{"id":1618,"date":"2013-02-15T11:26:50","date_gmt":"2013-02-15T10:26:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.symptome.ch\/blog\/?p=1618"},"modified":"2020-01-18T06:23:00","modified_gmt":"2020-01-18T05:23:00","slug":"anorexie-und-bulimie-der-unerfuellte-hunger-auf-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/anorexie-und-bulimie-der-unerfuellte-hunger-auf-leben\/","title":{"rendered":"Anorexie und Bulimie \u2013 der unerf\u00fcllte Hunger auf Leben"},"content":{"rendered":"<p>Wenn ich mir die Hochglanzmagazine f\u00fcr Frauen ansehe, sind sie gef\u00fcllt mit Vorschl\u00e4gen zu Mode und Kosmetik \u2013 abgelichtet sieht man immer knochend\u00fcrre, viel zu grell geschminkte Models, die aber in Posen gezeigt werden, die der unbedarften Leserin nahe legen, dass so und nur so das Leben Spass machen k\u00f6nne.<\/p>\n<h2>Auf der Suche nach Identit\u00e4t<\/h2>\n<p>Viele junge M\u00e4dchen, aber auch reifere Frauen lesen diese Zeitschriften auf der Suche nach Identit\u00e4t und Hilfe zur Selbstfindung \u2013 schliesslich wollen die meisten ja h\u00fcbsch, begehrt und erfolgreich sein oder werden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/symptome_dreamstime_xs_26370717.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1620\" alt=\"Unzufrieden - Blick in Spiegel\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/symptome_dreamstime_xs_26370717.jpg\" width=\"480\" height=\"319\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/symptome_dreamstime_xs_26370717.jpg 480w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/symptome_dreamstime_xs_26370717-200x132.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a>Der Blick in den heimischen Spiegel offeriert den meisten jedoch zun\u00e4chst ein weit weniger perfektes Bild:<\/p>\n<p>Sei es, dass sich die Heranwachsenden noch mit Pickeln im Gesicht herumschlagen m\u00fcssen, sei es, dass die Haare zu fettig oder zu matt sind, sei es, dass die eigene Figur von den Claudia- Schiffer-Ma\u00dfen weit entfernt ist. In jedem Falle f\u00fchlt sich das M\u00e4dchen oder die junge Frau nicht perfekt genug.<\/p>\n<p>Bei den reiferen Frauen offenbart der Blick in den Spiegel vielleicht die ersten grauen Haare, erste Falten im Gesicht oder eine Haut, die nicht mehr ganz so elastisch ist und auch schon Zeichen von Cellulite zeigt.<\/p>\n<p>Jede Abweichung vom unerbittlichen inneren Ideal untergr\u00e4bt das zumeist fragile weibliche Selbstwertgef\u00fchl, oft gefolgt von verzweifelten Versuchen, \u00fcber diverse Tricks und Kniffe dem gew\u00fcnschten Sch\u00f6nheitsideal doch noch n\u00e4her zu kommen.<\/p>\n<p>Es ist schon erstaunlich, was M\u00e4dchen und Frauen sich dabei so alles zumuten:<\/p>\n<p>Sie hungern, sie erbrechen, sie nehmen Abf\u00fchrmittel und entw\u00e4ssernde Tabletten, sie betreiben exzessiven Sport, sie unterziehen sich operativen Nasen- Busen- oder Fettabsaugungseingriffen \u2013 und wenn sie sich dann immer noch nicht so gl\u00fccklich f\u00fchlen wie die vermeintlich immer sonnig-wonnigen Models in den Zeitschriften, verfallen sie in Apathie, Lethargie und verstehen sich und das Leben erst recht nicht mehr.<\/p>\n<p>Gegen Frustration, Langeweile, Schulschwierigkeiten, den \u00c4rger in der Lehre, die Angst, erwachsen werden zu m\u00fcssen und f\u00fcr sich selbst zunehmend die Verantwortung \u00fcbernehmen zu m\u00fcssen oder den Liebeskummer gibt es scheinbar kein Patentrezept \u2013 und auch ausreichend mager zu sein ist noch kein Garant f\u00fcr ewige Gl\u00fcckseligkeit.<\/p>\n<h2>Maskiertes, mangelndes Selbstwertgef\u00fchl<\/h2>\n<p>Wenn dann noch die pubert\u00e4re Abl\u00f6sung vom Elternhaus konfliktreich ist oder die Trennung der Eltern die Empathie f\u00fcr beide gleichermassen erschwert, oder gar abf\u00e4llige Bemerkungen eines oder beider Elternteile dem Heranwachsenden gegen\u00fcber das Selbstbewusstsein annagen, dann kommen leider viele der von Anorexie oder Bulimie betroffenen M\u00e4dchen auf die fatale Idee, den Mangel an Gl\u00fcck und Zufriedenheit durch ein \u201eMehr vom Gleichen\u201c doch noch zu erreichen, d.h. es wird noch mehr gehungert, erbrochen etc&#8230;.