{"id":3315,"date":"2017-08-22T00:06:56","date_gmt":"2017-08-21T22:06:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.symptome.ch\/blog\/?p=3315"},"modified":"2020-03-26T21:01:39","modified_gmt":"2020-03-26T20:01:39","slug":"allergie-therapieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/allergie-therapieren\/","title":{"rendered":"Allergien lindern: die Ursache angehen, nicht nur die Symptome"},"content":{"rendered":"<p>Brennende Augen, eine triefende Nase, ein Kratzen im Hals, juckende Haut &#8230; eine Allergie \u00e4u\u00dfert sich auf verschiedenste Art und Weise. Inzwischen bei rund 30 Prozent der Deutschen. Vor allem Heuschnupfen, Nahrungsmittelallergien, Asthma bronchiale und Neurodermitis treten h\u00e4ufig auf und schr\u00e4nken die Lebensqualit\u00e4t der Betroffenen merklich ein. Die klassische Methode in der Schulmedizin ist es, in solchen F\u00e4llen Antihistamine zu verschreiben. Doch diese unterdr\u00fccken lediglich die Symptome, anstatt das Allergieproblem an der Basis anzugehen. Dabei gibt es M\u00f6glichkeiten, das Immunsystem neu einzustellen, ohne auf Medikamente zur\u00fcckzugreifen. Erfahren Sie hier, welche das sind, wie eine Allergie entsteht und weshalb der gesamte Lebensstil Einfluss auf das Auftreten und die Intensit\u00e4t von Allergien hat.<\/p>\n<h2>Was ist eine Allergie?<\/h2>\n<p>Eine Allergie ist nicht, wie oft angenommen wird, ein Anzeichen daf\u00fcr, dass das Immunsystem nicht funktioniert. Im Gegenteil, eine Allergie bedeutet viel mehr, dass das Immunsystem seinen Job akribischer macht, als es das eigentlich tun m\u00fcsste. Denn beginnen bei Pollenflug, dem Kontakt mit Tierhaaren oder dem Verzehr von bestimmten Lebensmitteln die Augen zu tr\u00e4nen, die Nase zu laufen und die Haut zu jucken, bedeutet das, der K\u00f6rper hat den jeweiligen Stoff, das Allergen, als gef\u00e4hrlich eingestuft und versucht ihn loszuwerden, indem er ihm den Weg in den Organismus versperrt (z. B. geschwollener Hals und Augen) und ihn zu \u201evertreiben\u201c versucht (durch Tr\u00e4nenfluss, Niesen etc.).<\/p>\n<h2>Wie entwickelt sich eine Allergie?<\/h2>\n<p>Ein ehrenwertes Vorhaben. Nur dass sich das Immunsystem im Fall einer Allergie irrt und einen Stoff als bedrohlich, als ein sogenanntes Pathogen, klassifiziert, der es nicht ist. Als Ursachen von Allergien gibt es in der Wissenschaft noch unterschiedliche Theorien. Manche vermuten, dass Allergien, also die Neigung zu solch einer unerw\u00fcnschten \u00dcberreaktion genetisch veranlagt sein k\u00f6nnte. Dagegen spricht, dass zahlreiche Allergien erst in sp\u00e4teren Lebensphasen und wie rein zuf\u00e4llig erstmals auftreten. Schaut man jedoch genauer hin f\u00e4llt auf, dass Allergien meist in solchen Momenten erstmals auftreten, in denen der Mensch in besonderer Weise physischem oder psychischem Stress ausgesetzt ist.<\/p>\n<p>Des Weiteren, so wird vermutet, k\u00f6nne der Lebens- und Klimawandel eine Rolle bei der Entstehung von Allergien spielen. Zum einen bl\u00fchen Gr\u00e4ser und B\u00e4ume fr\u00fcher und l\u00e4nger und es ist erheblich mehr Feinstaub in der Luft als fr\u00fcher. Zum anderen vermuteten viele Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen Allergien und einer \u00fcbertriebenen Indoor- und Hygienekultur. Desinfektionsmittel und antibakterielle Seifen halten das Immunsystem systematisch von Keimen und Bakterien frei, so dass es in der Folge h\u00e4ufiger zu Fehlern neigt. Es verliert seine feinen F\u00fchler daf\u00fcr, was sch\u00e4dlich ist und was nicht, beziehungsweise bildet sie erst gar nicht aus. \u00c4hnlich wie jemand, der noch nie mit einem Hund zu tun gehabt hat, nicht wei\u00df, ob Schwanzwedeln Gefahr bedeutet oder nicht, wei\u00df ein Immunsystem das stets in Watte gepackt wurde nicht, ob ein Stoff nun tats\u00e4chlich den K\u00f6rper bedroht oder nicht. Aus einem an sich harmlosen Stoff kann so ein scheinbar gef\u00e4hrliches Allergen werden.<\/p>\n<h2>Was sind Allergene?