{"id":1388,"date":"2012-11-12T01:02:08","date_gmt":"2012-11-12T00:02:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.symptome.ch\/blog\/?p=1388"},"modified":"2020-01-18T06:23:04","modified_gmt":"2020-01-18T05:23:04","slug":"unzufriedenheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/unzufriedenheit\/","title":{"rendered":"(Un-)Zufriedenheit"},"content":{"rendered":"<p>Unzufriedenheit ist ein Begriff, der zwei Seiten hat. Er ist janusk\u00f6pfig. In der Mythologie war Janus der r\u00f6mische Gott des Anfangs und des Endes. So kann man auch die Unzufriedenheit betrachten. W\u00e4ren die Steinzeitmenschen mit ihrer Lebenssituation v\u00f6llig zufrieden gewesen, s\u00e4\u00dfen wir vielleicht heute noch in H\u00f6hlen, oder w\u00e4ren gar ausgestorben? Das Bed\u00fcrfnis etwas zu ver\u00e4ndern und zu verbessern entspringt einem Zustand der Unzufriedenheit.<\/p>\n<p>Einen Zustand der v\u00f6lligen Ausgeglichenheit und des Wohlbehagens, wenn ich mit mir und meinem Umfeld in harmonischem Einklang lebe, werde ich nicht ver\u00e4ndern wollen.\u00a0So gesehen gehen einer Ver\u00e4nderung, einer Innovation, einem Fortschritt, einer Neuorientierung, ja sogar einer Renovierung immer Gef\u00fchle voraus, die mit dem Oberbegriff Unzufriedenheit zu beschreiben sind.<\/p>\n<h2><a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/symptome_dreamstime_xs_17243325.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1396\" title=\"\u00dcbers\u00e4ttigung\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/symptome_dreamstime_xs_17243325.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"448\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/symptome_dreamstime_xs_17243325.jpg 480w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/symptome_dreamstime_xs_17243325-200x186.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a>Dauerzustand Unzufriedenheit<\/h2>\n<p>So betrachtet steht Unzufriedenheit f\u00fcr den Anfang, wie eben auch Janus.\u00a0F\u00fcr das Ende, den Schatten und die Dunkelheit sorgt Unzufriedenheit, wenn sie ein Dauerzustand oder ein Pers\u00f6nlichkeitsmerkmal ist, also wenn sie st\u00e4ndig vorhanden ist.<\/p>\n<p>Jedoch sogar hier muss unterschieden werden, ob sich die Chronifizierung aus einer nur schwer ver\u00e4nderbaren Lebenssituation heraus zu einem frustranen Dauerzustand entwickelt hat, oder ob es sich um jemanden handelt, der grundlegend gierig, ma\u00dflos, ausschweifend, exzessiv, hemmungslos, ungen\u00fcgsam, nicht zu befriedigen oder uners\u00e4ttlich ist &#8211; ein Mensch mit einem unstillbaren Bed\u00fcrfnis nach immer Mehr, nach st\u00e4ndig Neuem oder immer intensiverem Erleben.<\/p>\n<p>Es gibt markante (Wende-)Punkte im Leben, die eng mit Unzufriedenheit verkn\u00fcpft sein k\u00f6nnen, aber nicht unabdingbar sein m\u00fcssen. Auch hier spielt sowohl die Pers\u00f6nlichkeit des Menschen eine Rolle, sowie kulturelle und gesellschaftliche Faktoren Einfluss nehmen.<\/p>\n<h2>Ver\u00e4nderungsbed\u00fcrfnis in Pubert\u00e4t und Midlife Crisis<\/h2>\n<p>Das ist beispielsweise der \u00dcbergang vom Kind zum Jugendlichen und weiter zum jungen Erwachsenen. Eine Zeit in der junge Menschen oft von gro\u00dfer Unzufriedenheit und noch gr\u00f6\u00dferem Ver\u00e4nderungsbed\u00fcrfnis angetrieben werden. Zwar lauert in dieser sensiblen Phase der Umgestaltung durchaus die Gefahr, dass Unzufriedenheit zu einem psychischen Problem wird, aber grunds\u00e4tzlich ist hier das Streben nach Ver\u00e4nderung\u00a0 gesund. So tr\u00e4gt es zur Abl\u00f6sung von der Ursprungsfamilie und zur Entwicklung der eigenen Identit\u00e4t bei.