<\/p>\n<p>Nachdem das Ph\u00e4nomen der Bulimie und der Anorexie immer gr\u00f6ssere Ausmasse annimmt, habe ich mir aus der Sicht der Energiemedizin einmal Gedanken gemacht, was hinter diesen Erscheinungen stecken k\u00f6nnte \u2013 und vor allem, wie man dem beikommen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Bei meinen jungen Patientinnen, die mit diesen Krankheitsbildern zu mir kommen, f\u00e4llt auf, dass sie ihr Problem kaschieren und herunterspielen.<\/p>\n<p>Oft \u201everkleiden\u201c sie ihre Magerkeit unter besonders bauschigen und ausladenden Kleidern, oder sie erkl\u00e4ren die Speicheldr\u00fcsenschwellungen und die Zahnsch\u00e4den zur Folge genetischer Belastungen, nicht aber als Folge ihres Erbrechens.<\/p>\n<p>Ausserdem f\u00fchlen sie sich nicht krank, es st\u00f6rt sie sogar sehr, dass man sie nicht einfach in Ruhe l\u00e4sst.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Therapeuten ist besonders bei diesen Patientinnen grosses Feingef\u00fchl angebracht, selbst dann, wenn das angeknackste Selbstgef\u00fchl hinter einer Maske besonderer H\u00e4rte oder Schroffheit vonseiten der Patientin verborgen wird.<\/p>\n<p>Oft erscheinen diese M\u00e4dchen als die z\u00e4hesten und h\u00e4rtesten K\u00e4mpferinnen, die in keiner Weise zimperlich sind und auch schmerzhafte Prozeduren scheinbar unger\u00fchrt \u00fcber sich ergehen lassen.<\/p>\n<p>Probleme werden zun\u00e4chst negiert, alles liefe bestens, bekommt man zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Meist kommen diese M\u00e4dchen auch nicht aus eigenem Antrieb in die Praxis, sondern die Mutter oder eine Freundin \u201eschickt sie\u201c, weil sich die Umwelt Sorgen macht \u00fcber den zunehmenden Gewichtsverlust oder die \u201eFress- kotz\u201c- Exzesse.<\/p>\n<h2><a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/symptome_dreamstime_xs_1107472.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1628\" alt=\"Mangelndes Selbstwertgef\u00fchl\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/symptome_dreamstime_xs_1107472.jpg\" width=\"480\" height=\"322\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/symptome_dreamstime_xs_1107472.jpg 480w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/symptome_dreamstime_xs_1107472-200x134.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a>Was ist an mir nicht okay?<\/h2>\n<p>Bei den schon etwas \u00e4lteren Frauen steht die Ess- St\u00f6rung \u00f6fter im Zusammenhang mit einer Trennung oder Scheidung, die frau oft frustriert zur\u00fcckl\u00e4sst mit dem Gedanken: \u201eWas ist an mir nicht okay, dass diese Beziehung gescheitert ist?\u201c<\/p>\n<p>Aber auch das Erwachsenwerden der eigenen T\u00f6chter, die \u2013 wie im M\u00e4rchen \u2013 nat\u00fcrlich j\u00fcnger und glatter sind, (Frau K\u00f6nigin, Ihr seid die sch\u00f6nste hier, aber Schneewittchen\u2026.) kann eine Frau an ihrem Selbstwert zweifeln lassen, zumal dann, wenn sie sich zeitgleich auch noch mit den Turbulenzen der eigenen Wechseljahre auseinandersetzen muss.<\/p>\n<p>Die \u201eWechseljahre\u201c waren lange Zeit mit einem Tabu belegt\u2014dass Haarausfall, Hitzewellen und Harninkontinenz gar nicht so zum Lachen sind und zu Mangel an Liebeslust, Stimmungsschwankungen oder gar schlaflosen N\u00e4chten f\u00fchren k\u00f6nnen, gelangt erst sehr allm\u00e4hlich ins allgemeine Bewusstsein. Zu f\u00fcrchten, dass nach diesen ber\u00fcchtigten Jahren nur noch das Alter kommt und damit vielleicht noch mehr unangenehme Symptome, Zipperlein oder Gebrechen, l\u00e4sst nicht wenige Frauen \u00fcber 50 verzweifeln.