CFS als Investmentstrategie

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Hallo

Volkswirtschaftlich (bildungsmäßig meine Heimat), stellt ME/CFS so etwas wie Marktversagen dar. Es ist das klassische Problem mit den externen Kosten: ME/CFS nicht anzuerkennen und nicht zu behandeln kommt weit teurer als das Gegenteil, dennoch geschieht es nicht, denn die Kosten sind ungleich verteilt. Psychologen und Psychiater kostet die Sache gar nichts, im Gegenteil, sie verdienen sogar daran.
Versicherungen wiederum verkaufen ein Produkt, erzielen Umsatz (Prämien) und tragen Kosten. Wirklich interessiert ist die Versicherung freilich an der Differenz - der Gewinnmarge. Macht die Marge 10% aus und die Kosten 90%, so würde schon eine 10%ige Steigerung der Kosten den Gewinn praktisch auffressen. Umgekehrt bedeutet jede Strategie zur Kostenvermeidung durch Leistungsverweigerung eine unmittelbare Gewinnsteigerung. In einem Geschäft das seit Jahrzehnten konstant vor sich hinläuft, in dem es einige Konkurrenz gibt und die Prämien praktisch durch den Markt vorgegeben sind, konzentrieren solche Versicherer ihre Kreativität genau auf diesen Aspekt: die Vermeidung von Leistungen. Es ist praktisch das 1x1 der Gesundheitsversicherung.
Dieser Geschäftsbereich des Versicherungswesens hat freilich noch ein paar Besonderheiten. Dem Versicherten ist es nicht möglich einfach die Versicherung zu wechseln wenn der Schadensfall erst mal eingetreten ist. Bei einer KFZ Versicherung ist das einfach, hier gibt es über die Lebenszeit meist mehrere Versicherungsfälle. Verärgert die Versicherung den Kunden, dann verliert sie ihn. Weiters gibt es im Gesundheitsbereich einen großen Interpretationsspielraum. Wenn ein Auto hin ist, ist es hin. Ein Haus das durch einen Hurrikan zerstört wurde, bedarf keiner näheren Erklärung. Hingegen wäre eine Erkrankung wie CFS erst mal genau zu untersuchen, und das auf Versicherungskosten. Die Versicherung müsste also Untersuchungen bezahlen die dazu führen, dass sie in weiterer Folge noch viel mehr zahlen muss. Kein Wunder, dass das kein boomendes Geschäft ist.
Für den dritten Player, den Staat, stellen sich die Dinge im Prinzip ähnlich dar. Auch er verkauft Versprechen, profitiert aber am meisten davon diese Versprechen nicht zu halten.

Die Frage die sich nun stellt ist, wie könnte dieses Marktversagen neutralisiert werden?
Der naheliegendste Weg wäre zu Gericht zu gehen. Diese Möglichkeit ist in Pseudodemokratien wie Österreich oder Deutschland freilich verbaut, da Sammelklagen unmögich sind, Schadenersatzansprüche nicht gewährt werden und die Justiz nicht unabhängig ist. In den USA sollte es zwar prinzipiell möglich sein, das wissen die dortigen SHGs aber wohl besser als ich. Wenn der Zusammenhang XMRV / CFS aber erst mal unstrittig ist, könnte sich hier noch was tun.
Eine sehr charmante Möglichkeit ist mir aber kürzlich eingefallen. Die Versicherungsbranche könnte, wie oben schon erklärt, in ernste Bedrängnis geraten wenn ME/CFS entsprechend anerkannt wird. Ein Spekulant der das ahnt könnte daraus enormen Profit schlagen - in dem er entsprechende Aktien, bzw. gleich die ganze Branche shortet (also auf fallende Kurse setzet). Bei solchen Investmentstrategien wird gerne doppelgleisig gefahren. Einerseits positioniert man sich für die erwartete Kursentwicklung, andererseits hilft man den Dingen ein wenig nach, prügelt auf den Kurs ein.
Nehmen wir einen Hedge Fond, der sagen wir 10 Mrd Dollar investiert (Anm: shorten bringt zunächst mal Geld, 10 Mrd wären für die Risikoabdeckung) um auf einen Gewinn von beispielweise 50 Mrd zu speulieren, so wäre es nur vernünftig auch 1-2 Mrd in die Forschung bzw. CFS Awareness zu investieren. Zeitgleich wäre es freilich auch noch sinnvoll auf steigende Kurse bei entsprechenden Pharmaunternehmen zu setzen.

Die Frage ist nur wie bringt man das an den Mann? Ich bin mir ziemlich sicher, dass es Spekulanten gibt die eine solche Möglichkeit gerne beim Schopf packen würden, nur inserieren die natürlich keine Ideensuchanzeigen.

Vielleicht gibt es hier ja noch andere Ideen wie man das Marktversagen neutralisieren könnte...

lg.
 
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09.09.08
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Wuhu,
...
Die Frage ist nur wie bringt man das an den Mann? Ich bin mir ziemlich sicher, dass es Spekulanten gibt die eine solche Möglichkeit gerne beim Schopf packen würden, nur inserieren die natürlich keine Ideensuchanzeigen.

