{"id":1024,"date":"2012-08-13T08:43:27","date_gmt":"2012-08-13T06:43:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.symptome.ch\/blog\/?p=1024"},"modified":"2020-01-18T06:23:10","modified_gmt":"2020-01-18T05:23:10","slug":"wunschkaiserschnitt-das-beste-fuer-mutter-und-kind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wunschkaiserschnitt-das-beste-fuer-mutter-und-kind\/","title":{"rendered":"Wunschkaiserschnitt das Beste f\u00fcr Mutter und Kind?"},"content":{"rendered":"<p>In den vergangenen Jahren wird in vielen L\u00e4ndern der Trend beobachtet, dass Schwangere einen Kaiserschnitt der normalen Entbindung vorziehen. Patientinnen (eigentlich ja \u201enur\u201c werdende M\u00fctter) und \u00c4rzte k\u00f6nnen sich lange vorher auf den passenden Termin einstellen. Die Schwangere muss nicht stundenlange Schmerzen ertragen, der Beckenboden wird geschont, das Sexualleben sp\u00e4ter nicht beeintr\u00e4chtigt, das Baby wird nicht dem schrecklichen Geburtsstress ausgesetzt, das K\u00f6pfchen ist nicht verformt. Und seitdem man den Kaiserschnitt in Periduralan\u00e4sthesie (PDA) machen kann, wird es nicht mal durch Narkosemittel belastet. Bei der Kaiserschnittgeburt kann eigentlich nichts Unvorhergesehenes passieren!? Und doch: die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert, dass die Zahl der Kaiserschnitte begrenzt werden m\u00fcsste und kritisiert die verharmlosende Darstellung.<\/p>\n<h2><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-1039\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/symptome_geburten-nach-wochentagen.jpg\" alt=\"\" width=\"214\" height=\"300\" title=\"\"><\/h2>\n<h2>H\u00e4ufigkeit des Kaiserschnitts<\/h2>\n<p>In den deutschsprachigen L\u00e4ndern liegt die Kaiserschnittrate inzwischen \u00fcber 30%, allerdings mit ausgepr\u00e4gten regionalen Unterschieden. Die WHO wertete die Geburten- und Kaiserschnittraten des Jahres 2008 von 132 L\u00e4ndern aus. Fast 20 Millionen Kaiserschnitte wurden weltweit in dem Jahr durchgef\u00fchrt. 40% der L\u00e4nder hatten Kaiserschnittraten unter 10%. In diesen 54 L\u00e4ndern wurden aber 60% (77 Millionen) aller Kinder weltweit geboren. In den 69 L\u00e4ndern mit Kaiserschnittraten \u00fcber 15% wurden nur 37,5% (48 Millionen) aller Kinder weltweit geboren. W\u00e4hrend die WHO nur sechs Entwicklungsl\u00e4nder identifizieren konnte, die zu selten Kaiserschnitte durchf\u00fchrten, wird in den Industrienationen offensichtlich zu viel operiert. An der Spitze stehen China und Brasilien mit Sectioraten von etwa 50%.<\/p>\n<p><strong>Die WHO geht davon aus, dass nur 10-15% der operativen Entbindungen medizinisch notwendig sind.<\/strong><br \/>\n<strong><em>Wo liegen also die Gr\u00fcnde, dass Frauen und \u00c4rzte bei uns so gro\u00dfz\u00fcgig mit dem Kaiserschnitt umgehen?<\/em><\/strong><\/p>\n<h2><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1030\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/symptome_dreamstime_xs_4332631.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"287\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/symptome_dreamstime_xs_4332631.jpg 480w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/symptome_dreamstime_xs_4332631-200x119.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/h2>\n<h2>Gr\u00fcnde f\u00fcr einen Kaiserschnitt von Seiten der \u00c4rzte\/Kliniken<\/h2>\n<ul>\n<li>Planbarkeit: Es ist keine Frage, dass eine normale Geburt nur schlecht planbar ist. Nur 10% aller Geburten treten wirklich am errechneten Geburtstermin ein. Dabei bem\u00fchen sich die \u00c4rzte redlich, die Geburten durch Geburtseinleitung oder Kaiserschnitt planbarer zu machen. Die Schweizerische \u00c4rztezeitung demonstrierte in den Jahren 1969-2005 die Abnahme der Geburten an Wochenenden und die Zunahme an den Werktagen, besonders mittwochs (Abb.).<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Personal: Wenn man st\u00e4ndig mit ungeplanten Geburten rechnen muss, muss Tag und Nacht entsprechend mehr Personal vorgehalten werden, und das kostet viel Geld.