<\/p>\n<p>Anstelle sich in diesem Wandel vertrauensvoll vom Leben tragen zu lassen, stecken sie alle Energie verbissen in den Kampf um ein m\u00f6glichst jugendliches Aussehen \u2013 horrende Hungerkuren, entstellende Botoxinjektionen oder Silikonimplantate inbegriffen.<\/p>\n<p>Diese Man\u00f6ver verm\u00f6gen zwar den \u201eZahn der Zeit\u201c vielleicht etwas hinauszuschieben, ob aber die zwanghafte Fixierung auf das \u00c4usserliche der weiblichen Seele und dem Gem\u00fct wirklich gut tut, wage ich zu bezweifeln.<\/p>\n<p>Gleichwohl h\u00e4ufen sich auch bei den \u201eerwachsenen\u201c Frauen die Ess-St\u00f6rungen \u2013 Anorexie, Bulimie und Binge-eating disorder (Essen grosser Mengen mit anschliessendem Erbrechen oder radikalem Essensverzicht) sind also nicht nur eine St\u00f6rung der heranwachsenden oder jungen Frauen und M\u00e4dchen.<\/p>\n<h2>Was steckt dahinter?<\/h2>\n<p>Im Laufe der Jahre hat sich durch die Erfahrungen in der Praxis ein Muster herausgesch\u00e4lt, das mir hilfreich erscheint.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst leiden viele dieser Frauen an einer geopathischen St\u00f6rzone an ihrem Schlafplatz &#8211; ein Umstand, der die k\u00f6rpereigene Regulation erheblich st\u00f6ren kann und verhindert, dass die gesunden Impulse von Hunger, Schlafbed\u00fcrfnis oder Durst ad\u00e4quat wahrgenommen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Zudem f\u00f6rdert ein gest\u00f6rter Schlafplatz in vielen F\u00e4llen Gef\u00fchle von Depression, Verzweiflung oder Angst, wohl auch deshalb, weil die vegetative Vollautomatik im K\u00f6rper so einschneidend gest\u00f6rt ist und quasi kein Verlass mehr ist auf den K\u00f6rper.<\/p>\n<p>Weitere globale Regulationsblockaden der Energie, die h\u00e4ufig vorkommen, sind \u00c4ngste jeder Art, nervliche Anspannung, innere Unruhe oder vegetative Ersch\u00f6pfung und Verkrampfung.<\/p>\n<p>All diese Regulationsblockaden lassen sich sehr schnell und pr\u00e4zise feststellen. Zur Behandlung verwende ich spezielle hom\u00f6opathische Mischungen \u00fcber eine Gesamtbehandlungsdauer von einem bis zwei Jahren, je nach Schwere des Falles.<\/p>\n<p>Ganz besonders spannend und erhellend wird es aber, wenn man sich \u00fcber die Testung der Segmentblockaden im K\u00f6rper den seelischen Hintergr\u00fcnden dieser Krankheiten ann\u00e4hert.<\/p>\n<p>Ich verwende dazu die Psychosomatische Energetik (PSE), die ich in der Praxis kurz \u201eEnergie-Check\u201c nenne. Diese Methode wird zwar von der Schulmedizin bisher nicht anerkannt, f\u00fcr mich pers\u00f6nlich stellt sie jedoch ein un\u00fcbertroffen pr\u00e4zises Instrument in meiner Praxisarbeit dar.<\/p>\n<p>Hierbei gibt es interessante Beobachtungen, die auch die emotionalen Unterschiede zwischen diesen beiden Krankheiten beleuchten.<\/p>\n<h2><a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/symptome_dreamstime_xs_16147755.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1627\" alt=\"Abnehmen ohne Ende\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/symptome_dreamstime_xs_16147755.jpg\" width=\"480\" height=\"320\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/symptome_dreamstime_xs_16147755.jpg 480w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/symptome_dreamstime_xs_16147755-200x133.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a>Anorexie: Unsichtbar werden<\/h2>\n<p>Bei der Anorexie finde ich vor allem grosse seelische Blockaden im Bereich des Urvertrauens (Beckenbereich) mit dem Grundgef\u00fchl, sich hier auf dieser Welt schon einmal grunds\u00e4tzlich nicht besonders wohl und heimisch zu f\u00fchlen. \u201eAm liebsten w\u00fcrde ich mich verd\u00fcnnisieren und abhauen\u201c brachte es einmal eine Patientin auf den Punkt.<\/p>\n<p>Das Hungern soll also den K\u00f6rper \u201eunsichtbar\u201c machen, sodass auch keine Anforderungen an den Menschen gestellt werden.