{"id":3350,"date":"2017-11-13T00:05:17","date_gmt":"2017-11-12T23:05:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.symptome.ch\/blog\/?p=3350"},"modified":"2020-01-18T06:22:12","modified_gmt":"2020-01-18T05:22:12","slug":"placebo-effekt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/placebo-effekt\/","title":{"rendered":"Mit dem Placebo-Effekt zur \u201eemotionsbasierten\u201c Medizin"},"content":{"rendered":"<p>Ein Placebo ist ein \u201eLeermedikament\u201c und kommt als Doppelg\u00e4nger einer echten Pille, einem \u201eVerum\u201c, daher. Da es ohne pharmakologischen Wirkstoff auftritt, sollte es keinerlei Wirkung hervorbringen. Und doch gibt es den Placebo-Effekt: Heilung oder Linderung einer Krankheit, ohne dass eine Substanz daf\u00fcr verantwortlich w\u00e4re. Mit dem Placebo hat er nichts zu tun; das Wort im Begriff soll nur ausdr\u00fccken, dass da etwas von selber geschieht, dass der K\u00f6rper (durch die Psyche) sich selber hilft. Der Placebo-Effekt ist kein Pseudo-Effekt; etwas im K\u00f6rper hat sich dauerhaft zum Besseren ver\u00e4ndert, und es gen\u00fcgte, dass symbolisch etwas da war, das Heilung verhie\u00df. Mit Magie hat das nichts zu tun, und ein Wunder ist auch nicht geschehen. Geheilt hat der Glaube; es war Selbstheilung, eingeleitet durch das vermeintliche Medikament, das Katalysator spielte.<\/p>\n<h2>Der Placebo-Effekt, die unbekannte Gr\u00f6\u00dfe<\/h2>\n<p>Nehmen wir an, ich habe einen hartn\u00e4ckigen Schmerz, der mir keine Ruhe l\u00e4sst. Ich gehe zur \u00c4rztin, bekomme eine Pille, und es geht mir bald besser. Hat die Pille das getan? Nicht allein; ihr Wirkstoff wird wohl an der schmerzenden Stelle \u201eangekommen\u201c sein, doch zur selben Zeit mobilisiert sich der ganze Organismus, wenn er die Besserung erwartet. Das Ritual des Praxisbesuchs, das aufmunternde L\u00e4cheln der \u00c4rztin und die eigene feste \u00dcberzeugung, dass es gut werden m\u00fcsse, schaffen Zuversicht und lassen den K\u00f6rper in den \u201eSelbstheilungs-Modus\u201c gehen, wie man heute sagen w\u00fcrde. Das ist der Placebo-Effekt, hier ohne Placebo, von dem er nur seinen Namen hat. Er hat seinen Anteil am Verschwinden des Schmerzes, doch wir gro\u00df dieser Anteil ist, l\u00e4sst sich nicht angeben.<\/p>\n<p>Der Inhaltsstoff der Pille hat allenfalls ein Symptom beseitigt. Heilung will man das noch nicht nennen. Der Placebo-Effekt dagegen wirkt unspezifisch und ganzheitlich in dem Sinne, in dem ein thrakischer Arzt bei Plato einmal zu Sokrates sagte: \u201eDen Teil durch das Ganze heilen!\u201c Es gebe, sagte der Arzt, doch tats\u00e4chlich \u00c4rzte, die meinten, man k\u00f6nne den K\u00f6rper ohne die Seele heilen; doch das sei falsch.<\/p>\n<p>Forschungen in klinischen Arzneimittelstudien zeigten zuverl\u00e4ssig, dass auf das Konto der pharmakologischen Substanz nur etwa 25 Prozent der Besserung gehen. 