{"id":2726,"date":"2014-11-24T13:32:47","date_gmt":"2014-11-24T12:32:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.symptome.ch\/blog\/?p=2726"},"modified":"2020-01-18T06:22:34","modified_gmt":"2020-01-18T05:22:34","slug":"mitochondriopathie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/mitochondriopathie\/","title":{"rendered":"Chronische Erkrankungen: Mitochondriopathie als verbreitete Ursache?"},"content":{"rendered":"<p>Chronische Erkrankungen sind heute auf dem Vormarsch. Hierzu z\u00e4hlen Herz-\/ Kreislauferkrankungen, Magen-\/ Darmerkrankungen, Allergien-\/ Autoimmunerkrankungen, M\u00fcdigkeits-\/ Ersch\u00f6pfungs-\/ Schmerzsyndrome, Erkrankungen des Bewegungsapparates sowie schwerwiegende, fortschreitende Nervenerkrankungen wie beispielsweise Alzheimer Demenz, Parkinsonkrankheit, Multiple Sklerose, Amyotrophe Lateralsklerose und andere.<\/p>\n<p>Leider werden bis heute \u00fcberwiegend nur die Symptome dieser Erkrankungen behandelt. Nach den individuellen Krankheitsursachen wird nicht gesucht, obwohl bedeutungsvolle Faktoren inzwischen bekannt sind und bei jedem Betroffenen herausgefunden werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<h2>Faktoren zur Entstehung chronischer Krankheiten<\/h2>\n<p>H\u00e4ufige und schwerwiegende Faktoren bei der Entstehung chronischer Erkrankungen sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Schadstoffbelastungen in Umwelt, Atemluft, Nahrung, Verbringung im K\u00f6rper. Hierzu z\u00e4hlen Schwermetalle wie Quecksilber (z.B. in Amalgam), Blei, Arsen, Kadmium, Zinn, Aluminium usw.<\/li>\n<li>Weiterhin Chemikalien (Reinigungsmittel, Farben, D\u00fcnger und Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfung in der Agrarwirtschaft), industriell gefertigte Stoffe (Kunststoffe und deren Ausdampfungen), Industrieabf\u00e4lle, Medikamente etc.<\/li>\n<li>Schadstoffe sammeln sich bei schlechter Entgiftungsf\u00e4higkeit im K\u00f6rper an und beeintr\u00e4chtigen sowohl die Versorgung der Zellen mit Vitalstoffen als auch die Entsorgung von Abfallprodukten<\/li>\n<li>Vererbte genetische Einschr\u00e4nkungen im k\u00f6rperlichen Stoffwechselsystem sind weit verbreitet und in der Regel wei\u00df der Einzelne hier nichts \u00fcber sich selbst<\/li>\n<li>Durch erblich bedingte, reduzierte Ver- und Entsorgungsfunktionen (z. B. bei bedeutsamen Entgiftungsenzymen) kann die Empfindlichkeit zur Entstehung chronischer Erkrankungen stark erh\u00f6ht sein. Das ist auch ein wesentlicher Grund daf\u00fcr, warum bei vergleichbaren Lebensumst\u00e4nden manche Menschen chronisch krank werden und andere nicht.<\/li>\n<li>Ver\u00e4nderungen an der Halswirbels\u00e4ule und am Kopfgelenk. Dieser Bereich ist sehr empfindlich und wird oft durch Unf\u00e4lle und St\u00fcrze gesch\u00e4digt, ohne dass man die hiervon verursachten Ver\u00e4nderungen in der Biochemie des K\u00f6rpers zur Kenntnis nimmt. Die Folge sind beispielsweise st\u00e4ndige Reizungen des Sympathikus (erh\u00f6hter Vitalstoffverbrauch) und Durchblutungsminderungen des Gehirns (erh\u00f6hte Belastung mit freien Radikalen).<\/li>\n<li>Mikrobiologische und organische Auff\u00e4lligkeiten im Magen-\/Darmtrakt (schlechte Darmflora, Fehlbesiedelung durch Bakterien, Parasiten, und Pilze). Hierdurch schlechte N\u00e4hrstoffaufnahme, hohe Giftbelastung durch fehlgesteuerte Verdauungsprozesse bzw. durch Ausscheidungen schadhafter Bel\u00e4ge. Im weiteren Verlauf Darmdurchl\u00e4ssigkeit, Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeiten und Nahrungsmittelallergien, Ausbreitung chronischer Entz\u00fcndungen im K\u00f6rper.