<\/h2>\n<p>Laut Deutschem Allergie- und Asthmabund e.V. sind derzeit mehr als 20.000 allergieausl\u00f6sende Stoffe bekannt. Bei diesen sogenannten Allergenen handelt es sich um Substanzen, die eine \u00dcberreaktion des Immunsystems ausl\u00f6sen. Oft sind das nat\u00fcrlich vorkommende Eiwei\u00dfk\u00f6rper. Einige Allergene werden \u00fcber die Atmung aufgenommen wie Pollen, Sporen, Staub oder Tierhaare. Andere gelangen \u00fcber den Mund (Lebensmittel etc.) oder die Haut (z. B. Nickel oder auch Insektenstiche) ins System.<br \/>\nTheoretisch kann so gut wie jeder Stoff zum Allergen werden. Die Abwehrreaktion des K\u00f6rpers reicht in solchen F\u00e4llen von lokalen Entz\u00fcndungen bis hin zu lebensbedrohlichen Systemausf\u00e4llen (Atemnot, Bewusstlosigkeit usw.).<\/p>\n<h2>Behandlung von Allergien<\/h2>\n<p>Warum aber entsteht eine Allergie \u00fcberhaupt erst? Die Tatsache, dass die meisten Allergien \u2013 egal ob Kind oder Erwachsener \u2013 nicht schon immer da sind, sondern irgendwann auftreten, deutet darauf hin, dass die \u00dcberreaktion lediglich ein Ausrutscher des Immunsystems und keine unab\u00e4nderliche B\u00fcrde ist.<\/p>\n<p>Dennoch werden in der Schulmedizin noch immer lediglich die Symptome angegangen. Mit je nach Allergieart und \u2013schwere Antihistaminen, Immunsupressoren oder anderen Antiallergika wie Augentropfen, Salben und Nasensprays sollen die Beschwerden gelindert werden \u2013 und das gelingt h\u00e4ufig auch. Die meisten Betroffenen sind dankbar f\u00fcr solche Medikamente. Immerhin f\u00fchren sie zu einem unmittelbaren Ergebnis: der Linderung von Triefnase und Tr\u00e4naugen. Man kann mit seinem Leben mehr oder weniger weitermachen wie bisher.<\/p>\n<p>Doch mit der Einnahme oder Anwendung solcher Antiallergika tritt nur eine vor\u00fcbergehende Linderung ein. Man kann sich das vorstellen wie wenn man einem Kind immer wieder einbl\u00e4ut \u201esei ruhig, sei ruhig, sei ruhig\u201c ohne ihm beizubringen wann und warum es ruhig sein soll. Ein solches Kind wird in diesem Moment zwar ruhig sein, aber bei jeder sich bietenden Gelegenheit wieder herumtoben, weil es nicht verstanden hat, warum Ruhigsein (manchmal) eine gute Sache sein kann. \u00c4hnlich beim Immunsystem: Es h\u00e4lt still solange die Antihistamine wirken, bek\u00e4mpft den mutma\u00dflichen Feind aber wieder, sobald die Wirkung nachl\u00e4sst, weil es nicht gelernt hat, dass von ihm keine Gefahr ausgeht.<\/p>\n<h2>Der Faktor Stress<\/h2>\n<p>Dass das Immunsystem \u00fcberhaupt pl\u00f6tzlich auf die Idee kommt, dass ein Stoff eine Gefahr darstellen k\u00f6nnte, h\u00e4ngt vermutlich stark von dem Stresslevel der jeweiligen Person ab. Eine Studie der Technischen Universit\u00e4t Dresden ergab, dass 75 Prozent der Allergiker auf Stress mit einem Allergie-Schub reagierten. Man darf vermutlich sogar einen Schritt weitergehen und behaupten: Stress kann Allergien erst ausl\u00f6sen. 2008 wurde in einer Untersuchung von Wissenschaftlern der Uni Gie\u00dfen festgestellt, dass bei l\u00e4nger anhaltendem Stress ein Botenstoff, die \u201eSubstanz P\u201c, der zwischen Nerven- und Immunsystem \u201edolmetscht\u201c, daf\u00fcr sorgt, dass sich eine bestimmte Nervenzellenart vermehrte, die wiederum \u00fcber die Substanz P allergische Entz\u00fcndungen verschlimmert.<\/p>\n<p>Dieser Stress kann psychisch oder physisch sein, also entweder durch Stress in Beruf, Schule oder Privatleben oder durch extreme k\u00f6rperliche Belastung wie sie beispielsweise bei Sportlern in intensiven Trainingsphasen auftritt. Zu beachten ist, dass Stressempfinden subjektiv ist. F\u00fcr ein Kind reicht oft schon die Trennung der Eltern, eine bevorstehende Pr\u00fcfung und manchmal auch der erste Kindergarten- oder Schultag.<\/p>\n<p>Achtet man dar\u00fcber hinaus nicht auf seine Ern\u00e4hrung, auf gen\u00fcgend Schlaf oder schw\u00e4cht sich zus\u00e4tzlich durch den Konsum von Kaffee und Alkohol, merkt der K\u00f6rper irgendwann, dass etwas nicht stimmt, dass es ihm nicht gut geht. Er wei\u00df aber nicht genau, woran das liegt beziehungsweise findet keinen \u201eSchuldigen\u201c, den er loswerden und seine Situation so verbessern kann. Dann kann es passieren, dass er sich \u2013 einfach ausgedr\u00fcckt \u2013 mehr oder weniger willk\u00fcrlich einen Stoff aussucht, der in so einer Phase zuf\u00e4llig zugef\u00fchrt wurde und ihn als \u00dcbelt\u00e4ter f\u00fcr seinen Zustand identifiziert und bek\u00e4mpft. Wichtig: Das hei\u00dft nicht, dass man sich keinem Stress mehr aussetzen sollte, wenn man an Allergien leidet oder vermeiden m\u00f6chte, dass man eine Allergie bekommt, sondern, dass man lernen muss mit Stress umzugehen. Genau, wie das Immunsystem lernen muss, dass der allergieausl\u00f6sende Stoff nicht gef\u00e4hrlich ist.