{"id":3555,"date":"2018-09-19T14:06:44","date_gmt":"2018-09-19T12:06:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.symptome.ch\/blog\/?p=3555"},"modified":"2020-01-18T06:22:07","modified_gmt":"2020-01-18T05:22:07","slug":"antihypertensiva-schlaganfall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/antihypertensiva-schlaganfall\/","title":{"rendered":"Antihypertensiva, Schlaganf\u00e4lle und tolle Nebenwirkungen"},"content":{"rendered":"<p>Es gibt eine Sage in der Schulmedizin, die auf der Logik schulmedizinischer Wissenschaft beruht, aber mitnichten auf evidenzbasierten Tatsachen. <strong>Und die Sage = unbewiesene Hypothese geht so:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bluthochdruck sch\u00e4digt die Gef\u00e4\u00dfe. Ist das Ausma\u00df der Sch\u00e4digungen der Gef\u00e4\u00dfe ausreichend hoch, dann platzen diese im Herz und im Gehirn, und schon haben wir einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall. Folglich: Behandeln wir den Hochdruck und senken ihn auf Normalwerte, dann werden Gef\u00e4\u00dfsch\u00e4den verhindert, was wiederum Herzinfarkte und Schlaganf\u00e4lle verhindert.<\/strong><\/p>\n<p>Leider funktioniert Biologie so nicht. Und Herzinfarkte und Schlaganf\u00e4lle sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht die Folge einer solchen geradlinigen, monokausalen Ereigniskette. Aber unbewiesene und vereinfachende Erkl\u00e4rungen sind gut f\u00fcrs Gesch\u00e4ft, da man nicht mehr viel erkl\u00e4ren muss, weil es auch der D\u00fcmmste noch so einigerma\u00dfen versteht.<\/p>\n<p>Im Anschluss daran kann man sich Gedanken machen, was man als \u201eNormalwert\u201c begreifen m\u00f6chte. F\u00fcrs Gesch\u00e4ft hei\u00dft dies: Je geringer der Grenzwert, desto mehr behandlungsbed\u00fcrftige Patienten werden kreiert, und desto mehr rollt der Rubel.<\/p>\n<p>Wor\u00fcber man \u00fcberhaupt nicht gerne redet, das ist die gar nicht so theoretische M\u00f6glichkeit, dass dieses Behandlungskonzept nicht nur nicht richtig ist, sondern sogar das bewirkt, was man verhindern will, n\u00e4mlich Schlaganf\u00e4lle. Eine neue Sage seitens der neidischen Konkurrenz?<\/p>\n<h2>Schulmedizinische Hochdruckbehandlung &#8211; Weltmeisterschaft der Eigentore<\/h2>\n<p>Es gibt inzwischen eine Reihe von Studien, die das gesamte Behandlungskonzept der Hypertonie seitens der Schulmedizin kr\u00e4ftig infrage stellt. Daraus wird erstens klar, dass die oben skizzierte Logik hinter diesem Behandlungskonzept nichts als ein Gedankenkonstrukt ist, das unter der Last evidenzbasierter Tatsachen schnell zusammenbricht. Dieses Konstrukt kann nur aufrechterhalten werden, wenn man gef\u00e4lschte Studien und raffiniertes Marketing in Anwendung bringt. Zum Marketing geh\u00f6rt, dass man erfolgreich erreicht hat, dass alle Medien das schulmedizinische Glaubensbekenntnis von der heilsamen medikament\u00f6sen Antihypertensiva-Therapie nachbeten.<\/p>\n<p>Studien, die das Gegenteil behaupten, werden dementsprechend behandelt. Dies hei\u00dft, sie werden entweder komplett ignoriert oder man initiiert neue Studien, die das beweisen, was man bewiesen haben m\u00f6chte. Am besten man macht gleich beides zusammen.<\/p>\n<p>Die Studien mit den unliebsamen Ergebnissen kommen allerdings nicht aus der alternativen Ecke. Eine dieser Studien kommt aus dem Hause Cochrane und wurde 2012 im British Medical Journal ver\u00f6ffentlicht. Es handelt sich zwar nur um eine Metaanalyse (typisch f\u00fcr Cochrane Ver\u00f6ffentlichungen), die aber gezeigt haben will, <strong>dass die Therapie von leichter Hypertonie<\/strong> (systolischer Wert zwischen 140 und 159 mmHg und diastolischer Wert zwischen 90 und 99 mmHg) <strong>die Mortalit\u00e4t der Behandelten in keinster Weise reduzieren konnte.