{"id":3261,"date":"2017-05-02T08:57:39","date_gmt":"2017-05-02T06:57:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.symptome.ch\/blog\/?p=3261"},"modified":"2020-01-18T06:22:17","modified_gmt":"2020-01-18T05:22:17","slug":"sofort-implantate-vollkeramik-statt-titan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/sofort-implantate-vollkeramik-statt-titan\/","title":{"rendered":"Titan meiden! Sofort-Implantate aus Vollkeramik als Alternative"},"content":{"rendered":"<p>Eine biologische Alternative zum Werkstoff Titan<\/p>\n<p>Zahn-Implantate bestehen heute \u00fcblicherweise aus \u201e<strong>Titan<\/strong>\u201c. Dieser Werkstoff wird deshalb bevorzugt verwendet, weil bis heute keine Allergie darauf nachgewiesen wurde, so dass Titan in der Schulmedizin als allgemein gut vertr\u00e4glich gilt.<\/p>\n<p>Dass der Ausschluss einer Titan-Allergie jedoch noch lange <strong>keine allgemeine Vertr\u00e4glichkeit<\/strong> bedeutet, kann in labormedizinischen Tests immer wieder nachgewiesen werden. Es scheint eine m\u00f6glicherweise genetisch pr\u00e4destinierte Gruppe von Patienten zu geben, bei denen die Inkorporation von Titan immunologische Reaktionen in Form einer hohen Aussch\u00fcttung spezifischer Entz\u00fcndungsmediatoren (Interleukin 1; Tumornekrosefaktor-\u03b1 etc.), ausl\u00f6st. Die biologischen Folgen dieser Aussch\u00fcttung k\u00f6nnen in zwei Richtungen gehen, n\u00e4mlich:<\/p>\n<ol>\n<li>Die Entz\u00fcndungsmediatoren l\u00f6sen eine lokal begrenzte Entz\u00fcndung im Bereich des Reizes (Implantat) aus, was in der Regel mit einer Periimplantitis und oftmals mit einer entz\u00fcndlichen Absto\u00dfung des Titan-Implantats verbunden ist. Nach Absto\u00dfung der Entz\u00fcndungsursache ist der immunologische Stressfaktor entfernt und das Gesundheitsproblem beseitigt.<\/li>\n<li>Die Entz\u00fcndungsmediatoren k\u00f6nnen den Stressfaktor Titan nicht eliminieren. Das Implantat heilt funktionst\u00fcchtig ein, die Entz\u00fcndungsmediatoren werden \u00fcber die K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten (Blut, Lymphe etc.) in andere Regionen des K\u00f6rpers transportiert und l\u00f6sen dort unspezifische Entz\u00fcndungen aus. Die Medizin steht dann oftmals vor einem R\u00e4tsel, denn ein Bezug zu den Titan-Implantaten kann weder logisch, noch labormedizinisch hergestellt werden. Die Beschwerden werden dann oftmals als \u201epsychosomatisch\u201c eingestuft.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Ob ein Patient zu den Personen geh\u00f6rt, bei denen diese spezifischen Immunantworten auf Titan zu erwarten sind, k\u00f6nnte laborm\u00e4\u00dfig sehr schnell \u00fcber einen sogenannten \u201eTitan-Stimulationstest\u201c verifiziert werden: Aufbereitetes Patientenblut wird im Labor mit Titan kontaminiert und dann \u00fcberpr\u00fcft, wie hoch die Aussch\u00fcttung der beschriebenen Entz\u00fcndungsmediatoren ist. Bei positivem Titan-Stimulationstest: H\u00e4nde weg von Titan!<\/p>\n<p>Ist dieser Test jedoch negativ, bedeutet das noch lange nicht, dass Titan im biologischen Sinn absolut vertr\u00e4glich ist, denn Titan ist ein unedles Metall, das in K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten \u2013 und damit auch im Knochen \u2013 zu Korrosionen neigt. Es gibt mittlerweile Nachweise dar\u00fcber, dass in Knochenarealen, in denen sich Titan-Implantate befinden, \u00fcberdurchschnittlich hohe bis sehr hohe Titanemissionen zu finden sind und auch die regionalen Lymphknoten, die erste Filterstation dieser Areale, sind titanbelastet.<\/p>\n<p>Diese Befunde sollten nachdenklich machen, denn durch die Zersetzung von Titan im Mund und Knochen bilden sich u.a. Metall-Ionen, die in den Organismus eindringen und sich entsprechend ihrer elektrischen Ladung in und an biologischen Strukturen anreichern, was wiederum zu biologischen Funktionseinschr\u00e4nkungen f\u00fchren kann.<\/p>\n<p><strong>Toxische Effekte<\/strong> von Metallen entstehen dabei durch:<\/p>\n<ul>\n<li>Funktionseinschr\u00e4nkungen entgiftender Organe wie z.B. Niere, Leber, Lymphe etc.