Das Marshall-Protokoll

Hallo Zitrone,

das Zitat stammt aus:
Ordinatio, Antihomotoxica et Materia Medica
Praktisches Lehrbuch der Antihomotoxischen Therapie, 2001
Die klassische Homöopathie nach Hahnemann (1811) orientiert sich zur Therapiefindung am sogenannten. Arzneimittelbild. Es besagt, daß sich Krankheitssymptome spiegelbildlich zu solchen Arzneisymptomen verhalten, die gesunde Probanden nach Einnahme einer Urtinktur oder Potenz entwickeln. Das daraus ableitbare Wirkprinzip ist die Simile-Regel (Similia similibus curentur = Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden):
Das bei einem Kranken auftretende Krankheitsbild kann durch eine künstlich erzeugte, ähnliche Krankheit ausgelöscht werden.
Es kann auch nach einem Aequale-Prinzip (Isopathie = Gleiches soll durch Gleiches geheilt werden) vorgegangen werden, wie dies mit potenzierten allopathischen Substanzen oder zum Teil Nosoden in der Antihomotoxischen Medizin erfolgt bzw. mit Vakzinen oder Impfstoffen in der konventionellen Medizin durchgeführt wird.

Ich musste mir das Mittel aus einer speziellen Apotheke besorgen, ich weiß nicht mehr genau was es war, aber soweit ich mich erinnere, war es potenziertes "Vitamin D" (homöopathische Verdünnung).

Naja, einfach und einfach, ich denke es ist kein "Ein Mittel und alles wird gut", sondern es war ein Teil, in einem gesamten Komplex aus anderen Maßnahmen, wie Entgiftung, Ernährung und Allergiebehandlung.

Gruß Haschel
 
Hallo zusammen,

ArmesHaschel:Marschall Protokoll oder Coimbra Protokoll... Hier ist noch einmal mein "Senf" dazu:

Beide gehen davon aus, dass es Störungen in der Sensibilität des Vitamin-D-Rezeptors gibt.
Am Vitamin-D-Rezeptor bindet primär: Calcitriol (1,25-Dihydroxy-Vitamin-D3)

Coimbra: Überflutet den Körper mit Vitamin D3 (Colecalciferol) damit der VDR durch genug Calcitriol aktiviert werden kann
Marshall: Möglichst wenig Calcitriol, damit man den VDR "reinigen" kann

So verstehe ich es auch. Prof. Marshall hat sich mit Autoimmun-Erkrankungen beschäftigt und ist zu dem Schluss gekommen, dass diese Erkrankungen die Folge chronischer Infekte sind. Die unterschiedlichen Erreger, welche die L-Form eingenommen haben, stören viele Stoffwechselprozesse im Körper. Dazu gehört zum Beispiel der Vitamin D Stoffwechsel. Die Erreger blockieren mit ihren Stoffwechselprodukten/Toxinen die Vitamin D Rezeptoren (VDR). Diese werden daraufhin in ihrer Funktion gestört. Er beschreibt die genauen Mechanismen dieses Prozesses und seine Folgen.

Die Behandlung von Autoimmun-Erkrankungen mit dem Marshall Protokoll ist umfangreich und hat mehrere Ziele. Eines dieser Ziele ist die Wiederaktivierung des VD-Rezeptors, damit der Körper sich selbst gegen die L-Form Bakterien wehren kann. Für die „Reinigung“ des VD-Rezeptors von den Fremdstoffen (capnine) wird das Medikament Olmetec genutzt.

Olmetec ist allerdings eine ziemliche chemische Keule. Die Liste mit den Nebenwirkungen ist ellenlang und die Zustände, die gegen die Anwendung sprechen, sind eben jene, welche man bei chronischen Erkrankungen ohnehin schon hat:

Ich fragte mich, ob es eine Möglichkeit gibt, diese capnine mit anderen Mitteln zu entfernen. Ja, man kann es tatsächlich.

Mein Dank gilt Haschel, der diese Frage geklärt hat.

In der Alternativmedizin/Naturheilkunde werden viele unterschiedliche Mittel genutzt, um die Toxine von Erregern und Umwelt aus dem Körper zu entfernen. Die Isopathika gehören dazu. (Siehe oben).

Naja, einfach und einfach, ich denke es ist kein "Ein Mittel und alles wird gut", sondern es war ein Teil, in einem gesamten Komplex aus anderen Maßnahmen, wie Entgiftung, Ernährung und Allergiebehandlung.Haschel.

Dem stimme ich auch zu.

Grüße, Panacea.
 
Hallo.