<\/p>\n<p>Eine weitere un\u00fcbersichtliche Kreuzung auf der Strasse des Lebens ist die \u201eLebensmitte\u201c (das ist das Alter von 40 +\/- 10 Jahre). Hier kann es zu einer \u201eKollision\u201c namens \u201eMidlife Crisis\u201c kommen.<\/p>\n<p>Bevor jedoch \u00fcberhaupt eine Krise eintreten kann, muss eine gedankliche Auseinandersetzung mit der Tatsache stattfinden, d.h. es wird einem bewusst, dass man\u00a0 sich nun ungef\u00e4hr in der Mitte der durchschnittlichen Gesamtlebenszeit befindet. Es bedeutet, in der Mitte des Lebens stehend, zur\u00fcck zu blicken und Res\u00fcmee zu ziehen, sowie in die Zukunft zu schauen, um zu \u00fcberlegen wie man sie nutzen m\u00f6chte. Dieser \u201eR\u00fcckblick mit Vorschau\u201c kann sehr konstruktiv verlaufen, aber er kann auch Angst, Unzufriedenheit und Frustration zur Folge haben.<\/p>\n<p>&#8222;\u00dcbers\u00e4ttigung\u201c w\u00e4re ein m\u00f6glicher Ausl\u00f6ser f\u00fcr eine Midlife Crises: Ein Mensch ist am Zenit seiner beruflichen Karriere angelangt. Er hat sich alles geschaffen, was gesellschaftlich gesehen zum Status eines erfolgreichen Menschen geh\u00f6rt, wie z.B. eine (gl\u00fcckliche) Familie mit einem attraktiven Lebenspartner, Kinder die \u201eAugensterne und Herzw\u00e4rmer\u201c sind, ein Haus oder eine schicke Wohnung, einen ansehnlichen fahrbaren Untersatz, regelm\u00e4\u00dfige Urlaube an Orten, die exklusiv und nicht f\u00fcr jedermann und -frau leistbar sind und erf\u00fcllende Freizeitaktivit\u00e4ten.<\/p>\n<h2>Trotz allen Erf\u00fcllungen nicht gl\u00fccklich?!<\/h2>\n<p>Nun sollte man glauben, diese Person muss doch rundum gl\u00fccklich und zufrieden sein und ihren hohen Lebensstandard genie\u00dfen! Das wird auch durchaus oft der Fall sein, aber es muss nicht unweigerlich so sein, denn hier kommt die Pers\u00f6nlichkeit eines Menschen ins Spiel. So kann es sein, dass wenn keine Herausforderungen oder interessante Ziele zu erreichen sind, dies als Stagnation wahrgenommen wird, Gef\u00fchle der Frustration und Unzufriedenheit aufflammen und sich auch zu einem Fl\u00e4chenbrand ausweiten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/symptome_dreamstime_xs_22530492.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1393\" title=\"Zeit vergeudet\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/symptome_dreamstime_xs_22530492.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"399\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/symptome_dreamstime_xs_22530492.jpg 480w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/symptome_dreamstime_xs_22530492-200x166.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a>\u201eUnterlassung\u201c ist ein weiterer m\u00f6glicher Ausl\u00f6ser f\u00fcr Unzufriedenheit an diesem Punkt des Lebens.<\/p>\n<p>Durch st\u00e4ndiges Arbeiten, (Alltags-) Probleme l\u00f6sen, Lebensstandard erh\u00f6hen, ist man durch seine Lebensjahre gehetzt.<\/p>\n<p>Man wird pl\u00f6tzlich an der Kreuzung Lebensmitte von Panik \u00fcberfallen, zu viel vers\u00e4umt, seine Bed\u00fcrfnisse und Interessen stiefm\u00fctterlich behandelt zu haben und nun entsetzlich viel nachholen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Beginnt man dann sein Leben auch noch mit den Leben seines sozialen Umfeldes zu vergleichen, setzt man sich den Teufel in den Nacken. Oder wie es\u00a0Johann Wolfgang von Goethe ausgedr\u00fcckt hat:<\/p>\n<blockquote><p>\u201eWie selten ist der Mensch mit seinem Zustande zufrieden, in dem er sich befindet! Er w\u00fcnscht sich immer den seines N\u00e4chsten, aus welchem sich dieser ebenfalls heraussehnt.