Corona-Impfung-psychische Belastungen

Themenstarter
Beitritt
14.03.07
Beiträge
7.200
Hallo zusammen,

trotz der zurzeit winterlichen Temperaturen gehe ich abends gerne noch einmal zu meiner Lieblingsbrücke, damit mein Kopf und die Gedanken freigepustet werden.
Gestern traf ich dort einen noch ziemlich jungen Mann, Alter schwer einzuschätzen, vielleicht 18 oder etwas älter der nervös geknickt hin- und herlief und man sah ihm im Gesicht, trotz der bereits eingesetzten Dunkelheit, seinen Kummer an.
Wir kamen dann aufgrund eines dort bereits zur Nacht sich mitten auf der Brücke platzierten Schwans ins Gespräch und er erzählte mir dann, dass er morgen eine Verabredung mit seinen Eltern hätte, die Beide gegen die Impfung wären und auch Angst haben, wenn Menschen geimpft sind bzw. erst recht wenn sie frisch geimpft sind und er nicht ein noch aus wusste, ob er ihnen nun die Wahrheit über seine gerade frisch gesetzte Impfspritze erzählen sollte oder doch lieber schweigen. ?

Dieser Thread soll nun für diese oder ähnliche Fälle dienlich sein und selbst ich war nun etwas mit der Wahrheit überfordert, muss ich sagen und hätte mir für ihn nun ganz viele plausible Meinungen gewünscht um gestärkt dem gegenüberzutreten, was auf ihn zukommt.
 
Zuletzt bearbeitet:
wundermittel
Beitritt
10.01.04
Beiträge
70.652
Eine gute und sicher häufige Frage, Kayen :) .
Bei diesem Mann scheint das Verhältnis zu den Eltern schwierig zu sein, ganz abgesehen von der Corona-Pandemie-Situation.
Du schreibst nichts, ob der Mann noch bei seinen Eltern lebt oder nicht. Wenn er noch dort lebt, wird es schwieriger.
Sonst würde ich sagen: die Wahrheit sagen und es darauf ankommen lassen, wie sich die Eltern verhalten.
Wenn er noch dort lebt, würde ich wahrscheinlich lügen und das Thema „Impfen“ vermeiden.
Ich habe es jetzt schon ein paarmal erlebt, daß Menschen nach einer doch eingefangenen Corona-Infektion mit Krankenhausaufenthalt und ohne Impfung ihre Meinung geändert haben.

Grüsse,
Oregano
 
Themenstarter
Beitritt
14.03.07
Beiträge
7.200
Eine gute und sicher häufige Frage, Kayen :) .
Von mir kann ich sagen, Oregano, dass ich im ersten Moment über diese (für mich neue) Konstellation ziemlich verblüfft war und erst einmal meinen Kopf sortieren musste.

Du schreibst nichts, ob der Mann noch bei seinen Eltern lebt oder nicht. Wenn er noch dort lebt, wird es schwieriger.
Halbe, halbe würde ich sagen; in der Woche Studium und Job und am WE fahren sie dann nach Hause zu ihren Eltern.
Zunächst einmal habe ich ihm gesagt, dass er für sich klärt, ob er "selbst" nun völlig hinter der Impfung steht oder nur aufgrund von Schule und Job die Maßnahme gewählt hat. Job hat 2-G Regel.
Dann würde "ich" dieses WE dann nicht zu den Eltern fahren und mich erkundigen, wie lange in diesen Kreisen diese Angst vor frisch Geimpften anhält und die Eltern dann vielleicht nach 14 Tagen mit der Wahrheit konfrontieren.
Ich glaube ja ziemlich fest an die bedingungslose Liebe der Eltern gegenüber ihres Kindes; für mich ist ein Verstoß deswegen so ziemlich unvorstellbar.
 
regulat-pro-immune
Beitritt
18.03.12
Beiträge
8.271
Ich glaube ja ziemlich fest an die bedingungslose Liebe der Eltern gegenüber ihres Kindes; für mich ist ein Verstoß deswegen so ziemlich unvorstellbar.
Liebe Kayen, ich kann nur von mir sprechen und sagen - so ist es! 💞

Deine Brücke gefiel mir schon immer und es scheint ein Ort der Begegnungen zu sein.🦢❤️
Gern hätte ich mich , gerade an solch einem Ort, an eurem Gespräch beteiligt.

Es ist wichtig zu wissen, warum man eine Entscheidung trifft, denn dann kann man gefestigt auftreten, da gebe ich dir recht Kayen und diesen Rat hätte ich ihm auch gegeben.
Ich glaube den jungen Mann hätte ich ermutigt zu den Eltern zu fahren und es nicht vor sich herzuschieben. Aber er sollte auch gewappnet sein, falls es nicht so gut läuft.
Sind die Befürchtungen doch sehr groß, kann auch ein Anruf zur Klärung beitragen.

