{"id":2706,"date":"2014-10-20T15:57:14","date_gmt":"2014-10-20T13:57:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.symptome.ch\/blog\/?p=2706"},"modified":"2020-01-18T06:22:35","modified_gmt":"2020-01-18T05:22:35","slug":"depression-kpu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/depression-kpu\/","title":{"rendered":"Die Kryptopyrrolurie \u2013 h\u00e4ufige Ursache f\u00fcr Depressionen u.a. psychiatrische Erkrankungen"},"content":{"rendered":"<p>Leiden Sie an einen oder mehreren der folgenden Symptome:<\/p>\n<ol>\n<li>Schlafst\u00f6rungen<\/li>\n<li>Stimmungsschwankungen<\/li>\n<li>Ersch\u00f6pfung\/starke M\u00fcdigkeit<\/li>\n<li>Antriebslosigkeit\/R\u00fcckzug<\/li>\n<li>Konzentrationsst\u00f6rungen<\/li>\n<li>Fehlende, regelm\u00e4\u00dfige Traumerinnerung<\/li>\n<li>Schilddr\u00fcsenst\u00f6rungen (z.B. Hashimoto Thyreoiditis)<\/li>\n<li>Zunehmende Vergesslichkeit<\/li>\n<li>ADHS\/ADS<\/li>\n<li>\u00c4ngste\/Panikzust\u00e4nde<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wenn Sie bei einem oder mehreren der oben genannten Punkte zustimmen, empfehlen wir Ihnen weiter zu lesen.<\/p>\n<p>All diese Symptome k\u00f6nnen auf eine h\u00e4ufige, aber unbekannte Stoffwechselst\u00f6rung zur\u00fcckzuf\u00fchren sein, deren Namen Sie oder auch Ihr Therapeut noch nie geh\u00f6rt haben: Kryptopyrrolurie, kurz KPU genannt.<\/p>\n<p>Das Wissen um die KPU ist nicht neu, wir holen es sozusagen aus der Versenkung, wo sie seit den 1960er-Jahren ein trauriges Schattendasein fristet. Traurig vor allem deswegen, weil wir nach unseren journalistischen Recherchen und unseren Erfahrungen als Therapeuten in der Praxis der Auffassung sind, dass dieses Wissen (und eine m\u00f6gliche umfassende Behandlung) vielen Betroffenen zuteil werden sollte.<\/p>\n<p>Wir begeben uns zun\u00e4chst zu den Anf\u00e4ngen der Orthomolekularen Psychiatrie, einer Fachrichtung der Orthomolekularen Medizin, die u.a. auf den Nobelpreistr\u00e4ger Linus Pauling (\u201eVitamin C-Hochdosistherapie\u201c), zur\u00fcckgeht.<\/p>\n<h2><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2708\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/symptome_fotolia_48789716_xs.jpg\" alt=\"\u00e4ltere Frau mit Depression\" width=\"424\" height=\"283\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/symptome_fotolia_48789716_xs.jpg 424w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/symptome_fotolia_48789716_xs-200x133.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 424px) 100vw, 424px\" \/>Erkenntnisse der Orthomolekularen Psychiatrie hierzulande nicht beachtet!<\/h2>\n<p>Die Begr\u00fcnder der Orthomolekularen Psychiatrie waren drei engagierte \u00c4rzte, namens Carl C. Pfeiffer, Abram Hoffer und Humphrey Osmond. Sie hatten sich zum Ziel gesetzt, psychisch Erkrankten &#8211; zu Beginn insbesondere Schizophrenen &#8211; eine nicht-toxische, wirksame Therapie anzubieten. Erste Erfolge konnten sie bereits durch die Hochdosistherapie mit Vitamin B3 (Niazin) verzeichnen. Die Behandlung der \u201eOrthomolekularen Medizin\u201c war geboren. Angespornt durch diese neuen Errungenschaften, f\u00fchlten sich auch andere Wissenschaftler inspiriert. So gelang es Ende der 1960er Jahre Irvin eine bis dato unbekannte Substanz bei Patienten mit Psychosen im Urin zu entdecken. Es handelte sich um 2,4 Dimethyl-3-\u00c4thylpyrrol. Es handelt sich dabei um eine Verbindung aus Pyrrolen gebunden an Mangan, Zink und Vitamin B6.