{"id":2852,"date":"2015-04-14T07:49:24","date_gmt":"2015-04-14T05:49:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.symptome.ch\/blog\/?p=2852"},"modified":"2020-01-18T06:22:29","modified_gmt":"2020-01-18T05:22:29","slug":"uebergewicht-macht-krank","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/uebergewicht-macht-krank\/","title":{"rendered":"Wie \u00dcberern\u00e4hrung uns krank macht \u2013 Teil 2"},"content":{"rendered":"<h2>Fett verursacht St\u00f6rungen im Kohlenhydrat-Stoffwechsel<\/h2>\n<p>Die urspr\u00fcngliche deutsche und die asiatische Ern\u00e4hrung war kohlenhydratreich und fettarm. Vor allem der Konsum tierischer Fette hat sich in Deutschland seit dem Ende des 18. Jahrhunderts und in vielen L\u00e4ndern Asiens in den letzten Jahrzehnten verdreifacht, w\u00e4hrend die k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t gesunken ist. Seitdem haben auch die Asiaten ein gesundheitliches Problem mit ihrem wei\u00dfen Reis, der zuvor nie zu \u00dcbergewicht und Diabetes f\u00fchrte. F\u00fcr diese Effekte ist einerseits die Bewegungsarmut verantwortlich, andererseits eine Hemmung des Kohlenhydrat-Stoffwechsels durch die hohe Fettzufuhr.<\/p>\n<p>Ausschlaggebend f\u00fcr die Regulation von Kohlenhydrat- und Fett-Stoffwechsel ist, dass der K\u00f6rper vorrangig Fetts\u00e4uren zur Energiegewinnung verwendet, wenn diese zur Verf\u00fcgung stehen. Wenn in der Zelle viel Energie (ATP) sowie Produkte aus dem Fettstoffwechsel vorhanden sind, werden Schrittmacher-Enzyme im Kohlenhydrat-Stoffwechsel und somit die Glukose-Verwertung gehemmt.<\/p>\n<p>Die Pyruvatdehydrogenase ist ein zentrales Enzym im Kohlenhydrat-Stoffwechsel und wird f\u00fcr die Energiegewinnung aus Kohlenhydraten ben\u00f6tigt. Dabei ist sie auf Thiaminpyrophosphat, Kalium und Magnesium als Cofaktoren angewiesen. W\u00e4hrend nun ein Apfel, brauner Reis oder das volle Weizenkorn reichlich Kalium, Magnesium und Vitamin B1 (Thiamin) f\u00fcr die eigene Verstoffwechselung mitliefern, fehlen diese zentralen Cofaktoren in Softgetr\u00e4nken, Zucker, wei\u00dfem Reis und Wei\u00dfmehl fast vollst\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Die Aktivit\u00e4t des Pyruvatdehydrogenase-Komplexes wird auch \u00fcber die Pyruvatdehydrogenase-Phosphatase gesteuert und aktiviert. Diese wird durch ATP, NADH und Acetyl-CoA gehemmt. Da \u00fcber die beta-Oxidation der Fetts\u00e4uren gro\u00dfe Mengen an ATP, NADH und Acetyl-CoA produziert werden, hemmt eine hohe Fettzufuhr die Pyruvatdehydrogenase und somit den Kohlenhydrat-Stoffwechsel.<\/p>\n<p>Durch die verst\u00e4rkte Verwertung von Fetts\u00e4uren entstehen in den Mitochondrien zudem erh\u00f6hte Konzentrationen an prooxidativem Wasserstoffperoxid (H2O2), das ein Signal f\u00fcr die Herabregulation der Glukose-Verwertung ist. Bei \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Fettzufuhr entsteht so ein Glukose-R\u00fcckstau bis ins Blut.<br \/>\nDie vorrangige Verstoffwechselung von Fetts\u00e4uren reguliert also den Glukose-Stoffwechsel durch zahlreiche R\u00fcckkopplungsmechanismen nach unten. Erfolgt die Energiegewinnung langfristig durch Fetts\u00e4ureoxidation, etwa bei dauerhaft hohem Fettkonsum und Adipositas, kann dies zu Insulinresistenz, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen f\u00fchren (Rindler et al., 2013).<\/p>\n<p>Diese Zusammenh\u00e4nge erkl\u00e4ren, warum der hohe Kohlenhydratverzehr in Deutschland und Asien fr\u00fcher keine Stoffwechselerkrankungen ausl\u00f6ste, als sich die Menschen ausreichend bewegten und wenig Fett verzehrten. Schuldig sind weniger die Kohlenhydrate als der hohe Fettkonsum, der den Kohlenhydrat-Stoffwechsel hemmt.