{"id":2415,"date":"2013-12-16T00:17:41","date_gmt":"2013-12-15T23:17:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.symptome.ch\/blog\/?p=2415"},"modified":"2020-01-18T06:22:44","modified_gmt":"2020-01-18T05:22:44","slug":"medikamente-und-vitamin-d","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/medikamente-und-vitamin-d\/","title":{"rendered":"Medikamente als Vitamin D-R\u00e4uber"},"content":{"rendered":"<p>Geh\u00f6ren auch Sie zu den vielen Menschen, die krankheitsbedingt regelm\u00e4\u00dfig Medikamente einnehmen m\u00fcssen? Mit dem Alter steigt dabei nicht nur die Anzahl der Betroffenen, sondern auch die Anzahl der einzunehmenden Medikamente. Typ-2-Diabetiker nehmen beispielsweise neben dem Antidiabetikum Metformin gleichzeitig Medikamente ein gegen Bluthochdruck, gegen zu viel Magens\u00e4ure, gegen erh\u00f6hte Blutfette und gegen erh\u00f6hte Harns\u00e4urewerte. Bei vielen Patienten mit multiplen Beschwerden kommt so schnell ein halbes Dutzend verschiedener Medikamente zusammen. Unabh\u00e4ngig von den vielf\u00e4ltigen Wechselwirkungen der Medikamente untereinander, die mit der Zahl der eingenommenen Arzneimittel auch immer komplexer wird, k\u00f6nnen sich unerw\u00fcnschte Arzneimittelwirkungen auch auf dem R\u00fccken eines Vitamin D-Mangels entwickeln.<\/p>\n<p>Nun werden Sie zu Recht fragen, was das denn mit Vitamin D zu tun hat? Unter den am h\u00e4ufigsten \u00e4rztlich verordneten Medikamenten ist eine ganze Reihe, die den Stoffwechsel des Sonnenvitamins st\u00f6rt. Dabei kann sowohl die Synthese als auch der Abbau des Vitamin D medikationsbedingt ver\u00e4ndert werden. Die regulierende Funktion des aktiven Vitamin D-Hormons &#8211; 1,25-(OH)2-Vitamin D &#8211; wird folglich beeintr\u00e4chtigt, zum Beispiel im Knochen- und Muskelstoffwechsel.<\/p>\n<p>Ein durch Medikamente ausgel\u00f6ster Vitamin D-Mangel kann sich durch St\u00f6rungen der Knochenmineralisation bis hin zur medikationsbedingten Osteoporose \u00e4u\u00dfern \u2013 und das sogar bei Kindern. Auch muskul\u00e4re Beschwerden, wie Muskelschw\u00e4che, Muskelschmerzen und Gangst\u00f6rungen k\u00f6nnen sich hinter einem arzneimittelbedingten Vitamin D-Mangel verstecken.<\/p>\n<p>Wenn Sie mit einem Medikament aus der folgenden Arzneimittelgruppe behandelt werden, sind Sie besonders gef\u00e4hrdet, einen medikationsbedingten Vitamin D-Mangel und entsprechende Folgebeschwerden zu entwickeln:<\/p>\n<h2>Arzneimittel, die einen Vitamin D-Mangel ausl\u00f6sen k\u00f6nnen<\/h2>\n<ul>\n<li>Arzneimittel gegen Epilepsie (Antiepileptika, z.B. Carbamazepin, Phenytoin)<\/li>\n<li>Kortison-Pr\u00e4parate (Glucocorticoide, z.B. Prednison, Dexamethason)<\/li>\n<li>HIV-Medikamente (Antiretrovirale Virustatika, z.B. Saquinavir, Ritonavir, Efavirenz, Zidovudin)<\/li>\n<li>Medikament\u00f6se Krebstherapie (Chemotherapie, z.B. Paclitaxel, Epirubicin)<\/li>\n<li>Pflanzliche Arzneimittel: Johanneskraut (Inhaltsstoff: Hyperforin)<\/li>\n<li>u.a.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die gute Nachricht: ein medikationsbedingter Vitamin D-Mangel (25-OH-D &lt; 20 ng\/ml) ist ganz einfach mit der Messung des 25-OH-D-Spiegels festzustellen und auch einfach zu behandeln. In der Regel ist die w\u00f6chentliche Einnahme von 50.000 I.E. Vitamin D f\u00fcr einen Zeitraum von 8 Wochen, gefolgt von 2x 50.000 I.E. pro Monat ausreichend, um den Vitamin D-Mangel durch Arzneimittel auszugleichen.