{"id":3872,"date":"2023-04-19T16:13:50","date_gmt":"2023-04-19T14:13:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/?p=3608"},"modified":"2023-04-25T20:28:25","modified_gmt":"2023-04-25T18:28:25","slug":"alternativen-krebsmedizin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/alternativen-krebsmedizin\/","title":{"rendered":"Alte, neue und alternative Wege in der Krebsmedizin &#8211; Teil 2"},"content":{"rendered":"<p>Teil 1 dieser Artikel-Serie finden Sie hier, falls Sie ihn noch vorab lesen m\u00f6chten:<\/p>\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"f94q3dRQMy\"><p><a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/krebs-diagnose-alternative-medizin\/\">Alte, neue und alternative Wege in der Krebsmedizin &#8211; Teil 1<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" title=\"&#8222;Alte, neue und alternative Wege in der Krebsmedizin &#8211; Teil 1&#8220; &#8212; Symptome, Ursachen von Krankheiten - Blog, Tipps zu Gesundheit\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/krebs-diagnose-alternative-medizin\/embed\/#?secret=wQAmonc5RY#?secret=f94q3dRQMy\" data-secret=\"f94q3dRQMy\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<h2>Die Entscheidung: Was tun?<\/h2>\n<p>Das Schicksal von Marianne in unserer Geschichte steht stellvertretend f\u00fcr das von Millionen betroffener Frauen weltweit, die mit einer solchen oder \u00e4hnlich schockierenden Diagnose konfrontiert werden. Die geschilderte Szene ist Alltag in den Arztpraxen rund um den Globus und von mir so nacherz\u00e4hlt, wie ich sie in meiner Praxis als Heilpraktiker immer wieder erlebt habe. Brustkrebs ist neben Lungenkrebs nicht nur die h\u00e4ufigste Tumorerkrankung bei Frauen, sondern auch die h\u00e4ufigste Todesursache.<\/p>\n<p>Unsere Marianne hatte dabei noch Gl\u00fcck im Ungl\u00fcck, und zwar in doppelter Hinsicht. Einmal hat sie mit ihrem Hausarzt einen Mediziner gehabt, der ihr unvoreingenommen einen entscheidenden Tipp f\u00fcr eine \u00fcber die klassischen Methoden der Schulmedizin hinausgehende integrative Therapie in einer anthroposophischen Klinik geben konnte. Und zum anderen ist auch noch just \u00fcber diese Klinik eine Reportage im Fernsehen ausgestrahlt worden \u2013 noch dazu mit einem f\u00fcr die Entscheidungsfindung wichtigen F\u00fcr und Wider von durchaus strittigen Aspekten wie, \u201espezielle\u201c Krebsdi\u00e4t oder Fasten.<\/p>\n<p>Ein wichtiger dritter Aspekt kommt noch hinzu. Marianne wurde noch vor Beginn ihrer Behandlung auf die erweiterte M\u00f6glichkeit einer Krebstherapie aus zwei Welten hingewiesen. D.h. noch bevor die klassischen Standardverfahren wie Chemo- oder Strahlentherapie ihre zum Teil katastrophalen Nebenwirkungen entfalten k\u00f6nnen. Das sind neben Haarausfall, Schleimhautblutungen und diversen anderen Infekten vor allem die Zerst\u00f6rung der Immunabwehr und der Verlust der anti-oxidativen Kapazit\u00e4t. Beides extrem wichtig sowohl f\u00fcr die kurzfristige Regeneration des Patienten als auch f\u00fcr die Vermeidung der gef\u00fcrchteten Langzeitfolgen.<\/p>\n<p>Selbst wenn Marianne sich nun, wie in dem geschilderten Fall der TV-Reportage, einer teilweisen konventionellen Behandlung unterzieht, verringert sie mit den Begleittherapien wie Intermittierendes Fasten und Darmbehandlung die Nebenwirkungen in erheblichem Ma\u00df. Auf die Details und das Warum, auf die in der Reportage nur unzureichend eingegangen wurde, werde ich im Einzelnen noch n\u00e4her zur\u00fcckkommen.<\/p>\n<p>Der Report, um den es in meiner Geschichte geht, ist keine Fiktion. Er wurde tats\u00e4chlich so ausgestrahlt. Die Nacherz\u00e4hlung entspricht weitgehend dem Inhalt einer Sendung, die \u00fcber eine anthroposophische Klinik im Norden Deutschlands, in Havelh\u00f6he, berichtet. Diese Sendung wurde im Regionalfernsehen von RBB unter dem Titel \u201eGesundheitsmagazin Praxis\u201c vom 15. August 2018 ausgestrahlt, moderiert von Raiko Thal.