<\/p>\n<blockquote><p>About 30% of Schizophrenics have Pyrroluria, and 11% of normal persons have it as well\u201c Dr. Carl. C. Pfeiffer<\/p><\/blockquote>\n<p>Mit anderen Worten: Patienten die von einer KPU betroffen sind, verlieren UNBEMERKT \u00fcber den Urin wichtige, essentielle Mikron\u00e4hrstoffe. Dieser Verlust kann zwangsl\u00e4ufig irgendwann zu Symptomen und sp\u00e4ter manifesten Krankheiten, wie einer Depression, f\u00fchren.<\/p>\n<p>Um die Bedeutung dieser chemischen Verbindung zu verstehen, m\u00fcssen wir kurz auf die einzelnen Bestandteile eingehen:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Pyrrole<\/strong> sind Abbauprodukte des H\u00e4m-Molek\u00fcls, welche in den Mitochondrien gebildet werden. H\u00e4m ist z.B. Bestandteil des roten Blutfarbstoffes H\u00e4moglobin, aber auch vieler anderer Enzyme, wie der Leberentgiftungsenzyme Cytochrom P450 (Phase 1 Leberentgiftung). Bei Gesunden kommen keine gr\u00f6\u00dferen Mengen an Pyrrolen im Urin vor.<\/li>\n<li><strong>Zink<\/strong> ist ein Spurenelement, das an \u00fcber 300 Enzymen und damit an vielen Stoffwechselvorg\u00e4ngen beteiligt ist. Vor allem ist es am Aufbau s\u00e4mtlicher Hormone und Neurotransmitter beteiligt.<\/li>\n<li><strong>Vitamin B6<\/strong> ist ein Vitamin, das an \u00fcber 100 enzymatischen Reaktionen beteiligt ist. Ohne Vitamin B6 l\u00e4uft die Neurotransmitter und Hormon-Biosynthese nicht physiologisch. Es kommt zu M\u00e4ngeln z.B. bei der Produktion von Stress- und Gl\u00fcckshormonen, wie Serotonin, Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol, Dopamin. Klinisch zeigen sich Hormon- und Neurotransmitterm\u00e4ngel mit den Symptomen einer Depression oder zumindest einer depressiven Verstimmung. Ohne Vitamin B6 l\u00e4uft auch die Energiegewinnung in den Zellkraftwerken unzureichend.<\/li>\n<li><strong>Mangan<\/strong> ist wie Zink ein Spurenelement, das an der Energiegewinnung in den Zellkraftwerken (Mitochondrien) beteiligt ist. Daneben ist Mangan Bestandteil der Knochen- und Knorpelzellen, sowie reguliert durch Mitwirkung an der Bildung von Insulin den Blutzuckerspiegel.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Zink, Mangan und Vitamin B6 haben etwas gemeinsam: alle drei sind essentiell f\u00fcr die Neurotransmitter- und Hormonsynthese mitverantwortlich. Des weiteren wirken sie mit an der Energieproduktion in den Mitochondrien (Zellkraftwerken). Die h\u00e4ufigsten Symptome bei einem Mangel sind daher M\u00fcdigkeit, Ersch\u00f6pfung, Hirnleistungsst\u00f6rungen, Angstzust\u00e4nde sowie depressive Phasen.<\/strong><\/p>\n<p>Neben dem Mangel an den genannten Mikron\u00e4hrstoffen kommt es zudem h\u00e4ufig zu einem erh\u00f6hten Bedarf an Vitamin D3. Die meisten Menschen heutzutage sind mit diesem Vitamin-Hormon ohnehin h\u00e4ufig zu gering versorgt. Dies resultiert aus unserem ver\u00e4nderten Umgang mit der Sonne. Vitamin D wird in erster Linie in der Haut durch den direkten Kontakt mit den UV-B-Strahlen der Sonne gebildet. Die Aufnahme von Vitamin D aus Nahrungsquellen (Lebertran, Seefisch, Milch) ist zu gering. Wir halten uns sommers wie winters zu wenig unbekleidet und ungesch\u00fctzt (Sonnencremes reduzieren die Vitamin D-Bildung der Haut erheblich) in der Sonne auf, um ausreichende Vitamin D-Spiegel zu bilden. Studien belegen zudem, dass sich ein Mangel an Vitamin D auch negativ auf die Stimmung und dem eigentlichen Befinden auswirken kann. So haben Menschen, die mit einen chronischen Mangel dieses Vitamins leben, oft mit Depressionen zu k\u00e4mpfen. Bei Menschen mit Kryptopyrrolurie scheint der Bedarf auch h\u00f6her zu sein. Daher ist eine regelm\u00e4\u00dfige Kontrolle des Vitamin D-Spiegels (25 OH) notwendig.