<\/p>\n<h2>Unsere Stoffwechselwege sind \u00fcberlastet!<\/h2>\n<p>Jede \u00dcberversorgung mit N\u00e4hrstoffen f\u00fchrt letztlich dazu, dass die einzelnen Stoffwechselwege \u00fcberlastet sind. Dadurch kommt es zu einer Anreicherung unvollst\u00e4ndig verdauter Stoffwechselprodukte, die man auch Schlacken nennen k\u00f6nnte und die im Ayurveda als Mala (normale Stoffwechsel-R\u00fcckst\u00e4nde) und Ama (giftige R\u00fcckst\u00e4nde) bezeichnet werden. Diglyzeride sind solche Stoffwechselprodukte, welche die Insulinsignalkette unterbrechen und die Glukoseaufnahme verhindern. Letztlich sind diese Mechanismen sehr sinnvoll, da so eine N\u00e4hrstoff\u00fcberladung der Zelle verhindert wird. Erh\u00f6hte Blutzuckerspiegel sind damit vor allem ein Symptom von intrazellul\u00e4ren R\u00fcckstauph\u00e4nomenen. Meistens sind dann auch die Triglyzeride und Aminos\u00e4uren im Blut erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Entscheidend f\u00fcr die Stoffwechselbelastung ist also eine hohe Energiedichte und Anflutungsgeschwindigkeit der N\u00e4hrstoffe. G\u00fcnstig sind Lebensmittel mit hoher Vitalstoffdichte, niedriger Energiedichte und allm\u00e4hlicher Anflutung der Makron\u00e4hrstoffe im Blut. Ideal sind daher gering verarbeitete pflanzliche Lebensmittel.<\/p>\n<p>Dieses Zusammenspiel erkl\u00e4rt die ausgezeichneten klinischen Langzeit-Erfolge der pflanzenbasierten Ern\u00e4hrungstherapie von Esselstyn und Ornish bei Koronarer Herzkrankheit. Beide setzen auf kohlenhydratreiche und wirklich fettarme Kost, d. h. 10 % der Energiezufuhr in Form von Fett. Diese Empfehlungen entsprechen der urspr\u00fcnglichen Fettzufuhr in Asien und Deutschland. Bei einem Metabolischen Syndrom, Diabetes mellitus Typ 2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie bei Prostatakrebs ist eine Fettreduktion auf 10 % der Energie in Form von Fett aus pflanzlichen Quellen sinnvoll. Zu Pr\u00e4ventionszwecken reicht eine Fettreduktion auf 30 % der Energiezufuhr in Form von \u00fcberwiegend unges\u00e4ttigten pflanzlichen Fetten.<\/p>\n<h2>Ges\u00e4ttigte Fetts\u00e4uren besonders ung\u00fcnstig<\/h2>\n<p>Das Dietary Guidelines Advisory Committee der USA (DGAC, 2010) kommt zu folgender Risikoeinsch\u00e4tzung (www.nel.gov): Starke Beweise \u2013 und eine solche Aussage findet man extrem selten in der Wissenschaft \u2013 zeigen, dass ges\u00e4ttigte Fette in der Ern\u00e4hrung einhergehen mit:<\/p>\n<ol>\n<li>erh\u00f6htem Gesamt-Cholesterin und LDL-Cholesterin im Serum und erh\u00f6htem Risiko f\u00fcr Herz-Kreislauf-Erkrankungen<\/li>\n<li>erh\u00f6hten Markern f\u00fcr Insulin-Resistenz und erh\u00f6htem Risiko f\u00fcr Diabetes mellitus Typ 2<\/li>\n<\/ol>\n<p>Eine niedrige Aufnahme ges\u00e4ttigter Fette vermindert demnach das Risiko f\u00fcr Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mellitus Typ 2. Auch Wei\u00dfmehl und Zucker k\u00f6nnen den Cholesterinspiegel erh\u00f6hen, da sie bei hochkalorischer Ern\u00e4hrung und erh\u00f6hten Insulinspiegeln in der Leber zu ges\u00e4ttigten Fetts\u00e4uren umgebaut werden.