Das Thema der Verunreinigungen bei Sartanen, einschließlich Olmesartan, durch zahlreiche giftige u.a. krebsverursachende Substanzen aus den angewandten Herstellungsverfahren ist noch nicht geklärt oder behoben.
Die Arzneimittelbehörden haben lediglich für die Nitrosamine NDMA und NDEA Bescheide erlassen, dass diese überwacht und ggf. die Herstellungsverfahren umgestellt werden müssen.
Darüberhinaus wird behauptet, dass Nitrosoethylisopropylamin (EIPNA), N-Nitrosodiisopropylamin (DIPNA) und N-Nitroso-N-methylamino-Buttersäure (NMBA) überwacht würden.

Kontinuierlich kommen jedoch weitere Gifte hinzu, auch aus dem Bereich von Azido-Gruppen.
Auch 2021 und 2022 wurden wieder zahlreiche Sartane zurückgerufen, ohne Nennung der jeweiligen Verunreinigung. Über die Verunreinigungen bei den nicht-zurückgerufenen Chargen/Herstellern ist man somit nicht schlauer.


Aus 2018:


Somit ist es auch im Rahmen des Marshall-Protokolls hinsichtlich der Verträglichkeit und Unbedenklichkeit nicht egal, von welchem Hersteller(Herstellungsverfahren) das verwendete Olmesartan stammt.
Zumal die Arzneimittelbehörden für die Grenzwerte an NDMA und NDEA eine Tageseinnahme von nur 40mg Olmesartan zu Grunde legen und somit gegenüber anderen Sartanen die Verunreinigungskonzentration in PPM in Olmesartan ca. 10fach höher liegen darf.

Übersicht der Olmesartane in DE:
  1. Olmetec (Daiichi Sankyo, Originalhersteller) und dessen Parallelimporte und Votum (Menarini Gruppe, deklarierte Inhaltsstoffe, Form, Prägung identisch mit Olmetec)
  2. Olmesartan HEXAL und 1A Pharma (deklarierte Inhaltsstoffe, Form und Prägung identisch)
  3. Olmesartan Accord (deklarierte Inhaltsstoffe -Siliziumdioxid -Macrogol)
  4. Olmesartan Hec Pharm (Tochterunternehmen chinesischer Hec Pharm Group. Eigenständige Tablettenformen)
  5. Olmesartan Aliud (deklarierte Inhaltsstoffe mit Polyvinylpyrrolidon anstatt Hyprolose)
  6. Olmesartan Glenmark (deklarierte Inhaltsstoffe ähnlich Hexal/1A +hydr. Rizinusöl +weiße Farbe)
  7. Olmesartan Abz und Ratiopharm (deklarierte Inhaltsstoffe ähnlich +Triacetin und Macrogol/Polyethylenglykol mit evtl. abführenderer höherer Molekülmasse)
Ich finde also 6 verschiedene Generikaformen auf dem Markt nebst dem Originalhersteller.
Hinsichtlich bekannter und deklarierter Unverträglichkeiten:
  • Keine Polyethylenglykole/"Macrogol": Nur Olmetec/Votum, Accord und Glenmark
  • Enthält Polyvinylpyrrolidon: Aliud
  • Enthält Rizinusöl: Glenmark
Nr. 2-7 kosten ca. €0,30/40mg. Nr.1 als Parallelimport ca. €0,72/40mg.

->
Weitere Erfahrungsberichte zum Marshall-Protokoll wären hochinteressant. Einschließlich welcher Hersteller verwendet wurde und wie die Verträglichkeit empfunden wurde.
Sensible Leute mit MCS etc. können die Unterschiede in den Verunreinigungen vielleicht sofort unterscheiden.


Peace out.
 
Zuletzt bearbeitet:
3mg Bor am Tag extra können das immunsupprimierende 25-OH-D3 um bis zu 40% erhöhen. Beim D3 betrifft es eine Hemmung der 24-Hydroxylase, auch bekannt als CYP24(A1). Dadurch wird das D3 erheblich weniger abgebaut und ausgeschieden (Quelle: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15504575/).
von immunsupprimierendem VD Stand da aber nix drin. Wie bist du dazu gekommen?
  • Reversing Bacteria-induced Vitamin D Receptor Dysfunction Is Key to Autoimmune Disease
Contemporary Challenges in Autoimmunity: Ann. N.Y. Acad. Sci. 1173: 757–765 (2009).​
2009 New York Academy of Sciences.​
doi: 10.1111/j.1749-6632.2009.04637.x​

  • Vitamin D: The alternative hypothesis
Autoimmunity Reviews 8 (2009) 639–644​
doi:10.1016/j.autrev.2009.02.011​