Vielleicht gibt es hier ja noch andere Ideen wie man das Marktversagen neutralisieren könnte...

lg.
sehr gute Idee!
:)

und nein, keine Idee meinersteits - da steig ich leider ob meines Wissens aus... :D

Ich befürchte leider, dass die aktuellen System-"Beherrscher" sich nichts madig machen lassen wollen und schon danach trachten, eine Begleiterscheinung als Ursache - wieder Mal - zu deklarieren respektive dies zu lassen und mit bereits vorhandenen - angeblichen - Linderungsmitteln weiterhin abzucashen bzw noch die eine und andere Dividende zu erhöhen...
:mad:

schließlich gibts bei weitem mehr CFS-ymptomatiker als HIV-positive... ;)
 

castor

Hallo Leitwolf,

die Idee ist kreativ, hat aber einen Haken. Wenn man von Marktversagen spricht, muß man sich zuerst vergegenwärtigen, wie der Begriff Markt definiert ist: Das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage.

Der Gesundheitsmarkt ist in diesem Sinne überhaupt kein Markt, weil beide Seiten von ein und demselben Organ dominiert sind. Theoretisch wäre idealerweise die Gesamtheit der Kranken die Nachfrageseite und der Apparat des Gesundheitssystems (Ärzte und ihre Kammern, die KV, der Gemeinsame Bundesausschuß, die Versicherer – GKV und Private – sowie die Pharmabranche, um nur die wichtigsten Interessenverteter zu nennen) die Angebotsseite. Nun richtet in einem Markt üblicherweise die Angebotsseite ihre Leistungen an dem Bedarf der Nachfrageseite aus. Nicht so in dem hier betrachteten Fall. Denn leider ist die Nachfrageseite faktisch inexistent, weil die Angebotsseite die Macht über den Bedarf gleich mit übernommen hat. Das Gesundheitssystem definiert was Krankheit ist (CFIDS ist eingebildet, somatoform), wer krank ist und wie ihm geholfen wird. Dies geschieht unter der Prämisse, dass den Mitgliedern des Gesundheitssystems immer der größtmögliche Profit zufällt und nicht anhand der Bedarfsstruktur. Alle Gruppierungen sind sich dabei einig, das ist die Krux!

Möglich ist dies aufgrund undemokratischer, nicht nach rechtsstaatlichen Prinzipien verteilter, asymmetrischer Macht. Das stärkste Sanktionsinstrument ist in diesem Spiel die Institution Ärztekammer. Hier wird nicht nur über Ausbildungsrichtlinien befunden. Nein, jeder Arzt hat sich sein ganzes Berufsleben lang den Vorschriften dieses öffentlich-rechtlichen Organs zu unterwerfen. Über die Zwangsmitgliedschaft wird er nicht nur unfreiwillig in dieses Korsett gezwungen, er muß sich darüber hinaus noch an den rein pekuniären Interessen folgenden Berufsordnungen orientieren; egal ob er damit seinen persönlichen, moralisch-ethischen Maßstäben gerecht wird oder nicht. Dies geht so weit, dass viele Ärzte lieber gegen Strafrecht verstoßen, als sich den Anordnungen ihrer „Herrn“ (den Ärztekammern) zu widersetzen. Bspw. ist die Furcht vor Berufsgerichtsverfahren durch die Ärztekammer im Falle unerwünschter Erregerdiagnostik (z.B. HHV-6 bei Herzinsuffizienz - XMRV wird noch dasselbe Schicksal treffen!) größer als die Furcht vor dem Staatsanwalt; immer nach der Devise „Augen zu und durch“, korrekt auf der Kriechspur des vorauseilenden Gehorsams bleibend. Grund: käme es zu einem Strafverfahren, würde ihn ein linientreuer Vasalle der Ärztekammer als Gutachter (Mietmaul) schnell aus der Misere „raushauen“. In einem Berufsverfahren der Kammer wäre er jedoch der totalen Willkür mit existenzbedrohenden Folgen ausgeliefert.

Das Thema würde ein ganzes Buch füllen. Um jedoch wirklich einen Regelmechanismus nach marktwirtschaftlichen Prinzipien in Gang zu setzen, bedürfte es zuerst der Zerschlagung des machtmißbrauchenden Systems. Hieran hängt ja auch die ganze hochstilisierte und verlogene Finanznot. Stünden nicht Verteilungskämpfe im Vordergrund, sondern Behandlungskonzepte, dann hätten wir bessere Medizin für weniger Geld. Die Debatten werden auf dem falschen Feld ausgefochten, weil die Leistungsseite stets tabu ist.

Resumée: Ein Markt, der nicht existiert, kann nicht versagen. Den Markt erst einmal zu schaffen, wäre die vordringlichste Aufgabe. Dann, und nur dann hätte die Investmentstrategie Erfolgsaussichten und wäre vielleicht sogar ein Selbstläufer.

Grüsse!
 