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Zeitaufwand: Wenn eine Spontangeburt abgewartet werden soll, muss so manche werdende Mutter mehr als einen Tag in der Klinik oder im Krei\u00dfsaal \u00fcberwacht und betreut werden. Ist aber erst einmal ein Kaiserschnitt durchgef\u00fchrt, der rein operativ in weniger als einer halben Stunde erledigt wird, so brauchen die Patientin und ihr Baby keine individuelle kontinuierliche \u00dcberwachung mehr. Das spart Zeit und Personal.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Kosten: F\u00fcr eine Kaiserschnittentbindung kann deutlich mehr Geld von den Patientinnen und ihren Krankenkassen verlangt werden als f\u00fcr eine Spontangeburt. In der Schweiz kostet eine vaginale Entbindung etwa nur halb so viel wie eine Kaiserschnittentbindung. In einer deutschen Studie wurde vor ein paar Jahren gezeigt, dass dies nicht bedeutet, dass der Aufwand f\u00fcr den operativen Eingriff so hoch ist. Die Bewertung ist nur zu ungleich, so dass das Krankenhaus mit einem Kaiserschnitt mehr Gewinn machen kann.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Sicherheit: Schlie\u00dflich kann im Laufe einer Spontangeburt Unvorhergesehenes passieren: die Herzt\u00f6ne k\u00f6nnen schlechter werden, die Schmerzen zu stark, es geht nicht so recht weiter, die Schulter verkeilt sich, usw. Viele Geburtshelfer glauben deshalb, mit einer Kaiserschnittentbindung \u201eauf Nummer sicher zu gehen\u201c. Bei Kontroversen wird man vor Gericht immer sagen k\u00f6nnen, dass man mit einem Kaiserschnitt das Bestm\u00f6gliche getan hat.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1032\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/symptome_dreamstime_xs_17018933.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"321\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/symptome_dreamstime_xs_17018933.jpg 480w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/symptome_dreamstime_xs_17018933-200x133.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/>Gr\u00fcnde f\u00fcr einen Kaiserschnitt von Seiten der M\u00fctter<\/h2>\n<ul>\n<li>Alter: In den westlichen L\u00e4ndern sind die Frauen bei ihrer ersten Schwangerschaft immer \u00e4lter. Sie haben mehr Angst als junge Frauen, dass dies die letzte Schwangerschaft sein k\u00f6nnte, deshalb wollen sie kein Risiko eingehen und glauben, dass der Kaiserschnitt besser ist.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Ein Kind: auch die Tatsache, dass viele Paare nur ein Kind wollen, spielt eine Rolle. Bei dieser einen Schwangerschaft und diesem einen Kind soll alles optimal laufen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Fruchtbarkeitsbehandlung: noch mehr unter Druck stehen die M\u00fctter, die sich einer Fruchtbarkeitsbehandlung unterzogen haben, die oft jahrelang mit Hormonspritzen und Geschlechtsverkehr nach Vorschrift oder sogar k\u00fcnstlichen Befruchtungen auf ihr Kind hingearbeitet haben. Sie fallen automatisch in die Kategorie \u201eerh\u00f6htes Risiko\u201c und machen gro\u00dfz\u00fcgig Gebrauch von dem Kaiserschnittangebot.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\u00dcbergewicht: Durch unsere Wohlstandsgesellschaft sind mehr Frauen als fr\u00fcher \u00fcbergewichtig. Aber nicht nur die M\u00fctter, auch die Kinder sind schwerer geworden. Gl\u00fccklicherweise kann man ja heute im Ultraschall recht genau das Gewicht des Babys voraussagen (obwohl erfahrene Hebammen und \u00c4rzte fr\u00fcher in der Klinik mit ihren Sch\u00e4tzungen allein durch das Abtasten des Bauches auch immer sehr gut lagen). Bei vermutlich schwerem Kind wird die Mutter eher geneigt sein, einem Kaiserschnitt zuzustimmen, als einer m\u00f6glicherweise l\u00e4nger dauernden Geburt.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Risikoschwangerschaft: Im Gefolge des \u00dcbergewichts und der Fruchtbarkeitsbehandlungen sind Risikoschwangerschaften h\u00e4ufiger geworden: Mehrlinge, Pr\u00e4eklampsie, Uterus myomatosus, drohende Fr\u00fchgeburt, usw.