25 Prozent der Wirkung sind auf Schwankungen zur\u00fcckzuf\u00fchren (vielleicht war man schon auf dem Weg der Besserung) und 50 Prozent auf den Placebo-Effekt (den man eigentlich im Plural nennen m\u00fcsste, da er auf verschiedenen Ebenen eintritt). Durch ein gutes Grundgef\u00fchl wurde die \u201einnere Apotheke\u201c angeregt, aber wie das genau abl\u00e4uft, wissen wir nicht. Heilung ist etwas Nat\u00fcrliches, bleibt aber in ihren Details gleichwohl ein Mysterium.<\/p>\n<h2>Liebe als \u201eh\u00f6chste Arznei\u201c<\/h2>\n<p>Der Placebo-Effekt wird als die positive Wirkung verstanden, die durch den symbolischen Kontext einer Behandlung und die menschliche Zuwendung entsteht. Die h\u00f6chste Arznei sei die Liebe, schrieb der gro\u00dfe Schweizer Heiler Paracelsus vor 500 Jahren. Ihm war eine gute Atmosph\u00e4re im Krankenzimmer stets wichtig. Ich bekomme also das Signal, dass mir geholfen wird, und so werden in mir Botenstoffe ausgesch\u00fcttet, ganze abgespeicherte Heilverl\u00e4ufe werden abgerufen, hilfreiche innere Substanzen (Endorphine) setzen sich in Bewegung, und Besserung tritt ein. Der konkrete Ausl\u00f6ser kann ja eine Pille sein (besser noch, wie Studien zeigen: eine Spritze; maximale Wirkung: Spritze vom Arzt in der Klinik verabreicht), jedoch eigentlich k\u00f6nne alles, richtig eingesetzt, Medizin sein, lehrt Ayurveda, und ein sch\u00f6n verpacktes Nichts tut es auch.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen leider mit dem Begriff Placebo-Effekt leben, der, wie Professor Harald Walach \u2013 er hatte lange einen Stiftungslehrstuhl f\u00fcr Komplement\u00e4rmedizin inne &#8211; einmal geschrieben hat, ein \u201emedizinisches Schimpfwort\u201c ist. Der Mechanismus der Selbstheilung wurde unseligerweise mit dem Makel \u201ePlacebo\u201c verkn\u00fcpft. Besserung ohne Pharma, wird uns damit suggeriert, kann nicht das Wahre sein. Der Bannfluch Placebo dient leider auch dazu, alternative Therapien abzuqualifizieren: alles Einbildung, soll das heissen; nichts dahinter. F\u00fcr den Placebo-Effekt ist neben Glaubens-Effekt und Selbstheilung als Synonym von dem US-Anthropologen Daniel Moerman \u201eBedeutungseffekt\u201c vorgeschlagen worden (der Patient legt dem Mittel Bedeutung bei), und auch ein \u201eCare Effect\u201c kam ins Spiel, der die Zuwendung (to care: umsorgen, pflegen) thematisiert, doch man hat ihn dem Placebo-Effekt zur Seite gestellt, und so wird alles nur noch komplizierter.<\/p>\n<h2>Gefallen wollen<\/h2>\n<p>Im 14. Jahrhundert fing eine Totenmesse immer mit dem Wort Placebo an: \u201ePlacebo Domine in regione vivorum\u201c sang man, und das ist Vers 9 aus Psalm 116, in dem jemand geheilt wurde. Da er gottgef\u00e4llig lebte, darf er \u201evor dem Allerh\u00f6chsten im Reich der Lebenden wandeln\u201c, und er \u201egef\u00e4llt\u201c (placebo: ich gefalle) dem Herrn, ist ihm wohlgef\u00e4llig. Manchmal schlichen sich Arme ein und beteten besonders laut \u201ePlacebo\u201c in der Hoffnung, sich hinterher an der allgemeinen Tafel sattessen zu k\u00f6nnen. Seither war Placebo gleichbedeutend mit Schmeicheln und T\u00e4uschen, mit dem Gefallenwollen.