{"id":2598,"date":"2014-05-26T01:00:17","date_gmt":"2014-05-25T23:00:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.symptome.ch\/blog\/?p=2598"},"modified":"2020-01-18T06:22:38","modified_gmt":"2020-01-18T05:22:38","slug":"krebs-umweltmedizin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/krebs-umweltmedizin\/","title":{"rendered":"Krebs: Umweltmedizin hilft!"},"content":{"rendered":"<p>Aspekte einer integrativen Onkologie:<br \/>\nRisiko minimieren \u2013 Therapie optimieren.<\/p>\n<p><strong>In Deutschland ist von 1980 bis 2006 die Zahl der j\u00e4hrlich neu auftretenden Krebserkrankungen bei Frauen um 35 Prozent und bei M\u00e4nnern um 80 Prozent gestiegen. Jeder zweite Mann (!) und 43 Prozent aller Frauen m\u00fcssen w\u00e4hrend ihres Lebens damit rechnen, an Krebs zu erkranken.<\/strong><\/p>\n<h2><strong><\/strong>Mittelalterliche Methoden<\/h2>\n<p>Krebs kann man als Metapher unserer Zeit betrachten: Resultat einer reiz\u00fcberfluteten Welt, die zu einer gest\u00f6rten Signalstruktur f\u00fchrt, verbunden mit hoch-regulierten biochemischen Energie-Prozessen in unseren Zellen. Hierbei spielen Umweltgifte, Kalorienzufuhr und Entz\u00fcndungen eine wesentliche Rolle.<\/p>\n<p>In der Krebsforschung kommen trotz immer tieferer Einblicke in die genetische Steuerung der Zellen therapeutische Innovationen nur langsam voran. Bei den meisten Krebspatienten werden immer noch die mittelalterlichen Methoden eingesetzt: Schneiden, Brennen und Vergiften (Operationen, Strahlen- und Chemotherapie).<\/p>\n<p>Anstatt entartete Zellen abzut\u00f6ten, m\u00fcssen wir lernen zu verstehen, welche biochemischen Prozesse und welche nat\u00fcrlichen Signalstoffe helfen, diese wieder in den nat\u00fcrlichen Proze\u00df einer Wachstumskontrolle zu \u00fcberf\u00fchren. Das Immunsystem muss dabei unterst\u00fctzt werden, aus eigener Kraft die Tumorzellen anzugreifen und diese zum Absterben zu bringen. Da im Darm fast 70% des Immunsystems lokalisiert sind, wird diesem Organ im Hinblick auf Diagnostik und Therapie gr\u00f6\u00dfere Aufmerksamkeit geschenkt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<h2>Krebs \u2013 eine chronische Krankheit<\/h2>\n<p>Da die meisten Menschen jegliche Gedanken an den Tod verdr\u00e4ngen, kommt f\u00fcr sie die Diagnose \u201eKrebs\u201c immer ungelegen und auf jeden Fall zu fr\u00fch. Gustav Dobos beschreibt die Reaktion auf diese Diagnose mit einem pl\u00f6tzlichen Erdbeben der St\u00e4rke 8 \u2013 auf einem Quadratmeter.<br \/>\nWir m\u00fcssen lernen, dass Krebs oftmals\u00a0nicht als akute und somit rasch zum Tod f\u00fchrende Erkrankung gesehen werden darf, sondern als chronische Erkrankung, mit der man vielfach noch viele Jahre leben k\u00f6nnte.<br \/>\nNach der Krebsdiagnose dr\u00e4ngen sich Fragen auf: Wieso ich? Ich habe mich doch stets gesund ern\u00e4hrt und regelm\u00e4\u00dfig Sport getrieben. Warum so fr\u00fch? Welche Ursachen haben zu der Krankheit gef\u00fchrt? Ist es Vererbung? Sind also meine Gene Schuld?<br \/>\nNein, es sind nicht prim\u00e4r die Gene. Aus der Zwillingsforschung l\u00e4sst sich ableiten, dass fast Zweidrittel aller Krebserkrankungen umweltbedingt sind. In diesem Zusammenhang erscheint mir der Hinweis von Frau Prof. Mary \u2013 Claire King, der Entdeckerin der Brustkrebsgene BRCA1\/BRCA2 sehr wichtig:<\/p>\n<blockquote><p>Vor dem Jahr 1940 entwickelten 24 Prozent der Tr\u00e4gerinnen der Brustkrebsgene im Laufe ihres Lebens Brustkrebs. Heute sind es 82 Prozent! Als Gr\u00fcnde f\u00fcr den drastischen Anstieg kommen laut Prof.King Umweltfaktoren wie Ern\u00e4hrung und Bewegungsmangel in Betracht.