<\/li>\n<li>Bef\u00fcrchtung: kosmetische Ver\u00e4nderungen oder sexuelle Einschr\u00e4nkungen nach einer vaginalen Entbindung<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Ungen\u00fcgender Wissensstand: 86% der Frauen nach Wunschkaiserschnitt gaben in einer Studie an, die Folgen des Eingriffs untersch\u00e4tzt zu haben.<\/li>\n<\/ul>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-1035\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/symptome_dreamstime_xs_6430833.jpg\" alt=\"\" width=\"384\" height=\"256\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/symptome_dreamstime_xs_6430833.jpg 480w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/symptome_dreamstime_xs_6430833-200x133.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 384px) 100vw, 384px\" \/>Es gibt durchaus eine Reihe von medizinischen Gr\u00fcnden, warum die Kaiserschnittraten in den letzten Jahren zugenommen haben. Wir k\u00f6nnen froh und dankbar sein, dass die Kaiserschnittoperation bei uns seinen Schrecken verloren hat. Besteht ein erh\u00f6htes medizinisches Risiko bei der Schwangeren, so ist heute der Kaiserschnitt in einer Klinik relativ sicher und kann Mutter und Kind vor Sch\u00e4den bewahren. Allerdings weicht der Begriff des \u201eerh\u00f6hten Risikos\u201c immer mehr auf, da reicht schon eine Sterilit\u00e4tsbehandlung oder ein Zustand nach Kaiserschnitt!<\/p>\n<p><strong>Ein Kaiserschnitt ohne medizinische Indikation, also ein Wunschkaiserschnitt, ist aber keineswegs sicherer f\u00fcr Mutter und Kind als die Vaginalgeburt.<\/strong><\/p>\n<h2>Risiken eines Kaiserschnitts f\u00fcr den K\u00f6rper der Mutter<\/h2>\n<ul>\n<li>Narkoserisiko<\/li>\n<li>Thromboserisiko<\/li>\n<li>Erh\u00f6hter Blutverlust w\u00e4hrend der OP und danach durch mangelhafte R\u00fcckbildung der Geb\u00e4rmutter<\/li>\n<li>Wundheilungsst\u00f6rungen in der Geb\u00e4rmutter oder der Haut<\/li>\n<li>Infektionen der Wunde oder der Harnblase<\/li>\n<li>Verwachsungen, dadurch sp\u00e4ter Schmerzen beim GV oder Stuhlgang, erschwerter Schwangerschaftseintritt bei erneutem Kinderwunsch<\/li>\n<li>Postoperative Schmerzen<\/li>\n<li>Eingeschr\u00e4nkte Stillf\u00e4higkeit<\/li>\n<li>Verl\u00e4ngerte Rekonvaleszens<\/li>\n<li>Bei Folgeschwangerschaften erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr regelwidrigen Plazentasitz<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Risiken eines Kaiserschnitts f\u00fcr die Psyche der Mutter (und des Kindes)<\/h2>\n<ul>\n<li>Depression<\/li>\n<li>Minderwertigkeitsgef\u00fchl<\/li>\n<li>Posttraumatische Belastungsst\u00f6rung<\/li>\n<li>Bindungsprobleme<\/li>\n<\/ul>\n<h2><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1034\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/symptome_dreamstime_xs_11713541.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"357\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/symptome_dreamstime_xs_11713541.jpg 480w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/symptome_dreamstime_xs_11713541-200x148.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/>Risiken eines Kaiserschnitts f\u00fcr das Kind<\/h2>\n<p>Dazu muss man wissen, dass das Baby offenbar den Stress der vaginalen Geburt braucht. Durch den Druck auf das K\u00f6pfchen, die Wehen und das langsame durch das Becken Gleiten werden Stresshormone ausgesch\u00fcttet. Die stoppen in der Lunge die Bildung von Fl\u00fcssigkeit und steigern die Bildung eines Stoffes, des Surfactant, der die Entfaltung der Lungen f\u00f6rdert. Das erleichtert dem Neugeborenen die ersten Atemz\u00fcge. Wird das Baby per Kaiserschnitt aus der Geb\u00e4rmutter gezogen, so verschl\u00e4gt es ihm buchst\u00e4blich den Atem. Und das umso heftiger, je fr\u00fcher vor dem Entbindungstermin der Kaiserschnitt gemacht wird.