Blässe, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsprobleme etc.

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Hallo,

ich bin 24 Jahre alt und leide seit einigen Jahren an unterschiedlichsten Symptomen, wobei die Entwicklung der Symptome schleichend von statten ging. Die Symptome waren nicht alle von Anfang an da, sondern es kamen mit der Zeit immer weitere hinzu.

Zu meinen Symptomen:
- Konzentrationsprobleme, Vergesslichkeit, das Gefühl mental betäubt/benommen zu sein, keine klaren Gedanken fassen zu können.
- depressive Tendenzen/ Lustlosigkeit
- übermäßig schreckhaft, oft Panik
- Tendenz zum Untergewicht(60kg, 175cm, BMI = 19.6; männlich)... muss viel essen um mein Gewicht aufrecht zu erhalten. Überall gucken die Knochen raus :/ Kann nicht zunehmen. Bin im Gesicht recht abgemagert, dabei hatte ich bis zu meinem 19 Geburtstag immer schöne pummelige Gesichtsbacken und ein allgemein gut genährtes Gesicht ^^
- Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen, Müdigkeit trotz genügend Schlaf
- Glieder (Füße, Hände) schlafen recht schnell ein.
- trockene, warme Haut
- kälteempfindlich
- recht hoher Ruhepuls (~ 90 pro min)
- sehr trockene Augen (hatte früher immer sehr gut befeuchtete Augen)
- Haarausfall + dünnes/strohiges Haar. Erst Geheimratsecken, danach auch kreisrunden Ausfall... meine Haare werden immer dünner.
- starke Augenringe, oft geschwollene Augenlider.
- ausgeprägte Blässe im Gesicht - werde von immer mehr Leuten darauf aufmerksam gemacht.

Ich bin jetzt im Abstand von einigen Monaten bei Ärzten gewesen:

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Arzt A (September 2010):

umfangreiches Blutbild, Belastungs-EKG und Schilddrüsen- Sono:
Soweit: Schilddrüsensono laut Arzt in Ordnung, die SD nicht groß, aber auch nicht zu klein(10ml insgesamt), keine Knoten, das Gewebe etwas "verdichtet", aber soweit i.O. ... Belastungs-EKG war auch ok!

Zu den Blutwerten: Dem Arzt ist das erhöhte TSH aufgefallen. Laut Arzt ein Anzeichen für SD- Unterfunktion. Weitere nicht optimale Werte gab es(siehe dazu Blutwerte). Etwas irritiert haben mich die hohen freien Schilddrüsenwerte, weil nicht erniedrigt, sondern tendenziell sogar erhöht.

Vorgehen laut Arzt: mit 25ug Levothyroxin täglich einsteigen und dann nach einigen Wochen noch mal zur Blutkontrolle, kontrollieren, ob sich die Werte normalisiert haben. Ich habe die Einnahme von Thyroxin damals aber abgelehnt, weil ich noch eine Zweitmeinung haben wollte.

Blutwerte: https://h3.abload.de/img/blutwerte1ehe.png

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Arzt B (Februar 2011):

Weil ich, bevor ich Thyroxin einnehme, noch eine Zweitmeinung haben wollte, bin ich zu einem zweiten Arzt(Endokrinologe):

Die neuen Blutwerte: https://h7.abload.de/img/werte3lnc7.png

Schilddrüsensonographie: Homogene, echonormale Schilddrüse. Volumen rechts 6,2ml, links 4,4ml. Keine Schilddrüsenknoten.

Diagnosen:
Latente Hypothyreose --> LT- Substitution (25ug für den Anfang)
Verdacht auf Autoimmunthyreoiditis
Vitamin-D-Mangel --> Dekristoleinnahme (20000 IE)

Ich hab' mit der erstmaligen Thyroxineinnahme (25ug täglich) nach Besuch des Arztes B begonnen, also im März 2011. Dekristol bekam ich ebenfalls verschrieben, um den schwergradigen Vit_D-Mangel zu beheben.