<\/p>\n<p>Solche jungen Frauen wollen oder k\u00f6nnen sich nicht \u201ehinstellen\u201c und f\u00fcr sich selbst eintreten \u2013 eher schon f\u00fcr andere!<\/p>\n<p>Sie haben keinen Appetit aufs Leben, nichts erscheint ihnen wirklich wert, sich daf\u00fcr einzusetzen, alles schmeckt fahl, langweilig und uninteressant.<\/p>\n<p>Oft sind diese Frauen aber besonders intelligent, sportlich und ehrgeizig, sodass sie ihre innere Leere \u00fcber Leistung \u00fcberkompensieren.<\/p>\n<p>Von der Familiendynamik kommen Anorektikerinnen oft aus \u201ebroken homes\u201c, sind Scheidungskinder oder haben V\u00e4ter, die sie wegen ihrer Weiblichkeit ablehnten oder gar emotional oder physisch missbrauchten.<\/p>\n<p>Die M\u00fctter werden als Rivalinnen um Sch\u00f6nheit und Macht gesehen, nicht aber als Verb\u00fcndete oder Freundinnen, schon gar nicht als unterst\u00fctzend wahrgenommen.<\/p>\n<p>Solche Frauen besitzen eher m\u00e4nnliche Seelen und wollen m\u00f6glichst m\u00e4nnlich erscheinen- bitte nur ja keine Rundungen, die Weiblichkeit signalisieren und einen so dazu verpflichten k\u00f6nnten, m\u00fctterlich-n\u00e4hrend-versorgend t\u00e4tig zu werden.<\/p>\n<p>Die seelischen Grundthemen bei dieser Erkrankung haben mit dem Selbst in der Auseinandersetzung mit der Welt, dem eigenen Wert und dem Umgang mit den eigenen Gef\u00fchlen zu tun. (Selbst-wert-gef\u00fchl)<\/p>\n<p>Oft finde ich seelische Konflikte wie \u201eich bin nicht gut genug\u201c, \u201eich bin nicht wirklich in meiner inneren Mitte\u201c, \u201eich f\u00fchle mich ausgeliefert und hilflos\u201c sowie \u201eich muss immer funktionieren\u201c.<\/p>\n<p>Wenn eine Frau innerlich nicht gen\u00fcgend Selbstvertrauen hat, um sich gegen \u201eFunktionsanspr\u00fcche\u201c ad\u00e4quat zur Wehr setzen zu k\u00f6nnen, ist das Beherrschen des Hungers und die scheinbare Unabh\u00e4ngigkeit von den Nahrungsmitteln oft die einzige B\u00fchne, auf der ein Kampf um Macht ausgetragen wird. Dass die eigenen Eltern, der Partner, die Freunde oder Kollegen im wahrsten Sinne des Wortes \u201eohnm\u00e4chtig\u201c zusehen m\u00fcssen, wie die Frau sich dem sinnlichen Genuss verweigert, ist ein Triumph, der mit einem hohen Preis bezahlt wird- oft bis zur Spitalseinweisung, Zwangsern\u00e4hrung und zahlreichen Folgesch\u00e4den am Hormonsystem.<\/p>\n<h2><a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/symptome_dreamstime_xs_28735063.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1625\" alt=\"Bulimie - erbrechen\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/symptome_dreamstime_xs_28735063.jpg\" width=\"480\" height=\"320\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/symptome_dreamstime_xs_28735063.jpg 480w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/symptome_dreamstime_xs_28735063-200x133.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a>Bulimie: den Lebenshunger stillen<\/h2>\n<p>Bei der Bulimie sind die grossen Blockaden und Traumatisierungen dagegen im Bereich des Oberbauches zu finden, wo die Verdauung stattfindet. Ich habe den Eindruck, als sei das seelische Grundempfinden dieser Frauen eher: \u201eIch finde alles so zum Kotzen \u2013 nichts macht mich wirklich satt und stillt meinen Lebenshunger\u201c.<\/p>\n<p>Es geht hier also eher um den schon bewussteren Willen zu leben und vom Leben auch das zu bekommen, was man sich w\u00fcnscht- nicht einen faden Abklatsch.<\/p>\n<p>Diese Frauen wollen (im \u00fcbertragenen Sinne formuliert) herzhaft zubeissen, sp\u00fcren dann aber, dass Essen doch nicht das ist, was ihre Seele n\u00e4hrt\u2014und prompt spucken sie das Essen wieder aus. Nahrung und Essen hat ja aber auch etwas mit der m\u00fctterlichen Energie zu tun. Kochen, den Tisch liebevoll decken und sich um h\u00e4usliche Belange zu k\u00fcmmern, wird traditionell den Frauen zugeschrieben. Wenn nun aber eine Frau ein ambivalentes Verh\u00e4ltnis zu ihrer Mutter hat, lehnt sie oft auch alles ab, was mit Haushalt zu tun hat. Sie mag sich nicht m\u00fctterlich n\u00e4hren lassen und weist das mit der Mutter assoziierte Essen zur\u00fcck, indem sie es erbricht.