  • Inflammation and vitamin D: the infection connection
Inflamm. Res. (2014) 63:803–819​
DOI 10.1007/s00011-014-0755-z​

  • "VITAMIN D – Moderne Mythen und ambivalente Immunologie"
Deutsche Gesellschaft für Naturstoffmedizin & Epigenetik e.V.
www.dgname.de

  • Metagenomics of the Human Body, Karen E. Nelson (Editor)
ISBN 978-1-4419-7088-6, ISBN 978-1-4419-7089-3(eBook)​
Springer New York, Dordrecht, Heidelberg, London​
DOI 10.1007/978-1-4419-7089-3​

Peace.
 
von immunsupprimierendem VD Stand da aber nix drin.
Stimmt. So lese ich das auch nicht in der verlinkten Studie.
Soweit ich sie korrekt verstehe, vermuten Sie, dass Bor die D3 Aufnahme und/oder Verweildauer im Körper effizienter macht. (somit ein "zu wenig D3" durch Bor ein wenig ausgeglichen werden kann?)

Sie schreiben:
Eine hochregulierende Wirkung von Bor auf 25-Hydroxyvitamin D ist möglicherweise von Vorteil, da der Vitamin-D-Status vieler Menschen in den Wintermonaten schlecht ist und herkömmliche Ergänzungsdosen dieses Vitamins oft zu niedrig sind, um dieses Problem zu beheben.

"upregulate", bedeutet höherregulieren und höher ist nicht automatisch zu viel, sondern kann bedeuten "in Richtung Optimum" gehend, einfach weil mehr gebraucht wird. Das müsste man noch näher recherchieren, weitere Laborparameter abfragen. So wie es in der Studie steht, fehlen imho Infos, um Aussagen in die eine oder andere Richtung treffen zu können, da ja nicht D3 Spiegel allein zählt, sondern wie es im Körper verstoffwechselt werden kann.

Wenn 1 Enzym durch Bor weniger aktiv wird, muss das nichts Schlechtes bedeuten (sondern kann auch auf einen effizienteren Pfad hindeuten).
Bei Vit C ist es zB so, dass wenn höhere (aka optimalere) Mengen vorhanden sind, kann es sein, dass "alte Pfade" die nicht optimal waren, weniger verwendet werden oder gar ganz aufgelassen werden. Dafür neuere, bessere Pfade aktiviert werden.

Am Beispiel Östradiol in der Studie: sie sagen dort nur, dass Östradiol WENIGER abgebaut wird. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass es "länger hält/länger verwendet werden kann". Es steht nirgends, dass es einen Rückstau bzw. eine Überproduktion dadurch geben muss. Ev. wird dann vom Körper einfach weniger nachproduziert und die Ressourcen, die der Körper sonst für Östradiol Produktion benötigen würde, können wo anders eingesetzt werden.

Somit kann man einige Infos nicht aus der Studie rauslesen - weder in die eine noch die andere Richtung.

Ich konnte/kann erst dank Bor D3 in höheren Dosen zu mir nehmen.

Gutes Buch zum Thema Bor+D3:
(Regelkreise/Wirkung Bor im D3 Kreislauf muss ich mir da erst wieder raussuchen.).

lg togi
 
Einige Links zum Zusammenhang möglicherweise diffuser Allergien, Lebensmittelallergien, übermäßiger Histaminausschüttungen, MCAS, Chemikaliensensitivität, MCS mit Fehlfunktionen des VDR, da dessen Expression und Aktivierung u.a. auch in dendritischen Zellen für die Regulierung und Erstellung von Immuntoleranz unabdingbar ist:

 
... fehlen imho Infos, um Aussagen in die eine oder andere Richtung treffen zu können, da ja nicht D3 Spiegel allein zählt, sondern wie es im Körper verstoffwechselt werden kann.

Wenn 1 Enzym durch Bor weniger aktiv wird, muss das nichts Schlechtes bedeuten (sondern kann auch auf einen effizienteren Pfad hindeuten). (...)

Am Beispiel Östradiol in der Studie: sie sagen dort nur, dass Östradiol WENIGER abgebaut wird. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass es "länger hält/länger verwendet werden kann". Es steht nirgends, dass es einen Rückstau bzw. eine Überproduktion dadurch geben muss. Ev. wird dann vom Körper einfach weniger nachproduziert und die Ressourcen, die der Körper sonst für Östradiol Produktion benötigen würde, können wo anders eingesetzt werden.
Da mich die o.g. Fragen auch interessieren, habe ich dazu mal in "Burgersteins Handbuch Nährstoffe" (Ausgabe 2007) das Kapitel über Bor gelesen.