<\/p>\n<h2>Funktionsst\u00f6rung in unseren zentralen Energiekraftwerken \u2013 den Mitochondrien der Leberzellen<\/h2>\n<p>Die Leber ist das zentrale Organ des S\u00e4ure-Basen-, Entz\u00fcndungs-, Insulin-, Energie-, Glukose-, Protein-, Fett- und Cholesterin-Stoffwechsels \u2013 und damit die zentrale biochemische Fabrik unseres K\u00f6rpers. Insbesondere die Kombination von Bewegungsmangel und hoher Fettzufuhr in der westlichen Ern\u00e4hrung f\u00fchrt zu einer Dysfunktion der Mitochondrien, dem Ort in der Zelle, an dem aus Nahrungsbestandteilen Energie gewonnen wird.<\/p>\n<p>Zu viel Fett macht nicht nur \u201efett\u201c, sondern sch\u00e4digt auf Dauer auch die Mitochondrien. Bei \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Fettzufuhr f\u00fchrt die gesteigerte Fettverstoffwechselung zu massivem oxidativem und nitrosativem Stress. Die erh\u00f6hte oxidative Belastung f\u00fchrt zu Oxidationssch\u00e4den an der mitochondrialen DNA, Proteinen sowie Lipiden, zum Verbrauch von Antioxidantien und schlie\u00dflich zu einer mitochondrialen Zytopathie (Mantena et al., 2009; Pessayre et al., 2004). Eine gesteigerte Fetts\u00e4ureoxidation ist auch ein typisches Kennzeichen von Krebszellen (z. B. Liu, 2006). Ergebnisse der europ\u00e4ischen EPIC-Studie belegen ebenfalls die hohe Risikokorrelation zwischen Brustkrebs und Fettkonsum. So verdoppelte ein hoher Gesamtfettkonsum das Brustkrebsrisiko der deutschen EPIC-Teilnehmerinnen (Schulz et al., 2008).<\/p>\n<h2>Viele Wege f\u00fchren zur Fettleber<\/h2>\n<p>Eine hohe Fettzufuhr, aber auch ein \u00dcberma\u00df an Fruktose und unserem Haushaltszucker Saccharose, welcher in Glukose und Fruktose aufgespalten wird, sowie tierisches Protein \u00fcberfordern den Stoffwechsel und f\u00fchren auf Dauer zur mitochondrialen Dysfunktion. Daher beginnen die Leberzellen das \u00fcbersch\u00fcssige Fett direkt einzulagern, was zu einer nichtalkoholischen Fettleber (NAFLD \u2013 non alcoholic fatty liver disease) f\u00fchrt. Zusammen mit einer Insulinresistenz und einer Hyperinsulin\u00e4mie spielt die NAFLD eine zentrale Rolle in der Pathogenese des Metabolischen Syndroms und von Diabetes mellitus Typ 2. Mit einer Pr\u00e4valenz von fast 50 % in den USA (Williams et al., 2011) wird die Bedeutung der NAFLD in Deutschland noch massiv untersch\u00e4tzt.<\/p>\n<p>Die nicht durch Alkoholabusus bedingte Fettansammlung in der Leber hat sich in zahlreichen prospektiven Studien als ein Pr\u00e4diktor f\u00fcr Diabetes mellitus Typ 2 erwiesen \u2013 und zwar unabh\u00e4ngig von einer Adipositas. Yki-J\u00e4rvinen sieht im Metabolischen Syndrom und der nichtalkoholischen Fettlebererkrankung zwei Definitionen des gleichen Grundproblems, das mit einer zentralen Insulinresistenz und Hyperinsulin\u00e4mie einhergeht (Yki-J\u00e4rvinen, 2010).<\/p>\n<p>Sowohl Adip\u00f6se als auch Schlanke mit einer Insulinresistenz k\u00f6nnen eine NAFLD haben. Eine Leberverfettung korreliert hochsignifikant positiv mit allen Merkmalen des Metabolischen Syndroms \u2013 unabh\u00e4ngig von einer Adipositas (Kotronen und Yki-J\u00e4rvinen, 2008). Dies hei\u00dft: Nicht alle Adip\u00f6sen entwickeln automatisch ein Metabolisches Syndrom und eine Fettleber. Aber auch schlanke Menschen k\u00f6nnen unter einer Fettleber und einer Insulinresistenz leiden. So kann z. B. auch ein Cholinmangel zu einer Fettleber f\u00fchren.