{"id":3660,"date":"2022-09-12T16:48:12","date_gmt":"2022-09-12T14:48:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/?p=3660"},"modified":"2023-04-25T20:28:04","modified_gmt":"2023-04-25T18:28:04","slug":"einfluss-gefuehle-auf-gesundheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/einfluss-gefuehle-auf-gesundheit\/","title":{"rendered":"Wie Gef\u00fchle unsere Gesundheit beeinflussen"},"content":{"rendered":"<p>Als Internist, Kardiologe und Energiemediziner behandle ich viele Patienten mit Herz- und Kreislaufkrankheiten. F\u00fcr manche Beschwerden lassen sich keine \u201eorganischen Ursachen\u201c finden. Obwohl wir wissen, dass solche Beschwerden in 80% nach 20-30 Jahren zu \u201erichtigen\u201c Herzkrankheiten f\u00fchren, gelten die Ursachen als unbekannt und eine Behandlung ist deshalb nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Es gibt jedoch einen Hintergrund \u2013 unsere Gef\u00fchle. Psychoimmunologie, \u201ePsychokardiologie\u201c und die moderne Bewusstseinsforschung best\u00e4tigen diese Vermutung. Wir alle kennen Situationen, bei den Gef\u00fchle sogar in der Lage sind, unseren klaren Menschenverstand auszuschalten, und dies keineswegs nur bei einzelnen, gar verwirrten Menschen. Vielmehr werden Beziehungen zwischen uns wie auch zu unserem Umfeld mehr durch Gef\u00fchle zu einem Urteil gef\u00fchrt als durch Verstand und \u00dcberlegungen. Auch materielle Dinge entfalten eine Wirkung, nur dass diese allein die Beziehungen zwischen Menschen nicht beschreiben k\u00f6nnen. Dies gilt auch f\u00fcr unser Umfeld bis hin zur Gesellschaft, in der wir leben.<\/p>\n<h2>Gef\u00fchle machen krank?<\/h2>\n<p>Sind es also unsere Gef\u00fchle, die uns \u201ekrank machen\u201c? Bis zu einem bestimmten Punkt k\u00f6nnen wir viel aushalten \u2013 wird dieser \u00fcberschritten, geht es uns schlecht und wir versp\u00fcren Beschwerden. Dabei neigen wir dazu, den Beginn von Beschwerden mit dem Beginn einer Erkrankung zu verwechseln. Tats\u00e4chlich sind die M\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine gute Regulation ersch\u00f6pft. Ausl\u00f6ser k\u00f6nnen akute Probleme sein, ein grippaler Infekt, wenig Schlaf, vermehrte berufliche Anforderungen, Termindruck u.v.m. In diesem Sinne sind \u201eKrankheiten\u201c Fehlregulationen, die gesundheitliche Katastrophen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall k\u00f6nnen nicht mehr verhindern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u00dcber Gef\u00fchle wurde schon viel geschrieben und geforscht. Mein Interesse als Kardiologe galt der Frage, ob und wie sie zu Herzinfarkten, Depressionen und weiteren Krankheiten f\u00fchren. Es gibt keinen ein-eindeutigen Zusammenhang, an was genau der Einzelne leiden wird. Aber auch eine Ehe ist keine schlichte Ursache-Wirkung-Beziehung \u2013 und scheitert in fast 50%. Die Unf\u00e4higkeit, \u201egut\u201c mit schwierigen Gef\u00fchlen umzugehen, treibt Menschen immer wieder auseinander. John Gottman (Eheforscher, USA) sagte mit 95%er Sicherheit voraus, ob ein Paar beieinander bleiben wird. Aussehen, Bankkonten oder \u00c4hnlichem waren bedeutungslos \u2013 als entscheidend erwies sich der Umgang des Paares mit schwierigen Gef\u00fchlen.<\/p>\n<p>Der Schweizer Psychiater Jakob B\u00f6sch entdeckte zusammen mit seiner Mitarbeiterin und Medium Anouk Claes, dass bei psychiatrisch Kranken \u201enegative Gef\u00fchle\u201c die Energiefl\u00fcsse in den Patienten behinderten oder gar aufhoben. Sie verbesserten ihre Gef\u00fchlsbilanz, indem sie \u201eTatsachen verr\u00fcckten\u201c. Zur Umkehr des \u201everr\u00fcckten \u00dcberlebensprogramms\u201c trainierten Anouk Claes und Jakob B\u00f6sch ihre Patienten, gute Gef\u00fchle bei zunehmend normalen Begebenheiten zu empfinden. Sie konnten nach diesem Prinzip viele psychiatrische Patienten mit viel weniger Medikamenten deutlich gebessert bzw. auch geheilt entlassen.