<\/p>\n<p>Der franz\u00f6sische Satiriker Voltaire sagte einmal, der Arzt m\u00fcsse mit seinen Mitteln den Patienten \u201eam\u00fcsieren\u201c (oder ihm \u201egefallen\u201c), bis die Heilung von selbst eintr\u00e4te, und manche Arznei verschrieb ein Mediziner, weil sie ihm selbst gefiel. Noch in Voltaires Jahrhundert, dem achtzehnten, kannte man dieselben 840 Mittel, die seit dem Altertum bekannt waren, und Zyniker nennen jede Medizin vor 1900 \u201ePlacebo-Medizin\u201c, da die \u00c4rzte nicht viel gewusst h\u00e4tten und eine Pharma-Industrie es nicht gab. Tatsache ist aber, dass dennoch Menschen geheilt wurden und dass auch Tiere in freier Wildbahn genesen \u2013 ohne Arzt und Krankenhaus.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter wurde viel erreicht, die gro\u00dfen Epidemien geh\u00f6ren der Vergangenheit an, doch immer noch ist die perfekte Pille, die \u201emagische Kugel\u201c, die sich der deutsche Chemiker Paul Ehrlich w\u00fcnschte, ein Wunschtraum. Die Pharmakologie ist in den hundert Jahren seit dem Tod des Immunologen (1915), der einen Wirkstoff gegen die Syphilis fand, ungeahnt weit gekommen, doch Medikamente treffen nicht genau ihr Ziel und werden obendrein oft unsachgem\u00e4\u00df verschrieben und eingenommen. Man sch\u00e4tzt, dass in Deutschland jedes Jahr 30.000 Menschen durch Neben- und Wechselwirkungen von Medikamenten sterben, wie im ARD-Fernsehen im August 2017 der Chefarzt der Notaufnahme der Klinik F\u00fcrth erw\u00e4hnte, Professor Harald Dormann; in den USA kursiert die Zahl von drei Millionen Toten in den vergangenen 30 Jahren.<\/p>\n<h2>Nichts verschreiben statt frommem Betrug<\/h2>\n<p>Bei schweren Leiden sind hochdosierte Medikamente unumg\u00e4nglich. Der Placebo-Effekt greift dagegen eher bei den 60 bis 80 Prozent der Krankheiten, mit denen Patienten in die Arztpraxis kommen und die eine gewisse psychische Komponente haben, etwa bei Migr\u00e4ne, Depressionen und Schmerz. Wenn operiert werden muss, sollte er keine Rolle spielen, k\u00f6nnte man meinen. Doch da irrt man sich. Bei einer Studie f\u00fchlten sich Patienten mit Knie-Arthrose, bei denen man statt einer Operation nur Einschnitte vorgenommen hatte, auch zwei Jahre danach noch gebessert. Bei manchen Eingriffen am Herzen half auch eine fingierte Operation (wie immer man das hingedreht hat). Bei Operationen wirkt selbstverst\u00e4ndlich die Psyche mit; die Professionalit\u00e4t des Teams weckt die \u00dcberzeugung, dass man geheilt werden wird. Fehlt sie, droht Gefahr. Es hat Operateure gegeben, die auf einen Eingriff verzichteten, wenn ein Patient Skepsis \u00e4u\u00dferte.<\/p>\n<p>Der Glaube ist zentral. Ich statte das Mittel, das mir verschrieben wird, mit Bedeutung aus, denn es ist fraglos ein materialisiertes Heilungsversprechen. Das Placebo mimt erfolgreich eine echte Arznei. Es zu verschreiben, wie es \u00c4rzte immer wieder getan haben, ist laut William Jefferson ein \u201efrommer Betrug\u201c. Fr\u00fcher war das einfacher, man hatte weniger ethische Bedenken. Heute kann der Mediziner allenfalls ein Mittel in einer so geringen Dosierung verschreiben, dass sie nicht wirken kann. Nebenwirkungen kann es dann nicht geben, h\u00f6chstens psychologischer Art seien sie, wird eingewandt. Eine Placebo-Gabe sei ethisch anfechtbar und besch\u00e4dige das Vertrauen zwischen Arzt und Patient, meinen Kritiker.