<\/p>\n<p>Wichtig: Die Kryptopyrrol-Ausscheidung wird von Stress getriggert, das hei\u00dft je mehr ein Mensch (mit KPU) Stress erlebt, desto h\u00f6her die Mikron\u00e4hrstoffverluste. Wir meinen hier jede Form von Stress die einen Menschen bewegen kann, zellul\u00e4r, psychisch und physisch. Dies kann mit erkl\u00e4ren, warum viele Menschen gerade nach einer extrem stressreichen Phase (z.B. nach einer Schwangerschaft, Geburt, Jobwechsel, Umzug, etc.) zu einer psychischen Erkrankung gelangen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Einfache Diagnostik zur sicheren Feststellung einer KPU<\/h2>\n<p>Die Diagnostik f\u00fcr eine KPU ist sowohl einfach als auch kosteng\u00fcnstig.<\/p>\n<p>Der Nachweis erfolgt \u00fcber eine Probe des ersten Morgenurins. Hierf\u00fcr gibt es spezielle Testsets (z.B. Labor Biovis Limburg). Eine Urinausscheidung von Kryptopyrrolen von h\u00f6her als 5 zeigt eine Kryptopyrrolurie an (Hinweis: andere Labore haben zum Teil andere Testverfahren und daher andere Referenzbereiche). Wir unterteilen die Diagnostik in drei m\u00f6gliche Befunde.<\/p>\n<ol>\n<li>Keine KPU = das Testergebnis liegt unter 4 (bei diesen Werten kann man eine KPU ausschlie\u00dfen).<\/li>\n<li>Grauzone KPU= das Testergebnis liegt zwischen 4-5,5 (wir sprechen von einer Grauzone, da die KPU stressabh\u00e4ngig ist. Hat der Betroffene eine ruhige Phase und diesen Wert, kann er in einer stressreichen h\u00f6her steigen. Die Therapie macht bei solchen Werten sicherlich u.M.n. Sinn).<\/li>\n<li>Best\u00e4tigte KPU= das Testergebnis liegt h\u00f6her als 6 und weit dr\u00fcber (bei solchen Werten ist eine KPU sicher. In unseren Praxen haben wir teilweise Werte von 20 und noch h\u00f6her).<\/li>\n<\/ol>\n<p>Zur weiteren Diagnostik empfehlen wir bestimmte Parameter im Vollblut zu messen, das sind Mangan, Zink, Vitamin B6 und Vitamin D.<\/p>\n<p>Heute wissen wir, dass es zwei Formen der Kryptopyrrolurie geben muss. Zum einen die genetisch-determinierte Form, die famili\u00e4r geh\u00e4uft auftritt (wobei bis heute der genetische Code nicht entschl\u00fcsselt ist). Wir haben ihr den Namen der \u201eprim\u00e4ren Kryptopyrrolurie\u201c gegeben. Hier w\u00e4re zum Beispiel eine positive Familienanamnese in Bezug auf psychische Erkrankungen ein entscheidender Hinweis (\u201emeine Mutter und meine Gro\u00dfmutter waren auch depressiv\u201c).<\/p>\n<figure id=\"attachment_2710\" aria-describedby=\"caption-attachment-2710\" style=\"width: 598px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2710 \" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/symptome_kpu-poster-klein1.jpg\" alt=\"KPU-Kreislauf\" width=\"598\" height=\"575\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/symptome_kpu-poster-klein1.jpg 598w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/symptome_kpu-poster-klein1-200x192.