<\/p>\n<p>Sie k\u00f6nnen alternativ in Abh\u00e4ngigkeit vom K\u00f6rpergewicht auch 40-60 I.E. Vitamin D pro Kilogramm K\u00f6rpergewicht t\u00e4glich einnehmen, um langfristig die negativen Auswirkungen auf den Vitamin D-Haushalt von Arzneimitteln, die Sie einnehmen m\u00fcssen auszugleichen. Der 25-OH-D-Spiegel sollte zwischen 30-60 ng\/ml liegen, idealerweise zwischen 40-60 ng\/ml (100-150 nmol\/l).<\/p>\n<p><strong>Wichtig<\/strong>: Lassen Sie sich bitte nicht abschrecken von den Namen der hier aufgef\u00fchrten Arzneimittel. Fragen Sie einfach Ihren Arzt, ob Sie mit einem dieser Medikamente behandelt werden. Da \u00c4rzten die Wechselwirkungen der Medikamente mit Vitamin D oft nicht in der Ausbildung vermittelt wurden, nehmen Sie am besten diesen Artikel bei Ihrem n\u00e4chsten Arzttermin mit!<\/p>\n<p>Noch einmal zur Erinnerung: Vitamin D wird in der Leber mithilfe der 25-Hydroxylase (25-OHase) in die wichtigste Speicher- und Transportform 25-OH-Vitamin D umgewandelt. 25-OH-Vitamin D ist das Barometer zur medizinischen Beurteilung einer mangelhaften Versorgung mit Vitamin D.<\/p>\n<p>25-OH-Vitamin D wird in den Nieren \u00fcber das Enzym 1-alpha-Hydroxylase (1-OHase) in das stoffwechselaktive Vitamin D-Hormon (1,25-(OH)2-Vitamin D) umgewandelt. Man bezeichnet dieses Enzym auch als <em>renale 1-OHase<\/em> \u2013 da es in der Niere vorkommt.<\/p>\n<p>1,25-(OH)2-Vitamin D, ist die eigentliche Wirkform des Sonnenvitamins in unserem K\u00f6rper und verantwortlich f\u00fcr die vielen positiven Gesundheitswirkungen auf die Zellen, Gewebe, Organe und das Immunsystem. Bemerkenswert ist, dass neben den Nieren die meisten anderen Zell- und Organsysteme eine <em>lokale 1-OHase<\/em> besitzen. Diese Zellen k\u00f6nnen in Abh\u00e4ngigkeit von der 25-OH-Vitamin D-Verf\u00fcgbarkeit und dem Bedarf das biologisch aktive Vitamin D-Hormon mithilfe ihrer <em>lokalen 1-OHase<\/em> selber bilden.<\/p>\n<p>Arzneimittel wie das Antiepileptikum Phenytoin oder das Corticoid Dexamethason k\u00f6nnen den Pregnan-X-Rezeptor stimulieren und hier\u00fcber die 24-Hydroxylase (24-OHase) aktivieren. Die 24-OHase baut 25-OH-Vitamin D und 1,25-(OH)2-Vitamin D in nicht mehr Stoffwechselaktive Vitamin D-Metaboliten ab. Vitamin D wird dadurch inaktiviert und verliert seine Stoffwechselfunktion.<\/p>\n<p>Das bedeutet: Arzneimittel, die den Pregnan-X-Rezeptor stimulieren, k\u00f6nnen potentiell alle negativen Folgen ausl\u00f6sen, die mit einem Vitamin D-Mangel (25-OH-D &lt; 20 ng\/ml) einhergehen. Ein Arzneimittelbedingter Vitamin D-Mangel \u00e4u\u00dfert sich vor allem auf der Ebene des Knochen- und Muskelstoffwechsels.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-2425\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/symptome_tabletten.jpg\" alt=\"Tabletten\" width=\"480\" height=\"299\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/symptome_tabletten.jpg 480w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/symptome_tabletten-200x124.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/p>\n<h3>Antiepileptika<\/h3>\n<p>Bei Kindern, die mit Arzneimitteln gegen epileptische Anf\u00e4lle wie Phenytoin oder Carbamazepin behandelt werden, k\u00f6nnen schwere St\u00f6rungen im Knochenwachstum auftreten. Diese gravierende Nebenwirkung wurde bereits vor 60 Jahren wissenschaftlich dokumentiert. Im schwersten Fall kann sich dabei eine \u201eOsteopathia antiepileptica\u201c entwickeln, das bedeutet eine medikationsbedingte Osteoporose beim heranwachsenden Kind.