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Derartige Problematiken (und weitere) k\u00f6nnen je nach Auspr\u00e4gung oder in Summe unser k\u00f6rperliches Stoffwechselsystem so stark belasten, dass die K\u00f6rperzellen nicht mehr ausreichend versorgt werden.<br \/>\nInsbesondere sind hierbei die Energielieferanten der Zellen betroffen, die sogenannten \u00b4Mitochondrien\u00b4. Das kommt daher, weil deren Verteidigungs- u. Reparaturmechanismen weniger stark ausgepr\u00e4gt sind.<\/p>\n<p>Mitochondrien erzeugen einen Energiestoff f\u00fcr jede Zelle, welcher so grundlegend erforderlich ist wie das Benzin in unseren Autos.<br \/>\nInzwischen geht man davon aus, dass bei ca. 90% der chronischen Erkrankungen eine reduzierte Funktion dieser Zellkraftwerke mitverantwortlich f\u00fcr das Krankheitsgeschehen ist. Durch die Fehlfunktion der Mitochondrien entsteht ein sogenanntes \u00b4bioenergetisches Defizit\u00b4, wodurch die K\u00f6rperzellen aus Energiemangel nicht mehr Ihren lebenswichtigen Aufgaben nachkommen k\u00f6nnen und letztendlich zugrunde gehen.<\/p>\n<h2><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2730\" alt=\"Mitochondrien\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/symptome_mitochondrien-unter-mikroskop.jpg\" width=\"480\" height=\"339\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/symptome_mitochondrien-unter-mikroskop.jpg 480w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/symptome_mitochondrien-unter-mikroskop-200x141.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/>Mitochondrien \u2013 das Energiekraftwerk des K\u00f6rpers<\/h2>\n<p>Mitochondrien sind entwicklungsgeschichtlich kleine Bakterien mit eigener Genetik, die sich ungesch\u00fctzt im Inneren der K\u00f6rperzellen befinden. Sie haben lebenswichtige Funktionen in der Steuerung unserer Zellen, der Regulierung der Zellteilung und vor allem in der Energieversorgung \u00fcber das Energiemolek\u00fcl \u00b4Adenosintriphosphat\u00b4. Eine einwandfreie Funktion der Mitochondrien ist somit eine Grundvoraussetzung f\u00fcr die Lebensf\u00e4higkeit der Zellen.<\/p>\n<p>Die Anzahl der Mitochondrien pro Zelle richtet sich nach der ben\u00f6tigten Energiemenge. Man vermutet, dass Nerven- u. Leberzellen bis zu 5000 Mitochondrien beinhalten. Jeder Mensch produziert beispielsweise t\u00e4glich so viel Energie, wie er selbst wiegt. Ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte der aufgenommenen Kalorien wird demnach in die Produktion von Zellenergie gesteckt.<\/p>\n<p>In Anbetracht dieser Fakten d\u00fcrfte verst\u00e4ndlich erscheinen, dass bei einer Fehlfunktion der Mitochondrien viele verschiedene Organe und Organsysteme gleichzeitig funktionsgest\u00f6rt sein k\u00f6nnen und eine eingleisige Zuordnung von Symptomen zu definierten Organerkrankungen versagen muss.<\/p>\n<h2>Mitochondriopathie \u2013 die reduzierte Mitochondrienleistung<\/h2>\n<p>Bei einer nachhaltig reduzierten Mitochondrienleistung durch genannte Faktoren kann der f\u00fcr lebenswichtige Funktionen der Zellen erforderliche Energiehaushalt nicht mehr gedeckt werden. Man spricht in diesem Fall von einer \u00b4erworbenen Mitochondriopathie\u00b4. F\u00e4llt die Energiebereitstellung unter 40 % ab, verringern sich auch erforderliche Enzyme, Aminos\u00e4uren, Hormone und Immunzellen, die f\u00fcr regelrechte Organfunktionen und zur Gesunderhaltung wichtig sind.