<\/p>\n<h2>Allergien effektiv vorbeugen und nachhaltig lindern<\/h2>\n<p>Wie bringt man aber dem Immunsystem bei, dass es sich in diesem speziellen Fall geirrt hat? Zum einen, indem man Voraussetzungen schafft, die das Immunsystem unterst\u00fctzen. Das hei\u00dft, f\u00fcr sich sorgen, ausgewogen essen, sich bewegen, vielleicht sogar meditieren oder zumindest bewusste Pausen und Zeit f\u00fcr sich selbst einzuplanen. Das hei\u00dft auch, vor allem im Falle von Kindern, nicht alles blitzblank und steril zu halten. Bestimmte (ungef\u00e4hrliche) Bakterien und Schmutz trainieren die Abwehr. Ist der K\u00f6rper im Gleichgewicht, kann man daran gehen, dem Immunsystem beizubringen, dass ein bestimmter Stoff in Ordnung ist und nicht bek\u00e4mpft werden muss.<\/p>\n<p>Das geht zum Beispiel \u00fcber ein Audioprogramm von MindVisory: Allergien lindern. Es nutzt die Macht des Unterbewusstseins und leitet durch das Umlernprozedere w\u00e4hrend der Zuh\u00f6rer in angenehmer Entspannung ruht. Es werden nicht die Symptome einer allergischen Reaktion, sondern das Problem an der Basis angegangen. Ohne Medikamentengabe. In drei Schritten wird die \u201eErinnerung\u201c des Immunsystems umprogrammiert, sodass es einen bestimmten Stoff nicht als Gefahr abgespeichert beh\u00e4lt. Von der Vorstellung des Status quo geht es \u00fcber einen Vergleich mit einer \u00e4hnlichen, nicht allergieausl\u00f6senden Substanz hin dazu, dieses gute Gef\u00fchl beim Kontakt mit dieser vertr\u00e4glichen Substanz auf das Allergen zu \u00fcbertragen. Ein Heilversprechen gibt es auch bei dieser Form der Allergiebehandlung nicht, denn die ist, zumindest in Deutschland gesetzlich verboten. Das ist auch nicht notwendig, denn bei einer Allergie ist nichts kaputt. Das zeigt sich auch darin, dass viele, die mit diesem Audioprogramm gearbeitet haben, schon nach dem ersten H\u00f6ren eine deutliche Besserung versp\u00fcrt haben. Und sollte wider Erwarten kein Effekt eintreten, ist das Schlimmste, was passieren kann, dass man ein paar Mal entspannte 30 Minuten genossen hat. Ein guter erster Schritt in Richtung starkes Immunsystem \u2013 und weg von Allergien.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie kann man dem Immunsystem beibringen, dass es sich zum Zeitpunkt starken Stresses get\u00e4uscht hat und auf &#8222;unschuldige&#8220; Proteine wie Pollen oder Tierhaare o.\u00e4. allergisch reagiert?<\/p>\n","protected":false},"author":297,"featured_media":3324,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[67,1,931,5,17,935,44,88,20,21,19],"tags":[781,868,867,817,355,866,788],"class_list":["post-3315","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allergie","category-allgemein","category-asthma","category-ernaehrung","category-gesundheit-babys-und-kinder","category-hauterkrankungen","category-hypnosetherapie","category-neurodermitis","category-psyche-und-gesundheit","category-staerkung-fur-psyche-geist-und-seele","category-umgang-mit-stress","tag-allergie","tag-antihistamin","tag-asthma-bronchiale","tag-heuschnupfen","tag-immunsystem","tag-nahrungsmittelallergien","tag-neurodermitis"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3315","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/297"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3315"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3315\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3935,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3315\/revisions\/3935"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3324"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3315"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3315"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3315"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}