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<h2>Aus dem Gef\u00e4ngnis ausbrechen<\/h2>\n<p>Bricht man aus diesem Grund nun aus seinem Leben aus, kann es sein, dass man eine gro\u00dfe Entt\u00e4uschung erlebt, denn es ist bekanntlich nicht alles Gold, was gl\u00e4nzt. Wenn man den Ausbruch aus dem \u201eGef\u00e4ngnis des Alltags\u201c unbeschadet r\u00fcckg\u00e4ngig machen kann und man dann beginnt, das was man hat wieder mehr wertzusch\u00e4tzen und nicht als selbstverst\u00e4ndlich zu betrachten, dann kann die Unzufriedenheit sich ihrer Vorsilbe wieder entledigen. Sucht man jedoch endlos nach der ultimativen Erf\u00fcllung wird die Vorsilbe \u201eUn\u201c zum treuen Begleiter werden.<\/p>\n<p>Zufriedenheit ist etwas Individuelles und setzt sich aus Bausteinen zusammen. Wie meine \u201epers\u00f6nlichen R\u00e4ume der Zufriedenheit\u201c eingerichtet sind, h\u00e4ngt vom Lebensstandard, von der Kultur, Pers\u00f6nlichkeitsfaktoren, Einstellungen, Werten und der eigenen Lebensgeschichte ab. In jedem Fall hat Zufriedenheit aber etwas mit Frustrationstoleranz zu tun.<\/p>\n<h2>Entt\u00e4uschungen ertragen<\/h2>\n<p>Frustrationstoleranz beinhaltet, dass ich in der Lage bin, ein unangenehmes Gef\u00fchl \u00fcber einen gewissen Zeitraum hinweg auszuhalten, ohne dabei aggressiv oder unzufrieden zu werden. Es geht also darum, Entt\u00e4uschungen aushalten und Bed\u00fcrfnisse aufschieben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/symptome_dreamstime_xs_10227476.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1394\" title=\"Frustration als Kind\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/symptome_dreamstime_xs_10227476.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"319\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/symptome_dreamstime_xs_10227476.jpg 480w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/symptome_dreamstime_xs_10227476-200x132.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a>Wir eignen uns diese F\u00e4higkeit im Lauf unseres Lebens an. In der Kindheit wird bereits die Basis daf\u00fcr geschaffen. Auch gibt es Krankheitsbilder, die mit einer mangelnden Frustrationstoleranz einhergehen, wie beispielsweise die Hyperaktivit\u00e4tsst\u00f6rung.<\/p>\n<p>Es tragen jedoch au\u00dfer den k\u00f6rperlichen auch immer weitere Faktoren dazu bei: Erziehungsstil, Modellpersonen, soziales Umfeld \u2013 also die biopsychosozialen Bedingungen, unter denen ein Mensch aufw\u00e4chst.<\/p>\n<p>Jeder Mensch ist zudem dazu in der Lage, seine Frustrationstoleranz zu steigern. Beginnt ein Training im fr\u00fchen Kindesalter, so kann dieses gute Erfolge bringen. Kinder erkennen und empfinden dann auch die Vorteile deutlicher. Sie sp\u00fcren ihre Selbstwirksamkeit und die Autonomie, die diese F\u00e4higkeit mit sich bringt. Im Erwachsenenalter muss erst der Leidensdruck sehr hoch sein, um die Toleranzschwelle f\u00fcr Frustration zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Auch hei\u00dft es nicht, dass ich mich in allen Lebensbereichen st\u00e4ndig und ausdauernd frustrieren lassen soll, sondern nur, dass ich \u00fcber die Fertigkeit verf\u00fcgen sollte und sie bei Bedarf einsetzen kann. So muss ich nur deshalb, weil ich schnell Laufen kann, nicht st\u00e4ndig alles im Sauseschritt erledigen. Es wird mir jedoch zugute kommen, wenn ich bei Laufveranstaltungen teilnehme, zum letzten Bus sprinte oder einem Verfolger davonlaufe. Ich kann es tun, wenn ich es will und das ist wichtig.