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Arzt A (Juni 2011):

Der aktuelle TSH unter 25ug Thyroxineinnahme: 7,5 uU/l.
fT3 und fT4 wurden ebenfalls bestimmt.

TSH basal: 7,5 uU/l (0,27 – 4,2)
fT3: 3,84 pg/ml (2,00 - 4,40)
fT4: 17,00 ng/l (5,1 – 14,1)

Vitamin D ist wieder in Ordnung... im oberen Referenzbereich.
Die Einnahme von 25ug L-Thyroxin habe ich soweit gar nicht bemerkt... bzw. es hatte keine spürbaren Effekte. Es wird nach dem Arztbesuch auf 50ug gesteigert....

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Arzt A (Juli/August 2011): TSH unter 50ug L-Thyroxin: 1,2 uU/l (0,27 - 4,2)

--> keine Besserung der Symptome. Einzig beim Kälteempfinden habe ich das Gefühl, dass es besser geworden sind. Mir ist nicht mehr so schnell kalt.

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meine Gedanken/Überlegungen dazu:

* Vitamin-D ist nach Dekristol- Einnahme wieder ok!
* die erniedrigten Leukozyten, Thrombozyten und Neutrophile... sollte ich das abklären lassen oder sind die soweit ok bzw. tolerabel? Worauf könnte das ein Hinweis sein?
* MCH und MCHC sind erhöht... mögliche Ursachen?
* erhöhtes Ferritin und Cortisol: kann sowas schädlich sein oder läuft das unter "nicht weiter erwähnenswert"? Weil der Arzt hat das nicht angesprochen.
* bzgl. Schilddrüsenparameter... die 50ug Einnahme von L-Thyroxin scheinen keine Besserung gebracht zu haben - die Symptome sind weiterhin präsent - was mich zu der Schlussfolgerung führt: entweder liegt es nicht an der Schilddrüse oder es besteht noch ein anderes Problem, nach dem man forschen müsste.

Über Anregungen, Hilfestellungen und Tipps wäre ich euch sehr dankbar! :)
Bin langsam am Ende und weiß nicht mehr weiter.

Besten Gruß!
 
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wundermittel
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Hallo,

zunächste einmal ist es so, dass ein Vit D Aufstocken den Bedarf an Magnesium und Calcium enorm erhöht- was bedeutet das du morgens Magnesium einnehmen solltest und abends Calcium (auch wenn es oft anders herum empfohlen wird- so ist es richtig, wegen der Verwertung bzw. so wird weniger ausgeschieden). Außerdem auf eine ausreichende Phosphatzufuhr achten. Vit D übernimmt auch eine Funktion in Richtung Hormon ein und ohne kann der Hormonhaushalt Regulationsprobleme bekommen (z.B. Schilddrüse).

Wie ist der Ferritinwert?

Denke eine Vollblutanalyse auf Nährstoffe wie Zink, Kupfer, Magnesium, Vit B2, Vit B6, Vit B12, Vit A, zur Kontrolle Vit D in der Speicherform 25-OH-D wären sinnvoll.

Denke du hast erhebliche Nährstoffmängel und die Schilddrüse leidet da nun mal auch drunter und der gesamte Körper.

Bevor du was einnimmst solltest du erst genau schauen an was es fehlt und dann gezielt mit NEM´s substituieren.

Ein paar Links:

www.gf-biofaktoren.de/mangelsymptome/index.html

Medizinisches Zentrum Seegarten - Ihr Zentrum fr Innovative Medizin, Anti-Aging und Prvention

Gesundes Haar

LG
Nana

PS: Denke die Schilddrüsenproblematik ist ein Symptom, was zeigt das dein Körper definitiv Probleme hat (Regulation, Nährstoffe- meist hängt auch ein Organ dran, was schwächelt z.B. Leber, Bauchspeicheldrüse oder Darm/Dysbiose/eventuell verbunden mit Intoleranzen gegen Lebensmitteln. Bei deinen Symptomen denke ich am ehesten an eine Histaminproblematik). Wichtig ist zunächst genaue Ursachensuche und Zusammenhänge zu finden und erst dann gezielt etwas zu unternehmen.
 