<\/p>\n<p>Ein Metabolisches Syndrom und eine NAFLD erh\u00f6hen im K\u00f6rper die Entz\u00fcndungsaktivit\u00e4t und den oxidativen Stress, welche einen wesentlichen Beitrag zu den typischen Folgeerkrankungen leisten. Oxidativer Stress und Entz\u00fcndungsprozesse h\u00e4ngen eng miteinander zusammen: Jede Entz\u00fcndung verursacht oxidativen Stress, denn die Immunabwehr bedient sich zellsch\u00e4digender freier Sauerstoff- und Stickstoff-Radikale. Auf Dauer f\u00fchrt das zu einer Ersch\u00f6pfung der k\u00f6rpereigenen Antioxidantienpools. Antioxidantien sind aber insbesondere f\u00fcr den Zellschutz und die Energiegewinnung innerhalb der Mitochondrien notwendig. Ein Bestandteil des Metabolischen Syndroms und der NAFLD ist daher die Entwicklung einer mitochondrialen Dysfunktion. Sekund\u00e4re Pflanzenstoffe aus Gem\u00fcse, Obst und Kr\u00e4utern, z.B. Granatapfel-Polyphenole, k\u00f6nnen vielen dieser prooxidativen und inflammatorischen Kollateralsch\u00e4den entgegenwirken.<\/p>\n<h2>Starke Energierestriktion baut Leberfett ab und kann Diabetes heilen<\/h2>\n<p>In einer kleinen, aber bemerkenswerten Studie der Forschungsgruppe von Ron Taylor wurde der Triglyzeridgehalt der Bauchspeicheldr\u00fcse (Pankreas) und der Leber von elf Typ-2-Diabetikern vor und nach einer reduzierten Energieaufnahme bestimmt. Durch die Restriktion der Nahrungsenergie auf 600 kcal\/Tag \u00fcber acht Wochen nahm der Fettgehalt beider Organe erheblich ab: in der Leber von 12,8 % auf 2,9 %, in der Bauchspeicheldr\u00fcse von 8,0 % auf 6,2 %. Die Funktion der pankreatischen beta-Zellen sowie die Insulinsensitivit\u00e4t der Leber normalisierten sich bei den Diabetikern (Lim et al., 2011). In der Studie wurden t\u00e4glich mindestens 2-3 Liter Wasser, dreimal t\u00e4glich ein Di\u00e4tdrink\/Suppe zur Deckung des Bedarfs an Mikron\u00e4hrstoffen und Protein (50 g) sowie zus\u00e4tzlich drei Portionen st\u00e4rkearmes Gem\u00fcse aufgenommen. Solche Ergebnisse sind f\u00fcr Fasten\u00e4rzte nichts Neues, sondern Erfahrungen, die schon 1000-fach von Bruker und Buchinger gemacht wurden. Weniger essen und Rohkostfasten k\u00f6nnen eine nicht-insulinpflichtige Diabeteserkrankung durch den raschen Abbau des Leberfettes stark verbessern oder sogar heilen. Eine moderate Proteinzufuhr (50 g\/Tag) wie in der Studie verhindert den Muskelabbau, ohne die Leber zu belasten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2861\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/symptome_verhindern-von-ubergewicht.jpg\" alt=\"\u00dcbergewicht verhindern\" width=\"480\" height=\"321\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/symptome_verhindern-von-ubergewicht.jpg 480w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/symptome_verhindern-von-ubergewicht-200x134.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/p>\n<h2>Cholin \u2013 essentiell f\u00fcr Leberfunktion und Fettstoffwechsel<\/h2>\n<p>Cholin (fr\u00fcher auch Vitamin B4 genannt) ist ein wichtiger, jedoch kaum beachteter Vitalstoff (Zeisel und da Costa, 2009) und essentiell f\u00fcr den Transport von Fetten und Cholesterin (Lipoproteine) (Penry und Manore, 2008). Phosphatidyl-Cholin ist ein notwendiger Bestandteil der VLDL-Partikel, mit denen Cholesterin und Fette von der Leber in die Peripherie transportiert werden. Die Europ\u00e4ische Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit (EFSA, 2011) stellt fest, dass ein Cholinmangel bei Menschen, die ohne Cholin k\u00fcnstlich ern\u00e4hrt werden, sowie bei M\u00e4nnern und postmenopausalen Frauen, die sich cholinarm ern\u00e4hren, zu einer Lebersch\u00e4digung und zur Entwicklung einer Fettleber f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Nur 10 % der Bev\u00f6lkerung erreichen eine ausreichende Cholinzufuhr von 450 bis 550 mg pro Tag (Jensen et al., 2007). Cholin (z. B. in Soja und Sojalecithin, Sonnenblumenkernen, Eiern, Weizenkeimen etc.) und Betain (z. B. in