<\/p>\n<h2>Zufriedenheit bringt Gl\u00fcck<\/h2>\n<p>Der Philosoph Rene Descartes ist der Ansicht \u201eGl\u00fcck ist Zufriedenheit\u201c.<\/p>\n<p>Gl\u00fcck ist hier als ein Zustand des Wohlf\u00fchlens und der Zufriedenheit zu sehen, zu dem jeder selbst seinen Beitrag leisten kann. Begleitet wird dieser Zustand von den Empfindungen innerer Ruhe, dem Gef\u00fchl sein Leben gut zu meistern und sich in der Lage zu f\u00fchlen, seine Gaben und F\u00e4higkeiten nutzen zu k\u00f6nnen. Menschen die als gl\u00fccklich zu bezeichnen sind, nehmen ihr Leben als gut, wertvoll und bedeutungsvoll wahr und sind in der Lage das eigene, sowie das Leben von anderen zu bereichern. Sie sind mit sich und ihrem Leben zufrieden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/symptome_dreamstime_xs_17859646.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1395\" title=\"Zufriedenheit und Gl\u00fcck\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/symptome_dreamstime_xs_17859646.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"446\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/symptome_dreamstime_xs_17859646.jpg 480w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/symptome_dreamstime_xs_17859646-200x185.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/a><\/p>\n<h2>Selbstverantwortung<\/h2>\n<p>Es ist erwiesen, dass f\u00fcr unsere Emotionen &#8211; f\u00fcr die angenehmen, wie die unangenehmen &#8211; nicht bestimmte Wesen, Ereignisse oder Situationen verantwortlich sind, sondern ausschlie\u00dflich unsere Werturteile und Vorurteile, die wir teils bewusst, teils unterbewusst gebildet haben.<\/p>\n<p>\u00dcberspitzt ausgedr\u00fcckt hei\u00dft das, dass wir f\u00fcr unsere Gef\u00fchle selbst verantwortlich sind. Dadurch wie und was wir denken, entscheiden wir ganz alleine, ob wir uns froh, gl\u00fccklich, zufrieden, gelassen, \u00e4ngstlich, traurig, \u00e4rgerlich, w\u00fctend oder angeekelt f\u00fchlen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich wird sich nicht jemand selbst unzufrieden oder ungl\u00fccklich machen, oder sich selbst in Wut oder Panik versetzen, aber wir tun es oft, ohne es zu wollen. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind vielf\u00e4ltig.<\/p>\n<p>Zum einen kann es Fahrl\u00e4ssigkeit sein, weil wir beim Denken und Bewerten au\u00dfer Acht lassen, welche Gef\u00fchlsvulkane damit zum Ausbruch gebracht werden k\u00f6nnen. Auch kann sein, dass wir zwar \u00fcber die sch\u00e4dliche Wirkung von bestimmten Denkweisen wissen, aber unsere Gedanken und Bewertungen auf einer Ebene unter dem Bewusstsein ablaufen und wir daher nicht merken, dass wir eben Z\u00fcndstoff-Gedanken denken.<\/p>\n<p>Eine weitere M\u00f6glichkeit ist, dass wir sogar erkennen, dass wir einen Z\u00fcndstoff-Gedanken in Form einer sch\u00e4dlichen Bewertung gedacht haben, aber nicht wissen, was wir dagegen unternehmen k\u00f6nnen. Es besteht hier jedoch auch die M\u00f6glichkeit, dass es uns einfach nur zu m\u00fchsam ist, der sch\u00e4dlichen Bewertung entgegen zu denken und wir so z.B. auch dem Aufkommen von Unzufriedenheit nicht entgegenwirken.<\/p>\n<h2>Was ich am meisten bereue &#8230;<\/h2>\n<p>Die australische Krankenschwester Bronnie Ware, die viele Jahre schwerkranke Menschen bis zu deren Lebensende betreute, hat in den Gespr\u00e4chen mit den Menschen erfahren, was sie im Leben noch gerne erlebt h\u00e4tten, oder was sie bereuten.