{"id":2780,"date":"2015-01-13T08:25:38","date_gmt":"2015-01-13T07:25:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.symptome.ch\/blog\/?p=2780"},"modified":"2020-01-18T06:22:32","modified_gmt":"2020-01-18T05:22:32","slug":"krebstherapie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/krebstherapie\/","title":{"rendered":"Krebstherapie im Spannungsfeld zwischen Selbstbestimmung und Leitliniendruck"},"content":{"rendered":"<p>Die Diagnose \u201eKrebs\u201c ist f\u00fcr jeden Betroffenen zun\u00e4chst ein Trauma oder Schock. Kann ich geheilt werden? Wie soll ich mein Leben weiterf\u00fchren? Welche Therapien muss ich \u00fcber mich ergehen lassen? Angst, Druck, auch Resignation sind Begleiterscheinungen der Krise.<\/p>\n<p>Bei \u00c4rzten und in Kliniken wird der Druck gesteigert. Die Patienten, so unsere Erfahrung, sollen sofort alle medizinisch m\u00f6glichen Ma\u00dfnahmen ergreifen. Das sei erprobter Standard. Leitlinie = beste Behandlung, so wird es meist suggeriert. Dabei gibt es schon innerhalb der Schulmedizin alternative Wege. Bei Prostatakrebs die Operation oder \u201ewait and watch\u201c, bei Metastasen z .B. in der Leber systemische Chemotherapie oder lokale laserinduzierte Thermotherapie (LITT) und so weiter.<\/p>\n<p>Besonders hoch wird der Druck, wenn Patienten von der Standardtherapie abweichen m\u00f6chten. Dort h\u00f6ren sie schon mal Drohungen: \u201eSie spielen Russisch Roulette\u201c \u2013 \u201eWas Sie planen, ist brandgef\u00e4hrlich, hochexplosiv und unverantwortlich.\u201c Ein solches \u00e4rztliches Verhalten steigert die Unsicherheit bei Patienten. Darf ich eine leitlinienfixierte, pr\u00e4operative Chemotherapie ablehnen? Muss ich bei sonographisch diagnostiziertem Mammakarzinom die in der Leitlinie vorgesehene Stanzbiopsie vornehmen lassen? Kann ich auf eine sofortige Operation dr\u00e4ngen? Kann ich die Leitlinientherapie durch eine biologische Behandlung erg\u00e4nzen? Verliere ich den Anspruch auf weitere Therapie oder gar den Versicherungsschutz? In unserer Beratungspraxis h\u00e4ufen sich die Beispiele von Krebskranken, die in dieser Spannung zwischen Selbstbestimmung und Leitliniendruck stehen.<\/p>\n<p>Was die krebskranken Menschen meist nicht erfahren: Die Leitlinien, nach denen sich die meisten Kliniken, Behandlungszentren und Onkologen in Deutschland richten, sind keine verbindliche Vorschriften. \u201ePatienten d\u00fcrfen jede in den Leitlinien fixierte Therapie ablehnen, ohne dass es mit rechtlichen Nachteilen verbunden ist \u2013 oder dass medizinische Leistungen verweigert werden d\u00fcrfen\u201c, so sagt es der Rechtsanwalt Dr. Frank Breitkreutz, der im Auftrag der Gesellschaft f\u00fcr Biologische Krebsabwehr (GfBK) e. V. eine rechtliche Expertise erstellt hat. Das hei\u00dft: Jeder Patient kann seinen Arzt oder Heilpraktiker grunds\u00e4tzlich frei w\u00e4hlen. Dieses Recht folgt aus der allgemeinen Handlungsfreiheit, die durch Art. 2 Abs. 1 des Grundgesetzes gew\u00e4hrt ist. Das verfassungsrechtlich garantierte Selbstbestimmungsrecht beinhaltet auch das Recht auf eine aus der Sicht von Schulmedizinern medizinisch unvern\u00fcnftige Entscheidung.