<\/p>\n<h2>Das Dilemma der Schulmedizin: einseitige Standards<\/h2>\n<p>In den meisten F\u00e4llen verl\u00e4uft das Patientengespr\u00e4ch weniger \u201egl\u00fccklich\u201c, was die sich er\u00f6ffnenden Behandlungsperspektiven anbetrifft. Alternative Therapieoptionen, die dem oder der Betroffenen die Wahl des Besten aus zwei Welten aufzeigen k\u00f6nnten, unterbleiben in aller Regel. Der weitere Verlauf nach einer solchen Diagnose folgt normalerweise \u201eLeitlinien-gerecht\u201c im Rahmen der orthodoxen Behandlungsschemata und ohne den Hinweis auf begleitende oder alternative Ma\u00dfnahmen. Zweitmeinungen sind bei Medizinern ohnehin eher verp\u00f6nt, weil sie Zweifel an der eigenen Autorit\u00e4t in sich tragen.<\/p>\n<p>Welche Entscheidung soll also getroffen werden? Der Allgemeinarzt wird die Verantwortung in aller Regel an den onkologischen Fachkollegen weiterreichen, der sie wiederum an die n\u00e4chsth\u00f6here Instanz abgibt: den von Standesverb\u00e4nden, Pharmakonzernen und Kassen ausgehandelten Leitlinien, wie das in strikt milit\u00e4risch organisierten Institutionen wie Kliniken \u00fcblich ist. Ob das g\u00e4ngige Lei(d)tlinien-Konzept, wie es viele Mediziner ironisch nennen, und wie es der US-amerikanischen Version des Standard of Care entspricht, den Interessen und dem Wohl des Patienten vollumf\u00e4nglich entgegenkommt, mag an dieser Stelle schon einmal bezweifelt werden. Solche institutionalisierten Standardverfahren k\u00f6nnen schon allein auf Grund der ihnen innewohnenden Entscheidungstr\u00e4gheit bei der Implementierung bzw. laufenden Anpassung nie und nimmer den aktuellen Forschungstand widerspiegeln. Vom R\u00fcckgriff auf alternative oder sanfte Verfahren kann nicht einmal ansatzweise die Rede sein. Unter dem Deckmantel des beh\u00f6rdlich-medizinisch verordneten \u201eWir wissen besser als Sie, was zu tun ist\u201c, richtet man sich nach den knallharten \u00f6konomischen Interessen einer von Pharmaindustrie und Kliniken ausgerichteten Apparate- und \u201eZauberkugel\u201c-Medizin. (Paul Ehrlich, Nobelpreis Medizin 1908) Je teurer der Standard desto besser!<\/p>\n<p>Oft genug bleiben dabei die \u00c4ngste und N\u00f6te, ebenso wie individuelle Belange von Patienten, auf der Strecke. Zum naturheilkundlich arbeitenden Arzt oder gar Heilpraktiker kommen ohnehin nur schwerste, zumeist v\u00f6llig austherapierte F\u00e4lle im Endstadium, und nachdem sie sich entschlossen haben ihr Martyrium durch die \u201eStandard Care\u201c zu verlassen. Oft sind es auch Patienten, die zum Sterben nach Hause geschickt wurden und nur noch als palliativ behandelbar registriert sind.<\/p>\n<p>Die Kliniken sind froh, wenn sie einen aufopfernden Kollegen finden, der sich diesen Patienten noch widmet und die Betreuung \u00fcbernimmt, vielleicht gar noch den Versuch macht, zu retten, was zu retten ist. Mit dieser \u201eAuslagerungsstrategie\u201c fallen solche Patienten dann aus den einschl\u00e4gigen Statistiken der Kliniken und verbessern so \u2013 zumindest auf dem Papier \u2013 deren Erfolgsquote. Endstation Dr. Hoffnung: eine gro\u00dfe B\u00fcrde f\u00fcr die willigen Therapeuten. Und eine ebenso gro\u00dfe Herausforderung, die trotz allem einen Vorteil hat: man w\u00e4chst an ihr. Gerade deshalb gibt es oft auch in solchen F\u00e4llen innerhalb der Naturheilkunde tats\u00e4chlich gro\u00dfartige Erfolge zu verzeichnen.<\/p>\n<h2>Die Unterdr\u00fcckung der Alternativmedizin durch die Orthodoxie<\/h2>\n<p>Trotz der Vorz\u00fcge der genannten \u201eAuslagerungsstrategie\u201c missf\u00e4llt diese den orthodoxen Medizinern, den Beh\u00f6rden sowie den die beiden Parteien lenkenden Pharmakonzernen. Was an der gro\u00dfen Gefahr liegt, die solche Erfolge der Naturheilkunde f\u00fcr deren Gesch\u00e4ftsmodell mit sich bringen. Eine mit weniger Nebenwirkungen behaftete, sanftere und vielleicht noch erfolgreichere alternative Krebstherapie wird als \u201einfekti\u00f6s\u201c angesehen und k\u00f6nnte die gesamte Branche \u201ebefallen\u201c, und so enormen \u00f6konomischen Schaden anrichten. In keinem anderen Bereich wird deshalb radikaler und mit mehr \u00f6konomischer und physischer Gewalt gegen \u201eAbtr\u00fcnnige\u201c vorgegangen als gegen die Alternativmedizin im Bereich Krebs. In den USA pflastern unz\u00e4hlige Leichen den Weg der naturheilkundlichen Therapieverfahren \u2013 nicht nur, aber vor allem bei Krebs. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind:<\/p>\n<ol>\n<li>Die selbst nach 100 Jahren Forschung relative Erfolglosigkeit der konventionellen, sogenannten leitliniengerechten Verfahren.<\/li>\n<li>Die vergleichsweise hohe Erfolgsquote alternativer Methoden selbst in schwersten, oft aufgegebenen F\u00e4llen sowie nat\u00fcrlich wegen der exorbitanten Profite in der Krebsindustrie \u2013 ungeachtet der mangelnden Erfolge. Man sichert sich also, gerade, weil man keine ausreichenden therapeutischen Erfolge vorweisen kann \u2013 ganz im Gegensatz zu Naturheilkundlichen Therapieverfahren \u2013 den Markt mit h\u00f6chst zweifelhaften, wenn nicht sogar kriminellen Methoden [1]. Die meisten alternativmedizinischen Kliniken in den USA, selbst einige mit bekannten K\u00f6pfen aus Europa Ausgewanderten, befinden sich deshalb heute in einer Art Refugium im Norden Mexikos. [2]<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die wohl spektakul\u00e4rsten F\u00e4lle der Verfolgung von Alternativmedizinern in Deutschland sind die des Arztes Dr. med. Josef Issels aus Bayern sowie des Hamburger Mediziners Dr. med. Julius Smend zu Beginn der 1960er Jahre. Beide wurden auf Betreiben einer \u00e4u\u00dferst zweifelhaft agierenden Gesundheitsbeh\u00f6rde, einer schiefen Presse \u2013 heute w\u00fcrden wir L\u00fcgenpresse oder Fake News dazu sagen \u2013 sowie einer auff\u00e4llig eifrigen Staatsanwaltschaft verklagt. Nicht vergessen werden darf dabei die im Hintergrund massiv Einfluss nehmende Pharmaindustrie, die ein vitales Interesse daran hatte, die sanfte Konkurrenz vom lukrativen Markt fernzuhalten.<\/p>\n<p>Man zerrte die beiden erfolgreichen Alternativmediziner wegen angeblicher Scharlatanerie bzw. im Fall Issels noch wegen des Vorwurfs des Betruges vor Gericht. Issels galt als einer der ersten \u00c4rzte, der die Auffassung vertrat, dass Krebs keine lokale, sondern eine systemische Erkrankung sei, d.h. in allen seinen Erscheinungsformen und Stadien immer eine Erkrankung des gesamten Organismus darstellt. Entsprechend k\u00f6nne eine Behandlung von Krebs nur mit Hilfe einer Ganzheitstherapie erfolgen. Und zu ihr geh\u00f6rte vor allem eine positive Beeinflussung des Immunsystems. Dies aber w\u00e4re wiederum nur m\u00f6glich, wenn Infektions- und Entz\u00fcndungsherde, wie sie bspw. von einem gest\u00f6rten Darmmilieu oder von Zahnherden ausgingen, beseitigt w\u00fcrden, da gerade sie einen kontinuierlichen negativen Einfluss auf das Immungeschehen h\u00e4tten. Und schlie\u00dflich sei, so die These schon damals, das Immunsystem der einzige wirkliche Garant f\u00fcr eine erfolgreiche Abwehr nicht nur von Krebs, sondern von allen Krankheiten. Eine Ansicht, die man vor mehr als siebzig Jahren glaubte, als Ketzerei gnadenlos zu verfolgen \u2013 was im Grunde heute ja nicht anders ist. Dass die orthodoxe Medizin mit der aktuellen Verleihung des Nobelpreises nun genau dieser Immunabwehr solch eine Bedeutung zumisst, d.h., dass sie gerade mal wieder das Mittelmeer f\u00fcr sich zu entdecken glaubt, ist geradezu grotesk. Die Wahrheit sieht anders aus: seit Dr. William Coley\u2018s Vaccine gegen Krebs aus den 1890er Jahren und Ilya Metschnikow\u2018s Entdeckung der Bedeutung von Darmmikroben f\u00fcr die Immunabwehr, d.h. seit mehr als hundert Jahren, steht diese im Vordergrund naturheilkundlicher Behandlungsverfahren. Coley und Metschnikow (Nobelpreis 1908, zusammen mit Paul Ehrlich) gelten gemeinhin als die beiden V\u00e4ter der modernen Immunologie.