{"id":2460,"date":"2014-01-14T09:13:18","date_gmt":"2014-01-14T08:13:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.symptome.ch\/blog\/?p=2460"},"modified":"2020-01-18T06:22:42","modified_gmt":"2020-01-18T05:22:42","slug":"beziehungskrise-trennung-und-scheidung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/beziehungskrise-trennung-und-scheidung\/","title":{"rendered":"Wege aus der Beziehungskrise &#8211; Gesunder Umgang mit Trennung und Scheidung"},"content":{"rendered":"<h2>Beziehungskrise und Trennung<\/h2>\n<p>Die Partnerschaft oder Ehe bestimmt f\u00fcr die meisten Menschen in besonderem Ma\u00dfe die emotionale Verfassung und das allt\u00e4gliche Lebensgef\u00fchl. Frisch Verliebte sind voller Lebensenergie und gl\u00fccklich und strotzen dar\u00fcber hinaus auch meist vor Gesundheit. Umgekehrt gehen Beziehungskrisen oder in besonderem Ma\u00dfe eine Trennung oder Scheidung mit diversen Krankheitssymptomen einher: Niedergeschlagenheit, Schuldgef\u00fchle, unterdr\u00fcckte Wut und Depression auf der psychischen Seite spiegeln sich meist auch in der k\u00f6rperlichen Verfassung wider.<\/p>\n<p>Da sich Menschen bei einem Infragestellen der Partnerschaft oder Trennung in einer Situation befinden, die verschiedene Lebensbereiche wie Wohnsituation, Alltag und Lebensgewohnheiten in eine Umw\u00e4lzung bringt sind sie einem erh\u00f6hten Stress ausgesetzt. Dieser f\u00fchrt bei vielen Menschen auch zu einer Schw\u00e4chung des Immunsystems und zu den bekannten k\u00f6rperlichen Stress-Symptomen. Bei l\u00e4nger andauernden Beziehungsproblemen oder einer unverarbeiteten oder gar traumatischen Trennung k\u00f6nnen auch chronische Krankheitsbilder auftreten.<\/p>\n<p>Wir befassen uns als Paar- und Sexualtherapeuten seit fast 20 Jahren mit den Themen Partnerschaft, Sexualit\u00e4t und nat\u00fcrlich auch den Ursachen f\u00fcr Krisen und Trennungen:<\/p>\n<ul>\n<li>Warum bleiben immer mehr Menschen Single und warum gelingt ihnen keine l\u00e4ngere Partnerschaft?<\/li>\n<li>Warum werden Beziehungen immer k\u00fcrzer und schwieriger?<\/li>\n<li>Warum leben sich Paare auseinander?<\/li>\n<li>Warum verlieren viele Paare nach einiger Zeit den Zugang zu Liebe und Sexualit\u00e4t miteinander?<\/li>\n<li>Wie l\u00f6st man sich endg\u00fcltig aus einer intensiven emotionalen Bindung an einen Ex-Partner?<\/li>\n<li>Wie befreit man sich von alten belastenden Gef\u00fchlen wie Entt\u00e4uschung, Verletzung oder Misstrauen, die h\u00e4ufig aus vergangenen Beziehungen stammen und in die neuen Partnerschaften mitgeschleppt werden?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Einen der Hauptgr\u00fcnde f\u00fcr Krisen und letztendlich das Scheitern einer Beziehung sehen wir in den \u201eAltlasten\u201d, die jeder in die Partnerschaft mit einbringt. Das k\u00f6nnen nicht verarbeitete Trennungen von Ex-Partnern sein, aber auch eine starke emotionale Bindung an die Eltern oder andere Verwandte. Diese meist unbewussten Verstrickungen mit der Vergangenheit machen es oftmals schwer oder sogar unm\u00f6glich, sich auf eine verbindliche Partnerschaft einzulassen.