Dort steht zur Funktion Bildung von Hormonen:
Bor-Verbindungen sind Lieferanten von so genannten Hydroxylgruppen (-OH), welche für die körpereigene Bildung von gewissen Steroidhormonen (Östrogen, Testosteron, Vitamin D) unerlässlich sind. Es gibt Vermutungen, dass Bor zudem die Steroidhormone vor dem vorzeitigen Abbau im Stoffwechsel schützt.

und zum Anwendungsgebiet Osteoporose u.a. folgendes (Hervorhebung von mir):
Bei der Verabreichung von 3 mg Bor an eine Versuchsgruppe von Frauen nach der Menopause wurde festgestellt, dass diese Frauen 40% weniger Kalzium, ein Drittel weniger Magnesium und etwas weniger Phosphor über den Urin verloren als Vergleichspersonen. Alle diese Elemente sind wichtig für den Aufbau und für die Struktur des Knochens. Bei Frauen, die Bor erhielten, konnte ein doppelt so hoher Blutspiegel des aktivsten Östrogens (17-Beta-Östradiol) gemessen werden, als er während einer Östrogen-Therapie gefunden wird. Auch die Testosteronspiegel (...) und Östradiolvorstufen erschienen in doppelter Konzentration im Blut.
Sie schließen, dass Osteoporose ein multifaktorielles Problem sei, das sich mit Kalzium oder Hormonbehaltungen allgemein nicht lösen lässt. Bezüglich der Schutzfunktion von Bor seien noch Langzeitstudien erforderlich.

Bezüglich der Frage, ob Bor essentiell ist und zur Überdosierung steht hier anderes, vermutlich ein aktuellerer Stand:

Im "Burgerstein" (s.o.) genannte Literatur :

- ? (es wird dort das Jahr 1999 genannt, aber ich finde online nur diese Studie)
 
Achtung: Mit hohem 25--OH-D3 Spiegel versaust du dir die Immunschwäche immer weiter. Erst bei +-18 ng/mL 25-OH-D3 ist das zurück im Gleichgewicht. Erst <15ng/mL bekommt man nennenswert Immunaktivität zurück. Das hängt auch eng zusammen mit Knochenerweichungen und -nekrosen.
Hallo @Kate , hallo @giselgolf und super, dass ihr nachgeschaut habt.
Ich habe keinen vollständigen Überblick über die Beiträge in schon so vielen Forumsthemen, weil da immer gleich die Nachfragen kommen.
Vielleicht habt ihr das hier gesucht? Beitrag #265.
Ich akzeptiere es, dass viele einfach nicht an ihrem Glauben rütteln und an ihrem "hart erkämpften" (wohl eher klassisches, perfides "grass-roots" Marketing) D3 festhalten möchten. Oder an ihrem Leinöl. Oder ihren veganen Weizenprotein/Gluten-Salamis. Oder diversen sogenannten Gesundheitsvorsorgemaßnahmen.
Menschlich und ethisch kann ihnen aber allen die Möglichkeit einer bewussten und vollinformierten eigenen Entscheidung zustehen. Die kann es individuell auch geben mit entgegengesetzten Ergebnis und Wahl eines kleineren Übels, zum Beispiel durch unterschiedliche Ansprüche an die eigene absolute Gesundheit und verschiedentliche Diskontierungen dieser in Gegenwart und Zukunft.
Dass D2, D3 und 25-OH-D3 im Gegensatz zu 1,25-OH-D3 immunsupprimierend sind habe ich inzwischen längst als Tatsache verinnerlicht. So ist zum Beispiel auch experimentell bekannt, dass "Erkältungssymptome" primär nicht durch eine Infektion selbst, sondern durch die daraus folgende Immunreaktion entstehen und eine Unterdrückung der Immunantwort ein Ausbleiben der Erkältungssymptomatik einherbringt. Das als Anekdote zur rühmlichen jahrelangen "Infektfreiheit" durch Therapie mit D3. Einmal begonnen wird die Abkehr von D3-Therapie heftige Konsequenzen und Immunreaktionen bringen und verlangt die höchsteigene Gewissheit, bis zur anderen Seite durchzustehen. Bildlich gesprochen von der Sumpfinsel durch starke und anhaltend schwere Strömungen auf festen (festeren) Boden überzusetzen. Manche Leute merkten durch D3-Therapie zum Beispiel eine anfangs deutlich verbesserte Stimmung und viele merkten diesbezüglich nie etwas. Setzen sie ihre langjährige D3-Einnahme ab und ihr 25-OH-D3 fällt können aber auch letztere ganz heftige Dämpfer in ihrer Stimmung und Motivation erwarten. Allein durch die einsetzenden, auch das ZNS betreffende Immunprozesse (Neuroinflammation).
Dass D3 höchstdosiert gegen Autoimmunität angewendet wird zeigt in sich schon deutlich die Immunsupprimierung an. Das ist eine Aufwärtsspirale maximaler Symptomunterdrückung und das Gegenteil des Forum-Mottos. Dadurch natürlich auch die Vorteile von Therapie mit D3, bei z.B. akut verhindertem Zytokinsturm, und eben auch die schwerwiegenden chronischen bzw. anderweitigen Nachteile.
Irgendwo lagert und häuft sich das selbstverständlich alles an und ist sprichwörtlich ein Leben auf Pump ähnlich wie z.B. die Verknüpfung von mieser Ernährung mit Stimulanzien wie Kochsalz, Kaffee oder Amphetaminen.
Es liegt mir fern, davon Leute überreden zu wollen. Oder zu streiten um ein immer wiederkehrendes und niemals endendes Zerreden der Zusammenhänge. Der Hinweis zur Falschheit der erdrückend massenhaft gestreuten Werbung für D3 kann aber eine Verpflichtung im Sinne der Ethik sein.
Prof. Trevor Marshall ist nun auch schon 76 Jahre. Man muss ihn garnicht mögen aber kann wissen, dass seine oft immens geduldsamen Absichten in leitenden Fachkreisen völlig sachfremd abgewiegelt wurden. Das ist nichts neues unter den Sternen und kann man gleichartig zu anderen Themen in Vergangenheit und empfindlich schmerzhafter Gegenwart beobachten. Man braucht sich hier keine falschen Hoffnung machen auf eine Verlangsamung oder Kehrtwende der öffentlich gemachten Meinung oder große empirische Studien gezielt zu diesen Zusammenhängen.
Wenn jemand aus eigener Entscheidung und Überzeugung sich auf das MP einlassen möchte kann sie/er hier Konkretes fragen.


