das Gefühl unter "ferner liefen" unterzugehen.
Gott sei Dank nicht!
Aber selbst wenn dieses Gefühl (welches ich übrigens guuuut kenne) auftaucht, ich kenne mein Notfallköfferchen:bang: grins.
Und weis auch immer brav wie man es aufmacht und anwendet.
Einer meiner Stärken im Leben ist nun einmal auch andere zu erkennen und ihnen ein Stück weit ihres Weges die Heckenschere zu reichen, damit sie die Äste beschneiden können, die den Weg versperren.
Und inzwischen mit 36 vergesse ich mich dabei auch nicht mehr.
Das war mit 24 noch so, aber irgendwann hatte ich schlichtweg "keinen Bock mehr" *lach*

Also wie gesagt, den Eindruck magst du haben , aber das hier sind nur Momente eines langen Tages.
*kussi*:kiss:

Edit: huch hab was vergessen :)
Ja da gebe ich dir Recht, was das angeht mit dem Druck aufbauen, sowas ähnliches schrieb ich oben auch, weil mir das auch durch den Kopf ging.
Ich versuche einerseits ganz normal mit ihm umzugehen von wegen was unternehmen etc, aber stelle das schon seit gut 6 Wochen vermehrt hinten an, weil schon das kleinste bißchen derzeit bei ihm zu viel ist.
Ich versuch mich mit dem Gedanken zu verbrüdern: wenn er dich sehen will wird er sich schon melden, aber mach dir keine all zu großen Hoffnungen, weil er unter Umständen dann doch lieber gleich wieder gehen wird wollen.
Weswegen ICH die Überlegung für mich täglich immer mehr und mehr habe, wie kannst du dich schützen, denn das hin und her tut auch dir nicht gut...
 
Zuletzt bearbeitet:

Binnie

Hi Traumsteinchen,

ich muss zugeben, dass ich nicht alles gelesen habe, aber ich bemerke auch in meinem Umfeld, dass bei vielen Leuten die Depressionen auch verstärkt in der lichtarmen Jahreszeit zunehmen.

Mein Mann bspw. litt bis vor kurzem auch ansatzweise unter einer Depression. Er hat das jedoch, sogar gerade jetzt in der lichtarmen Jahreszeit, komplett überwunden! Ich schiebe das primär auch auf seine neue Bürobeleuchtung: Lichttherapie / Lichttherapien - Hersteller, Zulieferer und Händler

Er muss sehr viel lesen und dabei hilft ihm die neue Beleuchtung auch sehr, weil das Schriftbild damit viel klarer wird.
Falls Interesse besteht, mein Mann hat seine Lampe bei diesem Kurz von Schmeling gekauft. Dort wird man auch sehr gut beraten, welche Lampe für welchen Zweck am besten geeignet ist. Ganz billig sind diese Lampen allerdings nicht...

Weiterhin nimmt er noch ein hoch dosiertes Multi, über welches es ja hier im Forum zahlreiche Berichte gibt... ;)

Jedenfalls ist er seitdem auch nicht mehr ganz so verschlossen und wieder ein Stück offener. :)
 
Themenstarter
Beitritt
15.05.09
Beiträge
374
Hallo Binnie,

mein Partner hat seine Veranlagung sein ganzes Jahr über, ja und jetzt wird es mit "weniger Sonne" etwas schlimmer.
Alles, was er schon umgesetzt hat, lässt er dummerweise immer auch wieder sein, sobald es ihm besser geht.
Multi-Präparate: er nahm ein Langzeitirgendwas und musste sich übergeben und hat sich kein neues gesucht.
Vitasprint: hilft bei mir wahre Wunder, er nimmt es auch, aber nur sporadisch, vergisst es wieder...
Johannisskraut: Packung alle... Pech, dann lies er es wieder...
Vorschlag licht zu tanken kam von ihm - Umsetzung gescheitert.
und so zieht sich das wie ein roter Faden durch sein Leben.
Und immer wieder die selben Aussagen: er wurde zu oft zu schwer verletzt, Vertrauen mißbraucht, dies das... Erfahrungen wie ein Kleid, schwer abzulegen, wie Narben.. immer da...
Grundeinstellung dieses Menschen = nicht positiv....
Aber so hab ich ihn schon kennen gelernt.Und lieb ihn trotzdem :) Denn er ist ein toller Mensch!
 