<\/p>\n<p>In der Klinik von Issel in Ringberg am Tegernsee waren es immerhin noch fast 17% der in der konventionellen Medizin aufgegebenen und zum Sterben nach Hause geschickten, zum Teil v\u00f6llig austherapierten Patienten, bei denen eine vollst\u00e4ndige Remission selbst in diesem Stadium noch gelang. Vergleicht man demgegen\u00fcber die aktuellen Werbeversprechen der Pharmakonzerne f\u00fcr die \u201eneuen\u201c Behandlungsverfahren mit Immuntherapeutika \u2013 mit \u201eVollgas gegen Krebs\u201c [3] \u2013 dann kann man nur noch den Kopf sch\u00fctteln. Sie sind nicht nur mit enormen Risiken und Nebenwirkungen behaftet, auf die ich im Einzelnen noch eingehen werde. Von gerade mal 20% aus 20% Patienten insgesamt, f\u00fcr die diese hoch spezifischen Checkpoint-Inhibitoren \u00fcberhaupt in Frage kommen, sind es dennoch ganze vier Patienten von hundert, die mit einer \u00dcberlebensrate von mehreren Monaten bis zu einigen Jahren rechnen k\u00f6nnen. Dabei handelt es sich zu allem \u00dcberfluss auch noch um bislang unbehandelte Patienten im Anfangsstadium, mit Kosten einer meist erforderlichen Kombinationstherapie aus zwei der Inhibitoren von mtl. 40.000,&#8211; Euro. [4]<\/p>\n<p>Die derzeit propagierte \u201eImmuntherapie\u201c einer v\u00f6lligen Entfesselung des Immunsystems zur Bek\u00e4mpfung von Tumoren ist nicht etwa als Versuch einer biologischen, weil immunologischen Krebstherapie zu verstehen. Sie ist, im Gegenteil, der zweifelhafte H\u00f6hepunkt einer geistig kranken Kriegsmedizin, die auf der Grundlage eines falschen Verst\u00e4ndnisses der Krebsgenese ruht, eingebettet in das pathologisch-mechanistische Kriegs- und Kampfbewusstsein des 19. Jahrhunderts. Die Folgen dieser Entfesselung k\u00f6nnen t\u00f6dlich sein, was zumeist verschwiegen wird. Die von mir erw\u00e4hnten Kosten der Kombinationstherapie beziehen sich auf eine Kombination von verschiedenen, hochspezifischen monoklonalen Antik\u00f6rpern. Sollte noch Chemo- oder Strahlentherapie hinzukommen, erh\u00f6hen sich die Kosten entsprechend pro Monat!<\/p>\n<p>Issels wurde zun\u00e4chst sogar wegen angeblicher fahrl\u00e4ssiger T\u00f6tung zu einem Jahr Gef\u00e4ngnis verurteilt \u2013 ein f\u00fcr bayerische Verh\u00e4ltnisse eher mildes Urteil. In der Revisionsverhandlung wurde er jedoch freigesprochen, nachdem die falschen Anschuldigungen gegen ihn aufgedeckt werden konnten. Die organisierte Kriminalit\u00e4t, die man Konzernen, Beh\u00f6rden und der Justiz hier durchaus unterstellen kann, hat dennoch ein wesentliches Ziel erreicht: die aus der Stiftung eines niederl\u00e4ndischen Patienten finanzierte Klinik Issels war nach dem Prozess bankrott und hat sich auch nicht wieder von diesem Schlag erholt. 1985 wanderte Issels in die USA aus, wo er bis zu seinem Tod an der Gerson-Krebsklinik in Tijuana im Norden Mexikos t\u00e4tig war.<\/p>\n<p>Auch bei Dr. Julius Smend stellte die ganz erhebliche Zahl der von ihrem Krebsleiden geheilten Patienten ein Problem f\u00fcr die Anklage dar, ebenso wie f\u00fcr die dahinterstehenden Pharmakonzerne und die das Spektakel betreibende Hamburger Gesundheitsbeh\u00f6rde. Man lie\u00df zun\u00e4chst nichts unversucht, Smend die Eignung zur Berufsaus\u00fcbung abzusprechen. Man schreckte dabei selbst vor der Forderung nach psychiatrischen Gutachten nicht zur\u00fcck. Smend sah sich einem wahren Spie\u00dfrutenlauf ausgesetzt.<\/p>\n<p>Wie Issels behandelte Smend seine Tumorpatienten erfolgreich mit den \u201eAu\u00dfenseitermethoden\u201c der Biologischen Krebstherapie u. a. nach den Vorgaben der Isopathie und Immuntherapie nach Prof. Gunter Enderlein, einem Biologen und Wegbereiter des Pleomorphismus. Diese Richtung innerhalb der Bakteriologie vertrat im Gegensatz zur herrschenden Lehrmeinung am Robert-Koch-Institut die Auffassung, dass sich Bakterien komplex entwickeln und ein vielgestaltiges Wachstum mit diversen Generationswechseln durchliefen, d.h. einem milieuabh\u00e4ngigen Formenwandel unterliegen. Dem gegen\u00fcber waren die Monorphisten der Ansicht, dass jedes Bakterium nur eine spezifische Wuchsform aufwies \u2013 eine Auffassung, die nat\u00fcrlich einer Pharmaindustrie mit patentierten, hoch spezifischen Medikamenten entgegenkam. Fast m\u00f6chte man sagen, dass es eine der Voraussetzungen ihres Zauberkugel-Ansatzes ist (P. Ehrlich).