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Wenn der Zusammenhang XMRV / CFS aber erst mal unstrittig ist, könnte sich hier noch was tun.

lg.
Es gibt doch schon lange Anleger, die sich mit nichts anderem und Börsenseiten, die sich hauptsächlich mit Pharmawerten beschäftigen.
Weshalb der Aufmerksame schon im März 2008 beim japanischen Lizenzhersteller von Roche für Tamiflu lesen konnte, dass der seinen Aktionären für 2009 eine Umsatzsteigerung von Tamiflu um 531% angekündigt hat.:D Wie der das wohl da schon wissen konnte?

Mich würde es nicht wundern, wenn die Aktien der betreffenden Firmen (welche Medikamente beim XMRV helfen sollen und wer die Hersteller sind, kann man ja schon bei wikipedia nachlesen) schon gestiegen wären.
Da braucht es doch nur ein paar geschönte Studien und schon wird ein Mittel, dass nur 3% geholfen hat zur Standardmedikation. https://www.symptome.ch/vbboard/ges...er-medikamentenfaelschungen-2.html#post440360
Traue keiner Studie, die Du nicht selbst gefälscht hast.:)))

Ansonsten Leitwolf möchte ich dir aber dennoch teilweise widersprechen.
Wenn es Mittel gäbe, die sich bei CFS (nach Ausschluss der diversen möglichen anderen Erkrankungen) überhaupt in einem signifikanten Bereich als hilfreich herausgestellt hätten, dann würden nicht nur sofort grosse Werbeaktionen der Pharmahersteller anlaufen (denn für Werbung geben diese weit mehr Geld aus als für Forschung), sondern alle CFS-Erkrankten würden mit Sicherheit schon lange mit diesen Mitteln versorgt werden, da sich die Schulmedizin dem Druck durch die massiven Werbeaktionen gar nicht entziehen könnte.

Dass sich das antivirale Mittel Aciclovir und die Stärkung des Immunsystems z.B. als nicht hilfreich erwiesen haben, deutet mMn. eigentlich darauf hin, dass auch das XMRV keine wirkliche Bedeutung hat.:cool:

Das grösste Problem scheint mir zu sein, dass man auch in den aktuellen internationalen Vorgaben (hin zum ICD-11) lesen kann:
Depression sollte ebenfalls ausgeschlossen werden, da 80% der Fälle von ungeklärter Erschöpfung tatsächlich einer Depression entsprechen.
Orphanet: Chronic fatigue syndrome Chronic fatigue immune dysfunction syndrome
Vor dem Hintergrund, dass Depressionen einen Menschen sogar vollkommen ans Bett fesseln können, ist schulmedizinisch gesehen sogar nachvollziehbar das Psychopharmaka international das Mittel der Wahl sind, wenn es keine körperlichen Befunde gibt.

Mir scheint es durchaus wahrscheinlich, dass bei CFS Gifte und Gentechnik (auch in Medikamenten) die Hauptrolle spielen und Pharmaka höchstens für noch mehr Vergiftung sorgen und deshalb wenig hilfreich sind.:eek:)

Zur Gentechnik mal eine ältere Meldung
Für das vorsichtige Vorgehen bei Genfood spricht unter anderem der Befund des australischen Forschers Thomas Higgins von der Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation in Canberra. Er berichtete im Februar von einem beunruhigenden Tierversuch: Er übertrug ein Protein von Bohnen auf Erbsen, damit diese sich gegen einen Fraßfeind, die Larve des Gemeinen Erbsenkäfers, wehren können. Das funktionierte zunächst ganz gut. Doch bei Feldmäusen, die sich an den Generbsen labten, trat eine schwere Lungenkrankheit auf. Irritierenderweise blieben jene Mäuse gesund, die Bohnen und damit dieselben Larvenkiller-Proteine gefressen hatten. Die Erklärung: In den Erbsen hatte das Bohnenprotein eine neue Form angenommen – und so allergische Reaktionen bei den Mäusen ausgelöst.
Meiner Meinung nach ist es wie immer. Der Mensch spielt Gott und weiß eigentlich gar nicht, was er da wirklich tut.:cool:

Es ist wohl eher ein Zeichen für die Resistenz des Menschen, dass wir trotz all dieser Gifte immer älter werden, dabei nur um die 20% chronisch krank sein sollen und die Bevölkerung trotzdem immer weiter zunimmt.:rolleyes:
 
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Tja .. ich schätze manche Leute wissen ganz genau was sie tun, sie haben bloß keine Skrupel.
 
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Hallo castor

Ich find das schön wenn du als offenkundiger Insider mal so offen über das System sprichst. Ich kann aus meinen eigenen Quellen (ich kenne ein paar Ärzte persönlich) nur bestätigen dass das in der Tat so ist.