Quinoa) sind nicht nur f\u00fcr den Fett-, Cholesterin- und Homocystein-Stoffwechsel essentiell, sondern auch am Aufbau der Zellmembranen und des Neurotransmitters Acetylcholin beteiligt. Betain, das der K\u00f6rper aus Cholin synthetisieren oder auch sehr gut \u00fcber Quinoa (630 mg\/100 g) aufnehmen kann, zeigte in einer Studie nicht nur gef\u00e4\u00dfsch\u00fctzende Effekte, sondern konnte auch reduzierte Werte des antioxidativ wirksamen Glutathion (GSH) in der Leber wieder normalisieren (Varatharajalu et al., 2010). Zus\u00e4tzlich konnte Betain Lebersch\u00e4den verhindern, indem es einer Fettansammlung in der Leber (Hepatosteatose) entgegenwirkte.<\/p>\n<p>Die Form der nichtalkoholischen Fettleber, die durch einen Cholinmangel verursacht wird, wird pathogenetisch durch eine mitochondriale Zytopathie ausgel\u00f6st (Hensley et al., 2000). Die physiologischen und bio-chemischen Abl\u00e4ufe sind \u00e4hnlich wie bei der Pathogenese der durch fettreiche Ern\u00e4hrung ausgel\u00f6sten nichtalkoholischen Fettleber. Da dem Metabolischen Syndrom mit Insulinresistenz eine Leberverfettung zugrunde liegt, ist w\u00e4hrend der Phase der Gewichtsreduktion eine Nahrungserg\u00e4nzung mit rechtsdrehender Milchs\u00e4ure, Cholin und B-Vitaminen sinnvoll, um den Abbau des \u00fcbersch\u00fcssigen Leberfettes zu unterst\u00fctzen. Cholin dient gleichzeitig dem Abbau von Homocystein, das bei \u00dcbergewichtigen h\u00e4ufiger erh\u00f6ht ist, sowie der Synthese von Acetylcholin im Nervensystem.<\/p>\n<h2>Multitalent Ballaststoffe \u2013 Wirksame Waffe gegen \u00dcbergewicht und Co.<\/h2>\n<p>Die urspr\u00fcngliche Ern\u00e4hrung des Menschen soll vor der Entwicklung des Ackerbaus etwa 100 g Ballaststoffe enthalten haben (Eaton et al., 1997). Ballaststoffe sind kein Ballast, sondern sie ern\u00e4hren die menschliche Darmflora, die zahlreiche wichtige Stoffwechselprodukte und kurzkettige Fetts\u00e4uren liefert, wie z. B. Butyrat, ein potenter Entz\u00fcndungsmodulator und Krebshemmstoff. Die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung empfiehlt mindestens 30 g Ballaststoffe pro Tag (DGE, 2011).<\/p>\n<p>Die Nationale Verzehrsstudie II zeigte allerdings, dass die Ballaststoff-Aufnahme bei 68 % der M\u00e4nner und bei 75 % der Frauen deutlich geringer ist. Die durchschnittliche Zufuhr betr\u00e4gt 24 g pro Tag (MRI, 2008). Durch reichlichen Verzehr von Gem\u00fcse, Obst und Vollkornprodukten l\u00e4sst sich die Ballaststoffzufuhr leicht steigern (DGE, 2011).<br \/>\nEine ballaststoffreiche Kost hat trotz geringer Energiedichte eine hohe S\u00e4ttigungswirkung. Dies beruht zum einen auf einer Verlangsamung der Magenpassage, zum anderen auf der Bindung von Wasser. Die Quellung verursacht eine verst\u00e4rkte Magenwanddehnung, die die Aussch\u00fcttung von S\u00e4ttigungshormonen stimuliert. Die verz\u00f6gerte Magenentleerung f\u00fchrt au\u00dferdem zu einer verlangsamten Blutzuckerantwort mit verminderter Insulinsekretion (Schulze-Lohmann, 2012).