Apotheken Umschau Ausgabe v. 15.08.2008

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Wie ist es aber, wenn ich das Gelesene mit meinen eigenen Worten weitergebe.
natürlich darfst du es in eigenen worten weitergeben. wenn man etwas veröffentlich, will man ja "an die öffentlichkeit" gehen.
und wenn sie den artikel selbst schützen - über deine worte haben sie keine macht ;)
 
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22.11.07
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War mir ja eigentlich schon klar, dass die sich auf die tolle "Halbach-Studie" berufen.

Ich habe denen jetzt aber nochmal etwas deutlicher geschrieben, was davon zu halten ist.:mad:
Die dürfen ruhig sehen, dass es noch einige Leute gibt, die noch etwas kritischer nachdenken bzw. sich nicht alles zum Fraß vorsetzen lassen!

Schreibt denen doch auch ein paar Zeilen, was ihr davon haltet (auch wenn´s nicht viel bringt).

Gruß
Rübe
 
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28.03.05
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Am Besten sollte jeder den es interessiert, sich diese Woche so ein Heftchen in der Apotheke holen.

Es sind die üblichen Verharmlosungen, mit der guten Verträglichkeit und der schlechte Ruf würde zu Unrecht bestehen.
Amalgam wäre genauso verträglich wie andere Füllstoffe auch.......mit Ausnahme der seltenen Allergie, die ja auf jeden Füllstoff bestehen kann.


Liebe Grüße
Anne S.
 
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ich finds grausam, dass sie mit dieser falschinformation immer wieder an die breite öffentlichkeit gehen dürfen. wann hört das jemals auf..?
 
Themenstarter
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Hier nun mein Schreiben an die Redaktion.

Liebe Grüße
Anne S.
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Offener Brief an die Redaktion der Apotheken Umschau

Sehr geehrte Redaktion,

in der Vorschau der Apotheken-Umschau für ihre Ausgabe am 15.08.08 lautete das
Thema folgendermaßen, Zitat:
„Amalgam - Ein neues Gutachten bescheinigt dem Füllmaterial, dass es unschädlich ist. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die zahnärztliche Versorgung der Patienten?“

Diese Aussage ist schlichtweg falsch, da nachweislich eine Menge Menschen an einer Amalgamvergiftung leiden, was man bei vielen Selbsthilfegruppen erfragen kann.

Ich hätte mir daher gewünscht, wenn Sie solche Aussagen nicht einfach unreflektiert übernehmen würden.
Auch Studien können falsche und unwahre Aussagen enthalten, was sich im Nachhinein schon öfters bewahrheitet hat.

Es gibt genügend Ärzte, die zu einer ganz anderen Beurteilung kommen und betroffene Patienten wegen einer Amalgamvergiftung behandeln.

In der jetzt am 15.08.2008 erschienen Ausgabe ihrer Umschau macht Professor Hickel, einer der beteiligten der Studie über Amalgam unhaltbar und geradezu lächerliche Aussagen, die meiner Meinung nach nicht der Wahrheit entsprechen.

Quecksilber ist eine globale Belastung, und ein Großteil der Quecksilberbelastung resultiert aus den Amalgamfüllungen der Menschen.

https://www.duesseldorf-astrhein.de/documents/quecksilber_studie_032007.pdf

Amalgam wird aus standespolitischen und volkswirtschaftlichen Gründen verteidigt, weil man sich scheut die Gefährlichkeit zuzugeben.

Dr. Melchart, der Studienleiter äußerte sich in der Presse wie folgt:
„Wir haben auch festgestellt, dass sich Zellen nach einer Amalgam-Exposition weniger gut auf Stresssituationen wie Fieber oder Umweltgifte einstellen können.“ Allerdings seien auch diese Ergebnisse unter Vorbehalt zu sehen: „Die Reaktion der Zellen im Labor muss nicht unbedingt der im menschlichen Körper entsprechen.“

Diese Aussage ist in sich sehr widersprüchlich, da ansonsten solche Reaktionen im Labor bei der Arzneimittelforschung auch für Arzneimittel genutzt werden.
Die Aussage von Professor Hickel, dass nur einige wenige Menschen Amalgam nicht vertragen, entspricht nicht der Wahrheit, da Amalgamträger in der Regel auch nicht auf Allergien untersucht werden und somit auch keine Allergien festgestellt werden.
So nach dem Motto, „was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“.
Das ist auch nicht der ausschlaggebende Punkt, ob ein Mensch durch Amalgam jetzt krank wird oder nicht, da spielen mehrere Faktoren eine Rolle, wie z.B. die genetische Disposition der Entgiftungsfähigkeit.
Mein Mann hat z.B. eine nachgewiesene Quecksilberallergie und hat trotzdem bedeutend weniger gesundheitliche Probleme durch Amalgam als ich. Obwohl bei mir keine Quecksilberallergie vorliegt wurde ich durch Amalgam sehr krank.

Professor Hickel behauptet weiter, durch die Nahrung aufgenommenes organisches Quecksilber sei wesentlich giftiger als anorganisches Quecksilber.
Er verschweigt, dass Quecksilber beim Legen und Herausbohren der Füllungen als hochgiftiger Quecksilberdampf über Nase und Lunge direkt ins Gehirn wandert.
Weiter verschweigt er, dass anorganisches Quecksilber im Körper durch Bakterien oder Spurenelemente wie Selen methyliert wird. Es ist auch unerheblich ob jetzt organisches Quecksilber oder anorganisches Quecksilber, giftig sind beide allemal. Das ist jetzt Haarspalterei ob nun eine Nuance mehr oder weniger giftig.
Es klingt so ähnlich wie, „ein bisschen schwanger“. Entweder ist man schwanger oder nicht.

Ich habe mich an verschiedene Verantwortliche der Studie gewandt, darunter auch an Professor Hickel, der wohl kein Interesse an Amalgamvergifteten Patienten hat und es nicht erachtenswert fand mir zu antworten.
Andere Verantwortliche der Studie sind da wohl anderer Meinung, da sich mir gegenüber wie folgt geäußert wurde: „Ich persönlich verwende Amalgam aus verschiedenen Gründen nicht und rate jedem Zahnarzt davon ab“.
Wie passt das zu den Äußerungen von Professor Hickel?

Ich finde ihre Einseitige Darstellung und Recherche zum Thema Amalgam sehr bedenklich.
Und weiter halte ich es für fatal, dass sie ihre bevorzugte Stellung dazu nutzen, dass Menschen in Sicherheit gewogen und falsch informiert werden.
Die Umschau liegt bundesweit in den Apotheken aus, und viele uninformierte Menschen hinterfragen solche Studien nicht, sondern vertrauen solchen angeblich wissenschaftlich seriösen Aussagen blind.
Es wäre schön, eine Stellungnahme von ihnen zu erhalten.

Mit freundlichen Grüßen
A.S. 17.08.08
 
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