<\/p><\/blockquote>\n<h2>&#8222;Functional Medicine&#8220;<\/h2>\n<p>Die angewandte Umwelt- und Ern\u00e4hrungsmedizin (Functional Medicine) bietet neue Wege im Bereich der Diagnostik und Therapie chronischer Erkrankungen. Ein Zitat von Sir William Osler erkl\u00e4rt \u201eThe Functional Medicine Model\u201c:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Es ist viel wichtiger zu wissen, welcher Mensch eine Krankheit hat, als welche Erkrankung die betreffende Person hat. Versuche zu verstehen, wie die Gesundheit und der Lebensstil deines Patienten waren, bevor die aktuelle Krankheit aufgetreten ist.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;The good physician treats the disease; the great physician treats the patient who has the disease.&#8220;<\/p>\n<p>Sir William Osler, einer der ersten Professoren an der Johns Hopkins University School of Medicine und sp\u00e4terer \u00e4rztlicher Leiter.<\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-size: 13px;\">W\u00e4hrend \u201efunktionelle\u201c Beschwerden bislang als psychosomatisch eingestuft wurden, verlangt die besonders in den USA etablierte Functional Medicine moderne, jeweils auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand befindliche, medizinische Untersuchungen als Basis f\u00fcr eine Patienten-zentrierte und nicht Krankheiten-zentrierte Medizin.<\/span><\/p>\n<h2>Das pers\u00f6nliche Risikoprofil<\/h2>\n<p>Jeder sollte wissen, welche Umweltfaktoren seine Gene belasten bzw. diese zerst\u00f6ren und somit das Krebsrisiko erh\u00f6hen k\u00f6nnen: das pers\u00f6nliches Risikoprofil.<br \/>\nDieses gilt es nun mit einer ma\u00dfgeschneiderten N\u00e4hrstoff- und Entgiftungstherapie sowie Ratschl\u00e4gen zur Lebensf\u00fchrung und individuellen Ern\u00e4hrungsumstellung zu begleiten.<\/p>\n<p>Folgende Untersuchungen erlauben es dem Arzt, das pers\u00f6nliche Risikoprofil n\u00e4her einzugrenzen:<\/p>\n<ol>\n<li>Das Entz\u00fcndungspotenzial: CRP, Interleukine (z. B. IL-6), Tumornekrosefaktor-Alpha (TNF-Alpha), Homocystein, Immunglobuline (z. B. Gesamt IgE), HbA1c<\/li>\n<li>Fols\u00e4ure (unmetabolisierte Fols\u00e4ure und 5-MTHF)<\/li>\n<li>Vitamin D3<\/li>\n<li><span style=\"font-size: 13px;\">Mitochondrienprozesse und N\u00e4hrstoffbedarf \u00fcberpr\u00fcfen mittels organischer S\u00e4uren (ORGANIX-Profil; Original-Test von Metametrix\/USA)<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 13px;\">Glutensensibilit\u00e4t (erh\u00f6ht das Risiko von Autoimmunerkrankungen und Entz\u00fcndungen) (10,11)<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 13px;\">Allergietests mit Schwerpunkt Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeiten (inkl. molekulare Allergiediagnostik)<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 13px;\">Umweltgifte:<br \/>\n<\/span><span style=\"font-size: 13px;\">a) Haar-, Urin- und Blutanalysen auf Schwermetalle<br \/>\n<\/span><span style=\"font-size: 13px;\">b) CORE-Profil (z<\/span><span style=\"font-size: 13px;\">.B. Bisphenol A, Weichmacher, Phthalate, Pestizide, L\u00f6sungsmittel etc.)