<\/p>\n<p>Das erh\u00f6hte Stuhlvolumen und der regelm\u00e4\u00dfige Stuhlgang verhindern Verstopfung (Lembo und Camilleri, 2003). Die volumenerh\u00f6hende und weichmachende Wirkung von unl\u00f6slichen Ballaststoffen senkt auch den Druck im Inneren des Verdauungstraktes und hilft so, Darmerkrankungen wie Divertikulose und Divertikulitis zu verhindern (Aldoori et al., 1998). Indem Ballaststoffe sekund\u00e4re Gallens\u00e4uren binden, wird das Dickdarmkrebsrisiko deutlich gesenkt und die Cholesterinausscheidung verbessert. Ballaststoffe haben vielf\u00e4ltige weitere positive Wirkungen im Magen-Darm-Trakt: eine verk\u00fcrzte Transitzeit im Darm, die Ver\u00e4nderung des pH-Werts im Dickdarm, die Bindung von Cholesterin, Gallens\u00e4uren, Schwermetallen und Ammoniak. Auch die Produkte aus der Fermentation der Ballaststoffe im Dickdarm wie kurzkettige Fetts\u00e4uren haben entscheidende Auswirkungen auf verschiedene ern\u00e4hrungsmitbedingte Krankheiten. Eine hohe Zufuhr von Ballaststoffen geht daher mit einem verringerten Risiko z. B. f\u00fcr Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2, Fettstoffwechselst\u00f6rungen, Bluthochdruck und Koronare Herzkrankheit (KHK) einher (Keller, 2012; Schulze-Lohmann, 2012).<\/p>\n<p>US-Wissenschaftler (Hairston et al., 2012) untersuchten \u00fcber einen Zeitraum von 5 Jahren den Einfluss verschiedener Lifestyle-Faktoren auf das Fettgewebe. Die Ergebnisse \u00fcberraschten selbst die Forscher: Studienteilnehmer mit einer um 10 g gesteigerten Aufnahme an l\u00f6slichen Ballaststoffen konnten ihr Bauchfett, welches besonders ung\u00fcnstig ist, um 3,7 % senken. Moderate Bewegung \u00fcber den gleichen Zeitraum senkte das Bauchfett um 7,4 %.<br \/>\nDie Akazienfaser, die auch als Akaziengummi bekannt ist, weil sie aus dem Pflanzensaft von Akazien gewonnen wird, ist ein l\u00f6slicher, besonders vertr\u00e4glicher Ballaststoff, der die Vermehrung von probiotischen Darmbakterien, insbesondere Bifidobakterien, st\u00e4rker ankurbelt als Inulin (Calame et al., 2008) und auch bei Fruktosemalabsorption gut vertragen wird. Durch die Absenkung des Dickdarm-pH-Werts wird auch eine verst\u00e4rkte Ausscheidung von Ammoniak \u00fcber den Stuhl erreicht.<\/p>\n<p>Die Akazienfaser besteht aus immunmodulierenden Arabinogalaktanen, besitzt filmbildende, schleimhautsch\u00fctzende Eigenschaften und enth\u00e4lt Polyphenole sowie die Mineralstoffe Magnesium und Calcium. Akazienfaser-Ballaststoffe erh\u00f6hen auch das S\u00e4ttigungsempfinden (Calame et al., 2011) und f\u00fchren zu einer verminderten Energieaufnahme innerhalb von 3 Stunden nach dem Verzehr. Sie k\u00f6nnen somit auch die Gewichtskontrolle unterst\u00fctzen.<\/p>\n<h2>Milchs\u00e4ure \u2013 ein kleines Molek\u00fcl mit vielen Wirkungen<\/h2>\n<p>Die rechtsdrehende L-(+)-Milchs\u00e4ure aus Fermentation wird in der Volks- und Naturheilkunde hoch gesch\u00e4tzt. L-(+)-Milchs\u00e4ure f\u00fchrt im Dickdarm zur fermentativen Bildung von Butyrat (Bourriaud C, 2005). Butyrat ist der wichtigste N\u00e4hrstoff f\u00fcr die Darmschleimhaut sowie ein potenter Immunmodulator und Krebshemmstoff. L-(+)-Milchs\u00e4ure dient auch der Wiederherstellung eines gesunden, leicht sauren Dickdarmmilieus. In einem sauren Dickdarm wird das gasf\u00f6rmige Ammoniak, das den Energiestoffwechsel in der Leber massiv belastet, als ungiftiges Ammonium-Salz ausgeschieden. Die Leber als zentrales Organ des Energie- und S\u00e4ure-Basen-Haushalts wird so entlastet.<\/p>\n<p>Ist der Leberstoffwechsel funktionst\u00fcchtig, kann das Blut wieder S\u00e4uren aufnehmen und in die Leber zum oxidativen Abbau leiten. Ein erh\u00f6hter Dickdarm-pH-Wert erh\u00f6ht zudem das Risiko von Dickdarmkrebs (Thornton, 1981), weil die Giftung der Gallens\u00e4uren zu kanzerogenen sekund\u00e4ren Gallens\u00e4uren gef\u00f6rdert wird. Eine Absenkung des Dickdarm-pH-Wertes durch Milchs\u00e4ure hat daher diverse positive Effekte.