<\/p>\n<p>Unter einer Therapie mit Antiepileptika ist in Abh\u00e4ngigkeit von K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe und K\u00f6rpergewicht eine t\u00e4gliche Einnahme von 40-60 I.E. Vitamin D pro Kilogramm K\u00f6rpergewicht notwendig, um normale Blutspiegel an 25-OH-Vitamin D &gt; 30 ng\/ml zu erreichen und einem medikationsbedingten Vitamin D-Mangel vorzubeugen.<\/p>\n<h3>Kortison-haltige Arzneimittel<\/h3>\n<p>Kortison-haltige Arzneimittel, die so genannten Glucocorticoide, werden aufgrund ihrer entz\u00fcndungshemmenden Eigenschaften bei vielen Erkrankungen, die entz\u00fcndlich gepr\u00e4gt sind eingesetzt. Das Anwendungsspektrum der Glucocorticoide reicht von entz\u00fcndlichen Darmerkrankungen, Gelenkserkrankungen, Hauterkrankungen bis hin zu Atemwegserkrankungen (z.B. Asthma) und Allergien. Glucocorticoide wie Prednison und Dexamethason k\u00f6nnen ebenfalls den Pregnan-X-Rezeptor stimulieren und in der Folge Vitamin D \u00fcber die 24-OHase in nicht mehr stoffwechselaktive Metaboliten abbauen.<\/p>\n<p>Bei Atemwegserkrankungen, wie Asthma bronchiale ist eine mangelhafte Vitamin D-Versorgung (25-OH-D &lt; 30 ng\/ml) besonders h\u00e4ufig. Auch hier wirkt die Einnahme von Vitamin D den Kortisonbedingten St\u00f6rungen des Knochenstoffwechsels entgegen. Zus\u00e4tzlich kann Vitamin D die H\u00e4ufigkeit von Atemwegsinfekten bei den betroffenen Patienten verringern und die antientz\u00fcndliche Wirksamkeit der Medikamente unterst\u00fctzen.<\/p>\n<h3>AIDS- und HIV-Medikamente<\/h3>\n<p>Die in der Therapie von HIV und AIDS eingesetzten Medikamente wirken der Vermehrung des Virus im K\u00f6rper entgegen. Dabei setzen sie an verschiedenen Stellen an. Die Kombinationstherapie ist mit einem besonders hohen Risiko f\u00fcr Nebenwirkungen verbunden. St\u00f6rungen der Knochenmineralisation treten dabei h\u00e4ufig auf. In der medikament\u00f6sen Anti-HIV-Therapie werden Arzneimittel wie Ritonavir, Saquinavir und Efavirenz eingesetzt, die den Pregnan-X-Rezeptor stimulieren k\u00f6nnen und dadurch in der Folge den Abbau von Vitamin D \u00fcber die 24-OHase steigern. Die Infektion mit dem HIV-Virus steigert zus\u00e4tzlich den Vitamin D-Bedarf.<\/p>\n<h3>Krebsmedikamente<\/h3>\n<p>Eine mangelhafte Versorgung mit Vitamin D (25-OH-D &lt; 30 ng\/ml) findet sich besonders h\u00e4ufig bei Krebspatienten. Ein Vitamin D-Mangel kann den Verlauf einer Krebserkrankung (z.B. Brustkrebs) nachteilig beeinflussen (z.B. erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr Metastasen) und f\u00fchrt bei den Betroffenen zu einer Beeintr\u00e4chtigung der Lebensqualit\u00e4t. Ein Reihe der in der medikament\u00f6sen Krebstherapie eingesetzten Arzneimittel (z.B. Anthrazykline: Epirubicin (E), Doxorubin (D), Taxane: Docetaxel (DOC)) kann zus\u00e4tzlich den Vitamin D-Abbau f\u00f6rdern und damit sogar das Risiko f\u00fcr eine Knochensch\u00e4digung erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Bei Krebs-Patienten sollte grunds\u00e4tzlich der Vitamin D-Status kontrolliert und entsprechend kompensiert werden. In der Regel ist die w\u00f6chentliche Einnahme von 50.000 I.E. Vitamin D f\u00fcr einen Zeitraum von 8-16 Wochen, gefolgt von 2x 50.000 I.E. pro Monat ausreichend, um den Vitamin D-Mangel durch Krebs-Medikamente auszugleichen. Unter einer Krebstherapie ist in Abh\u00e4ngigkeit von K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe und K\u00f6rpergewicht eine t\u00e4gliche Einnahme von 40-60 I.E. Vitamin D pro Kilogramm empfehlenswert.