<\/p>\n<p>Ein weiteres wichtiges Erlebnis wird dem Baby bei einem Kaiserschnitt vorenthalten, n\u00e4mlich der Kontakt mit der Scheiden- und Darmflora der Mutter. Denn bei dem Durchtritt durch die Scheide wird der kindliche Magen-Darmkanal offenbar schon mit den Keimen der Mutter besiedelt. Die sind n\u00f6tig, damit das kindliche Immunsystem sich richtig entwickeln kann.<\/p>\n<ul>\n<li>Sterberisiko: Nach einer Studie der Universit\u00e4t Genf verdoppelt ein Wunschkaiserschnitt das Sterberisiko f\u00fcr das Baby: 1 von 1.000 Kindern stirbt nach einer vaginalen Entbindung und 2 von 1.000 nach einem geplanten Kaiserschnitt.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Nach der Geburt: Anpassungsst\u00f6rungen, das hei\u00dft beschleunigte Herzt\u00e4tigkeit, Atemnot, eventuell Bluthochdruck in den Lungen. Die Neugeborenen m\u00fcssen h\u00e4ufiger auf der Intensivstation versorgt werden. Diese Probleme treten bei Wunschkaiserschnitt in der 37. Schwangerschaftswoche (SSW) fast viermal h\u00e4ufiger auf als bei einer Vaginalgeburt in der 37. SSW. Je n\u00e4her am Termin der Kaiserschnitt gemacht wird, desto geringer im Vergleich zur Vaginalgeburt fallen die Unterschiede aus.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Kindesalter: Asthma<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\u00dcbergewicht im Kindergartenalter<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Sp\u00e4ter: Diabetes<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>M\u00f6glicherweise Autoimmunerkrankungen<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Emotionale Entwicklung w\u00e4hrend des ganzen Lebens wird beeinflusst durch Ereignisse w\u00e4hrend der Schwangerschaft und die Art der Geburt<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Meine Empfehlung, wie Sie das Beste f\u00fcr sich und Ihr Baby tun k\u00f6nnen<\/h2>\n<ul>\n<li>Suchen Sie Fakten. Informieren Sie sich genau, ob bei Ihnen medizinische Risiken vorliegen, was f\u00fcr Entbindungsmethoden in Ihrer Gegend angeboten werden, und h\u00f6ren Sie sich die Erfahrungen anderer Frauen an.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Besprechen Sie mit Ihrem Arzt\/Ihrer Hebamme, welche Vor-und Nachteile die verschiedenen geburtshilflichen Methoden f\u00fcr Sie haben.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Machen Sie sich klar, dass eine Geburt keine Krankheit ist, dass sie ein erf\u00fcllendes wunderbares Erlebnis ist, das Sie auf Ihrem Weg als Frau und Mutter weiterbringt.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Beziehen Sie Ihren Partner ein. Bereits bei der Geburtsvorbereitung kann er Ihnen helfen. Nutzen Sie Schwangerschaft und Geburt als Chance f\u00fcr die Vertiefung Ihrer Partnerschaft.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Stellen Sie sich der Angst vor der Geburt, und nutzen Sie die zahlreichen Therapieangebote: Entspannungsmethoden, <a href=\"http:\/\/www.netzwerk-frauengesundheit.com\/yoga-in-der-schwangerschaft-entspannt-und-voller-energie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Yoga<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.netzwerk-frauengesundheit.com\/hypnobirthing-der-schlussel-fur-eine-gluckliche-familie-und-bessere-welt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Hypnobirthing<\/a>, Methoden, die Ihnen auch unabh\u00e4ngig von der Schwangerschaft sp\u00e4ter zur Verf\u00fcgung stehen und Ihr Leben vertiefen und vereinfachen werden. Durch diese Methoden vertiefen Sie fr\u00fchzeitig die Beziehung zu Ihrem Baby, es wird weniger zu Lage- und Einstellungsanomalien kommen, und Sie m\u00fcssen weniger Angst vor Geburtskomplikationen haben. Besonders positiv wirkt sich das auch auf Sie auf, wenn Sie eine Risikoschwangerschaft haben.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Nutzen Sie die Angebote der ganzheitlichen Medizin und setzen sie gezielt Pflanzenheilmittel, Hom\u00f6opathie, Aroma\u00f6le w\u00e4hrend der Schwangerschaft und der Geburt ein. Sorgen Sie f\u00fcr einen elastischen Damm durch regelm\u00e4\u00dfige Massage mit guten \u00d6len.