<\/p>\n<p>Die Aufnahme von Milchs\u00e4ure mit Mahlzeiten scheint den Anstieg von Blutzucker- und Insulinspiegel nach einer Mahlzeit zu verlangsamen. So fanden Liljeberg et al. (1995) heraus, dass Sauerteigbrot (enth\u00e4lt Milchs\u00e4ure) im Vergleich zu normalem Brot eine verminderte Glukose- und Insulinantwort hervorruft. Als zugrunde liegender Mechanismus wird vermutet, dass Milchs\u00e4ure die St\u00e4rkeverdauung herabsetzt (Ostman et al., 2002). Die gleiche Beobachtung wurde f\u00fcr Essigs\u00e4ure gemacht. Dabei konnte eine signifikante Abh\u00e4ngigkeit des Blutzucker- und Insulinanstiegs von der Essigmenge beobachtet werden (Ostman et al., 2005).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2860\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/symptome_einfluss-lebensstil-auf-ubergewicht.jpg\" alt=\"Einfluss des Lebensstils auf \u00dcbergewicht\" width=\"480\" height=\"320\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/symptome_einfluss-lebensstil-auf-ubergewicht.jpg 480w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/symptome_einfluss-lebensstil-auf-ubergewicht-200x133.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/p>\n<h2>Eigenverantwortlich gesundes Leben verl\u00e4ngern \u2013 jenseits von Anti-Aging-Versprechungen<\/h2>\n<p>F\u00fcr den Stoffwechsel und unsere Ern\u00e4hrungsweise gilt: Wer viel verbraucht, ist fr\u00fch verbraucht. Kalorienrestriktion ist bekanntlich die wirkungsvollste, aber hierzulande auch unbeliebteste Ma\u00dfnahme, oxidativen Stress und vorzeitiges Altern zu vermeiden. Daher besteht das Geheimnis eines gesunden Alters im Ma\u00dfhalten, f\u00f6rderlichen Ess- und Lebensgewohnheiten und nicht zuletzt auch im Verzicht auf sch\u00e4dliche Ern\u00e4hrungs- und Lebensweisen. F\u00fcr diese Weisheit brauchen wir keine Nanotechnologie, Genetic Engineering, Stammzellforschung und andere Anti-Aging-Versprechungen, denn sie ist seit Jahrtausenden bekannt:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eEine nat\u00fcrliche Ern\u00e4hrung, ausreichende k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t und Ma\u00dfhalten in allen Dingen des Lebens sind das beste Rezept, um in Gesundheit alt zu werden.\u201c (Hippokrates)<\/p><\/blockquote>\n<p>Dass sich dies vor allem auch f\u00fcr M\u00e4nner lohnt, zeigen die Adventist Health Studies. Unter den Adventisten werden die vegetarisch lebenden M\u00e4nner nahezu so alt wie Frauen und im Durchschnitt fast 10 Jahre \u00e4lter als die kalifornische Vergleichsbev\u00f6lkerung. In Kombination mit einem insgesamt gesunden Lebenswandel sind es sogar \u00fcber 13 Jahre (Fraser und Shavlik, 2001) \u2013 eine Verdopplung der Rentenzeit!<\/p>\n<h2>Pflanzenbasierte Ern\u00e4hrung zur Pr\u00e4vention und Behandlung des Metabolischen Syndroms<\/h2>\n<p>Das Fachbuch \u201eDr. Jacobs Weg des genussvollen Verzichts \u2013 die effektivsten Ma\u00dfnahmen zur Pr\u00e4vention und Therapie von Zivilisationskrankheiten\u201c zitiert \u00fcber 1400 wissenschaftliche Studien mit dem Ziel, Klarheit in die vielen Widerspr\u00fcche der oft gegens\u00e4tzlichen ern\u00e4hrungstherapeutischen Ans\u00e4tze zu bringen. Dabei f\u00fchrt es nicht nur epidemiologische und klinische Studien an, sondern erkl\u00e4rt auch evidenzbasiert die physiologischen Hintergr\u00fcnde und Zusammenh\u00e4nge. Es geht den Zivilisationserkrankungen auf den Grund und stellt die wesentlichen Faktoren vor, die diesen effektiv vorbeugen und entgegenwirken.