Zuletzt bearbeitet:
Themenstarter
Beitritt
15.05.09
Beiträge
374
Wisst ihr, was mich gerade traurig stimmt?
Dass ich irgendwie nichts tun kann.
Und das, was ich getan habe, keine rechte Wirkung Zeit...
Jedenfalls nicht offensichtlich.
*seufz*​
 
regulat-pro-immune
Beitritt
13.07.07
Beiträge
3.660
Hallo Traumsteinchen,

da habe ich keinen guten Rat für dich, leider.
Du selbst weisst ja auch, dass es da keine guten Ratschläge geben kann. Denn du tust was du kannst, ihn da rauszuholen ist dir aber leider unmöglich.
Dein Partner hat von dir auch schon alles auf dem Silbertablett serviert bekommen, und das meine ich nicht negativ.:) Johanniskraut, Multivitamine, den Rat raus zu gehen, und und und. Er kann es im Moment nicht annehmen oder umsetzen, aus welchen Gründen auch immer.
Das ist ja das dumme an Depressionen: man könnte was dagegen tun, die Depression abmildern, aber wegend der Depression hat man keinerlei Antrieb, Mut und Kraft da auch dran zu bleiben.

Es ist auch für den Partner, das Umfeld eines Depressiven Menschen sehr sehr schwierig. Man kann meist nur mehr oder weniger hilflos zusehen, und das kostet immens viel Kraft und auch Mut da trotz der eigenen Hilflosigkeit "dran" zu bleiben, sich nicht abzuwenden.

Ich muss mich ab und zu von einem mir sehr lieben und schon seit Jahren sehr depressiven Menschen abwenden, muss immer wieder Abstand aufbauen und mich für eine Zeit zurückziehen von der Person. Ansonsten würde ich mich überfordern, ich habe nicht so viel Kraft das permanent vor Augen zu haben und auszuhalten, ohne etwas ändern zu können.

Weswegen ICH die Überlegung für mich täglich immer mehr und mehr habe, wie kannst du dich schützen, denn das hin und her tut auch dir nicht gut...
Das ist wichtig, dass du darüber nachdenkst, finde ich. Denn so kannst du es rechtzeitig bemerken ,sollte das Ganze doch deine Kräfte übersteigen.

liebe Grüße von hexe :hexe:
 
Beitritt
27.10.09
Beiträge
816
Och Traumsteinchen....

mal umärmel gaanz dolle

www.dorothee-hillebrand.de/Images/Herz_transp3.gif

werde dir etwas später ausführlich schreiben gelle
 
Beitritt
27.10.09
Beiträge
816
Liebes Traumsteinchen

Einerseits möchte ich natürlich die vorherigen Post's unterstützen... Du bist sehr wohl ein Glücksfall für Deinen Partner...

Ich habe jahrelang ähnlich reagiert, nur ... irgendwann kommt die Frage WO bleibe ICH???
Ist es nicht so?

Wenn nicht bist Du wirklich beneidenswert smile, ich bewundere Menschen die stoisch Ihre Situation aushalten können ohne selber in einen Konflikt oder Mangel zu kommen *chapeau*

In der Regel ist es ja nicht so, bei MIR war es nicht so ...
Trotz dem grossen Verständnis für meinen Partner und dessen Gefühlswelt und trotz der grossen Liebe die ich für ihn empfinde und er zeitweilig (wiederkehrend) auch für mich empfand.

Was mich persönlich durchhalten lies, war und ist der Glaube an unsere Gefühle und vor allem, dass er in manchen Situationen wirklich den Durchblick hatte, was mit ihm passiert und damit auch in unserer Beziehung.
Es sich damit konfrontierte und sich auch immer Schrittchen für Schrittchen in die richtige Richtung bewegte...

Gretchenfrage was ist denn die richtige Richtung ... natürlich zu sich selbst hin, ich konnte ''nur'' als Spiegel fungieren, da sein, Verständnis aufbringen ...

Nur kam es dann zu Situationen, da war für ihn das Gefühl da.. wie kannst Du mich nur lieben wenn ich so zu dir bin - ... ich bin mit alle dem doch nicht wirklich liebenswert?!

Geduld ist so eine Sache bei mir - es kam wie es kommen musste, immer wieder Trennungen, Zusammenkünfte.. Mein Fehler, ich machte es ihm zu leicht zurück zu kommen.

Bis ich ihn dann wirklich vor die Wahl stellte, entweder oder - aufgrund einer Situation - stehst du als Partner zu mir oder nicht, wenn nicht können wir es auch bleiben lassen und zwar definitiv!

mit all dem Wissen und der Angst ihn zu verlieren habe ich das so durchgezogen...

Dummerweise haben wir schon länger Tickets für ein tolles Konzert gekauft... dies sollte unser Abschlussabend werden...

Wir haben uns auch noch ein wenig gekabbelt, einige Worte sind gefallen die wohl nötig waren - Wahrheiten - nicht im Vorwurf, sondern als Tatsachen..
Ich hätte mir gewünscht - und weil es nicht so ist bin ich traurig und es tut weh..