<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 13px;\">Stuhl- und Verdauungsanalysen (Neu: DNA-und Proteomanalysen)<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-size: 13px;\">Hormone<br \/>\n<\/span><span style=\"font-size: 13px;\">a) Estrogenstoffwechsel: krebserregende Metaboliten (4- und 16-OH-Estrogen)<br \/>\n<\/span><span style=\"font-size: 13px;\">b) Stresshormonspiegel (Cortisol, DHEA, Melatonin, Serotonin, Dopamin, Adrenalin)<\/span><\/li>\n<li>genetische Analysen: z.B. BRCA1 und BRCA2 (z. B. bei famili\u00e4ren H\u00e4ufungen von Brustkrebs)<\/li>\n<\/ol>\n<p>Nur wenn man das pers\u00f6nliche Risikoprofil kennt, kann man die eigenen problematischen Umweltfaktoren besser einsch\u00e4tzen und Strategien entwickeln, was man selbst tun kann, um das Krebsrisiko zu minimieren.<\/p>\n<h2>Krebs durch Umweltgifte<\/h2>\n<p>Chronische Erkrankungen \u2013 auch Krebs- werden in erster Linie als Folge eines Mangels (N\u00e4hrstoffe) bzw. einer Vergiftung (Umweltgifte, Mikroorganismen) gesehen, die zu einer St\u00f6rung der genetischen Expression und somit zu Fehlsteuerungen auf Zellebene f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Im Februar 2013 gab sogar die diktatorische Regierung in China zu, dass es dort Krebsd\u00f6rfer gibt. Verursacht u.a. durch die Pestizid- und Bleibelastung in Fl\u00fcssen und Seen sind die Krebszahlen bedrohlich angestiegen.<\/p>\n<blockquote><p>Die Zahlen aus dem Riesenreich sind alarmierend: Krebserkrankungen haben sich in den letzten Jahren zur ersten Todesursache im Land entwickelt. Einer von vier Chinesen stirbt statistisch an Krebs. Die Sterberate unter Krebspatienten stieg in den vergangenen 30 Jahren um 80 Prozent. (1)<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Luftbelastung in chinesischen Gro\u00dfst\u00e4dten ist eigentlich mit dem menschlichen Leben nicht vereinbar, hie\u00df es vor ein paar Tagen in einer Nachrichtensendung im deutschen Fernsehen. Es stellt sich die Frage, wie lange die westlichen Kunden \u2013 n\u00e4mlich wir \u2013 noch Produkte aus dieser menschenverachtenden Produktionsweise kaufen werden?<\/p>\n<p>Eine im Mai 2014 ver\u00f6ffentlichte Studie von US-Forscherinnen um Ruthann Rudel und Julia Brody wurden 17 Stoffgruppen aufgef\u00fchrt, die Brustkrebs verursachen k\u00f6nnen. Potentiell gef\u00e4hrliche Stoffe k\u00e4men demnach in Autoabgasen, in Tabakrauch oder verkohltem Essen, in L\u00f6sungs-, Abbeiz- und Feuerschutzmitteln, fleckenabweisenden Textilien sowie im Trinkwasser vor. Bedauerlicherweise seien diese Zusammenh\u00e4nge lange Zeit ignoriert worden. Frau Rudel bezeichnet ihre Studie als Fahrplan zur Vermeidung von Brustkrebs. (2)<\/p>\n<h2>Schadstoffbelastung abkl\u00e4ren mit CORE-Profil<\/h2>\n<p>Zur Abkl\u00e4rung der aktuellen Schadstoffbelastung eignet sich ein neues Analysenprogramm, das als CORE-Profil bezeichnet wird. Hierbei werden Urin- und Blutproben auf die Hauptkomponenten der uns belastenden Umweltchemikalien analysiert: Pestizide, Polychlorierte Biphenyle (PCB), L\u00f6sungsmittel, Weichmacher in Plastik wie Bisphenol A und hormonwirksame Substanzen, die h\u00e4ufig in Kosmetika vorkommen wie z.B. Parabene und Phthalate.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2604\" alt=\"CORE-Profil\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/symptome_core-profil1.jpg\" width=\"834\" height=\"483\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/symptome_core-profil1.jpg 834w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/symptome_core-profil1-200x115.