Die zeitlich gepulsten, niedrigdosierten Zugaben von Antiobiotika sind seit vielen Jahren nicht mehr Bestandteil des MPs. Die hatten sich vorrangig als hemmend auf die Immunreaktion erwiesen, also vorrangig palliativ und symptomlindernd, wie es z.B. auch allgemein von niedrigdosiertem Mino-/ Doxycyclin auf Rosacea bekannt ist.

@Kate : Das Weglassen geringer Mengen Bor wie 3-6mg am Tag hat bei mir die Abbaugeschwindigkeit des 25-OH-D3 im Serum nicht auffällig beschleunigt.


Peace.
 
Ein ausführlicher Fachartikel - Vitamin D ist ein Immunmodulator, supprimiert nicht generell das Immunsystem.

 
Hallo,

ich finde den folgenden Artikel über die Auswirkungen vom Vitamin-D-bindendem Protein erhellend:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7659952/

Vitamin D ist ein wichtiger Bestandteil des endokrinen Systems, das die Kalziumhomöostase und die Knochenmineralisierung steuert. Aufgrund der sehr kurzen Halbwertszeit von freiem Serumvitamin D wird es stabilisiert und zu den Zielgeweben transportiert, indem es an das Vitamin-D-Bindungsprotein (VDBP) gebunden wird. Die häufigsten Polymorphismen: rs4588 und rs7041 im Vitamin-D-Bindungsprotein-Gen können mit Unterschieden im Vitamin-D-Status im Serum korrelieren.

In dieser Übersichtsarbeit werden Daten vorgestellt, die sich auf das Vorhandensein genetischer Varianten im VDBP-Gen in Verbindung mit bestimmten Krankheiten beziehen, meist im Zusammenhang mit Krebserkrankungen (Brust-, Prostata-, Bauchspeicheldrüsen-, Lungen-, Kolorektalkrebs, Basalzellkarzinom und kutanes Melanom) oder anderen damit zusammenhängenden Krankheiten (Autoimmunstörungen der Schilddrüse, Adipositas, Diabetes mellitus, Knochenstoffwechsel, rheumatoide Arthritis, Spondylitis ankylosans, Asthma, chronisch obstruktive Lungenerkrankung, Tuberkulose und Erkrankungen der Herzkranzgefäße).

Vitamin D spielt eine entscheidende Rolle im endokrinen System, das die Kalziumhomöostase im gesamten Körper steuert [1] und zusammen mit dem Parathormon die Knochenmineralisierung [2]. Ein angemessener 25-Hydroxyvitamin-D-Status [25(OH)D] trägt zur Aufrechterhaltung eines gesunden Körpergewichts bei und beugt Fettleibigkeit vor [3].