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Themenstarter
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Hallo,

erstmal vielen Dank für deinen Beitrag! :)

Ferritin war: 228 ng/ml (20 - 200)

Das primäre Problem besteht für mich darin, überhaupt erstmal einen Arzt zu finden, der sich genügend Zeit nimmt und eine gründliche Anamnese durchführt und mich ernstnimmt. Bei den meisten habe ich das Gefühl, dass sie mich möglichst schnell loswerden wollen :D
Bei vielen meiner Ärzte war es leider oft folgendermaßen: man wird in 90 Sekunden durchgeschoben, es werden ein paar Blutwerte gemacht und Erkrankungen, für die man in der Zeit keine Diagnose findet, sind "halt so da" und im Zweifel "kann man da halt nichts machen. Next!".

Das ist die Situation in Norddeutschland. Wie's in der Schweiz diesbezüglich ausschaut, das kann ich nicht beurteilen. ;)

Vitamin B12(bzw. Holo-TC) und Folsäure dürften demnächst vorliegen. Ich mache die auf eigene Kosten im Labor.
 
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Nachtjäger

in memoriam
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Hallo Nomadd,
ich würde die Sache mal von ganz anderer Seite angehen.Anstatt mich im Dschungel der sich immer wieder verändernden schulmedizinischen Laborwerte zu verirren /verlieren,würde ich mal versuchen,die Wurzel des Übels zu erfassen,die letzendlich viele Organe betreffen,und damit deren Laborwerte, negativ beeiflussen kann.

Was alles zu testen wäre,können Sie hier im Forun unter "Gesundheit allgemein " und hier unter "Was man alles testen sollte" (#1) nachlesen.
Nachtjäger
 
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Das primäre Problem besteht für mich darin, überhaupt erstmal einen Arzt zu finden, der sich genügend Zeit nimmt und eine gründliche Anamnese durchführt und mich ernstnimmt.

Wenn man wirklich gesund werden bzw. bleiben möchte, sollte man sich auf keinen Arzt verlassen oder denken die machen es richtig- man sollte sich mit seinen Symptomen auseinandersetzen und selbst nach den Ursachen suchen. Dafür braucht man die Ärzte eigentlich nur, um die Test die man selbst machen möchte zu veranlassen- wobei selbst hier die Möglichkeit besteht selbst Proben in ein Labor zu schicken. Man sollte sich halt insgesamt sehr gut einlesen, zunächst nötige Tests machen und alles im Zusammenhang sehen. Erst dann sollte man gezielt behandeln.
Am Besten ist die Mischung aus Schulmedizin und Naturheilverfahren- eben einfach offen in verschiedene Richtungen- von jedem das Beste;)

Das Ganze erfordert halt viel Zeit (die ein Arzt nicht hat)- aber letztendlich macht man es lieber einmal richtig und durchdacht, als einfach drauf los behandeln-ersteres führt letztendlich zum Erfolg;).

Liebe Grüße
Nana
 
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Hallo Nomadd,
ich würde die Sache mal von ganz anderer Seite angehen.Anstatt mich im Dschungel der sich immer wieder verändernden schulmedizinischen Laborwerte zu verirren /verlieren,würde ich mal versuchen,die Wurzel des Übels zu erfassen,die letzendlich viele Organe betreffen,und damit deren Laborwerte, negativ beeiflussen kann.

Was alles zu testen wäre,können Sie hier im Forun unter "Gesundheit allgemein " und hier unter "Was man alles testen sollte" (#1) nachlesen.
Nachtjäger

Danke für den Tipp! Ich werde mich dann mal einlesen und schaun wie ich weiter verfahre :)
 
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Achja, ein "Symptom" habe ich noch vergessen zu erwähnen. Ich kann keinen Alkohol mehr ab. Früher war's für mich kein Problem mal 3 Bier zu trinken oder zwei Gläser Wein und dabei halbwegs nüchtern zu bleiben. Heute bin ich nach einem Bier betüddelt und mir ist ganz komisch danach.... ich weiß nicht, ob das wichtig ist, aber ich lasse es trotzdem mal stehen.
 