<\/p>\n<p>Im Laufe der Arbeit mit vielen Klienten haben wir in den letzten Jahren deshalb eine Methode entwickelt, mit der sich Menschen aus alten Verwicklungen und emotionalen Bindungen l\u00f6sen k\u00f6nnen: \u201eDer Vers\u00f6hnungsprozess\u201c. Dieses Verfahren kl\u00e4rt und reinigt Beziehungen in radikaler und tiefgreifender Weise und hilft vergangene Bindungen dauerhaft aufzul\u00f6sen. Man kann damit sowohl aktuelle als auch Beziehungen aus der Vergangenheit kl\u00e4ren, sich von Ihnen befreien und emotionale Blockaden aufl\u00f6sen. Diese Abl\u00f6sung von alten Bindungen erscheint uns eine wesentliche Voraussetzung, um wirklich frei zu sein f\u00fcr eine gl\u00fcckliche und dauerhafte Liebesbeziehung.<\/p>\n<h2><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2467\" alt=\"Beziehungskrise\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/symptome_beziehungskrise.jpg\" width=\"480\" height=\"320\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/symptome_beziehungskrise.jpg 480w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/symptome_beziehungskrise-200x133.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/>Karriere, K\u00fcche, Kinder \u2013 und die Erstarrung der Beziehung<\/h2>\n<p>Der gleichberechtigte Anspruch beider Partner berufst\u00e4tig zu sein, ist mittlerweile schon fast zu einem festen Grundsatz einer Partnerschaft geworden. Dazu muss man bedenken, dass die Anforderungen, Zeitdruck und der Stress in den meisten Berufen \u2013 zumindest in der Wirtschaft \u2013 enorm gestiegen sind. Wenn beide Partner beruflich sehr ehrgeizig sind und Karriere machen m\u00f6chten, wird es meist extrem stressig, wenn Kinder dazu kommen. Dann ist 100-prozentige Dauerbelastung, permanenter Zeitdruck und Stress vorprogrammiert. Schon bei kleinen \u201ePannen\u201c oder Extrabelastungen wie eine Krankheit, eine Autopanne oder andere unplanm\u00e4\u00dfige Ereignisse, wird der Alltag zum Ausnahmezustand. Das Paar ist dann herausgefordert, mit vielen B\u00e4llen gleichzeitig zu jonglieren.<\/p>\n<p>Besonders Familien, die nicht auf Gro\u00dfeltern, Verwandte oder Freunde als Unterst\u00fctzung zur\u00fcckgreifen k\u00f6nnen, kommen schnell an ihre Grenzen. Meist schafft man es dann doch, trotz aller Schwierigkeiten, den Alltag zu meistern. Doch die Partnerschaft kommt bei diesem Lebenswandel an ihr Limit, denn die Zeit f\u00fcr den eigenen Raum als Paar bleibt hierbei in der Regel auf der Strecke. Zeiten, die das Paar f\u00fcr sich alleine hat \u2013 ohne Kinder, Besuche oder andere Verpflichtungen \u2013 gibt es kaum. Wenn beide todm\u00fcde sp\u00e4t abends ins Bett fallen, in dem Wissen, dass morgens fr\u00fch der Wecker wieder klingelt und einige wichtige Dinge noch nicht erledigt wurden, haben sie keine Mu\u00dfe mehr f\u00fcr Z\u00e4rtlichkeiten oder gar leidenschaftlichen Sex.<\/p>\n<p>Die gute Absicht, sich als Paar Zeit miteinander zu nehmen, wird auf das Wochenende verschoben. Aber da will man auch schon die verschobenen und nicht erledigten Dinge der Woche endlich anpacken, die Kinder wollen Zeit mit den Eltern verbringen, Eink\u00e4ufe und Pflichtbesuche stehen an. Und so wird es in vielen Partnerschaften, in denen beide Partner beruflich eingespannt sind, zur Normalit\u00e4t, dass die Energie und Zeit nur f\u00fcr etwas 0815-Sex vor dem Einschlafen ausreicht. Es fehlt die Mu\u00dfe f\u00fcr intensive Gespr\u00e4che, die Zeit reicht nicht, um sich wirklich emotional f\u00fcr den anderen zu \u00f6ffnen, sodass auch die Sexualit\u00e4t immer mehr verflacht und dadurch unbefriedigend wird.