{"id":3396,"date":"2017-12-12T11:07:53","date_gmt":"2017-12-12T10:07:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.symptome.ch\/blog\/?p=3396"},"modified":"2020-01-18T06:22:12","modified_gmt":"2020-01-18T05:22:12","slug":"bio-lebensmittel-gesuender","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/bio-lebensmittel-gesuender\/","title":{"rendered":"Mit Bio-Lebensmitteln l\u00e4nger leben!"},"content":{"rendered":"<p>Dass Bio-Lebensmittel ges\u00fcnder als konventionelle Nahrungsmittel sind, wird immer wieder bestritten. Das merkt man schon an der Diskussion um das Pestizid Glyphosat. Auch der R\u00fcckgang der Insekten bei uns l\u00e4sst aufhorchen. Vor Jahren war es noch lustig, wenn man die Chinesen in Obstb\u00e4umen sitzen sah, um die Bl\u00fcten zu best\u00e4uben, weil die Bienen und andere Insekten, die das \u00fcblicherweise \u00fcbernehmen, fehlen. Dass dies auch bei uns zunehmend der Fall ist, kann man nicht mehr lustig finden. Dabei ist das nur logisch: Pestizide sind nun mal dazu da, die sogenannten \u201eSch\u00e4dlinge\u201c zu t\u00f6ten, damit sie keine Ernteausf\u00e4lle verursachen.<\/p>\n<h2>Die einsamen Mahner sind gar nicht so allein<\/h2>\n<p>Umweltschutzgruppen wie Greenpeace oder die Ern\u00e4hrungsh\u00fcter von \u201efoodwatch\u201c weisen schon seit langer Zeit, wenn nicht Jahrzehnte, auf die R\u00fcckstandsproblematik von Pestiziden etc. hin. Liest man Derartiges in der Presse, werden Beh\u00f6rden und Industrie nicht m\u00fcde, die Unbedenklichkeit des Verzehrs der schadstoffhaltigen Lebensmittel zu betonen. \u201eKeine akute Gesundheitsgefahr\u201c, hei\u00dft es fast immer. Keine akute? Dann muss man aber wohl Dauersch\u00e4den bef\u00fcrchten? So gut wie immer wird darauf hingewiesen, dass die Proben ja nur selten \u00fcber den Grenzwerten liegen. Wer aber legt diese fest? Tierversuche geh\u00f6ren hier dazu. Dass diese oft genug nicht auf den Menschen \u00fcbertragbar sind, hat sich immer wieder gezeigt. Nicht umsonst werden sogar Medikamente immer mal wieder vom Markt genommen. Dazu kommt, dass ein Summengrenzwert fehlt, der alle Schadstoffe umfasst. Aber nun wurde erneut die Betriebserlaubnis f\u00fcr Glyphosat verl\u00e4ngert. Gerade so, also ob es die Warnungen von Greenpeace, \u00d6kotest und foodwatch nicht g\u00e4be.<\/p>\n<h2>175 Studien zeigten es schon vor langer Zeit<\/h2>\n<p>Dr. Alberta Velimirov vom Ludwig-Boltzmann-Institut in \u00d6sterreich und der Risikoforscher Werner M\u00fcller wiesen schon vor mehr als einem Jahrzehnt daraufhin: \u201eProdukte, wie man sie im Supermarkt, im Gem\u00fcsegesch\u00e4ft kauft, wurden niemals hinsichtlich gesundheitlicher Risiken untersucht\u201c. Sie pr\u00fcften 175 Studien, in welchen konventionelle und Bio-Lebensmittel verglichen wurden. Diverse Institutionen f\u00fchrten ebenfalls Studien zur Bewertung von Lebensmitteln aus unterschiedlichen Produktionsverfahren durch. Sie fanden heraus, dass der Konsum von Bio-Lebensmitteln weniger Hautprobleme und Allergien bedeutet. Schwedische Forscher zeigten zum Beispiel folgendes: werden zu menschlichen Krebszellkulturen biologische Erdbeerextrakte hinzugef\u00fcgt, so kommt es zu einer effektiveren Hemmung des Zellwachstums als mit Ausz\u00fcgen konventionell erzeugter Fr\u00fcchte.<\/p>\n<p>Aber es gibt auch Studien, die zeigten, dass man vor allem Vitamin C zumeist mehr in Bio-Lebensmitteln findet. Die Ursache daf\u00fcr sieht man im Kunstd\u00fcnger, der infolge des gesteigerten Wachstums der Pflanzen einen Verd\u00fcnnungseffekt verursacht. Dieser bewirkt geringere Vitamin C-Gehalte und entsprechend h\u00f6here Werte f\u00fcr Bio-Lebensmittel, die nicht auf diese Weise ged\u00fcngt werden. Dazu kommt, dass man beim Bio-Anbau Wert auf regionalen Anbau und auf Saisonware legt. Dass dies wiederum den Pflanzen mehr Zeit gibt, Vitamine zu bilden, ist leicht nachzuvollziehen. Auch eine Ern\u00e4hrung mit Fr\u00fcchten, die zur jeweiligen Zeit reifen und die nicht lange und aus weit entfernten Gegenden importiert werden m\u00fcssen, wirkt sich positiv auf den Vitamingehalt aus. Aber auch h\u00f6here Vitamin E und Provitamin A-Gehalte fand man in Bio-Milch. Dies wurde nicht nur f\u00fcr die wertvollen Vitamine herausgefunden. F\u00fcr Mineralstoffe wie Eisen und Zink gilt \u00c4hnliches. Sie sind in h\u00f6herer Konzentration in Bio-Lebensmitteln vertreten. Man f\u00fchrt dies auf die gr\u00f6\u00dfere Wurzelaktivit\u00e4t und den m\u00f6glicherweise gr\u00f6\u00dferen Bodenvorrat daran zur\u00fcck. Dagegen entdeckte man weniger gesundheitssch\u00e4dliches Cadmium, Nitrat und zumeist auch Natrium in Bio-Lebensmitteln.