Dass jedoch ein solches System von seinen Mitgliedern letztlich getragen wird, sagt allerdings auch sehr viel über die Ärzteschaft und den Selektionsprozess aus. Freiheitsaffine, selbstständig denkende Menschen werden sich eher selten für diesen Beruf entscheiden. Es handelt sich eher um einen Beamtenapparat in weiß. Nach einem langen Studium folgt erst mal das Unterordnen in einer Klinik. Nicht die Patienten bereiten da sorgen, sondern der Chef, die Intrigen unter Kollegen, die Streiterein mit den Schwestern und die Dienstzeiten. Wenn da ein Patient auch noch lästig ist, dann ist das Fass längst übergelaufen. Solchermaßen sozialisiert hofft der Arzt dann irgendwann dem Druck doch endlich zu entkommen, in Form einer leitenden oder selbstständigen Position mit natürlich viel Geld, denn deshalb ist er schließlich Arzt geworden. Alles andre spielt da längst keine Rolle mehr.

Beispiele gefällig?
Vor ein paar Wochen verstarb eine ältere Frau in Folge eines Unfalls. Ich sprach am Abend mit einem der behandelnden Ärzte, der zu meinte „heut war ich richtig froh dass die Alte abgek***** ist. Alle nerven so, jetzt ist wenigstens eine weniger“.

Oder eine kleine Geschichte aus einem Landeskrankenhaus. In der Geriatrie verstarb dort kürzlich eine ältere Frau (ja, soll vorkommen). Eine andere schilderte meiner Mutter was geschehen war. Die Frau wurde gegen 11h Nachts noch zum Baden geholt. Kurz darauf ging die Schwester mit einem Becher mit einer beißend chemisch riechenden Substanz über den Gang direkt in den Baderaum. Eine Stunde später erfuhr die berichtende Dame vom plötzlichen Ableben ihrer Freundin. Sie meinte noch in der Geriatrie seien so viele die gar nicht sterben müssten..

Ja, es geht wild zu im Gesundheitswesen, der Rechtsstaat ist aufgehoben. Ich kenne übrigens auch einen Doktor der Pharmazie, der in leitender Position in einem Pharmaunternehmen arbeitete. Es ist offenbar völlig normal Ärzte am Medikamentenumsatz partizipieren zu lassen. Das lauft nicht nur über Schulungen oder Konferenzen an schönen Urlaubsorten, sondern beispielsweise auch über Pseudostudien für die Ärzte dann vom Pharmakonzern bezahlt werden können.

Da sich jeder selbst der nächste ist, läuft das System dennoch stabil. Keiner packt aus, niemand verschwört sich mit Kollegen um das System zu stürzen. Stattdessen regt sich vielleicht ab und zu das Gewissen, der Arzt murmelt was vor sich hin, und macht weiter wie bisher. Da soll noch einmal einer Fragen wie der Holocaust passieren konnte und wieso niemand was wissen wollte...
 

castor

Gäbe es ein Mittel gegen CFIDS, dann würde es nie die Chance bekommen, Marktreife zu erlangen. Wer schlachtet schon eine gute Milchkuh? Die Interessenvertreter des Gesundheitssystems sind auch nicht viel dümmer als Bauern! Nur Kranke sind in diesem Sinne profitabel. Studien werden verhindert oder bis zur Unkenntlichkeit verbogen. Wer ausschert, wird kriminalisiert und psychiatrisiert.

Bei der Behandlung von CFIDS geht es nicht um eine Stärkung des Immunsystems, sondern um dessen Modulation. Wer diesen grundlegenden Unterschied nicht begreift, hat den ganzen Symptomkomplex nicht begriffen. Aus diesem Grund existiert auch nicht das Mittel schlechthin. Jeder hat sein eigenes CFIDS mit seinen individuellen Informationsstörungen, hervorgerufen durch einen bestimmten Erreger-Pool, Umweltbelastungen, genetische Prädisposition und Mangel an Biostoffen – um die wichtigsten Faktoren zu nennen. Einem Fingerabdruck ähnlich gibt es keine zwei identischen Fälle und folglich ist die erfolglose Jagd nach dem Medikament (Aciclovir, Ampligen oder was gerade in Mode ist) ohne jede Beweiskraft.

CFIDS ist, gleichermaßen wie alle anderen 70 % chronischer Erkrankungen unbekannter Ätiologie, durch eine Vermessung des Immunsystems diagnostizierbar. Der Beweis sollte 1994 durch Gutachten im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen erbracht werden. Sabotiert wurde die Realisierung der Gutachten zunächst durch die Ärztekammer Nordrhein. Später veranlasste der Vorstand der Mannheimer Krankenversicherungs AG eigeninitiativ, dass es doch zur Begutachtung durch Prof. G. Opelz und Prof. R. v. Baehr kam. Die positiven Ergebnisse kehrte man jedoch schleunigst unter den sprichwörtlichen Teppich. Denn CFIDS hat Modellcharakter für alle chronischen Erkrankungen und seine Anerkennung würde einen Dammbruch der facharztfixierten, organ- und symptomorientierten Behandlung darstellen. HIV muß inoffiziell als Immunschwächekrankheit eine Ausnahmeerscheinung bleiben; einen zweiten „Fehler“ dieser Art will sich das System (weltweit) nicht erlauben. Nur das ist der Grund, warum es angeblich keine körperlichen Befunde gibt. Es gibt sie nicht, weil sie nicht erlaubt sind!