Vitamin D ist an der angeborenen und adaptiven Immunität beteiligt und wirkt bei der Entgiftung von Gallensäuren mit [4]. Es spielt eine wichtige Rolle bei der intestinalen Homöostase, indem es das Eindringen der Mikrobiota in das Interstitium begrenzt, und reguliert das Immunsystem, indem es die Bildung von Treg-Zellen fördert und Th1/Th17-Zellen unterdrückt [5]. Vitamin-D-Rezeptor (VDR), Enzyme und Metaboliten werden in verschiedenen Arten von Immunzellen wie Lymphozyten, Monozyten, Makrophagen und dendritischen Zellen unterschiedlich stark exprimiert [6,7]....

Knochenstoffwechsel

Eine kürzlich durchgeführte Studie hat gezeigt, dass niedrige VDBP-Serumspiegel mit einer niedrigen BMD korrelieren, weshalb VDBP als nicht-invasiver Biomarker für die Früherkennung von Osteoporose in Frage kommen könnte. Die Studie konzentrierte sich auf eine Gruppe postmenopausaler Frauen im Alter von ≥45 Jahren, hatte aber auch Einschränkungen, da eine niedrige BMD kein Krankheitsmarker ist, sondern den Knochenstatus widerspiegelt.

VDBP ist der Schlüssel zur Regulierung der Kalziumhomöostase. In einer Studie wurden 13 SNPs bei postmenopausalen japanischen Frauen nachgewiesen, und die Analyse ergab, dass mehrere der VDBP-SNPs das Osteoporoserisiko bei postmenopausalen Frauen erhöhen könnten [93]. VDBP ist nicht der einzige Faktor, der einen Einfluss auf die Knochenmineraldichte haben kann, aber rs7041 war signifikant mit BMD-L4 und einer höheren Osteoporose-Häufigkeit assoziiert [94].

CODP

Hohe Häufigkeit der Haplotypen in rs7041 und rs4588-GC1S/1S.

Hohe VDBP-Werte im Sputum wurden bei COPD im Stadium I und II nur beim Genotyp GC1S/1S beobachtet. Die Ergebnisse dieser Studie könnten dazu beitragen, die Verwendung von VDBP als COPD-Biomarker weiter zu untersuchen [109].

Es werden noch mehr Krankheiten genannt. Der Satz " indem es die Bildung von Treg-Zellen fördert und Th1/Th17-Zellen unterdrückt [5]." sagt sehr viel aus, finde ich. Wessen Immunsystem also eine Th1/Th17 Dominanz aufweist, der braucht offensichtlich (zusätzliches) Vitamin D3 für die bessere Balance seines Immunsystems.

https://www.naturheilt.com/th1-th2-immunbalance/

viele Grüsse
 
Vitamin D ist ein Immunmodulator
Ja, das ist auch mein Stand, siehe #27 in

Zu SNPs/Polymorphismen im "Vitamin D"-Stoffwechsel haben wir auch einen extra Thread:
 
Wessen Immunsystem also eine Th1/Th17 Dominanz aufweist, der braucht offensichtlich (zusätzliches) Vitamin D3 für die bessere Balance seines Immunsystems.
Und da sind wir direkt bei dem üblichen Verwirrspiel in den medizinischen und noch viel mehr in nachkommenden Publikationen:
Es werden ständig die Begriffe und die entgegengesetzten Eigenschaften von 1,25-OH-D3 und 25-OH-D3 vermischt.
Oft wird korrekt begonnen, dann aber mit nur einem nicht zuordbaren Begriff "D3" weitergearbeitet bis die eigentlichen Wirkungen von 1,25-OH-D3 einfach völlig irreführend und falsch dem zugeführten 25-OH-D3 zugesprochen werden.
Genauso üblich ist der - für viele unscheinbare, aber entscheidende - Sprung zwischen Assoziation und behaupteter Kausalität als fataler Bruchpunkt in jeglicher Logik und Erklärbarkeit in den Veröffentlichungen.
Es ist absolut müßig, sich Auseinandersetzungen solcher Veröffentlichungen wiederholt hinzugeben.
Es wird einfach so getan, als wäre jegliches D3 eine für sich biologisch unwirksame Speicher-Vorstufe zum aktiven 1,25-OH-D3. Dass dies nicht so ist, ist aber überhaupt nicht umstritten. Und das Problem ist, dass das antagonistische 25-OH-D3 und das agonistische 1,25-OH-D3 eine praktisch identisch starke VDR-Bindung aufweisen. Und das (externe) Serum 25-OH-D3 [ng/ml] schon von den Maßeinheiten etwa 1000-fach höher vorliegt als das (intrazellulär herausgeschwappte) Serum 1,25-OH-D3 [pg/ml]. Die VDBP-Bindungen sowie die Konzentrationsgefälle über die Zellmembranen erklären erst die molaren ungefähre Gleichgewichte dieser beiden Formen innerhalb der Zellen, wo sich die Wirkung abspielt.