<\/p>\n<p>Das Intimleben wird auf den n\u00e4chsten Urlaub verschoben. Die beschriebene Reaktion von Paaren auf Stress kann man schon fast als klassisch beschreiben: Wenn der Belastungspegel im Leben zu hoch ist, wird an der gemeinsamen Zeit als Paar meist als erstes eingespart. Es erscheint im Trubel des Alltags nicht so wichtig, sich um seine Beziehung zu k\u00fcmmern. Sie wird eher als Arbeitsgemeinschaft verstanden und auch so gelebt. Es ist verst\u00e4ndlich und der Lebensphase angemessen, wenn in einer Familie mit kleinen Kindern diese im Vordergrund stehen und der Alltag auch von ihnen mit dominiert wird.<\/p>\n<p>Wenn diese Lebenseinstellung allerdings einrei\u00dft und \u00fcber viele Jahre anh\u00e4lt, wird die Beziehung tats\u00e4chlich eine Funktionsgemeinschaft, in der beide Partner immer mehr aneinander vorbeileben und nur noch in ihren Rollen f\u00fcr einander funktionieren. Die Intimit\u00e4t in der Paarschaft verk\u00fcmmert &#8211; emotional wie sexuell. Auch wenn an dieser Entwicklung meistens beide mitwirken, verlieren sie doch auf Dauer die Bezogenheit aufeinander, was sie zunehmend unzufrieden macht und sie letztendlich in eine Beziehungskrise f\u00fchrt. H\u00e4ufig beschwert sich dann einer der beiden \u00fcber die \u201eeingeschlafene\u201c Beziehung oder das langweilige Sexualleben.<\/p>\n<p>Das ist ein guter Zeitpunkt, um sich bewusst Zeit f\u00fcreinander zu nehmen und \u00fcber sich, die Lebensf\u00fchrung und die Vorstellungen von einer guten Beziehung zu kommunizieren. Verpassen die Partner diesen fruchtbaren Moment, geraten sie immer mehr in eine Abw\u00e4rtsspirale von Routine, und erstarren in ihren Rollen. Eine Trennung scheint dann nicht selten als Ausweg aus der Erstarrung und ist die Konsequenz einer dauerhaften Vernachl\u00e4ssigung der Partnerschaft.<\/p>\n<p>Die Mehrfachbelastung in einer Familie mit Kindern und voller Berufst\u00e4tigkeit beider Partner stellt somit eine gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr die Partnerschaft dar, die nur gemeistert werden kann, wenn das Paar sich bewusst Zeiten f\u00fcr sich alleine organisiert. In vielen F\u00e4llen sollten sich die Partner vielleicht \u00fcberlegen, ob nicht besser ein Partner \u2013 zumindest f\u00fcr einige Jahre \u2013 auf seine berufliche T\u00e4tigkeit verzichtet oder diese zumindest deutlich einschr\u00e4nkt. Dies nimmt viel Stress aus der Beziehung und schafft Freir\u00e4ume f\u00fcr ein Miteinander als Paar.<\/p>\n<h2><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2469\" alt=\"Stress in der Beziehung\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/symptome_stress-in-beziehung.jpg\" width=\"480\" height=\"319\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/symptome_stress-in-beziehung.jpg 480w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/symptome_stress-in-beziehung-200x132.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/>Aus der Balance gekommen: Partnerschafts-Burnout<\/h2>\n<p>Neben dem Fakt der \u00e4u\u00dferen \u00dcberlastung gibt es noch ein anderes Ph\u00e4nomen, das die h\u00e4ufige Entwicklung von der Liebes-Partnerschaft zur Routine-Partnerschaft, die oftmals zerbricht, beg\u00fcnstigt. Dazu muss man das Paar als eine Einheit verstehen, in der jeder einen Ausgleich und eine Erg\u00e4nzung im anderen sucht. Jeder Mensch braucht Entspannung, Harmonie und Balance \u2013 f\u00fcr sich selbst und in der Partnerschaft. Wenn jemand dauerhaft aus dieser Balance herausf\u00e4llt, wird er gestresst, geschw\u00e4cht und anf\u00e4llig f\u00fcr Krankheiten und Unf\u00e4lle.