Eigens zu diesem Zweck hat man seitens der Ärztekammern den Etikettenschwindel betrieben, jeden Internisten als Immunologen auszuweisen. Diese Unfähigen garantieren als „Torwächter der erlaubten Medizin“, dass keine verräterischen Befunde erhoben werden. Mit diesem „Vakuum“ soll die gerichtlich bestätigte Versorgungslücke (LG Düsseldorf, AZ.: S 9 KR 59/05, Urteil vom 02.02.2006) öffentlichkeitswirksam gestopft werden. Viel zu viele fallen darauf rein. Wieder ein Kapitel menschenverachtenden Machtmissbrauchs!

Last but not least: Depressionen sind keine eigene Erkrankung, sondern ein logischer Bestandteil der Immunschwächekrankheit CFIDS. Logisch deshalb, weil Informationsstörungen auf immunologischer Ebene innerhalb und zwischen Zellen eng mit Botenstoffen zusammenhängen und die Rezeptoren in weiten Bereichen der neuroimmunologischen Achse gleich sind. Psychische Auffälligkeiten sind nicht nur eine Folge des gestörten Immunsystems, respektive der gestörten Information, und physiologisch erklärbar, sondern sie verschwinden auch, sobald die Immunkompetenz wieder hergestellt ist. Depressionen sind somit erregerinduziert und ursächlich behandelbar. Psychopharmaka (und Psychotherapien) sind nur das Mittel der ersten Wahl für die wirtschaftlichen Profiteure. Für den Patienten stellen sie genaugenommen eine Körperverletzung dar!

Grüsse!
 
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Wuhu,
und
danke, wie formvollendet Du meine Gedanken zum Thema und vieles darüber hinaus ausdrücken kannst :)

obwohl es ja eine "traurige" G'schicht ist :traurig:


... einen zweiten „Fehler“ dieser Art will sich das System (weltweit) nicht erlauben. Nur das ist der Grund, warum es angeblich keine körperlichen Befunde gibt. Es gibt sie nicht, weil sie nicht erlaubt sind!
...
Aber könnte es denn nicht auch sein, dass viele (schwerste) CFS-ymtomatiker eigentlich an AIDS leiden - nur leider (oder besser gottseidank) keine HIVn nachweisbar sind...
:idee:

Zumindest hamse aber was in der Schublade, was wieder einen ähnlichen Branchen-Zweig öffnet... für viele neue bzw weitere Umsatzmilliärdchen... und eventuell neu geschaffen (Pflege-) "Arbeitsplätze"...
:mad:
 

castor

Wuhu,
unddanke, wie formvollendet Du meine Gedanken zum Thema und vieles darüber hinaus ausdrücken kannst :)

Danke für die Blumen! :fans:

Aber könnte es denn nicht auch sein, dass viele (schwerste) CFS-ymtomatiker eigentlich an AIDS leiden - nur leider (oder besser gottseidank) keine HIVn nachweisbar sind...

Damit triffst Du den Nagel auf den Kopf! :klatschen Wenn man CFIDS durch die Brille eines Immunologen betrachtet und entsprechende Vermessungen vornimmt, dann zeigt sich tatsächlich dieses Bild. (Dr. A.H. aus Düsseldorf hat vor vielen Jahren schon den Begriff non-HIV immune deficiency syndrome einführen wollen.)

Was letztendlich überwunden werden muß ist das Denken in und das Behandeln von Diagnosen. Wer das Immunsystem untersucht und behandelt, der schaut so tief in die Ursprünge chronischer Erkrankungen - CFIDS und AIDS sind nur die Spitze des Eisbergs, Dein Gedanke ist noch viel weitreichender! - dass diese Kategorien überflüssig sind, ja, das ganze Lügengebäude der Leitlinien und Richtlinien und vor allem das System der Fachärzte zum Einsturz käme. Hier schlummert ein Wissen, das die symptomunterdrückenden Therapien als Körperverletzung demaskiert. Für die Gesundheitsmafia eine Zeitbombe!

Grüsse!
 
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Wuhu,
und OHA, und das nun von Dir (schwarz auf weiß) zu lesen ;) :bier: :D
Du hast mich glaube ich immer noch nicht verstanden. Wenn ich geschrieben hatte, dass Stress, Kummer, Ärger etc. den Körper und damit das Immunssystem schwächen und sich aus dieser Schwäche heraus die schlimmsten Krankeiten unterschiedlichen Ursprungs entwickeln können, da der Körper dann einfach ohne viel Widerstand erobert/unterwandert werden kann (insbesondere wenn wir ihn nicht gut gewartet haben) und dann bei vielen auch das Immunsystem verrückt spielt, dann ist das ein bekannter Mechanismus, den man nun mal im Ursprung psychosomatisch nennt.

Dieser Mechanismus hat aber nichts mit psych. Erkrankungen oder damit zu tun, dass sich später bei einem Kranken durch das Leid verständlicherweise Depressionen einstellen können, sondern nur damit, dass wir Menschen sind.