Nun das alles hat ihn sehr nachdenklich gemacht, er hat wahrgenommen, dass es das letzte Treffen ist und dass es anschliessend kein Zurückkommen mehr gibt.

Er bat sich Bedenkzeit aus und fragte auch immer wieder nach meinen Gefühlen.. endlich... smile

nun seit diesem Sommer leben wir zusammen - er hat seine Einstellung zu sich und zu unserer Beziehung grundlegend gewandelt, über all diese Zeit 5 Jahre, abschliessend sich definitiv für die Beziehung entschieden.

Beziehung beengt nicht - konnte ich ihn lehren, zeigen, vorleben, Tag für Tag...

Nun sind wir glücklich - klar hat er und auch ich immer mal wieder Tiefs - wir sind gegenseitig für einander da - nehmen uns zeit zu fragen wie es dem anderen wirklich geht.

Manchmal mit weniger Verständnis smile, zbsp erlaube ich mir auch mal wütend zu werden - denn ich MUSS ja nicht immer Verständnis aufbringen - da habe ich mir selber zuviel abverlangt - mich selber verleugnet.

Nun ist das alles kein Problem mehr - wir gehen endlich Hand in Hand

Gedicht von mir:
.....
Wenn sich Vater Mond und Mutter Sonne vereinen, wir uns vertrauensvoll in die Lüfte erheben ohne Angst und im Vertrauen beschützt landen zu dürfen.
....
Lass uns lernen zusammen den Berg zu besteigen, zu stolpern auch fallen, sich gegenseitig aufhebend.
Um dann Hand in Hand auf der Wiese dem Ende des Horizonts entgegenlaufen zu dürfen.

Morja
 
Themenstarter
Beitritt
15.05.09
Beiträge
374
Nur ein kurzer Zwischengedanke.
Manches Mal glaube ich, dass ich meine mehr aushalten zu können und wollen,
weil mein Vater mich ja zu dem erzogen hat...
Es ist bei mir zwar ein Wandern auf Messer schneide mehr, aber aufpassen muss ich immer noch.
Und mein Wesen kann ich nicht ablegen, dass ich mitleide, vermisse und in mir drin tief traurig bin in einigen Momenten, wie auch gerade jetzt...
Drei Jahr lange war 16:15 die Uhrzeit worauf ich mich gefreut habe.
Sein Feierabend, unser gemeinsamer Kaffee, erzählen was so war, sich sehen.
*seufz*
Jetzt ist 16:15 h nur irgendwie ein Stein auf meinem Herzen...
 
regulat-pro-immune
Beitritt
27.10.09
Beiträge
816
ich kann nachfühlen....

entscheiden musst du selber
... mir gab es halt, diese kleinen Schritte die er machte .. auf sich selber zu ... seine Gefühlswelt... hätte er dies nicht getan ... währe ich längst weg gewesen...

umärmel Morja
 
Themenstarter
Beitritt
15.05.09
Beiträge
374
Werd auf deinen Text später noch eingehen, bin seitdem komischerweise noch trauriger und hatte auf einmal 100 Fragen an dich...
 
Themenstarter
Beitritt
15.05.09
Beiträge
374
Habe dir eine Mail dazu geschickt.
Wollte das nicht ganz so offen im Moment hier ansprechen.

Er war gerade eine Stunde hier...
Komische Situation...
Ist echt so als würd ich machen und tun und auf mich nehmen und er hat die Fäden in der Hand... *grmpgh*
Ja ich mein is ja SCHÖN, wenn jemand die Fäden in der Hand hat.. aber bitte nicht meine... mist, ich mag sie ihm wegnehmen, meine Fäden, aber dann auch wieder nicht...
ich weis auch nicht... ist echt kacke gerade

Wenn nicht bist Du wirklich beneidenswert smile, ich bewundere Menschen die stoisch Ihre Situation aushalten können ohne selber in einen Konflikt oder Mangel zu kommen *chapeau*
Den Hut musst du nicht ziehen... vielles geht auch an mir nicht spurlos vorbei.
Ich versuche und ich mache...
Und die Spuren sind bei mir auch da... das glaub man...
Konflikte und Mangel - merke ich, sehe ich, reagiere für mich, aber unter Strich merke ich leider auch:"sogern wie ich bei ihm und mit ihm sein will, so schwer ist es doch auszuhalten nicht zu wissen was morgen ist und nur von einem Moment zum nächsten zu hangeln, denn ich brauche einen sicheren Boden!"
Ich bin glaube ich nicht mehr allzuweit weg von einer Entscheidung - für mich... und sie wird mir NICHT schmecken, gar nicht...
Und irgendwie hoffe ich, dass meine Kraft noch länger reicht für MICH und dass meine Mängel mit kurzen Auszeiten noch behebbar sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Themenstarter
Beitritt
15.05.09
Beiträge
374
Nun das alles hat ihn sehr nachdenklich gemacht, er hat wahrgenommen, dass es das letzte Treffen ist und dass es anschliessend kein Zurückkommen mehr gibt.