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 834px) 100vw, 834px\" \/><\/p>\n<p>Abb.1: Das neue umweltmedizinische Analysenprogramm wird Toxic Effects Core genannt (Core bedeutet \u00bbChemical Occurrence &amp; Related Exposure\u00ab).<\/p>\n<h2>Das umweltmedizinische 3-E-Konzept<\/h2>\n<p>Die grundlegenden diagnostischen und therapeutischen Aspekte habe ich zum \u201eUmweltmedizinischen 3-E Konzept\u201c zusammengefasst:<br \/>\nErn\u00e4hrung, Entgiftung, Entspannung (siehe auch Pschyrembel Naturheilkunde, S. 270ff) (3)<\/p>\n<ul>\n<li><strong>E<\/strong>rn\u00e4hrung:<br \/>\nN\u00e4hrstofftherapie mit Vitaminen und Mineralstoffen, Amino- und Fetts\u00e4uren, \u00f6kologische Kost unter Ber\u00fccksichtigung von Nahrungsmittelallergien<\/li>\n<li><strong>E<\/strong>ntgiftung:<br \/>\nElimination von Umweltgiften, Entgiftungsbehandlung u.a. mit k\u00f6rpereigenen Wirkstoffen wie Glutathion, Alpha-Lipons\u00e4ure, Coenzym-Q10 und mikrobiologischer Balance des Darmes<\/li>\n<li><strong>E<\/strong>ntspannung<br \/>\nphysikalische Therapie, Bewegung, Antistress-Programme<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ziel des umweltmedizinischen 3-E Konzeptes ist die Wiederherstellung der biochemischen Balance in folgenden fundamentalen physiologischen Bereichen:<\/p>\n<ul>\n<li>Oxidations-Reduktions-System<\/li>\n<li>Hormone und Neurotransmitter<\/li>\n<li>Mitochondriopathien (Coenzym Q10 Bedarf)<\/li>\n<li>Detoxifikation und Biotransformation<\/li>\n<li>Immun-Imbalancen<\/li>\n<li>durch Entz\u00fcndungen verursachte Imbalancen<\/li>\n<li>Verdauung, Absorption und mikrobielle Imbalancen<\/li>\n<li>Strukturelle Imbalancen der Zellmembranfunktion<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Vitalstoffe vor und nach einer Chemo- und Strahlentherapie<\/h2>\n<p>Da \u00fcber 90 Prozent der Krebspatienten zus\u00e4tzlich zur klassischen Krebsbehandlung komplement\u00e4re Therapien anwenden und dies dem behandelnden Arzt auch nicht mitteilen, drohen hier nicht nur Spannungen im Arzt-Patienten-Verh\u00e4ltnis, sondern es kann unter Umst\u00e4nden auch zu Wirkungsbeeintr\u00e4chtigungen der eingeleiteten medikament\u00f6sen Therapie kommen (z.B. Strahlen- und Chemotherapie). Auch bei uns \u00c4rzten herrschen Unsicherheiten im Hinblick auf unterst\u00fctzende Ma\u00dfnahmen mit Vitaminen, Mineralstoffen und pflanzlichen Wirkstoffen. Im Medizinstudium wurde bislang eine integrative Onkologie nicht hinreichend gelehrt.<\/p>\n<p><strong>Grunds\u00e4tzlich gilt: Die meisten Antioxidantien wirken ausschlie\u00dflich positiv, nachdem die Chemotherapie beendet ist.<\/strong><\/p>\n<p>Wenn die komplement\u00e4re \u2013 also unterst\u00fctzende \u2013 Therapie nicht nur eine Gewissensberuhigung darstellen soll, muss man sich genau \u00fcberlegen, was die Einnahme zus\u00e4tzlicher Substanzen bezwecken soll:<\/p>\n<ul>\n<li>Pr\u00e4vention?<\/li>\n<li>Unterst\u00fctzung der onkologischen Therapie?<\/li>\n<li>Behandlung nach einer Operation, Chemo- oder Strahlentherapie?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn man sich \u00fcber die therapeutische Zielsetzung im Klaren ist, kann man gemeinsam mit dem Arzt ein fundiertes und sicheres erg\u00e4nzendes Therapieprogramm im Sinne einer integrativen onkologischen Behandlung zusammenstellen.