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 598px) 100vw, 598px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2710\" class=\"wp-caption-text\">Bild: KPU-Kreislauf nach Hoffmann\/Kauffmann<\/figcaption><\/figure>\n<p>Seit den Forschungen und Ver\u00f6ffentlichungen von Dr. Bodo Kuklinski (\u201eDas HWS-Syndrom\u201c) wissen wir, dass es daneben eine erworbene Form der KPU gibt. Diese Form nennen wir die \u201esekund\u00e4re Kryptopyrrolurie\u201c. Sie kann durch eine erworbene St\u00f6rung der Mitochondrienfunktion entstehen. Diese kleinen Zellorganellen sind durch ihre freiliegende eigene mitochondriale DNA leider sehr st\u00f6ranf\u00e4llig, so dass z.B. chemische Gifte, Mikron\u00e4hrstoffm\u00e4ngel, Schwermetalle und viele andere Ursachen eine Sch\u00e4digung der Mitochondrienfunktion ausl\u00f6sen k\u00f6nnen. So z\u00e4hlen oxidativer und nitrosativer Stress zu den gef\u00fcrchtesten Ausl\u00f6ser. In Folge dieser Sch\u00e4digung kann es zu einer St\u00f6rung der H\u00e4msynthese und damit zu einer Kryptopyrrolurie kommen.<\/p>\n<p><strong>Ein chronischer Mangel des Organismus an Zink, Vitamin B6, Mangan und Vitamin D3 kann immer zu Symptomen f\u00fchren. Vor allem zu Symptomen, die das zentrale Nervensystem betreffen, wie Konzentrationsst\u00f6rungen, M\u00fcdigkeit (Leitsymptom!), Ersch\u00f6pfung, Traurigkeit, Schlafst\u00f6rungen, Stimmungsschwankungen, St\u00f6rungen des Kurzzeitged\u00e4chtnisses und weitere.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Patienten, die diese Symptome in Anamnesegespr\u00e4che schildern bzw. \u00e4u\u00dfern, bekommen h\u00e4ufig einfach die Diagnose \u201eendogene Depression\u201c\u2019.<\/strong><\/p>\n<p>Daneben spielen diese Mikron\u00e4hrstoffe auch in anderen Organsystemen eine gro\u00dfe Rolle. Neben den bereits geschilderten Symptomen, haben Patienten mit Kryptopyrrolurie h\u00e4ufig auch Schilddr\u00fcsenst\u00f6rungen, Reizdarmprobleme, Allergien und Erkrankungen des Bewegungsapparates (Osteoporose\/Osteopenie, Arthrose, Fibromyalgie).<\/p>\n<h2>Die Therapie der Kryptopyrrolurie \u2013 Ursachenbek\u00e4mpfung bei psychischen St\u00f6rungen<\/h2>\n<blockquote><p>For every drug that benefits a patient, there is a natural substance that can achieve the same effect. Dr. Carl C. Pfeiffer<\/p><\/blockquote>\n<p>Wir behandeln Patienten mit psychischen St\u00f6rungen, bei denen eine Kryptopyrrolurie nachgewiesen wurde, nach dem bew\u00e4hrten 4-E-Konzept:<\/p>\n<p>Die 4-E\u00b4s bestehen aus folgenden Therapiebausteinen:<\/p>\n<h3>1) Ern\u00e4hrung<\/h3>\n<p>Menschen mit KPU haben oftmals diverse Unvertr\u00e4glichkeiten von Nahrungsmitteln, am h\u00e4ufigsten sind Gluten, H\u00fchnereiwei\u00df und Kuhmilcheiwei\u00df. Unserer Erfahrung nach, wird eine kohlenhydratreduzierte, biologische, schadstoffarme Kost gut vertragen und bringt h\u00e4ufig positive Verbesserungen, z.B. LOGI\u00ae-Kost.<\/p>\n<h3>2) Erg\u00e4nzung fehlender Mikron\u00e4hrstoffe<\/h3>\n<p>Die fehlenden Mikron\u00e4hrstoffe inkl. Vitamin D3 m\u00fcssen durch orale Pr\u00e4parate oder geeignete Infusionen (z.B. KPU-Infusion der Viktoria Apotheke &#8211; Saarbr\u00fccken) aufgef\u00fcllt werden.<\/p>\n<p>Hinweis: Entgegen h\u00e4ufiger Behauptungen ist es nicht notwendig, die coenzymatisch aktive Form von Vitamin B6 also Pyridoxal-5-Phosphat zu verabreichen. Die normale, einfache Form Pyridoxin reicht vollkommen aus und wurde bereits von Pfeiffer und Kollegen erfolgreich eingesetzt. Die scheinbare bessere Verwertung von P5P ist ein reines verkaufsf\u00f6rderndes Argument, hat aber keinen medizinischen Nutzen.