<\/p>\n<p>Die Essenz und praktische Umsetzung dieser intensiven wissenschaftlichen und pers\u00f6nlichen Auseinandersetzung mit dem Thema gesunde Ern\u00e4hrung ist Dr. Jacobs Ern\u00e4hrungsplan: Der Ern\u00e4hrungsplan nach Dr. Jacob vereint die klinisch und epidemiologisch besten Ern\u00e4hrungskonzepte der Welt unter Ber\u00fccksichtigung der Insulin-, pH- und Redox-Balance. Er dient der ebenso wirkungsvollen wie dauerhaft gesunden und nachhaltigen Optimierung von K\u00f6rpergewicht, Bauchumfang und Stoffwechsel, die sich in einer Normalisierung von Triglyzerid-, Cholesterin-, Blutzucker- und Insulinwerten sowie des Blutdrucks widerspiegelt. Die Basis des Ern\u00e4hrungsplans bildet eine energiearme, vitalstoffreiche, pflanzenbasierte Ern\u00e4hrung zur physiologisch normalen Anflutung von Makron\u00e4hrstoffen im nat\u00fcrlichen Verbund mit Mikron\u00e4hrstoffen. Nachhaltige Gesundheit bedeutet auch Verzicht, aber vor allem einen gro\u00dfen Gewinn, denn das genussvolle Essen steht in Dr. Jacobs Ern\u00e4hrungsplan im Vordergrund. Dr. Jacobs Ern\u00e4hrungsplan erm\u00f6glicht eine Normalisierung und Optimierung der Insulin-, Redox- und pH-Balance und damit aller Stoffwechselabl\u00e4ufe \u2013 und bietet somit jedem die Chance, dem Leben einige gesunde und aktive Jahre hinzuzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Lesen Sie auch den <a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/uebergewicht-metabolisches-syndrom\/\">Vorg\u00e4nger-Artikel zu diesem Thema<\/a><\/p>\n<h2>Literatur<\/h2>\n<p>Alberti KG, Eckel RH, Grundy SM, Zimmet PZ, Cleeman JI, Donato KA, Fruchart JC, James WP, Loria CM, Smith SC Jr; International Diabetes Federation Task Force on Epidemiology and Prevention; National Heart, Lung, and Blood Institute; American Heart Association; World Heart Federation; International Atherosclerosis Society; International Association for the Study of Obesity (2009): Harmonizing the metabolic syndrome: a joint interim statement of the International Diabetes Federation Task Force on Epidemiology and Prevention; National Heart, Lung, and Blood Institute; American Heart Association; World Heart Federation; International Atherosclerosis Society; and International Association for the Study of Obesity. 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Aber auch schlanke Menschen k\u00f6nnen unter einer Fettleber und einer Insulinresistenz leiden.<\/p>\n","protected":false},"author":286,"featured_media":2858,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[1,7,73,282,5,61,65,63,6],"tags":[243,738,739,347,740],"class_list":["post-2852","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-bewegung","category-diabetes","category-entgiftung","category-ernaehrung","category-herz-kreislauf","category-krankheitsbilder-allgemein","category-oxidativer-nitrosativer-stress","category-saeure-basen-haushalt","tag-blutzuckerspiegel","tag-fettleber","tag-gesaettigte-fettsaeuren","tag-insulinresistenz","tag-mitochondriale-dysfunktion"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2852","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/286"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2852"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2852\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3957,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2852\/revisions\/3957"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2858"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2852"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2852"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2852"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}