<\/p>\n<p>Und was wollen die Patienten? Viele an Krebs Erkrankte m\u00f6chten von Anfang an selbst aktiv f\u00fcr ihre Heilung werden. Vier von f\u00fcnf onkologischen Patienten wenden laut einer Umfrage des Allensbach Instituts Naturheilverfahren an. Viele unterrichten ihre Krebs\u00e4rzte nicht dar\u00fcber.<\/p>\n<p>Was in der Schulmedizin oft nicht gesehen wird: Menschen k\u00f6nnen entscheidend selbst etwas zu ihrer Gesundung beitragen. Patienten, die ihren pers\u00f6nlich stimmigen Weg zur Heilung gefunden haben, ist eines gemeinsam: Sie haben aus Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit zu Zuversicht und Selbstverantwortung gefunden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2789\" alt=\"Patienten-Aufkl\u00e4rung\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/symptome_patienten-aufklarung.jpg\" width=\"480\" height=\"328\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/symptome_patienten-aufklarung.jpg 480w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/symptome_patienten-aufklarung-200x136.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/>Deshalb geh\u00f6rt aus unserer Sicht zu einer optimalen medizinischen Unterst\u00fctzung, dass die Patienten nach der Diagnose \u00fcber alle Behandlungsm\u00f6glichkeiten aufgekl\u00e4rt werden, \u00fcber die der Schulmedizin wie der erg\u00e4nzenden, ganzheitlichen Therapie. Dass dies nicht geschieht, hat einerseits wirtschaftliche Gr\u00fcnde: Zertifizierte Brustzentren zum Beispiel verpflichten sich nach Leitlinien (\u201eInterdisziplin\u00e4re S3-Leitlinie f\u00fcr die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms\u201c und \u201eStufe-3-Leitlinie Brustkrebs- Fr\u00fcherkennung\u201c) zu behandeln. Abweichungen m\u00fcssen protokolliert und bewertet werden. Die Zentren m\u00fcssen j\u00e4hrlich bestimmte Mindestzahlen nachweisen wie z. B. 150 Erstoperationen, 300 Mammographien oder auch jeweils 50 palliative und adjuvante Chemotherapien. Auch gegen\u00fcber den Haftpflichtversicherern m\u00fcssen die Kliniken durch Fallzahlen nachweisen, dass sie leitliniengerecht behandeln. Ein zweiter Grund ist, dass viele \u00c4rzte wenig Kenntnis \u00fcber die Wirkung und den Nutzen biologischer Krebstherapien haben \u2013 oder sie stehen ihnen sogar ablehnend gegen\u00fcber. Als Konsequenz erhalten krebskranke Menschen h\u00e4ufig nicht die bestm\u00f6gliche Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>Wir empfehlen deshalb an Krebs Erkrankten, auf jeden Fall eine zweite \u00e4rztliche Meinung einzuholen, im Idealfall bei naturheilkundlich erfahrenen \u00c4rzten. Bei der Gesellschaft f\u00fcr Biologische Krebsabwehr (GfBK) e. V. mit ihren sieben Beratungsstellen in ganz Deutschland ist die unabh\u00e4ngige Beratung \u00fcber ganzheitliche Krebstherapie ein wichtiger Teil der Arbeit, bei wachsender Nachfrage.<\/p>\n<h2>Druck und Tempo rausnehmen<\/h2>\n<p>Um Angst zu nehmen, Druck abzubauen und Hoffnung zu geben, ist vor allem Zeit notwendig. Zeit, um sich zu informieren, etwa welche alternativen M\u00f6glichkeiten es zu einer Chemotherapie oder anderen vielleicht notwendigen aggressiven Therapien gibt. Zeit, um innezuhalten und zu sp\u00fcren, was wirklich sinnvoll und notwendig ist. In 95 Prozent der Erkrankungen ist diese Zeit auch da. Zeit, um mit dem eigenen inneren Arzt in Kontakt zu kommen.