<\/p>\n<p>Das seelische Grundthema ist hier eher, die Brocken, die das Leben einem zuwirft, zu verdauen und zu verarbeiten, N\u00fctzliches zu behalten und den Rest auch wieder loszulassen.<\/p>\n<h2>Aschenputtel, komm aus der Asche!<\/h2>\n<p>Es geht hierbei um das eigene innere Feuer, die Dynamik und Aggression, die man f\u00fcr sich selbst einzusetzen lernen sollte.<\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6rt auch, sich selbst Raum im eigenen Leben einzur\u00e4umen, sich \u201ePlatz zum Wachsen\u201c zu verschaffen, anderen Menschen Grenzen zu setzen und Respekt einzufordern.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/symptome_dreamstime_xs_3889167.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1626\" alt=\"Bulimie - essen und erbrechen\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/symptome_dreamstime_xs_3889167.jpg\" width=\"480\" height=\"405\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/symptome_dreamstime_xs_3889167.jpg 480w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/symptome_dreamstime_xs_3889167-200x168.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a>Sich gegen \u00dcbergriffe zu wehren und \u201eNein\u201c sagen zu lernen geh\u00f6rt genauso zu den Lernaufgaben der Selbstf\u00fcrsorge, wie das Leben mit allen Sinnen zu geniessen und sich selbst daf\u00fcr die Erlaubnis zu erteilen.<\/p>\n<p>Etwas salopp sage ich den Patientinnen oft: \u201eAschenputtel, komm aus der Asche, lasse das Linsen lesen sein und geh auf den Ball!! Du darfst das!!<\/p>\n<p>Die seelischen Konflikte heissen \u201eich f\u00fchle mich allein und einsam\u201c, \u201eich darf nicht w\u00fctend sein\u201c, \u201eich bin frustriert und will mehr vom Leben\u201c und \u201eich bin hungrig nach guten Gef\u00fchlen\u201c.<\/p>\n<p>Die schrittweise Aufl\u00f6sung solcher Seelenblockaden und das Umsetzen der Botschaften der Seele im Alltag l\u00e4sst in vielen F\u00e4llen die Symptome von Bulimie und Anorexie verschwinden und macht einem Selbstbild Platz, das harmonischer, echter, freundlicher und lebenst\u00fcchtiger ist \u2013 zur Freude der Patientinnen, der Familie und der Therapeuten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frauen, die an Anorexie oder Bulimie leiden zeigen oftmals \u00e4hnliche Verhaltensweisen im Gespr\u00e4ch. Welches sind diese Gemeinsamkeiten und wie kann diesen Frauen geholfen werden?<\/p>\n","protected":false},"author":39,"featured_media":1629,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[1,72,5,24,22,27,15,58,29,23,20,25,21],"tags":[420,423,319,277,422,421],"class_list":["post-1618","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-depression-angst","category-ernaehrung","category-familie-und-erziehung","category-gefuehlswelt","category-geopathie","category-gesundheit-frauen","category-homoeopathie","category-koerperpflege-kosmetik","category-partnerschaft-und-sexualitaet","category-psyche-und-gesundheit","category-soziales-umfeld","category-staerkung-fur-psyche-geist-und-seele","tag-anorexie","tag-binge-eating","tag-bulimie","tag-erbrechen","tag-essstoerung","tag-hunger"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1618","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/39"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1618"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1618\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4014,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1618\/revisions\/4014"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1629"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1618"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1618"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1618"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}