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Suchen Sie sich eine Hebamme, die die Geburt durch das Baby lenken l\u00e4sst und nicht durch Technik und Zeitdruck.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Eine Geburtsbegleiterin, <a href=\"http:\/\/www.doula.ch\/de\/home\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Doula<\/a>, kann eine gro\u00dfe Hilfe sein. Sie gibt Ihnen Sicherheit und Vertrauen in Ihren K\u00f6rper. Studien zeigen, dass dadurch die Geburtsdauer verk\u00fcrzt wird, die Kaiserschnittrate sinkt ebenso wie die Notwendigkeit von Zangenentbindungen, es sind weniger Schmerzmedikamente erforderlich. Die Paarbeziehung wird gest\u00e4rkt, der Stillerfolg erh\u00f6ht, und der Wochenbett-Blues f\u00e4llt milder aus. Allerdings fehlt ihnen das fachliche Wissen und Sie m\u00fcssen sie selber bezahlen. Dadurch besteht die Gefahr, dass noch mehr Hebammen eingespart werden und die Geburt von der Technik dominiert wird.<\/li>\n<\/ul>\n<h2><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1047\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/symptome_dreamstime_xs_12875278.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"480\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/symptome_dreamstime_xs_12875278.jpg 480w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/symptome_dreamstime_xs_12875278-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/symptome_dreamstime_xs_12875278-200x200.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/>Forderungen an die Politik<\/h2>\n<p><strong><em>Sicher haben Sie gemerkt, dass meine Empfehlungen ziemlich unrealistisch klingen. Wo gibt es noch diese Hebammen? In welcher Klinik gibt es Ruhe und Zeit f\u00fcr die Schwangere?<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Obwohl in anderen L\u00e4ndern, wie Holland, Schweden, D\u00e4nemark gute Erfahrungen mit Hausgeburten und Geburtsh\u00e4usern gemacht wurden, laufen in der Schweiz nur 2% aller Geburten zu Hause oder in Geburtsh\u00e4usern ab. Nur 4% aller Geburten inner- und au\u00dferhalb der Kliniken werden von Hebammen geleitet!<\/p>\n<p>Aktuelle Studien aus Australien und Gro\u00dfbritannien konnten eindeutig nachweisen, dass gesunde Frauen mit niedrigem geburtshilflichen Risiko unter kontinuierlicher, individueller Betreuung einer Hebamme w\u00e4hrend der Schwangerschaft und Geburt sehr gut auch au\u00dferhalb einer Klinik entbinden konnten. Ihre Kaiserschnittraten, Dammschnitte, An\u00e4sthesien waren niedriger als bei den \u00fcblichen Klinikgeburten. Und noch wichtiger: den Babys ging es nicht schlechter, sondern sie mussten seltener intensivmedizinisch betreut werden.<\/p>\n<p>In Deutschland hat der Arbeitskreis Frauengesundheit eine <a href=\"http:\/\/www.netzwerk-frauengesundheit.com\/kampagne-zur-senkung-der-kaiserschnittrate-in-deutschland%E2%80%93-aufruf-zur-unterstutzung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Kampagne zur Senkung der Kaiserschnittrate<\/a> initiiert, der sich auch Schweizer Verb\u00e4nde angeschlossen haben. Lesen Sie hier mehr, und unterst\u00fctzen Sie sie mit Ihrer Unterschrift. Die Erfahrungen und das Wissen unserer Hebammen bleiben weitgehend ungenutzt. Dabei k\u00f6nnten sie wunderbar als Partnerinnen der Schwangeren deren individuelle Bed\u00fcrfnisse unterst\u00fctzen und sie bei einer selbstbestimmten Geburt begleiten.<\/p>\n<p>Ein Hebammenkrei\u00dfsaal, Geburtsh\u00e4user oder Hausgeburten sind nicht gef\u00e4hrlich. Bei guter Organisation und einem vertrauensvollen Umgang zwischen \u00e4rztlichem Geburtshelfer, Hebamme und Schwangerer und ihrer Familie lassen sich Kosten einsparen. Die Geburt wird wieder zu dem gemacht, was sie immer war: ein freudiges Ereignis, ein neues Leben, das der Familie geschenkt wird. Und eine Herausforderung f\u00fcr die Frau, aus der sie gest\u00e4rkt und selbstbewusst hervorgeht. In der Schweiz wird zurzeit eine <a href=\"http:\/\/www.bernerhebamme.ch\/eltern\/umfrage-betreuung-wobe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Umfrage <\/a>gemacht, um genaue Daten \u00fcber die Bed\u00fcrfnisse der Frauen zu erhalten. Nehmen Sie daran teil! F\u00fcr das n\u00e4chste Jahr ist eine Petition der <a href=\"http:\/\/www.hebamme.ch\/de\/elt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Schweizer Hebammen<\/a> geplant, in der sie fordern, dass, \u00e4hnlich wie in anderen L\u00e4ndern, die durch Hebammen geleitete Geburt in die Kliniken implementiert wird.