Das widerspricht auch in keinster Weise dem vor Geschriebenen bzw. der Tatsache, dass unterschiedliche Menschen dann auf unterschiedliche Stoffe/Gifte und Erreger (aber auch körpereigene oder natürliche) Substanzen reagieren können und reagieren.

Wären es Toxine alleine müssten mMn. alle Menschen gleichmaßen an den Folgen von Toxinen leiden und chronisch krank sein und nicht nur vergleichsweise wenige von insgesamt ca. 20% chronisch Kranken (von denen die meisten alte Menschen sind).

Psyche und geistige Einstellung und der dadurch bedingte Umgang mit einer Krankheit spielen aber immer und bei jeder Krankheit eine wichtige Rolle, ob das passt oder nicht.

Ganz abgesehen davon, dass international angegeben wird, dass 50% aller CFSler nach 5 Jahren geheilt sind.
Nur, dass man dann eben genau so wenig weiß, warum und wodurch sie geheilt wurden, wie man vorher weiß, warum sie krank wurden.

Wäre ich Du, dann würde ich mit keine Gedanken um XMRV machen, sondern mich für die online gestellten Krankheitsgeschichten derer interessieren, die nach CFS wieder gesund sind.:wave:
 

castor

Du hast mich glaube ich immer noch nicht verstanden. Wenn ich geschrieben hatte, dass Stress, Kummer, Ärger etc. den Körper und damit das Immunssystem schwächen und sich aus dieser Schwäche heraus die schlimmsten Krankeiten unterschiedlichen Ursprungs entwickeln können, da der Körper dann einfach ohne viel Widerstand erobert/unterwandert werden kann (insbesondere wenn wir ihn nicht gut gewartet haben) und dann bei vielen auch das Immunsystem verrückt spielt, dann ist das ein bekannter Mechanismus, den man nun mal im Ursprung psychosomatisch nennt.

Seltsamerweise werden Kranke wieder gesund - auch seelisch -, wenn das Immunsystem mittels physiologischer Behandlung in die Balance zurückgeführt ist.

Dies ist ein eindeutiger Beleg, dass der Mechanismus nicht in der Form funktioniert, wie ihn das System, das tausendfach chronisch Kranke und psychisch Stigmatisierte produziert, so gerne darstellt. Beseitigung der gravierendsten Erreger, Zuführung von Biostoffen zur Stärkung der Mitochondrien und Gabe von Immunmodulatoren ist der Königsweg.

Psychopharmaka und Verhaltens-/ Gesprächstherapien haben noch kein Immunsystem wieder flott gemacht. Wie auch, meine Viren sind nicht empfänglich dafür, von einem gestörten Esotheriker zugequatscht zu werden. Und da beißt die Maus keinen Faden ab: das sind doch die Lösungsvorschläge, mit denen CFIDSler nach einem teuren, zeitraubenden, entnervenden Facharztmarathon in aller Regel abgespeist werden. (Vorsicht: krankmachender Stress! :schock:)

Wir haben es hier mit Kristallkugelmedizin zu tun, in einem Zeitalter, in dem die Molekularbiologie, Virologie und Immunologie valide Meßwerte und Lösungsansätze anbietet.

Ich will Körper und Geist überhaupt nicht trennen. Aber es ist kriminell, wenn die Psycho-Fuzzis meinen, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen. Ihre Spekulationen, die jeglicher valider Messwerte entbehren, können dem Vergleich nicht standhalten. Daher wird moderne Medizin unter Androhung von Strafen größter Härte willkürlich verboten. Letzendlich wird durch die Lobbyisten der Blick auf die wahren Ursachen von Krankheit verschleiert und der Patient um sein Wahlrecht Staatsmedizin vs. moderne Medizin betrogen.

Grüsse!
 
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18.11.09
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Für das, was das System daraus macht, kann aber ich doch nichts.:rolleyes:

Ich bin vielmehr absoluter Gegner von Psychopharmaka und grosser Anhänger des Antipsychiatrieverlags, insbesondere von Peter Lehmann.
Habe auch schon einige entsprechende Beiträge gepostet, wie https://www.symptome.ch/vbboard/ads...iedene-aspekte-methylphenidat-ritalin-nw.html oder https://www.symptome.ch/vbboard/psy...ngen-folgen-verschiedenen-psychopharmaka.html
Ich finde es nachgerade kriminell, was in Sachen Psychopharmaka weltweit abläuft und könnte gar nicht so viel kotzen, wie ich das übel finde.:mad:

In keinem Bereich kann man besser sehen,
-wie sie im Blinden stochern und mit irgendwelchen Hypothesen und Annahmen arbeiten, obwohl sie keine Ahnung haben.
-wie skrupellos mit hochgefährlichen und krankmachenden Substanzen gearbeitet wird.
-wie weit die Medizin wirklich ist, denn sie schmeißen nur Bomben ins Gehirn, um es lahmzulegen und erzählen dann was von selektiver Wirkung.
-wie amerikanische Skandalmedikamente hier unter anderen Namen in grossem Stil unbeirrt weiter verschrieben werden.
-wie massiv Studien gefälscht werden.
-wie wenig Konsequenzen auf das Verschreibungsverhalten es hat, wenn gefälschte Studien in diesem Bereich öffentlich bekannt werden. Nämlich gar keine.
-wie diese Medikamente Millionen und Abermillionen an Kranken und Abhängigen erzeugen.
-wie sinnlose Therapien unter genehmigtem Psychopharmaka=Drogeneinfluss gemacht werden.
-wie schon seit Jahrzehnten bekannte negative Folgen von Medikamenten unter den Tisch gekehrt werden und dann immer mal wieder sporadisch das eine oder andere Ergebnis in den einschlägigen Medien (wie Ärztemagazinen) als neues Studienergebnis veröffentlicht wird, als hätten sie es gerade neu entdeckt. Ja, meinen die, wir sind alle Idioten.:mad:

Ich halte insbesondere die Ansätze der Orthomolekularmedizin für hochinteressant, habe u.a. die Erfolge von Lealee und Asiate gelesen, und sie auch schon selbst in Beiträgen empfohlen.
Aber es gibt auch pflanzliche und hömöopathische Mittel, mit denen man hier sehr viel erreichen kann.

Und ja, ich gebe dir absolut Recht das es eine Schweinerei ist, dass Menschen das selbst zahlen müssen und es bis auf wenige Ausnahmen selbst wenn man dadurch gesund wird den zuständigen Stellen allenfalls ein Schulterzucken entlockt.:eek:)
Und ja, ich gebe dir absolut Recht das es eine Schweinerei ist, dass gleichzeitig ohne jeden Widerspruch und bei voller Kostenübernahme schulmedizinisch Medikamente für viele hundert (oder auch tausend) Euro bezahlt würden.

Nur glaube ich eben nicht besonders an Messwerte. Das sind Bestandteile der Technik, die sich im Einzelnen beim Menschen nicht zwangsläufig bestätigen, sondern nur ein kleiner Ausschnitt des komplexen Ganzen sind.
So weiß man z.B. schon seit Jahrzehnten durch eine damalige Untersuchung nach einem Krankheitsausbruch in GB, dass die Höhe des Antikörpertiters keinerlei Einfluss darauf hatte, ob ein Mensch erkrankte oder nicht.:cool:
 
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09.09.08
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Wuhu,
Du hast mich glaube ich immer noch nicht verstanden. ...
anscheindend - wie Du Dir nun von Beitrag zu Beitrag (auch threadübergreifend) gegenüber anderen, wzB meinen, widersprichst - gar nicht wirklich möglich... :sleep:

Wäre ich Du, dann würde ich mit keine Gedanken um XMRV machen, sondern mich für die online gestellten Krankheitsgeschichten derer interessieren, die nach CFS wieder gesund sind.
Und noch ein "netter" - aber umso gewaltigerer - Schlag... mitten rein (wohin auch immer) :mad:
... Und ja, ich gebe dir absolut Recht das es eine Schweinerei ist, dass Menschen das selbst zahlen müssen und es bis auf wenige Ausnahmen selbst wenn man dadurch gesund wird den zuständigen Stellen allenfalls ein Schulterzucken entlockt.:eek:)
Und ja, ich gebe dir absolut Recht das es eine Schweinerei ist, dass gleichzeitig ohne jeden Widerspruch und bei voller Kostenübernahme schulmedizinisch Medikamente für viele hundert (oder auch tausend) Euro bezahlt würden...
Schön langsam wirst Du echt mühsam... :schlag:
(Vorsicht: krankmachender Stress! :schock:)
:schock::schock::schock:
 
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Belcanto

Psyche und geistige Einstellung und der dadurch bedingte Umgang mit einer Krankheit spielen aber immer und bei jeder Krankheit eine wichtige Rolle, ob das passt oder nicht.

Ganz abgesehen davon, dass international angegeben wird, dass 50% aller CFSler nach 5 Jahren geheilt sind.

Das behauptet vielleicht die britische Psychiaterlobby, ernsthafte Zahlen sehen da ganz anders aus. Es wird von einer vollständigen Erholungsrate zwischen 2 und 12 % ausgegangen.

Zu der vielzitierten "Wirkungslosigkeit" von antiviralen Medikamenten kann ich nur auf die kürzlich veröffentlichte Langzeitstudie von Dr. Lerner verweisen.

Auch eine Besserungsrate von über 30% kann man wohl kaum als unwirksam bezeichnen bei einer Krankheit wie CFS.

Ein wenig informieren wäre bei diesem ernsten Thema schon angebracht meiner Meinung nach. Und nicht unreflektiert die "Gegenstudien", die sofort jeder ernsthaften Studie folgen, und die von Versicherungsunternehmen und Psychiaterlobby mit "chronisch müden" Patienten durchgeführt werden.

Und noch ein Hinweis: Nicht jeder der im Internet behauptet, von CFS genesen zu sein, hatte auch CFS. Schon gar nicht wenn er anschließend sein Heilungsprogramm verkaufen möchte. Ein wenig Skepsis ist da nur gesund.
 
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Das behauptet vielleicht die britische Psychiaterlobby, ....
:D Nein.