<\/p>\n<p>Patienten sollten deshalb einer Therapie erst dann zustimmen, wenn sie innerlich von ihr \u00fcberzeugt sind. Das erh\u00f6ht die Wirksamkeit der Behandlung und verbessert die Heilungschancen. In einer Studie bei Magen- und Darmkrebs-Patienten haben Prof. Dr. Thomas K\u00fcchler und andere festgestellt, dass psychosoziale Hilfe w\u00e4hrend der Behandlung die \u00dcberlebensraten deutlich erh\u00f6ht. Elementar f\u00fcr das Gelingen einer Therapie ist es, dass der Patient Vertrauen in seinen behandelnden Arzt und dessen Methoden aufbaut.<\/p>\n<h2><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2790\" alt=\"Seelische Krebsunterst\u00fctzung\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/symptome_seelische-krebsunterstutzung.jpg\" width=\"480\" height=\"320\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/symptome_seelische-krebsunterstutzung.jpg 480w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/symptome_seelische-krebsunterstutzung-200x133.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/>Den ganzen Menschen im Blick haben<\/h2>\n<p>In der herk\u00f6mmlichen Krebstherapie ist immer noch die Krankheit im Fokus. Der Krebs wird lokal bek\u00e4mpft. Die gesunden Anteile geraten v\u00f6llig aus dem Blick. Die Tumor zerst\u00f6renden Therapien k\u00f6nnen zwar oft schnell viel erreichen, sie schw\u00e4chen jedoch die k\u00f6rpereigenen Regulationskr\u00e4fte, die f\u00fcr die Genesung so wichtig sind. Eine begleitende biologische Behandlung baut die Selbstheilungskr\u00e4fte wieder auf und hilft, R\u00fcckf\u00e4lle zu verh\u00fcten.<\/p>\n<p>Krebs ist immer eine Erkrankung des ganzen Menschen als Einheit von K\u00f6rper, Geist und Seele. Jede Ebene unseres Wesens braucht eine ad\u00e4quate Behandlung \u2013 die k\u00f6rperliche, die geistige, die soziale wie die spirituell religi\u00f6se Ebene. Im Konzept der Gesellschaft f\u00fcr Biologische Krebsabwehr st\u00fctzt sich eine biologische, ganzheitliche Behandlung deshalb auf vier S\u00e4ulen:<\/p>\n<ol>\n<li>Seelische Stabilisierung<\/li>\n<li>K\u00f6rperliche Aktivierung<\/li>\n<li>Stoffwechsel-Regulation<\/li>\n<li>Immunstimulation und Immunregulation<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Das seelische Gleichgewicht wiederfinden<\/h2>\n<p>Durch die Krankheit Krebs ver\u00e4ndert sich das Leben stark. Sich in diesem anderen Leben zurechtzufinden und wieder ein inneres Gleichgewicht zu erlangen, ist die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung f\u00fcr Krebskranke. Die psychische Stabilisierung geh\u00f6rt deshalb zu den wesentlichen Faktoren der Heilung. Denn \u00c4ngste schw\u00e4chen die Widerstandskr\u00e4fte des K\u00f6rpers.<\/p>\n<p>Es gibt zahlreiche M\u00f6glichkeiten, hier aktiv zu werden: Manche schlie\u00dfen sich einer Selbsthilfegruppe an, tauschen sich mit anderen Erkrankten aus, holen sich dort Rat und Trost. Wertvoll sind auch Atem- und Tanztherapie, progressive Muskelentspannung und Autogenes Training. Musik, Malen u. a. k\u00f6nnen dazu beitragen, wieder das seelische Gleichgewicht zu finden. Wirksam sind aus unserer Erfahrung auch Visualisierungstechniken, also das bildhafte Vorstellen der Gesundung. Auch Methoden der systemischen Therapie wie das Familienstellen, k\u00f6rperorientierte Psychotherapien, die Gestalttherapie oder \u00e4hnliche Verfahren k\u00f6nnen f\u00fcr die Verarbeitung des Krankheitsprozesses sinnvoll und notwendig sein. Wichtig ist, dass die Patienten das f\u00fcr sie Passende finden, um sich wieder zu stabilisieren.