<\/p>\n<p>Die wesentlichen Elemente der Balance ist die Ausgeglichenheit zwischen maskuliner, aktiver und femininer, regenerativer Energie. Wer zu viel feminine, ausgleichende und regenerative Energie besitzt wird antriebsschwach und erreicht wenig im Leben, verf\u00e4llt im Extremfall in Faulheit, Motivationslosigkeit und Lethargie.<\/p>\n<p>Mit zu viel maskuliner, aktiver und aggressiver, nach au\u00dfen dr\u00e4ngender Energie \u201everbrennt\u201c der Mensch im Aktivismus, wenn er keinen Ausgleich findet. Das maskuline Element ist Feuer, es ist schnelllebig und verbrennt alles \u2013 daher auch der Ausdruck Burn-Out. Ist der Mann in Kontakt mit seiner maskulinen Energie, indem er aktiv im Berufsleben ist, so hatte er bis vor wenigen Jahren \u2013 ganz klassisch &#8211; eine Frau zu Hause, die in Kontakt mit ihrer femininen Energie war, die dem Wasserelement entspricht und k\u00fchlend, n\u00e4hrend, harmonisierend und ausgleichend auf ihn und die Partnerschaft wirkte. Er motivierte und energetisierte sie und sie k\u00fchlte und harmonisierte ihn.<\/p>\n<p>Wenn nun aber beide Partner \u00fcberaktiv in Berufsleben, Kinder- und Alltagsorganisation involviert und \u00fcberwiegend in Kontakt mit ihrer maskulinen Energie sind, dann pushen sie sich gegenseitig in ihrer maskulinen Energie hoch. Beiden fehlt dann der feminine Ausgleich und es kommt zu \u00dcberforderung, Stress und einem Gef\u00fchl von Gehetzt-Sein. Beide Partner spiegeln sich diesen Stress zus\u00e4tzlich gegenseitig und verst\u00e4rken ihn dadurch noch weiter.<\/p>\n<p>Speziell wenn beide neben Haushalt und Kindern Berufe aus\u00fcben, die mit hoher Leistungsanforderung einhergehen, dann sind die Zeiten und M\u00f6glichkeiten der Regeneration, um in Balance zu kommen begrenzt und der \u201eBurn-Out\u201c der Partnerschaft ist vorprogrammiert. Gerade Paare, bei denen beide stark beruflich engagiert sind und gemeinsam eine Familie durch den Alltag man\u00f6vrieren, brauchen deshalb Zeiten der Regeneration und Stille, der Harmonie und des einfachen Miteinanderseins.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie k\u00f6nnen Beziehungskrisen tiefgreifend bereinigt oder vergangene Bindungen (Trennung\/Scheidung) aufgel\u00f6st werden? Wie befreit man sich von emotionalen Blockaden?<\/p>\n","protected":false},"author":81,"featured_media":2465,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[1,99,72,24,22,65,23,20,25,19],"tags":[626,627,628,631,206,630,629],"class_list":["post-2460","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-alltagstipps","category-depression-angst","category-familie-und-erziehung","category-gefuehlswelt","category-krankheitsbilder-allgemein","category-partnerschaft-und-sexualitaet","category-psyche-und-gesundheit","category-soziales-umfeld","category-umgang-mit-stress","tag-beziehung","tag-beziehungskrise","tag-eheprobleme","tag-paartherapie","tag-partnerschaft","tag-scheidung","tag-trennung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2460","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/81"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2460"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2460\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3977,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2460\/revisions\/3977"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2465"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2460"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2460"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2460"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}