Die von laurianna verlinkte Veröffentlichung ist zum Beispiel, nach grobem Überfliegen, soweit ganz gut. Bringt aber genauso diesen unzulässigen und absolut falschen Bruch, den ich mit / hervorhebe:
Vitamin D intervenes in calcium and phosphate metabolism and bone homeostasis. Experimental studies have shown that 1,25-dihydroxyvitamin D (calcitriol) generates immunologic activities on the innate and adaptive immune system and endothelial membrane stability. Low levels of serum 25-hydroxyvitamin D (25(OH)D) are associated with an increased risk of developing immune-related diseases such as psoriasis, type 1 diabetes, multiple sclerosis, and autoimmune diseases. Various clinical trials describe the efficacy of supplementation of vitamin D and its metabolites for treating these diseases that result in variable outcomes. Different disease outcomes are observed in treatment with vitamin D as high inter-individual difference is present with complex gene expression in human peripheral blood mononuclear cells. However, it is still not fully known what level of serum 25(OH)D is needed. ///// The current recommendation is to increase vitamin D intake and have enough sunlight exposure to have serum 25(OH)D at a level of 30 ng/mL (75 nmol/L) and better at 40–60 ng/mL (100–150 nmol/L) to obtain the optimal health benefits of vitamin D.


Peace.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen, ich habe jetzt nicht den ganzen Thread gelesen. Das Marshall-Protokoll war mir auch neu. Ich selber schließe nicht aus, von Parasiten getroffen zu sein. Bisher waren die üblichen Testungen im Stuhl negativ. Eine Testung IgG-AK Borrelia und IgM-AK Borrelia gab keinen Anhalt für eine frische oder chronische Borreliose.
Ich scheibe hier aus Anlaß meiner erstmals!!! über der Norm liegenden Vitamin D Werte. Wie schon an anderer Stelle geschrieben, wirkten sich hohe (in der sogenannten Norm) liegende Werte eher positiv auf mein Befinden aus. Aktuelle Werte:
25-Hydroxy-Cholecalciferol 114 ng/ml > 100: toxisch, 41 - 100 genügend Speicherrerserve
1,25-Dihydroxy-Cholecalciferol 73,8pg/ml Referenz 25.0 - 60.0
(CLIA)
erstmals auffällig, soweit bekannt
eGFR (CKD-EPI-Formel) 66ml/min/1.73 Referenz <= 90
leicht erniedrigte GFR (G2)
Der Calcium Wert im Serum ist in der Norm. Ich habe jetzt vor, meine Magnesiumsubstitution etwas zu erhöhen und keine weitere Einnahme von Vitamin D3/K2. Ob ich die Sonne meiden sollte, bin ich mir nicht sicher.
Freue mich über eine Rückmeldung. LG Sahra
 
Mein D3 war auch schon bei 103, aber das rutschte schnell wieder herunter, nachdem ich ein Tropfen weniger nahm - wieviele Einheiten nimmst du eigentlich tgl.?

Leute mit Autoimmunerkrankungen bekommen sogar die Empfehlung, dass bis 150 noch okay wäre.

Mein 1,25 war zum gleichen Zeitpunkt bei 42,3 pg/mL (18, 0-78, 0), der eGfr bei 95.

Isst du eigentlich auch genug Protein?
 
Die von laurianna verlinkte Veröffentlichung ist zum Beispiel, nach grobem Überfliegen, soweit ganz gut. Bringt aber genauso diesen unzulässigen und absolut falschen Bruch, den ich mit / hervorhebe:
Mir ist auch aufgefallen, dass die Wirkungen des 1,25 und 25- OH in den Artikeln manchmal nicht eindeutig differenziert werden, doch ich habe auch noch keine wirklichen Belege dafür gesehen, die zeigen, dass 25-OH generell nur immunsupprimierend wirkt.

Da sind viele Prozesse gleichzeitig am Laufen, die man berücksichtigen sollte. Immunmodulierend ja, aber wie gesagt nicht generell supprimierend.
 
mit nur einem nicht zuordbaren Begriff "D3" weitergearbeitet bis die eigentlichen Wirkungen von 1,25-OH-D3 einfach völlig irreführend und falsch dem zugeführten 25-OH-D3 zugesprochen wird
Hast Du eigentlich je versucht, mit einem der Autoren deswegen in Kontakt zu treten? Das könnte doch sehr spannend werden...