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1042\" src=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/symptome_dreamstime_xs_6600876.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"334\" title=\"\" srcset=\"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/symptome_dreamstime_xs_6600876.jpg 480w, https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/symptome_dreamstime_xs_6600876-200x139.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/>Und wenn Sie, aus welchen Gr\u00fcnden auch immer, einen geplanten Kaiserschnitt haben m\u00fcssen, ohne dass bei Ihnen oder Ihrem Baby eine Notsituation vorliegt, dann so lange wie m\u00f6glich bis zum errechneten Termin abwarten und nicht aus organisatorischen Gr\u00fcnden zu einer vorzeitigen Entbindung dr\u00e4ngen lassen. Denn<\/p>\n<ul>\n<li><strong>es ist nicht egal, wann Ihr Baby das Licht der Welt erblickt,<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>es ist nicht egal, wie Ihr Baby das Licht der Welt erblickt und<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li><strong>es ist nicht egal, wie Sie sich in der Schwangerschaft f\u00fchlen!<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die moderne Forschung wei\u00df heute, dass die gesamte lebenslange Entwicklung dieses kleinen Lebewesens in Ihrem Bauch dadurch beeinflusst wird, wie Sie in der Schwangerschaft und bei der Geburt mit sich und ihm umgehen.<\/p>\n<p><strong>Haben Sie Vertrauen in sich!<\/strong><\/p>\n<p>Mein herzlicher Dank gilt der Berner Hebamme <em><strong>Frau Marianne Haueter<\/strong><\/em>, die mich mit den Verh\u00e4ltnissen in der Schweiz vertraut machte und mir aktuelle Studien zukommen lie\u00df.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den vergangenen Jahren wird in vielen L\u00e4ndern der Trend beobachtet, dass Schwangere einen Kaiserschnitt der normalen Entbindung vorziehen. Bei der Kaiserschnittgeburt kann eigentlich nichts Unvorhergesehenes passieren!? Und doch: die Weltgesundheitsorganisation WHO fordert, dass die Zahl der Kaiserschnitte begrenzt werden m\u00fcsste und kritisiert die verharmlosende Darstellung. Hier haben wir Ihnen die Gr\u00fcnde der Bef\u00fcrworter und Gegner zusammengestellt, damit Sie Ihre Entscheidung sicher f\u00e4llen k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":1036,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[1,24,17,15,65,23],"tags":[331,330,329,332],"class_list":["post-1024","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-familie-und-erziehung","category-gesundheit-babys-und-kinder","category-gesundheit-frauen","category-krankheitsbilder-allgemein","category-partnerschaft-und-sexualitaet","tag-geburt","tag-geburtsstress","tag-kaiserschnitt","tag-schwangerschaft"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1024","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1024"}],"version-history":[{"count":40,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1024\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4029,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1024\/revisions\/4029"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1036"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1024"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1024"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.symptome.ch\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1024"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}