<\/p>\n<p>In ihrem Buch &#8222;Top Five Regrets of the Dying&#8220;, frei \u00fcbersetzt bedeutet das in etwa &#8222;Die f\u00fcnf Dinge, die Todkranke am h\u00e4ufigsten bereuen&#8220;, kristallisierten sich f\u00fcnf Bereiche heraus, die am h\u00e4ufigsten genannt wurden:<\/p>\n<ul>\n<li>Ich h\u00e4tte gerne den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben und mich nicht von den Erwartungen anderer leiten zu lassen<\/li>\n<li>Ich h\u00e4tte nicht so hart arbeiten d\u00fcrfen<\/li>\n<li>Ich h\u00e4tte den Mut haben sollen, meine Gef\u00fchle auszudr\u00fccken<\/li>\n<li>Ich h\u00e4tte mit meinen Freunden in Kontakt bleiben sollen<\/li>\n<li>Ich h\u00e4tte mir mehr Gl\u00fcck und Zufriedenheit g\u00f6nnen sollen<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir haben nur ein Leben zur Verf\u00fcgung und es zeigt sich hier, dass wir gut daran tun, dieses ehestm\u00f6glich bewusst, mit allen Sinnen und in achtsamer Selbstf\u00fcrsorge zu leben und uns an den kleinen Dingen des Lebens zu erfreuen, sowie das was wir haben geb\u00fchrend wertzusch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Und l\u00e4uft es mal nicht so, wie wir uns w\u00fcnschen, oder erleben wir eine Entt\u00e4uschung, besinnen wir uns doch auf\u00a0 das Zitat von Marie von Ebner-Eschenbach:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Und ich habe mich so gefreut!&#8220;, sagst Du vorwurfsvoll, wenn dir eine Hoffnung<br \/>\nzerst\u00f6rt wurde. Du hast dich gefreut &#8211; ist das nichts?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn Unzufriedenheit chronisch wird, wenn in der Pubert\u00e4t oder der Midlife Crisis die Ver\u00e4nderungsbed\u00fcrfnisse anwachsen oder jegliche Erf\u00fcllung doch kein Gl\u00fcck bringt<\/p>\n","protected":false},"author":29,"featured_media":1392,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[66,32,1,99,97,72,101,24,22,17,15,16,18,46,94,23,95,20,35,25,21],"tags":[378,385,381,387,380,386,383,382,384,379],"class_list":["post-1388","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ads-adhs-autismus","category-alkohol","category-allgemein","category-alltagstipps","category-buecher-gesundheit-leben","category-depression-angst","category-erlebnisse","category-familie-und-erziehung","category-gefuehlswelt","category-gesundheit-babys-und-kinder","category-gesundheit-frauen","category-gesundheit-maenner","category-gesundheit-tiere","category-meditation","category-nachdenken","category-partnerschaft-und-sexualitaet","category-philosophie","category-psyche-und-gesundheit","category-rund-ums-thema-sucht","category-soziales-umfeld","category-staerkung-fur-psyche-geist-und-seele","tag-ausgeglichen","tag-enttaeuschung","tag-frustration","tag-glueck","tag-harmonie","tag-leidensdruck","tag-midlife-crisis","tag-pubertaet","tag-uebersaettigung","tag-wohlbehagen"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1388","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/29"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1388"}],"version-history":[{"count":21,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1388\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4019,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1388\/revisions\/4019"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1392"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1388"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1388"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1388"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}