Orphanet als Organisation, die mit der WHO zusammen den ICD-11 erabeitet
About 50% of patients recover within the first five years after experiencing the initial symptoms of the disease.
und das CDC in seinem Artikel The Demographics of CFS von 2009.
Approximately 50% of patients reported “recovery,” and most recovered within the first 5 years after onset of illness.
 

Belcanto

:D Nein.

Orphanet als Organisation, die mit der WHO zusammen den ICD-11 erabeitet und das CDC in seinem Artikel The Demographics of CFS von 2009.


Die CDC arbeitet eng mit der genannten britischen Psychiatertruppe zusammen und hat seit 20 Jahren nichts besseres zu tun, als die CFS-Definition zunehmend zu verwässern, wodurch sich auf einen Schlag die Zahl der angeblich Betroffenen vervierfacht hat. Die jetzige Definition der CDC hat mit dem, was ursprünglich als ME gut dokumentiert war rein gar nichts mehr zu tun.

Ich werde mich aus diesem Thema wieder verabschieden, weil hier so beharrlich Falschinformation verbreitet wird, mir blutet das Herz für jeden der sich hier über CFS informieren möchte.
 
Beitritt
09.09.08
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Gäbe es ein Mittel gegen CFIDS, dann würde es nie die Chance bekommen, Marktreife zu erlangen. Wer schlachtet schon eine gute Milchkuh? Die Interessenvertreter des Gesundheitssystems sind auch nicht viel dümmer als Bauern! Nur Kranke sind in diesem Sinne profitabel. Studien werden verhindert oder bis zur Unkenntlichkeit verbogen. Wer ausschert, wird kriminalisiert und psychiatrisiert.

Es war in diesem Thread interessant festzustellen, wie sehr jeder in dem ihm vorgegebenen Rahmen blieb. Wir wäre es denn mal diesen "kleinkarrierten" Rahmen zu sprengen ?

Wir haben doch nun schon die "definierten Fälle" die nach Fallziffern abgerechnet werden und für deren Behandlung der Arzt auch eine Chronikerpauschale bekommt ... Nunja und wie wäre es denn, wenn wir im "Versicherungsfall" dem Patienten (und nicht dem Arzt) diese "Pauschale" auszahlen würden, damit er selbst entscheiden kann wie er das Geld am besten einsetzt ?

Informiert er sich über seine Krankheit schlecht (Motto: Ich vertraue da ganz auf meinen Arzt), dann wird er noch kranker und bekommt deswegen auch keine höhere Pauschale. Informiert er sich gut, sucht sich die besten Heilmethoden heraus und meidet schlechte Ärzte, dann gehts ihm bald besser. Nur so wird wieder Verantwortung an den Versicherten zurückgegeben, da der beim Händler nach dem besten Angebot suchen muß. Schon bald wird es "Stiftung Warentest" für Medizinleistungen geben, mehr Heilillustrierte am Kiosk wie Computerzeitschriften und schon muß sich das Angebot wieder der Nachfrage anpassen. (sonst veranstaltet Neckermann Kaffefahrten zum zahnarzt nach Bukarest) Ein kleiner Schritt für den Gesetzgeber, aber ein Erdbeben für den korrupten Gesundheitsmarkt.
 
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18.11.09
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Würde mich trotzdem interessieren wo Du die 30% hernimmst, Nina?

Diese Studie wurde, wie schon die von Montoya unter bestimmten Bedingungen viraler Belastung erstellt und die Patienten dementsprechend genauestens ausgewählt und mit einer viralen Langzeittherapie behandelt.
Die mittlere Dauer der antiviralen Therapiegruppe A CFS-Patienten betrug 2,4 Jahre.
PS: Das Ergebnis der von dir geposteten Studie lese ich entschieden anders als Du.
Ergebnisse und Schlussfolgerungen:
Die Gruppe A Herpesvirus CFS-Patienten (keine Koinfektionen) kehrten in ein nahezu normales bis normales Leben (P = 0,0001) zurück. (Das waren 74,5% der Gruppe A oder 79 der 106.)
Gruppe B CFS-Patienten (plus Herpesvirus Koinfektionen) hatten weiter CFS.
https://www.co-cure.org/Lerner.pdf
Es gab keine Zuschüsse oder pharmazeutischen Beteiligung an dieser Forschung. Drs. Lerner, Beqaj und Fitzgerald haben finanzielle Interessen an CFS LLC, welche Patente für die Diagnose und die Behandlung von CFS mit antiviralen Wirkstoffen besitzt.

Nicht erwähnt ist, dass dieses Medikament schwere bis tödliche Nebenwirkungen bereit hält.

Virale Langzeittherapien scheinen in den USA bei einigen Ärzten eh schon länger üblich zu sein. Erst letztens habe ich von einem vorgesehenen 6jährigen Behandlungsrahmen mit Hochdosistherapie gelesen.
Schon geistert wie bei AB die Resistenzfrage gemeinsam mit der Frage nach dauerhaften Zellschädigungen durchs Netz.:cool:
 
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