Genauso üblich ist der für viele unscheinbare aber entscheidende Sprung zwischen Assoziation und behaupteter Kausalität als fataler Bruchpunkt in den Veröffentlichung.
Diesen Fehler sollte man einfach meiden, das lernen die Studenten doch eigentlich schon in der 1. Statistik-Lehrstunde. Dass das unter Laien oder (leider auch) in der normalen Presse immer wieder passiert, steht auf einem anderen Blatt.

Und: Bitte "Fremdsprachige Zitate [...] zusätzlich soweit auf Deutsch [...] übersetzen, dass der Inhalt grob ersichtlich ist." (Nutzungsbedingungen §4, 4.) Es dürfte einige Leser geben, die englische Texte nicht einfach so lesen und verstehen können.

Hier - übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version):
Vitamin D wirkt auf den Kalzium- und Phosphatstoffwechsel und die Knochenhomöostase ein. Experimentelle Studien haben gezeigt, dass 1,25-Dihydroxyvitamin D (Calcitriol) immunologische Aktivitäten auf das angeborene und adaptive Immunsystem und die Stabilität der Endothelmembran ausübt. Niedrige Serumspiegel von 25-Hydroxyvitamin D (25(OH)D) werden mit einem erhöhten Risiko für immunbedingte Krankheiten wie Psoriasis, Typ-1-Diabetes, Multiple Sklerose und Autoimmunerkrankungen in Verbindung gebracht. Verschiedene klinische Studien beschreiben die Wirksamkeit einer Supplementierung von Vitamin D und seinen Metaboliten zur Behandlung dieser Krankheiten, die zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Bei der Behandlung mit Vitamin D werden unterschiedliche Krankheitsresultate beobachtet, da es große interindividuelle Unterschiede bei der komplexen Genexpression in peripheren mononukleären Zellen des menschlichen Blutes gibt. Es ist jedoch noch immer nicht vollständig bekannt, welcher Serumspiegel von 25(OH)D erforderlich ist. ///// Die derzeitige Empfehlung lautet, die Vitamin-D-Zufuhr zu erhöhen und sich ausreichend dem Sonnenlicht auszusetzen, um einen Serum-25(OH)D-Spiegel von 30 ng/mL (75 nmol/L) und besser von 40-60 ng/mL (100-150 nmol/L) zu erreichen, um den optimalen gesundheitlichen Nutzen von Vitamin D zu erzielen.

Und ist in dem Text nicht schon hier ein Übergang resp. möglicher "Bruch" (Hervorhebungen von mir):
Experimentelle Studien haben gezeigt, dass 1,25-Dihydroxyvitamin D (Calcitriol) immunologische Aktivitäten auf das angeborene und adaptive Immunsystem und die Stabilität der Endothelmembran ausübt. Niedrige Serumspiegel von 25-Hydroxyvitamin D (25(OH)D) werden mit einem erhöhten Risiko für immunbedingte Krankheiten wie Psoriasis, Typ-1-Diabetes, Multiple Sklerose und Autoimmunerkrankungen in Verbindung gebracht.
 
Es werden ständig die Begriffe und die entgegengesetzten Eigenschaften von 1,25-OH-D3 und 25-OH-D3 vermischt.

@Granit

meinst Du zufällig mich damit? Das sind wirklich viele Worte für..??. Und wieso ständig? Ich hätte natürlich an einer Stelle statt "D3" besser "25-Hydroxy-Vitamin-D" schreiben sollen. Aber es sind draußen (jedenfalls bei uns) 30 Grad Celsius und ich habe gedacht, dass das eigentlich klar ist, welche Form von D3 gemeint ist, weil es i.d.R. in der Form von den meisten als NEM konsumiert wird.

Sollte der Ausdruck "25-Hydroxy-Vitamin-D" Dir auch nicht gefallen, laß es mich bitte wissen. Ich lerne gerne dazu.

viele Grüsse
 
Mein D3 war auch schon bei 103, aber das rutschte schnell wieder herunter, nachdem ich ein Tropfen weniger nahm - wieviele Einheiten nimmst du eigentlich tgl.?

Leute mit Autoimmunerkrankungen bekommen sogar die Empfehlung, dass bis 150 noch okay wäre.

Mein 1,25 war zum gleichen Zeitpunkt bei 42,3 pg/mL (18, 0-78, 0), der eGfr bei 95.

Isst du eigentlich auch genug Protein?
Dann bin ich ja beruhigt. Nehme so ca. 4000 Einheiten, vergesse ich manchmal. Esse sehr viel Fleisch, Bio Huhn und Rind, vertrage ich am besten aufgrund von Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Problemen mit dem Darm. LG Sahra
 
Oben