<\/p>\n<h2>Sekund\u00e4re Pflanzenstoffe<\/h2>\n<p>Unter sekund\u00e4ren Pflanzenstoffen k\u00f6nnen sich die Wenigsten etwas vorstellen. Sie sind auch noch nicht vollst\u00e4ndig erforscht. Man wei\u00df jedoch, dass die meisten eine krebsvorbeugende Wirkung haben und sie \u2013 mit Ausnahme von Milch \u2013 nur in Pflanzen vorkommen. Bei Bio-Gem\u00fcse und \u2013Obst besteht zus\u00e4tzlich die Tendenz zu einem h\u00f6heren Gehalt (um 10 \u2013 50 %) an ihnen. Tats\u00e4chlich fand man mehr von diesen wertvollen Substanzen in Bio-Obst und zum Teil auch in Bio-Gem\u00fcse. Das liegt mit daran, dass man von Biopflanzen die Schale nicht entfernen muss (keine Pestizide, Schalenbehandlungsmittel&#8230;.). Allein schon deshalb erh\u00e4lt man weit mehr sekund\u00e4re Pflanzenstoffe, da sich viele in und unterhalb von Schalen befinden. Eine Apfelschale enth\u00e4lt z B. 100mal so viele Flavonoide (typische sekund\u00e4re Pflanzenstoffe) wie die restliche Frucht.<\/p>\n<h2>Artgerechte Tierhaltung n\u00fctzt den Tieren und wir haben auch etwas davon!<\/h2>\n<p>Dass Massentierhaltung nicht nur f\u00fcr die Tiere eine Qual bedeutet, sondern auch uns mit deutlichen Antibiotikaresistenzen versorgt, sollte sich inzwischen ebenfalls herumgesprochen haben. Biobauern halten ihre Tiere in der Regel artgerechter. Dies h\u00e4lt die Tiere gesund, st\u00e4rkt ihr Immunsystem, ihre Belastbarkeit und f\u00f6rdert ihre Fruchtbarkeit.<\/p>\n<p>Sicherlich kann man nicht davon ausgehen, dass konventionelles Fleisch gesundheitssch\u00e4dliche R\u00fcckst\u00e4nde enth\u00e4lt. Aber die Wahrscheinlichkeit daf\u00fcr ist h\u00f6her als in Bio-Fleisch. Wer das nicht glauben will, sei auf entsprechende Testzeitschriften verwiesen, die diese Waren immer wieder untersuchen. Dazu kommt ein h\u00f6herer Gehalt an wertvollen Omega-3-Fetts\u00e4uren aufgrund von Weidehaltung und Grasfutter. Diese wertvollen Fetts\u00e4uren erreichen bei Bio-Fleisch zum Teil Werte von Fisch, der nicht nur deshalb als gesund gilt.<\/p>\n<h2>Es ist schon seit Jahren bewiesen: Bio ist ges\u00fcnder!<\/h2>\n<p>Die geschilderten gesundheitlichen Vorteile sind sicher wertvoll. Nur: sie reichten nicht aus, um behaupten zu d\u00fcrfen, dass Bio-Lebensmittel ges\u00fcnder sind. Aber genau das ist inzwischen bewiesen: Dies zeigte eine vierj\u00e4hrige Studie, die 12 Millionen (!) Britische Pfund gekostet hatte und die von der Europ\u00e4ischen Union gef\u00f6rdert wurde. Sie lesen richtig: ausgerechnet die Institution finanzierte die Studie, die nicht m\u00fcde wird, Pestizide zuzulassen. Es handelte sich um das bis zu diesem Zeitpunkt gr\u00f6\u00dfte Forschungsprojekt, welches die Vorteile von \u00f6kologischem Landbau und Biolebensmitteln aufzeigen sollte. Tats\u00e4chlich zeigte die Studie &#8222;Quality Low Input Food&#8220; (QLIF), dass Bio-Obst und -Gem\u00fcse \u00fcber 40 % mehr Antioxidantien aufweisen als konventionelles Obst und Gem\u00fcse.<\/p>\n<p>Noch krasser als in Obst und Gem\u00fcse fanden die Wissenschaftler den Gehalt von Antioxidantien in der Milch. Stammte sie von biologisch gehaltenen K\u00fchen, so enthielt sie 90 % mehr Antioxidantien und gesunde Fetts\u00e4uren. Aufgrund dieser Ergebnisse behauptete die Sunday Times sogar, dass der Genuss von Bio-Lebensmitteln das Leben verl\u00e4ngern kann!<\/p>\n<p>F\u00fcr die Studie wurde auf \u00f6kologischen und nicht-\u00f6kologischen Anbaufl\u00e4chen in ganz Europa Vieh aufgezogen. Au\u00dferdem baute man Obst und Gem\u00fcse wie Kohl, Salat, Karotten, Kartoffeln und Weizen an. Anschlie\u00dfend haben die Forscher Faktoren wie Geschmack und N\u00e4hrwert verglichen.<\/p>\n<p>In Gro\u00dfbritannien darf man sogar mit \u201eBio = ges\u00fcnder\u201c werben!<\/p>\n<p>Bio-Lebensmittel sind ges\u00fcnder als konventionelle!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass Bio-Lebensmittel ges\u00fcnder als konventionelle Nahrungsmittel sind, wird immer wieder bestritten. 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