Liebe Kayen, meine Familie haben die unterschiedlichen Meinungen zu Corona nicht gespalten und seit Jahren zum ersten Mal wieder, sitzen an meinem Geburtstag meine zwei Söhne, der eine geeimpft und der andere ungeimpft zusammen.
Nun, wo sie auch älter geworden sind und es besonders an mir sehen, wird auch ihnen bewusst, dass es viel wichtigere Dinge gibt als Streitereien. Ich bin eine Löwenmama und egal was auch immer mal war, ich liebe sie so wie sie sind und akzeptiere ihre Standpunkte und das wissen sie.

Liebe Grüße von Wildaster und ein schönes Wochenende.🕯️
 
Zuletzt bearbeitet:
Beitritt
29.11.09
Beiträge
836
Hier eine komplett anders gelagerte Konstellation zwischen Eltern und Kind, die den Eltern in Italien aus der Hand genommen wurde. Das Kind ist 2 Jahre alt.

nordbayern/dpa (10.2.2022):
Im Streit um eine Bluttransfusion während einer notwendigen Herz-OP für ein Kind hat ein Jugendgericht in Italien den Eltern einstweilig das Sorgerecht entzogen. Zuvor wollten sie dem Eingriff nicht zustimmen, wenn ihnen die Klinik in Bologna nicht zusichere, dass ihr zweijähriger Sohn im Falle einer Transfusion das Blut von einem Corona-Ungeimpften erhalte.
tagesspiegel/dpa (10.2.2022):
Ein Richter habe festgestellt, dass das vom Krankenhaus in Bologna vorgesehene Blut absolute Sicherheit garantiere, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Dienstag unter Berufung auf den Anwalt der Familie. Der Einwand der Eltern könne damit überwunden werden. Diese begründeten ihre Sorge vor dem Vakzin mit religiösen Motiven. [...] Die Eltern legten der Klinik zu Beginn laut Medienberichten eine Liste mit rund 40 freiwilligen Blutspendern vor, die nicht gegen Covid-19 geimpft sind.

Das dürfte die erste verbindlich festgestellte Garantie zum Thema sein, oder? Ein Krankenhaus in der Haftung, falls (was dem Kind nicht zu wünschen ist) ein Schaden aufträte und dieser Schaden ursächlich dem ggf. "geimpften Blut" zuzurechnen wäre. Warum das Krankenhaus nicht lieber die angebotenenen Blutspenden akzeptiert hat, verstehe, wer will.

PS: Um nicht den 1001.* Corona-Thread zu eröffnen, hab ich es hier eingestellt.
*Oder sollte ich doch lieber an anderer Stelle...?
 
Beitritt
29.11.09
Beiträge
836
Aus Kanada (14.1.2022):
In der kanadischen Provinz Québec hat ein Gericht einem impfskeptischen Vater vorübergehend das Sorgerecht für sein zwölfjähriges Kind entzogen. Es sei nicht im "besten Interesse" des Kindes "Kontakt zu seinem Vater zu haben, wenn dieser nicht geimpft ist und sich in der aktuellen epidemiologischen Situation gegen Gesundheitsmaßnahmen ausspricht", heißt es weiter.

[...] Sein Kind sei jedes zweite Wochenende und für eine Woche in der Ferienzeit bei ihm gewesen. Der Vater beantragte eine Verlängerung der gemeinsamen Zeit über die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel
In einer schriftlichen Erklärung gab der Mann an, sich an die geltenden Corona-Maßnahmen zu halten - er habe lediglich eine skeptische Haltung gegenüber den Impfstoffen. Aufgrund seiner Facebook-Posts zweifelte das Gericht an seiner Glaubwürdigkeit und hob alle Rechte des Vaters bis Februar auf, es sei denn, er entscheidet sich doch noch für eine Impfung.

Der Richter stellte fest, dass die Äußerungen des Vaters auf Social-Media-Plattformen wie Facebook zeigen, dass er sich gegen Impfungen und die geltenden Gesundheitsmaßnahmen ausspricht.
Das zwölfjährige Kind sei laut "Le Devoir" bereits zweifach geimpft.
Der Schutz vor dem Corona-Virus sei aber angesichts der hochansteckenden Omikron-Variante und der Haltung des Vaters nicht gewährleistet. Für den Entschluss des Gerichts war zudem ein weiterer Faktor entscheidend: Die Mutter lebt inzwischen mit ihrem Partner und zwei Kindern unter fünf Jahren zusammen. Da die Impfung in Kanada erst ab dem fünften Lebensjahr möglich ist, sind die beiden Kinder nicht geimpft. Der Richter habe entschieden, dass es unter diesen Umständen nicht im Interesse eines der drei Kinder sei, dass das zwölfjährige Kind seinen Vater zum aktuellen Zeitpunkt sehen kann
 
Beitritt
10.01.04
Beiträge
70.652
Dr. Schmiedl stellt ja immer wieder Videos vor. Dieses hier ist spannend, finde ich:

Corona-Krise – was sagt die Psychoneuroimmunologie?

Endlich durfte ich den bekannten Psychoneuroimmunologen Prof. Schubert interviewen. In diesem 75-Minuten-Video geht es ans Eingemachte. Kein Video für Dünnbrettbohrer, sondern für Menschen, die tiefer bohren und auch über den Tellerrand der Tagespolitik hinausblicken!
 
Oben