<\/p>\n<p>Aromatasehemmer und Tamoxifen sind Medikamente, die zur Therapie von hormon-empfindlichem Brustkrebs bei Frauen nach den Wechseljahren eingesetzt werden. Bei bis zu 50% der behandelten Patientinnen treten unter einer Therapie mit Aromatasehemmern Knochen- und Gelenkschmerzen, so genannte Arthralgien auf. Dar\u00fcber hinaus kann es zu einer Abnahme der Knochendichte und zu einem erh\u00f6hten Risiko f\u00fcr Knochenfrakturen kommen. Studien belegen, dass die Supplementierung von Vitamin D (z.B. 5.000 I.E. Vitamin D\/Tag), mit dem Ziel einen 25-OH-D-Spiegel \u2265 40 ng\/ml zu erreichen das Auftreten von Gelenkschmerzen deutlich reduzieren kann.<\/p>\n<h3>Johanniskraut<\/h3>\n<p>Dieses popul\u00e4re pflanzliche Antidepressivum enth\u00e4lt einen Stimmungsaufhellenden Wirkstoff namens Hyperforin. Auch Hyperforin kann den Pregnan-X-Rezeptor stimulieren und in der Folge Vitamin D \u00fcber die 24-OHase in nicht mehr stoffwechselaktive Metaboliten abbauen. Wenn Sie regelm\u00e4\u00dfig Johanniskraut-Pr\u00e4parate einnehmen empfehlen wir Ihnen mindestens 2.000 I.E. Vitamin D t\u00e4glich zu supplementieren und am besten Ihren 25-OH-D-Spiegel kontrollieren zu lassen. \u00dcbrigens: Vitamin D sorgt auch f\u00fcr ein sonniges Gem\u00fct.<\/p>\n<h2>Bessere Wirkung, weniger Nebenwirkungen mit Vitamin D<\/h2>\n<p>Vitamin D kann nicht nur die Nebenwirkungen einiger Arzneimittel auf die Knochen und Muskulatur verringern, sondern auch das therapeutische Wirkprofil verschiedener Medikamente verbessern<\/p>\n<h3>Cholesterinsenker vom Statine-Typ<\/h3>\n<p>Cholesterinsenker vom Statin-Typ &#8211; in der Fachsprache auch Statine genannt &#8211; werden seit Jahren erfolgreich zur Senkung erh\u00f6hter Cholesterinspiegel eingesetzt, um einer Gef\u00e4\u00dfverkalkung vorzubeugen, die langfristig zu Herzinfarkt oder Schlaganfall f\u00fchren kann. Eine gute Versorgung mit Vitamin D senkt nicht nur die allgemeine, sondern auch die kardiovaskul\u00e4re Mortalit\u00e4t. Bemerkenswert ist, dass Vitamin D auch einen g\u00fcnstigen Einfluss auf die Blutfette hat. Erh\u00f6hte Triglyceridspiegel werden durch Vitamin D gesenkt und zu niedrige HDL-Cholesterinspiegel angehoben.<\/p>\n<p>In einer aktuellen Studie an Patienten, die mit dem Cholesterinsenkern behandelt wurden, konnte gezeigt werden, dass die Cholesterinsenkende Wirkung dieser Medikaments bei einem normalen 25-OH-D-Status viel effektiver aber auch das Risiko f\u00fcr muskul\u00e4re St\u00f6rungen verringert wird.<\/p>\n<h3>Knochenwirksame Arzneimittel: Bisphosphonate<\/h3>\n<p>Bisphosphonate geh\u00f6ren zu einer Arzneimittelgruppe, die vor allem in der Therapie von Knochen- und Calciumstoffwechselerkrankungen eingesetzt werden. In der Osteoporose-therapie z\u00e4hlen Bisphosphonate derzeit zu den am h\u00e4ufigsten verordneten Arzneimitteln. Dar\u00fcber hinaus werden Bisphosphonate auch in der Therapie von Krebserkrankungen (z.B. Knochenmetastasen) eingesetzt. Vitamin D kann die Wirksamkeit der Bisphosphonate auf den Knochen verbessern und gleichzeitig Nebenwirkungen (z.B. Kiefernekrose) verringern. Das Sonnenvitamin steigert die Calciumaufnahme aus dem Darm und f\u00f6rdert den Einbau des Knochenminerals in die Knochen. Ein Vitamin D-Mangel beeintr\u00e4chtigt daher die Knochenwirkung der Bisphosphonate und kann zus\u00e4tzlich zu einem Anstieg des Parathormon-Spiegels im Blut f\u00fchren. Vitamin D h\u00e4lt das Parathormon in Schach und beugt erh\u00f6hten Parathormon-Spiegeln vor. Einige Studien, belegen, dass erh\u00f6hte Parathormon-Spiegel die Knochensch\u00fctzende Wirkung der Bisphosphonate verringert und zus\u00e4tzlich das Nebenwirkungsrisiko der Bisphosphonate erh\u00f6ht (z.B. Nekrosen des Kieferknochens).