<\/p>\n<h2>Bewegung mobilisiert die Abwehrzellen<\/h2>\n<p>Bewegung macht gesund. Das klingt banal. Doch k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t sch\u00fctzt Tumorpatienten vor Rezidiven. Das haben mehrere gro\u00dfangelegte prospektive Studien gezeigt. Zwei bis drei Stunden schnelles Gehen pro Woche reduzierte bei Frauen mit einem Mammakarzinom im Vergleich zu Frauen mit weniger Bewegung das Rezidivrisiko um 40, bei mehr als drei Stunden pro Woche sogar um 50 Prozent.<\/p>\n<p>Neben Ausdauersportarten wie Schwimmen, Wandern, Rad fahren und Walking unterst\u00fctzen auch entspannende Bewegungs\u00fcbungen wie Qi Gong, Tai Chi Chuan, Yoga, Eurythmie und Feldenkrais. Wichtig ist, die eigenen Leistungsgrenzen zu akzeptieren und sich mit Freude zu bewegen. Wer sich zur Bewegung zwingt oder \u00fcberfordert, erzeugt zus\u00e4tzlichen Stress.<\/p>\n<h2>Sich gesund ern\u00e4hren<\/h2>\n<p>Eine gesunde Ern\u00e4hrung senkt das Krankheitsrisiko deutlich. Dar\u00fcber besteht in der Ern\u00e4hrungsmedizin Konsens. Eine spezielle Heildi\u00e4t bei Krebs gibt es unserer Meinung jedoch nicht. Wir warnen vor extremen, einseitigen Kostformen.<\/p>\n<p>Gesunde Ern\u00e4hrung hei\u00dft<\/p>\n<ul>\n<li>hochwertige Kohlenhydrate mit vielen Ballaststoffen und antioxidativen Vitaminen, also Gem\u00fcse, Salate, Obst und Vollkornprodukte, m\u00f6glichst naturbelassen<\/li>\n<li>weniger Fleisch und tierische Fette, mehr pflanzliche \u00d6le (Omega-3-Fetts\u00e4uren)<\/li>\n<li>milchsauer vergorene Lebensmittel (Sauerkraut, Rote Beetemost, Joghurt u. a.) tragen zu einer ausgewogenen Darmflora bei und st\u00e4rken die Immunkr\u00e4fte<\/li>\n<li>\u00dcberern\u00e4hrung und \u00dcbergewicht schadet der Gesundheit<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bei der Ern\u00e4hrung ist vor allem auf eine optimale Versorgung mit Vitaminen und Spurenelementen zu achten. Ein Mangel an diesen wichtigen Vitalstoffen beg\u00fcnstigt das Entstehen von Krebs.<\/p>\n<p>Die sch\u00fctzenden Vitamine sind am wirksamsten, wenn sie zusammen mit den nat\u00fcrlichen Begleitstoffen aus der Nahrung aufgenommen werden. Am besten ist, ihren Bedarf mit der t\u00e4glichen Ern\u00e4hrung zu decken. Bei starken Belastungen, besonders w\u00e4hrend der Chemo- und Strahlentherapie, empfiehlt es sich, auf zus\u00e4tzliche Pr\u00e4parate zur\u00fcckzugreifen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2793\" alt=\"N\u00fctzliche Pflanzen\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/symptome_nutzliche-pflanzen.jpg\" width=\"480\" height=\"360\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/symptome_nutzliche-pflanzen.jpg 480w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/symptome_nutzliche-pflanzen-200x150.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/>Viele Pflanzen enthalten noch wirksamere Schutz- und Hemmstoffe, die sekund\u00e4ren Pflanzenstoffe. Sie machen Schadstoffe unsch\u00e4dlich, helfen dem Stoffwechsel bei der Entgiftung, unterst\u00fctzen die Reparatur gesch\u00e4digter Zellen, blockieren die Ansiedlung von Krebszellen und aktivieren die Abwehrzellen. Ein hoher Anteil an Tumor hemmenden Bestandteilen ist vor allem nachgewiesen in Knoblauch, Lauch, Zwiebeln, Brokkoli, Rosenkohl, Tomaten, Sojabohnen, Beeren, M\u00f6hren sowie in den verschiedenen Getreidesorten.