<\/p>\n<p>Um das auszuschalten, m\u00fcsste man dem Patienten sagen: \u201eSie brauchen jetzt nichts, Sie schaffen das alleine. Gehen Sie, Ihr Glaube wird Ihnen helfen.\u201c Das klingt wie ein Wort Jesu und muss auch so gemeint sein: Geht es nicht um eines jener Leiden, die ohnehin von selbst heilen, sollte fester und unbeirrbarer Glaube (auch der \u00c4rztin) herrschen. Davor schon soll Hippokrates gesagt haben, nichts zu verschreiben k\u00f6nne manchmal auch richtig sein. K\u00fcrzlich kam bei Studien (eine an der Universit\u00e4t Basel) heraus, dass Placebos auch wirken, wenn sie als solche angek\u00fcndigt werden. Die Sprachregelung lautet dann so: \u201eIch gebe Ihnen da was, in dem kein Wirkstoff ist, das aber schon vielen geholfen hat.\u201c Man vergisst immer, dass ein Mittel jeglicher Art zu geben ein Heilverfahren ist und nicht nichts. Schon ein gutes Wort hilft und Gespr\u00e4che helfen, was der Erfolg von Psychotherapie zeigt.<\/p>\n<h2>Ein unzuverl\u00e4ssiger \u201eUr-Meter\u201c<\/h2>\n<p>Mit dem Placebo-Effekt ist immer zu rechnen, und sagen wir es noch einmal: Mit dem Placebo hat er nichts zu tun. Auf dieses st\u00fcrzte sich die Arzneimittelforschung: Da es ohne Wirkstoff ist, k\u00f6nnte man am Placebo die Qualit\u00e4t neuer Medikamente messen. Und so testet man sie seit Jahrzehnten, indem eine Gruppe Probanden die echte Substanz erh\u00e4lt, eine Kontrollgruppe dagegen (ohne ihr Wissen) ein Medikament ohne Wirkstoff. So wird das in randomisierten doppelblinden Arzneimittelstudien gemacht.<\/p>\n<p>Randomisiert heisst zuf\u00e4llige Auswahl von Studienteilnehmern, und doppelblind heisst: Der Patent wei\u00df nicht, was er bekommt, und die Person, die das Mittel verabreicht, wei\u00df es auch nicht. Aber die ganze Prozedur ist ein Ritual, und der Placebo-Effekt \u2013 wohltuende Wirkungen ungeachtet eines Inhaltsstoffes &#8211; k\u00f6nnte bei einem echten Mittel st\u00e4rker sein als bei einem Placebo. Man m\u00fcsste, meinten Kritiker, ein Arzneimittel mit einer Gruppe vergleichen, die wirklich nichts bekomme. Das ist aber schwer umzusetzen.<\/p>\n<p>Man arbeitet zuweilen mit dem balancierten Placebo-Design: Eine Gruppe bekommt ein \u201eVerum\u201c, das man ihr als Placebo verkauft, eine zweite Gruppe ein Placebo, das ihr als Verum angepriesen wird, w\u00e4hrend einer dritten und vierten Gruppe bei der Gabe von Verum und Placebo jeweils die Wahrheit gesagt wird. Hinterher darf gerechnet werden. So wird getrickst, um herauszufinden, wie das \u201eWahre\u201c wirkt, und damit setzt sich das scheinbar Zwielichtige und Trugartige des Placebos in der Forschung fort. Sucht nicht auch der Patient den \u201ewahren\u201c Arzt, der seiner Vorstellung entspricht und der Arzt den \u201ewahren\u201c Patienten, der wirklich krank ist?