<\/p>\n<h3>Arzneimittel gegen Bluthochdruck<\/h3>\n<p>Eine unzureichende Versorgung mit Vitamin D ist ein unabh\u00e4ngiger Risikofaktor f\u00fcr Bluthochdruck. Dies wird zus\u00e4tzlich durch die Tatsache unterstrichen, dass die Blutdruckwerte im Sommer durchschnittlich niedriger sind als im Winter. Personen mit einem Vitamin D-Mangel haben Studien zufolge ein 3,2-fach erh\u00f6htes Risiko Bluthochdruck zu entwickeln gegen\u00fcber Personen mit gutem Vitamin D-Status. Vitamin D kann den Bedarf an Blutdrucksenkenden Medikamenten (z.B. Diuretika, ACE-Hemmer, Caliumantagonisten) verringern und die Bluthochdruck-Therapie optimieren.<\/p>\n<h3>Tuberkulosemittel<\/h3>\n<p>Bereits 1924 beschrieb Thomas Mann die heilsame Wirkung des Sonnenlichts bei Tuberkulose in seinem Roman \u201eDer Zauberberg\u201c. Inspiriert wurde er zu diesem Werk, als seine Frau Katia 1912 in einem Davoser Lungensanatorium weilte. Kuraufenthalte in Sanatorien der Hochalpen z\u00e4hlten damals zur Standardtherapie wohlhabender Tuberkulose-Patienten, sowohl wegen der reinen Luft (Allergenkarenz) als auch wegen der intensiven Sonnenstrahlung (Heliotherapie).<\/p>\n<p>Nach den Ergebnissen eines gro\u00dfen Studienvergleichs ist ein Vitamin D-Mangel mit einem deutlich erh\u00f6hten Risiko an Lungentuberkulose zu erkranken verbunden. Dabei hatten Personen mit gutem Vitamin-D-Status im Vergleich zu denjenigen mit einem Vitamin-D-Mangel ein um 32% geringeres Risiko f\u00fcr Lungentuberkulose. Je besser der Vitamin-D-Status, desto geringer scheint auch das Risiko zu sein, dass es nach einer Infektion mit dem Tuberkulose-Erreger zum Ausbruch der Erkrankung kommt. Eine aktuelle Studie aus England wirft nun ein neues Licht auf den Einfluss von Vitamin D auf das Immunsystem: Demnach ist die Wirkung von Antibiotika auf den Tuberkulose-Erreger wesentlich st\u00e4rker, wenn die Patienten gleichzeitig gut mit Vitamin D versorgt sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Medikamente gewisser Arzneimittel-Gruppen k\u00f6nnen einen Vitamin D-Mangel ausl\u00f6sen und damit Folgebeschwerden von Muskelschw\u00e4che, Muskelschmerzen bis zur Osteoporose uva.<\/p>\n","protected":false},"author":80,"featured_media":2426,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[1,61,65,80,514,8,51,823],"tags":[610,607,609,608,236,172],"class_list":["post-2415","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-herz-kreislauf","category-krankheitsbilder-allgemein","category-krebs","category-medizinische-behandlungsfehler","category-nahrungsergaenzung","category-osteopathie","category-osteoporose","tag-gangstoerungen","tag-medikamente","tag-muskelschmerzen","tag-muskelschwaeche","tag-osteoporose","tag-vitamin-d"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2415","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/80"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2415"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2415\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3979,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2415\/revisions\/3979"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2426"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2415"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2415"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2415"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}