<\/p>\n<h3>3) Entgiftung<\/h3>\n<p>Menschen die von einer KPU betroffen sind, fallen auch dadurch auf, dass sie berichten, Medikamente, Alkohol, Narkosemittel etc. schlecht zu vertragen. Nicht selten sind sie sogenannte Non-Responder, das heisst Medikamente k\u00f6nnen sich in ihrer Wirkung nicht entfalten. Das ist bei Menschen mit psychischen St\u00f6rungen besonders tragisch, wenn gerade in akuten Phasen keine Psychopharmaka die Symptome lindern k\u00f6nnen.<br \/>\nDer Wirkmechanismus bestimmter Stoffe ist oftmals am Leberstoffwechsel gebunden. Bei KPU-lern funktioniert die Leberphase 1 vermutlich durch fehlende Enzymaktivit\u00e4t nur eingeschr\u00e4nkt. Die Leberenzyme der Phase 1 sind von einer physiologischen H\u00e4m-Aufbau abh\u00e4ngig.<\/p>\n<p>Zur St\u00e4rkung der Leber empfehlen wir daher regelm\u00e4\u00dfig zu entgiften, vor allem auch prophylaktisch Alltagsgifte wie bestimmte Kosmetika, Hygieneartikel oder Produkte aus konventioneller Landwirtschaft m\u00f6glichst zu meiden.<\/p>\n<p>Ein besonders wichtiger Aspekt ist die Ausleitung toxischer Metalle mittels geeigneter Therapieverfahren, wie Chelat-Therapie.<\/p>\n<h4>4) Entstressung<\/h4>\n<p>Ein entscheidender Meilenstein auf dem Weg zu Gesundung ist der Stressabbau. Bereits Pfeiffer konnte feststellen, dass Stress eine KPU erst richtig ausl\u00f6sen kann. Dies gilt allerdings nur bei Menschen mit der Veranlagung zu einer KPU. Daher ist eine kontinuierliche Arbeit zum Stressabbau so wichtig. Diese kann individuell ganz unterschiedlich erfolgen. Der Eine ben\u00f6tigt den R\u00fcckzug in die Natur, der andere baut Stress durch Kampfsport ab und der n\u00e4chste entspannt einfach durch Yoga. All diese Wege k\u00f6nnen zum Ziel f\u00fchren. Auch psychotherapeutische Verfahren (Kunsttherapie, Verhaltenstherapie, Gestalttherapie) sind eine Methode, um seinen pers\u00f6nlichen Stresslevel zu senken.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2711\" aria-describedby=\"caption-attachment-2711\" style=\"width: 497px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2711 \" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/symptome_4-e-programm.jpg\" alt=\"4E-Programm\" width=\"497\" height=\"497\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/symptome_4-e-programm.jpg 497w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/symptome_4-e-programm-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/symptome_4-e-programm-200x200.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 497px) 100vw, 497px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2711\" class=\"wp-caption-text\">Bild: Das 4-E-Programm zur Therapie der Kryptopyrrrolurie<\/figcaption><\/figure>\n<h2>Zusammenfassung<\/h2>\n<p>Die Kryptopyrrolurie, sei sie nun prim\u00e4r bedingt oder sekund\u00e4r erworben, ist eine Stoffwechselst\u00f6rung, die NICHT nur durch einen reinen Mikron\u00e4hrstoffverlust gekennzeichnet ist, sondern vielmehr durch St\u00f6rungen diverser Regelsysteme im gesamten Organismus. Die Therapie ist h\u00e4ufig langwierig, da es dauert, bis alle Regelsysteme wieder in Harmonie arbeiten. Aber die \u201eBelohnung\u201c ist eine R\u00fcckkehr zur Gesundheit, die (h\u00e4ufig) von Dauer ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Depressionen u.a. psych. 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