<\/p>\n<p>Bei der Energieerzeugung in den Mitochondrien entstehen freie Sauerstoff- und Stickstoffradikale als Nebenprodukte, die durch die Stoffwechselsysteme der Zellen neutralisiert werden m\u00fcssen. Geschieht das nicht mehr in einem ausreichenden Ma\u00dfe, entsteht oxidativer und nitrosativer Stress, welcher die Fehlfunktion der Mitochondrien noch verst\u00e4rkt (Sauerstoffradikale verursachen oxidativen, Stickstoffradikale nitrosativen Stress). Es kommt zu einem sich selbst verst\u00e4rkenden Teufelskreis.<\/p>\n<p>Da sich in allen K\u00f6rperzellen Mitochondrien befinden, k\u00f6nnen mehrere Zellsysteme von einer Mitochondriopathie betroffen sein. Entsprechend der Bedeutung der beeintr\u00e4chtigten Zellen gestalten sich die Auswirkungen entsprechend vielf\u00e4ltig. Diese k\u00f6nnen sich \u00fcber die gesamte Bandbreite, angefangen bei verschiedenen Symptomen bis hin zu lebensbedrohlichen Erkrankungen erstrecken.<br \/>\nEin sich ausgebildetes, organ\u00fcbergreifendes Energiedefizit wirkt sich zwangsl\u00e4ufig auf mehrere Funktionseinheiten des K\u00f6rpers aus. Sind mehrere Organsysteme durch eine reduzierte Mitochondrienfunktion betroffen, so spricht man von einer Multiorgan- oder Multisystemerkrankung, sowie von Multimorbidit\u00e4t (viele verschiedene Beschwerden oder mehrere Krankheiten gleichzeitig).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2733\" alt=\"Medikamente verschreiben\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/symptome_medikamente-verschreiben.jpg\" width=\"480\" height=\"320\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/symptome_medikamente-verschreiben.jpg 480w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/symptome_medikamente-verschreiben-200x133.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/p>\n<p>Unsere Zivilisationskrankheiten sind gr\u00f6\u00dftenteils Multisystemerkrankungen, die sich auf der Basis einer nachhaltig reduzierten Mitochondrienfunktion ausgebildet haben. So vermutet man, dass bei vielen chronischen Erkrankungen und Alterserkrankungen nur der objektivierbare Teil von im Hintergrund bestehenden Multisystemerkrankungen erkannt wird.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich werden in der momentanen Ausrichtung der konventionellen Medizin erst die sich in Folge einer Mitochondriopathie ausgebildeten, chronischen Erkrankungen erkannt und als behandlungsbed\u00fcrftig erachtet. Nach Ausbildung einer chronischen Erkrankung hat man jedoch die rechtzeitige Behandlung einer vorausgegangenen Mitochondriopathie und somit aussichtsreichere Heilungschancen vergeben.<\/p>\n<h2>Regenerative Mitochondrien-Medizin \u2013 das richtungsweisende Konzept<\/h2>\n<p>Die Regenerative Mitochondrien-Medizin ist ein neuer Weg der Medizin, welcher vor allem chronisch Kranken eine deutliche Verbesserung ihrer Gesundheit und Lebensqualit\u00e4t bringen kann. Im besten Fall ist sogar die Heilung m\u00f6glich, denn sie deckt die wirklichen Ursachen in den Zellen auf und beseitigt sie.<\/p>\n<p>Die Therapieform vereint die Erfahrungsmedizin mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und zeigt hierdurch zum Teil unglaubliche Behandlungserfolge auch bei schweren und vermeintlich aussichtslosen Krankheiten. Der Ansatz, welcher die Mitochondrien fehlfunktionierender Zellen in allen erkrankten Organen behandelt, mutet bahnbrechend an. Auf diese Weise wird im Gegensatz zur eingleisigen Ausrichtung bei der Schulmedizin an der wirklichen Ursache oftmals mehrerer Krankheiten entgegengewirkt.