<\/p>\n<p>Am Ende des fast schon an stalinistische Schauprozesse erinnernden Verfahrens zog die Staatsanwaltschaft ihre Berufung zur\u00fcck, die sie gegen den Freispruch in erster Instanz noch eingelegt hatte. Einen \u00f6ffentlichen Aufmarsch der alternativmedizinisch geheilten Patienten wollten weder die Pharmaindustrie noch die Gesundheitsbeh\u00f6rden riskieren. Weder juristisch noch beh\u00f6rdlich hatte man gegen Smend etwas ausrichten k\u00f6nnen. Dennoch war er seelisch und physisch nach diesem Verfahren ein gebrochener Mann. Smend verstarb im Jahr des Freispruchs von Issels, 1964, zwei Jahre nach seinem eigenen Verfahren an Herzversagen. [5]<\/p>\n<p>Der dritte gro\u00dfe Schauprozess gegen die biologische Krebstherapie fand in den 1990er Jahren gegen Dr. Johanna Budwig statt. Sie war von Hause aus Chemikerin und Physikerin und entschloss sich im reifen Alter noch Medizin zu studieren, was mehr eine Herausforderung f\u00fcr die an der Uni lehrenden Professoren f\u00fcr Medizin war, als f\u00fcr Budwig, die einige dieser Herren in Chemie und Biochemie regelrecht vorf\u00fchrte. Ich m\u00f6chte auf die Details ihres Verfahrens an dieser Stelle nicht weiter eingehen, sondern vielmehr auf ihre wesentlichen Aussagen zu einer biologischen Tumorbehandlung. Ihr gro\u00dfer Verdienst lag vor allem in der Betonung der Fette und \u00d6le nicht nur aus ihrer reinen ern\u00e4hrungsphysiologisch chemischen Sicht.<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt ihrer Thesen stand die Bedeutung von \u00d6len f\u00fcr die Leitf\u00e4higkeit und Signalinduktion, d.h. die Zell-Zell-Kommunikation aus physikalischer Sicht. Ein Aspekt, der vom Nobelpreistr\u00e4ger Sziast-Gyi\u00f6rgi in seiner ber\u00fchmten Budapester Rede mit Bezug auf die seinerzeit noch relativ junge Halbleiterforschung bereits 1944 als nicht ausreichend in der Medizin gew\u00fcrdigt angemahnt wurde.<\/p>\n<p>Zu den Besonderheiten der von Budwig entwickelten \u00d6l-Eiwei\u00df-Di\u00e4t geh\u00f6rte u.a. auch die Einbeziehung der Stereochemie, d.h. der optisch-physikalischen Aktivit\u00e4t asymetrischer Molek\u00fcle, die von Pasteur 1843 entdeckt wurde, und wie sie etwa in der links- oder rechtsdrehenden Milchs\u00e4ure sichtbar wird. Wie ja hinreichend bekannt, ist eine der zentralen Merkmale von stark proliferierenden Krebszellen ihre Eigenschaft, gro\u00dfe Mengen an linksdrehender Milchs\u00e4ure zu produzieren, die in der Tumorperipherie nicht nur dazu dient, das umliegende Gewebe anzus\u00e4uern und \u00fcber Entz\u00fcndungsprozesse anzugreifen. Der niedrige ph-Wert setzt dar\u00fcber hinaus auch den Gro\u00dfteil der Immunabwehr au\u00dfer Gefecht. F\u00fcr die Wissenden unter den Lesern: traditionsgem\u00e4\u00df therapieren wir dies in der Naturheilkunde mit rechtsdrehender Milchs\u00e4ure.<\/p>\n<p>Es gibt einige Schw\u00e4chen in der von Budwig vorgeschlagenen \u00d6l-Eiwei\u00df-Di\u00e4t, die ich bereits Ende der 1990er Jahre aufgegriffen und in eine \u201emodifizierte\u201c \u00d6l-Eiwei\u00df-Di\u00e4t nach Dr. Johanna Budwig \u00fcberf\u00fchrt habe. Insbesondere in der von ihr verwendeten Eiwei\u00dfquelle. Das Konzept ist sp\u00e4ter in der von mir entwickelten \u201eKetogenen Di\u00e4t\u201c aufgegangen, was nichts an ihren Wegweisenden \u00dcberlegungen \u00e4ndert, die allesamt in gro\u00dfer Dankbarkeit f\u00fcr diese Anregungen eingeflossen sind.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte an dieser Stelle nicht vers\u00e4umen, zu erw\u00e4hnen, dass wir in den n\u00e4chsten Jahren einen Niedergang der Herrschenden Lehrmeinung in der Medizin erleben werden, mithin das Ende dessen, was Professor Enderlein als die \u201eorganisierte Diktatur\u201c der Hochschulen, gelenkt durch die Pharmakonzerne, bezeichnet hat. Das, was wir zur Zeit als \u201eDiesel-Gate\u201c erleben, wird als \u201ePharma- und Medizin-Gate\u201c folgen. Mit der Errichtung des ersten Lehrstuhls f\u00fcr Integrative Medizin an der Universit\u00e4t T\u00fcbingen 2018 sind die Weichen gestellt. Die Betr\u00fcger und Scharlatane der Orthodoxie in den Hochschulen, die willf\u00e4hrig die Milliarden der Pharmariesen als Grundlage ihrer plutokratischen T\u00e4tigkeit gesehen haben, noch bevor man \u00fcberhaupt an Patienten dachte, werden sich warm anziehen m\u00fcssen, ebenso wie die sie bislang willf\u00e4hrig unterst\u00fctzenden Beh\u00f6rden und Gerichte. Entsprechend gro\u00df ist schon jetzt das Wehgeschrei.