<\/li>\n<li>Funktionseinschr\u00e4nkungen hormonaler Systeme wie z.B. Hypophyse, Nebenniere, Schilddr\u00fcse, Bauchspeicheldr\u00fcse, Prostata etc.<\/li>\n<li>Funktionseinschr\u00e4nkungen im zentralen und peripheren Nervensystem in verschiedenen Schweregraden<\/li>\n<li>Funktionseinschr\u00e4nkungen von Enzymen und des Stoffwechsels mit unw\u00e4gbaren Folgeerkrankungen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die logische Konsequenz zu diesen Risiken ist unseres Erachtens nach die <strong>strikte Meidung des Werkstoffes Titan<\/strong>, nicht nur in der Zahnmedizin.<br \/>\nIn der zahnmedizinischen Implantologie stehen uns dazu zwei <strong>Material-Alternativen<\/strong> zur Verf\u00fcgung:<\/p>\n<ol>\n<li>Implantate aus PEEK-Kunststoff:<br \/>\nPEEK ist die Abk\u00fcrzung von Polyetheretherketone. Es handelt sich hierbei um einen sehr harten, industriell vorgefertigten Kunststoff, der durch Fr\u00e4stechnik dann zum Implantat geformt wird.<br \/>\nEs gibt noch nicht allzu viele klinische Erfahrungen mit diesem Werkstoff, zu bedenken w\u00e4re aber immer eine eventuelle Problematik allergischer und\/oder subtoxischer Art durch Minikorrosionen von Kunststoffen in K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten mit unw\u00e4gbaren (Sp\u00e4t-)Folgen auf das immunologische und hormonale Gleichgewicht im Organismus.<\/li>\n<li>Implantate aus Vollkeramik:<br \/>\nVollkeramik ist ein sehr korrosionsbest\u00e4ndiger Werkstoff. Wie sich durch langj\u00e4hrige klinische Erfahrungen zeigte, ist die Zirkonoxid-Keramik stabiler und haltbarer als Titan. Somit sind Implantate aus Vollkeramik die <strong>biologische Alternative<\/strong> zu den herk\u00f6mmlichen Titanimplantaten.<\/li>\n<\/ol>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-3265\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/symptome_keramik-implantate.jpg\" alt=\"Keramik-Implantate\" width=\"536\" height=\"474\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/symptome_keramik-implantate.jpg 536w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/symptome_keramik-implantate-200x177.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 536px) 100vw, 536px\" \/><\/p>\n<p>Bild 1: Keramische Implantate<\/p>\n<p>Praxisinterne Erfahrungen zeigten, dass Vollkeramik-Implantate (Bild 1) vom Knochen bestens angenommen werden, voll in den Kieferknochen einwachsen und ideal vertragen werden. Diese Erfolge haben uns darin best\u00e4rkt, vollkeramische Sofortimplantationen vorzunehmen, also die Setzung von Implantaten unmittelbar im Anschluss einer Zahnextraktion (Zahn raus \u2013 Implantat rein): Bisher mit bestem Erfolg.<\/p>\n<p>Die <strong>Sofort-Implantation<\/strong> erfolgt innerhalb eines biologischen Gesamtkonzeptes unter einer bestimmten Vor-, Begleit- und Nachbehandlung. Die Behandlungszeit von der Extraktion eines Zahnes bis zur Versorgung mit einer endg\u00fcltigen Krone verk\u00fcrzt sich so um mindestens drei Monate.<\/p>\n<p>Der Vorteil von vollkeramischen Sofortimplantaten ist somit:<\/p>\n<ul>\n<li>sofortiger Zahnersatz nach einer Zahnextraktion<\/li>\n<li>festsitzende, kosmetische und funktionelle Sofortversorgung bei Zahnverlust<\/li>\n<li>kein l\u00e4stiges herausnehmbares Provisorium<\/li>\n<li>kein Knochenverlust in der Heilungsphase, was operative Knochenrekonstruktionen vor implantologischen Sp\u00e4tversorgungen erspart<\/li>\n<li>Zeitersparnis auf dem Weg zur endg\u00fcltigen Vollversorgung von mindestens drei Monaten<\/li>\n<li>Hohe \u00c4sthetik<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sofort-Implantate aus Vollkeramik sind somit die biologische Alternative in der modernen \u201eHigh-Quality-Implantologie\u201c!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum Sie Titan-Implantate unbedingt meiden sollten und warum daraus entstandene Beschwerden oft als psychosomatisch eingestuft werden. 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