<\/p>\n<p>Ein Placebo ist jedenfalls alles andere als ein verl\u00e4sslicher \u201eMarker\u201c oder Ur- Meter bei den erw\u00e4hnten Studien, weil der Placebo-Effekt greift. Wer heute stark auf ein Placebo anspricht, reagiert in zwei Jahren vielleicht gar nicht mehr. Oder noch st\u00e4rker. Denn in den vergangenen Jahren wurde bekannt, dass der Placebo-Effekt bei Arzneimittelstudien st\u00e4rker geworden sei. Weshalb, wei\u00df man nicht. Eine Studie der Pharmaindustrie ist eine richtig gro\u00dfe Unternehmung. Die Teilnehmer sind wichtig und werden umsorgt. Das k\u00f6nnte in ihnen positive Prozesse ausl\u00f6sen. Man wei\u00df ja, dass der Placebo-Effekt durch den Aussto\u00df von Endorphinen bewerkstelligt wird \u2013 w\u00e4hrend Stress und Anspannung negativ wirken und das Immunsystem beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n<p>Der schlimmste Stress ist, sich zum Tod verurteilt zu f\u00fchlen. Nach Verhexungen starben bei den \u201eV\u00f6lkern mit Tradition\u201c (ein Ausdruck von Du\u0161an Gersi) viele Menschen, weil sie glaubten, dass es geschehen m\u00fcsse: psychogener Tod. Ein Artikel dar\u00fcber, den Walter Cannon 1942 ver\u00f6ffentlichte, war einflussreich. Er lenkte den Blick auf das \u201eNocebo\u201c-Ph\u00e4nomen: Verschlimmerung einer Krankheit bis zum Tod, bedingt durch den Glauben des Kranken, es gebe keine Hoffnung mehr. Patienten starben in Panik bei der Chefarzt-Visite oder exakt am Ende des Zeitraums, den ihnen der Arzt vorausgesagt hatte: Als h\u00e4tten sie ihrem Arzt recht geben wollen. Den guten Placebo-Effekt pries dann Henry K. Beecher 1955 in seinem Beitrag \u201eThe powerful Placebo\u201c, und seit den 1980-er Jahren wird eifrig dar\u00fcber publiziert.<\/p>\n<h2>Emotionsbasiert statt evidenzbasiert<\/h2>\n<p>Man w\u00fcrde den Placebo-Effekt gern st\u00e4rken wollen, lie\u00df sich sogar die deutsche Bundes\u00e4rztekammer in ihrem Bericht \u201ePlacebo in der Medizin\u201c vernehmen. Nur: Wie macht man das? Nichts weniger als eine Neudefinition von Therapie w\u00e4re vonn\u00f6ten. Weniger Glaube ans Medikament, mehr Zeit und Zuwendung f\u00fcr den Patienten, der vom passiven Rezipienten zum Agenten seiner selbst werden m\u00fcsste: zu einem, der an sein Heilpotenzial glaubt. Denn die anderen Agenten im Geschehen \u2013 Arzt, \u00c4rztin; Apotheker, Apothekerin \u2013 stehen n\u00e4mlich allm\u00e4hlich im Verdacht, Doppelagenten zu sein und mit ihrem Tun auch den System und dem eigenen \u201eGesch\u00e4ft\u201c dienlich zu sein.<\/p>\n<p>Die Praktiker sollten den Kranken nur begleiten und ihm bei der Heilung durch die \u201eNatur\u201c helfen. Sie k\u00f6nnten doch jeden Arbeitstag mit dem Vorsatz beginnen: \u201eIch will heute besonders liebevoll und geduldig sein.\u201c Damit w\u00fcrden wir uns auf eine emotionsbasierte Medizin zubewegen, und die evidenzbasierte tr\u00e4te etwas in den Hintergrund. Und statt des \u201efrommen Betrugs\u201c sollten die Fakten auf den Tisch, denn der Placebo-Effekt ist ein Faktum. Doch das alles wird angesichts einer skeptischen \u00c4rzteschaft und einer m\u00e4chtigen Pharmaindustrie noch lange Zeit ein frommer Wunsch bleiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum ist Placebo ein medizinisches Schimpfwort? 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