<\/strong> Aber dabei war dies doch das eigentliche Anliegen, oder? Sogar die Zahl der koronaren Herzerkrankungen und Schlaganf\u00e4lle lie\u00df sich mit dieser Therapie ebenfalls nicht reduzieren. Kein Wunder also, dass man in schulmedizinischen Kreisen \u00fcber diese Arbeit Stillschweigen h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Ebenfalls aus dem Jahr 2012 kommt eine Arbeit aus der Universit\u00e4t New York School of Medicine. Und die Autoren dieser Arbeit kommen zu dem Ergebnis, <strong>dass Betablocker (als Antihypertensivum) praktisch nutzlos sind<\/strong>. Es gibt keine protektiven Effekte. Und das Risiko f\u00fcr Herzinfarkt und Schlaganfall war so hoch beziehungsweise gering wie bei Patienten ohne Betablocker-Therapie. \u00dcber die Unterschiede bei den Nebenwirkungen erfahren wir leider nichts.<\/p>\n<p>Und sogar die American Heart Association hatte sich sogar schon 2010 zu Wort gemeldet und festgestellt, dass <strong>zu ausgepr\u00e4gte Blutdrucksenkungen das Risiko f\u00fcr Herzinfarkte und Schlaganf\u00e4lle signifikant erh\u00f6hen<\/strong>. Vor allem im fortgeschrittenem Alter wird diese Tatsache um einiges wichtiger. Im Alter kommt es h\u00e4ufiger zu Durchblutungsst\u00f6rungen, die durch eine \u201eoptimale Blutdrucksenkung\u201c nur noch verschlimmert werden k\u00f6nnen. Und wenn dies im Gehirn erfolgt, dann ist der n\u00e4chste Schlaganfall nur noch eine Frage der Zeit.<\/p>\n<p>Aber genau das ist das Problem, dass die Therapiewut der Schulmedizin <strong>immer wieder neue und vor allem geringere Grenzwerte kreiert<\/strong>, um noch mehr Patienten zu bekommen und noch h\u00f6here Dosierungen verabreichen zu k\u00f6nnen, damit der hypothetische Optimalwert beim Patienten erreicht wird. Die evidenzbasierte Biologie dagegen reagiert mit seinen eigenen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten, die allerdings gesch\u00e4ftssch\u00e4digenden Charakter f\u00fcr Industrie und Schulmedizin und gesundheitssch\u00e4digenden Charakter f\u00fcr den Patienten besitzen.<\/p>\n<p>Aber damit nicht genug. Nicht nur die behandelten Patienten werden durch eine \u201eoptimale Blutdrucksenkung\u201c gesch\u00e4digt. Inzwischen wei\u00df man, dass auch die Umwelt durch die Medikation in Mitleidenschaft gezogen wird. Denn als ausgeschiedene Medikamentenr\u00fcckst\u00e4nde gelangen sie ins Grund- und Trinkwasser und sorgen dort f\u00fcr eine \u201e\u00d6kologie mit optimalem Blutdruck\u201c. Hier hat sich eine Klasse von Antihypertensiva besonders ausgezeichnet, die Sartane. Diese Substanzklasse gilt als besonders problematisch, da sie \u00f6kologisch fast nicht abbaubar ist.<\/p>\n<p>Aber auch ohne das erh\u00f6hte Risiko f\u00fcr Herzinfarkte und Schlaganf\u00e4lle und die Verpestung der Umwelt gibt es wenig Grund, so euphorisch zu sein wie es die Schulmedizin in der Regel ist. Denn Antihypertensiva bergen noch weitere Risiken, die es abzuw\u00e4gen gilt. Die <strong>Nebenwirkungen der Therapie sind nicht so harmlos,<\/strong> wie es von der Schulmedizin und Industrie immer dargestellt werden. Es sei denn, dass jetzt das <strong>erh\u00f6hte Risiko f\u00fcr Diabetes, Krebserkrankungen, Nierensch\u00e4den etc.<\/strong> zu den Bagatellen geh\u00f6rt.<\/p>\n<h2>Bluthochdruck &#8211; gef\u00e4hrlich oder kaum der Rede wert?