<\/p>\n<p>Im Fokus der Forschung sind zurzeit die Glucosinolate der Kreuzbl\u00fctlergew\u00e4chse, insbesondere das Sulforaphan im Brokkoli. Aktuelle Studien, z. B. an der Universit\u00e4tsklinik Heidelberg, weisen darauf hin, dass Sulforaphan auch die besonders aggressiven Tumorstammzellen angreift. Diese Stammzellen werden f\u00fcr die Entstehung und Streuung von Krebs verantwortlich gemacht.<\/p>\n<p>Bei den Spurenelementen sind besonders Selen und Zink wichtig. Das Spurenelement Selen stabilisiert und aktiviert das Immunsystem. Es bilden sich mehr Antik\u00f6rper, Killerzellen und Abwehr-Lymphozyten. Selen reduziert zudem die Nebenwirkungen von Chemo- oder Strahlentherapie.<\/p>\n<h2>Stimulation und Regulation des Immunsystems<\/h2>\n<p>Immuntherapien regen das Abwehrsystem an und bewirken eine verbesserte Immunreaktion des Organismus. Besonders die Mistel hat sich in der Krebsmedizin bew\u00e4hrt. Die Mistel ist eine der am besten untersuchten Heilpflanzen, ihre Wirksamkeit ist durch zahlreiche Studien belegt. Misteltherapie verbessert die Lebensqualit\u00e4t, verl\u00e4ngert die \u00dcberlebenszeit und macht die Chemo- oder Radiotherapie vertr\u00e4glicher. Mistelextrakte k\u00f6nnen auch Schmerzen lindern und Depressionen mildern.<\/p>\n<p>Pr\u00e4parate aus sogenannten medizinischen Pilzen oder Heilpilzen werden in der traditionellen chinesischen Medizin seit mehreren tausend Jahren verwendet und seit l\u00e4ngerem in Japan in der Krebstherapie eingesetzt. In Japan ist zum Beispiel Lentinan (Auszug aus Shitake) f\u00fcr die Anwendung bei Patienten mit Magen- oder Darmkrebs offiziell zugelassen.<br \/>\nZu den wichtigsten Pilzen, die in der Krebstherapie angewandt werden, geh\u00f6ren Maitake, Agaricus blazei murril, Shitake, Reishi und Coriolus. Sie alle wirken antioxidativ, entgiftend und enthalten sehr viele B- und D-Vitamine. Noch bedeutsamer sind ihre Polysaccharide, die Mehrfachzucker. Diese besitzen eine abwehrst\u00e4rkende Wirkung, indem sie verschiedene Zellen des Abwehrsystems stimulieren, so zum Beispiel nat\u00fcrliche Killer- oder Fresszellen. Je h\u00f6her der Gehalt an Polysacchariden, desto gr\u00f6\u00dfer ist das Gesundheitspotential.<\/p>\n<h2>Die spirituelle Ebene<\/h2>\n<p>F\u00fcr zahlreiche Patienten ist ihre Spiritualit\u00e4t oder ihr Glauben ein wichtiger Halt. Der Arzt Ebo Rau, er ist heute im Vorstand der GfBK, erkrankte 1997 an Bauchspeicheldr\u00fcsenkrebs. Die Diagnose: Fortgeschrittenes Stadium, minimale Heilungschancen. \u201eEines der wichtigsten Faktoren ist, dass man nicht in Hoffnungslosigkeit versinkt\u201c, sagt er \u00fcber die schwere Zeit. Es fiel ihm schwer, doch Ebo Rau akzeptierte die Diagnose \u2013 nicht die Prognose \u2013 \u201eund die M\u00f6glichkeit, dass mein Leben zu Ende ging. Ich \u00fcberlie\u00df den Zeitpunkt des Todes einer h\u00f6heren Macht. Dadurch wurde ich \u00fcberraschenderweise angstfrei.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Patienten stehen unter hohem Druck, wenn sie von der Krebs-Standardtherapie abweichen m\u00f6chten. 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