<\/p>\n<p>Entsprechend der vielen m\u00f6glichen Faktoren, die zu einem Energiedefizit f\u00fchren k\u00f6nnen, gestaltet sich das diagnostische und therapeutische Vorgehen dieser Medizin entsprechend vielf\u00e4ltig und kann beispielsweise folgendes beinhalten:<\/p>\n<ul>\n<li>Darmsanierung (Bestimmung der Darmflora, auffinden von Ver\u00e4nderungen, Belastungen und Fehlbesiedelungen)<\/li>\n<li>Tests auf Unvertr\u00e4glichkeiten und Allergien (bspw. gegen Nahrungsmittel)<\/li>\n<li>Ern\u00e4hrungsumstellung (auf bspw. abwechslungsreiche, unbehandelte und vitalstoffreiche Kost)<\/li>\n<li>Zus\u00e4tzliche Versorgung mit Mikron\u00e4hrstoffen, da oftmals defizit\u00e4re Zust\u00e4nde vorliegen. Eine Versorgung mit diesen Stoffen nach orthomolekularem Schema kann oral oder per Infusion erfolgen<\/li>\n<li>Antioxidative und antientz\u00fcndliche Behandlung<\/li>\n<li>Entfernung schadhafter Zahnmetalle (bspw. Amalgam)<\/li>\n<li>Entgiftungstherapien (bspw. Schwermetallausleitung mit Chelatbildner)<\/li>\n<li>Umdenken zu einer positiven Lebenseinstellung<\/li>\n<\/ul>\n<p>Entscheidend f\u00fcr die einzuleitenden diagnostischen und therapeutischen Ma\u00dfnahmen ist das ausf\u00fchrliche Erstgespr\u00e4ch. Hierbei werden die Lebensumst\u00e4nde er\u00f6rtert, um Hinweise zu erhalten, welche Faktoren zur Krankheitsentstehung eventuell ma\u00dfgebend waren. Es schlie\u00dft sich eine individuelle Diagnostik und Behandlung der Krankheitsursachen an.<\/p>\n<p>Das Behandlungsziel ist eine Regeneration oftmals multifaktoriell belasteter Mitochondrien, um den K\u00f6rperzellen betroffener Organe die Handlungsf\u00e4higkeit zur\u00fcckzugeben, die zur Genesung erforderlich ist. Auf diese Weise kann letztendlich eine gute und nachhaltige Gesundheit entstehen.<\/p>\n<h2>Das Buch \u00fcber die Regenerative Mitochondrien-Medizin<\/h2>\n<p>Alle Interessierten finden in diesem Buch viel fundiertes Wissen, wie und warum die Regenerative Mitochondrien-Medizin unterst\u00fctzend und heilend wirkt. Viele praktische Hinweise, was zu tun ist und wohin man sich wenden kann, sind aufgezeigt.<\/p>\n<p>Das Buch basiert auf meinen eigenen Erfahrungen mit der schweren Erkrankung &#8222;Fortschreitender Muskelschwund&#8220;.<br \/>\nSchulmedizinisch nicht behandelbar, wurde ich durch die Regenerative Mitochondrien-Medizin wieder gesund. Ich habe meine Erlebnisse und viel hilfreiches Wissen in diesem Buch zusammengetragen, dass chronisch Kranke von diesen hoffnungsvollen M\u00f6glichkeiten erfahren k\u00f6nnen. Es ist so aufgebaut, wie ich es selbst ben\u00f6tigt h\u00e4tte, um schnell die erforderlichen Informationen zu bekommen, die zum Verst\u00e4ndnis f\u00fcr chronische Krankheiten sowie zur Ursachensuche und Behandlung relevant sind.<\/p>\n<p>Nach umfangreichen Recherchen und eigener Erfahrung bin ich \u00fcberzeugt, dass in den vielen F\u00e4llen, bei denen die konventionelle Medizin keine urs\u00e4chliche Behandlung anbieten kann, man seinem Schicksal nicht mehr hilflos ausgeliefert sein muss. Denn es gibt wirklich andere und sinnvollere Wege. Vielleicht werden Sie eines Tages, wenn viele Menschen sie hartn\u00e4ckig fordern, f\u00fcr alle zur Verf\u00fcgung stehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Zum Schluss mein Vorschlag:<br \/>\nBuch lesen, eigene Lebensumst\u00e4nde aufschreiben und ein Zentrum f\u00fcr Regenerative Mitochondrien-Medizin aufsuchen. Adressen stehen im Buch.<br \/>\nVielleicht machen Sie dann \u00e4hnliche Erfahrungen und werden auch vom \u00b4Hypochonder\u00b4 zum \u00b4Mitochonder\u00b4, wie ich es in meiner Krankheitsgeschichte beschrieben habe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei ca. 90% der chronischen Erkrankungen ist eine reduzierte Funktion der Mitochondrien mitverantwortlich f\u00fcr das Krankheitsgeschehen. 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