<\/h2>\n<p>Auf der anderen Seite ist ein erh\u00f6hter Blutdruck keine Bagatelle und kann \u00fcber l\u00e4ngere Zeit zu Gef\u00e4\u00dfsch\u00e4den f\u00fchren. Wie hoch der Blutdruck daf\u00fcr sein muss und wie lange er in dieser H\u00f6he wirken muss, um signifikante Gef\u00e4\u00dfsch\u00e4den zu verursachen, dar\u00fcber gibt es bislang keine Studien. F\u00fcr den Einsatz von teuren Medikamenten m\u00fcssen hier Hypothesen reichen, die man kurzerhand zu Dogmen mutieren l\u00e4sst. Und fertig ist das Gesch\u00e4ftsmodell.<\/p>\n<p>Aber selbst wenn man von der schulmedizinischen Definition der Hypertonie ausgeht, hei\u00dft das noch lange nicht, dass man hier unbedingt und ausschlie\u00dflich mit pharmazeutischer Chemie behandeln muss. <strong>Es gibt nat\u00fcrliche Alternativen, die bei einem vergleichbaren Wirkprofil weitaus weniger Nebenwirkungen mit sich bringen<\/strong>, was aber aus gesch\u00e4ftlicher Sicht gesehen keine gute Alternative ist, f\u00fcr Schulmedizin und Industrie nat\u00fcrlich.<\/p>\n<p>Nachteil der alternativen Methoden (die eigentlich keine Alternativen Methoden sind, sondern Mittel der ersten Wahl) ist, dass man hier nicht einfach irgendetwas an Substanz verordnet, die dann in bequemer Art und Weise ein- bis dreimal t\u00e4glich eingenommen wird, und schon ist alles gut. Hier ist oft die Mitarbeit des Patienten gefragt.<\/p>\n<p>Wir wissen inzwischen, dass k\u00f6rperliches Training einen erheblichen Beitrag an der Normalisierung des Blutdrucks hat. Es gibt eine Reihe von nat\u00fcrlichen Substanzen aus Heilpflanzen, die eine blutdruckregulierende Eigenschaft besitzen. Eine weitere Alternative zur Alternative w\u00e4re das Fasten. F\u00fcr dessen Wirkung gibt es <a href=\"http:\/\/www.gesund-heilfasten.de\/Bluthochdruck.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u00fcberzeugende Belege<\/a>.<\/p>\n<p>Hier wird nicht nur \u00fcber den Verlust von K\u00f6rpergewicht eine Blutdrucksenkung erzielt, sondern prim\u00e4r \u00fcber eine g\u00fcnstige Beeinflussung der Stoffwechsellage. Und dieser Einfluss ist nicht nur g\u00fcnstig f\u00fcr einen bestehenden Bluthochdruck, sondern auch f\u00fcr eine Reihe von physiologischen Prozessen, wie Entz\u00fcndungen, Diabetes, Krebserkrankungen und andere chronisch krankhafte Verl\u00e4ufe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von der unbewiesenen Hypothese zum Bluthochdruck, zu nutzlosen Betablockern und hohen Risiken einer ausgepr\u00e4gten Blutdrucksenkung. Welche alternativen L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten gibt es?<\/p>\n","protected":false},"author":294,"featured_media":3557,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[1,7,73,5,61,65,80,514,515],"tags":[899,391,350,183,900,389],"class_list":["post-3555","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-bewegung","category-diabetes","category-ernaehrung","category-herz-kreislauf","category-krankheitsbilder-allgemein","category-krebs","category-medizinische-behandlungsfehler","category-pflanzenheilkunde","tag-antihypertensiva","tag-betablocker","tag-bluthochdruck","tag-herzinfarkt","tag-hypertonie","tag-schlaganfall"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3555","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/294"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3555"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3555\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3925,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3555\/revisions\/3925"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3557"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3555"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3555"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3555"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}