Er bat sich Bedenkzeit

Morja

An diesem Punkt stehe ich seit gestern...
Ihn wissen lassen, dass ich nicht mehr zur Verfügung stehe, dass ich so nicht mehr kann...
Bedenkzeit erbat er sich nicht, hat er aber nun...
Mein Handy ist aus und weg, damit ich nicht wieder auf die blöde Idee komme ihn zu kontaktieren.

Tag Nummer 1 von "Ziel 14"
Warum "Ziel 14"?
Ich weis es nicht, irgendwas braucht ich zum abstreichen und 2 Wochen ist ein schönes Ziel...
 
regulat-pro-immune

fortuna

Hallo Traumsteinchen

Ich bin hier eingestiegen mit dem selben Problem. Ich kenne meinen Partner ein paar Monate, er ist sein Leben lang immer nur für andere rumgerannt. Ich bin nun bei ihm eingezogen und seit Ende Umzug ist Feierabend. Er hat total dicht gemacht. In unzähligen Gesprächsversuchen habe ich etwas eine Ahnung erhalten, was ihn beschäftigt. Er fühlt sich UNFÄHIG zu allem.

In seiner Familie sieht man ihn zum ersten Mal in einer solchen Verfassung. Bisher war er immer eine Art "Stehaufmännchen", aber nun ist es anders.

Was mich vorallem beschäftigt: wir waren sehr glücklich, konnten uns auch auf spiritueller Ebene sehr gut austauschen, er hat früher viel Yoga gemacht und hat energetische Arbeit geleistet. Es war bei uns keine rosarote Brille, sondern von Anfang an eine tiefe, ehrliche Liebe. Momentan läuft er aber nur noch wie ein Roboter, bei dem alles gelöscht und die Schaltkreise falsch angeschlossen wurden. Es schien vieles "verarbeitet", und jetzt ist alles hoch gekommen. Ich möchte hierzu erwähnen, dass er sein Leben lang immer nur alles für andere gemacht hat und seine Kräfte nicht geschont hat, sich selber hat er immer zurück gestellt (Helfersyndrom). In seinen Augen hatten wir "endlich mal eine stressfreie Beziehung". Er kennt sich nun selber nicht mehr und hat auch Angst, vermutlich auch dass es sich auf die Arbeit auswirken könnte.

Ich bin ziemlich ausgeglichen, habe viel an mir gearbeitet und kann sagen, dass ich meinen Rucksack aufgeräumt habe. Sicher nicht abgelegt, aber unnötiger Ballast ist weg und das Gewicht ist dem Wandertempo angepasst. Ich komme ursprünglich aus dem medizinischen Umfeld und bin auch geprägt als bis zu einem gewissen Grad sehr belastbar.

In gut einer Woche geht er zu einem Arzt, der mit Homöopathie arbeitet. Ich hoffe, dass man(n) da was machen kann. Der Arzt ist in der Familie bekannt und so denke ich, dass eine Akzeptanz von meinem Partner her zu erwarten ist. Antidepressiva darf man ihm wohl keine verschreiben, da er täglich im Strassenverkehr unterwegs ist?

Was soll ich tun? Einerseits möchte ich mich zurückhalten, andererseits wäre ich auch froh, wenn wir reden könnten (er meint, über was denn, jeden Tag die gleiche Geschichte...?) Sollen wir uns denn anschweigen, bis er zum Arzt geht?
 
Beitritt
27.10.09
Beiträge
816
Hallo Fortuna
wenn Ihr beide ja schon gearbeitet habt, Helfersyndrom aber noch da ist...

Du weisst bestimmt, dass Männer in die Höhle gehen müssen, um eine Lösung zu finden.

Wenn er schon zum Arzt gehen wird, warte ab, das ist schon viel wert.


-> ja dann schweigt Ihr halt,
oder aber Du unternimmst was und somit hast DU etwas zu erzählen.

Ich weiss, das musste ich auch erst lernen - das Schweigen zu ertragen ohne es persönlich zu nehmen.. Freundliche Nachfragen aber keinen tiefen Inhalt, damit kann frau leben auch wenn es nicht einfach ist, zu Anfang.
Nun schätze ich es auch .. nichts sagen zu müssen, wenn es nichts zu sagen gibt. smile

Quitt pro quo - ich mag jetzt grad nicht reden - später dann Schatz
Es hat auch seine Vorteile smile

Oder habe ich das jetzt alles auf die leichte Schulter genommen?

LG Morja
 
Oben