<\/p>\n<p>\u201eMein lieber Scholli\u201c, soll Hans-Dietrich Genscher ausgerufen haben, als verlautbar wurde, dass sein Parteifreund und FDP-Chef von Reinland-Pfalz, Hans-Otto Scholl, als mutma\u00dflicher Juwelendieb verhaftet worden war. Fahnder entdeckten in einem Schweizer Banksafe nicht nur Gold und Edelsteine, sondern vor allem kompromittierende Hinweise, die Scholls jahrelange r\u00fchrige T\u00e4tigkeit als Lobbyist der Pharmaindustrie belegten. Die in der Schweiz gefundenen Dokumente bewiesen umfangreich diskrete Zuwendungen an prominente Politiker und Regierungsbeamte zur Beeinflussung der Arzneimittelgesetzgebung. Die Exekutive in Deutschland in Sachen Arzneimittelrecht entpuppte sich dadurch als eine Art verl\u00e4ngertes Schreibb\u00fcro des Pharmaverbandes. Der promovierte Volljurist Scholl war \u00fcbrigens Grundst\u00fccksnachbar eines anderen, ber\u00fchmten Oggersheimers, der es mit Zuwendungen aus der Industrie auch nicht so genau nahm: Helmut Kohl! [6]<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte in diesem Zusammenhang nicht vers\u00e4umen, auf die aktuellen Skandale im Bundesverteidigungsministerium hinzuweisen, in dem das Muster dieser Vorgehensweise noch einmal deutlich sichtbar geworden ist, \u00e4hnlich wie f\u00fcr die Deutsche Bank mit ihren Beratervertr\u00e4gen in H\u00f6he von immerhin 500 Millionen Euro\/Jahr. In einem Artikel hat der Spiegel seinerzeit darauf verwiesen, dass das Gesundheitsministerium exorbitant mehr Lobbyistengelder als Spenden erh\u00e4lt, mehr als alle anderen Ministerien zusammen. Ein Teil dieser Gelder flie\u00dft, wie im Fall des Verteidigungsministeriums zur\u00fcck in die Industrie, die daf\u00fcr die Wettbewerbsbeschr\u00e4nkenden Arzneimittelgesetze zu Lasten konkurrierender kleinerer Unternehmen oder der Nahrungserg\u00e4nzungsmittelbranche ausarbeitet. Die gro\u00dfen Pharmakonzerne schreiben sich demnach ihre Gesetze selbst, noch dazu finanziert aus Steuergeldern, da sich \u201eSpenden\u201c ja bekanntlich Steuermindernd auswirken. Legitimiert wird das Ganze dann mit dem Hinweis, dass man ja seitens der Beh\u00f6rden nicht gen\u00fcgend Experten zur Verf\u00fcgung h\u00e4tte. Nat\u00fcrlich nur, wenn ein \u00fcbereifriger Journalist mal zuf\u00e4llig seine Nase zu intensiv in solche Details reinsteckt, bevor man in der Lage war, ihn zur\u00fcckzupfeifen. Schlie\u00dflich finanzieren die Pharmakonzerne ja die meisten Verlage mit gro\u00dfz\u00fcgigen Werbekampagnen. Und Prostitution ist in Deutschland bekanntlich erlaubt.<\/p>\n<h2>Der steinige Weg in die Ganzheitstherapie<\/h2>\n<p>Patienten im Krebsstadium I und II, d.h. in den noch, relativ gesehen, leichter behandelbaren, weil immunologisch noch mit mehr eigener Abwehrkraft ausgestatteten, Phasen des Tumorgeschehens, kommen eher selten zum naturheilkundlich arbeitenden Onkologen, dem zudem noch die Leitlinien Angst machen und der Staatsanwalt im Nacken sitzt. Und noch weniger kommen sie zum ohnehin rar ges\u00e4ten Heilpraktiker, der auf Tumortherapie spezialisiert ist. Lediglich besonders im Vorfeld informierte und entsprechend sensibilisierte Patienten finden den Weg zum Therapeuten, der \u00fcberwiegend nach den Methoden der biologischen Krebstherapie arbeitet. In den allermeisten F\u00e4llen scheitern diese Versuche dann allerdings an den hard facts, die eine Naturheilkundliche Tumortherapie begleiten. Die wichtigsten Argumente, die gegen eine fr\u00fche Entscheidung zu Gunsten einer Ganzheitstherapie ins Feld gef\u00fchrt werden, sind durchaus gewichtig. Ich bespreche sie offen mit meinen Patienten und bin deshalb auch sehr gl\u00fccklich \u00fcber die M\u00f6glichkeit, auf die eine oder andere, leider ebenfalls rar ges\u00e4ten anthroposophischen Krebskliniken, wie die im Report, verweisen zu k\u00f6nnen, oder die von Dr. Douwes in Bad Aibling, die ebenfalls schulmedizinische und naturheilkundliche Verfahren kombiniert, und sogar im Bayrischen Belegbettenplan gelistet ist.