<\/p>\n<h2>Gef\u00fchle verhalten sich wie elektrischer Strom<\/h2>\n<p>Aber warum lassen wir dies zu und \u00fcberfordern uns manchmal \u201efreiwillig\u201c, um dann ausgebrannt in einen Burnout zu geraten? Um die Zusammenh\u00e4nge zu verstehen, suchte ich nach Ansatzpunkten und Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten und entdeckte dabei Erstaunliches: Unsere Gef\u00fchle verhalten sich z. B. ganz genau so, wie der elektrische Strom dem Ohm\u00b4schen Gesetz folgt: R = U \/ I. Empfinde ich inneren Widerstand (R), steigt die Spannung (U) und der Fluss (I) verringert sich. Scherzhaft hei\u00dft es: Wenn ich niemals wie meine Mutter werden m\u00f6chte, verhindere ich nichts, sondern \u00fcbernehme garantiert genau diese ungeliebten Eigenschaften! Unsere negativen Gef\u00fchle verursachen dabei immer so viel und solange Stress, bis wir im gesetzm\u00e4\u00dfig immer daraus folgenden Kampf oder Flucht eine L\u00f6sung gefunden haben, weil die unangenehmen Gef\u00fchle an uns \u201ekleben mit dem damit verkn\u00fcpften Sachverhalt\u201c, bis wir entweder den Sachverhalt ver\u00e4ndern konnten oder unsere Sicht auf die Dinge ver\u00e4ndern und diese Chance uns mit angenehmeren Gef\u00fchlen die Richtung der g\u00fcnstigeren Entwicklung aufzeigt. Gelingt uns dies hingegen nicht, werden unsere Widerstandskr\u00e4fte irgendwann aufgebraucht sein und wir an hohem Blutdruck, Herz- und Hirninfarkten leiden, wie anders sollte es denn auch gehen?<\/p>\n<h2>Hauptursache f\u00fcr Stress<\/h2>\n<p>In der t\u00e4glichen \u00e4rztlichen Praxis best\u00e4tigen sich schwierige Gef\u00fchle als Hauptursache f\u00fcr Stress und damit als wesentliche Grundlage sehr vieler chronischer Erkrankungen. Die Beurteilung von Situationen mittels unserer Gef\u00fchle ist wandelbar, um unsere Energiefl\u00fcsse zu harmonisieren und chronische Krankheiten verbessern zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Unsere Gef\u00fchle folgen dabei dem biologischen Gesetz, maximale Erfolge mit einem Minimum an Aufwand anzustreben. Schwierige Gef\u00fchle haben, im Bilde gesprochen, deshalb die Aufgabe, uns als \u201erote Warnbojen\u201c auf dem Strom unseres Lebens auf Gefahren hinzuweisen. Sie zu bek\u00e4mpfen, lie\u00dfe uns schlicht stranden. Vielmehr fordern sie uns auf, nach \u201egr\u00fcnen Bojen\u201c auszuschauen, die die \u201eFahrtrinne\u201c im Leben markieren. So k\u00f6nnen wir \u2013 fast \u201eautomatisch\u201c \u2013 schwierige in angenehme Gef\u00fchle wandeln und Fehlentwicklungen beenden. Wir gelangen auf einen Weg hin zu einem sinnerf\u00fcllten, gesunden Leben \u2013 dank unserer Gef\u00fchle.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Beurteilung von Situationen mittels unserer Gef\u00fchle ist wandelbar, um unsere Energiefl\u00fcsse zu harmonisieren und chronische Krankheiten verbessern zu k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"author":308,"featured_media":3869,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[32,1,99,72,24,22,17,61,44,65,46,94,701,23,20,35,517,25,21,19],"tags":[535,183,917,918,919,389],"class_list":["post-3660","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-alkohol","category-allgemein","category-alltagstipps","category-depression-angst","category-familie-und-erziehung","category-gefuehlswelt","category-gesundheit-babys-und-kinder","category-herz-kreislauf","category-hypnosetherapie","category-krankheitsbilder-allgemein","category-meditation","category-nachdenken","category-panikattacken","category-partnerschaft-und-sexualitaet","category-psyche-und-gesundheit","category-rund-ums-thema-sucht","category-selbstfindung","category-soziales-umfeld","category-staerkung-fur-psyche-geist-und-seele","category-umgang-mit-stress","tag-gefuehle","tag-herzinfarkt","tag-herzkrankheiten","tag-psychoimmunologie","tag-psychokardiologie","tag-schlaganfall"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3660","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/308"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3660"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3660\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3920,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3660\/revisions\/3920"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3869"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3660"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3660"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3660"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}