<br \/>\nGrunds\u00e4tzlich empfehle ich meinen Patienten, vor einer Chemo- und Strahlentherapie die \u00bbSpeicher\u00ab an Vitaminen und anderen Schutzstoffen aufzuf\u00fcllen. Da viele Chemotherapeutika die Mitochondrien (Zellkraftwerke) sch\u00e4digen und somit eine Vielzahl von Beschwerden wie unter anderem Polyneuropathie, Hautkrankheiten, Ersch\u00f6pfung verursachen, sollten vor allem Substanzen wie u.a. Coenzym Q10, Alpha-Lipons\u00e4ure, Glutathion und Carnitin zum Schutz der Mitochondrien verabreicht werden.<\/p>\n<h2>Farbige Signalstoffe gegen Krebs (Epigenetik)<\/h2>\n<p>Als wesentlicher Triggerfaktor f\u00fcr die Krebsentstehung und Metastasierung gelten chronische Entz\u00fcndungen. Zur Vorbeugung k\u00f6nnen daher Mineralstoffe, Vitamine und pflanzliche Wirkstoffe empfohlen werden, die eine antientz\u00fcndliche Wirkung besitzen. Die Wirkung von Umweltfaktoren auf unsere DNA wird auch als \u201eepigenetische Wirkung\u201c bezeichnet. Besonders positive epigenetische Eigenschaften werden u.a. Naturstoffen wie Gelbwurz (Curcuma), Brokkoli (Sulforaphane), Resveratrol, gr\u00fcnem Tee (Epigallocatechingallat\/ EGCG) und Quercetin zugeordnet. Forschern ist es k\u00fcrzlich gelungen, anhand von Brustkrebszellen zu zeigen, dass Curcuma durch eine Modulation der Mikro-RNA Entz\u00fcndungsreaktionen herunterreguliert und somit als Antikrebswirkstoff betrachtet werden k\u00f6nne. (4)<\/p>\n<p>Die in Abb.2 aufgelisteten Pflanzenwirkstoffe haben neben ihren antientz\u00fcndlichen Eigenschaften wichtige Signalfunktionen f\u00fcr unsere Gene \u2013 sie beruhigen hochregulierte, entz\u00fcndliche Reaktionen (Gene-Silencing).<br \/>\nMeinen Patienten empfehle ich als Prophylaxe: <strong>Essen Sie t\u00e4glich einen Regenbogen.<\/strong><br \/>\nIm Falle von Nahrungsmittelunvertr\u00e4glichkeiten k\u00f6nnen die Wirkstoffe auch durch ausgew\u00e4hlte Nahrungserg\u00e4nzungsmittel zugef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2606\" alt=\"Regenbogen essen\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/symptome_regenbogen-essen.jpg\" width=\"592\" height=\"614\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/symptome_regenbogen-essen.jpg 592w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/symptome_regenbogen-essen-200x207.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 592px) 100vw, 592px\" \/>Abb.2: Regenbogen: pflanzliche Signalstoffe gegen Krebs.<\/p>\n<p>Um die N\u00e4hrstofftherapie ma\u00dfgeschneidert durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen, rate ich dazu, vorab Urin- und Blutanalysen durchzuf\u00fchren: z.B. Organische S\u00e4uren zur Ermittlung des individuellen N\u00e4hrstoffbedarfs, fettl\u00f6sliche Vitamine, Stuhl- und Verdauungsanalysen u.a.. (s.o. Pers\u00f6nliches Risikoprofil).<br \/>\nErg\u00e4nzend zur Einnahme von Vitalstoffen kann auch eine drei- bis f\u00fcnft\u00e4gige Infusionsbehandlung empfohlen werden. Diese Behandlung (Hepar-Tox-Therapie) stellt eine wertvolle Unterst\u00fctzung vor und nach einer klassischen Krebstherapie dar. Details zur Functional Medicine und zum integrativen onkologischen Ansatz finden sie u.a. in dem Buch: &#8222;Krebs &#8211; Eine Umweltkrankheit&#8220;? (5-11)<\/p>\n<h2>Quellen und weiterf\u00fchrende Literatur<\/h2>\n<ol>\n<li>Extreme Umweltverschmutzung: China r\u00e4umt Existenz von Krebsd\u00f6rfern ein.