<\/p>\n<p>Die Argumente gliedern sich wie folgt:<\/p>\n<p>a) <strong>Kosten\u00fcbernahme<\/strong>: Naturheilkundeverfahren, evtl. aus immunologischer Sicht erforderliche Zahnsanierungen und andere Therapieverfahren, die \u00fcber die allgemein anerkannten Ma\u00dfnahmen der gelisteten Leitlinien hinausgehen, werden in der Regel von Kassen nicht \u00fcbernommen. M\u00f6gen sie aus therapeutischer Sicht auch noch so sinnvoll erscheinen. Hier greift die \u201eDiktatur\u201c der Hochschulen im Verbund mit den Pharmakonzernen, die als Evidenz-basierte Medizin nur das anerkennen, was sie als Evidenz definieren. Alles andere wird Kraft ex cathedra als Fake-Science abgetan. Das ist der neue Kampfbegriff als Teil einer Negationsstrategie gegen die immer st\u00e4rker aufkeimende wissenschaftliche Beweislage zu Gunsten Naturheilkundlicher Verfahren. Solche Therapien m\u00fcssen als sogenannte IGEL-Leistungen f\u00fcr Selbstzahler vom Patienten \u00fcbernommen werden. Erheblich g\u00fcnstiger erscheint die Situation in der Schweiz, was vor allem dem klugen Votum seiner B\u00fcrger bei der Volksabstimmung 2015 zu Gunsten einer Integration Naturheilkundlicher Verfahren in das System der Krankenkassen zu verdanken ist.<\/p>\n<p>b) <strong>Selbstdisziplin<\/strong>: Ein nicht unerheblicher Faktor bei der Umsetzung Naturheilkundlicher Verfahren ist die erforderliche und geforderte, aktive Mitarbeit des Patienten. \u00c4nderungen im Lebensstil wie etwa die Einhaltung einer strengen Di\u00e4t werden trotz der bedrohlichen Situation oft abgelehnt. Ein besonders beeindruckender Fall wurde mir von einem Kollegen geschildert, bei dem eine Patientin mit Brusttumor erst nach dem letzten, in der Regel letalen Rezidiv bereit war, d.h. Stadium III in diesem Fall, ihren Eigenbeitrag in Form einer Ketogenen Di\u00e4t zu leisten. Sowohl bei Stadium I als auch nach dem Rezidiv nach der ersten Chemotherapie hatte sie das abgelehnt. Der Kollege konnte sie letztlich und angesichts der finalen Entwicklung \u00fcberzeugen. Die biologische Tumortherapie war, zusammen mit der Ern\u00e4hrungsumstellung, erfolgreich und nachhaltig, trotzdem ungleich aufwendiger als dies in den Stadien I und II der Fall gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p>c) <strong>\u00dcberforderung des Patienten<\/strong>: Die Naturheilkundliche Ganzheitstherapie geht von einem multifaktoriellen Geschehen bei der Krebsgenese aus und bezieht auch seelische Konflikte, fr\u00fchkindliche Traumata und andere psychische Belastungsfaktoren wie Stress, Mobbing, Eheprobleme etc. mit ein. Der Ma\u00dfnahmenkatalog kann entsprechend komplex ausfallen. Demgegen\u00fcber ist die einfache Order \u201eChemotherapie\u201c weniger anspruchsvoll. Die Entscheidung f\u00fchrt, angesichts der Komplexit\u00e4t und unter dem Einfluss einer gewissen Unsicherheit zumeist zu Gunsten einer durchaus verst\u00e4ndlichen Reduktion des Geschehens auf den \u00f6konomischen Aspekt und damit in den vermeintlich \u201esicheren\u201c Hafen der Schulmedizin. Selbst eine Opportunit\u00e4tskostenbetrachtung mit Blick auf die \u201eKosten\u201c wie Nebenwirkungen oder die gef\u00fcrchteten Langzeitfolgen, zu denen neben den Metastasen auch die immer wiederkehrenden Infekte geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Durch die systemische Anwendung von Chemotherapien und dem gleichzeitigen Unterbleiben einer sinnvollen Begleit- oder Nachbehandlung werden die Widerstandskraft des Patienten und damit das Immunsystem und die antioxidative Kapazit\u00e4t nachhaltig besch\u00e4digt. Zudem erfolgt eine rein symptomatische Krebsbehandlung, ohne dass man auf Ursachenkl\u00e4rung R\u00fccksicht nimmt. Die sich oft erst nach Jahren zeigenden wiederkehrenden Infekte u. \u00e4. werden in der Regel \u00e4hnlich symptomatisch mit Antibiotikagaben \u00fcbert\u00fcncht, anstatt die konstruktiven Schw\u00e4chen anzugehen, die sowohl aus der Behandlung als auch bereits im Vorfeld, d.h. in der \u00c4tiologie des Patienten, zu suchen sind. Ein Teufelskreis, aus dem die Konventionelle Medizin kein Entrinnen zul\u00e4sst.