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Hallo, Nomadd,

könnte es mit Amalgam, evtl. auch anderen unverträglichen Zahnmaterialien oder Wohngiften zusammenhängen ?
Die Alkoholunverträglichkeit kann auch in diese Richtung weisen (MCS) -> CSN Blog » Pestizide verursachen Abneigung gegen Alkohol

LG,

ChriB

Amalgam und schädliche Zahnmaterialien kann ich ausschließen.
Wir hatten hier in den letzten Jahren Schimmelprobleme in der Wohung... keine Ahnung ob sowas mitverursachend sein könnte... :confused:
 
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04.07.10
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Früher war's für mich kein Problem mal 3 Bier zu trinken oder zwei Gläser Wein und dabei halbwegs nüchtern zu bleiben. Heute bin ich nach einem Bier betüddelt und mir ist ganz komisch danach....

Das Verstärkt den Verdacht des Histaminproblems enorm. Deine vorher beschriebenen Symptome passen schon sehr dazu- das heute Geschriebene auch.

Da du L-Tyroxin seit kurzem nimmst- das Blockiert ein Enzym welches Tyramin abbaut- zuviel Tyramin blockiert die DAO- das Enzym welches Histamin abbaut.

Hier ein Link zum Thema im Forum:

https://www.symptome.ch/vbboard/his...enhaenge-rund-um-histamin-derzeit-arbeit.html



LG
Nana

PS: Denke du könntest probieren, das Schilddrüsenproblem mit Vit D in den Griff zu bekommen und dazu andere Mängel ausgleichen wie eben auch Magnesium und Calcium (und Phosphat) eventuell weitere...bei mir hat es geklappt, dass ich damit meine Unterfunktion in den Griff bekommen habe und L-Tyroxin ausschleichen konnte- und meine Histaminprobleme wurden auch besser =)
 
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Hallo,

Die Symptome könnten auf eine Nebennieren-Schwäche (NN-S), oder Nebennieren Inssufizienz (NN-I) deuten. Leider wird die NN-S von den Aerzten noch nicht so wahrgenommen. Die NN-I ist selten, vermehrt ist die NN-S.

Schau dazu mal den folgenden Link an:

Forschung Die Nebennierenschwäche – von Dr. Michael Lam, U.S.A.


Universitätsklinikum Würzburg : Nebenniereninsuffizienz

Lieben Gruss

Urs

Daran hab ich auch schon gedacht.
Was ich mich allerdings frage: mein Cortisol basal war bei dem Bluttest von Februar 2011 bei 238ng/ml (23 - 194). Kann es bei der NNS zu solch hohen Cortisolwerten kommen?
 
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Histamin eben zu vermehrten Cortisolausschüttungen und damit zur Insuffizienz der Nebennieren führt.

https://www.symptome.ch/vbboard/sch...hang-cortisol-histamin-anderer-hormone-2.html

Durch die Erweiterung der Gefäße führt Histamin zu einer Senkung des Blutdruckes und zu einer erhöhten Bildung von Adrenalin (Achtung: in der Folge wird mehr Cortisol ausgeschüttet, was auf Dauer zu einer Schwäche der Nebennierenrinde führen kann, nähere Erläuterungen hierzu folgen).

https://www.giftzwergs-seite.de/Medi/HIT/HI_rechts_frame.htm

Noch guter Link:

https://www.adrenal-fatigue.de/nebennieren

LG
Nana
 
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Ja das ist sehr gut möglich, dass ein hoher Cortisolspiegel zu der Nebennierenschwäche gehören kann (NN-S). Am besten ist, wenn man den Cortisolspiegel an mehreren Zeitpunkten während des Tages machen kann, da bekommt man ein genaueres Bild.

Gruss

Urs
 
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