<br \/>\nSpiegel-Online, 23.2.2013<\/li>\n<li>&#8222;New Exposure Biomarkers as Tools For Breast Cancer Epidemiology, Biomonitoring, and Prevention: A Systematic Approach Based on Animal Evidence&#8220;<br \/>\nvon Ruthann Rudel und Kolleginnen, 12. 5. 2014, &#8222;Environmental Health Perspectives&#8220;<\/li>\n<li>Pschyrembel \u2013 Naturheilkunde<br \/>\nDe Gruyter, 4.Auflage, 2011, Definition \u201e Medizin, funktionelle \u201c S.270<\/li>\n<li>Den Kampf gegen Krebs pflanzlich unterst\u00fctzen, Gelbwurz senkt inflammatorische Zytokine<br \/>\nMedical Tribune, Nr.18, 2.Mai 2014, S.25<\/li>\n<li>Krebs &#8211; Eine Umweltkrankheit? Risiko minimieren \u2013 Therapie optimieren.<br \/>\nKlaus-Dietrich Runow, S\u00fcdwestverlag M\u00fcnchen, Mai 2013, 16,99 \u20ac<\/li>\n<li>Wenn Gifte auf die Nerven gehen \u2013 Wie wir Gehirn und Nervensystem durch Entgiftung sch\u00fctzen k\u00f6nnen<br \/>\nKlaus-Dietrich Runow, S\u00fcdwestverlag M\u00fcnchen, 5.Auflage, Mai 2014, 14,99 \u20ac<\/li>\n<li>Der Darm denkt mit. Wie Bakterien, Pilze und Allergien das Nervensystem beeinflussen.<br \/>\nKlaus-Dietrich Runow, S\u00fcdwestverlag M\u00fcnchen, 7.Auflage, M\u00e4rz 2014, 14,99 \u20ac<\/li>\n<li>Laboratory Evaluations for Integrative and Functional Medicine<br \/>\nBralley J. Alexander, Lord S. Lord. 2. Auflage ISBN 978-0-9673949-4-7 www.metametrix.com<\/li>\n<li>Textbook Functional Medicine, The Institute for Functional Medicine 2010<br \/>\nISBN 978-0-9773713-7-2, www.functionalmedicine.org<\/li>\n<li>Grain Brain<br \/>\nDavid Perlmutter, Verlag: Little, Brown and Company; Auflage: 1 (17. September 2013)<\/li>\n<li>Gluten Freedom<br \/>\nAlessio Fasano und Susie Flaherty, Publisher: Wiley; 1 edition (April 29, 2014) www.turnerpublishing.com<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie die pers\u00f6nliche Schadstoffbelastung mit dem CORE-Profil ausgewertet und mit dem 3E-Konzept therapiert werden kann, um chronische Krankheiten wie Krebs zu verhindern<\/p>\n","protected":false},"author":92,"featured_media":2609,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[1,39,26,282,5,28,65,80,8,30],"tags":[683,633,682,791,680,771,681,355,785,772,679,678],"class_list":["post-2598","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-amalgam","category-elektrosmog","category-entgiftung","category-ernaehrung","category-gifte","category-krankheitsbilder-allgemein","category-krebs","category-nahrungsergaenzung","category-radioaktivitaet","tag-3e-konzept","tag-chemotherapie","tag-core-profil","tag-entgiftung","tag-entzuendung","tag-ernaehrung","tag-functional-medicine","tag-immunsystem","tag-krebs","tag-nahrungsergaenzung","tag-umweltgifte","tag-umweltmedizin"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2598","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/92"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2598"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2598\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4024,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2598\/revisions\/4024"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2609"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2598"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2598"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2598"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}