<\/p>\n<p>An dieser Stelle zeigt sich die geballte Ignoranz und die Skrupellosigkeit eines von rein pekuni\u00e4ren Interessen gro\u00dfer Pharmakonzerne getragenen Medizinsystems, wie es u. a. Ty Bollinger beschrieben hat. Auch der US-amerikanische Professor f\u00fcr Radiologie und Ern\u00e4hrungsmediziner Dr. Colin Champ beklagt diese Konditionierung durch die Industrie in seinem Buch \u201eMisguided Medicine\u201c (Fehlgeleitete Medizin).<\/p>\n<p>Dabei hat bereits der Erfinder der Chemotherapie und Nobelpreistr\u00e4ger (1908) Paul Ehrlich selbst die massiven Nebenwirkungen seiner \u201eSchrotflinten-Therapie\u201c beklagt und ganz im Sinne der Kriegsmedizin seiner Zeit, am Vorabend des 1. Weltkrieges, nicht nur vom Gaskrieg gegen den Krebs, sondern von einer \u201eZauberkugel-Medizin\u201c getr\u00e4umt, bei der man mit Hilfe \u201emagischer\u201c Kanonenkugeln dem Tumor direkt und zielgerichtet den Garaus machen k\u00f6nnte. Ehrlichs M\u00e4nnerphantasien sind traurige Wirklichkeit geworden \u2013 die Nebenwirkungen leider nicht weniger.<\/p>\n<p>Die Konditionierung der jungen Mediziner in der Nachkriegszeit durch die \u00dcbermacht der Konzerne und die \u201eorganisierte Diktatur\u201c an den Hochschulen ist mehr als gelungen. Die Entwicklung des seit mehr als 50 Jahren stattfindenden gr\u00f6\u00dften Naturheilkundlichen Kongresses in Europa in Baden Baden zeigt deutliche Anzeichen einer \u00dcberalterung. Umso wichtiger sind Entwicklungen wie jene, die sich jetzt an der Universit\u00e4t in T\u00fcbingen abzeichnen, zumal einer der letzten gro\u00dfen Figuren des Pischinger-Kreises aus Wien, der ehemalige Professor f\u00fcr Medizin an der Universit\u00e4t Witten-Herdecke, Dr. Hartmut Heine, j\u00fcngst verstorben ist. Der Naturheilkunde geht, um es salopp zu formulieren, der Nachwuchs aus.<\/p>\n<p>Aus eigener Erfahrung als \u201eDr. Hoffnung\u201c wei\u00df ich sehr wohl um die Schwere einer solchen Entscheidung und bin mir der Verantwortung durchaus bewusst. Umso erfreulicher sind die genannten Optionen in Bad Aibling oder der anthroposophischen Klinik Havelh\u00f6he, die den Ansatz einer Integrativen Medizin vertreten und so das Beste aus beiden Welten vereinen. Meine Empfehlung geht daher in aller Regel in die Richtung solcher Institute, nicht zuletzt auch, um das Budget der Patienten zu schonen. Ein mahnender Satz aber folgt immer mit auf den Weg: \u201eNach der Tumortherapie ist vor der Tumortherapie, denn dann beginnt die eigentliche Behandlungsstrategie zur Bek\u00e4mpfung der Ursachen.\u201c<\/p>\n<h2>Quellen<\/h2>\n<p>[1] G\u00f6tzsche, Peter C<em>., \u201eDeadly Medicines and Organised Crime\u201c,<\/em>28. August 2013, Routledge-Verlag<\/p>\n<p>[2] Bollinger, Ty: <em>\u201eThe truth about cancer: What you need to know about Cancer\u2019s\u00a0 History, Treatment and Prevention \u201c<\/em>\u00a0 Hay House Inc., 25. Oktober 2016 , oder: Bollinger, Ty: <em>Die Wahrheit \u00fcber Krebs\u201c <\/em>Kopp Verlag<\/p>\n<p>[3] Vgl. S\u00fcddeutsche Zeitung: <em>\u201eMit Vollgas gegen Krebs\u201c,<\/em> 02.\/03. 10.2018 sowie DER SPIEGEL: <em>\u201eMehr Patienten bei mehr Krebsarten noch besser helfen\u201c<\/em>, Nr. 41\/06.10.2018.<\/p>\n<p>[4] Checkpoint: Vgl. dazu S\u00fcddeutsche Zeitung: <em>\u201e Die Macht der Antik\u00f6rper\u201c, <\/em>27.12.2018<\/p>\n<p>[5] Kr\u00e4mer, Elke: <em>Leben und Werk von Prof. Dr. phil. G\u00fcnther Enderlein (1972-1968), <\/em>Reichl Verlag, St. Goar, 2012, S. 236 ff.<\/p>\n<p>[6] Scholl, Vgl. DER SPIEGEL; Nr. 26\/1985 sowie Bl\u00fcchel, Kurt G., <em>\u201eHeilen verboten &#8211; t\u00f6ten erlaubt: Die organisierte Kriminalit\u00e4t im Gesundheitswesen\u201c, <\/em>Bertelsmann, M\u00fcnchen, 2003<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie entscheidet ein Krebspatient sich f\u00fcr eine alternative Therapie? 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